http://www.spox.com/de/sport/fussb…eve-kutner.html
En grotteschlächte Priis! Und ob er deete zum Spile chunnt isch au fraglich. Aber er wott ja uf S.A.
http://www.spox.com/de/sport/fussb…eve-kutner.html
En grotteschlächte Priis! Und ob er deete zum Spile chunnt isch au fraglich. Aber er wott ja uf S.A.
Aber de Streit hätt ja schiint's Potenzial gäge n'obe.
Zweimal Weltmeister innerhalb von 2 Monaten! Zweimal voll geile Emotionen! Zweimal Freudentränen. Wahnsinn. Von der Realität her: Zweimal UNMÖGLICH! Und doch....
Hab mir letzthin überlegt, welches für mich der geilste Sportmoment in meinem Leben war. Es war der Sieg gegen die Blackhawks ganz knapp vor dem 2000er Meistertitel am 1. April.
Nun fährt im Fussball eine junge, ganz verreckt gute und geile Schweizer Truppe einen Weltmeistertitel ein! Sie besiegen der Reihe nach Mexico, Japan, Brasilien (!), Deutschland (!), Italien (!), Kolumbien und zum Schluss noch den Gastgeber und dreifachen Junioren-Weltmeister Nigeria. Dieser Erfolg wiegt von der Tragweite, von der internationalen Anerkennung her, wohl mehr, als alles bisher da gewesene.
In jedem der Spiele legten diese Jungen - neben feiner Technik und diszipliniertem taktischen Auftreten - Zeugnis von Kameradschaft, Teamspirit, Kampfgeist und Einsatz ab. Sperren von Führungsspielern (nach gelben oder roten Karten) steckten sie als normale Selbstverständlichkeit weg. Das Selbstvertrauen wuchs und wuchs, ohne zu überborden.
Vor dem gestrigen Finalspiel kam mir die EM 2004 in Portugal in den Sinn. Dort gab es eine Mannschaft, die ähnlich clever, taktisch schlau, ihren Möglichkeiten entsprechend und voll engagiert mit grossem Erfolg spielte. Griechenland anno 2004 kämpfte sich sogar bis in den Final vor. Aber dort wartete ja das spielerisch klar bessere Team, Gastgeber Portugal. Wenn alles bis dorthin auch wirklich optimal lief, den Europameistertitel traute man den Hellenen dann schliesslich doch nicht zu. Und trotzdem schlugen sie auch im Final nochmals zu. Charisteas köpfte einen Corner zum Siegestor in die Maschen.
Genau diese Bilder hatte ich im Kopf, als ich mich am Sonntag Nachmittag im Golfpark Otelfingen zu meiner wohl letzten Runde dieses Jahr aufwärmte und mich einspielte. Wieso sollten wir den Gastgeber und Favoriten nicht doch besiegen können? Ein Freistoss oder Corner könnte doch auch bei den Unseren die schicksalhafte Fügung zum Totalerfolg sein?
Die letzten 10 Spielminuten vor der Kiste waren für mich sitzend nicht mehr möglich, zu gross war die Anspannung. Und als "es" dann geschafft war fühlte ich mich auch dieses Mal wieder im 7. Himmel. Wahnsinn! Schweiz Fussball-Weltmeister. Das muss unser Hirn zuerst mal richtig aufnehmen können: Die Schweiz ist Fussball-Weltmeister! WIR sind Fussball-Weltmeister!
Die Diskussionen um Namen, so finde ich, dürften nicht geführt werden. Zumal nicht von sich bekennenden Fans der Schweizer A Nati. Auch dort gibt's zwar die Spycher, Wölfli, Frei, Streller, Huggel und Schwegler. Aber sie stehen einer Übermacht von ausländisch tönenden Namen gegenüber. Das ist nun heute einfach so. Die Welt ist zusammengerückt. Das gilt selbst für Deutschland. Und deren A-Team, wie demjenigen der U-17. (Wer den Achtelsfinal CH-D gesehen hat weiss Bescheid.)
Die Fragen sind doch vielmehr: Fühlen sich diese Spieler wie Schweizer? Sprechen sie deren Sprache? Fühlen sie sich kulturell mit unserem Land verbunden? Bestehen Wurzeln zur Schweiz?
Wie glaub ich Daywalker geschrieben hat denke auch ich, dass diese Jungs das Schweizer Kreuz mit Überzeugung auf ihrer Brust tragen. Hoffen wir, dass Petric/Rakitic Einzelfälle sind und bleiben.
Geniessen wir doch nun noch ein bisschen dieses wunderbare Gefühl, in der wohl wichtigsten und meist verbreitetsten Sportart auf diesem Erdball, im Fussball, Junioren-Weltmeister geworden zu sein.
Nochmals, ein Lob dieser Super-Truppe! Ein Lob dem Verband, der die richtigen Menschen ausgewählt hat, mit diesen Jungs das Unternehmen WM 2009 in Nigeria anzugehen und zu bestreiten.
Wahrschiinlich liest er da ja mit und nimmt sich's z'Herze..... ;o)
Ich billige die taktische Anweisung von Challandes - wenn tatsächlich Fehler vermieden werden und Zürich den Punkt und das 0:0 holt. Trotzdem ist es natürlich schon jämmerlich, wenn man ein (Heim)Spiel anschauen muss und man macht offensiv null und nichts. Dieser stehende Pässli-Pässli-Fussball kann von mir aus ok sein, wenn die Zuspiele millimetergenau kommen und mindestens alle 10 Minuten mal ein überraschender Steilpass folgt. Aber so. Meine Herren!
Einwechslung von Djuric und Nikci kamen ganz klar zu spät. Statt Vonlanthen müsste er Alphonse ersetzen, der ein absoluter Nullwert war heute. Wieso Gajic und nicht Tico rausnehmen? Immerhin könn(t)en Gajic, wie Vonlanthen manchmal ein Tor "aus dem nichts heraus" schiessen. Klare Trainerfehler meines Erachtens.
Aber.....! Zürich hat noch Glück bei der Kopfballintervention von Tihinen gegen Brandão; der linke Arm/Ellenbogen des Finnen war ausgefahren. Wenn der Schiri Penalty pfeift, könnte sich niemand beklagen. Zürich hat gestern meiner Meinung nach keinen Punkt verdient. Marseille bot wenig. Aber es reichte. Verdientermassen, darf man wohl noch anfügen. Bin froh war ich nicht am Match. Echt.
Stand heute in der NHL (alle Teams):
- New York Rangers 7 Spiele 12 Punkte
- Pittsburgh Penguins 7 Sp. 12 Punkte
- Chicago Blackhawks 7 Sp. 11 Punkte
.
.
.
.
.
.
.
.
- New York Islanders 4 Sp. 3 Punkte
Zitat von HektorGibt auch Quellen, die anderes behaupten, sprich Teile der Mannschaft erleichtert sind, wenn Simpson weg sei. Primär wegen Unflexibilität. Kreis habe mit Spielern über das eine oder andere in Sachen System diskutiert und sie in solche Fragen eingebunden, währenddem Simpson da auf stur stellt und keine Rücksprache mit der Truppe halte und eher kurz angebunden sei in Sachen Kommunikation.
Ein Chef muss ja nicht in erster Linie beliebt sein. Aber konsequent. Er muss eine Linie haben. Diese Linie gibt Sicherheit. Die einzelnen Ziele müssen allen bekannt und (möglichst) verinnerlicht sein. Die jeweilige Matchstrategie, Aufgabenverteilung auch. Und dann gibt's ja noch seinen Stellvertreter, der bei Problemen durchaus der "Puffer" zwischen Chefcoach und Spieler sein kann.
Es kann nicht Ziel eines Chefs sein, "es" allen recht zu machen und flexibel zu sein. Noch über gesagtes ständig zu diskutieren.
Und eben.... die Erfolge in der Champions Hockey League und im Victoria Cup sind ja so erschlagend, dass überhaupt keine Kritik aufkommen DARF. Denn immer stehen die erreichten Resultate im Mittelpunkt und nie ein einzelner Spieler. (Aber das hatte ja schon seinerzeit Michel Zeiter nicht verstanden.)
Die Spieler hatten vor dem Rappi Match sicher gewusst, dass Simpson abhauen und Natitrainer werden würde. Und das hat dem Team sicher auf die Moral geschlagen. Den Kanadiern wohl im besonderen.
Tatsach isch wohl, dass eusi Nati im Momänt nöd Fuessball zeigt, wo eim cha begeischtere oder (uf geschter bezoge) uufwärme. Sehr, sehr biedere und vor allem auch hölzerne Fussballkunst wurde gestern geboten.
Keiner scheint richtig in Form zu sein. Und das Zusammenspiel war wohl eine Klasse schlechter, als bei Israel. Oder von mir aus eine halbe.
Aber.... wir sind an der WM. Und das ist positiv, das ist geil. Das ist ein toller Erfolg. Quali-Gruppe hin oder her.
Jetzt mal auf eine gute Gruppenauslosung für SA hoffen. Und auf die grosse Form der Akteure im nächsten Juni. Auf dass es DANN zusammenpasse!
Jetzt holen also die Red Wings ihre ersten Punkte im Heimspiel gegen die Blackhawks. Chigaco bleibt auf 3 Punkten.
Streit's Islanders machen den zweiten Punkt im Unentschieden auswärts in Ottawa. Leider danach Overtime Niederlage für die New Yorker.
Oveshkin und Washington gebremst durch die Rangers, die in ihrem Auswärtsmatch im letzten Drittel zwei Tore nachzulegen vermögen.
Hiller, der 30 Schüsse abwehrt, gewinnt mit den Ducks auswärts in Boston 6:1!
Mer chönnt ja au eifach alles, was mit Tennis und Federer z'tue hätt in en Federer Fred inetue, so wie z.B. bim FCZ Fred.
Bref.... ha das grad vorher s'erscht mal ghört, woner nach em Davis Cup Sieg gäg Italie zu den Fans gange isch und eis (vor)gsunge hät. Findes geil!
"See you soo-oon, on the moo-oon!" Not bad really!
Artikel in der "NZZ am Sonntag" über Mark Streit:
(smiles)
Bi au mit Kollege gsi säb mal, wommer das Theater sind go luege. Und glaub mer, de Rescht isch au nöd z'churz cho....! ;o)
Geht das anschauen (ist eine ganz spezielle Theateraufführung, die ich nirgends auf der Welt vorher oder nachher in ähnlicher Form je gesehen habe). Unbedingt empfohlen:
Laterna Magika
Národní 4, Prague 1
http://www.laterna.cz
info@laterna.cz
tel. 224 931 482
Victoria Cup, Endspiel, Zürich, 29. September 2009
ZSC – Chicago Blackhawks 2 : 1
Was waren die herausragendsten, speziellsten und grössten Erfolge des ZSC’s für einen Hardcore ZSC Fan?
Dienstag, 12. März 1992:
4. Viertelsfinal Playoff Spiel gegen den HC Lugano. Beim Z Arno Del Curto an der Bande. Im Team unter anderem Vladimir Krutov, Sergej Prijachin, Adrian Hotz, Marcel Wick, im Tor Rolf Simmen. Das Spiel endete 3:3 nach Zusatzdrittel. Die Penalties mussten entscheiden. Hotz, Krutov und Prijachin verwerteten. Eberle, Thibaudeau und Turcotte scheiterten an Simmen. Der Meisterschafts-Siebte bezwang den Favoriten, das „Grande Lugano“, den Meisterschafts-Zweiten. Ein Wunder! Man lag 1:3 zurück und Lugano kontrollierte den Match. Nichts, aber auch wirklich gar nichts deutete darauf hin, dass dieses Spiel noch kippen könnte. Die Emotionen jener Schlacht, jener Hallenstadion Nacht sind unvergessen. Es war für einen Fan der neueren Zeit (welcher erst 1963, also nach dem Meistertitel 1961, zum ZSC „kam“) der erste grosse und wichtige Sieg in einem Spiel, bei welchem es um alles oder nichts ging. Unvergessen! Grossartig! Die Euphorie unter Zürcher Eishockeyfans und auch den hiesigen Medien war riesig. Stimmungsbarometer 99,7!
Samstag, 1. April 2000:
Der ZSC steht zum ersten Mal seit Einführung der Playoffs im Final und trifft auf Lugano, welcher sein Lieblingsgegner werden sollte. Das erste Spiel in Lugano ging verloren, dann gewann man zuhause und auswärts knapp, führte also in der Serie 2:1. Danach sollte der ZSC im Hallenstadion erneut gewinnen (3:1), sodass nur noch ein Sieg zum Schweizermeistertitel fehlte. In Lugano verlor man in Spiel 5 in der Verlängerung. Und nun stand also das 6. Spiel, erneut im ausverkauften Hallenstadion an: Wie in den beiden vorangegangenen Heimspielen war die Atmospäre im alten, noch nicht umgebauten „Oerliker Tempel“ elektrisierend. Der Hallenstadion Kioskfrau wurden noch vor dem ersten Scheibeneinwurf die letzten 2 Churchill Zigarren abgekauft. 10 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit im ersten Drittel schoss Verteidiger Plavsic das Siegestor. Die Matchuhr zeigte 19:50, meinen Jahrgang! Jetzt war alles klar. Der erste Schweizer Meister Titel der Neuzeit war Tatsache. Das Eis wurde von den entfesselten Fans Sekunden vor der Schlusssirene schon gestürmt. Ein unglaubliches Fest begann. Trainer Kent Ruhnke und sein Team hatten geschafft, was eigentlich niemand je für möglich hielt: Der Hallenstadiongeist wurde vertrieben und der ZSC nach 39 Jahren vergebener Mühen wieder Champion. Stimmungsbarometer 99,9! Ein Basler im Stadion zu mir: „Ha gar nüd gwüsst, dass d’Ziircher sooooo khönn fiire!“
Die Mannschaft von damals:
Sulander, Martikainen, Seger, Della Rossa, Weber, Schrepfer, Plavsic, Stoller, Jaks, Laurent + Philipp Müller, Hodgson, Zehnder, Kout, Micheli, Zeiter, Ivankovic, Keller, Ouimet, Stirnimann, Bauer
Samstag, 7. April 2001:
7. und entscheidendes Playoff Finalspiel erneut gegen den HC Lugano. Diesmal in der Resega. Zürcher Stehplatz-Zuschauer wurden keine akzeptiert. Dafür gab’s im Hallenstadion eine Direktübertragung auf Grossleinwand. Fast 10'000 Zuschauer verfolgen das Geschehen. Die Partie war mittelmässig, lebte quasi nur von der fast nicht zu überbietenden Spannung. Der ZSC war 1:0 in Rückstand, ehe im Schlussdrittel Michel Zeiter den Puck bei einer 5-Minuten Überzahlsituation über die Torlinie „würgen“ konnte. In der danach fälligen Overtime gelang dem Schweden Morgan Samuelsson nach etwas mehr als 10 Minuten Spielzeit das alles entscheidende Tor per Slapshot vom rechten Flügel aus. Der ZSC verteidigte seinen im Vorjahr errungenen Meistertitel! Das Hallenstadion tobte erneut. Tolle Momente zusammen mit Marcel Wick. Man wartete in der Halle auf die Mannschaft, die dann – nach einiger Verspätung und „Nebenfeierlichkeiten“ erst gegen 2 Uhr morgens erschien und gebührlich gefeiert wurde. Stimmungsbarometer 99,8.
In der Mannschaft von Trainer Larry Huras standen damals:
Ari Sulander, Thomas Papp, Martin Kout, Adrien Plavsic, Edgar Salis, Mathias Seger, Bruno Steck, Mark Streit, Andreas Zehnder, Mattia Baldi, Gian-Marco Crameri, Patric Della Rossa, Dan Hodgson, Peter Jaks, Patrick Lebeau, Andrew McKim, Claudio Micheli, Laurent Müller, Mark Ouimet, Cornel Prinz, Morgan Samuelsson, Stefan Schnyder, Rolf Schrepfer, Reto Stirnimann, Christian Weber, Michel Zeiter
Donnerstag, 10. April 2008:
6. Finalspiel im diesmal neuen Hallenstadion. Der Run auf Tickets war enorm. Man hätte die Arena wohl drei- bis viermal füllen können. Die Servettiens aus Genf gewannen die ersten beiden Finalspiele, machten dabei einen äusserst robusten und starken Eindruck. Doch der ZSC kam zurück und gewann die drei folgenden Partien, zwei davon in der Les Vernets Halle zu Genève. Nochmaliger Ausgleich oder Meister war die Frage vor diesem kapitalen Match. Knisternde Spannung unter den erwartungsfrohen Zuschauern. Genf geht im ersten Drittel in Führung, welche der ZSC in Abschnitt zwei ausgleichen kann. Dann keine Tore mehr, auch nicht in der 20-minütigen Verlängerung. Wiederum musste ein Penaltyschiessen über den Sieger entscheiden. Domenico Pittis, der von Kloten unter undurchsichtigen Motiven übernommene Kanadier, ja genau, der Kloten Dome-Niggo brachte als einziger Schütze seinen Penalty an Torhüter Mona vorbei. Dieses Tor sollte zum erneuten Titelgewinn reichen. Tolle Stimmung im Hallenstadion, Fans und Mannschaft feiern zusammen in „heimischen Gefilden“. Stimmungsbarometer 99,8
Trainer Harold Kreis arbeitete mit folgendem Team:
Sulander; Blindenbacher, Suchy; Seger, Schnyder; Leeger, Forster; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Alston, Pittis, Monnet; Krutow, Gloor, Lachmatow; Bastl, Lukas Grauwiler, Murovic; Kim Lindemann
Dienstag, 29. September 2009:
Victoria Cup Final gegen die Chicago Black Hawks mit 2:1 gegen das hoch favorisierte NHL Team gewonnen. Das ist nicht mehr zu toppen. Das ist der Olymp für eine Schweizer Eishockey Mannschaft.
Ja, bereits ein Sieg gegen die Espoo Blues war ja als kleines Wunder bezeichnet worden. Aber es gelang. Sogar zweimal. Klar, danach gegen den ‚Primus inter pares’ des europäischen Hockeys, Metallurg Magnitogorsk, mussten Kanterniederlagen möglichst vermieden werden. Gegen die kann man als Schweizer Eishockeyteam eh nicht gewinnen. Unmöglich! Unvorstellbar! Aber nach einem fantastischen Spiel auswärts, in welchem man ein 2:2 erreichte (Wichser mit einem oberverreckt-geilen Tor), folgte ein 5:0 Sieg im Heimspiel in der stimmungsvollen und kompakten Arena von Rapperswil. http://www.youtube.com/watch?v=86nSPvDmHGw Ein Wunder war geschehen und der ZSC aus Zürich, eine charakterstarke, von Siegeswillen beseelte Truppe bewerkstelligte dieses verdientermassen.
Nun aber kam gestern die letzte Hürde vor dem Paradies: Eine gestählte, junge, hungrige und smart Eishockey spielende Truppe vom Lake Michigan in Illinois, die dieses Frühjahr erst im Halbfinal des diesjährigen Stanley Cups am amtierenden Meister Detroit Red Wings scheiterte: Die Chicago Blackhawks mit ihren unvergleichbaren Indianer Leibchen. Der CH Meister HC Davos wurde am Vortag von ebendiesen Blackhawks richtiggehend weggewischt. Die (so genannten) Stars der Bündner wurden einen Abend lang vergeblich gesucht und nie gefunden.
Und wie würde sich nun der ZSC aus der Affaire ziehen? „Nur um Himmels Willen besser abschneiden, als Davos.“, waren oft gehörte Wunschprognosen. Manche Insider prophezeiten (vor den beiden Spielen gegen Chicago) „einen Sieg eines Schweizer Teams“, so auch Ex-ZSC Haudegen Edgar Salis. Harry Potter Zwilling Arno Del Curto sprach nach dem Spiel seines HCD gegen Chicago vom schlechtesten Match der Bündner in dieser Saison. Aber er tippte auf einen Zürcher Sieg! (Da sehr vieles, was ADC sagt, provokativ gemeint ist lassen wir mal offen, wie ernst es ihm mit dieser Prognose war.)
Ja klar, zumindest ein Tor mehr schiessen, als Davos und einige weniger einkassieren war das mehr oder weniger einheitlich formulierte Ziel der Zürcher Fans. Aber wer hat denn ernsthaft mit einem Sieg des ZSC gerechnet? Wohl nur unverbesserliche Eishockeynarren mit rot-weiss-blauem Blut in ihren Adern. Aber…… der ZSC schaffte gestern Abend auch diese Sensation. Mit beherztem Spiel. Mit einer disziplinierten, untadeligen Leistung jedes einzelnen Spielers, seine Aufgabe perfekt erfüllend und die ihm vorgegebenen Ziele 100 %ig umsetzend. Fantastische, unglaubliche Leistung einer Schweizer Eishockeymannschaft. Yeah! Wow! Es gibt wirklich keinen Superlativ mehr, der dieses Resultat mehr würdigen könnte. Stimmungsbarometer 100,0, der Autor in Freudentränen!
http://sport.sf.tv/nachrichten/ar…cago_blackhawks
Die fantastische Mannschaft um Trainer Sean Simpson:
Sulander; Schelling, Suchy; Schnyder, Seger; Signoretti, Geering; Stoffel; Bastl, Pittis, Sejna; Gardner, Alston, Trudel; Bärtschi, Down, Monnet; Grauwiler, Kamber, Bühler
Chicago Black Hawks – Davos 9 : 2
Beim ersten Hinsehen war beim Einlaufen kein grosser Unterschied zu sehen, als wenn Davos im Hallenstadion einen Match gegen Biel austrüge. Einzig der schwarzhaarige Indianer mit der Kriegsbemalung und den vier Federn prangte von den roten Leibchen, statt zwei gekreuzte Beile.
Doch bereits bei den Schüssen auf die Torleute 2 und 3 (Antti Niemi und Corey Crawford) vom Halbkreis aus spannten sich auf Zuschauerseite allenthalben die Augenbrauen gegen oben. Da gab’s Handgelenkschüsse, die Pfosten und Latte küssten, bevor der Puck im Netz lag oder Hämmer die über die Schulter des Goalies sausten, als wären es Kanonengeschosse. Ein lustiges Spielchen schliesslich zum Schluss des Warm-up: Alle Feldspieler in engem Kreis um das Tor, Pässchen-Pässchen, alle gegen den Goalie, welcher sich bis zum Geht-nicht-mehr wehrte, ehe dann einer die Scheibe doch noch über die Linie drückte.
Ich erwartete Davos wie die Windsbraut. Aber nein, sie spielten eher brav vorsichtig. Chicago gab sich Zeit, in den Match zu kommen. Dann die erste Strafe. Es traf John Madden. Davos schien sich im Angriffsdrittel festgesetzt zu haben. Da fängt Troy Brouwer einen Pass ab und stürmt nach vorne. Wahnsinnsantritt! In der Mitte sprintete Captain Toews, alles Blau-Gelbe um Meilen hinter sich lassend. Der linke Flügel spielt auf Toews, dieser wieder zurück, paff und Goal. Zwingend, zwingender, Tor Blackhawks durch Brouwer! Obergeile Superpfanne in Unterzahl. Chicago gab ihre erste Visitenkarte ab. Bereits dieser Angriff war das (günstige ;o) Eintrittsgeld wert. Solches sieht man in der Swiss Hockey League nicht. Ausgeschlossen. Die Altmeister Bykov und Chomutov würden wohl sagen: „Nein, jetzt nicht mehr.“
Die Tore fielen nun in regelmässigen Abständen. Das zweite ein Ei von Genoni. Das dritte durch den eindrücklichen 88er (Patrick Kane), von dem Salis sagt, er sei noch kein Star, unsere Fraktion aber anderer Meinung war. Bei jener Szene konnte er dein wunderbar zu ihm gespielten Pass nur noch einschieben. Aber der nächsten Monat 21 Jahre alt werdende Amerikaner zeigte in anderen Aktionen grosse Klasse, great Hockeyskills.
Es zeigte sich, dass die Chicago Black Hawks, die mit Niemi im Tor begannen und diesen dann nach Halbzeit des Spiels durch Crawford ersetzten, auf allen Positionen besser besetzt war, als die Bündner. Wie sich das zeigte? Standfestigkeit, Antrittsschnelligkeit, Robustheit, Zweikampfverhalten, Scheibenrückeroberung nach gegnerischer Störarbeit, Kombinationsspiel, Angriffsauslösung, schlittschuhläuferische Fähigkeiten – you name it. Das 3:0 nach dem ersten Drittel war nur eine logische Folge des Gesehenen.
In der Folge durften wir zum Teil herrlich heraus gespielte Tore und gradliniges Eishockey der Crew der Chicago Blackhawks bewundern. In ihrem Kader verfügen sie über 20 Kanadier, 5 US-Amerikaner, 2 Slovaken (Marian Hossa wird wohl noch bis mindestens November verletzungshalber fehlen), ein Tscheche, ein Schwede und ein Finne haben. Und dezue no en französische Huet haben. Ob er sich wohl noch an die Szene nach 19 Minuten 50 im dritten Drittel vom 1.4.2000 im Hallenstadion erinnern wird? (Protagonisten waren dannzumal Chrigel Weber und Adrian Plavsic.) Übrigens sollen heute neben ebendiesem "Chapeau" auch die gestern geschonten Versteeg, Byfuglien und Kopecky mit dabei sein.
Davos war auch später nie in der Lage, das „Spiel zu machen“ und sich Chancen zu erarbeiten. RvA wurde den ganzen Abend vergeblich gesucht. Die Bündner Abwehr war zudem oft überfordert und es zeigte sich, speziell in der ersten Spielhälfte des Matches, wie effizient die Nordamerikaner mit Chancen umgehen.
Erwähnenswert aber sicher das erste Tor von blau-gelb: Herrliche Kombination im Powerplay mit feinem, präzisen Abschluss von Daniel Widing, dem das Hallenstadion als Wettkampfarena zu liegen scheint. Dieses sauber herausgespielte Tor war mit Abstand die beste Davoser Aktion am gestrigen Abend. Well done, da gibt’s nichts.
Nach dem 9:1 nahmen die Nordamerikaner etwas Tempo weg und Guggisberg blieb es vergönnt, noch etwas in Sachen Resultatkosmetik zu tun. Crawford ärgerte sich, dass er seine Zu-null-Bilanz nicht über die Zeit brachte. Guggisberg kam allein gegen ihn und verwertete.
Ok, die zwei Tore sind nun die Vorlage für den ZSC im heutigen Spiel. Minimum zwei müssen es nun auch werden. Und hinten möglichst ein halbes Dutzend weniger!
Ich kreuzte Del Curto etwa eine halbe Stunde nach Spielende vom Pissoir kommend. Wie er zufrieden sei, wollte ich von ihm wissen. „Überhaupt nicht!“, polterte er, „Bi u huere veruggt, u huere veruggt!“ Und dann fragte er, wie er nun von hier aus zu seiner Mannschaft komme. Ich öffnete ihm die Türe nach unten und rief ihm nach „Und was passiert morn?“ Er drehte sich um: „Züri gwinnt.“ und weg war er.
Also einfach wird’s nicht. Salis prophezeite vor dem Match gestern ebenfalls, dass eine der beiden Schweizer Mannschaften gewinnen werde. Alston’s und Simpson’s Miene sah allerdings nach Matchende sehr beeindruckt aus. Aber….. schaunwermal.
Irgendwann mal sagte Dölf sichtlich gereizt, wir sollen einmal ruhig sein und nicht alles runtermachen, als Mark und ich zusammen mit ihm den Schweiz-Italien Match gestern am Fernsehen schauten und lautstark kommentierten.
Aber sorry, es war ja auch wirklich (fast) alles miserabel! Zumindest zu Beginn. Bei einem Antritt der flinken Italos hatten unsere Verteidiger grad sofort einen bis anderthalb Meter Rückstand. Stets rannten unsere Abwehrleute hinten drein. Wäre nicht Benaglio in bestechender Form gewesen, die Tore wären in der Mehrzahl gefallen.
In der erste halben Stunde sahen wir ferner noch ein sich bemühendes Schweizer Mittelfeld, das zu behäbig schien, Bälle gegen die ein konsequentes Pressing applizierenden Italos anzunehmen, zu verteidigen oder fehlpasslos weiter zu leiten. Fehlpass reihte sich an Fehlpass. Kombinationsstaffeten über mehr als zwei Stationen waren die Ausnahmen.
Vorne gab sich und hatte Frei Mühe. N’Kufo kämpfte unglücklich. Aber keiner konnte einen Ball so kontrollieren, dass daraus etwas positives hätte entstehen können.
Barnetta machte eigentlich erst bei einem Hinterhaltsschuss nach gut einer halben Stunde aus halblinker Position ans Lattendreieck zum ersten Mal positiv auf sich aufmerksam. Das war die erste und einzige Torszene, die bis zu jenem Zeitpunkt zu einem Treffer für die Schweiz hätte führen können. Wenn der Ball 20 cm tiefer daherfliegt, findet er genau Platz, um wuchtig im Lattenkreuz zum Tor des Jahres einzuschlagen. Aber das hätte ja dem Gezeigten gespottet. Die Italiener fanden mit ihren Steilpässen immer und immer wieder ihre in Position sprintenden Mitspieler. Die Schweiz als Mannschaft wirkte hölzern, statisch, stumpf und unpräzise. Benaglio hielt sein Tor mit verschiedenen glänzenden Interventionen, gutem Stellungsspiel und der nötigen Portion Wettkampfglück rein. Es war schon bald einmal klar, dass er an diesem Abend der mit Abstand beste Eidgenosse werden würde.
Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden nun auch die Roten etwas selbstbewusster und kamen hier und da zumindest vors gegnerische Tor, allerdings ohne einmal Gefahr vor Buffon heraufzubeschwören.
Hitzfeld wechselte nach der Pause nicht, obwohl eigentlich Senderos und Frei aufgrund ihrer Leistungen heruntergenommen gehörten.
Die Italiener traten nun nicht mehr so spritzig und dominant auf. Kunststück, sie beginnen ja ihre Meisterschaft auch erst in zwei Wochen. Jetzt waren endlich auch wir im Spiel. Padalino rackerte und rannte viel. Gelson Fernandes fehlte es an Einsatz ebenso wenig. Barnetta scheint sich in diesem Team weit weniger wohl zu fühlen, als bei Leverkusen. Er war es, der eine Art Grosschance – eine flache Hereingabe von rechts - alleine im Strafraum vor dem Tor nicht nutzen konnte. Die Schrittfolge hätte nicht gestimmt. Na ja, ganz einfach war eine Chancenverwertung dieses Balles wohl wirklich nicht. Aber ein abgebrühter Knipser macht so etwas ohne Wimpernzucken einfach rein. Ein Frei in der Form seiner besten Tage vielleicht.
Das nun etwas mühsam zu verfolgende Spiel plätscherte mehr oder weniger ereignislos vor sich hin, ohne dass interessante Strafraumszenen das Publikum hätte begeistern können. Typischerweise feierte sich dieses mit der „Welle“ minutenlang selber und hatte dadurch doch noch etwas positive Stimmung für ihr Eintrittsgeld.
In den letzten 5 Minuten schien die Gefahr gross, dass die Azzurri den budgetierten Auswärtserfolg dennoch würden einfahren können. Doch brachten schliesslich die wacker bis zum Schluss kämpfenden Eidgenossen die 0:0 Ehrenmeldung über die Distanz.
Oh ja, fast vergessen: Hinter dem untadeligen Benaglio war Harald Yakin in seiner gut 20 Minuten Einsatzzeit in Hälfte 2 der mit Abstand beste Feldspieler. Seine Vista für’s Spiel und seine genialen Pässe, seine Ballbehandlung waren – fast kann man das so sagen – das beste, was wir auf dem Feld von der Schweizer Mannschaft geboten bekamen. Derdiyok wurde erst knapp 10 Minuten vor Ende eingewechselt. Doch war beinahe er es, der auf halbrechts ideal frei gespielt wurde und Ball am Fuss bis zum 16er durchlaufen konnte, von dort allerdings mit seinem gut gezielten Schuss am gut reagierenden Buffon scheiterte. Der italienische Stargoalie liess allerdings den Schuss abprallen, doch war niemand der Unseren mitgelaufen, um eventuell erben zu können.
Italien enttäuschte nicht. Es spielte einen soliden, recht guten Match gegen ein zu Beginn fürchterlich im Schilf stehendes Schweizer Team. Gegen einen Sieg hätte wohl auch auf Schweizer Seite niemand etwas einwenden können. Aufgrund des Eindrucks von Halbzeit zwei geht aber auch ein Unentschieden in Ordnung.
Fazit: Das Resultat war für die Schweiz wohl noch das beste an diesem Fussballabend. Und die Sicherheit, wieder einen Klassetorhüter zwischen den Pfosten zu wissen.
Einzelkritik? Benaglio mit Ausnahme gewisser Abwürfe makellos; Yakin (ab 70. Minute) klar bester Schweizer Feldspieler; Padalino gefiel mir aufgrund seiner unermüdlichen Rushes sonst noch am besten, wenngleich auch er zu Beginn des Spiels zu viele Fehlpässe „auf dem Gewissen“ hatte; N’Kufo war ok, ohne etwas bewegen zu können; Senderos war wohl der mit Abstand schwächste auf dem Platz. Er war ausser Form und physisch für dieses Spiel nicht bereit. Wenn die Everton Leute dieses Spiel in die Wertung nehmen, Senderos zu engagieren oder nicht, dann wird er sich wohl nicht dem Team der Toffees anschliessen können. Überhaupt war die Abwehr in defensiver Hinsicht viele Male wie „nicht präsent“. Mängel, die gegen die Griechen unbedingt ausgemerzt gehören. Und diese Kritik gilt für alle, für Philippe Degen, Magnin, Grichting und eben Senderos. Über das Mittelfeld war schon die Rede. Inler war ebenfalls eifrig, stach aber ebenfalls nie heraus. Frei und N’Kufo wurden erwähnt. Bleiben die eingewechselten Streller (null geglückte Aktionen in 20 Minuten), Vonlanthen (1 Sololauf ins Verderben – sprich er verdribbelt sich an einer Übermacht Italiener – was auch seine einzige nennenswerte Aktion war), Derdiyok wäre aufgrund seiner guten Leistungen in Deutschland eine gesamte zweite Halbzeit zu gönnen gewesen. Er ist momentan in Form und deutete dies bei seiner Chance auch an. Lustenberger schliesslich, der zum ersten Mal 20 Wettkampfminuten erhielt fügte sich so in die Mannschaft ein, dass er weder auf-, noch abfiel.
Hoffen wir nun auf einen Sieg gegen Hellas. Mit wem auch immer. Wie auch immer.