Hier meine Sicht in Sachen Corona-Virus:
ich habe dies von allem Anfang an als eine sehr ernste und bedrohliche Sache angeschaut - nicht für mich persönlich, aber für die Gesellschaft, wegen den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen und Auswirkungen.
China hat dann (zu spät) rigorose Massnahmen ergriffen. Diese, denke ich, sind in unserer westlichen Welt nicht applizierbar, wir können nicht ganze Kantone oder schlussendlich ganze Länder unter Quarantäne stellen.
Die ersten Infektionen in Italien und v.a. in der Schweiz haben dann hier zu den zu diesem Zeitpunkt wohl richtigen Massnahmen geführt. In der Zwischenzeit hat sich herausgestellt, dass sich dadurch eine weitere Verbreitung nur sehr beschränkt eindämmen lässt, die wirtschaftlichen Folgen der Massnahmen aber gewaltig sind, v.a. sollten diese weiter verlängert werden.
Das Virus wird höchstwahrscheinlich, so wie bei Grippeviren, seinen Zenit überschreiten, sobald es Frühling wird und die Temperaturen steigen - diese setzen jedem Virus zu, und die Leute sind auch weniger anfällig auf Ansteckungen (so wie auch bei Erkältungen & Grippe). Wir müssen aus meiner Sicht mit dem Virus 'leben lernen'. So gesehen müsste aus 'unserer' Sicht auch das Veranstaltungsverbot aufgehoben werden, denn wie Larry richtig schreibt, ist die Ansteckungsgefahr in vollbesetzten ÖV-Zügen, Trams und Bussen mindestens ebenso hoch. Und solch rigorose Massnahmen wie in China (also Einstellung des öffentlichen Lebens) können und werden sie hier nicht ergreifen können.