Beiträge von Larry

    ....und noch einer: Weisch no?

    https://www.srf.ch/play/tv/sport-…c7-dd481ab3b45e

    Saison 85/86: Olten blieb oben, der ZSC (am Schluss im Bild) stieg wieder mal ab.

    Es war die Skandalsaison in der Arosa seinen Rückzug bekannt gab, ein Absteiger also eigentlich feststand. Doch die Verbandsmafia holte lieber den Aufstiegsverlierer SCB nach oben. Der ZSC, in jeder Beziehung schwach damals, lies es ohne grossen Wiederstand geschehen....

    SERIE

    Die Eishockey-Legende der Woche: Chad Silver, der fröhliche Lausbub, dessen Herz plötzlich zu schlagen aufhörte

    Am 3. Dezember jährte sich Silvers Todestag zum 23. Mal. Sein Tod mit nur 29 Jahren war ein Schock für die Eishockey-Schweiz. Der Kanadaschweizer hinterliess viele Anekdoten – und ist bei den Fans bis heute unvergessen.

    Ulrich Pickel

    Tragische Vorfälle gab es in den vergangenen Jahrzehnten einige. Der Lugano-Verteidiger Pat Schafhauser prallte im Dezember 1995 nach einem Zweikampf kopfvoran in die Bande und ist seither an den Rollstuhl gefesselt. Im März 2013 widerfuhr dem Oltner Abwehrspieler Ronny Keller dasselbe Schicksal. Auch er stürzte nach einem Rencontre kopfvoran in die Bande, auch er sitzt seither im Rollstuhl und ist querschnittgelähmt.

    Aber bei aller Tragik dieser beiden Fälle: Was Chad Silver am 3. Dezember 1998 widerfuhr, ist der traurige Tiefpunkt. An diesem Tag wurde der Kanadaschweizer tot in seinem Bett aufgefunden. Ein paar Teamkollegen hatten ihn am Morgen in seiner Wohnung unweit des Zürcher Hallenstadions aufgesucht, weil er nicht im Training erschienen war, der Trainer Kent Ruhnke war auch dabei. Schockiert sahen sie Silvers leblosen Körper, er war an einem Herzinfarkt gestorben.

    Für den Zürcher Teamarzt Gery Büsser war dies der schlimmste Moment seiner Laufbahn als Sportmediziner. Silvers plötzlicher Tod gab auch international zu reden, zumal nie restlos aufgeklärt werden konnte, wieso es so weit hatte kommen können. Kurz zuvor war Silver noch eingehend getestet worden, wie Büsser sagt – nichts hatte auf ein Herzversagen hingedeutet.

    Bewusstlos in Davos

    Unvergessen sind die Bilder von Silvers letztem Match, es war ein Auswärtsspiel der ZSC Lions in Davos. Silver hatte ein Tor geschossen. Nach einem Check fiel er zu Boden, auf den TV-Bildern ist gut zu sehen, dass er für einen Augenblick das Bewusstsein verloren zu haben schien. Doch er spielte weiter und verspürte am Tag danach im Training keine Probleme. Und doch war er einen Tag später tot. Ob und wie weit hängt dieser Vorfall in Davos mit dem Ableben zusammen? Auch das konnte nie abschliessend festgestellt werden. Chad Silver nach dem Zusammenprall in Davos, bis heute weiss man nicht, ob dies der Grund für sein plötzliches Ableben ist.

    Chad Silver nach dem Zusammenprall in Davos, bis heute weiss man nicht, ob dies der Grund für sein plötzliches Ableben ist.

    Arno Balzarini / Keystone

    Mit Chad Silver verlor das Schweizer Eishockey mehr als nur einen Spieler. Er war ein Globetrotter. Mit 19 Jahren verliess er seine kanadische Heimat und landete beim HC Sierre. Wie so viele andere hatte er den Vorteil genutzt, dass er als Kanadaschweizer keine Ausländerlizenz benötigte, obwohl er zuvor nie auf den hiesigen Eisfeldern gestanden hatte.

    Nach zwei Saisons mit einem Aufstieg in die Nationalliga A wechselte er vom Wallis nach Freiburg. Es waren Gottérons glorreiche Zeiten mit Slawa Bykow und Andrej Chomutow, Silver tat sich als kaltblütiger Vorbereiter und Vollstrecker hervor, das Team stand drei Mal im Play-off-Final, gewann aber nie. In diese Zeit fallen auch seine drei Länderspiele mit der Schweizer Nationalmannschaft. Auf die vier Jahre in Freiburg folgten zwei Saisons in Zug und eine in Herisau, ehe er 1998 nach Zürich weiterzog.

    Als Spieler war er das Gegenteil eines grossen Künstlers, auf Kufen wirkte er hölzern. Bob Mongrain, ein Teamkollege beim HC Sierre, beschrieb Silver und dessen Laufstil einmal anschaulich gegenüber den «Freiburger Nachrichten»: «Er lief Schlittschuh wie eine Ente, die Knie beide nach innen, und sah aus wie ein Jugendlicher, der zu schnell aus seinen Kleidern gewachsen ist.»

    Barbecue im Wohnzimmer

    Silvers Stärke bestand darin, dass er sich seiner Limiten stets bewusst war. Also konzentrierte er sich auf seine Stärke: Er wusste, wo das Tor stand. In der Zone unmittelbar vor dem gegnerischen Gehäuse war der grossgewachsene Stürmer kaum aufzuhalten, sein Markenzeichen waren die sogenannten dreckigen Tore: Ablenker, Abstauber, über die Linie gedrückte Pucks. In dieser Disziplin war er einer der Besten seiner Zeit. Darüber hinaus war er ein aufopferungsvoller Kämpfer, was ihn zu einem Publikumsliebling machte.

    Wo auch immer der Mensch Silver war, hinterliess er Anekdoten. Silver war ein Original, er nahm das Leben von der leichten und heiteren Seite. Dass er Parkbussen regelrecht sammelte, störte ihn überhaupt nicht. Er genoss das Leben als fröhlicher Junggeselle, keine Party, die er je vermisst hätte oder an der er kein gerngesehener Gast gewesen wäre. Die Stadt Zürich mit ihrem reichhaltigen Nachtleben gefiel ihm ganz besonders.

    Aus Herisau ist eine Anekdote bekannt, die typisch für Silver war. Er wohnte in einer vom Klub gemieteten Wohnung, auf dem Balkon stand ein Gasgrill. Einmal lud Silver seine Teamkollegen zum Barbecue ein, es war im Winter mitten in der Saison. Weil es ihm draussen zu kalt war, stellte er den Grill kurzerhand ins Wohnzimmer und brutzelte die Steaks dort – als er das Appenzellerland verliess, soll mehr als die übliche Wohnungsreinigung nach einem Mieterwechsel nötig gewesen sein. Silver hatte eine lausbubenhafte und gutherzige Art, richtig böse sein konnte ihm niemand. Chad Silvers Statue vor dem Hallenstadion. Sie wird im nächsten Jahr zusammen mit den ZSC Lions von Oerlikon nach Altstetten umziehen.

    Chad Silvers Statue vor dem Hallenstadion. Sie wird im nächsten Jahr zusammen mit den ZSC Lions von Oerlikon nach Altstetten umziehen.

    Alessandro Della Bella / Keystone

    An der Abdankungsfeier in der Zürcher Pauluskirche beim Irchelpark nahmen über tausend Personen teil, unter ihnen Silvers Eltern und die gefühlt halbe Nationalliga. Die Tränen flossen buchstäblich in Strömen. «Sly», wie er genannt wurde, erhielt vor dem Hallenstadion eine Bronzestatue im modern-abstrakten Stil, die wie die ZSC Lions im nächsten Jahr nach Altstetten umziehen wird.

    Auch bei den Fans bleibt er unvergessen. Am letzten Freitag, Silvers 23. Todestag, entrollten sie während des Spiels gegen den EHC Biel ein Spruchband mit dem Slogan: «Das wird für immer dis Dihei si.» Und als die 23. Spielminute begann, verstummten die Gesänge, die Zuschauer erhoben sich im Gedenken an den Stürmer mit der Nummer 23 und applaudierten.

    Die Zeugnisse der ZSC-Spieler

    Von Andrighetto bis Weber: Das Starensemble strotzt vor Mittelmass

    Als Titelfavorit gestartet, sind die ZSC Lions vieles schuldig geblieben. Das schlägt sich auch in der Beurteilung der einzelnen Spieler zur Saisonmitte nieder.

    Kristian KappSimon Graf
    Simon Graf, Kristian Kapp

    Hängende Köpfe: Die ZSC Lions am Dienstag nach dem 5:6 in Rapperswil-Jona.


    Hängende Köpfe: Die ZSC Lions am Dienstag nach dem 5:6 in Rapperswil-Jona. Foto: Patrick B. Kraemer (Keystone)

    Mit dem Engagement von Denis Malgin sorgten die ZSC Lions zum Saisonstart für Aufsehen, das Starensemble ging als Titelfavorit in die Meisterschaft und hat bisher auf der ganzen Linie enttäuscht. Nur Rang 6 und neun Punkte hinter dem angestrebten Schnitt von zwei Punkten pro Spiel – kein Team ist bisher so unter seinen Möglichkeiten geblieben. Das spiegelt sich auch in den Zwischenzeugnissen der ZSC-Spieler nach etwas mehr als der Hälfte der Qualifikation.

    Goalies

    Lukas Flüeler, Note 4-5

    Der Altmeister, der Ende Saison abtritt, arbeitet mit einem Fitnesscoach, um nochmals alles aus sich herauszuholen. Er spielt weniger oft als Waeber, hat aber die etwas besseren Statistiken. Reicht es für ein Happyend im Playoff?

    Ludovic Waeber, Note 4-5

    Er kann seine überzeugende erste ZSC-Saison noch nicht bestätigen: Ludovic Waeber.


    Er kann seine überzeugende erste ZSC-Saison noch nicht bestätigen: Ludovic Waeber. Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

    Es lag selten an ihm, wenn die ZSC Lions verloren. Doch seine Bilanz mit nur 7 Siegen aus 19 Spielen ist nicht gut. Es ist ihm noch nicht gelungen, seine starke erste Zürcher Saison zu bestätigen. Athletisch gut, aber noch zu inkonstant.

    Verteidiger

    Phil Baltisberger, Note 4

    An guten Abenden ein dankbarer Spieler für das dritte Backpaar, wenn es schnell geht, zuweilen aber überfordert. Phasenweise spielte er kaum mehr, zuletzt etablierte er sich wieder in den Top 6. Keiner, der das Vertrauen des Coaches spürt.

    Patrick Geering, Note 5

    Der Captain schreitet meist voran: Patrick Geering ist einer der wenigen Lichtblicke.


    Der Captain schreitet meist voran: Patrick Geering ist einer der wenigen Lichtblicke. Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

    Der Captain ist der Marathonmann des Teams mit über 23 Minuten Eiszeit, trotzdem begeht er kaum Fehler. Zweikampfstark, immer bemüht, auch das Spiel nach vorne anzukurbeln. An ihm sollten sich die anderen orientieren.

    Enzo Guebey, Note 3-4

    Mit nur sechs Minuten Eiszeit nicht mehr als ein Ergänzungsspieler. Eigentlich mit guten Voraussetzungen, ihm unterlaufen aber ab und zu haarsträubende Fehler. Er ist nun 22-jährig. Geht da noch mehr?

    Christian Marti, Note 4-5

    Er setzt ab und zu mit einem harten Check eine Duftmarke, spielt sachlich und meist ziemlich solide. Mit seinem harten Schuss könnte er auch offensiv etwas bewirken. Bislang gelingt ihm das aber nur selten.

    Maxim Noreau, Note 3-4

    Zu viele Fehler: Maxim Noreau (links) hat das Nachsehen, nachdem er das 4:6 der Lakers eingeleitet hat.


    Zu viele Fehler: Maxim Noreau (links) hat das Nachsehen, nachdem er das 4:6 der Lakers eingeleitet hat. Foto: Thomas Oswald (Freshfocus)

    Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die vierte ZSC-Saison seine letzte ist. Am offensiven Output (20 Punkte) gibt es nichts auszusetzen, doch er begeht für einen Schlüsselspieler einfach viel zu viele Schnitzer.

    Dario Trutmann, Note 4

    Seit seiner guten ersten ZSC-Saison (2019/20) hat er sich nicht weiterentwickelt, im Gegenteil. Er tritt mit zu wenig Autorität auf, ist offensiv kein Faktor und auch hinten nicht mehr so solide.

    Yannick Weber, Note 4

    Die Erwartungen an den NHL-Rückkehrer waren hoch, vielleicht zu hoch. Bei ihm wechseln sich Licht und Schatten immer wieder ab. Vielleicht, weil er sich nicht mehr gewöhnt ist, ein Schlüsselspieler zu sein.

    Stürmer

    Sven Andrighetto, Note 4-5

    Im vergangenen Winter der grosse Reisser und Goalgetter vom Dienst, nun tut er sich schwer. Extrem ehrgeizig versucht er, es phasenweise mit der Brechstange zu erzwingen. Zuletzt leichte Aufwärtstendenz.

    Justin Azevedo, Note 4-5

    Furchtlos, aber zu inkonstant: Justin Azevedo (rechts) beim Boxkampf mit Rapperswils Andrew Rowe.


    Furchtlos, aber zu inkonstant: Justin Azevedo (rechts) beim Boxkampf mit Rapperswils Andrew Rowe. Foto: Thomas Oswald (Freshfocus)

    Von den Anlagen her könnte er ein Topausländer sein für die Schweiz, jüngst skorte er auch vermehrt. Und er ist trotz seiner Grösse zäh in den Zweikämpfen. Aber er begeht auch immer wieder kapitale Fehler.

    Chris Baltisberger, Note 4

    Nach seinem Schienbeinbruch vom Januar verspätet in die Saison gestartet, kämpft er um den Anschluss. Immer kämpferisch und unerschrocken, fehlt ihm momentan ein halber Schritt. Dabei bräuchten die ZSC Lions mehr Typen wie ihn.

    Dominik Diem, Note 4

    In Rapperswil-Jona sah man, dass er ein offensiv begabter Stürmer ist. Das hatte man in den letzten Monaten fast vergessen. Kein Goalgetter, aber eigentlich ein guter Spielmacher. Doch diese Rolle ist beim ZSC nicht frei.

    Denis Hollenstein, Note 4-5

    Nach einem exzellenten Saisonstart baute er stark ab, war offensiv kaum mehr ein Faktor. Er weicht keinem Zweikampf aus, doch punktemässig muss wieder mehr kommen. Vielleicht hilft seine Rolle im Malgin-Sturm.

    Marcus Krüger, Note 5

    Wenn er auf dem Eis steht, ist die Gefahr eines Gegentors am geringsten. Zudem ist er der beste Bullyspieler der Liga mit einer Erfolgsquote von über 65 Prozent. So unauffällig er meist ist, sein Wert fürs Team ist gross.

    Denis Malgin, Note 5

    Ein Auge für die Mitspieler: Denis Malgin ist der ZSC-Topskorer.


    Ein Auge für die Mitspieler: Denis Malgin ist der ZSC-Topskorer. Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)

    Mit fast einem Punkt pro Spiel der Zürcher Topskorer, mit dem Puck am Stock ein Spektakelmacher. Doch zuweilen führt er den Puck zu lange. Weniger wäre bei ihm manchmal mehr. Sein Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft.

    Marco Pedretti, Note 3-4

    Der kräftige Flügel konnte in Zürich nie die Rolle spielen, die ihm ursprünglich zugedacht war. Vielleicht, weil ihm das Tempo fehlt und er für seine Physis zu wenig hart spielt. Die Rückkehr in seine Heimat zu Ajoie scheint vorgezeichnet.

    John Quenneville, Note 4-5

    Der Hüne ist in seiner ersten Saison in Europa verunsichert, wie stark er seinen Körper einsetzen darf. Wenn er skort, dann gleich haufenweise. Er schiesst gut, könnte ein physisch dominanter Stürmer sein. Aber er ist noch zu inkonstant.

    Garrett Roe, Note 4-5

    Er verhalf Pius Suter 2019/20 zum Topskorer-Titel, hat seitdem aber an Spielvolumen eingebüsst. Damals der unbestrittene Topcenter, ist seine Rolle kleiner geworden. Fünf Stürmer haben mehr Eiszeit als er. Aktuell mit einem Kieferbruch out.

    Reto Schäppi, Note 4-5

    Abklatschen mit den Kollegen nach einem Tor: Ein seltener Genuss für Reto Schäppi. Aber er erledigt seinen Job.


    Abklatschen mit den Kollegen nach einem Tor: Ein seltener Genuss für Reto Schäppi. Aber er erledigt seinen Job. Foto: Michael Buholzer (Keystone)

    Nachdem er die letzten Jahre stagniert hat, zeigt bei ihm die Tendenz wieder nach oben. Er wirkt wieder etwas explosiver und erfüllt seine undankbare Rolle im vierten Sturm gut. Wieso er nicht mehr Boxplay spielt, ist ein Rätsel.

    Justin Sigrist, Note 4

    Die Entdeckung der letzten Saison, er wurde mit einem Vertrag bis 2026 belohnt. Doch nach einem ansprechenden Start ist er abgetaucht. Ihm fehlt das Durchsetzungsvermögen, offensiv war er zuletzt kein Faktor mehr. Ruht er sich aus?

    Kyen Sopa, Note 4

    In Rapperswil-Jona schoss er sein erstes Tor, ansonsten zeigte er abgesehen von ein paar Dribblings noch nicht viel. Er bekommt indes auch nicht viel Eiszeit. Er hätte Skills, ist aber noch zu wenig konkret und zu wenig standfest.

    Nicht bewertet

    Noah Meier, Marc Aeschlimann, Victor Backman, Simon Bodenmann, Lionel Cédric Marchand.

    Kommentar zum SFL-Entscheid

    Das Verbot von Auswärtsfans ist ein Zeichen der Panik

    In den höchsten beiden Schweizer Fussballligen sind bis Ende Jahr keine Gästefans mehr zugelassen. Ein Buebetrickli der Liga.

    Florian Raz
    MEINUNGFlorian Raz

    Der Gästesektor im Basler St. Jakob-Park.


    Der Gästesektor im Basler St. Jakob-Park. Foto: Andy Müller (EQ Images)

    Im Schweizer Profifussball herrscht Panik. Begonnen hat es mit den Anhängern des FCZ, die Seenotfackeln in den Sektor der GC-Fans warfen. Dann kam die Forderung der Justizdirektoren, dass ab der Saison 2022/23 personalisierte Tickets in der Super League vorgeschrieben werden sollen.

    Am Sonntag randalierten GC-Fans in St. Gallen massiv. Und dann drohte Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause auch noch damit, das Spitzenspiel YB gegen Basel abzusagen, weil FCB-Fans bereits am Nachmittag in die Berner Altstadt reisen wollen.


    Die Fanfrage eskaliert gerade auf allen Fronten. Vor diesem Hintergrund ist das Verbot der Liga für Auswärtsfans bis Ende Jahr zu verstehen. Dass sie dafür die epidemiologische Lage vorschiebt, ist ein Buebetrickli.

    Fakt ist: Die Liga kann es sich schlicht nicht leisten, dass die Partie Bern gegen Basel erneut verschoben wird. Und wenn sie Auswärtsfans verbietet, hat die Stadt Bern keine Grundlage mehr, der Partie die Bewilligung vorzuenthalten.

    Das Problem wird damit natürlich nicht gelöst. Es werden trotzdem Basler nach Bern reisen. Genauso wird es Zürcherinnen geben, die am Samstag nach Lausanne fahren. Bis zu 1200 FCZ-Fans haben sich ursprünglich für dieses Spiel angekündigt.

    Die grosse Frage lautet: Werden diese Auswärtsfans versuchen, Tickets in anderen Sektoren zu kaufen? Und wenn ja, wie werden sie sich dann verhalten, inmitten der Anhänger des Heimteams?

    Vordergründig hat sich die Liga mit ihrer Massnahme etwas Luft verschafft. Gleichzeitig muss sie wissen, dass ihr Durchgreifen auch das Risiko beinhaltet, dass sich die Lage rund um die Schweizer Stadien noch mehr zuspitzt.

    Rappi liegt auf Platz 2 und.....nur 3583 Nasen wollen das sehen.:shock: Rappi hat 3795 im Schnitt und liegt auf Platz 12 knapp vor Ajoie. Allerdings auch nur knapp hinter Davos, aber das ist ja seit ewig so.

    Der ZSC (7726) liegt hinter Fribourg nur noch auf Platz 3, kann mich nicht erinnern das dies seit dem Aufstieg mal so war! Nach Auslastung liegen wir sogar nur auf Platz 9.

    Mit einem Trainerwechsel verschiebt sich das Problem um ein paar Spiele, um dann wieder von der Realität eingeholt zu werden.

    Nicht wenn der richtige Trainer geholt wird!

    Beispiel: Magnin wurde beim FCZ von Rizzo abgelöst, der hat aber quasi im gleichen Fahrwasser weiter gemacht. Mit Breitenreiter kam der richtige Mann, der Erfolg ist da!

    Als man Wallson gefeuert hat wurde man mit Kossmann Meister!

    Feuert Grönborg in der Natipause!

    Eishockey: ZSC-Goalie Flüeler verletzt

    Dass Rikard Grönborg am Dienstag beim 5:6 in Rapperswil-Jona Lukas Flüeler ein- und in der zweiten Pause wieder auswechselte, hatte einen Grund: Der Goalie hatte sich verletzt. Wie gravierend es ist, ist noch offen. Die Zürcher spielen am Donnerstag in Genf und am Freitag in Lausanne, ehe die Nationalteam-Pause ansteht.

    Der ist im ersten Jahr, da hat es beim ZSC auch noch geklappt. Wie scheinbar auch ADC gesagt hat, nach drei Jahren kennen die Jungs die Sprüche.....Göschenen-Airolo.......

    Ausserdem war der schon zwei Jahre in der Schweiz, Wallson und Grönborg sind direkt in die CH gekommen, scheint einfach ein Problem zu sein mit Schweden die ihre Schweden Marotten nicht ablegen können!

    die limitierte Erfahrung als Clubtrainer kombiniert mit der schwedischen Führungskultur, steht einer Entwicklung der Mannschaft "etwas" im Wege.

    Es wurde nun in den Medien zig fach abgehandelt: Es läuft in der CH nicht mit dieser Eigenverantwortung! Der CH Spieler will genaue Anweisungen, will geführt werden! Mann, wann schnallen die das beim ZSC endlich?

    Bei gleich vielen Spielen haben wir nun auf Davos auf Platz 4 10 Punkte Rückstand.

    Es wird immer unrealistischer das wir die Saison noch auf einem Platz beenden der dem Kader auch nur einigermassen angemessen wäre.

    Man kann natürlich einfach weiter machen (wursteln) und hoffen in den PO's würde sich dann, oh Wunder, alles zum Guten wenden.

    Ich würds nicht machen!

    Die Cardinals! 😎

    :mrgreen:

    Spricht einiges dagegen: Die Cardinals konnten noch nie den SB gewinnen, und Murray hat noch nie Playoffs in der NFL gespielt. Sie müssen noch u.a. gegen die Rams und die Cowboys ran. Schaun mer mal. Ich glaube nicht daran! Bin aber bis jetzt schon überrascht!

    Das ZSC-Zwischenhoch von letzter Woche (drei Siege aus vier Spielen) erfährt bei den Lakers ein abruptes Ende. Die Zürcher stolpern über eine schwache erste Spielhälfte und bringen sich am Ende selber um den möglichen späten Ausgleich.

    So lief das Spiel: Die Hierarchie am Zürichsee ist klar: Jahrelang waren die Lakers entweder Underdog oder gar Lachnummer, doch in dieser Saison ist alles anders. Sie sind die Nummer 1, und zwar mit klarem Abstand vor den Stadtzürchern, die sich dem vermeintlich kleinen Nachbarn vom Obersee im dritten Duell zum dritten Mal geschlagen geben müssen.

    Etwas zumindest kann man den Zürchern nicht vorwerfen: dass sie für einen langweiligen Abend gesorgt hätten. Sie sind von Beginn an im Gegenwind, kämpfen aber im Stil eines Stehaufmännchens unverdrossen weiter. Allein, nützen tut es ihnen nichts. Sie starten hektisch und übereifrig ins Spiel und werden sofort bestraft. Früh liegen sie 0:2 im Rückstand, bei Spielmitte gar 1:4 – diese Hypothek werden sie nicht mehr los.

    Der um seine Position kämpfende Lions-Coach Rikard Grönborg greift in die Trickkiste, weil seine beiden Goalies keinen guten Abend erleben. Nach knapp 22 Minuten wird Ludovic Waeber durch Lukas Flüeler ersetzt, nach 40 Minuten erfolgt sozusagen die Rolle rückwärts, Waeber steht wieder im Tor. Trotz allem kommen die ZSC Lions auf keinen grünen Zweig. Im letzten Drittel ist ein Aufbäumen erkennbar, sie verkürzen einen 2:5-Rückstand auf 4:5.

    In der Schlussphase überschlagen sich die Ereignisse. Andrew Rowe von den Lakers und Justin Azevedo liefern sich einen Faustkampf, beide müssen vorzeitig unter die Dusche. Weil Rowe der Anstifter ist, bekommt er eine zusätzliche Zweiminuten-Strafe aufgebrummt, der ZSC erhält ein Powerplay.

    Doch just in diesem Moment, als sich die goldene Gelegenheit auf den späten Ausgleich bietet, leistet sich Maxim Noreau einen kapitalen Fehlpass an der blauen Linie, nicht den ersten in dieser Saison. Die Folge: Jeremy Wick eilt davon und schiesst in Unterzahl das entscheidende 6:4 für die Lakers, es ist Wicks dritter Treffer des Abends.

    Die ehemaligen ZSC-Junioren Yannick Brüschweiler (2 Tore) und Sandro Zangger steuern die anderen Lakers-Tore bei. Dass Dominik Diem kurz darauf noch einmal der Anschlusstreffer für die Lions gelingt, ist nur noch Resultat-Kosmetik.

    Somit beginnt für den ZSC eine weitere kapitale Woche denkbar schlecht. Niederlagen kann er sich in seiner unbefriedigenden Situation keine leisten, vermeidbare Rückschläge wie diese erst recht nicht. Während die Lakers nun vom zweiten Tabellenrang grüssen, verharren die Zürcher im biederen Mittelfeld. Weiter geht es für sie mit den Auswärtsspielen am Donnerstag in Genf und am Freitag in Lausanne – zwei denkbar schwierige Aufgaben. (pic./NZZ)

    Die ZSC Lions geben Rätsel auf

    Die Nummer 1 am Zürichsee sind ganz klar die Lakers

    Auch das dritte Duell gegen die Rapperswil-Jona Lakers verlieren die ZSC Lions, in einem wildem Spiel 5:6. 40 Minuten treten sie pomadig auf, dafür werden sie bestraft.

    Simon Graf
    Simon Graf
    Zwei Tore gegen den Ex-Club: Lakers-Stürmer Yannick Brüschweiler frohlockt.


    Zwei Tore gegen den Ex-Club: Lakers-Stürmer Yannick Brüschweiler frohlockt. Foto: Thomas Oswald (Freshfocus)

    Die Lakers ein Punktelieferant für die ZSC Lions? Das war einmal. Im dritten Saisonduell setzte es für die Zürcher die dritte Niederlage ab. Und das 5:6 in einem wilden Spiel war für das Team von Rikard Grönborg ein herber Rückschlag nach drei Siegen in Serie. Eigentlich hatte man gedacht, jetzt gehe es langsam, aber stetig aufwärts mit den Zürchern. Doch was sie am Obersee in den ersten 40 Minuten boten, war an Überheblichkeit kaum zu überbieten.


    2:5 zurück, besannen sich die ZSC Lions erst im Schlussabschnitt eines Besseren und traten sie etwas vehementer auf. Wobei es nicht die Stars waren, die voranschritten, sondern die dritte und die vierte Linie. Schäppi (43.) verkürzte auf 3:5, Diem mit seinen ersten beiden Saisontoren auf 4:5 (51.) und 5:6 (58.). Doch letztlich reichte es nicht mehr zu einem Punkt, trotz einiger turbulenter Momente vor Lakers-Goalie Nyffeler in der Schlussminute.

    Vielleicht brachte der fehlerhafte Noreau sein Team um die Möglichkeit, doch noch zu punkten am Obersee. Beim Stand von 4:5 bekamen die Zürcher die Chance, nach 56 Minuten den Ausgleich in Überzahl anzustreben. Doch Noreau spielte an der blauen Linie einen riskanten Querpass, den Wick erahnte. Der Kanadaschweizer stürmte mit dem Puck davon und krönte seinen grossen Abend mit seinem dritten Tor.

    Waeber, Flüeler, Waeber

    Hatten die ZSC Lions in dieser Saison bisher defensiv meist mehr oder weniger überzeugt, und die Goalies ebenfalls, stimmte diesmal beides nicht. Die Zürcher waren vor ihrem eigenen Tor viel zu inkonsequent, liefen nach Puckverlusten nicht zurück und kassierten vermeidbare Tore. Wie das 3:1 von Ex-ZSCler Brüschweiler (22.) zu Beginn des Mittelabschnitts per Weitschuss. Grönborg wechselte Waeber danach aus, bis zur zweiten Pause hatte aber auch Flüeler zwei Tore kassiert, weshalb Waeber für die letzten 20 Minuten zurückkehrte.

    Das Spiel war die Wiederholung der abgebrochenen Partie vom 14. September, als in der St. Galler Kantonalbank Arena von einer defekten Deckenlampe Glassplitter aufs Eis gefallen waren. Die ZSC Lions hatten damals nach zwei Dritteln 2:1 geführt, ehe die Partie abgebrochen wurde, weil die Sicherheit der Spieler nicht gewährleistet werden konnte.

    Die Saison war damals noch jung. Inzwischen weiss man: Die Lakers sind auf dem Eis ein Spitzenteam, die ZSC Lions meist nur auf dem Papier. Inzwischen trennen sie schon elf Punkte.