Beiträge von Larry

    International überholt

    Die Schweizer gehen erstaunlich früh k. o.

    Schon wieder scheiden die Schweizer Clubs in der Champions Hockey League früh aus. Zudem sorgt die Organisation für ein kurioses Forfait.

    Kristian Kapp
    Kristian Kapp (TA)

    Ernüchternd: Fribourg-Gottéron (Jérémie Kamerzin) ist geschlagen, Red Bull München (Yasin Ehliz, Zach Redmond und Maximilian Kastner, von links) jubelt.


    Ernüchternd: Fribourg-Gottéron (Jérémie Kamerzin) ist geschlagen, Red Bull München (Yasin Ehliz, Zach Redmond und Maximilian Kastner, von links) jubelt. Foto: Matthias Balk (Keystone)

    Die seit 2014 ausgetragene Champions Hockey League ist grundsätzlich ein feines Produkt. Der vierfache Champion Frölunda Göteborg war in fünf von sechs Finalspielen vertreten, das mag Langeweile suggerieren. Doch der Eindruck täuscht, Duelle zwischen Teams der grossen europäischen Hockeynationen bieten regelmässig Sport auf hohem Niveau. Das Hinspiel beim ZSC-Out gegen Rögle zum Beispiel dürfte etwas vom Besten gewesen sein, was es diese Saison an einem Spiel mit Schweizer Beteiligung zu sehen gab.

    Das Publikum lässt sich nach wie vor nur in wenigen Nationen für die CHL begeistern, auch die Schweiz sorgt für schlechte Beispiele. Bis zu 13 Spiele gegen denselben nationalen Gegner ziehen klar besser als einmalige Vergleiche mit europäischer Konkurrenz.

    Gerade schwedische, aber immer häufiger auch deutsche Teams zeigen unseren Clubs die Grenzen auf. Und dies, obwohl wir gerne von der NL als drittbeste Liga ausserhalb der NHL und der KHL fabulieren.

    Irritierend ist auch die mässige sportliche Bilanz. In der Gruppenphase schlagen sich die NL-Teams zwar regelmässig wacker, die Schweiz belegt in der Allzeit-Wertung Rang 2 hinter Schweden. Doch in den K.-o.-Runden ist regelmässig früh Schluss. Davos (2016) und Fribourg (2017) sind die einzigen Halbfinalisten, heuer war bereits für alle Schweizer nach dem Achtelfinal Schluss. Gerade schwedische, aber immer häufiger auch deutsche Teams zeigen unseren Clubs die Grenzen auf. Und dies, obwohl wir gerne von der NL als drittbeste Liga ausserhalb der NHL und der KHL, ergo von der besten CHL-Nation fabulieren. Dies trifft aber je länger, desto mehr nur auf die Höhe der Durchschnittslöhne zu.

    Tadeln muss man dieses Jahr auch die CHL als Ganzes für etwas gar nicht Champion-würdiges. Diese Woche fällte sie einen Entscheid, der an der Seriosität des Wettbewerbs zweifeln lässt und nicht dafür sorgen wird, dass künftig mehr Fans in die Hallen strömen. Das Rückspiel zwischen Rauman Lukko und Bolzano konnte wegen Covid-Fällen bei den Finnen nicht gespielt werden. Verschieben? Nein, nicht genug Termine. Ein Forfait-Sieg? Ja, für … Rauma. Weil die Finnen das Hinspiel 3:1 gewonnen hatten. Auf so etwas muss man zuerst kommen. Kein Wunder, fühlen sich die Italiener betrogen und sorgt die CHL in Hockey-Kreisen für europaweites Kopfschütteln.

    Ja Davos überrascht mich auch, Rappi aber noch mehr. Fribourg bleibt stark, für mich mit Berra ein heisser (mit) Favorit auf den Titel.

    Davos liegt uns, und wir brauchen die Punkte! Nach Verlustpunkten sieht es zwar nicht soo schlecht aus, aber eben, die muss man erst holen.

    Alles in allem ist Rang 6 einfach viel zu wenig für dieses Team und es muss endlich (!) vorwärts gehen!

    Weshalb der Schweizer Klubfussball dem FCZ-Präsidenten Ancillo Canepa das Vertrauen entzogen hat

    Die Generalversammlung der Swiss Football League gebar letzte Woche eine Überraschung: Der Chef des FC Zürich erhielt nur 6 von 20 Klubstimmen und muss die Ligaführung verlassen. Canepas Nähe zum früheren Liga-Präsidenten Heinrich Schifferle wurde am Ende zur Last.

    Peter B. Birrer (NZZ) Das Vertrauen wurde ihm entzogen – Ancillo Canepa ist nicht länger Teil der Ligaführung.

    Das Vertrauen wurde ihm entzogen – Ancillo Canepa ist nicht länger Teil der Ligaführung.

    Ennio Leanza / Keystone

    Endlich eine Frau? Nein, der Schweizer Klubfussball stellt sich quer. Also weiterhin keine Frau in der geschlossenen Männerwelt.

    Die Unternehmerin und frühere Fussballerin Kathrin Lehmann sollte letzte Woche ins Führungskomitee der Swiss Football League gewählt werden, als neutrale Person, die mit keinem Klub verbandelt ist. Doch sie unterlag dem Zürcher FDP-Politiker Urs Egger mit 9 zu 11 Stimmen. Für Egger hatte sich GC starkgemacht, für Lehmann das Komitee, was in der aktuellen Stimmungslage sogar ein Nachteil gewesen sein könnte. Denn die knappe Nichtwahl Lehmanns blieb nicht die einzige Überraschung an der Liga-Versammlung, an der die 20 Klubs der höchsten beiden Fussballligen Weichen stellen.

    Am Ende des Wahlreigens erhielt Ancillo Canepa, seit 2008 im Komitee und für die Finanzen zuständig, lediglich 6 von 20 Stimmen – der langjährige Präsident und Geldgeber des FC Zürich wurde krachend abgewählt. Der YB-CEO Wanja Greuel holte 17 Stimmen, Matthias Hüppi, der Präsident des FC St. Gallen, deren 16, und der FC Basel brachte seinen neuen Besitzer und Vizepräsidenten David Degen mit 12 Voten durch. Degen polarisiert und muss sich als Funktionär erst beweisen. Trotzdem wird er Canepa vorgezogen, in einem Ausmass, das viele nicht für möglich gehalten haben.

    Etwas ist aus der Sicht Canepas schiefgelaufen. Die Generalversammlung der Swiss Football League wurde zum Misstrauensvotum gegen ihn, gegen «Cillo», wie er von vielen genannt wird.

    Lobrede auf Schifferle

    Bände spricht, dass Ancillo Canepa an besagter Liga-Versammlung – vor seiner Abwahl – die Laudatio auf den nach zehn Jahren abtretenden Liga-Präsidenten Heinrich Schifferle hielt. Das Duo steuerte das Komitee nach Belieben. Canepa ist auch der erste Lobbyist, wenn es darum geht, den Rechtsfall schönzureden, mit dem Schifferle wegen eines seit Jahren dauernden Konflikts mit einem früheren Arbeitgeber konfrontiert ist.

    Pikant daran ist, dass es auch in zweiter Instanz um ein Urteil wegen «mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung» geht. Schifferle vermochte sich im Amt zu halten, als wäre nichts geschehen. Er hätte sogar weitergemacht und zog sich erst zurück, als er merkte, wie viel Gegenwind ihm um die Ohren pfeift.

    Zur bemerkenswerten Ausdauer Schifferles trug auch das Klima der Verharmlosung bei, von dem das Komitee erfasst war. Augen schliessen, durchwinken, Gerichtsurteile nicht beachten. Nicht einmal den Ausstand in Erwägung ziehen. Die Funktionärskaste des Fussballs funktioniert nach eigenen Regeln. Schifferle wurde von der Liga zum Ehrenpräsidenten ernannt.

    Die Akte Schifferle ist auch darum komplex, weil Medienhäuser wie Ringier oder Tamedia aus unterschiedlichen (Abhängigkeits-)Gründen wegschauten. Doch sein Rücktritt wurde unausweichlich, nachdem er 2019 mit 18 von 20 Stimmen (2 Enthaltungen) wiedergewählt worden war. Zu jenem Zeitpunkt lag ein erstinstanzliches Urteil vor. Schifferle ist ein exzellenter Netzwerker, er weiss, wie man sich neu ausrichtet, wie man Macht zementiert. Canepa war der Betonmischer. Heinrich Schifferle führte das Liga-Komitee ein Jahrzehnt lang nach Belieben.

    Heinrich Schifferle führte das Liga-Komitee ein Jahrzehnt lang nach Belieben.

    Alessandro Della Valle / Keystone

    Canepa ist die Nähe zu Schifferle zum Verhängnis geworden. Solches vermuten selbst Stimmen, die ihn gewählt haben und den Abgang «als grossen Kompetenzverlust für den Schweizer Fussball» werten. Canepa habe «grösste Verdienste» um den FC Zürich, man könne nicht hoch genug wertschätzen, was er für den FCZ investiere, emotional, ökonomisch. So äussern sich viele Personen im Schweizer Fussball, bevor sie zum «Aber» übergehen. Aber Canepa lebe «in seiner FCZ-Welt», habe Schifferle im Komitee «aus der Hand gefressen» und sei schliesslich ein Finanz-, aber kein Fussballfachmann.

    Es kursiert eine Schilderung, wonach Canepa vor ein paar Wochen wie ein trotziger Bub aus einer Komitee-Sitzung gelaufen sei, weil er sich übergangen gefühlt habe, als Neuerungen diskutiert worden seien. Neue Freunde schaffte er sich damit nicht, prompt folgten Anspielungen auf Napoleon. Am Ende verliess den von Emotionen geleiteten Canepa der Instinkt dafür, wie sich die Kräfteverhältnisse entwickelten, wie sie zu kippen begannen.

    Sechs Stimmen kommen für Canepa einer Abstrafung gleich. In einer kurzen Verlautbarung nimmt Canepa das Abstimmungsresultat «auch mit einem lachenden Auge zur Kenntnis», weil ihm jetzt wieder mehr Zeit für den FCZ zur Verfügung stehe. Natürlich ist der Abgang für Canepa kein Untergang, aber das ihm entgegenschlagende Misstrauen schmerzt ihn gleichwohl.

    Auch Collet abgewählt

    Dass ein neues Kapitel aufgeschlagen und eine Seilschaft zerschlagen wurde, zeigt die Tatsache, dass neben Canepa auch Jean-François Collet abgewählt wurde. Der Xamax-Besitzer kandidierte 2019 als Vertreter der Liga erfolglos für das Präsidium des Schweizerischen Fussballverbands (SFV). Collet sagt: «Die Liga hatte Lust auf etwas Neues, wollte neue Köpfe. Solche Wahlen sind immer auch Politik mit wechselnden Allianzen.» Zum Verhängnis wurde auch ihm die Nähe zu Schifferle, dessen ist sich Collet bewusst.

    Schifferle weg, Canepa, Collet ebenfalls. Wer bleibt und noch mehr in die exekutive Verantwortung rücken wird, ist der CEO Claudius Schäfer.

    In der Ära Schifferle rankten auch Gerüchte um die Entschädigung des Präsidenten. Für Schäfer und Schifferle muss die verhältnismässig kleine Liga dem Vernehmen nach jährlich 500 000 Franken aufbringen. Vor Schifferle lag die (Teilzeit-)Entschädigung des Präsidenten bei ungefähr 150 000 Franken. Der neue Liga-Präsident Philipp Studhalter wird weniger ins operative Geschäft eingreifen, weil das Komitee künftig mehr kontrollierend tätig ist – einem Verwaltungsrat gleich. Doch weil ein anforderungsreiches Halbjahr ansteht, in dem die Erweiterung der obersten Spielklasse umgesetzt werden soll, wird der Präsidentenlohn zunächst nicht reduziert.

    Corona setzt die Swiss Football League einem Stresstest aus, den Schifferle, Schäfer und Canepa vorzüglich bestanden haben. Dennoch ist die ökonomische Lage quer durch die Liga mit ihren zuvor schon meist defizitären Klubs angespannt. Der neue Vermarktungsvertrag (Urheberrechte TV und Marketing) geht von 39,6 auf 35,8 Millionen Franken pro Jahr zurück, wie dem SFL-Jahresbericht zu entnehmen ist. Minus 10 Prozent. Der Verlust hat sinkende Rangprämien in den obersten beiden Ligen zur Folge.

    Die (Corona-)Zeiten sind steinig. Weniger Erlöse aus dem Billettverkauf, weniger Transfergelder, weniger Rangprämien. Die Liga ist gefordert, mit welcher Führung auch immer.

    Vor dem Spitzenspiel gegen YB

    Warum der FCZ Meister werden kann

    Obwohl er die Liga anführt, tritt der sonst so schnell berauschte FC Zürich auf die Euphoriebremse. Also liefern wir sechs Gründe, warum die Zürcher in dieser Saison alle Voraussagen Lügen strafen könnten.

    Florian RazThomas Schifferle
    Thomas Schifferle, Florian Raz

    Sieht alles plötzlich so erfolgreich aus hier. Die Spieler des FC Zürich bejubeln eines ihrer bislang 32 Ligatore.


    Sieht alles plötzlich so erfolgreich aus hier. Die Spieler des FC Zürich bejubeln eines ihrer bislang 32 Ligatore. Foto: Michael Buholzer (Keystone)

    Der FCZ ist so gut wie seit 2014 nicht mehr

    Eine Frage reizte den Präsidenten Ancillo Canepa in der Vergangenheit: ob der FCZ ein Spitzenteam sei. Seine Antwort fiel entsprechend aus: wo man denn die letzten Jahre gelebt habe. Zur Erklärung zählte er dann die Erfolge der letzten 15 Jahre auf: dreimal Meister, dreimal Cupsieger, einmal Champions League.


    Die Frage nach dem Spitzenteam muss er diese Saison vorderhand nicht fürchten. Sein FCZ ist Leader, das schon eine ganze Woche lang. Natürlich half, dass das Spiel von Basel bei YB ausfiel. Und doch ist es eine gute Woche gewesen beim FCZ. Bereits am Tag nach dem 1:0 bei Sion ist Darius Scholtysik die positive Körpersprache im Training aufgefallen: «Brust raus, Kopf hoch, jeder will jeden Ball gewinnen und keinen Zweikampf verlieren.» Scholtysik ist der Assistenztrainer, der am Pressetermin rapportiert, weil sich André Breitenreiter am Freitagmorgen kränklich gefühlt hat und darum vorsichtshalber daheimgeblieben ist.

    Der FCZ ist seit 2014 nach 14 Runden nie mehr so gut dagestanden wie jetzt. Damals, noch mit Urs Meier als Trainer, mit Alain Nef, Nico Elvedi und Yassine Chikhaoui im Team, lag er drei Punkte hinter Basel auf Platz 2. Jetzt sagt Canepa: «Die Entwicklung der Mannschaft bereitet mir Freude. Was Mentalität, Spielphilosophie und Dynamik angeht, haben wir uns verbessert.» Er könnte auch sagen: stark verbessert.

    Breitenreiters Beweis, dass er ein Toptrainer ist

    Reichlich Grund für Jubel: André Breitenreiter, bislang äusserst erfolgreicher Trainer des FCZ.


    Reichlich Grund für Jubel: André Breitenreiter, bislang äusserst erfolgreicher Trainer des FCZ. Foto: Laurent Gillieron (Keystone)

    André Breitenreiter ist der Trainer, der nicht aus der Kälte kam, aber von aussen, er fing unbelastet von irgendwelchen Abhängigkeiten im Schweizer Fussball an. Mit ihm ist ein anderes Denken gekommen, eine klare Ansprache an die Spieler, eine eindeutige Ausrichtung und eine gute Kommunikation, wunde Punkte geschickt zu verpacken. Natürlich fällt die Kritik im Erfolg leichter als im Misserfolg, Breitenreiters Weg heisst: «Lobend kritisieren.» Canepa sagt: «Dass er in vielerlei Hinsicht ein Toptrainer ist, hat er hinlänglich bewiesen.»

    Mit dem 48-jährigen Deutschen hat viel zu tun, dass die Mannschaft heute eines speziell auszeichnet: ihre Widerstandskraft. Das erlaubt es ihr, immer wieder auf Rückstände zu reagieren oder auch enge Spiele zu gewinnen wie zuletzt bei Servette oder Sion. Nach vier Siegen zum Saisonstart mit nur drei Gegentoren folgten vier Spiele mit nur zwei Punkten, aber zwölf Gegentreffern. Die Antwort auf diese Delle: sechs Spiele, vierzehn Punkte. Wer das zu bieten hat, dem ist einiges zuzutrauen, sogar der Titel.

    «Demütig bleiben», hält Breitenreiter gerne dagegen. Nicht vergessen, woher man kommt. Und der FCZ kommt aus drei Saisons mit den Plätzen 7, 7 und 8, als er sich, so Canepa, «öfters in einem nervenaufreibenden Abstiegsstrudel» befand. Dazu passt, was Canepa zuhanden der Öffentlichkeit auch noch sagt: «Ich gehe einmal davon aus, dass wir dieses Jahr nicht absteigen werden. Diese Prognose ist für mich momentan die wichtigste.» Den FCZ ehrt es, dass er nicht gleich den Kopf verliert. Das ist auch schon anders gewesen.

    Der FCZ hat plötzlich einen Stürmer

    Das Lob kommt vor dem Cupspiel in Yverdon von einem ehemaligen FCZ-Trainer. Uli Forte sagt: «Was André Breitenreiter mit Assan Ceesay gemacht hat, das würde ich schon gerne wissen.»

    Faszinierend an Ceesays Aufblühen ist, dass der Gambier gar nicht so viel anders spielt als noch letzte Saison. Mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied: Er verwertet neuerdings seine Chancen.

    Bekannt ist, dass Breitenreiter Ceesay vehement dazu auffordert, weniger stark und dafür gezielter mit dem Innenrist zu schiessen. Ob das bereits gereicht hat, um Ceesays mentale Torblockade zu lösen, oder ob Breitenreiter noch etwas Seelenmassage beigegeben hat? Kann dem FCZ schlussendlich egal sein. Entscheidend ist, dass Zürich plötzlich einen richtigen Stürmer hat, Ceesay hat in dreizehn Meisterschaftspartien zehn Treffer erzielt. Tore vereinfachen im Fussball fast alles.

    Blerim Dzemaili hat seine Rolle gefunden

    Der Beweis, dass Blerim Dzemaili (Nr. 21) nicht nur für Reklamieren Gelb sehen kann – sondern auch für Unsportlichkeit.


    Der Beweis, dass Blerim Dzemaili (Nr. 21) nicht nur für Reklamieren Gelb sehen kann – sondern auch für Unsportlichkeit. Foto: Michael Buholzer (Keystone)

    Als er im Winter vor einem Jahr zum FCZ zurückfand, verströmte er viel Aufbruchstimmung. Aber dann wurde alles irgendwie zu viel für Blerim Dzemaili. Die Sehnsucht von Fans und Präsidentenpaar nach alter Grösse, eine Mannschaft in Schieflage, ein Trainer, dem alles über den Kopf zu wachsen schien: Dzemaili packte sich das alles auf die Schultern, ohne körperlich für die Aufgabe bereit zu sein.

    Die Folge war eine Abfolge von Verletzungen und völlig übermotivierten Auftritten. Dzemaili forderte jeden Ball, er passte, schoss, dribbelte und grätschte. Irgendwie wirkte er wie ein Kapitän, der auf einem leckgeschlagenen Boot Wasser schöpft, am Steuer steht, Kohlen in den Ofen schaufelt und die Rettungsboote bereit macht – alles gleichzeitig natürlich.

    Es ist das Glück des 35-Jährigen, dass ein Trainer übernommen hat, der das nötige Gewicht im Club hat, um Dzemaili wirklich nur noch dann einzusetzen, wenn es Sinn macht. Breitenreiter schätzt den Einfluss, den Dzemaili als Führungsspieler im Training und in der Garderobe auf die Mannschaft hat. Aber er wechselt ihn auch mal aus, wenn er spürt, dass die Kraft nicht mehr reicht.

    Die Folge: Dzemaili macht weniger – dafür mehr richtig. Heisst: weniger Dribblings, weniger Tacklings und weniger Ballverluste, dafür mehr angekommene Pässe und erwartbare Assists.

    Nicht zuletzt zeigen folgende Zahlen die neue Ruhe, die über Dzemaili gekommen ist: Letzte Saison hatte er nach neun Einsätzen schon fünf Gelbe Karten gesammelt. Alle für Reklamieren. In dieser Saison sind es erst zwei Verwarnungen in neun Spielen. Und eine davon sogar für etwas anderes als Meckern: Dzemaili sah sie in Basel für eine Rangelei mit dem Gegenspieler.

    Die Liga ist so ausgeglichen wie noch nie

    Sorgt dafür, dass der FCZ gegen die «Kleinen» der Liga gewinnt: Stürmer Assan Ceesay.


    Sorgt dafür, dass der FCZ gegen die «Kleinen» der Liga gewinnt: Stürmer Assan Ceesay. Foto: Michael Buholzer (Keystone)

    Die aktuelle Tabelle der Super League ist nicht ganz einfach zu lesen, Nachholspiele der Young Boys sei Dank. Wie eng die vier Spitzenteams aus Basel, Bern, Lugano und Zürich beisammen sind, zeigt der Blick auf die verlorenen Punkte besser als der Punktestand. FCZ, YB und Lugano haben 14 Verlustpunkte, virtueller Leader ist der FCB mit 13 Verlustpunkten.

    So dicht war die Ligaspitze zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft seit der Einführung der Super League 2003 noch nie. Zugleich hat der Leader einen so tiefen Punkteschnitt (2 pro Spiel) wie seit 2013 nicht mehr.

    Gerade Letzteres erhöht die Wahrscheinlichkeit auf einen Überraschungsmeister. Als Leicester 2016 spektakulär unerwartet die Premier League gewann, geschah das mit der zweittiefsten Punktezahl eines englischen Meisters seit der Jahrtausendwende.

    Das Beispiel Leicester zeigt auch, dass die grossen Teams in einer Liga Probleme haben müssen, damit ein weniger finanzkräftiger Kontrahent triumphieren kann. Was in der Schweiz derzeit der Fall ist.

    Der FCB schafft es nicht, sich in der Offensive von Arthur Cabral zu emanzipieren. Und ob der brasilianische Torjäger nach der Winterpause noch für Basel spielt, scheint mit Blick auf die vielen Transfergerüchte (Stichwort Barcelona) unwahrscheinlich.

    Und die Young Boys halten sich derzeit nicht an die goldene Regel der letzten Jahre: Die Schweizer Meisterschaft wird fast immer gegen die kleineren Teams der Liga gewonnen. Den Pokal holt, wer gegen die Teams der Ränge fünf und abwärts keine Punkte verschenkt. Und da ist der FCZ derzeit deutlich besser als YB. Die Zürcher haben hier erst sechs Zähler liegen gelassen, die Berner schon deren zwölf.

    Das ganze Repertoire und die Luft nach oben

    Der FCZ bietet Unterhaltung, langweilig ist es bei ihm kaum einmal. Dafür stehen zum einen die 32 erzielten Tore, was so viele sind wie bei keinem anderen Team; aber zum anderen auch die 24 Gegentreffer, was auf Dauer viel zu viele sind, um sich auf Platz 1 halten zu können.

    In seinem Repertoire findet sich die ganze Bandbreite vom 6:2 gegen Sion bis zum 0:4 in Bern, spektakuläre 3:3 gegen GC und Basel wie auch dröge Siege gegen Lugano. Was ihn neben der Mentalität und neben der Laufbereitschaft auszeichnet, ist seine Systemfestigkeit. Breitenreiter hat mit einem 3-4-1-2 die Grundordnung gefunden, die zum aktuellen Personal passt. Er fragt sich nicht: Was ist das Beste für mich? Sondern: Was ist das Beste für die Mannschaft?

    Breitenreiter hat das Leistungsvermögen seiner Spieler auch schon als «ausserordentlich gut» bezeichnet. Gleichzeitig sagt er gerne: «Wir haben noch viel Luft nach oben.» Das tönt nicht unbedingt so, als müsste der Höhenflug des FCZ gleich wieder zu Ende sein.

    Wie beim Hockey (oder Fussball) verursacht die schwächere Mannschaft halt mehr Fouls weil man das bessere Team oft nur mit Fouls stoppen kann. Habe mich früher auch oft genervt wenn die Bucs gegen das Pack oder die Pats gespielt haben und immer Flaggen flogen. Heute fliegen sie wenn überhaupt mehrheitlich für uns, und das ist auch gut so. Das Spiel war aber kein Gradmesser, es flogen tatsächlich überdurchschnittlich viele Flaggen.

    Als die Blackhawkes kamen und gegen sie ohne ihre Stars Toews und Kane spielten, wurden die Bündner mit 2:9 geklatscht und nach Hause geschickt. Es ist einfach eine Mär, dass der HCD immer volles Tempohockey gespielt hat.

    War dabei! Es stimmt einfach nicht das in der Schweiz schnelles (schnelleres Hockey) gespielt wird! Malgin ist in der CH einer wenn nicht der schnellste, war er in der NHL nie!

    Die Panthers schlagen die Flyers und stellen den Rekord der Blackhawks aus der Saison 63/64 ein: 11 Heimsiege zum Start der Saison! Am Samstag gegen die Kraken können sie einen neuen Rekord aufstellen - bin dabei!

    Habe das Spiel am TV verfolgt und was mir im Vergleich zum ZSC aufgefallen ist: Die talentierten Panthers haben sich gegen die eher limitierten Flyers sehr schwer getan und man gewinnt ein solches Spiel nur mit harter, sehr harter Arbeit!

    Der ZSC sollte sich das vielleicht mal zu Herzen nehmen.....

    Ich frage mich, ob in der NHL auf mentaler Ebene mehr gemacht wird als bei uns?


    Deshalb meine Frage bezüglich NHL. Oder gibts dort auch Teams, bei welchen auf einmal niemand mehr seine gewohnte Leistung abrufen kann?

    Wenn ich Montreal (waren im Final, nun 29.) oder die Islanders (Platz 28, letzte 6 Spiele verloren) in der letzten und nun diese Saison sehe frage ich mich auch was da los ist.

    irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass das Stadion so klein ist, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass "hinten" nur 1 Rang ist und es so offen aussieht...

    Das Raymon James Stadium, nach der Eröffnung 1998 "Crown Jewel of the NFL" genannt wo bis jetzt drei mal der Super Bowl stattfand, ist mit einer Kapazität von 65'857 Plätzen eher an der unteren Grenze in der NFL. Obwohl die ganze Saison ausverkauft ist reicht dies nur für Platz 20 von 32 Teams. Von aussen wirkt es gewaltig, auch von innen wenn man die beiden Tribünen entlang den Spielfeld anschaut. Hinter den beiden Toren hätte man auch Tribünen hochziehen können, aber das Stadion wirkt so wie es ist viel besser. Dank riesiger HD Screens kann man das Spiel von jedem Sitz aus perfekt verfolgen.

    Der FCZ mit zwei Spielen und sechs Punkten mehr

    So gesehen half dieser Punktgewinn gegen Atalanta den Young Boys auch bei der Rechtfertigung ihres Weges. Es war ein Punkt, der womöglich nicht genügt für den Verbleib in den europäischen Wettbewerben – aber es war ein Punkt für die Selbstsicherheit, ein Punkt für die Moral.

    Denn was vielleicht auch noch fast unterging, in diesem Moment, als der Schiedsrichter einen Funken Mitgefühl zeigte und sich die Champions League aus der Stadt verabschiedete: dass YB am Sonntag im Spitzenkampf beim FC Zürich gastiert, bei einem hungrigen Herausforderer mit zwei Spielen und sechs Punkten mehr. Es gibt Leute, die finden, dass YB in der Super League unter einem gewissen Zugzwang steht – frei nach dem YB-Trainer Wagner könnte gesagt werden: Wer es so sehen möchte, kann’s gerne tun.

    Was Wagner wirklich sagte: Sie hätten sich in der zurückliegenden Länderspielpause gesagt, dass den Young Boys 2021 noch mehrere «richtig, richtig grosse Spiele» bevorstünden. Es liege nun an YB, «das Ganze wieder mit positiver Energie zu füllen, mit Teamspirit, mit Hunger und Gier. Und da haben wir heute einen ersten Schritt getan. Und wir haben nicht gesagt, wir wollen das nur einmal machen.»

    Wer es so sehen möchte, kann’s auch so tun: dass YB in den vergangenen acht Spielen nur einmal siegte; und dass der FCZ die Young Boys am Sonntag um neun Punkte distanzieren könnte, um neun Punkte, die YB in den Nachholspielen gegen Lugano und Basel nicht so kinderleicht aufholen könnte. Aber auf die Idee einer solchen Sichtweise kamen am Dienstagabend nicht viele. (NZZ)

    Für den Millionenvertrag liess er seine Liebsten sitzen

    Ein Glücksfall für ihn, ein kalkuliertes Risiko für seinen Club: Der Zürcher bekommt in Detroit alle Chancen, seine NHL-Karriere so richtig zu lancieren.

    Simon Graf
    Simon Graf

    Abklatschen mit den Teamkollegen: Pius Suter feiert eines seiner vier Saisontore.


    Abklatschen mit den Teamkollegen: Pius Suter feiert eines seiner vier Saisontore. Foto: Gregory Shamus (Getty Images/AFP)

    Manchmal ereilt einen die Zukunft schneller, als man ahnt. Pius Suter hatte an diesem Mittwochabend, dem 28. Juli, einige seiner Liebsten bei sich zu Hause zum Abendessen eingeladen, als in der NHL die «Free Agency» begann. Die Periode, ab der die Clubs die vertragslosen Spieler engagieren können – wie eben Suter. Um 18 Uhr ging es los, und der 25-jährige Zürcher hatte vor, die Angebote zuerst mal auf sich zukommen zu lassen und sich dann nach ein paar Tagen festzulegen.

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    Doch es wurde nichts aus dem gemütlichen Abend. «Ich hatte es völlig unterschätzt», sagt Suter schmunzelnd. «Statt bei meinen Gästen sass ich nur noch vor dem Laptop, die ganze Zeit verbunden mit meinem Agenten Georges Müller.» Dieser weilte in Ägypten in den Ferien, sortierte von da die Angebote und unterhielt sich mit den Clubverantwortlichen der Interessenten. Müller sagt: «Normalerweise sprichst du mit den Assistenz-GMs, aber Detroits Steve Yzerman meldete sich persönlich.»

    Die saftige Lohnerhöhung

    Gegen 23 Uhr hatten sie sich mit ihm auf einen Zweijahresvertrag für 6,5 Millionen Dollar brutto geeinigt. Im Schnitt mehr als das Dreifache dessen, was Suter in seiner ersten NHL-Saison bei Chicago verdient hatte (925’000 Dollar). Eine saftige Lohnerhöhung. Da galt es, so schnell wie möglich zuzupacken. Per Videochat stiessen Suter und Müller spätabends noch mit einem Bier auf den neuen Vertrag an.

    Reporterin Helene St. James, die die Red Wings seit 25 Jahren für die «Detroit Free Press» begleitet, sagt: «Steve wollte Suter unbedingt. Er brauchte einen Center für die zweite Linie. Der hatte die letzten Jahre schmerzlich gefehlt. Und Suter passt auch mit seinem Alter ideal zum Neuaufbau des Teams.»

    «Wenn sich Suter bewährt, muss es nicht bei zwei Jahren bleiben. Dann kann er fünf, sechs Jahre in der NHL spielen.»
    Helene St. James, Red-Wings-Insiderin

    Auch für Suter sei Detroit ein Glücksfall, ist St. James überzeugt. «Er bekommt hier die Gelegenheit, sich zu zeigen. Wenn er sich bewährt, muss es nicht bei zwei Jahren bleiben. Dann kann er fünf, sechs Jahre in der NHL spielen.» Und für Detroit sei seine Verpflichtung ein kalkuliertes Risiko. «Er verdient gut, aber nicht exorbitant viel. Und wenn er die Erwartungen nicht erfüllt, haben die Red Wings keinen langen Vertrag am Bein. Zwei Jahre, das ergibt Sinn. Viele finden sich erst im zweiten Jahr richtig zurecht in einem neuen Team.»

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     00:14

    Suter hatte einen diskreten Start in seine Premierensaison mit den Red Wings, blieb die ersten sechs Spiele ohne Skorerpunkt. Trotz reichlich Eiszeit, auch im Powerplay. Danach begann er zu punkten und schoss einige wichtige Tore. Inzwischen ist er nach 20 Spielen bei 7 Punkten angelangt, immerhin. «Es ist klar, wir müssen liefern, unsere Linie muss auch Tore schiessen», sagt er. «Die Chancen sind da, aber es macht noch nicht richtig klick.» New Kid in Town: Pius Suter wird gefeiert nach dem 2:1 im Heimspiel gegen Montreal.


    New Kid in Town: Pius Suter wird gefeiert nach dem 2:1 im Heimspiel gegen Montreal. Foto: Patrick Hauser

    In Chicago hatte er in seiner ersten NHL-Saison oft neben Starspieler Patrick Kane stürmen können und davon offensiv profitiert (27 Punkte in 55 Spielen), in Detroit führt er die zweite Reihe mit Robby Fabbri und dem jungen Tschechen Filip Zadina an. Und weil die Red Wings keine absolute Toplinie haben, muss die offensive Last auf viele Schultern verteilt werden. «Meine Leistungen waren bis auf zwei, drei Ausnahmen gut, aber punktemässig muss mehr kommen», sagt Suter selbstkritisch.

    Red-Wings-Insiderin St. James sagt, sie habe das Gefühl, dass er nur noch besser werde. «Er ist keiner, den wir oft in den Highlight-Shows sehen werden. Aber er spielt sehr smart. Und obschon er nicht riesig ist, scheut er sich nicht, vors Tor zu gehen.» Sie habe nur Gutes gehört über Suter, er sei mit seiner unkomplizierten Art sehr beliebt im Team.

    Da traf er gleich auf drei Spieler, mit denen er 2014/15 als 18-Jähriger bei Guelph in der Ontario Hockey League gespielt hatte, auf höchster kanadischer Juniorenstufe: auf die Stürmer Tyler Bertuzzi, Fabbri und Givani Smith. Bertuzzi, Suter und Fabbri waren damals die Nummern 1, 2 und 4 der internen Skorerliste.

    Der Impfverweigerer

    Bertuzzi ist auch in Detroit einer der Produktivsten, doch vor allem provozierte er Schlagzeilen mit seiner Weigerung, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Als Ungeimpfter verpasst der Kanadier alle neun Spiele in seiner Heimat und büsst über 400’000 Dollar seines Lohns ein. Suter sagt dazu: «Uns wurde im Camp gesagt, dass er sich nicht impfen lasse. Damit war die Sache abgehandelt.»

    Gemäss St. James ist Bertuzzi inzwischen der einzige ungeimpfte NHL-Stammspieler. Eigentlich könnten die Wings nicht auf ihn verzichten. Denn lange erfolgsverwöhnt, haben sie seit 2017 stets das Playoff verpasst. Yzerman hat ihnen nun wieder Leben eingehaucht. Er hat einen Kern versammelt mit Spielern im Alter zwischen 24 und 26, dazu kommen zwei herausragende Neulinge: der deutsche Verteidiger Moritz Seider (20) und der schwedische Shootingstar Lucas Raymond (19). Nur Augen für den Puck: Pius Suter und Dallas-Stürmer Tyler Seguin (#91).


    Nur Augen für den Puck: Pius Suter und Dallas-Stürmer Tyler Seguin (#91). Foto: Tom Pennington (Getty Images/AFP)

    Diese erlebten kürzlich in Las Vegas die feuchtfröhliche «Rookie»-Taufe. Die Spielerstadt ist beliebt für dieses Initiationsritual, das immer noch in jedem NHL-Team gang und gäbe ist.

    Die Red Wings waren bisher oft unterwegs. Er habe noch kaum Zeit gehabt, seine neue Heimat kennenzulernen, sagt Suter. Er wohnt in Royal Oak, einem schmucken Vorort 20 Autominuten ausserhalb von Detroit mit rund 60’000 Einwohnern. «Aber die Stadt Detroit ist besser als ihr Ruf», wirft Suter ein. Und die Begeisterung der Leute fürs Eishockey sei gross. Nicht umsonst wird Detroit «Hockeytown» genannt.

    «Ich brauchte ein Auto, also habe ich mir eines gekauft. Sonst nichts. Ich habe ja auch erst zwei Gehaltschecks erhalten.»
    Pius Suter

    Hat er sich, da er einen Millionenvertrag erhalten hat, schon etwas Grösseres geleistet? «Ich brauchte ein Auto, um zu pendeln, also habe ich mir eines gekauft», sagt er. «Sonst nichts. Ich habe ja auch erst zwei Gehaltschecks erhalten. Und ich wüsste gar nicht, was ich mir kaufen sollte. Ich habe ja alles.»

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    Damit er in Michigan fahren darf, musste er nochmals eine Autoprüfung machen. «Theorie, dann kurz fahren und parkieren. Nach 15 Minuten war es vorbei. Die sahen ja auch, dass ich schon fahren konnte.» Die Prüfungen auf dem Eis sind anspruchsvoller für ihn, als Schlüsselspieler in einem jungen Team, das so lange wie möglich ums Playoff kämpfen möchte.

    Ich stelle einfach fest das wir beim ZSC nun seit Jahren (!) mit Gehirnerschütterungen zu kämpfen haben die schon zum Ende der Karriere (Nilsson, Blindi) geführt haben. Bei den Florida Panthers oder bei Tampa sehe ich das nicht obwohl dort das Tempo höher ist aber halt auch der Ausbildungsstand und wohl eben auch der Respekt!