Beiträge von Larry

    Blindi. Er sagt aber auch ganz klar (und nicht nur er) das sowas wie Hartley genau eine Saison funktionert.

    Hartley ist nun die dritte Saison bei Omsk und hat den Pot gewonnen. Er hat in 6 Ligen (!) jeweils den Pot gewonnen!

    Es gibt natürlich auch Stimmen gegen Hartley (Hiller), aber sein System funktioniert auch heute noch, das ist ein Fakt.

    Er war ausser beim ZSC überall mehr als nur ein Jahr, der Spruch ist obsolet.

    "Grönborg muss dazu vielleicht auch kurzfristig vom «schwedischen Denken», der damit verbundenen Freiheit für die Spieler und dem Appellieren an ihre Selbstverantwortung wegkommen." (Kristian Kapp/TA)


    Genau so ist es! Funktioniert in der Schweiz nicht!

    Ist nicht Bob Hartley bei Omsk? Trainertausch? :suff::floet::mrgreen:

    Hätte nicht gedacht das ich das je sagen würde, aber:

    Bring back Hartley!

    Sogar Blindi war in seiner Rückblende auf seine Karriere des Lobes voll über Hartley!

    Auf gar keinen Fall diesen Hallam, noch so ein Schweden Clown! Wir sind keine Schweden, sie verstehen uns nicht und wir sie nicht! Aufhören!

    Ps. Hat Quennville tatsächlich je NHL gespielt?

    42 Spiele verteilt über 4 Jahre! Darum ist er ja auch in der Schweiz....

    Im Moment haben wir 4 Spieler mit 15 Punkten: Malgin (Topskorer), Roe, Hollenstein und Noreau. Dahinter Azevedo und Ghetto mit 11 Punkten.

    Malgin erfüllt mit seinen 8 Toren und 7 Assist die Erwartungen die ich in ihn hatte, Ghetto eher nicht. 4 Tore sind klar zu wenig! Quenneville spielte am Anfang der Saison besser, seit nur noch rumgekurvt wird ohne zu Kämpfen sieht man ihn wenig.

    Waeber kassiert ein faules Ei und hilft uns auch nicht.

    Der Hauptschuldige ist aber Grönborg: Er hat den verdammten Auftrag dieser Starentruppe ein System zu verpassen, sie auf den jeweiligen Gegner einzustellen, Spiele zu gewinnen und um den Titel zu spielen. Ich sehe nichts von dem! Jahr drei unter Grönborg und nur im ersten Jahr konnte man zufrieden sein mit seiner Arbeit. Klar zu wenig! Er ist gefordert!

    "Es ist verblüffend, wie wenig bei den Zürchern auch nach sieben Saisonwochen noch zusammenpasst. Ihr Spiel erschöpft sich meist in bemühter Abwehrarbeit und ein paar Sololäufen. Das stellt Headcoach Rikard Grönborg kein gutes Zeugnis aus. Irgendwann sollte bei diesen ZSC Lions langsam eine Aufwärtstendenz zu erkennen sein. Und etwas Konstanz." (Simon Graf, TA)

    Meine Geduld mit Grönborg ist abgelaufen!


    Mit Kyler Murray haben sie einen top QB. Scoring positions sind auch gut besetzt und die Defense wurde gut verstärkt. Geheimfavorit ;)

    Hab mich jetzt noch bei meinem Blogger informiert, der Beitrag wurde vor der Saison geschrieben:

    https://sidelinereporter.wordpress.com/2021/08/03/all…s-2021-preview/

    Bleibt die Frage ob die Schulter von Murray hält oder ob er ab November wieder einbricht. Er soll ja jetzt schon wieder Probleme mit der Schulter haben. Schaun mer mal! Unterdessen bin ich als Bucs Fan ganz entspannt und freue mich am 22.11. gegen die Giants im Stadion zu sein.8)

    Oder Gästefans ausschliessen. Einfacher und billiger. Siehe die Artikel weiter oben.

    Wie weiter? Busse und zurück zum Business as usual? Kurvensperre?

    Die Clubs und der Verband werden das ganze runterspielen. Aber es könnte der Tag kommen wo ihnen die Politiker den Stecker ziehen.

    "Die Geschichte von der Fankurve, die selbstregulierend wirkt, wo die gemässigten Kräfte den Ton angeben, ist offenbar ein Märchen. Der Dialog zwischen Klubs und Fans wird zwar geführt, aber die Vereinbarungen sind nicht für alle gleich verbindlich.

    Was kann man also gegen Gewalt im Stadion weiter unternehmen? Das personifizierte Ticket schützt nicht vor Krawall. Eigentlich bleiben nur zwei Möglichkeiten: Gästefans auszuschliessen. Oder die Polizei ist von Beginn weg in den Fansektoren präsent." (watson)

    Nach den Ausschreitungen im Zürcher Derby muss das Geisterspiel zum Thema werden

    Ein paar Dutzend Personen, die der Fankurve des FC Zürich zuzuordnen sind, greifen nach dem von über 15 000 Personen besuchten Zürcher Derby (3:3) den GC-Fansektor mit Pyromaterial an. Das Verhalten schadet dem Fussball, der im Zuge von Corona gerade erwacht ist. Die Liga kommt um rigorose Sanktionen nicht herum.

    Peter B. Birrer (NZZ)


    Die FCZ-Fans ziehen sich nach ihrem Angriff auf den GC-Sektor zurück und finden Unterschlupf in der Südkurve.

    Die FCZ-Fans ziehen sich nach ihrem Angriff auf den GC-Sektor zurück und finden Unterschlupf in der Südkurve.

    Andy Müller / Freshfocus

    Oktober 2011. Ausschreitungen im Zürcher Derby zwischen dem FC Zürich und dem Grasshopper-Club. Personen aus der Zürcher Südkurve bewegen sich durch das Stadion und werfen Fackeln in den GC-Sektor. Abbruch des Spiels. Der damalige FCZ-Sportchef Fredy Bickel steht belämmert am Spielfeldrand vor der Fernsehkamera. Er sagt: «Ich hatte nicht Angst um die Spieler, sondern um das Publikum. Das ist eine Katastrophe.» Frage: «Ist das eine Schande von Zürich?» Antwort Bickels: «Ja, das kann ich unterschreiben.»

    Oktober 2021. Tohuwabohu im Publikum nach dem Zürcher Derby zwischen dem FCZ und GC. Der Match muss diesmal nicht abgebrochen werden, weil er bereits zu Ende ist. Auf Fernsehbildern ist Musik mit harten Gitarren-Riffs zu hören. Die gehören zum Ausklang des Spiels, werden aber zu Höllen-Riffs. Dutzende vermummte Personen aus der Südkurve des FC Zürich sind über die Laufbahn in Richtung GC-Sektor gestürmt, der mit Pyromaterial eingedeckt wird.

    Die Täter rennen zurück und finden Unterschlupf in der Südkurve. Zu hören ist dazu die Stimme des hilflosen Stadionsprechers, der auf das Pyroverbot hinweist. Doch das geht unter und ist nicht mehr als das, was es immer ist: ein Feigenblatt. Pro forma.

    Auf Handybildern ist zu sehen, wie Kinder über Sitzreihen hochsteigen und sich in Sicherheit bringen. Augenzeugen berichten von vermummten Personen, von unübersichtlichen und zunächst schwer einzuordnenden Vorgängen, von Petarden, Fackeln, vom Sicherheitsdienst im Stadion. Von Gewalt. Der Bub wollte zuerst noch ganz nach unten, weil sich dort die GC-Spieler beim Anhang bedanken. Normalerweise. Aber nicht an diesem Samstag. Sie stehen auf dem Rasen, schauen in Richtung Feuer und Rauch. Für den Vater mit den Kindern gilt: Nur weg von hier. Eine neue Schande von Zürich.

    Die immergleichen Reaktionen

    Die Reaktionen fügen sich in ein Ritual. 2021 ist wie 2011. Der Klub verurteilt die Gewalt «aufs Schärfste». Der FCZ-Präsident Ancillo Canepa wird so zitiert: «Diese sogenannten Fans schaden sich, der Kurve und dem FC Zürich.» Der Sicherheitsdienst im Stadion konnte der Täterschaft nicht habhaft werden, weil diese anschliessend in der Südkurve unterkommt. Die Täter tragen schwarze Jacken, auf denen gross die Aufschrift «FCZ» zu sehen ist.

    Wer auf Bildern sieht, wie sie zurück in die Südkurve stürmen, hegt Gedanken, wonach es sich hier um eine unberechenbare, paramilitärische, organisierte und zu allem fähige Einheit handeln könnte. Hooliganismus, wie fast immer in dunklen Farbtönen. Männerwelt. Gruppendynamik. Natürlich wird nach solchen Szenen in einer Arena der Ruf nach der Polizei laut, die ausserhalb der Stadien zugegen ist, aber nicht innerhalb.

    Kaspar Meng, der Sicherheitsverantwortliche des FC Zürich, ist im Moment nicht zu sprechen. Es gilt, das Cup-Auswärtsspiel vom Dienstag zu organisieren. Eine Fanreise in die Fussballprovinz unter dem Brennglas. Ob der Klub evaluieren kann, wer die organisierten Übeltäter sind, bleibt offen. Und ist zu bezweifeln. Es ging schnell. Modernste und hochauflösende Kameras überwachen die Sektoren im Letzigrund. Ob das in dem Fall etwas nützt, muss abgewartet werden.

    Vermummung allenthalben, zu Pandemiezeiten sogar bisweilen staatlich gefördert und verordnet. Die Masse bietet Schutz in der Anonymität. An die Südkurve ist die Frage gerichtet, wie sehr sie diese Überbordungen zu akzeptieren und zu decken bereit ist. Von einer Selbstregulierung ist nicht auszugehen. Natürlich lässt sich die Südkurve bis jetzt auf ihrer Website nicht dazu vernehmen. Den Schaden tragen indessen alle. Die Kurve, das Publikum, die Sponsoren, die Spieler, der Klub, der Schweizer Fussball. Und jene, die die Registrierungspflicht ablehnen, also die personalisierten Billette, die nach einer kurzen Einführung in Sitten wieder abgeschafft wurden.

    Nicht nur der FC Zürich, auch die Swiss Football League wird zum wiederholten Mal mit dem Gewaltproblem konfrontiert. Zumal nicht nur am Samstag in Zürich, sondern auch am Sonntag in Luzern Ausschreitungen mit Fussballanhängern folgen. Diesmal nicht im Stadion, sondern im Bahnhof Luzern beim Extrazug des FC St. Gallen. Auch hier Detonationen, Petarden, Rauch. Die Polizei mit Gummischrot. Wer sich im Bahnhof aufhält, schaut verdattert zu. Oder flüchtet. Fussball nicht als Happening, sondern als Angst und Schrecken. Immer wieder.

    Es sei daran erinnert, dass Teile der GC-Supporter in der Abstiegssaison im Frühjahr 2019 gleich zwei Mal einen Spielabbruch provozierten. Das Gewaltproblem im Fussball bleibt. Die Frage ist jeweils nur, wann es wieder an die Oberfläche kommt. Da fällt nicht ins Gewicht, dass während der Pandemie monatelang ohne Publikum Fussball gespielt wurde. Das war eine Verschnaufpause, wie sich jetzt zeigt. Vielleicht staute sich über die Monate auch einiges auf, was sich jetzt Luft verschafft.

    Der Vorteil der Geisterspiele

    Während der Pandemie wurden die Geisterspiele beklagt. Fussball ohne Publikum ist auf Dauer nicht lebbar. Keine Stimmung im Stadion, keine Wellenbewegung. Gerade in Schweizer Stadien, die ausserhalb von Basel, Bern und St. Gallen nicht im Übermass mit Zuschauerzuspruch beglückt werden. Alles gespenstisch ruhig. Beklemmend auch.

    Gleichzeitig war man sich immer bewusst, dass mit Geisterspielen auch die negativen Begleiterscheinungen des Fussballs wegbleiben. Keine Petarden, keine Fanexzesse, keine Fanmärsche, kein Sicherheitsdienst im und keine Polizei ausserhalb des Stadions, kein lahmgelegter öffentlicher Verkehr.

    Die Schweizer Liga kann ihr für das Derby verfasstes Communiqué gleich für Luzern neu auflegen. Sie verurteilt die Gewalt «aufs Schärfste», hofft auf die Identifikation der Täter und möchte diese «von Fussballspielen ausschliessen». Der FC Zürich wird um Strafen nicht herumkommen. Geldbussen, geschlossener Fansektor oder sogar Geisterspiel(e)? Das ist der aus der Vergangenheit bekannte Strafenkatalog. Die temporäre Schliessung der Südkurve scheint unausweichlich zu sein. Eigentlich müsste für die Disziplinarkammer der Liga das Strafmass Geisterspiel zum Thema werden.

    Über 15 000 Personen waren am Samstag im Letzigrund zugegen. Es war das erste grosse Aufeinandertreffen der Zürcher Klubs mit zunächst stimmungsvoller Kulisse seit langem. Es war ein gutes Spiel. Aber das, was danach im Stadion folgt, wird zum nächsten Tiefpunkt im Schweizer Klubfussball. Die Vorgänge schaden abermals dem hiesigen Fussball, der durch Corona wirtschaftlich noch mehr unter Druck gekommen ist. Zig Augenzeugen kommen vor dem Spiel zu spät ins Stadion. Warteschlangen beim Einlass. Teilweise muss man das Tram verlassen und zu Fuss zum Letzigrund weiterlaufen. Zudem beansprucht die zusätzliche Covid-Zertifikats-Kontrolle viel Zeit.

    Am Samstag spielt der FC Zürich im Letzigrund gegen den FC Basel. Es wäre ein Spitzenspiel. Eigentlich. Doch es wird auch mit dem Vorzeichen der Gewaltprävention vonstattengehen. Da ist seitens des Klubs und der Behörden mit einer Abschreckungsstrategie zu rechnen. Es ist fast so, als sehnte man die Zeit der Geisterspiele herbei. Das ist der schlimmste aller möglichen Gedanken nach diesem Wochenende.

    Nach dem Derby GC - FCZ

    Die Gewalt aus der Südkurve hilft ihren ärgsten Gegnern

    Der Angriff aus der FCZ-Kurve geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem sowieso schon an mehr Repression gedacht wird: zum Beispiel an das generelle Verbot von Auswärtsfans.

    Florian Raz
    Florian Raz (TA)

    Ein Steilpass für Hardliner: Angriff aus der FCZ-Kurve auf den GC-Fansektor.


    Ein Steilpass für Hardliner: Angriff aus der FCZ-Kurve auf den GC-Fansektor. Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)

    Was ist das für eine gewaltige selbst beigefügte Niederlage. Herbeigeführt von vielleicht einhundert jungen Männern, angetrieben von irgendwelchen machoiden Gewaltfantasien.

    Da fürchten die organisierten Fans in den Kurven monatelang, die Prüfung des Covid-Zertifikats vor den Schweizer Fussballstadien könnte zu personalisierten Tickets führen. Und dann schafft es eine Gruppe aus der Zürcher Südkurve mit ihrer Attacke gegen den GC-Fansektor, dass genau dieses Thema aber so etwas von brühwarm wieder auf den Tisch kommen wird.

    Und da wird noch viel mehr kommen. Bundesrätin Viola Amherd empfindet Gewalt in Fussballstadien als ein akutes Problem, das gelöst gehört. Wer sich bei der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz schon nur danach erkundigt, wie viele runde Tische, Aktionsgruppen und interne Papiere es derzeit zum Thema Fangewalt gibt, wird auf später vertröstet.

    Das Verbot von Auswärtsfans

    Klar ist, dass die Polizei die Kosten reduzieren will, die rund um Fussballspiele entstehen. Und dabei wird mit Blick auf die Fankurven auch die Frage gestellt: Braucht es das noch, oder kann das weg?

    Spruchreif ist nichts. Aber Szenarien werden schon seit längerer Zeit gewälzt. Personalisierte Tickets, Sitzplatzpflicht im ganzen Stadion oder gar das schweizweite Verbot von Auswärtsfans – für all das gibt es Fürsprecher in der Politik und bei der Polizei.

    Wobei sich die Polizeikommandanten bewusst sind, dass solche rigorosen Massnahmen lang anhaltende und im schlimmsten Fall gewalttätige Proteste von Kurvenfans im ganzen Land zur Folge haben dürften.

    Ein Jahr Gewalt für mehr Ruhe danach?

    Es gibt polizeiintern sogar Stimmen, die sich dafür aussprechen, durch ein «Tal der Tränen» zu gehen, um später mehr Ruhe zu haben. Sie wären bereit, ein Jahr lang deutlich mehr Polizeieinsätze rund um Stadien zu riskieren. Weil sie davon ausgehen, dass sie dafür danach viel weniger Arbeit hätten.

    Diese Hardliner bekommen durch die Bilder aus dem Letzigrund Auftrieb. Da nützt es nichts, wenn die Clubs darauf verweisen können, dass Gewalt innerhalb von Stadien die krasse Ausnahme darstellt. Und dass Massnahmen gegen eine gewaltbereite Minderheit immer auch eine grosse, friedliche Mehrheit mittreffen.

    Für die Vereine und die Liga ist die Gewalt vom Samstag eine mittlere Katastrophe. Sie haben gerade beim FC Sion gesehen, wozu mehr Repression führen kann: Der FC Sion hat wegen Sitzplatzpflicht und personalisierter Tickets wochenlang vor halbierter Zuschauerzahl gespielt. Das können sich die meisten Clubs in der Schweiz nicht leisten.


    Die Wut in den anderen Städten

    In anderen Schweizer Fankurven ist die Wut auf die Südkurve gerade gross. Weil der Samstag alle Ziele sabotiert, die die organisierten Fans verfolgen: viel Freiraum, wenig Repression, die Einsicht, dass Fankultur positiv und kreativ sein kann.

    Auch in der Südkurve selber gibt es Menschen, die wissen, wie sehr der Samstag der eigenen Sache geschadet hat. Es wäre darum im ureigenen Interesse der Kurve, sich nicht weiter mit den Gewalttätern in ihren Reihen zu solidarisieren. Weil nur so gezielt jene bestraft werden können, die randaliert haben.

    Gelingt dieser Akt der Selbstregulierung nicht, wird wohl an der Repressionsschraube gedreht. Und das trifft dann alle, die gern in ein Stadion gehen.

    Zuschauereinbruch im Schweizer Eishockey: 9 von 13 National-League-Klubs verlieren Publikum

    Gerade der SC Bern, dessen Anziehungskraft normalerweise europaweit Massstäbe setzt, leidet unter einem markanten Zuschauerrückgang. Dieser beeinträchtigt seine ohnehin geschwächte Konkurrenzfähigkeit zusätzlich.

    Daniel Germann (NZZ)


    Die Corona-Pandemie setzt den hiesigen Eishockeyklubs zu: In den Stadien bleiben viele Plätze leer.

    Die Corona-Pandemie setzt den hiesigen Eishockeyklubs zu: In den Stadien bleiben viele Plätze leer.

    Andreas Haas / Imago

    Es gab im Schweizer Eishockey bis vor kurzem Fakten, die unumstösslich waren – beispielsweise, dass der HC Davos dem SC Bern das Stadion füllt. Wann immer die beiden wohl populärsten Klubs des Landes in Bern aufeinandertrafen, waren mehr als 17 000 Plätze in der Postfinance-Arena besetzt.

    Doch dann kam Corona – und seither ist nichts, wie es ehedem war. Der SCB ist kein Spitzenklub mehr und bringt sein Stadion nicht mehr voll. Am Samstag sahen laut offiziellen Angaben nur 13 541 Zuschauer die 3:6-Niederlage der Berner gegen die Bündner. In Tat und Wahrheit dürften noch weit weniger Zuschauer im Stadion gewesen sein.

    Bis zum Ausbruch der Pandemie war der SCB 18 Jahre lang in Folge der Publikumskrösus im europäischen Klub-Eishockey gewesen. Der Durchschnitt lag bei mehr als 16 000 Zuschauern, die Stadionauslastung bei 95 Prozent. Nun, da die Zuschauer nach einer Saison wieder in die Stadien zurückgekehrt sind, sind die Lücken unübersehbar.

    3 Millionen Franken Verlust

    Bis zu dieser Saison stoppte der SCB den Verkauf von Jahreskarten jeweils nach 13 000 abgesetzten Tickets, um überhaupt noch Billette an der Tageskasse zu haben. Nun liegt das Minus bei den verkauften Saisonabonnements gemäss dem CEO Marc Lüthi bei ungefähr 7,5 Prozent. Er hat deshalb für diese Saison Mindereinnahmen in der Höhe von 3 Millionen Franken budgetiert, die auch Auswirkungen auf das Geschehen auf dem Eis haben.

    «Bisher stehen wir finanziell leicht besser da als befürchtet», sagt Lüthi. Doch mehr als 14 141 Zuschauer, wie im zweiten Heimspiel gegen den EHC Biel, sind noch nie in die Arena gekommen. Lüthi sagt, meist seien rund 15 Prozent weniger Zuschauer im Stadion als ausgewiesen. «Ich weiss von mehreren Leuten, die ihre Saisonkarte erneut gelöst haben, vorerst aber auf einen Stadionbesuch verzichten.»

    In Bern beträgt das Minus im Vergleich zur letzten normalen Saison pro Match fast 2500 Zuschauer. Neben der Pandemie dämpft der sportliche Misserfolg die Lust, ins Stadion zu gehen. Nach fünf Meistertiteln in den letzten elf Jahren kämpft der Klub bereits zum dritten Mal in Folge um die Play-off-Qualifikation.

    Doch die Berner stehen mit ihrem Zuschauerverlust nicht allein da. Bei 9 der 13 National-League-Klubs ist der Zuschauerdurchschnitt tiefer als in der letzten Saison vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie (siehe Grafik). Der EV Zug profitiert vom Meister-, der HC Ajoie vom Aufsteigerbonus. Wirklich mehr Zuschauer haben nur der HC Ambri-Piotta und Fribourg-Gottéron, Klubs, die in neuen Stadien spielen.

    Neun National-League-Klubs verlieren Zuschauer

    Lausanne, Genf/Servette und die ZSC Lions haben einen ähnlich grossen Zuschauereinbruch wie der SCB zu verkraften. Die SCL Tigers setzten rund 1000 Saisonkarten weniger ab. Die Menschen haben entweder Angst oder wollen sich nicht impfen lassen. Akzentuiert wird die Situation, seit die Ungeimpften die Kosten für den Corona-Test selber übernehmen müssen.

    Gerade für Klubs wie Bern und Langnau, die ohne generösen Gönner im Hintergrund auskommen müssen, ist die Lage angespannt. Peter Jakob, der Verwaltungsratspräsident der SCL Tigers, sagt, man habe das Budget aus diesem Grund auf diese Saison hin zurückgefahren und Rückstellungen gemacht. «Schon 100 Zuschauer weniger pro Match machen auf die gesamte Saison hochgerechnet Mindereinnahmen von rund 100 000 Franken aus. Es geht dabei nicht nur um die fehlenden Ticketeinnahmen, sondern auch um Ausfälle in der Gastronomie.»

    «Sportklubs sind privilegiert»

    Doch die finanzielle Situation ist nicht mehr mit jener vor einem Jahr zu vergleichen, als Klubs wie die SCL Tigers oder der SCB um die Existenz kämpften. Jakob sagt, dank der Solidarität der Zuschauer und der Sponsoren, aber vor allem dank der A-fonds-perdu-Hilfe des Bundes sei momentan kein Sportklub unmittelbar vom Konkurs bedroht. «Man muss es offen sagen: Wir sind privilegiert.»

    Die Verschiebung der Partie Davos - Zug vom vergangenen Dienstag aber hat allen vor Augen geführt, dass die Pandemie auch im Schweizer Eishockey nicht ausgestanden ist. Unsicherheit bleibt – nicht nur bei den Klubs, auch bei ihrem Anhang.

    Vor ziemlich genau einem Jahr schloss der Bund wegen der stark ansteigenden Fallzahlen die Stadien wieder. Ein ähnliches Szenario ist in diesem Herbst wohl auszuschliessen. Ein erneuter Lockdown würde von der Bevölkerung kaum mehr mitgetragen.

    Doch vollständig normalisieren werden sich die Zuschauerzahlen in den Stadien wahrscheinlich erst dann, wenn der Bundesrat die Zertifikatspflicht aufhebt. Anders als im Fussball hat der Anhang im Eishockey diese Massnahme ohne grösseres Murren hingenommen – wer sich dem Diktat nicht unterziehen wollte, blieb einfach zu Hause.

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    Mein Senf: Wir waren seit dem Aufstieg 1989 immer die Nummer 2 hinter dem SCB, aktuell hat uns Fribourg überholt!:shock::roll:

    Die Bucs vernichten die Bears! 8)Da kann ich zur Halbzeit getrost pennen gehen!

    Brady mit dem nächsten Rekord für die Geschichtsbücher: 600 TD Pässe!:shock:

    Lustig: Der Ball für die Hall of Fame musste von einem Fan zurück erbettelt werden!:mrgreen:

    Seit Mahomes von den Bucs im Super Bowl vernichtet wurde bringt er kein Bein mehr vor das andere! Eine weitere totale Pleite!

    Gute Nacht!:sleeping:

    und die, die in der Kurve applaudierten und gröhlten kannst du auch nicht negieren. Eine solche Aktion ist "gegen die Kurve" nicht möglich; sondern nur, wenn "die Kurve" das akzeptiert.

    Fakt.

    Schon traurig wenn du 12 jährigen Jungs empfehlen musst alle Fanutensilien verschwinden zu lassen, weil alles angegangen wurde was nach GC aussieht. Und das ist keine Polemik.

    Gehe schon lange nur noch neutral an die Spiele. Bekannte von mir (Er, Sie, Sohn damals Teenager ist GC Fan) wurden vor Jahren schon auf dem Weg zum Stadion in eine Schlägerei verwickelt. Klar das die NIE mehr an ein Spiel gehen! Und es auch jedem erzählen!