Beiträge von Larry

    Dass in einer ausgeglichenen Liga auch hochgerüstete Equipen wie die ZSC Lions hin und wieder verlieren, liegt in der Natur der Sache. Dennoch sind die Leistungen der Zürcher zu dürftig. Rikard Grönborg, der zweifache Weltmeister-Trainer, und seine Spieler müssen über die Bücher. Ein Platz im grauen Mittelfeld der Tabelle ist inakzeptabel. Am Dienstag wird Servette zu Gast sein, ein Team, das zuletzt auch öfter Schwächen zeigte. Gegen die Westschweizer wird der ZSC eine Reaktion zeigen müssen. Sonst kann sich seine gegenwärtige Baisse schnell zu einer Krise auswachsen. (Ulrich Pickel, Zürich)

    Grönborg macht ihn sicher nicht zur Nummer 2 aber ich würde Flüeler in jedem zweiten Spiel laufen lassen solange er diese Form ausspielt. Ob Waeber unsere Zukunft ist bzw. ob man mit ihm Meister werden kann wird die Zukunft weisen!

    Da ich nicht mehr lange hier sein werde habe ich meinen Sohn entscheiden lassen wo wir morgen hingehen. Er will FCZ gucken gehen also gehen wir in den Letzi. Er sagt die Punkte beim FCZ sind mehr wert als die Punkte beim ZSC, dort geht es am Ende in die Playoffs. Wo er recht hat, da hat er natürlich recht. Bin wieder mal enttäuscht vom ZSC. Mit einem Goal gewinnst du praktisch nie!

    Wenn es die 1000 CHF Option wäre, könnte man ja zusätzlich zu zscfans alle bezahlende Mitglieder mit ihrem User Namen verewigen.

    Ob es genug Platz hat und dies alle wollen ist die Frage?

    Geht nicht! Es gehen nur einzelne Namen (400.-) oder Firmen (1000.-), dort steht dann also Hans Müller oder eben Hans Müller AG

    Mehrfachnennungen gehen auch nicht!

    Aber am Anfang der Saison dachten wir, dass die Ausbootung von Tomlinson ein grosser Fehler der Verantwortlichen in

    der Rosenstadt gewesen ist.

    Ob der neue auch das Halbfinale erreicht? Denke nicht!

    Für Tomlinson war die Ablösung eigentlich auch nicht so schlecht, letzte Saison hätte er wohl kaum toppen können. Der neue macht bis jetzt seine Sache gut, aber eben: Abgerechnet wird Ende Saison!

    Hoffe doch sehr auf einen Sieg heute! Wird aber kein Selbstläufer!



    «Die Eishockey-Legende der Woche»: Sergei Prjachin war der Anti-Star im Hallenstadion – und wahrscheinlich genau deshalb bei den Fans so beliebt

    Prjachin war der erste Russe, der mit offizieller Erlaubnis aus der Sowjetunion in die NHL wechselte. Danach verschlug es ihn zum ZSC, wo er so viel Zuneigung wie nie zuvor erhielt – keine einfache Erfahrung für den scheuen Stürmer, der anfangs nur heimlich rauchte.

    Ulrich Pickel (NZZ)


    Sergei Prjachin war so scheu, dass es sogar schwierig ist, Bilder von ihm auf dem Eis zu finden. Hier spielt er im Dress der Calgary Flames.

    Sergei Prjachin war so scheu, dass es sogar schwierig ist, Bilder von ihm auf dem Eis zu finden. Hier spielt er im Dress der Calgary Flames.

    Graig Abel / Getty

    Als er kam, war das eigentlich sensationell. 1991 stellte der Zürcher SC Sergei Prjachin als neuen Ausländer vor. So etwas hatte es beim sportlichen Sorgenkind der Limmatstadt noch nie gegeben. Nicht nur, dass der Transfer dem Trend der Zeit entsprach, damals herrschte in der Schweiz die Russenwelle, angefeuert von den Gottéron-Zauberern Bykow und Chomutow. Prjachin kam darüber hinaus als NHL-Spieler ins Hallenstadion. 1989 hatte er als erster Russe überhaupt die offizielle Erlaubnis erhalten, nach Nordamerika zu wechseln. Bei den Calgary Flames kam der Moskauer Flügelstürmer während dreier Saisons auf 48 Spiele, 6 Tore und 8 Assists.

    In Nordamerika hatte man mehr erwartet, das war das Glück der Zürcher. Und immerhin: Prjachin war bei den Flames, als diese 1989 den Stanley-Cup gewannen, auch wenn er in den Play-offs mit nur einem Einsatz keinerlei Rolle spielte. Der Bewunderung, die die jungen ZSC-Spieler für ihn hegten, tat das keinen Abbruch. Prjachin verströmte den Glanz der grossen weiten Welt, die damals für Schweizer in unerreichbarer Ferne lag.

    Ein Arbeiter mit Star-Status

    Prjachin erfüllte die damals in Zürich noch relativ bescheidenen Erwartungen; er war kein Überflieger wie Bykow und Chomutow. Und auch kein Pawel Bure, Alexander Mogilny oder Sergei Fedorow. Prjachin war überhaupt kein typischer Russe auf dem Eis. Er war weder verspielt noch technisch brillant, er war keine Rakete auf Schlittschuhen. Und aggressiv war er schon gar nicht, obwohl er dazu mit einer Körpergrösse von 1,92 Metern und etwa 95 Kilos gut geeignet gewesen wäre.

    Aber man sah, dass er sein Handwerk verstand, er lieferte zuverlässig Skorerpunkte ab. Und allein damit setzte er sich über viele der ZSC-Ausländer hinweg, die damals im Laufe der Jahre kamen und gingen. Prjachin war mannschaftsdienlich und aufopfernd, seine Spielweise war ehrlich, gradlinig und hatte nie etwas Egoistisches. Er passte damals hervorragend zu diesem Klub. Das merkten die Fans, und allmählich wurden die «Sergei-Sergei-Prjachin»-Rufe immer lauter.

    Am lautesten waren sie im Frühling 1992, als der kleine ZSC das Grande Lugano von John Slettvoll in jenem legendären Penaltyschiessen aus dem Viertelfinal warf. Die Rede ist meistens von Wladimir Krutow, der gealterte einstige Weltstar verwandelte seinen Versuch mit letzter Kraft. Viel weniger im Rampenlicht stand Prjachin, der seinen Penalty um einiges souveräner verwandelte. Als die Fans danach das Eisfeld stürmten, wusste er kaum, wie ihm geschah. Spätestens von diesem Moment an hatte er Kultstatus im Hallenstadion, das er 1994 nach drei Saisons und 98 Spielen wieder verliess.

    Edgar Salis war damals ein junger Verteidiger beim ZSC. Prjachin wohnte im gleichen Haus wie er, nur einen Steinwurf vom Hallenstadion entfernt. Der Bündner blickte zu seinem Mitspieler ehrfürchtig hoch. Und war neugierig. Also sagte er: «Komm doch nach einem Spiel zu mir, dann können wir etwas trinken und reden.» Prjachin kam. Nahm ein Mineralwasser. Und verabschiedete sich bald wieder.

    Kurz darauf sah Salis seinen Nachbarn eines Morgens auf dem Weg zu Fuss ins Training. Prjachin hatte eine Zigarette in der Hand. Sobald er merkte, dass Salis ein paar Meter hinter ihm ging, warf er den Glimmstengel blitzartig weg. Salis sagte verdutzt: «Hey, du weisst doch, dass auch ich gerne mal ein Bier trinke und ab und zu eine Zigarette nehme. Das ist doch kein Problem.»

    Von da an wurden die gemeinsamen Abende zwangloser. Die Sprachbarriere war nicht hoch, Prjachin, der mit seiner Frau in Zürich weilte, sprach ziemlich gut Englisch. Aber er blieb ein introvertierter Mensch, richtig scheu im Umgang, immer hochanständig und bescheiden. «Ich war ein Grünschnabel und er eine grosse Nummer. Aber er verhielt sich wie ein Junior», sagt Salis.

    Die Sowjet-Vergangenheit blieb präsent

    Prjachin war wie viele andere auch ein typisches Kind seiner Zeit. Aufgewachsen und sozialisiert in der Sowjetunion, wo die Spieler mit eiserner Hand gedrillt wurden und wo man ihnen jeden Anflug von Individualismus gnadenlos austrieb. Sein Stammklub war Krylja Moskau, der zur Luftwaffe gehörte. Der freie Lebensstil des Westens machte ihn nicht zu einer verlorenen Seele wie Krutow, doch er war ihm fremd. Von der Vergangenheit lösen konnte er sich nicht restlos.

    Aber eine gewisse Weltoffenheit war Prjachin eigen. Nach dem ZSC wechselte er für vier Jahre nach Finnland und dann noch für ein Jahr nach Japan, bevor er zu seinem Stammklub zurückkehrte. Dort wurde der heute 57-Jährige Trainer. In Zürich ist er als einer der Helden von 1992 unvergessen geblieben. 2012 war er mit Krutow noch einmal zu Gast im Hallenstadion – und wurde gefeiert, als ob der Triumph gegen Lugano eben erst Tatsache geworden wäre.

    Ich denke es wird im Moment etwas gar viel über Zug gesprochen, aber vom ZSC stammen immer noch am meisten Spieler in der NLA. Ausserdem waren auch viele NHL Spieler einmal in unserer Organisation. Von der Breite her sowieso nicht zu übertreffen. Denke mit den neuen Strukturen im neuen Stadion wird es wieder einen Schub nach vorne geben. Ob Bern wirklich so schlecht ist wie der Gotteron Präsi meint wage ich zu bezweifeln!