Beiträge von Larry

    Denis Malgin und die ZSC Lions – das ist eine Liaison, von der sich beide Seiten nur das Beste versprechen

    Mit dem Vierjahresvertrag in Zürich hat der Nationalstürmer die Karriere mittelfristig abgesichert und kann dank einer Ausstiegsklausel den NHL-Traum weiterverfolgen. Für die Lions passt Malgin genau ins Konzept: Mit Rückkehrern wie ihm können sie zeigen, was sie als Ausbildungsklub zu leisten imstande sind.

    Ulrich Pickel (NZZ) Im zweiten Anlauf wieder in Zürich gelandet: der Stürmer Denis Malgin, hier im Dress des Schweizer Nationalteams.

    Es war lange eine Hängepartie, wie es mit Denis Malgin weitergehen würde. Als Ende Juli das Eistraining begann, war noch nichts klar. Malgin weilte als Gast bei den ZSC Lions, aber einen Vertrag besass er nicht. Er hoffte auf eine Fortsetzung der Karriere in Nordamerika, doch es bot sich ihm keine interessante Perspektive. Malgin sagte, wenn er länger in der Schweiz bleibe, dann bei den Zürchern. Irgendwann aber musste Klarheit her. Etwa zwei Wochen vor Saisonbeginn ging der Lions-Sportchef Sven Leuenberger auf Malgin zu, um konkret über die Zukunft zu reden.

    Rückkehr im zweiten Anlauf

    Man war sich schnell einig, doch unterschrieben wurde nichts. Leuenberger und Malgin vereinbarten eine Deadline: das letzte Wochenende vor dem Saisonstart. Sollte er bis dahin keine Chance auf eine Rückkehr in die NHL sehen, würde er bei den Zürchern unterschreiben. Und so kam es, dass die ZSC Lions den Zuzug von Denis Malgin einen Tag vor Meisterschaftsbeginn verkünden konnten – es war perfektes Timing, um die Euphorie der Fans anzustacheln.

    Malgin ist ein Rückkehrer, der nun im zweiten Anlauf wieder bei den Lions gelandet ist. «Die ZSC Lions, das fühlt sich an wie Heimat und Familie. Hier habe ich alle meine Freunde», sagt er. Eigentlich hätte er schon vor einem Jahr für sie spielen können. Damals stand er bei den Toronto Maple Leafs unter Vertrag. Malgin wäre gerne nach Zürich gekommen, aber die Umstände sprachen gegen diesen Schritt. Die Situation aufgrund der Pandemie war unsicher und unübersichtlich, es war nicht klar, wann die NHL-Saison beginnen würde. Ausserdem war damals noch Pius Suter in Zürich, der auf sein NHL-Debüt in Chicago wartete und in der Schweiz einen gültigen Vertrag bei den Lions hatte.

    Dazu auch noch ein Engagement Malgins, das war ihnen zu viel. Er unterschrieb in Lausanne. Dort blieb er auch, denn Toronto hatte sich entschlossen, den Schweizer für die ganze Saison auszuleihen. Als Malgin dann in der Romandie gross aufspielte, mit 45 Punkten der beste Skorer war und im Play-off-Viertelfinal einer der gefährlichsten Zürcher Gegner, mangelte es nicht an Kritikern, die dem ZSC vorwarfen, zu zögerlich gewesen zu sein.

    Jetzt ist Malgin wieder da, wo seine Karriere lanciert wurde. Dass es ihn zum Eishockey verschlug, war kein Zufall. Sein Vater, Albert Malgin, kam 1993 aus Russland zum EHC Chur und zog drei Jahre später nach Olten weiter, wo er während Jahren ein hervorragender Stürmer in der Nationalliga B war. Nach dem Karriereende wurde er Trainer und betreut heute den EHC Seewen. Denis Malgins älterer Bruder Dimitri spielte für diverse Klubs in der NLB und stürmt heute bei den Pikes Oberthurgau. Denis Malgin besticht durch eleganten Laufstil, Übersicht und Spielintelligenz.

    1997 kam Denis Malgin in Olten zur Welt, begann beim EHC Biel zu spielen und wechselte 2010 zum Nachwuchs der GCK Lions. Zunächst pendelte er mit dem Zug von Olten nach Zürich, später bezog er eine Wohnung in der Gegend. Er lernte, früh auf eigenen Beinen zu stehen. Bei den Zürchern durchlief er alle Stufen, war in den Junioren-Nationalteams dabei, spielte für die GCK Lions und ab 2014 als 17-Jähriger auch für den ZSC unter Marc Crawford.

    Der Kanadier war angetan von diesem Teenager: auffallend elegant auf den Schlittschuhen, eine stupende Übersicht und Spielintelligenz, ein offensiver Spielmacher wie aus dem Bilderbuch. Die relativ bescheidenen Körpermasse (175 cm und 80 kg) störten ihn nicht. Nach zwei vielversprechenden Saisons mit den ZSC Lions wechselte Malgin 2016 zu den Florida Panthers in die NHL. Vier Jahre blieb er dort, es war keine schlechte Zeit. Malgin kann heute als 24-Jähriger auf 192 NHL-Partien zurückblicken (60 Punkte).

    Der Durchbruch blieb ihm aber verwehrt, er wurde in einem Spielertausch schliesslich nach Toronto transferiert – für Malgin ein schlechter Wechsel, im Starensemble der Kanadier blieb er auf verlorenem Posten. Den NHL-Traum hat er aber noch nicht aufgegeben. Sein Vertrag beim ZSC ist zweierlei: eine mittelfristige Existenzsicherung und ein Sprungbrett zurück. Für vier Jahre hat er unterschrieben, doch es gibt eine Klausel, die ihm jeweils per 15. Juli einen Wechsel in die NHL erlaubt.

    Er sprengt das Budget nicht

    Malgins Last-Minute-Transfer hat zu reden gegeben. Erstens, weil Spieler seines Kalibers nicht jeden Tag erhältlich sind. Und zweitens, weil solche Zuzüge ihren Preis haben. Das Image der Zürcher Geldsäcke, die jederzeit hemmungslos zuschlagen, wenn ein grosser Name verfügbar ist, hat sich einmal mehr bewahrheitet. Doch so einfach ist es nicht, wie Leuenberger betont. Malgins Lohn gehe nicht über das Budget hinaus. «Pius Suters Lohn war da immer noch eingerechnet», so der Sportchef. Als Suters Vertrag in Chicago auslief, war er faktisch wieder ein Lions-Spieler, denn sein Kontrakt mit dem ZSC läuft noch bis 2022. Der ZSC konnte damit rechnen, dass Suter zurückkommen würde. Also musste diese Lohnsumme sicherheitshalber für ihn bereitgehalten werden. Als Suter Ende Juli für zwei Jahre in Detroit unterschrieb, wurde das Geld für den Malgin-Zuzug frei.

    Was bringt dieser Transfer? Mehr Unberechenbarkeit im Angriff. Mit ihm haben die Lions drei offensive Linien, was nur wenige Teams von sich behaupten können. Malgin bringt noch mehr Tiefe, noch mehr Klasse ins Kader. Der Trainer Rikard Grönborg sagt: «Selbstverständlich habe ich die ganze Zeit gehofft, dass er bei uns unterschreibt. Er gibt uns mehr Optionen im Angriff und macht uns unberechenbarer.» Malgin sagt: «Ich hatte zwar eine Offerte von Toronto, aber dort hätte ich nicht oft spielen können. Ich bin erst 24, ich brauche viel Spielpraxis. Der Wechsel zum ZSC ist der beste Schritt für meine Karriere, um zu zeigen, was ich kann. Ich kann meine Mitspieler besser machen und will mehr Drive aufs Tor bringen.»

    Der ZSC will Lokalkolorit

    Die Causa Malgin hat noch eine übergeordnete Komponente. Transfers wie diesen machen die ZSC Lions am liebsten. Seit Jahren verfolgen sie die Strategie, möglichst viele Spieler aus den eigenen Reihen bei sich zu haben. Prominente Rückkehrer wie letztes Jahr Sven Andrighetto oder nun Malgin sind die Aushängeschilder, die zeigen, was die ZSC Lions als Ausbildungsklub zu leisten imstande sind. Und ab dem nächsten Jahr spielen sie in ihrer eigenen Halle in Altstetten, die ihnen dank Selbstvermarktung höhere Einnahmen bringen wird. Der Malgin-Transfer war eine Gelegenheit, die sich der Klub nicht entgehen lassen durfte – eine Win-win-Situation für die beiden Seiten.

    Es ist alles angerichtet für eine erfolgreiche letzte Saison im Hallenstadion. Malgin könnte eines der Puzzleteile sein, die letztes Jahr fehlten. Drei Spiele hat er absolviert und ein Tor und einen Assist beigesteuert. Momentan steht er dem Team nicht zur Verfügung. Die Siege gegen Ajoie und Langnau musste er vor dem Fernseher in Herrliberg verfolgen, wo er mit seiner Frau wohnt. Malgin fehlt krankheitshalber. «Es ist aber nicht Corona», wie er sagt. Gut möglich, dass er am kommenden Wochenende wieder fit ist. Mit der Genesung kann er sich die nötige Zeit ruhig lassen. Der ZSC kann es verkraften, wenn hin und wieder prominente Spieler wie Denis Malgin ausfallen

    Klare AngelegenheitDie ZSC Lions verstärken den Langnauer Frust

    Die Zürcher überfahren die Emmentaler vor allem dank effizientem Powerplay und gewinnen auswärts klar mit 6:2.

    Kristian Kapp
    Kristian Kapp

    Zürcher Lust, Langnauer Frust: Die ZSC Lions bejubeln das Tor zum 1:4.


    Zürcher Lust, Langnauer Frust: Die ZSC Lions bejubeln das Tor zum 1:4. Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)

    Für die SCL Tigers sind es schwierige Tage. 1:8 am Freitag in Bern, 2:6 am Samstag gegen die ZSC Lions. Zudem verloren die Emmentaler beim Derby Goalie Ivars Punnenovs nach einem Check gegen den Kopf durch Cory Conacher mit einer Gehirnerschütterung – ein Verfahren gegen den Berner Topskorer blieb aus. Die Langnauer können sich an diesem Wochenende also so richtig auf allen Ebenen nerven. Punnenovs wird mindestens eine Woche ausfallen.


    Bitter für Langnau: Die Kanterniederlagen sind an beiden Abenden alles andere als zwingend, in beiden Spielen sind sie mindestens 20 Minuten lang ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen, bis beim Gegner plötzlich fast jede Torchance einen Treffer bedeutet. In diesen Momenten wiegt die Absenz Punnenovs’ besonders schwer.

    Das Zürcher Powerplay brilliert

    Die ZSC Lions sind an diesem Abend die perfekte Mannschaft, um einen bereits angeschlagenen Aussenseiter so richtig zu frustrieren. Auch mit den Ausfällen von Simon Bodenmann, Denis Malgin und Willy Riedi können die Zürcher problemlos vier gute NL-Sturmlinien stellen. Headcoach Rikard Grönborg kann vor allem zwei Powerplay-Quintette zusammenbasteln, die beide problemlos in jedem Team als Nummer-1-Formation durchgehen würden.

    Es ist auch vor allem das brillante Überzahlspiel der ZSC Lions, das den Unterschied ausmacht. Vier Powerplaytore werden notiert. Eigentlich sind es fünf, denn als Sven Andrighetto den Puck zum 0:2 unter die Latte haut, ist der bestrafte Langnauer erst seit zwei Sekunden wieder auf dem Eis. Es brennt vor Langnaus Tor: Die ZSC Lions machen im Powerplay Druck mit John Quenneville.


    Es brennt vor Langnaus Tor: Die ZSC Lions machen im Powerplay Druck mit John Quenneville. Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)

    Bei 5-gegen-5-Hockey müssen die Zürcher ihre individuelle Überlegenheit gar nicht so sehr in die Waagschale werfen. Es reicht, die Undiszipliniertheiten der Tigers zu bestrafen. Diese werden im Mitteldrittel immer häufiger, die Strafen sind meist Vergehen mit dem Stock. Michael Looslis Crosscheck in Yannick Webers Gesicht, das zu einem Restausschluss führt, ist Folge des immer grösseren Frusts bei den Tigers.

    Trotz des klaren Sieges ist es angesichts so vieler Powerplay-Möglichkeiten schwierig, die Leistung der Lions schlüssig zu beurteilen. Sie sind individuell deutlich besser besetzt, sie dürfen zudem wegen der «NHL-Abgang-Regel» dank Pius Suters Engagement bei Detroit fünf statt nur vier Imports einsetzen. Gerade bei solchen Duellen zwischen den Grossen und den Kleinen der Liga wirkt dieser Paragraph fragwürdig.

    Was das deutliche Resultat am Ende auch erklärt und für Langnau das Ganze definitiv zur unlösbaren Aufgabe macht: Nebst vielen Technikern wissen die Lions auch Arbeiter unter ihren Leistungsträgern. Der frühere NHL-Spieler Marcus Krüger zum Beispiel zeigt einmal mehr, welch smarter Boxplay-Spieler er ist und wie wenig es ihm ausmacht, Schüsse zu blocken oder andere «Drecksarbeit» zu erledigen.

    Das ist uns aufgefallen: Seit Anfang Januar hat er gefehlt, als er sich während eines Spiels eine Fraktur am Unterschenkel zuzog, die operiert werden musste. Gegen den Aufsteiger gibt Chris Baltisberger sein Comeback. Den kräftigen Flügel mit der Nummer 14 haben die Zürcher vor allem in den Play-offs vermisst, die physische Komponente, die er in ihr Spiel bringt, können die Lions immer gut gebrauchen. Dem 29-Jährigen gelingt das Comeback wunschgemäss, mit dem 3:0 noch im ersten Dritten reiht er sich unter die Torschützen ein.

    Hauptdarsteller an diesem Abend ist allerdings ein anderer: Sven Andrighetto. Mit zwei Toren und einem Assist versenkt er die Gäste fast im Alleingang. Sein Tempo, sein Schuss und seine Entschlossenheit überfordern die Spieler von Gary Sheehan Mal für Mal. Freilich bringt bei weitem nicht jeder Spieler der National League so viel Hubraum aufs Eis wie der überragende Zürcher, dennoch sieht man, dass sich die Equipe aus dem Jura noch nicht an den Rhythmus der höchsten Liga gewöhnt hat.

    34:20 beträgt das Schussverhältnis und 4:0 das Resultat nach zwei Dritteln, zwei Eckwerte, die einen guten Hinweis auf die Kräfteverhältnisse geben. Ajoie gibt trotzdem nicht auf und kämpft unverdrossen weiter – und der ZSC ist bekanntermassen gerne gnädig gegen die sogenannt Kleinen. Er baut ab, wird passiv und leistet sich eine Strafe nach der anderen. Und was wie ein Spiel aussieht, das längst gelaufen ist, erhält plötzlich noch einmal Spannung, oder zumindest einen Hauch davon. Ajoie verkürzt auf 4:2 und wirft in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne.

    Das reicht nicht mehr für ein drittes Tor, aber Respekt hat sich der Aufsteiger mit diesem couragierten Auftritt allemal verdient, während die ZSC Lions (einmal mehr) nur bedingt überzeugen. In den letzten 20 Minuten geben sie das Geschehen leichtfertig aus den Händen. Am Samstag geht es für sie in Langnau weiter. Ähnlich wie der HC Ajoie sind auch die SCL Tigers ein Underdog in der National League. Gegen sie hat der ZSC letzte Saison drei der sechs Spiele verloren. (Pickel/NZZ.)

    welcher vom neuen Intro einmal mehr enttäuscht ist!

    Das Intro ist Scheisse! Hat aber auch damit zu tun das kein Würfel vorhanden ist und nur aufs Eis projiziert wird. Ich erwarte etwas ganz anderes nächste Saison!

    Alles andere als ein klarer Sieg heute ist versagen! Bin freiwillig nicht vor Ort.



    «Die Eishockey-Legende der Woche»: Leo Schumacher formte als Juniorentrainer ganze Spielergenerationen – Halbheiten waren seine Sache nicht

    Der Zuger Leo Schumacher war in der ganzen Eishockey-Schweiz bekannt wie ein bunter Hund. Spieler wie Raphael Diaz, Luca Sbisa oder Tim Berni gingen durch seine Schule. Und die hiess: Vollgas! Nun hat ihn der Krebs im Alter von 68 Jahren besiegt.

    Ulrich Pickel (NZZ)

    Die Karriere endet früh, doch als Trainer findet Leo Schumacher seine Bestimmung.

    Die Karriere endet früh, doch als Trainer findet Leo Schumacher seine Bestimmung.

    Als Spieler hinterliess er keine Spuren, dafür kam das verletzungsbedingte Karriereende mit 22 Jahren viel zu früh. Doch das vermeintliche Ende aller Träume war der Beginn von Leo Schumachers eigentlicher Berufung: Er wurde Trainer. Ab 1982 stand er bei seinem Stammklub EV Zug an der Bande, dann wechselte er nach Chur und wurde Headcoach in der Nationalliga B.

    Schumacher gelang der Aufstieg mit den Bündnern, die damals eine grosse Spielergeneration mit Leuten wie Edgar Salis, Theo Wittmann und Claudio Micheli hervorgebracht hatten. Wenige Monate nach dem Aufstieg wurde Schumacher allerdings entlassen.

    Es folgten weitere Stationen: der Grasshopper Club Zürich (noch vor der Fusion mit dem ZSC), Arosa, wo er seine zweite Frau kennenlernte, Bülach, der SC Bern, wo er vorübergehend als Headcoach für den entlassenen Ueli Schwarz einsprang, und schliesslich wieder der EV Zug. Zwischendurch war er auch als Verbandstrainer tätig.

    Bei den Junioren im Element

    So richtig im Element war Schumacher in Zug bei den U-20-Elite-Junioren. Junge Leute auf den Weg zu bringen, das sei seine wahre Bestimmung, sagte er oft. Von 2002 bis 2017 formte er die Zentralschweizer Talente, zu denen neben vielen anderen Raphael Diaz oder Luca Sbisa gehörten, die später grosse Karrieren machten.

    Schumacher war es, der Diaz einst vom Stürmer zum Verteidiger umfunktionierte, eine Idee, von welcher der Spieler zunächst alles andere als begeistert war. Zwei Meisterschaften gewann Schumacher mit dem EVZ-Nachwuchs – und mehr noch als das.

    Schumacher war eine charismatische Figur. Als Trainer fordernd und auch gnadenlos, wenn er sah, dass jemand nicht richtig mitzog. Für ihn gab es nur eines: Vollgas! So wurde bei «Leo» trainiert und gespielt. Blitzschnelles und kompromissloses Angriffshockey, das war seine Vorstellung. Ganz ähnlich wie bei Arno Del Curto. Es verwundert daher kaum, dass diese beiden Brüder im Geiste bis zum Schluss eng befreundet waren.

    Mit dem ZSC Meister als Interims-Assistent

    Schumacher war die personifizierte Leidenschaft, ein Mann voller Energie und Vitalität. Man sah ihn eigentlich nie ohne ein Lachen im Gesicht. Da und dort war entsprechend von «Leo Sonnyboy» die Rede. Er forderte seinen Spielern viel ab, hatte aber einen guten Draht zu ihnen. Er wirkte viel jünger, als er war, und mit seiner herzlichen, direkten Art fiel es ihm leicht, Leute für sich einzunehmen. Diese spürten, dass dieser Mann ehrlich und authentisch war, jemand, bei dem man immer wusste, woran man war.

    So wurde Schumacher zu einer Institution im Schweizer Eishockey, dessen Rat oft und gerne gesucht wurde, meist abseits der grossen Schlagzeilen, aber das war ihm nur recht. Und in die grossen Schlagzeilen schaffte er es zum Ende der Karriere dann doch noch: 2018, mittlerweile als Trainer der GCK Lions engagiert, sprang er zusammen mit Michael Liniger als Assistent von Hans Kossmann beim ZSC ein.

    Die zusammengewürfelte Trainer-Combo krönte ihr kurzfristiges Schaffen mit dem Meistertitel in einem denkwürdigen Final gegen Lugano – der späte, grosse Karrierehöhepunkt. Schumacher, der immer positiv dachte, hatte viel Energie in die Zürcher Kabine gebracht – und einen damals noch unbekannten knapp 18-Jährigen namens Tim Berni. Mit so viel Vertrauen im Rücken spielte sich Berni furios in die Notizbücher der NHL-Scouts, heute steht der Verteidiger bei den Columbus Blue Jackets unter Vertrag.

    Zuletzt trainierte Schumacher noch den EHC Seewen, doch die Pandemie hielt ihn bald schon von der Bande fern.

    Vor etwas mehr als einem Jahr erhielt er die niederschmetternde Diagnose: ein bösartiger Hautkrebs. In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag musste sich Leo Schumacher im Alter von 68 Jahren diesem Gegner geschlagen geben. Er hinterlässt eine Frau und zwei Söhne. Der ältere, Fabio, ist in die Fussstapfen des Vaters getreten, er trainiert heute die EVZ Academy

    The Columbus Blue Jackets announced today that Cleveland Monsters Associate Coach and former National Hockey League defenseman Steve McCarthy has replaced Sylvain Lefebvre as an assistant coach on Head Coach Brad Larsen's staff. Lefebvre has decided not to receive a COVID-19 vaccine and thus will not be able to perform the duties required of him given current NHL protocols.

    :applaus::zsc:

    Als sie zu Beginn des zweiten Drittels aus der Kabine gekommen sind, ein PP hatten und einfach nur gepennt haben, ja da habe ich mich ziemlich genervt!

    Wir sind nicht dort wo wir sein möchten, wo Zug bereits ist, bei weitem nicht!

    Positiv: Weber schiesst sein erstes Tor in seiner neuen Rolle, Malgin spielt so wie ich ihn kenne, wird noch viel Freude machen. Azevedo scheint ein guter Griff zu sein, Krüger bereits gut in Form im Gegensatz zu Ghetto der wieder Anlaufschwierigkeiten hat.

    Ajoie ist inferior, ein NLB Team, Herisau II einfach ohne Abstieg, leider! Da werde ich mir die zwei Stunden im Auto schenken am Freitag!

    https://www.tagesanzeiger.ch/bei-diesem-clu…in-874742559171

    Der SCB ist dort wo ihn einige Journalisten erwartet haben, wird spannend!

    Glaubst du?

    Nein natürlich nicht! Wenn es nicht klappt werden sie das bis zum geht-nicht-mehr herauszögern weil sonst alle das Gesicht verlieren! Der Witz ist einfach was Tomlinson erreicht hat mit Rappi ist fast nicht zu toppen, der neue steht somit massiv unter Druck. Ich habe den Entscheid einfach nicht verstanden!

    Von Draft erfahren:

    Forumsmitglied Dan the Man (Jg 1973)

    Rest peacefully😞

    Ich mache mal mit persönlichen Erlebnissen zu Dan The Man hier weiter:

    Einmal habe ich mich mit ihm über seinen Nickname unterhalten (Dan Marino, QB der Miami Dolphins), natürlich wusste er wer gemeint ist.

    Ein anderes mal habe ich mich mit ihm über sein grünes original ZSC Shirt von Röbi Meier aus der Saison 71/72 unterhalten, meiner ersten Saison als Fan. Habe ihm damals gesagt wenn er es je verkauft ich würde jede Offerte toppen.

    Beide Gespräche sind schon sehr lange her, habe ihn schon lange nicht mehr in der Halle gesehen, aber ich bin ja auch nicht mehr oft dort.

    Adieu!

    Der ZSC muss der Realität ins Auge blicken: Er mag sich als Transfersieger fühlen. Der EVZ aber ist die bessere Mannschaft. Er findet sich in seiner Rolle als Spitzenteam hervorragend zurecht. Und er konnte es sich in diesem Prestige-Duell leisten, im Tor auf Luca Hollenstein zu setzen und Leonardo Genoni einen freien Abend zu bescheren. Der EVZ ist Meister und spielt mit breiter Brust. Er ist dort, wo die ZSC Lions gerne wären. Sie müssen zuerst einmal beweisen, dass ihre Ansammlung von Stars auch eine Einheit sein kann. Davon sind sie noch ziemlich weit weg. (U.Pickel/NZZ)


    offtopic:

    larry: wir machen seit 10 jahren 1-2 "boys-mobreisen" über den teich...die kommen bei den frauen jedes jahr schlechter an und von den ursprünglich 15 mitreisenden kommen seit einigen jahren nur noch 2-3 regelmässig mit

    aber bisher hat es noch keiner geschafft, seine frau zu überzeugen, dass wir 4 wochen gehen dürfen, weil wir noch 2 wochen eine "mexicoquarantäne" brauchen :))

    :mrgreen::suff: