Beiträge von Larry

    Bisschen die anderen Teams unter die Lupe nehmen:

    https://www.watson.ch/sport/eismeist…ssion_974478694

    Für Steinmann, den SC in Rappi, könnte der Entscheid seinen Spezi in Rappi zu installieren in die Hose gehen. Diese Saison wird kaum zu toppen sein! Klar wurde der Entscheid vorher gefällt aber deshalb ist er nun nicht weniger schlecht! Übrigens auch in Langnau: Marc Eichmann holt seinen Spezi aus Langenthal, ob der dort mehr erreichen kann? Zweifel sind angebracht!

    Die Zukunft des SCB:

    https://www.watson.ch/sport/eismeist…sel-des-hockeys

    und

    https://www.nzz.ch/sport/der-sc-b…etzt-ld.1613748

    ZSC Lions gegen Lausanne

    Eine Playoff-Serie wird zum Hassduell

    Topskorer Sven Andrighetto gesperrt, drei Spieler verletzt – Lausanne scheint die ZSC Lions vor Spiel 6 vom Freitag dort zu haben, wo es sie haben will. Und giesst weiter Öl ins Feuer.


    Simon Graf (TA)

    Das Spiel 5:2 gewonnen, den Topskorer des Gegners malträtiert, bis er die Nerven verlor und als Folge gesperrt wurde, dazu drei Spieler verletzt – der Mittwoch war ein produktiver Tag für den Lausanne HC. Doch die Vaudois haben noch lange nicht genug. So tobte ihr Mitbesitzer Petr Svoboda, als die eine Spielsperre gegen Sven Andrighetto bekannt war, gegenüber «24 heures»: «Diese Sanktion ist inakzeptabel. Dieser Crosscheck war bösartig, vorsätzlich, kriminell. Solche Dinge haben nichts zu suchen in einer Eishalle.»

    Svoboda und der Sittenzerfall

    Es ist schön, zu hören, dass sich Svoboda Sorgen macht um die Sitten im Schweizer Eishockey. Allerdings haben ihn die zahlreichen Entgleisungen des Lausanner Captains Mark Barberio (er erhielt sechs Spielsperren) nicht gestört. Oder jene von Cody Almond oder Aurélien Marti.

    Der Respekt vor der Gesundheit des Gegners ist in dieser hitzigen Serie verloren gegangen. Sinnbildlich dafür, wie Lausannes Marti den ZSC-Schweden Marcus Krüger am Mittwoch zuerst kopfvoran in die Torumrandung checkte und dann Ronalds Kenins den Kopf des wehrlos am Boden liegenden Gegners aufs Eis drückte.

    Anklage via Twitter

    Aber zurück zu Andrighetto. Mindestens zwei Spielsperren wären angebracht, findet Svoboda. Das würde bedeuten, dass der beste ZSC-Stürmer in dieser Serie sicher nicht mehr eingreifen würde. Um die Botschaft zu untermalen, bastelte das Social-Media-Team des LHC für Twitter einen Zusammenschnitt von drei Checks gegen den Nacken. Joël Genazzi gegen Julian Schmutz, Jesse Zgraggen gegen Phil Baltisberger und Andrighetto gegen Charles Hudon. Die Spielsperren: zwei, drei, eine. Am Schluss Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, vor einem Feuer und dazu die bange Frage: «Sind alle gleich?»

    Die Lausannner haben Rekurs eingelegt gegen die Sperre Andrighettos, um ein höheres Strafmass zu erwirken. Doch mit ihrem Videozusammenschnitt könnten sie ein Eigentor geschossen haben. Denn es ist offensichtlich, dass die ersten beiden Aktionen gravierender sind, auf offenem Eis, völlig aus dem Blauen heraus, mit primärem Kontaktpunkt Nacken. Bei Andrighetto rutscht der Stock bei seinem Crosscheck vom Rücken nach oben. Die Aktion ist nicht gentlemanlike, passiert aber in der Hitze des Gefechts.


    «Die Lausanner hätten gar keine Bilder aus der Qualifikation suchen müssen, es gibt von ihnen schon genug aus dem Playoff», sagt ZSC-CEO Peter Zahner. «Sollen wir nun alle Szenen zusammenschneiden, in denen unsere Spieler attackiert wurden? Auf dieses Niveau begeben wir uns nicht. Das ist Kindergarten.»

    Wie auch der Vorstoss Svobodas, die Anzahl der erlaubten Begleitpersonen der ZSC Lions beim Auswärtsspiel in Lausanne auf acht zu beschränken. So wurde etwa der Zürcher Buschauffeur von der Liste gestrichen. Was Zahner aber wirklich besorgt: wie viele böse Attacken in dieser hitzigen Serie schon von den Schiedsrichtern nicht sanktioniert oder schlicht übersehen wurden.

    Chance für die Reservespieler

    Bei den ZSC Lions fielen am Mittwoch Marcus Krüger, Marco Pedretti und Teemu Rautiainen verletzt aus. Wie es im Playoff Usus ist, geben die Zürcher keine Details bekannt. Wie Pedretti vom Eis geführt wurde, lässt für ihn aber nichts Gutes erahnen. Gut möglich, dass die Zürcher in Spiel 6 im Hallenstadion vier Spieler ersetzen müssen. Dominik Diem und Willy Riedi werden sicher nachrücken, Axel Simic und Ryan Hayes sind zwei weitere Kandidaten. Sie haben in einer Gruppe zusätzlicher Spieler weitertrainiert.

    Grönborg fordert Disziplin

    Klar ist, dass die Zürcher eine Qualitätseinbusse hinnehmen müssen. Die grosse Frage ist, wer Andrighetto im ersten Sturm ersetzt. Ryan Lasch ist die wahrscheinlichste Variante. Roman Wick wäre eine andere. Coach Rikard Grönborg appelliert derweil, ruhig Blut zu bewahren. «Wir wissen, dass sie einige Spieler von uns jagen», sagt er. «Aber wir müssen diszipliniert bleiben und den Schiedsrichtern vertrauen. Bei fünf gegen fünf haben wir erst zwei Tore erhalten», rechnet der Schwede vor. Also: Unnötige Strafen vermeiden.

    Dann fügt aber auch Grönborg an: «Wir sehen alle, was sie tun wollen. Es ist erbärmlich.» Eine Serie, die ganz harmlos begann, ist zum Hassduell geworden.

    Neben Sion und Vaduz sind auch St. Gallen, der FCZ und Luzern gefährdet! 5 von 10 Plätzen! Wie soll man da langfristig planen? Wir haben im Hockey 12 Teams (bald 13!) wo wir viel weniger Nachwuchs haben als im Fussball. Denke 12 Teams wären längst überfällig!

    das vaduz derart aufdreht gegen ende saison, hatte wohl niemand auf der rechnung.

    das letzte spiel ist zu hause gegen vaduz. wir werden nicht 3x in serie gegen sie verlieren.

    Das Vaduz aufgedreht hat das geht nun schon eine Weile so. Und ich denke sie haben durchaus die Chance auch nochmals in Zürich zu gewinnen. Die Barrage und somit der Abstieg droht! Ja Meisterkater wie damals im Cupfinal gegen YB ist durchaus möglich. Werden wir bald wissen!

    Playoff-Viertelfinal: Lausanne – ZSC Lions

    Die ZSC Lions verlieren das Spiel und die Nerven

    Mit einem 5:2-Heimsieg verkürzt Lausanne im Viertelfinal auf 2:3. Die ZSC Lions haben noch zwei Chancen zum Weiterkommen, doch die Serie ist neu lanciert.


    Simon Graf (TA)

    Sven Andrighetto hat in dieser Serie sehr viel einstecken müssen und blieb lange erstaunlich ruhig. Als ihn Cody Almond im Mitteldrittel mit einem Stockschlag an der ungeschützten Stelle am Oberarm erwischte, fuhr er auf die Bank und schrie seinen Schmerz und seinen Ärger heraus. Sein Banknachbar Simon Bodenmann beruhigte ihn. Wenig später schoss Andrighetto nach einem perfekt vorgetragenen Konter das 2:1, das die ZSC Lions in der 33. Minute scheinbar auf einen guten Weg schickte. Doch es kam anders.

    Andrighettos Crosscheck

    In der 56. Minute riss dann auch Andrighetto der Geduldsfaden. Bei einem Bandenkampf versetzte er Hudon einen Crosscheck an den Hals. Die ZSC Lions lagen da 2:3 zurück und hätten eine Chance gehabt, die Partie noch auszugleichen. Doch Andrighetto beraubte sie dieser mit seiner Attacke. Er wurde richtigerweise mit fünf Minuten plus Spieldauer unter die Dusche geschickt, womit die Mission Aufholjagd für die Zürcher zur Mission Impossible wurde. Frick (58.) traf im Powerplay noch zum 4:2, Emmerton (60.) ins verlassene Tor zum 5:2.

    Damit geht die Serie am Freitag im Hallenstadion weiter, mit einem Lausanne im Aufwind. Die ZSC Lions führen immer noch 3:2, doch das Momentum haben sie entwischen lassen. Und es wird für sie ein harter Kampf, es wieder auf ihre Seite zu bringen. Dabei müssen sie sich wieder auf ihre Tugenden konzentrieren: Tempo, solidarische Defensivarbeit, ruhig bleiben.

    Üble Attacke gegen Krüger

    Vielleicht schmerzten bei Andrighetto die vielen Stockschläge, die er erneut einstecken musste. Vielleicht war er auch aufgebracht, weil kurz zuvor zwei Teamkollegen verletzt ausgefallen waren: zuerst Krüger (46.), dann Pedretti (47.). Pedretti verletzte sich bei einem korrekten Check Grossmanns, Krüger wurde Opfer einer üblen Attacke von Lausannes Aurélien Marti. Der Verteidiger checkte den Schweden kopfvoran in die Torumrandung – Krüger hatte keine Chance, sich zu schützen. Die Aktion blieb ungestraft.

    Abgesehen von Marti und Almond konzentrierten sich die Lausanner, bei denen Malgin zurück war und viele Akzente setzte, aber aufs Eishockeyspielen. Und das gelang ihnen gut. Anders als in den vorangegangenen Partien schafften sie es immer wieder, mit Tempo durch die Mittelzone zu brausen. Womit sie sich auch viel mehr gute Chancen erarbeiteten.

    Trotzdem hätte es ein guter Abend für die ZSC Lions werden können. Doch ihnen fehlten in den ersten zwei Abschnitten, in denen sie Vorteile hatten, mehrmals ein paar Zentimeter zu ihrem Glück. Prassl brachte sie bereits in der 4. Minute in Führung, nachdem Andrighetto mit seinem Versuch eines «Buebetricklis» einen Abpraller provoziert hatte. Und im Powerplay überraschten sie Lausanne wieder mehrfach mit ihren einstudierten Varianten. Doch Bodenmann (12.) und Prassl (27.) trafen nur den Pfosten.

    Gemüter kühlen, Wunden lecken

    Lausanne nützte derweil seine ersten zwei Überzahlspiele zu Toren: In der 16. Minute lenkte ZSC-Verteidiger Phil Baltisberger den Puck zum 1:1 ins eigene Tor ab. Kurz vor der zweiten Pause traf Rückkehrer Malgin zum 2:2. Und ein Konter führte nach nur 31 Sekunden im dritten Drittel zum 3:2 des starken Bertschy. Die ZSC Lions waren danach nicht mehr fähig zu reagieren und hatten es Waeber zu verdanken, dass die Partie nicht schon früher entschieden wurde. Sie haben nun zwei Tage Zeit, ihre Gemüter abzukühlen und ihre Wunden zu lecken.