Beiträge von Larry

    Aufgefallen bei FCZ - FCB

    Ein Sieg, eine Tirade – und ein famoser Verteidiger

    Der FCZ ist gegen Basel so solid wie lange nicht mehr. Liegt das auch am Fehlen von Blerim Dzemaili?


    Christian Zürcher (TA)

    Gute Trainer unterscheiden sich von weniger guten auch darin, dass sie Versprechen halten können. Von Massimo Rizzo ist noch nicht abschliessend bekannt, ob er tatsächlich ein guter Trainer ist. Doch, das kann man nach dem Basel-Spiel sagen, er hält Versprechen. Am Freitag hat er angekündigt, dass man sich künftig wieder auf das Einfache besinnen wolle, auf eine gute Defensive und das Vermeiden von dummen Fehlern. Seine Worte haben den Weg in die Köpfe seiner Spieler gefunden, Basel bleibt praktisch chancenlos, und so kommt es, dass Basel-Trainer Ciriaco Sforza nach der Partie hadert und klönt. Er spricht von unnötigen Geschenken und einem Gefühl, das sprachlos macht.


    Rizzo geht es da besser. Er sitzt nebenan, hört zu, bedankt sich höflich für Sforzas nette Worte und erzählt, wie man endlich im Spiel wieder einmal die Balance gefunden habe. Diese Balance zwischen Offensive und Defensive ist weniger Resultat einer gross angelegten Suche, sondern vielmehr eine Folge einer bewussten Rückkehr zum Bewährten: Die Sicherheit steht wieder über allem. Im Winter wollte Rizzo sich noch von diesem Gedanken emanzipieren und einen Schritt nach vorn machen. Man hat sich in der Trainingsgestaltung dem Offensivspiel gewidmet, doch das hat dem FCZ offensichtlich mehr geschadet als gebracht – die vergangenen Partien erzählen davon.

    Die Rückkehr zum alten FCZ bringt den Sieg, ist aber auch ein Eingeständnis, dass der FCZ nicht gern das Spiel macht, dass er sich mit dem kreativen Element abmüht und dass es Rizzo nicht geschafft hat, dem FCZ-Offensivspiel gewinnbringende Impulse zu geben. Die Abkehr davon zeigt aber auch, wie uneitel Rizzo ist und wie lernfähig. Er ändert, was nicht funktioniert (das war bei Vorgänger Ludovic Magnin noch anders).

    Die neue alte Taktik des FC Zürich offenbart aber auch, dass Fussball (und besonders jener in der Super League) ein simples Fehlerspiel ist. Wer weniger Fehler macht, der gewinnt. Klingt so pragmatisch wie desillusionierend.

    Yanick Brecher – der Glückliche

    Manchmal sind es eine oder zwei Szenen, die darüber entscheiden, ob ein Nachmittag gut enden wird oder nicht. Yanick Brecher muss nach dem Spiel nicht lange überlegen, welche Momente das bei ihm waren, und sagt: «Da habe ich Glück gehabt.» Er spielt nach 30 Sekunden einen Ball in die Füsse von Zhegrova, das ist eher dumm in Anbetracht des Umstands, dass der Basler freie Bahn auf das Tor hätte. Doch Zhegrova versucht den Lupfer und das fantastische Tor. Es bleibt beim himmeltraurigen Versuch, Brecher fängt den Ball, und Sforza platzt erstmals der Kragen. «Ein Chip?! Das machst du, wenn du mit Toren führst und sicher nicht nach 30 Sekunden.»


    Weil Brecher ein sehr ähnlicher Abspielfehler wenig später wieder passiert, trifft Zhegrova diesmal zum Ausgleich. Nun lupft es auf der Pressetribüne einem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen von Sforza den Hut: Andy Egli. Nicht wegen Brecher, sondern wegen des Linienrichters. Dieser zeigt zuvor ein klares Abseits nicht an und wartet lieber auf das Einschreiten des VAR. Worauf Egli eine Tirade auf die neue VAR-Praxis anstimmt: «Dieses ‹wait and see› – das ist ja furchtbar. Der soll seine Fahne heben und nicht Angst haben!»

    Egli regt sich wieder ab und sieht keine weiteren Unsicherheiten von Brecher mehr in diesem Spiel. Der Torhüter bedankt sich darum bei seinen Vorderleuten für den angenehm geruhsamen Nachmittag, und insgeheim fragt man sich angesichts der polarhaften Temperaturen: Wie kann dieser junge Mann 90 Minuten in kurzen Ärmeln überstehen, ohne dass ihm Frostbeulen wachsen?

    Becir Omeragic – der Beste

    FCB-Stürmer Cabral wird an diesem Sonntag schlecht schlafen und mit einem ziehenden Grausen an Becir Omeragic denken. Der FCZ-Innenverteidiger nimmt den Brasilianer, einen ziemlich guten Stürmer, komplett aus dem Spiel. Cabral hat nie den Raum, den er braucht. Omeragic fängt jeden Ball ab, mit dem Fuss, mit dem Kopf, stets ist er schneller. Der 19-Jährige gibt der ersatzgeschwächten Abwehr Sicherheit, als rechter Aussenverteidiger spielt dieses Mal Fabian Rohner, der hält sich schadlos. Und manchmal ereilen Omeragic geniale Einfällen. Etwa dann, als er einen Ball abfängt und, statt ihn aus der gefährlichen Zone zu spedieren, zu einem Dribbling ansetzt. Zwei Basler lässt er an der Seitenlinie stehen und lanciert passgenau den Gegenangriff.

    Omeragic ist so dominant, dass es die FCZ-Verteidigung verschmerzen kann, dass nebenan Nathan spielt. Immer wieder verlässt er mit ungestümen Einsätzen die Abwehr und verursacht besorgniserregende Löcher. Einmal holt er sich tief in der gegnerischen Hälfte die Gelbe Karte, was zwei Fragen provoziert. Erstens: Weshalb muss man so ungestüm in den Zweikampf? Und vor allem zweitens: Was hat ein Innenverteidiger so weit vorn zu suchen? Wir haben an dieser Stelle schon von der Ehrenrettung der eingesprungenen Grätsche gesprochen, Nathans Signature Move. Nathan hat noch eine zweite für ihn typische Bewegung: die Entschuldigungsgeste. Seine langen Zuspiele landen mit zuverlässiger Regelmässigkeit beim Gegner, fast schon lässig hebt Nathan jeweils die Hand zum «mea culpa». Das nächste Mal dann.

    Antonio Marchesano – der Treffsichere

    Er schiesst das entscheidende Tor, einen stark getretenen Penalty, und ist ein Synonym für ein zentrales Mittelfeld, das ausgesprochen gut funktioniert. Der Tessiner macht zusammen mit Toni Domgjoni und Ousmane Doumbia die Räume eng. Basel kommt nicht durch das Zentrum und muss auf lange Bälle setzen, die häufig verloren gehen. Der FCZ zeigt eine Kompaktheit, die man in den vergangenen Spielen vermisste. Und man fragt sich, ob diese neu gewonnene Stabilität auch mit der Absenz von Blerim Dzemaili (Adduktoren) zu tun hat. Jedenfalls halten die drei zentralen Mittelfeldspieler die Distanzen zwischen sich gering, der Block des FCZ steht mit beeindruckender Sicherheit, nie verliert man die Ordnung.

    Marchesano ist jener Zürcher Akteur, der seine Mitspieler trägt und motiviert. Er ist der lauteste Zürcher auf dem Platz, er lobt und treibt an, er ist zum Führungsspieler gewachsen, der in dieser Saison bereits acht Treffer erzielt hat.


    Assan Ceesay – der Wankelmütige

    Die Varianz seines Schaffens ist beachtlich. Er kann einen oder gar zwei Spieler fast schon elegant überlaufen und gleich in der nächsten Aktion mit einer völlig missglückten Flanke für blankes Entsetzen sorgen. Nach dem Spiel gegen Basel überwiegen aber die Lobesworte. Trainer Rizzo nennt ihn einen «Gewinn», Brecher hält eine Laudatio auf den «grandiosen Assan». Tatsächlich ist der Gambier entscheidend, dass der FCZ den Klassiker zum dritten Mal in Folge gewinnt.

    Ceesay spielt gegen Basel nicht als Stürmer, sondern als linker Flügel. Er gewinnt viele Bälle und Laufduelle, er hält den Ball und verschafft seinen Kollegen Zeit. Und er steht am Ursprung des 1:0 durch Marchesano. Erst luchst er Jasper van der Werff den Ball ab, dann überläuft er Orges Bunjaku, worauf er sich von Eray Cömert im Strafraum foulen lässt.

    Es ist schade, dass sich immer wieder brüske Stolperer und vermaledeite Ballannahmen in Ceesays Spiel mischen. Würde er nicht an diesen Unzulänglichkeiten leiden, dann wäre er in der Offensive eine konstante Gefahr. So aber ist er einmal der Held und ein andermal der Trottel. Gegen Basel war er heldenhaft.

    Mir ist erst gestern aufgefallen dass bei den blackhawks die gleiche Tormusik gespielt wird wie beim Zett :D

    Ja Chicago hat diese Musik schon länger und die wurde dann auch am Victoria Cup 2009 beim Tor gespielt. Danach hat der ZSC dieses Stück auch für sich übernommen.


    Hey; du! Wie gross bisch du? So vo wäge "Zwerg"?

    Pro "Karli Grob"!!! Im Fall!!!

    ;o)

    Ich bin aber au nöd Hockey Goalie!:mrgreen: und de Karli Grob würd hütt wohl au nüme im Goal stah.....

    Im Ernst: Die Grösse ist beim modernen Hockey Goalie ein Vorteil! Bin darum kein Fan von diesen Zwergli :mrgreen:

    ZSC Lions ohne Flüeler, Blindenbacher, C. Baltisberger, Krüger, Pettersson, Roe, K. Suter (alle verletzt), Capaul, Brüschweiler, Simic (alle GCK Lions).

    Mann....Flüeler ist dauernd verletzt! Denke man muss nun wirklich an einer Nachfolgelösung arbeiten! Waeber und/oder wer?

    Boltshauser fände ich interessant (Vertrag läuft aus)....ist nicht so ein Zwerg wie Schlegel oder Nyffeler.

    Wenn der Zett 4 Spiele in einer Woche hat, interessiert dies auch niemanden.

    4 Spiele pro Woche sind in der NHL die Regel, nicht die Ausnahme. Man spielt an jedem 2. Tag, manchmal back-to-back. 4 Spiele die Regel, 3 die Ausnahme. Plus Reisen. Jammert niemand und muss in der CH problemlos möglich sein.

    Habe jetzt zwei Spiele (Chicago und Detroit) besucht, heute kommt der Stanley Cup Sieger aus Champa Bay. Bin vor Ort, möchte wenn möglich jedes Team der Division einmal sehen. Muss aber sagen es ist halt schon bei weitem nicht dasselbe! Die 4000 Fans verlieren sich im riesigen Stadion, und es sind auch nicht alle Verpflegungsstände offen so dass sich an den anderen Schlangen bilden. Besser als nichts, besser als vor dem TV aber unser Aufwand (2x 1 1/4 Stunden Fahrt plus gesalzene Preise) ist halt schon auch beträchtlich!

    Playoff-Hoffnungen mache ich mir noch keine.

    Chicago überrascht und Suter ist am richtigen Ort! Malgin z.B. nicht. Aber um die ersten vier Plätze gibt es ein grosses Gerangel. Da ist der Stanley Cup Sieger aus Champa Bay:mrgreen:, der Finalist aus Dallas, die Panthers, Carolina. Im Moment sind das nach Prozenten die ersten vier. Columbus hat sicher auch Ambitionen, Nashville stinkt wieder ab, dort gibt es ev. bald mal einen Knall.

    Aber selbst wenn der Erfolg eintrifft. Dann ist man Meister, und die Geldgeber können sich etwas sonnen im Erfolg. Und dann? Wie lange trägt dieses Hochgefühl? Ist es genug, um permanent Geld in eine Organisation hinein zu buttern? Möglicherweise unterschätzt man die Herren ja, aber die grosse emotionale Bindung wie bei W. Frey und dem ZSC, Mantegazza und Lugano oder Strebel und dem EVZ sehe ich in Lausanne nicht.

    Im Gegensatz zu der Situation in Kloten, wo ehedem Stickney und seine Milliardärskollegen irgendwann mal gemerkt haben, dass sie zuerst hunderte Millionen in ein neues Stadion investieren müssten, um schon nur aus der Defizitwirtschaft herauszukommen, und die Sache jahrelang dauern könnte, hat man ein nagelneues Stadion in Lausanne. Aber selbst mit Spektakel, voller Hütte und ausgelasteten Wurst- und Bierständen finanziert man das Team von Lausanne nicht.

    Zwischen Meisterträumen und Millionenverlust – im Lausanne HC fehlt die Balance

    Lausanne gehört zu den positiven Überraschungen der National-League-Saison. Mit dem Trainer Craig MacTavish und dank dem NHL-Rückkehrer Denis Malgin hat sich das Team mit flottem Eishockey in den Kreis der Titelkandidaten gespielt. Doch das hat einen hohen Preis.

    Nicola Berger (NZZ)


    Petr Svoboda klingt vergnügt am Telefon, er ist ja meistens ein jovialer Gesprächspartner. Er gibt Auskunft über Denis Malgin, seinen Transfercoup, der den Lausanne HC zum ersten Titel der Vereinsgeschichte führen könnte, und gerät ins Schwärmen. Das ist nur logisch: Der NHL-Rückkehrer Malgin spielt bis jetzt eine exquisite Saison, mit 26 Skorerpunkten in 24 Spielen, er ist einer der besten Angreifer auf Schweizer Eis. Und Svoboda hat den Zuzug ermöglicht – er war bis vor kurzem der Agent des 24 Jahre alten Centers.

    Eine Betreibung von Stickney

    Das zweite Gesprächsthema missfällt dem Tschechen schon eher, aber mit einem Lachen sagt er: «Danke, dass Sie das Thema bis zum Schluss aufgespart haben, sonst wäre meine Laune schon vor fünf Minuten schlecht geworden.» Es geht ums Geld. Svoboda, der 20 Prozent der Klubaktien hält, und seine Geschäftspartner Zdenek Bakala und Gregory Finger (je 40 Prozent) werden eine Menge davon verlieren in dieser Saison. Die Rede ist von einem Defizit von 12 Millionen Franken. Aber Svoboda sagt, er gehe davon aus, dass der Verlust «north of that» ausfallen werde, also höher.

    Lausanne steht mit dieser Grössenordnung nicht allein da. Zuletzt kommunizierte der EV Zug, dass die Pandemie einen Schaden von 12,5 Millionen Franken verursacht habe. Allerdings: Schaden ist nicht gleich Verlust, so wie in Lausanne, wo die neuen Investoren das Geld einschiessen müssen.

    Es ist ein Betrag, der sich in dieser Branche nicht mehr wird einspielen lassen, auch über einen längeren Zeitraum nicht. «Das ist uns bewusst», sagt Svoboda. Es tönt unbekümmert. Und Svoboda handelt auch so: Ende Januar hat Lausanne mit dem tschechischen Verteidiger Vladimir Roth den sechsten Ausländer unter Vertrag genommen. Kurz darauf gab der Klub bekannt, auf einen Antrag für die À-fonds-perdu-Unterstützungszahlungen des Bundes zu verzichten. Die Gelder sind an Bedingungen geknüpft, an Lohnreduktionen etwa, für Lausanne waren diese zu streng.

    Es gibt kein Geld vom Staat – und es stehen Betreibungen ins Haus. Eine stammt von Ken Stickney, dem ehemaligen Klubbesitzer, eine andere von Ville Peltonen, dem früheren Trainer. Die Zeitung «24 heures» hat die Betreibungen im Dezember detailliert aufgelistet, was Svoboda missfiel. Er redet seit da nicht mehr mit dem Autor des Artikels, ist zu vernehmen.

    Thierry Meyer, der Kommunikationschef des Lausanne HC, sagt, der Klub lehne die Forderungen «vollumfänglich» ab. Und hält fest, dass es keine finanziellen Probleme gebe. Solange die Zahlungsmoral der Investoren nicht nachlässt, stimmt das natürlich – für die Milliardäre Bakala und Finger ist ein tiefer zweistelliger Millionenbetrag ein Klacks. Aber auch sie dürften sich das Debütjahr im Schweizer Eishockey anders vorgestellt haben, mit mehr Glamour und tieferen Kosten.

    Svoboda sagt, das happige Defizit ändere nichts an den Zielen, der Ausrichtung und der Arbeitsweise. Man wolle ambitioniert bleiben, auch in der Saison 2021/22: «Unser Projekt ist auf Langfristigkeit ausgelegt.» Das Ziel bleibt der Titel – und wie beispielsweise bei den ZSC Lions darf er trotz gegenteiligen Beteuerungen einiges kosten.

    Der Wirbelwind bleibt

    So unvorteilhaft das Preis-Leistungs-Verhältnis in dieser Saison ausfallen mag: Sportlich hat die neue Lausanner Führung die Wende herbeigeführt. Der LHC, zurzeit vom Kantonsarzt bis mindestens am Dienstag abermals in Quarantäne befehligt, liegt nach Verlustpunkten auf Platz 2. Er spielt unter dem während Jahren in der NHL engagierten Coach Craig MacTavish erfolgreich und unterhaltsam – es ist kein Vergleich zum sterilen, stets auf Sicherheit bedachten Systemhockey des im Februar 2020 entlassenen Vorgängers Peltonen.

    Lausanne stellt die mit Abstand stabilste Defensive der Liga, und der inzwischen 37 Jahre alte Tobias Stephan weist die besten Torhüter-Statistiken aus. Der Umstand, dass der Wirbelwind Malgin die Saison im LHC beenden und erst danach zu den Toronto Maple Leafs zurückkehren wird, hat die Titelchancen der Mannschaft substanziell erhöht. Lausanne als Meister, acht Jahre nach dem Wiederaufstieg in die National League? Das war schon abwegiger. Das Selbstbewusstsein wächst, Malgin etwa sagt: «Wenn wir unser bestes Eishockey spielen, wird es für jeden Gegner schwer.»

    KC wurde vernichtet! Kein einziger TD zugelassen! Mahomes und Hill total abgemeldet!

    Die Bucs Offence und Defence unglaublich stark!

    Meine Bucs gewinnen den Super Bowl in Tampa!

    :geil::welle::geil:

    Unglaublich......:suff::suff::suff: