Beiträge von Larry

    «Was, wenn die Leute andere Hobbys finden?»

    ZSC-Sportchef Sven Leuenberger spricht über die Auswirkungen des Coronavirus. Und sagt, wie es bei den Zürchern weitergeht.

    Simon Graf (TA)

    2019 sagten Sie nach dem Verpassen des Playoff, es sei, als ob Weihnachten ausfalle. Wie fühlt es sich jetzt an?

    Weihnachten findet wieder nicht statt. Aber es fühlt sich diesmal anders an. Im ersten Moment war es, also ob mir jemand die Beine weggezogen hätte. Ich war voll im Playoff-Modus, glaubte, dass es noch klappen könnte, als am Mittwoch das Sportverbot der Tessiner Kantonsregierung kam. Vom Mittwochabend bis am Freitagmorgen war ich recht deprimiert. Es nervt, dass wir nicht die Chance bekamen, zu zeigen, was wir können. Wir hatten nach der Pause vom Februar wieder einen guten Lauf.

    Wären die ZSC Lions Meister geworden?

    Das kann man nie sagen. Aber ich glaube, wir hätten eine gute Chance gehabt. Unsere besten Spieler waren die ganze Saison unsere Besten, wir hatten eine gute Breite im Kader und die nötige Erfahrung. Zudem hätten wir in allen Serien Heimvorteil gehabt. Natürlich waren die Top 4 in der Qualifikation nahe beieinander. Aber ich hatte das Gefühl, wir wären sehr gut aufgestellt gewesen fürs Playoff.

    Seien wir ehrlich: Wäre den ZSC Lions für den Qualifikationssieg der Meistertitel zugesprochen worden, das wäre ein schwacher Trost gewesen. Oder?

    Es wurde darüber abgestimmt, und das Verdikt war klar. Vielleicht hätte es auch eine Situation kreiert, an die wir uns hätten gewöhnen müssen. Dass wir in fremden Stadien ausgebuht worden wären als Geistermeister. Von dem her ist es nur halb so schlimm.

    «Noreau und Roe müssen zwei Wochen in Selbst-Quarantäne, weil sie aus der Schweiz gekommen sind.»

    Maxim Noreau reiste gleich zurück nach Kanada, um einer möglichen Grenzschliessung zuvorzukommen. Zerstreuten sich die Spieler am Donnerstag gleich in alle Himmelsrichtungen?

    Nein, so schlimm war es nicht. Die Schweizer sind ja alle hiergeblieben. Aber unsere Philosophie ist Family first. Noreaus Familie war ja vorher schon zurückgeflogen. Er mag es, im Playoff alleine zu sein. Und als er mich fragte, ob er gehen könne, gab ich ihm natürlich die Erlaubnis. Roe wollte zuerst abchecken, unter welchen Bedingungen er reisen könnte. Inzwischen ist er auch nach Amerika geflogen. Beide müssen übrigens zwei Wochen in Selbst-Quarantäne, weil sie aus der Schweiz gekommen sind.

    Coach Rikard Grönborg bleibt vorderhand hier?

    Ich sagte zu ihm, dass ich gerne mit ihm noch einiges besprechen würde. Und das lieber eins zu eins, nicht am Telefon. Ich denke, er wird im Verlaufe des Sommers mit seiner Familie nach Nordamerika fliegen, zur Familie seiner Frau nach Utah. Auch er muss einmal abschalten können.

    «Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Grönborg bleibt.»

    Müssen Sie befürchten, dass Grönborg im Sommer sagt, er habe ein NHL-Angebot und würde lieber nicht nach Zürich zurückkehren?

    Das glaube ich nicht. Als er den Zweijahres-Vertrag bei uns unterschrieb, sagte er klar, dass er diesen erfüllen wolle. Und ich schätze ihn als Menschen ein, bei dem Ja ein Ja ist. Wenn man seinen Werdegang anschaut, sieht man ja auch, dass er nicht munter hin- und herwechselte, sondern stets länger an seinen Stationen blieb. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er bleibt. Ja, sein Fernziel ist die NHL. Aber er sagte auch, dass er sich gut vorstellen könnte, länger bei uns zu bleiben. Ihm und seiner Familie gefällt es hier.

    Noreau war in einem Interview mit einer kanadischen Radiostation voll des Lobes über Grönborg. Was zeichnet ihn aus?

    Normalerweise findet ein Drittel der Spieler einen Trainer gut, ein Drittel sieht ihn neutral und ein Drittel kritisch. Ich glaube, dass bei uns die Prozentzahl der Spieler, die Grönborg gut findet, viel höher ist. Weil er Tag für Tag eine Winnermentalität vorlebt, sehr konsequent ist in seiner Abeit. Wenn sich ein Spieler nicht an das hielt, was er versprochen hatte, erinnerte ihn Grönborg immer daran. Das haben viele Spieler geschätzt. Fast alle haben sich weiterentwickelt. Weil Grönborg so überzeugend auftrat, musste er auch selten laut werden. Ich finde, die ganze Coachingcrew machte es sehr gut.

    Wer war für Sie von den Spielern die positivste Überraschung?

    Die Mannschaft als solches, wie schnell sie sich von der vorigen Saison erholt hatte. In der Vorbereitung liess sie sich noch schnell verunsichern, wenn es nicht so lief. Aber ab dem Meisterschaftsstart war das weg. Wir gewannen die engen Spiele, die Mannschaft entwickelte sich Monat für Monat weiter. Und als wir im Dezember eine schwächere Phase hatten, kam nie Panik auf. Weder bei den Spielern noch bei den Trainern. Das war eine wertvolle Erfahrung.

    «Suter und Berni liebäugeln mit der NHL. Aber es hängt viel davon ab, wie es da weitergeht.»

    Die Mannschaft für nächste Saison steht, doch es gibt noch drei Fragezeichen: Blindenbacher, Berni und Suter. Wie steht es bei diesen?

    Bei Blindenbacher ist nicht abzuschätzen, ob er am 1. August wieder aufs Eis kann. Suter und Berni liebäugeln mit Nordamerika. Ich denke, da wird viel davon abhängen, wie es in der NHL weitergeht. Es gibt ja auch solche, die sagen, dort könnte bis August gespielt werden. Logisch macht es einen Unterschied, ob diese drei dabei sind oder nicht. Aber der Schweizer Markt gibt derzeit nicht mehr viel her. Wie wir reagieren würden, ist eine der Fragen, die es zu diskutieren gibt. Sicher wäre es gut, wenn wir einen talentierten Jungen wie Noah Meier behalten und ins Team integrieren könnten. Wir spielen ja auch wieder in der Champions League mit. Deshalb müssen wir uns auch überlegen, ob wir mit fünf Ausländern starten wollen.

    Vier Ausländer sind ja schon unter Vertrag: Noreau, Pettersson, Roe und Krueger. Was passiert mit Goalie Joni Ortio, der stark aufspielte?

    Wir werden ihm die Türe jetzt sicher nicht zuschlagen. Aber das ist auch zu diskutieren. Das Ziel ist schon, dass Flüeler wieder mehr Spiele bestreiten kann. Und dass Waeber eine gewisse Anzahl abdecken kann.

    Wann verlängern Sie den Vertrag mit Garrett Roe, der 2021 ausläuft?

    Das werden wir sehen. Ich habe mich natürlich schon mit ihm unterhalten. Doch mehr möchte ich dazu momentan nicht sagen.

    In Nordamerika haben Denis Malgin und Mirco Müller auslaufende Verträge. Könnten Sie zu einem Thema für die ZSC Lions werden?

    Ich bin mit den Agenten in Kontakt. Aber wie gesagt: Wenn Blindenbacher, Berni und Suter bleiben, sind wir eigentlich komplett.

    Gemäss Geschäftsführer Peter Zahner fehlt wegen des Coronavirus rund eine Million Franken. Könnte es sein, dass Sie das Budget reduzieren müssen?

    Wenn das der Verwaltungsrat und Herr Frey sagen würde, müsste ich das natürlich umsetzen. Aber bisher wurde ich in Zürich von den Verantwortlichen sehr grosszügig bedacht. Und mein Ziel ist natürlich, das bestmögliche Team zusammenzustellen.

    Wie könnte sich das Coronavirus langfristig auswirken? Befürchten Sie, dass die nächste Saison verspätet beginnt? Oder gar nicht?

    Nein, eigentlich nicht. Ich habe volles Vertrauen in die Zuständigen, dass wir das Problem in den Griff bekommen. Aber wenn im Juli immer noch keine Normalität eingekehrt ist, könnte es knapp werden mit dem planmässigen Saisonstart. Was ich mich aber auch frage: Was, wenn die Leute andere Hobbys finden, sich vom Publikumssport abwenden? Natürlich hoffe ich schwer, dass das nicht passiert.

    Also;
    Zwischen "schwarz" (Spielplätze überfüllt) und "weiss" (Spielplätze leer) gibt es glücklicherweise viele bunte Farbtöne. Hoffentlich fie werden für unsere Kinder gefunden!!!

    Übringens hat der Bundesrat auch heute betont, dass wir unsere Kinder nicht in ein Gefängnis schicken und die internieren wollen; dass es wichtig ist, ihnen etwas "Normalität" zu erhalten ...

    Fall 6: Ein Vater geht mit seinen Kindern auf den Spielplatz. Auch das ist – anders als etwa in Österreich – weiterhin erlaubt. Erwachsene und Kinder dürfen sich im Freien aufhalten. Breitet sich das Virus weiter aus, ist es laut Uhlmann jedoch denkbar, dass auch die Schweizer Regierung nochmals eine Stufe hochschaltet. «Auch wenn wir mit der ausserordentlichen Lage die höchste Stufe gemäss Epidemiengesetz erreicht haben, sind die möglichen Massnahmen noch lange nicht ausgeschöpft», so Uhlmann. Das Notstandsrecht erlaubt es dem Bund, jede Massnahme zu ergreifen, die zur Eindämmung der Pandemie nötig ist. «Die Bindung an die Verfassung, namentlich die Verhältnismässigkeit, ist aber nicht aufgehoben.»(TA)

    Sprich: Wenn überhaupt dann eher in die andere Richtung!


    Betreffend dem finanziellen Ausgleich bin ich auch sicher, dass leider nicht Alle einfach für Verluste entschädigt werden, aber ich hoffe schon, dass es vereinfacht wird, um schnell Hilfe zu erhalten. Vor allem wenn es um Härtefälle geht!

    Im Tagi Abo Teil ein Artikel über Geschäfte im Kanton Zürich die nun z.T. in den Konkurs gejagt werden. Ich glaube kaum das die alle 1:1 entschädigt werden! Und all diejenigen die glauben die Taucher an der Börse betreffe sie nicht: Das Geld eurer Pensionskasse liegt dort! Was ihr dann später noch bekommt steht in den Sternen!

    Wie im Tagi Artikel mal erklärt: Version 1 (nichts machen) wäre am schnellsten vorbei gewesen aber mit den meisten Opfern. Früher wäre es so gelaufen da man die Leute gar nicht informieren konnte.

    Schwierige Zeiten und sie fangen erst an! Hoffen wir der Spuk hat bald ein Ende bzw. man sieht wieder Licht am Ende des Tunnels! Take care!

    Tja, das mit dem Zurückkommen ist so eine Sache....fliegt in einem Monat noch jemand über den grossen Teich? Eigentlich würde ich ja lieber noch bleiben, aber da gibt es Gesetze die ich einhalten muss, ausser sie würden eine Ausnahme machen. Mein Notfallplan ist die USA per Auto zu verlassen Richtung Toronto und dann dort der Dinge zu harren wenn alle Stricke reissen. Die Dinge ändern sich zur Zeit jeden Tag da macht ein Plan wenig Sinn. Ich warte ab und geniesse die Zeit noch. Take care!


    Zürich müsste es auch schon längst kapieren, weil die Stadt voll ist mit Idioten, Ignoranten und Egoisten.
    Dank denen können wir uns dann von einigen Leuten in unserem Umfeld verabschieden, aber diese Deppen müssen wir weiter unterhalten und bespassen, wenn der Spuk mal vorbei sein sollte.

    Ist so.

    Weiss Du ich habe Zeit um mich ausgiebig zu informieren. Und „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern! “! Man lern nie aus!

    Was ich in der CH nicht lesen möchte das Ärzte wie in Italien entscheiden müssen wer auf die Intensiv darf und wer verr.... muss!

    Back to Topic:

    Deutschland:

    42 Infizierte nach Clubbesuch
    Während in vielen Ländern zahlreiche Veranstaltungen abgesagt wurden und Clubs geschlossen bleiben, um das Virus einzudämmen, zeigt eine Meldung aus Deutschland, warum diese Massanahmen sinnvoll sind. Denn auf einen Schlag haben sich 42 Menschen mit dem Virus infiziert. Grund für die hohe Zahl: Die Personen waren alle in dem selben Club.

    Schweiz:

    https://www.watson.ch/schweiz/jugend…der-langstrasse

    Denke man sollte die Partymeile dicht machen....


    sofern der Notstand nur 2-4 Wochen dauert

    Denke das kannst du total vergessen! Peak in der CH wird Mitte Mai erwartet, danach ist noch nichts vorbei! Wir können froh sein wenn Fussball und Hockey normal starten können nach dem Sommer.