Beiträge von Larry

    Fribourg Restprogramm: Lugano (h), Langnau (a), Zug (h), Bern (a), Genf (h).

    Bern Restprogramm: Rapperswil (h), Lugano (a), Davos (a), Fribourg (h), Lausanne (a)

    Bern nun mit vier Punkten Rückstand kann nicht mehr aus eigener Kraft in die PO's kommen sondern ist auf Ausrutscher von Fribourg angewiesen. Denke sie haben mit dem Heimspiel gegen Rappi ein mü das leichtere Programm.

    Zu scheitern, wäre für den SCB heilsam

    Wieso fallen Meisterteams wie die ZSC Lions und der SC Bern so tief? Weil sie krampfhaft versuchen, ihre Dynastien zu bewahren.

    Kent Ruhnke (TA)

    Ich wollte in dieser Kolumne eigentlich der folgenden Frage nachgehen: Müssen sich der EV Zug und die ZSC Lions Sorgen machen, dass sie im Playoff auf den SC Bern treffen könnten? Aber nach den zwei SCB-Niederlagen in der vergangenen Woche ist das wohl die falsche Frage. Die richtige lautet: Wie kann es sein, dass Meisterteams im Jahr danach derart tief fallen? Und ich spreche ja nicht von Zufallssiegern, sondern von Grossmächten wie dem SCB und den ZSC Lions. Beide haben diesen Zyklus schon ein paarmal durchgemacht. Und ich frage mich: Ist das krampfhafte Bemühen, ihre Dynastien zu bewahren, der Grund für ihre Abstürze?

    Jedenfalls wiederholt sich die Geschichte. Vor zwei Jahren wurde Hans Kossmann nach Zürich geholt, um die Löwen anzutreiben, nun soll er die Berner Bären aus ihrem gemütlichen Winterschlaf wecken. Das ist ihm auch gelungen. Er hat ihre tierischen Instinkte wieder geweckt, nachdem sie Kari Jalonen über drei Jahre lang in eine Zwangsjacke gesteckt hatte – sowohl methodisch wie auch hierarchisch. Der clevere Finne hätte nach seinen Erfolgen ein günstigeres Schicksal verdient. Aber es musste sein. Denn in Bern wie in Zürich lebt man nach dem Credo, das der legendäre American-Football-Coach Vince Lombardi einst auf den Punkt brachte: «Gewinnen ist nicht alles. Es ist das Einzige!»

    «Bern ist nicht mehr die erste Adresse für die Stars der Liga. Das sahen wir allein schon daran, dass Leonardo Genoni und Grégory Hofmann den EVZ vorzogen.»

    Aber zu gewinnen, koste es, was es wolle, ist schwieriger geworden im Schweizer Eishockey. Die jungen Spieler sind so gut ausgebildet wie noch nie, punkto Skating, Passen, Stocktechnik und Taktik zählen sie zur Weltklasse. Das Coaching ist vielerorts ebenfalls exzellent, jeder kann jeden schlagen. Und das macht es für einen Feuerwehrmann wie Hans Kossmann schwieriger, zu kommen und gleich zu siegen. Das sahen wir letzte Saison in Zürich, wo sogar Arno Del Curto das sinkende Schiff nicht retten konnte. Zu meiner Zeit, als die Qualität des Coachings und der Spieler noch nicht durchwegs so hoch war, war es einfacher, mit einigen Änderungen die Gegner zu überraschen und zu schlagen.

    Spitzenteams wie der SCB müssen Jahr für Jahr besser werden, nur um ihre Position zu verteidigen. Und das wiederum treibt die Löhne für die Topspieler in die Höhe. Bern ist nicht mehr die erste Adresse für die Stars der Liga. Das sahen wir allein schon daran, dass Leonardo Genoni und Grégory Hofmann den EVZ vorzogen. Man muss also nach neuen Ansätzen suchen.

    Dazu ist es aufschlussreich, in die NHL zu schielen: Natürlich sind die Spieler da besser – sie sind kräftiger, schneller, technisch stärker. Aber das ist nicht der Punkt. Entscheidend ist: Sie haben die Fähigkeit entwickelt, ihre wahre Absicht zu verbergen. Mit scheinbar fehlgeleiteten Pässen und Schüssen tricksen sie die Goalies und die Verteidiger aus. Der Puck wird zur Billardkugel, er wird pausenlos abgelenkt. Und die Torhüter haben kaum mehr freie Sicht. Die NHL-Cracks haben neue Wege gefunden, um trotz der kleinen Eisfelder und den Massen von Körpern, die das Tor abschirmen, den Weg dorthin zu finden – mit List. Es genügt nicht mehr, schneller zu sein und technisch stärker, man muss auch gedanklich einen Schritt voraus sein.

    «Was ich mich bei den Bernern frage: Was ist langfristig besser für sie – das Playoff zu schaffen oder es zu verpassen?»

    Zurzeit steht das Schweizer Eishockey ganz im Zeichen der skandinavischen Welle. Gute Coaches versuchen stets, das Spiel zu strukturieren, und die Nordländer sind darin am besten. Fast jede Bewegung ist choreografiert. Und je schneller und besser trainiert die Spieler sind, desto destruktiver wird das Spiel. Das mag paradox klingen, ist es aber nicht. Denn Tempo und Kraft machen Technik zunichte. Deshalb hat auch einer wie Inti Pestoni so grosse Mühe, sich in Topteams in Szene zu setzen. Einer meiner Lieblingsspieler ist aktuell ZSC-Topskorer Pius Suter. Ich glaube, er ist noch besser als Edmonton-Center Gaëtan Haas, weil er rauer ist, aggressiver spielt. Und sein Siegestor in Bern war ein Kunstwerk.

    Die Handschrift Kossmanns ist bei den Bernern zu sehen, doch vieles ist noch Stückwerk. Gegen die kräftigen Zuger hatten sie trotz ihres Sieges ihre liebe Mühe, physisch mitzuhalten. Gegen die exzellent organisierten und rasanten Bieler fand der SCB nie die Zeit und den Raum, um sein Spiel aufzuziehen. Tristan Scherwey und Thomas Rüfenacht versuchten zwar noch, für den Funken zu sorgen, doch er sprang nicht. Ich bin nicht überzeugt von der Physis der Berner. Diese Mannschaft ist weit entfernt vom Meisterteam 2016 unter Lars Leuenberger, das seine Gegner mit seiner Wucht erdrückte. Kossmann bediente sich 2018 in Zürich jenes Rezepts, nun versuchen es die Zuger.

    Was lernte ich aus den drei SCB-Spielen von letzter Woche, die alle temporeich, intensiv und fesselnd waren? Die Berner haben immer noch eine Chance, das Playoff zu erreichen. Und sollten sie es schaffen, werden sie gefährlich sein. Der EVZ und die ZSC Lions sind für mich die ersten Titelanwärter. Jeder, der die gut strukturierten Bieler schlagen will, muss inspiriertes Eishockey spielen. Und obschon es für den HC Davos wohl noch zu früh ist, um ernsthaft um den Titel mitzuspielen, so werden die Bündner ihren Gegnern das Leben doch schwer machen.

    Was ich mich bei den Bernern frage: Was ist langfristig besser für sie – das Playoff zu schaffen oder es zu verpassen? Ich tendiere zu Letzterem, denn dieses Team ist über dem Zenit, es braucht eine Generalüberholung. Und ein Scheitern wäre ein Weckruf. Die Ausgeglichenheit im Schweizer Eishockey erlaubt es den Grossclubs mit ihren überlegenen finanziellen Mitteln nicht mehr, permanent vorne zu bleiben. Auch sie brauchen ab und zu einen Rebuild, einen Neuaufbau ihres Teams. Geld schadet nicht, doch allein genügt es nicht mehr


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    Der Beste: Fredrik Pettersson (ZSC). Der Schwede schnürt ein Doppelpack. Mit ihm im Team gewinnen die Lions zum achten Mal in Folge. Dazwischen verloren die Zürcher viermal, als er überzähliger Ausländer war.
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    Das liest sich doch schön ;)

    Ob das der Coach auch liest? :mrgreen:

    PS: Rein Gefühlsmässig würde ich in den PO's aber auch Krüger bringen falls ich mich entscheiden müsste....

    Der FCZ spielt sich gegen Servette ins Niemandsland

    Die Zürcher verlieren ein weiteres Mal hoch – mit dem 1:4 bei Servette sind sie noch gut bedient.

    Bernhard Brunner (NZZ)

    Der FCZ-Trainer Ludovic Magnin sagte schon vor der 0:4-Niederlage im letzten Heimspiel gegen den FC Basel, dass seine Mannschaft selbst bestimme, wo die Reise hingehe. Ins Niemandsland der Tabelle oder doch ein wenig weiter nach vorne mit Anschluss an Qualifikationsspiele für die Europa League. Was damals galt, galt erst recht an diesem sonnigen Sonntagnachmittag im Stade de Genève gegen Servette. Nun, der FCZ entschied sich für eine vorläufig unauffällige, mit wenig Ambition versehene Position in der Tabelle, Platz 5. Magnin sagte, der FCZ befinde sich in einer schwierigen Phase, «einer sehr schwierigen». Das lässt sich statistisch untermauern. Vier Spiele, ein Punkt, lautet die Bilanz in der Rückrunde. 44 Gegentore in 22 Spielen musste der FCZ über die bisherige Spielzeit verdauen. Man braucht kein gewiefter Analytiker zu sein, um zu wissen, wohin solche Werte führen: in eine Krise, aber auf jeden Fall nicht dorthin, wo man sich das vorstellt. Auch der Torhüter und Captain Yanick Brecher spricht davon, «in dieser Rückrunde nichts Anständiges gezeigt zu haben».

    Magnin blieb sich treu und stellte eine Mannschaft mit offensivem Potenzial auf – mit Mimoun Mahi anstelle von Blaz Kramer in der Sturmspitze und Benjamin Kololli und Aiyegun Tosin auf den Flanken mit der Idee, ihren zentralen Offensivmann mit Bällen zu versorgen. Das klappte in einzelnen Szenen, irgendwann mit Kramer statt Mahi im Sturmzentrum, «aber wir nutzen die Torchancen nicht resolut und verteidigen schlecht», sagte Magnin an der Pressekonferenz.

    In dieser Saison steht eine Frage im Zentrum der mannigfaltigen Analysen über die Performance des FCZ: Wie ist es möglich, sich ein halbes Dutzend Mal in Kanterniederlagen zu spielen? Was macht es aus, dass der FCZ bisweilen gut, interessant gar, aber eben auch miserabel und fragil auftreten kann? Vielleicht ist das Rätsel einfacher zu lösen, als man denkt. Was (auch) in Genf auffiel: Die FCZ-Spieler lassen es vermissen, Aktionen von A bis Z mit Durchschlagskraft auszuführen. Das war in der Offensive und in der Defensive zu beobachten. Mahi dribbelt sich beispielsweise elegant durch die Abwehrreihe, der Wille, das Tor zu erzielen, fehlt dann irgendwie. Der Stürmer fällt hin, die Zürcher reklamieren ein Foul eines Genfers im Strafraum, aber die TV-Bilder zeigen: Da war nichts. Auch andere Torchancen werden durch Kramer leichtfertig vergeben, einzig Pa Modou hatte Pech, sein Ball aus kurzer Distanz wehrte der Genfer Verteidiger Steve Rouiller kurz auf der Linie ab.

    Und in der Zürcher Defensive sieht man, wie der Genfer Offensivspieler Miroslav Stevanovic den Stürmer Grejohn Kyei bedienen darf, notabene in der gefährlichsten Zone vor dem Tor, kein enges Markieren, nichts. Tor Servette, 1:0. Und nach dem Ausgleich durch Tosin nach 64 Minuten sieht man erneut ein ungenügendes Verhalten in der Verteidigungsarbeit der Zürcher. Varol Tasar darf auf den Kopf des eingewechselten Koro Kone flanken, der seine Bewegungsfreiheit im Zentrum nutzt und zum 2:1 trifft. Am Ende steht es 4:1 für Servette, das Team hatte Lust, weitere Tore zu erzielen. Servette steht nun dort, wo der FCZ gerne stünde: als Vierter auf einem Rang, der Träumen ein wenig Platz lässt.

    Das Erreichen der Play-offs setzt bei den ZSC Lions Frühlingsgefühle frei

    Der Absturz in der letzten Saison hat die ZSC Lions weitergebracht – sie sind bescheidener und reifer geworden. Die zurückgewonnene Stabilität wird in den Play-offs notwendig sein.

    Ulrich Pickel (NZZ)

    Am Samstag hatten die ZSC Lions mit dem 3:0 in Langnau die Play-off-Qualifikation auch rechnerisch sichergestellt. Am Sonntag doppelten sie mit einem 5:2 gegen Biel problemlos nach. Die Play-off-Teilnahme an sich war nur noch eine Vollzugsmeldung. Und doch war der Moment speziell, als der Name der Stadtzürcher in der Teletext-Tabelle erstmals seit zwei Jahren wieder grün eingefärbt erschien. Zwei Jahre sind im Leben eines Eishockeyspielers eine Ewigkeit, zumal wenn er in einem erfolgsverwöhnten Klub spielt.

    «Eine ganz andere Energie»

    Unlängst sagte der Goalie Lukas Flüeler: «Die Play-offs kommen immer mehr ins Bewusstsein. Und wir können uns in Ruhe vorbereiten. Was für ein Unterschied zum letzten Jahr, als wir nie aus den Problemen herauskamen. Jetzt ist eine ganz andere Energie in der Garderobe spürbar.» Der Absturz im Frühling hat Spuren hinterlassen – und die Zürcher weitergebracht. War die Play-off-Teilnahme in früheren Jahren noch als Selbstverständlichkeit in der Art eines Naturgesetzes betrachtet worden, haben die Spieler wieder eine gewisse Bescheidenheit gelernt. In den zwei Jahren davor hatten sie die Qualifikation in den Rängen 7 und 9 beendet, eine lange Zeit voller unerfüllter Erwartungen, die einzig durch das Meister-Märchen im Frühling 2018 aufgehellt wurde.

    Die Lions haben Grund, sich über das zu freuen, was sie sich im Qualifikationsmarathon erarbeitet haben. Der Ruf, zu den Spitzenteams der Liga zu gehören, ist wiederhergestellt. Mit ihrem offensiven Stil sind sie eine der attraktivsten Mannschaften der Liga, beim Publikum ist der Goodwill zurückgewonnen. Das alles durfte, ja musste erwartet werden von der hochdotierten Mannschaft eines professionell geführten Grossklubs.

    Dennoch: Die Metamorphose vom Sorgenkind zurück zum Spitzenteam ist nicht selbstverständlich, wie der Blick über das Hallenstadion hinaus zeigt. Freiburg und Lugano etwa richten kaum mit kleinerer Kelle an, die Ansprüche dort sind nicht weniger hoch, aber diese Klubs stehen im Vergleich mit den ZSC Lions irgendwo im Niemandsland. Nicht zuletzt zeigt auch das Beispiel SC Bern: Ein grosszügiges Budget allein reicht längst nicht mehr aus. Eine Qualifikation krisenfrei über die Runden zu bringen, muss man in der weitgehend ausgeglichenen National League zuerst einmal hinbekommen.

    Der ZSC hat eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Er ist weniger fulminant als im Herbst, als er die Konkurrenz an die Wand fuhr und damit die Basis für eine erfolgreiche Qualifikation legte. Seit einiger Zeit sind die Lions nicht mehr so stürmisch, dafür kontrollierter und stabiler, oder einfach gesagt: reifer und besser. Es gab schwächere Phasen, aber kaum je richtig schwache Spiele und nie mehr als zwei Niederlagen nacheinander.

    Für den Trainer Rikard Grönborg ist die Play-off-Qualifikation gar eine Premiere. Er arbeitet zum ersten Mal als Coach eines Profi-Klubteams; zuvor war er im US-College- und Nachwuchseishockey und dann im schwedischen Verband tätig. Der Moment fühle sich gut an, sagt der 51-Jährige. Mehr aber nicht. Das Team habe von Anfang an gut auf die Impulse des Coaching-Staffs reagiert, das sei der Hauptgrund für den bisherigen Erfolg. Als Beleg für die gute Arbeit verweist Grönborg nicht ohne Stolz auf die Statistik: «Es gibt eine ganze Reihe von Spielern, die Karrierehochs vorweisen.»

    Das kongeniale Duo Suter/Roe

    Zuvorderst glänzen da Pius Suter und Garrett Roe, das kongeniale Sturmduo, das mit je 47 Punkten an der Spitze der Liga-Skorerwertung liegt. Aber auch junge Spieler wie Tim Berni, Justin Sigrist oder Axel Simic machten deutliche Schritte vorwärts. «Mir gefällt, wenn ich sehe, wo wir stehen. Und wir sind bereit für den nächsten Schritt», sagt Grönborg. Das klingt wie eine Kampfansage. Wer auch immer der Gegner sein wird, wenn am 7. März der Viertelfinal beginnt, er wird sie ernst nehmen.


    Laut langjähriger Erfahrung kommt die nächste Verletzung von Flüeler (fast) so sicher, wie das Amen in der Kirche. Und da ist "schonen" sicherlich eine gute Taktik; insbesondere, wenn es Ortio übler erwischt haben sollte.

    "Week to week" sprich nicht gerade für ein kleines Bobo! :haare:

    Wäre natürlich Scheisse wenn der Backup für den Verletzungsanfälligen verletzt ausfällt. :sad:


    Für mich zwischen den Zeilen schon!

    Der FC Zürich ist mit einem Punkt aus drei Spielen miserabel ins neue Jahr gestartet. Ihm fehlt die Fähigkeit, eine Krise zu bewältigen.

    Bickel schweigt also lieber. Und sagt so doch sehr viel darüber, in welchem Zustand sich der FCZ derzeit wieder einmal befindet. Es ist eigentlich so wie immer, seit Ludovic Ma­gnin Trainer der Zürcher ist: Immer dann, wenn die Resultate darauf hoffen lassen, dass sich das Team endlich gefunden hat, kommt der Rückschlag. Und der Club scheint weiterhin keine Lösung für das Problem zu finden.

    Was für Aussenstehende ebenso faszinierend ist, wie es einen Sportchef wie Bickel frustrieren muss: Die Wellenbewegungen sind nicht nur bei den Resultaten zu beobachten. 2020 ist jedes Spiel des FCZ die reinste Achterbahnfahrt. Beim 2:3 gegen Luzern werfen die Zürcher die Partie in weniger als einer Viertelstunde fort. In Sitten dominieren sie beim 1:1 das Mittelstück, sind aber am Anfang und am Ende der Partie völlig überfordert. Und zuletzt gegen Basel – gut, da ist es dann eigentlich nur noch eine ganz, ganz lange Höllenfahrt ins 0:4.

    Die Diagnose ist rasch gestellt: Dem FCZ fehlt unter Magnin die Resilienz. Also die Fähigkeit, eine Krise zu bewältigen – und sie womöglich gar als Chance zu nutzen, um sich zu verbessern.

    Zwar sagt Magnin nach der Niederlage gegen den FCB: «Wir kennen das von der Hinrunde. Die Mannschaft wird zurückkommen.» Aber dieser Aussage widerspricht die langfristige Tendenz: Die zeigt keineswegs auf, dass das Team unter seinem Trainer Fortschritte macht, die von kurzen Rückschlägen begleitet werden. Es ist eher umgekehrt: Lange Phasen der Stagnation werden dann und wann von einem kurzen Aufschwung unterbrochen.

    Als Magnin den FCZ vor fast exakt zwei Jahren von Vorgänger Uli Forte übernimmt, liegt die Mannschaft auf Rang 3. Mit Magnin endet die Saison auf Platz 4 – aber immerhin mit dem Cupsieg. Ein Jahr später ist es Rang 7. Im Moment drohen die Zürcher gerade wieder den Anschluss an die Europacup-Plätze zu verlieren. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf das drittplatzierte Basel. Der Weg nach Europa via Cupsieg ist seit dem 0:4 im Achtelfinal bei YB nicht mehr möglich. Der FCZ muss hoffen, dass Basel oder YB den Cup gewinnt, damit Rang 4 noch für die Europa League berechtigt. Und selbst der droht bei einer Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Servette am Sonntag zu entgleiten.

    Das ist es, was dem FCZ besonders zu denken geben muss: dass ihm mit Servette und vor allem St. Gallen zwei Clubs mit tieferen Budgets voraus sind. Beide Konkurrenten treten mit einer Stilsicherheit auf, von der der FCZ nur träumen kann. Sie stehen für schnelles Umschalten, freches Gegenpressing. St. Gallen schiesst die meisten Tore der Liga – Servette erhält die wenigsten.

    Wofür die Zürcher stehen? Sie haben bislang die zweitmeisten Gegentore der Liga erhalten. Mehr gesicherte Informationen über das generelle Auftreten dieser Mannschaft gibt es nicht.

    Das hängt mit dem Trainer zusammen, der trotzdem eben erst einen neuen Zweijahresvertrag unterschreiben durfte. Es hat aber auch damit zu tun, wie diese Mannschaft aufgebaut ist. Der FCZ wirkt wie ein Haus im Bau, bei dem sofort die Ostmauer einstürzt, wenn endlich der Westflügel repariert scheint. Und hat das Bad warmes Wasser, fällt garantiert der Strom aus.

    Kurz: Der FCZ hat derzeit eine Mannschaft in Schieflage. Üblicherweise liegt es am Trainer, für Stabilität zu sorgen. Magnin hat darum zu Wochenbeginn die Mannschaft länger und noch härter trainieren lassen. Er hat mit ihr ein intensives Videostudium betrieben. Nur an einem wird er nichts ändern: an seiner Art, wie sie Fussball spielen soll.

    Der Artikel ist ein totaler Verriss an Mangnins "Arbeit"!

    Nun die nächste Klatsche, gegen den Aufsteiger!

    Auch im FCZ Forum wie auch in der gesamten Presse gibt es niemanden mehr ausser Cillo der Magnin noch etwas zutraut!

    Magnin raus! Für die FCZ Fans tut es mir leid, aber Cillo mag ich jede Niederlage in den Arsch gönnen!

    Fribourg Restprogramm: Zug (a), Lausanne (a), Lugano (h), Langnau (a), Zug (h), Bern (a), Genf (h).

    Bern Restprogramm: Biel (a), Rapperswil (h), Lugano (a), Davos (a), Fribourg (h), Lausanne (a)

    Bern-Fribourg könnte zum absoluten Schlüsselspiel werden. Der Rest ist Kaffeesatzlesen da man nicht weiss wer sich kurz vor den PO's ev. Schonung auferlegt.


    Sieht nach Rang 3 (oder 4) und damit Biel, Lugano oder ev Lausanne aus in in den Playoffs.

    Denke das bleibt so. Möchte nicht unbedingt Lugano, haben im Moment einen Lauf, ausserdem hatten wir die schon zur Genüge. Lausanne oder Biel, mir eigentlich egal wer.

    Fribourg hat ein Spiel weniger, also 4 Verlustpunkte auf Bern, muss aber noch nach Bern. Bleibt spannend! Fribourg hat einen Lauf, nur 3 der letzten 10 Spiele verloren. Nur Lugano ist noch besser: Nur 2 von 10 verloren! Dort läuft es wieder seit sie den unfähigen Finnen gespickt haben.


    diese rangliste ist ein witz, aber kein guter!

    Tatsächlich, aber nicht weil der ZSC an der Spitze steht! Lugano auf Platz 12, ein Witz! Standen noch vor zwei Jahren gegen uns im Final und hätten diesen auch gewinnen können! Ist nicht alles so schlimm wie dargestellt! Ambri zweiter auch ein Witz! Er schaut bei einigen Clubs weit zurück aber bei Ambri nur auf diese und letzte Saison. Ambri wäre längst abgestiegen wenn sie damals nicht gegen Teams hätten spielen müssen die gar nicht aufsteigen wollen/können! Servette auf Platz 10 nach dieser Saison? :roll:


    Aber auch nicht so zahlreich wie diese Saison, finde ich......Das wird vermutlich extrem spannende Playoffs geben!

    Wann konnten je so viele Teams um den Titel spielen? :nixwiss: Cool! :cool:

    Aber ev. spielen im Halbfinale wieder die üblichen Verdächtigen gegeneinander!


    Wenn man seine Statistiken diese Saison anschaut anschaut, dann ist manchmal (auch meine Wahrnehmung) etwas anders als die Realität. Fredy hat gerade mal 6 Tore geschossen im PP und hat sicher am meisten PP Eiszeit neben Roe/Suter. Baltisberger 7(!), Suter 5, Hollenstein, Bodenmann 4.

    Bei Fredy werden im PP von 117 Schussversuchen ein Drittel geblockt (35), 27 gehen neben das Goal, knapp die Hälfte aufs Tor, 6 Tore rein (PP Schusseffizienz 5.1%).

    Insgesamt steht er bei uns mit seiner Schusseffizienz (9.5%) an 11. Stelle aller Stürmer, nur Wick, Diem und Pedretti hinter ihm von den Stammspielern. Bodenmann und Baltisberger liegen bei über 17%.

    Petterson kann man nicht mit Krüger vergleichen (Flügel vs. Center), aber in Playoffspielen "taucht" Fredy ab und Krüger taut auf (hat in Chicago praktisch alle Playoffgames gemacht).

    Zahlen vs Wahrnehmung, auch meine! Wow! :shock: Spricht nicht viel für Fredy, und es ist richtig das er in den PO's weder in Lugano noch bei uns Stricke zerrissen hätte.