Beiträge von Larry

    Tragische Geschichte. Er wollte nach der letzten Gehirnerschütterung ja eben "nicht so" seine Karriere beenden, er wollte nochmals zurück kommen. Und jetzt das. Nach den Bildern auf SRF befürchte ich das Schlimmste!

    Andersson vom Hallendach macht den ZSC besser

    Zum professionellen Trainerstaff gehört der Videocoach. Bei den ZSC Lions ist es Johan Andersson.

    Kristian Kapp (TA)

    Es passiert stets erst im letzten Moment, nur nach Siegen, doch da bricht es aus Johan Andersson heraus. Das Gesicht hellt sich auf, ein Jauchzer entweicht dem Mund, dann wird abgeklatscht mit Materialwart, Assistenzcoach, Spieler oder wen er sonst antrifft ganz unten vor der Garderobe nach seinem Gang von zuoberst in der Halle dorthin.

    Denn ganz oben, weit weg vom Eis, dort ist sein Platz während der Spiele: Andersson (35) ist Videocoach bei den ZSC Lions. Im Gegensatz zum Head- und Assistenzcoach an der Bande erlebt er kaum Emotionen: «Es ist wichtig, dass ich fokussiert bleibe», erklärt der Schwede. Und auch wenn es unten drunter und drüber geht, lässt Andersson keine Zweifel offen, dass er am richtigen Ort sitzt: «Meine Stärke ist, Spielmuster zu erkennen. Die sehe ich am besten von oben. Damit helfe ich auch Rikard und Fredrik am meisten.»

    Rikard und Fredrik, das sind Grönborg und Stillman, Head- und Assistenzcoach der Lions. Das Trio kam auf diese Saison hin nach Zürich. Als sich Grönborg letzten Sommer entschied, nach 13 Jahren im schwedischen Verband erstmals ein Profi-Clubteam zu trainieren, zeigte er sich bei Bewerbungsgesprächen stets offen, hatte aber eine Bedingung: Zum Paket musste auch Andersson gehören, sein Weggefährte seit 2010, ob auf U-18- oder U-20-Stufe oder am Ende auch bei der A-Nationalmannschaft.

    «Hören, sehen, tun»

    Andersson, der schon mit 16 Jahren mit Coaching begann, geniesst in seiner Heimat ein hohes Ansehen. Grönborg möchte ihn auch in Trainings auf dem Eis haben, dabei kümmert er sich vorwiegend um die Stürmer. Der Videocoach, der mittrainiert und die Einheiten oft auch filmt, das sind zwei Aspekte, die Andersson zu einem Besonderen seiner Spezies machen.

    Für die meisten Fans rücken Videocoaches fast nie in den Fokus. Während der Spiele sind sie es, die per Funk dem Trainer an der Bande melden, wenn nach einem Gegentor eine «Coach’s Challenge» genommen werden soll. Da es schnell gehen muss, überprüfen Videocoaches jeden einzelnen Zoneneintritt des Gegners umgehend auf ein mögliches Offside. Auch darum gilt: Emotionen unerwünscht, Fokus umso wichtiger. Doch das ist nur ein Bruchteil der Arbeit.

    Andersson sorgt dafür, dass die Spieler nach den Partien auf einer Handy-App jeden ihrer Shifts und zusätzlich alle Schüsse und Bullys, in die sie involviert sind, anschauen können. Und am nächsten Morgen, bevor die ersten Spieler eintreffen, hat Andersson schon Diverses parat: Videosequenzen, zum einen für die ganze Mannschaft, dann für einzelne Sturm-Trios, Verteidiger-Paare sowie teilweise auch noch für individuelles Coaching. Andersson will, dass vor und während Trainings verschiedene Sinne der Spieler aktiviert sind: «Zuerst hören es die Spieler vom Headcoach, dann sehen sie es von mir auf dem Video, danach tun sie es auf dem Eis.»

    «Ich bin teilweise überrascht, wie falsch ich gewisse Situationen an der Bande wahrgenommen habe.»
    ZSC-Trainer Rikard Grönborg

    Eine Infrastruktur, die zum Beispiel in der NHL für Headcoaches während Spielen zur Verfügung steht, nicht aber in der Schweiz, sind iPads mit verzögerten Live-Bildern, die auch Spielern auf der Bank gezeigt werden. Andersson vermisst dies indes nicht, spricht wie auch Grönborg von möglichen «Über-Informationen» für Spieler. Wenn Andersson sie mit Videos konfrontiert, dann nur in Drittelspausen, für die er sich stets in die Garderobe begibt: «Meistens sind es nur die Powerplay-Formationen, die kurz ihre Shifts sehen wollen.» Andersson beobachtet auch taktische Finessen beim Gegner, diese funkt er aber sofort an Stillman, mit dem er ständig in Kontakt steht.

    Blindes Vertrauen

    Es ist klar, dass Grönborg seinem Videocoach blind vertrauen muss. Nach all den Jahren ist dies allerdings eine Selbstverständlichkeit. Man sehe oft häufiger den Trainerkollegen als die Ehefrau, pflegen die beiden zu scherzen. Die intensive Arbeit mit Video, sie ist auch für Grönborg unverzichtbar geworden. Andersson kann ihn mit seinen Bildsequenzen immer wieder erstaunen. Die «Adler-Perspektive» sei eine völlig andere als die eigene direkt am Eis – und oft eine bessere, sagt Grönborg, der zusätzlich jede Partie sofort nochmals in voller Länge schaut: «Ich bin teilweise überrascht, wie falsch ich gewisse Situationen an der Bande wahrgenommen habe.»

    A propos Flüeler/Ortio: Flüeler verletzt, es sind noch 11 Spiele bis zu den PO's. Selbst wenn er nun sofort zurück kommt wird man Ortio warm halten müssen, sprich, die beiden würden sich die Spiele wohl aufteilen. Falls Flüeler noch länger fehlt kann man ihn vergessen für die PO's! Zum Glück haben wir Ortio, es wird aber immer mehr fraglich wie das mit Flüeler weiter gehen soll. Er ist einfach zu viel verletzt!

    Mit wenig Freude dürfte der designierte Goalgetter Pettersson die Spiele gegen Rapperswil-Jona und Lugano verfolgt haben. Zweimal musste er zuschauen, weil Krüger und Roe von ihren Verletzungen zurückgekehrt sind. Beide blieben zweimal blass, doch Grönborg sprach von einer Investition in die Zukunft, man müsse sie wieder in Form bringen.


    müller möchte ich nie :oops:
    dieses statement gegen feuz bestätigt mich....

    Bist ja auch kein Zürcher! :mrgreen:

    Das Statement kommt nicht von Müller direkt, es war ein Artikel über Feuz im Blick in dem dieser genau dies bestätigt hat. Müller hat es bloss wiederholt.

    Es gibt kein Team das sich abhebt. Zug bekommt in Langnau aufs Maul, drei Niederlagen die letzten sechs Spiele. Genf heute mit einem Sieg, vorher drei Niederlagen. Davos zwei Niederlagen letzte vier Spiele. Die Teams am Strich sind bereits im PO Modus, kämpfen um alles oder nichts. Bern jetzt mit drei Siegen in Serie. Trotzdem kleben sie noch am Strich. Die Niederlagen in Rappi und heute waren ärgerlich, aber Lugano hat drei der letzten vier Spiele gewonnen und hätte auch gestern gewinnen müssen. Aber nach nun zwei Niederlagen muss es auch beim Z wieder mal zurück zum Siegen gehen, klar.


    tönt eher ein wenig frustriert

    Find ich auch. Blick zurück im Zorn. War immer ein Müller Fan, leider konnte er nie Gold an Olympia holen, einmal stand ihm die Eintagesfliege Bill Johnson vor der Sonne und in Calgary dann halt Pirmin Zurbriggen. Zum Teil ist er auch selber schuld, als er Frauen Trainer wurde ist er in einem uralten Outfit aufgetaucht und seine Methoden waren wohl auch nicht sehr modern sondern eben vor allem hartes Training. Wie es scheint kann er nicht aus seiner Haut. Schade, wie es scheint geht es ihm ja gut. Relax, Peter!

    Wo die neuen Trainer dem ZSC Beine machen

    Die Lions haben (noch?) nicht das effizienteste Unterzahlspiel, aber ein aufwändiges, spektakuläres, ja einmaliges. Ein Blick in die Welt des Zürcher Penalty Killings.

    Kristian Kapp (TA)


    Rikard Grönborg, der neue ZSC-Headcoach, hat den Lions Beine gemacht. Dies soll jetzt keine boshafte Anspielung sein auf die letzte Saison, als sich die Zürcher ganz viel Spott hatten anhören müssen, weil sie als Titelverteidiger das Playoff verpassten.

    Nein, es geht darum, dass unter dem Trainer aus Schweden die ZSC Lions an guten Tagen gerade im läuferischen Bereich überzeugen, ständig in Bewegung sind, auf dem ganzen Eisfeld Druck auf den Gegner ausüben.

    Ein Aspekt, der bislang vielleicht etwas weniger Beachtung fand, ist das neue Penalty Killing des ZSC. Zu Unrecht! Denn das Unterzahlspiel der Lions, dafür ist der ebenfalls neue Assistenzcoach Fredrik Stillman zuständig, es ist das aktivste, unberechenbarste, weil offensiv ausgerichtete, ja spektakulärste der Liga und in seiner Konsequenz einmalig in der National League.


    Die Zürcher halten damit den Puck regelmässig fernab vom eigenen Tor, es kommt im Idealfall für den Gegner gar nicht erst zur klassischen Powerplay-Situation, in der der Gegner eingeschnürt wird. Eine Folge davon ist, dass die ZSC Lions so oft wie kein anderes Team zu eigenen Schussversuchen kommen in Unterzahl. Gleichzeitig sind die Lions auch jenes Team, das am wenigsten gegnerische Schussversuche zulässt in Unterzahl. Hier die beiden Tabellen mit allen 12 NL-Teams, links die eigenen Schussversuche, rechts jene des Gegners, einzusehen auch auf nlicedata.com, einer Schweizer Hockey-Website für Statistik-Freaks:

    Die Lions zwei Mal als Nummer 1: Welches Team kommt am häufigsten zu Abschlussversuchen trotz Unterzahl (links)? Und welches lässt am wenigsten gegnerische Abschlussversuche in Unterzahl zu (rechts)? (Quelle: nlicedata.com/SIHF)

    So viel zur Theorie. Doch wie sieht das in der Praxis aus, auf dem Eis? Schauen wir dazu ein Zürcher Unterzahlspiel mit typischem, weil einzigartigem Verhaltensmuster an. Es folgt ein besonders gutes, 74 Sekunden langes Penalty Killing der ZSC Lions beim Spiel am letzten Dienstag gegen Langnau, in vier Teile aufgesplittet. (Wichtiges Detail: Das Spiel steht 1:1, gespielt sind 16 Minuten im Mitteldrittel – es ist also kein Ausnahmezustand kurz vor Schluss, in dem die Zürcher unbedingt ein Tor erzwingen wollen.)

    Gerade sind 46 Sekunden überstandene doppelte Unterzahl vorbei, Stürmer Reto Schäppi (#19) kehrt als erster Zürcher aufs Eis zurück und kommt sofort in Puckbesitz. Simon Bodenmann sitzt für 74 weitere Sekunden auf der Strafbank. Anstatt die Scheibe einfach tief zu schiessen, sucht Schäppi aber sofort die Offensive, macht auf Langnaus Verteidiger Yannick Blaser (#70) Druck – bis hinter dessen Tor. Danach lässt sich Schäppi sofort fliegend auswechseln. Zu sehen ist am Ende, wie mit Justin Sigrist (#13) auch der zweite ZSC-Stürmer bereits in der Langnauer Zone Druck auf den Gegner macht und vor allem wie mit Phil Baltisberger (#24) einer der beiden ZSC-Verteidiger fast an die gegnerische blaue Linie aufrückt, um den Langnauer Aufbau mit Chris DiDomenico (#89) zu stören.

    Es geht ungeschnitten weiter: Die aktive Störarbeit von Sigrist und Baltisberger trägt bereits an der Mittellinie Früchte, DiDomenico und dann auch Ben Maxwell (#49) bleiben hängen, es kommt zum Turnover. ZSC-Stürmer Roman Wick (#27), der fliegend für Schäppi gekommen ist, könnte nun den Puck tief schiessen, aber auch er entscheidet sich sofort für die Offensive. Sigrist (#13) geht mit, was zur Folge hat, dass mit SCL-Stürmer Pascal Berger (#19) sogar der vorderste Langnauer zurück zur Absicherung vors eigene Tor gezogen wird. Nun sind plötzlich alle fünf Langnauer Powerplayspieler im eigenen Drittel, beschäftigt von zwei Zürcher Stürmern. Wick gewinnt weitere Sekunden, er spielt die Scheibe zurück ins eigene Drittel, wo Verteidiger Phil Baltisberger (#24) bereits wartet und den Puck tief ins Langnauer Drittel zurückschiessen wird. Gibt's also endlich Zeit und Raum für die SCL Tigers, um einen vernünftigen Aufbau zu starten? Nein, es ist eine «Falle» der Zürcher.


    Zwar schiesst Baltisberger den Puck tatsächlich tief, doch der zweite Zürcher Verteidiger, Dario Truttmann (#86), ist bereits an der offensiven blauen Linie, was Langnaus vordersten Stürmer, Topskorer Harri Pesonen, sofort wieder defensiv agieren lässt. Die ZSC-Stürmer Wick und Sigrist sind zudem bereits wieder beim Forechecking. Eine weitere Langnauer Angriffsauslösung ist gestört – man könnte kurz vergessen, dass die Tigers eigentlich stets mit einem Mann mehr agieren. Weil diese ständige Laufarbeit in Unterzahl Kraft kostet, lässt sich nun Sigrist fliegend auswechseln, für ihn kommt Topskorer Pius Suter (oranger Helm). Es lohnt sich, in der Fortsetzung vor allem auf ihn zu achten.


    Zunächst ist Suter zwar defensiv aktiv, sorgt gemeinsam mit Verteidiger Trutmann dafür, dass Langnaus Raphael Kuonen (#21) den Puck verliert. Danach schaltet Suter sofort in die Offensive um. Ebenfalls bemerkenswert: Den hinters Zürcher Tor geflogenen Puck schiesst nicht etwa der zweite ZSC-Verteidiger, Tim Berni (#96), im hohen Bogen nach vorne. Nein, es ist Stürmer Wick, der innert Sekunden vom Forechecker zum Backchecker wurde. Wicks Lob ist kein simpler Befreiungsschlag, Suter erwartet den Puck bereits in der Mittelzone. In der Folge beschäftigt er hinter dem Langnauer Tor fünf Gegner – die Langnauer wissen längst nicht mehr, wie ihnen geschieht. Suters Pass zurück in die eigene Hälfte setzt das Langnauer Powerplay endgültig schachmatt. Ein weiterer tiefer Pass zurück in die Langnauer Zone auf Stürmer Denis Hollenstein (#91) sorgt dafür, dass der ZSC die restliche Zeit im Boxplay problemlos auslaufen lassen kann. Hollenstein hat sich kurz zuvor fliegend für Wick einwechseln lassen.

    Was auffiel:

    1) Die ZSC Lions setzen im Penalty Killing im Sturm nicht nur Unterzahl-Spezialisten wie Schäppi ein, sondern auch mehrere «Skill-Players», also Angreifer, die läuferisch und technisch überdurchschnittlich sind, bei 5-gegen-5-Hockey einen Platz in den ersten beiden Linien haben: Suter, Bodenmann, Wick, Hollenstein, Marcus Krüger oder Garrett Roe. Der HC Davos als krasses Gegenbeispiel verteilt die beiden Special Teams auf alle Stürmer. Vorwiegend Spieler aus den hinteren Linien spielen nur Penalty Killing, werden als Unterzahl-Spezialisten eingesetzt. Wohl auch darum ist Davos in der Tabelle mit den Abschlüssen in Unterzahl mit Abstand an letzter Stelle. (Und willst du so spielen wie die Lions, schadet es sicher nicht, über ein derart breites, talentiertes und entsprechend kostspieliges Kader zu verfügen …)

    2) Die ZSC-Stürmer sind zu Beginn ihrer Shifts stets im Angriffsmodus, nützen jede Chance zum Gegenangriff, machen auf den Gegner selbst hinter dessen eigenem Tor Druck. Damit werden die vom Gegner im Training eingeübten Powerplay-Angriffsauslösungen oft verunmöglicht. Der Gegner ist mit einer ungewohnten Situation konfrontiert und reagiert entsprechend häufig falsch. Kaum jemand übt im Training unter solchen Bedingungen eine Powerplay-Auslösung …

    3) Die ZSC-Stürmer sind ständig in Bewegung, unternehmen alles, um nicht aus dem Lauf-Rhythmus zu kommen. Auch darum werden keine Checks fertig gemacht, obwohl in den vorigen Szenen Schäppi, Suter, Sigrist und Wick allesamt die Chance dazu hätten.

    4) Schnelle fliegende Wechsel. Während die ZSC Lions in diesen 74 Sekunden ihre Angreifer mehrfach fliegend wechseln, gibt es auf Langnauer Seite Spieler, die die ganze Zeit über auf dem Eis verblieben. Gerade im Mitteldrittel, wenn die Laufwege länger sind, können fliegende Wechsel ein hohes Risiko bergen, erst recht in Unterzahl. Die ZSC Lions meistern dies hier optimal.

    Es brauchte Zeit für die extreme Umstellung

    Die ZSC Lions haben zwar noch bei weitem nicht das effizienteste Unterzahlspiel der Liga. Sie überstehen über die ganze bisherige Saison gesehen 80 Prozent ihrer Penalty Killings ohne Gegentor, das ist fast exakt der Liga-Durchschnitt. Doch diese Zahl täuscht. Die extreme Umstellung des Unterzahlspiels durch Assistenzcoach Stillman benötigte Zeit und Anpassungen während der Saison – zu Beginn hagelte es Gegentore in Unterzahl, die neue Ausrichtung klappte noch nicht.

    Schaut man darum beispielsweise nur auf die Spiele seit dem 1. November 2019, hat sich der ZSC stark verbessert in Unterzahl, verfügt hinter Genf-Servette (das ebenfalls ein eher aktives Boxplay spielt) mit knapp 87 Prozent über das zweitbeste Penalty Killing der Liga. Hier folgend beide Ranglisten mit allen 12 Teams, links die ganze Saison, rechts nur mit den Spielen seit dem 1. November 2019:

    (Quelle: nlicedata.com/SIHF)

    Keine Eintagsfliege

    Dass das 74 Sekunden lange Beispiel oben keine Ausnahme ist, zeigen zum Abschluss noch drei zusätzliche ZSC-Boxplays. Zunächst zwei weitere vom Mitteldrittel am letzten Dienstag gegen Langnau:

    Zunächst kreieren Raphael Prassl (#18) und Victor Backman (#64) mit viel Offensivdrang eine grosse Torchance in Unterzahl.
    Sofort lässt sich Prassl fliegend auswechseln, für ihn kommt Suter. Und mit dem Topskorer sowie weiterhin Backman beginnt das bereits bekannte Spielchen von vorne – angekurbelt von den beiden Verteidigern Trutmann (#86) und Patrick Geering (#4), die stets sofort den Pass auf die Stürmer suchen und gar nicht erst daran denken, den Puck wie sonst «üblich» in Unterzahl einfach tief zu schiessen.
    Die folgende Sequenz zeigt den Zürcher Biss in Unterzahl. Was mit einem Bully in der ZSC-Zone beginnt (das an die Tigers geht!), wird innert Sekunden ein für Langnau weiterer mühsamer Aufbau in der eigenen Zone:


    Topskorer Suter schafft es trotz verlorenem Bully, sofort zu befreien (für den Einsatz gibt's von Teamkollege Maxim Noreau den anerkennenden Klaps auf den Hintern), kurz danach sorgen er und Backman (#64) für Unruhe in der Langnauer Zone, selbst bei Goalie Ivars Punnenovs. Danach wird sofort fliegend gewechselt.

    Zu guter Letzt noch ein Beispiel vom letzten Zürcher Auswärtsspiel, ebenfalls gegen Langnau:


    Es beginnt mit einem wegen eines angezeigten Offsides gegen Langnau von Stürmer Prassl (#18) eroberten Puck mit anschliessendem Pass zurück an den Verteidiger. Es folgt der bereits bekannte Lob, diesmal von Geering (#4), auch hier ist es nicht bloss ein Befreiungsschlag. Denn die Stürmer Prassl und Wick (#27) warten bereits vorne, bringen Langnaus Powerplay einmal mehr in Verlegenheit, sorgen für eine Torchance in Unterzahl und weiteres effizientes Forechecking. Am Ende ist gar zu erkennen, dass mit Trutmann (#86) einer der beiden Verteidiger als Unterstützung aufgerückt ist und auf einen eventuellen Pass in den Slot spekuliert.

    Ein kleines Aber …

    Übrigens, einen kleinen Haken hat das Ganze aus Zürcher Sicht. Obwohl der ZSC das aktivste NL-Team in Unterzahl ist und am häufigsten zu eigenen Abschlüssen im Penalty Killing kommt, haben die Lions erst drei Tore in Unterzahl erzielt. Das ist einmal mehr exakt Liga-Durchschnitt – Top-Wert ist sieben (Ambri und Zug). Was nicht ist, kann aber noch werden. Denn wie pflegen Coaches und Statistiker da jeweils zu sagen? Vertraue dem Prozess …


    Jaromir Jagr

    War eine tolle Zeit mit Jagr bei den Panthers, drei Saisons. 2015/16 die Atlantic Division gewonnen, Jarg Top Scorer mit 66 Punkten, danach leider in den PO's an den Islanders 4:2 gescheitert, war beim ersten Spiel vor Ort. Ich war auch vor Ort am 22. Dezember 2016 als er im Spiel gegen Boston seinen 1'888 Punkt machte und Mark Messier passierte und sich hinter Wayner Gretzky auf Platz 2 plazierte in der ewigen Liste. Spielunterbruch, Ehrung, Hühnerhaut.

    https://www.nhl.com/video/jagrs-18…9502/c-47656603


    Das mit em The Fan isch e persönlichi Sach. Er isch eigentlich mis Vorbild (gsi), hät no viel krasser dänkt und ghandlet als ich das jemals gmacht
    han. Eigentlich e läbendi und no jungi Legände!! Aber es bröcklet langsam...... leider und sehr, sehr schad. :wink:

    Angeblich wird er des öfteren da in Florida a de Spiel gsichtet...... :floet:

    Bisschen Glaskugel lesen: Wer kommt in die PO's?

    Lugano bleibt drin, zwei Siege in Folge, sechs Siege in den letzten 10 Spielen.

    Tigers fliegen raus, Trend zeigt klar nach unten. 7 Niederlagen letzte 10 Spiele!

    SCB kommt über den Strich, tut sich aber weiterhin schwer.

    Fribourg hat auch noch Chancen, der Trend dort ist nicht schlecht.

    Wer aufpassen muss ist Biel! Die letzten 10 Spiele nur ein Sieg nach OT, das letzte Spiel auch wieder verloren. Kommt hier nicht bald die grosse Trendwende wird es ganz schnell eng!

    Rest bleibt wo er ist.

    Kommentar auf SRF: Ungeahndeter Bandencheck. Habe mir die Szene jetzt zig mal angeschaut: Diem stösst ihn beidhändig mit dem Stock in die Bande, im dümmsten Moment. Denke schon das dies ein Foul war. Und ja: Immer Wasser predigen aber immer Wein saufen, so ändert sich halt nie etwas!