Beiträge von Larry

    Thema Sommertraining. René Müller vom HCD:

    Sie erhoffen sich also eine Steigerung im Fitnessbereich?
    Nein, ich erhoffe es mir nicht bloss. Es ist ein absolutes Muss, dass dort eine Steigerung kommt. Wir brauchen da nicht einmal eine grosse Analyse, um festzustellen, was uns Mängel in diesem Bereich kosteten. Man schaue nur auf unsere Schlussdrittel. Wie oft gewannen wir diese? Wie oft kehrten wir da noch Rückstände? Sehr selten.

    Und da soll nun vor allem das Sommertraining helfen?
    Es gibt nichts anderes als harte Arbeit im Sommer. Wenn das nun auch nur einem Spieler nicht bewusst ist, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. So eine Saison will doch keiner nochmals erleben.

    Das Sommertraining letzte Saison war also zu wenig hart.
    Ich glaube, dass der eine oder andere Faktor dabei wirklich vernachlässigt wurde. Es ist einfach ein Fakt, dass du hinter dem Schweizer Mannschaftssportler stehen und kontrollieren musst, vor allem beim Sommertraining. Wir sind noch nicht so weit, dass wir auf Eigenverantwortung setzen können. Es gibt sicher die Ausnahmen. Aber die spielen nun in der NHL oder haben aus wenig Talent sehr viel gemacht.


    lieber Crawford als Kossmann, ohne Ausstiegsklausel, aber ich vermute, dass SL dem nächsten Trend nachrennt + den Schweden versucht zu holen

    Kossmann wäre interessant gewesen statt Aubin. Bin sicher wir wären heute nicht in der Scheisse! Aber es ist wie es ist. Der Trend wäre dann wohl eher Norwegen (Tagnes) oder Finnland (Törmänen, Jalonen, Peltonen), oder Dänemark (Ehlers). Schweden ist grad nicht in Mode!

    Der ZSC hatte die besten Jahre seiner Geschichte unter Crawford. Top Hockey, Heimstark, Qualisieger, Meister, Zuschauerschnitt nach oben gedrückt. Am Schluss hat man ihm einen Strick gedreht weil man gegen den SCB (!) der Meister wurde (!) ausgeschieden ist. Ich würde ihn sofort wieder einstellen, aber entweder bleibt er in der NHL (!) oder gewisse Nasen im ZSC wollen ihn nicht mehr. Ob er selber nochmals nach Zürich kommen will ist auch noch eine Frage. Unrealistisch.


    Laut dem TA könnte der aktuelle Coach der Tre Kronor Rikard Grönborg der neue Head-Coach der ZSC Lions sein.
    Auch Hans Kossmann ist ein Kandidat wie auch Marc Crawford, wobei bei Crawford noch unklar ist ob er auch nächste Saison Head-Coach bei Ottawa sein wird.

    Grönborg war nun fast 20 Jahre (!) lang nicht mehr Clubtrainer!

    Man fragt sich: Welche Kräfte wirken bei den ZSC Lions im Hintergrund? Wer trifft die Entscheidungen? Der Sportchef? Der Geschäftsführer? Der Präsident? Andere Verwaltungsräte? (Simon Graf, TA)

    Wer sich die Befehlskette beim ZSC ansieht:

    Frey>Spuhler>Zahner>Leuenberger

    der muss wohl auch auf den Gedanken kommen das nach zwei Schwergewichten aus der Wirtschaft und einem Verbandsgeneral wohl nicht der kleine Sven die Entscheidungen im Alleingang trifft. Die schlechten Nachrichten aber muss er dann überbringen.

    Mich würde schon interessieren wer vorher Pro Arno war und jetzt Kontra Arno bei den massgebenden Herren!

    Ich wäre schon für einen Schweizer Coach! Wohlwend? Was gegen ihn spricht m.E. ist das er kaum Erfahrung als Head mit einem Profi Team hat. Er war "nur" Assi in Lugano. Schweizer haben es schwer in der Schweiz: Weber versauert in Österreich, Lars Leuenberger wurde Meister und dann als Coach arbeitslos, Kevin Schläpfer hat sich bei einem ambitionslosen NLB Team verdingt. Im Fussball klappt es mit den Schweizern, warum im Hockey nicht?


    Sven und Zahner hoffen, dass sie wieder einen Glücksschuss wie Bob Hartley abgeben können, Meister werden und so wieder Ruhe haben.

    Siehe auch Daniel Germann (NZZ) weiter oben. Leider ist es so! Macht wenig Laune im Moment....

    Keine Zukunft für Del Curto bei den ZSC Lions

    Knapp zwei Wochen nach dem Saisonende entscheiden die Zürcher, den Vertrag mit dem Trainer nicht zu verlängern. Die Entwicklung kommt nicht überraschend. Arno Del Curto hat in seiner zweiten Zeit in Zürich nur wenig bewegt.

    Daniel Germann (NZZ)

    Es war ein Entscheid mit Ansage, denn hätten die ZSC Lions wirklich an eine Zukunft mit Arno Del Curto geglaubt, dann wäre er schneller gekommen. Doch weil der 62-jährige Engadiner seit seinem ersten Wirken in Zürich Anfang der neunziger Jahre eine Ikone ist, brauchte es etwas Distanz und wahrscheinlich auch einige Überzeugungsarbeit, um sich zum Entschluss durchzuringen.

    Doch nun steht er fest. Die Lions kommunizierten am Freitagmorgen in einer knappen Medienmitteilung: «Keine Vertragsverlängerung mit Arno Del Curto.» Man sei bei der gemeinsamen Analyse zum Schluss gekommen, den Vertrag nicht über die Saison 2018/19 hinaus zu verlängern. Mit Del Curto geht auch Mathias Seger, der kurz nach Del Curtos Verpflichtung im Januar als zweiter Assistent eingesprungen war. Michael Liniger kehrt zum Farmteam GCK Lions zurück. Er hat dort noch einen Vertrag für eine weitere Saison. An ihm sollen aber auch andere, sportlich ambitioniertere Swiss-League-Teams Interesse haben.

    Ein gegenseitiges Missverständnis

    Doch im Zentrum steht natürlich die Trennung von Del Curto. Dass er Zürich, seine Sehnsuchtsdestination, wie er selber immer wieder sagte, nach nur knapp vier Monaten schon wieder verlässt, ist das Eingeständnis eines gegenseitigen Missverständnisses. Del Curto konnte im Hallenstadion nie einlösen, was sein Name versprochen hatte. Auch unter ihm boten die Lions nur selten jenes Spektakel, nach dem das unterhaltungssüchtige Publikum verlangt.

    Vielmehr verlor das Team nach dem Trainerwechsel von Serge Aubin zu Del Curto auch noch die defensive Stabilität, die es in den trüben Herbstmonaten zuvor immerhin über dem Strich gehalten hatte. Nach zehn Niederlagen aus 17 Spielen stürzten die Lions als zweiter Meister nach dem SC Bern 2014 in die Klassierungsrunde. Was in dieser passierte, war weder für die Lions noch für die Beurteilung von Del Curtos Arbeit von Belang.

    Die Qualitäten Del Curtos stehen ausser Frage. Er hat sich in über 22 Jahren beim HC Davos als einer der erfolgreichsten und auch innovativsten Trainer Europas etabliert. Sechs Titel sind ein überragendes Zeugnis seiner Arbeit. Doch in Zürich fehlte ihm die Zeit und möglicherweise auch die Inspiration, um das erfolgsgesättigte Team aus seiner Komfortzone zu reissen.

    Seine Wahl war in erster Linie nostalgisch motiviert. Man erinnert sich rund um das Hallenstadion nur zu gern an die rauschenden Play-off-Nächte des Frühjahrs 1992, als er und sein Team um den alternden russischen Star Wladimir Krutow das «Grande Lugano» eliminierten, vergisst aber gleichzeitig, dass der ZSC – und mit ihm Del Curto – in der Runde danach gegen den SCB chancenlos war und sang- und klanglos scheiterte.

    Auf der Trainerposition fehlt den ZSC Lions die Kontinuität

    Del Curto wird sich möglicherweise jetzt gönnen, was er nach 22 Jahren im HCD schon vorher hätte machen sollen: eine schöpferische Pause. Er war nicht gut beraten, nur sieben Wochen nach der Trennung vom HCD bereits den nächsten Job anzunehmen. Die ZSC Lions hingegen befinden sich wieder einmal auf Trainersuche.

    Der Klub, der sich selber so gern als Vorzeigeunternehmen rühmt, hat auf seiner wichtigsten technischen Position seit drei Jahren keine Kontinuität mehr. Auf den Schweden Hans Wallson folgte der Kanadaschweizer Hans Kossmann, auf Kossmann der Kanadier Serge Aubin, auf Aubin Del Curto. Und jeder Wechsel ging mit einem spielerischen Bruch einher. Eine Linie, eine klare Strategie war nicht zu erkennen.

    Die Lions schreiben zum Profil des nächsten Übungsleiters in der Medienmitteilung: «Durchsetzungsvermögen und Führungsqualitäten sind nebst den hockeyspezifischen Fähigkeiten und Kenntnissen zentrale Kriterien des Anforderungsprofils für den neuen Headcoach ab der Saison 2019/20.» Das liest sich wie ein Satz aus einem Stelleninserat und ist ein Eingeständnis dafür, dass man offensichtlich keine klare Idee hat, wie man das gesättigte Team wieder auf Kurs bringen soll.

    Klare personelle Konsequenzen aus der missratenen letzten Saison blieben zumindest auf der Seite der Spieler bisher aus. Man begnügt sich offensichtlich mit Retuschen, lässt aber die designierten Leader gewähren, die in dieser Saison nur selten solche waren. Man hofft darauf, dass irgendein Trainerglücksgriff der Mannschaft Beine machen wird, wie das dem knorrigen Hans Kossmann vor einem Jahr für sechs rauschende Play-off-Wochen gelang. :roll:

    Wieweit die Zuzüge dazu beitragen werden, die Mentalität des Teams zu verändern, ist fraglich: Der Bieler Marco Pedretti, einer der Wunschzuzüge des Sportchefs Sven Leuenberger, war am Donnerstagabend beim 2:0-Sieg in der Halbfinalserie gegen den SC Bern überzählig. Er genügte den Ansprüchen des Trainers nicht. Das sind ja heitere Perspektiven.

    Wieweit die Zuzüge dazu beitragen werden, die Mentalität des Teams zu verändern, ist fraglich: Der Bieler Marco Pedretti, einer der Wunschzuzüge des Sportchefs Sven Leuenberger, war am Donnerstagabend beim 2:0-Sieg in der Halbfinalserie gegen den SC Bern überzählig. Er genügte den Ansprüchen des Trainers nicht. Das sind ja heitere Perspektiven.(NZZ) :roll:

    Tippe immer noch auf Zug als Meister. Bern schreibe ich noch nicht ab, die brauchen scheinbar das Messer am Hals, aber es darf nun für sie nichts mehr schief gehen. Biel hätte es natürlich verdient!

    Guten Morgen!

    Was geht hier ab? :shock: Mann.....

    Hätte ihn nicht geholt und verstehe Klein, mit Aubin wären wir in den PO's gewesen.

    Aber nun hätte ich ihn zumindest eine Saison behalten.

    Verstehe das Ganze nicht!

    Aber falls Bern nicht doch noch Meister wird gibt es im Schweizer Hockey nach 20 Jahren ZSC-SCB-HCD-HCL eh eine Zäsur. Lugano schon länger weg vom Fenster, Davos vielleicht für immer, was mit ZSC und SCB passiert werden wir sehen.

    :nixwiss:

    Hab mir das Spiel auf SRF reingezogen. War nicht überrascht, habe eher mit einer Klatsche gerechnet. Noch ein Punkt (!) bis Platz 8, noch sieben Punkte bis zum Barrage Platz! Ja man ist immer noch auf Platz 4 aber eben nur noch 1 Punkt von Platz 8 weg!

    Die Schweden wurden übrigens nie eingestellt um etwas mit dem Nachwuchs zu machen, das war nie der Plan! Das Schweden System kann nur schon wegen unserem Schulsystem nicht eingebracht werden, genauso wir man die Kanadier und Amerikaner im Nachwuchs nicht kopieren kann. Die Schweiz braucht ein an die Schweiz angepasstes Nachwuchskonzept!

    Das Experiment mit den Schweden war von Anfang an zum Scheitern verurteilt weil sich Wallson nicht anpassen wollte sondern wie in Schweden funktionierte, nur geht das eben nur in Schweden und sonst nirgendwo! In allen anderen Ligen sehen die Spieler den Trainer als Chef der Taktik und Training vorgibt und sie nicht fragt wie man dies und das machen soll. Ausländische Spieler in Schweden sehen das genauso. Dan Tangnes vom EVZ ist Norweger der in Schweden gearbeitet hat, ihm war von Anfang an klar das er mit dem Schweden Stil in der Schweiz keinen Erfolg haben würde. Von Trainern aus Schweden die vorher nie im Ausland gearbeitet haben sollte man tunlichst die Hände lassen!