Beiträge von Larry


    Und meiner Meinung nach ist das auch nicht am Trainer festzumachen, sondern ganz einfach an der DNA dieses Teams.

    Sehe ich auch so! Und ohne das Team in Schutz nehmen zu wollen: Nach Verlustpunkten ist man ganz vorne was nichts anderes heisst als das die anderen Teams keinen Scheiss besser sind! Heute spielen einfach mehr Teams vorne mit, das ist sich noch nicht jeder bewusst. Aber diese Heimschwäche ist natürlich ganz übel!

    Ende Jahr MUSS das Team vorne stehen und besser spielen, vor allem in der Halle! Wir werden sehen....

    Gute Spiele gegen die Finnen und gegen Lausanne, ich denke Aubin ist in Zürich angekommen. Nach Verlustpunkten ist man mit Bern auf Platz 1, nach wie vor ist man zwei bis vier (!) Spiele im Rückstand. Bis Ende Jahr haben wir noch sechs Heimspiele, denke bis dann sieht die Tabelle viel besser aus. Weiter so!

    «Eines Tages wird Lausanne der beste Club Europas sein»

    Mit acht Siegen in Serie stürmen die Waadtländer Richtung Tabellenspitze. Der Club investiert viel, damit er im neuen Stadion erfolgreich und selbsttragend wird.

    Philipp Muschg

    Heute Abend wird das Publikum auf dem Stahlgerüst wieder bedrohlich schwanken. Wie immer, wenn Lausanne in Malley 2.0 spielt, im Provisorium neben dem 230 Millionen Franken teuren Neubau, der nächsten Herbst eröffnet wird. Bis dann werden die Tribünen bei jedem Triumph erzittern. Jüngst taten sie das oft: Acht Siege in Serie feierte der LHC, ein neunter heute gegen den ZSC könnte die Tabellenführung bedeuten. Lausanne ist das Team der Stunde.

    Das ist einerseits bemerkenswert, weil der Club bei seiner letzten Niederlage – einem 3:4 in Langnau vor genau einem ­Monat – noch ausserhalb der Playoff-Ränge lag. Andererseits weil es jene bestätigt, die in Lausanne den Lohntreiber der Liga sehen. Erfolg ist also doch käuflich, scheinen 8 Spiele, 24 Punkte und 29:11 Tore zu sagen.

    Der Geschäftsführer widerspricht. «Jenseits aller Fakten» findet CEO Sacha Weibel das ­Etikett «Lohntreiber». Zum Beispiel habe man umworbenen Stürmern wie Luganos Hofmann oder dem Davoser Corvi gar nicht erst eine Offerte gemacht. Doch weil sein Club im Umbruch sei und zuletzt viele Spieler auf ­einmal kamen, sei es «natürlich einfach, uns so darzustellen».

    «Der beste Club Europas»

    Tatsächlich ist die Liste der ­Zuzüge prominent. Letztes Jahr Vermin, Zangger, Frick, diesen Sommer Bertschy, Kenins, Grossmann, Boltshauser, dazu vor zwei Wochen der US-Schweizer Moy und ab Sommer 2019 Goalie Stephan. Da spielt es keine Rolle, ob Lausanne wirklich das vierthöchste Budget der Liga hat: Die Wahrnehmung zählt. Und der Verdacht, dass Geld keine Rolle spielt, erhält weitere Nahrung durch das einzige Trikot der Liga, auf dem sich nur ein einziger Sponsorenname findet. Durch das neue Stadion, das der Club zwar nicht selbst bezahlt, aber vermarktet. Und durch einen ­Besitzer, der zum Einstand sagt: «Eines Tages wird Lausanne der beste Club Europas sein.»

    Ken Stickney heisst der Mann, ist Amerikaner und ist auch ­bekannt, weil er fast eine Saison lang die Kloten Flyers führte. Der Milliardär, der in Übersee ein Dutzend Sportstadien baute, sah nach einem Jahr und 7,7 Millionen Franken Betriebsverlust ein, dass sein Traum vom rentablen Eishockeybusiness im Zürcher Unterland nicht realisierbar war.

    Beinahe zum Erfolg verdammt

    In Lausanne sieht es besser aus. 1300 Premiumplätze bietet die neue Arena, alle Suiten sind schon verkauft, und mit der AEG ist ein Partner an Bord, der vom Staples Center in Los Angeles bis zur O2-Arena in London viel Erfahrung im Stadionbetrieb hat. Das ist der Massstab, in dem sie jetzt im Waadtland denken. Fünfzig grosse Anlässe sollen dereinst pro Jahr in der Vaudoise Aréna stattfinden: Konzerte, Events, ­Seminare. Dafür wurde die Struktur des Clubs geändert, der Sport ist nun Teil einer Holding.

    Stickney ist dabei die zentrale Figur. Nicht weil er ein Mäzen sei, so CEO Weibel. Sondern weil er die Millionen garantiert, die der Club in jene Teile der Arena investiert, die er kommerziell nutzt, den Gastrobereich oder LED-Anzeigen etwa. Hundert Prozent Auslastung sind künftig das Ziel im Eishockey, gut 9600 Zuschauer – über 3000 mehr als aktuell. Sie wollen unterhalten sein, und sportlicher Erfolg ist dafür wichtig. «Ohne Stadion», weiss Weibel, «wären Investitionen ins Team gar nicht möglich.» Und ohne gutes Team wird der Club nicht selbsttragend – denn das bleibt oberstes Ziel.

    So ist der LHC zum Erfolg fast verurteilt. Und so investiert er ins Team. Auf diese Saison wurde das Budget leicht erhöht, sagt Weibel, nächste Saison soll es gegenüber 2017/2018 um total 1,5 Millionen steigen. Der Quervergleich ist schwierig, aber die Personalkosten dürften sich dann kaum von jenen in Zürich, Bern, Zug oder Lugano unterscheiden.

    Die jüngsten Siege bestätigen die Vorwärtsstrategie. Neun Erfolge in Serie schafften die Waadtländer erst einmal seit dem Aufstieg 2013, der Ligarekord liegt bei 15, aufgestellt 1988/89 vom Grande Lugano. Grande ist der LHC dreissig Jahre später zwar noch nicht. Doch werden will er es durchaus. Etwas anderes lässt der Businessplan auch fast nicht zu. (Tages-Anzeiger)

    Der Sonntag wird ein Schicksalstag für GC und den FCZ

    Bei der Stadion-Abstimmung gehe es um ihre Existenz, behaupten die Grasshoppers und der FCZ. Stimmt das?

    Flurin Clalüna

    Ancillo Canepa wird am Sonntag im Stadthaus in Zürich sitzen und warten. Es ist ein Schicksalstag für seinen FC Zürich. Wenn man ihm und Stephan Anliker, dem Präsidenten der Grasshoppers, in den letzten Wochen zugehört hat, dann geht es bei der Stadion-Abstimmung für die beiden Fussballklubs um dies: alles oder nichts. Anpfiff oder Abpfiff. Es gibt nur ein Spiel in dieser Saison, das sie nicht verlieren dürfen, dieses Politspiel an der Urne.

    Canepa und Anliker waren zuletzt weniger als Fussballpräsidenten unterwegs denn als Lobbyisten, sie waren in Talkshows, traten an Podien auf, gaben Interviews, verteilten Flyer auf der Strasse, schrieben Artikel. Und immer verkündeten sie die gleiche Botschaft: Eine Niederlage in der Stadion-Frage wäre die Entscheidung in diesem Spiel, und eine Nachspielzeit gäbe es auch keine mehr. Misslingt auch dieses Projekt, würde zum dritten Mal in den letzten Jahren in Zürich eine Stadion-Vorlage scheitern. Ein 0:3 sozusagen. Das könnte es dann gewesen sein, sagen sie.

    Stimmt das wirklich?

    Einfach weiter wie bisher?

    Es war im Spätsommer, die beiden Zürcher Fussballpräsidenten sassen zusammen beim Kaffee, und einer sagte: «Wenn das Stadion jetzt nicht kommt, wird es bedrohlich.» Und der andere meinte: «Es geht nun tatsächlich um die Zukunft des Spitzenfussballs in Zürich.» Die Botschaft war eindeutig: Ohne neues Stadion stirbt der Profifussball in dieser Stadt. Das war 2013. Die Präsidenten hiessen Canepa und André Dosé. Ein paar Wochen nach diesem Gespräch wurde ein von der Stadt finanziertes Stadion abgelehnt. Und trotzdem ist es mit GC und dem FCZ weitergegangen. Im Fall der Grasshoppers war das Weiterleben zwar eher ein Überleben. Aber sie sind immer noch da. Die Frage ist bloss: zu welchem Preis?

    Ancillo Canepa und seine Frau Heliane haben seit dem Amtsantritt vor zwölf Jahren geschätzt 30 Millionen Franken in den FCZ gesteckt; beim Gartenbauunternehmer Heinz Spross, einem GC-Mäzen seit vielen Jahren, sollen es seit 2004 über 16 Millionen gewesen sein. Dazu kommen viele Millionen mehr von Privatpersonen, die den Grasshoppers nahestehen. Weshalb sollte es also nicht einfach im gleichen Stil weitergehen wie bisher, falls wieder ein Nein resultiert?

    Existenziell wird es für GC und den FC Zürich, wenn sich diese Geldgeber zurückziehen und sich keine neuen finden lassen. Es ist diese Angst, die über der Abstimmung liegt. Die Klubs wollen zwar nicht drohen. Aber am Ende ist es eben doch genau dies: eine scharfe Warnung. Anliker sagt: «Ohne Stadion wird es sehr, sehr schwierig. Und es kann sehr, sehr schnell gehen. Stand heute hat es keine Leute bei GC, die noch einmal überbrücken.» Das ist das entscheidende Stichwort: überbrücken.


    Als Canepa 2006 FCZ-Präsident wurde, tat er dies mit der Aussicht, ein paar wenige Jahre später in ein neues Stadion einzuziehen. Unter diesen Voraussetzungen stieg er beim FC Zürich ein. Auch die Grasshoppers haben seit zehn Jahren und dem Abriss des Hardturmstadions immer wieder Privatpersonen gefunden, die ihnen Überbrückungskredite gewährt haben – immer unter der Annahme, dass es sich um einen Leidensweg handelt, an dessen Ende dann auch tatsächlich ein neues Stadion steht. Canepa sagt, auch seine Geduld sei irgendwann erschöpft. Im Winter meinte er in einem Gespräch mit der NZZ: «Ich lasse mich nicht ein drittes Mal vertrösten. Ein Nein hiesse: Offenbar will die Stadt Zürich keinen Profifussball.»

    Manchmal hört er, die Canepas sollten einfach weiter bezahlen, auch wenn die Abstimmung schiefgeht, «die haben es ja». Aber die Canepas verlieren die Lust, Geld zu zahlen, wenn eine Perspektive fehlt. Für die Grasshoppers gilt das fast noch mehr. Ihr Engagement hat ihnen in den letzten Jahren keinen Spass mehr gemacht. Sie haben in schwarze Löcher investiert und auf dem Rasen kaum je etwas in Form von Erfolg oder Emotionen zurückbekommen.

    Die Grasshoppers und der FCZ leisten sich ein 20-Millionen-Franken-Budget, aber überteuerte Mannschaften haben sie nicht. Sie haben sich in der Vergangenheit zwar immer wieder zu grösseren und kleineren Verrücktheiten hinreissen lassen. Doch Jahressaläre von 700 000, 800 000 Franken sind selten geworden, bei den Grasshoppers gibt es zum Beispiel Spieler in der 1. Mannschaft, die kaum 6000 Franken pro Monat verdienen. Da spielen nicht einfach Millionäre in kurzen Hosen.

    Und was geschieht nun, wenn das Stadion abgelehnt würde? Canepa spricht von einem Marschhalt und einem mysteriösen «Plan C». Wofür er steht und ob es sich um eine Exitstrategie handelt, weiss ausser dem Ehepaar Canepa niemand. Klar aber ist: Ein Rückzug der Canepas wäre für sie nicht einfach. Der Klub gehört ihnen. Wollen sie nicht die Lichter löschen, müssten sie einen Käufer finden. Und dieser Käufer darf nicht irgendjemand sein. Zu oft haben in der Schweiz Fussballklub-Übernahmen mit Konkursen geendet. Einen ungeordneten Rückzug wird es mit den Canepas nicht geben. Im Februar sagte der Präsident: «Der Klub ist unser Baby, das lassen wir nicht einfach fallen.»

    Bei den Grasshoppers sieht es anders aus, «noch schwieriger», wie Anliker kürzlich sagte. GC ist ein müde gelaufener Verein, in dem die immergleichen Geldgeber immer weniger daran interessiert sind, einen Klub am Leben zu erhalten, der keine Emotionen mehr weckt, der kein Zuhause und keine Identität mehr hat. Für den FC Zürich wäre ein neues Stadion vor allem aus wirtschaftlichen Gründen wichtig. Für GC hängt die ganze Geschichte, die ganze Kultur daran. Bei einem Nein denke man bei GC an den «Abbruch der Übung», hat Anliker einmal gesagt. Unvorstellbar ist das nicht. Die Grasshoppers haben sich schon seit Jahren verschiedentlich mit dem Szenario beschäftigt, den Fussball-Betrieb nur noch in der 1. Liga zu unterhalten.

    Der Schweizer Fussball hängt zu einem wesentlichen Teil am Tropf von Mäzenen. Das wird auch in Zürich weiterhin so sein, selbst nach einer Annahme des Stadions. Aber deren Zuschüsse würden erheblich reduziert. Es gibt einige Berechnungen, die unbestritten sind, andere tönen bloss gut. Mit bis zu 15 Punkten mehr pro Saison rechnet Canepa in einem neuen Stadion. Das ist arithmetischer Voodoo. Realistisch zu erwarten sind hingegen Mehreinnahmen von 5 Millionen Franken dank besseren Catering- und Vermarktungsmöglichkeiten. Das ist ein wesentlicher Teil des strukturellen Defizits, mit dem GC und der FCZ jedes Jahr in die Saison starten. Es lag in den letzten Jahren bei beiden Klubs zwischen 6 und 7 Millionen.

    Hoffen dürfen die Klubs auch auf höhere Zuschauerzahlen – zumindest in einer Anfangsphase. Das zeigen die Erfahrungen aus anderen Stadionneubauten, in Luzern oder St. Gallen. Allerdings sind die Zahlen zum Teil wieder rückläufig. Der FCZ schätzt, dass 15 000 Zuschauer zu den Spielen kämen, GC rechnet mit bis zu 10 000. Es wären enorme Steigerungen im Vergleich zu heute.

    Mahnmal Servette und Xamax

    Anliker sagte kürzlich, das fehlende Stadion sei «das Fundament des Übels von GC». Aber ein Stadion allein wird die Probleme nicht lösen. Xamax und Servette bekamen neue Arenen und gingen trotzdem Konkurs. Vor allem bei den Grasshoppers ist nicht bloss das fehlende Stadion schuld, dass der Klub so in Schieflage geraten ist.

    Auch beim FCZ ist die letzte grosse Krise noch nicht lange vorbei, er ist 2016 nach Managementfehlern abgestiegen, ist aber heute besser aufgestellt als die Grasshoppers. Bei GC sind in den letzten fünf Jahren fast 170 Spieler gekommen und gegangen, mehr als einen Trainer pro Saison haben die Grasshoppers verbraucht, sie haben sich in der Führung öffentlich gezankt und sich erst in den Monaten vor der Abstimmung auf ein Stillhalteabkommen geeinigt, um die Stimmbürger nicht zu irritieren. «Leuchttürme» wollen sie sein im Zürcher Fussball, so die Abstimmungswerbung. Sie waren in den letzten Jahren vieles, aber selten Vorbilder. Ein Stadion kann ihnen helfen, es wieder zu werden.


    Beim Sieg in Ottawa verletzte sich Center Trocheck leider vermutlich schwer, wird nun interessant ob sie Malgin gleich wieder zurück holen oder ob Borgstrom zum Handkuss kommt, beide sind gelernte Center.

    Florida Panthers Recall Forward Denis Malgin from Springfield (AHL)


    Thema Reisekosten und die „tiefen“ Prämien sind mMn schon ein wichtiger Aspekt!

    Klar. Langfristig muss die CHL Gewinn bringen sonst wird das nichts! Hier müssen die Verantwortlichen (u.a. Zahner) schauen das Kohle rein kommt (TV, Sponsoren, etc.) ansonsten ist irgendwann Schluss was aus sportlicher Sicht sehr schade wäre!


    Denn dass man nicht weitergekommen ist, hängt selbstverständlich nur damit zusammen, dass Klubs und Spieler gar nicht gewollt haben...

    Darum haben sich ZSC und Lugano am Schluss des Spiels auch geprügelt weil es ihnen total egal war dass sie verloren haben....ja der Klaus!

    Der Wettbewerb ist super und zeigt den Teams auf das es eben noch etwas braucht um in Europa Top zu sein, auch wenn es manchmal nur wenig ist. Ich hoffe die CHL wird es noch lange geben! Integriert die Spiele in die SK und das Publikum ist auch dabei! Beim Schweizer Fussball Cup kommt auch keine Sau weil nicht in der SK inbegriffen. Wenn man weiss wie der Kunde funktioniert sollte man sich danach richten!