Beiträge von Larry

    Drei zuletzt verletzte Spieler (Lukas Flüeler, Pius Suter und Mattia Hinterkircher) kehren in die Aufstellung zurück. Bei den Ausländern kommt nebst Fredrik Pettersson erstmals auch der GCK-Schwede Victor Backman zum Zug. In der Champions Hockey League gibt es keine Begrenzung in Sachen Ausländer.

    «Die Finnen sind wie Maschinen»

    Finnlands Meister Oulun Kärpät, der heutige Gegner der ZSC Lions, hat NHL-Spieler wie Reijo Ruotsalainen, Kari Jalonen oder Sebastian Aho hervorgebracht.

    Roland Jauch

    Eishockey im nördlichsten Norden: In Schweden steht dafür Lulea, in Finnland, auf der anderen Seite des Bottnischen Meerbusens, Oulu. Die kürzeste Reise des Teams zu einem Auswärtsspiel Richtung Süden ist die nach Kuopio (259 km), die Hauptstadt Helsinki liegt über 600 Auto­kilometer weit weg. Trotz der Abgeschiedenheit und der noch längeren Nächte im Winter gehört Kärpät mit seinen acht nationalen Titeln zu den führenden Clubs Finnlands. Der Meister liegt auch jetzt auf Platz 1.

    Die entscheidenden Figuren auf dem Weg zu den letzten zwei Triumphen belegen eindrücklich, woraus Kärpät seine Kraft schöpft: aus der Jugend. 2015 wurde die Finalserie gegen Tappara Tampere erst im siebten Spiel entschieden, Meisterschütze war – in der zweiten Verlängerung – Sebastian Aho, damals ein Jüngling von 17,5 Jahren. Im vergangenen Frühling stand der Meistermacher im Tor: Veini Vehviläinen wurde zum besten Goalie der ganzen Saison gewählt, im Playoff kam er auf eine Abwehrquote von 93,5 Prozent – als 21-Jähriger. In der Schweiz gab es in den letzten 20 Jahren nur einen ähnlich jungen Goalie, der bei einem Titelkandidaten das Vertrauen erhielt und Meister wurde: Jonas Hiller als 20-Jähriger beim HC Davos 2002.

    Der Mix der Jugend mit älteren Spielern, die nach Auslandjahren – wie der letztjährige Berner Mika Pyörälä – in ihre Heimat zurückkehren, macht aus Kärpät ein Topteam. Aleksi Heponiemi, in der Meisterschaft bester Skorer des Teams, ist 19. Pyörälä, der zuletzt verletzt fehlte, ist die Nummer 2 der internen Skorerliste und 37.

    Sie liefen und liefen

    Seit 2010 schafften acht Spieler aus Oulu den Sprung in die NHL. Sebastian Aho (Carolina), Joonas Donskoi (Florida) oder Jesse Puljujärvi (Edmonton) sind die bekanntesten der Neuzeit. Früher waren das Reijo Ruotsalainen, der in seinen fünf Jahren beim SCB nicht nur die Berner Fans begeisterte, Kari Jalonen oder Pekka Rinne. SCB-Coach Jalonen kehrte als Trainer nach Oulu zurück, 2005 und 2007 gewann er den Titel.

    Dass in Oulu eine Eishockey-Talentschmiede steht, hat sich auch im Ausland herumgesprochen. Radek Koblizek machte sich als 15-Jähriger auf Drängen seiner Eltern und seines Agenten aus Brno auf nach Oulu. Der tschechische Flügel kann nach fünf Jahren im finnischen Norden zumindest teilweise erklären, warum die Nachwuchsarbeit dort so erfolgreich ist.

    «Als wir zum ersten Mal an ein Turnier reisten, habe ich mich auf all die Freiheiten gefreut, die wir in Tschechien jeweils auswärts genossen haben, oder auf die Streiche, die wir einander in der Unterkunft spielten», blickt Koblizek zurück. Mit Oulu war alles anders. «Wir bezogen unsere Zimmer, und ich dachte, dass es jetzt dann losgehen würde.» Doch sein Zimmerkollege habe sich die Kopfhörer übergestülpt und sei schlafen gegangen. Alle anderen auch. Die Nacht­ruhe wurde widerspruchslos ­akzeptiert. «Die jungen Finnen tun das, was ihnen der Trainer sagt. Eines Tages schrieb der Coach die Übungen auf die Tafel, aber im Training war er nicht dabei.» In Tschechien hätte keiner auch nur eine Übung mitgemacht, sagt Koblizek und lacht.

    «Aber in Oulu studierten die Jungs die Tafel und führten ­exakt das aus, was geschrieben stand. Ich konnte das nicht verstehen. Sie sind wie Maschinen.» Koblizek hatte gedacht, läuferisch könne ihm nicht so mancher etwas vormachen. In Finnland wurde er eines Besseren belehrt. «In Oulu stand ich doppelt so lange auf dem Eis wie in Tschechien. Wir liefen und liefen.» Er hat es zwar nicht in die NHL, aber zum Stammspieler beim finnischen Meister gebracht. Im letzten Match in der Liga schoss er das entscheidende Tor. (Tages-Anzeiger)

    Es ist ein Mix von allem: Ein bisschen die Verletzten, ein bisschen der neue Trainer und ein bisschen das Team das glaubt es wisse besser wie es laufen sollte. Dazu ein bisschen Meister Blues und schon ist man dort wo man nicht sein möchte. Aber auf den Ausgang der Meisterschaft hat dies absolut keinen Einfluss. Bin auf jeden Fall nach wie vor lieber ZSC- als HCD-Fan!

    Die ZSC Lions haben mit den Tücken der Ausländer-Rotation zu kämpfen

    Ein Drittel der Qualifikation ist gespielt, und der Meister kommt einfach nicht in Schwung. Auch beim 3:5 am Samstag gegen den letztjährigen Finalgegner Lugano gelingt es den ZSC Lions nicht, über die ganze Spieldauer konstant aufzutreten.

    Ulrich Pickel (NZZ)

    Es gibt objektive Gründe für die Leistungsschwankungen und Schwierigkeiten beim ZSC. Die Oberkörper-Verletzung des Centers Pius Suter zum Beispiel hinterlässt eine Lücke auf der wichtigen Mittelachse. Deshalb werden die ausländischen Center Roman Cervenka und Drew Shore gebraucht. Gleichzeitig fehlt in der Abwehr der Captain Patrick Geering (Hirnerschütterung). Deshalb will der Coach Serge Aubin auch nicht auf die ausländischen Verteidiger Kevin Klein und Maxim Noreau verzichten.

    Die Pettersson-Frage

    Somit ist Fredrik Pettersson hin und wieder der fünfte Ausländer, der überzählig zuschauen muss. So auch am Samstag – und dies in einer Phase, in der die Lions mit akuten Abschlussproblemen kämpfen. Der 31-jährige Schwede war mit 26 Treffern der zuverlässigste Schütze der letzten Qualifikation. Doch in dieser Saison hat auch er Mühe. Und das geht nicht nur auf die Ausländer-Rotation zurück.

    Pettersson handelte sich im sechsten Final gegen Lugano wegen einer Attacke gegen Maxim Lapierre sechs Spielsperren ein, er musste die ersten fünf Pflichtspiele dieser Saison aussetzen. Mit dieser Frust-Szene tat er sich keinen Gefallen, ihretwegen beraubte er sich der Chance, gleich von Saisonbeginn an Fahrt aufzunehmen. Als er wieder spielen durfte, gelang ihm zwar gleich ein Tor. Doch seither läuft er dem Erfolg vergeblich hinterher – mit jedem Schuss, der nicht ins Ziel traf, nahm die Verkrampfung ein bisschen mehr zu. Argumente in eigener Sache konnte der Scharfschütze so keine sammeln.

    Wer mit fünf Ausländern im Kader antritt, hat immer das gleiche Problem: Einer ist jeweils überzählig. Auch Pettersson musste damit rechnen, dass es ihn hin und wieder erwischt. Er ertrage die Situation wie ein Profi. «Er ist nicht glücklich, aber das erwarte ich auch nicht von ihm», sagte Aubin am Samstag. Die Situation mit fünf Ausländern ist ein Luxus für den Trainer, sie eröffnet ihm viele Möglichkeiten. Aber das sorgt auch für Unruhe – die Situation ist tückisch.

    Aubin versucht mit kreativen Lösungen, die Flaute im Angriff und die Lage bei den Ausländern bestmöglich zu meistern. Er lässt hin und wieder den Verteidiger Noreau am Flügel stürmen – auf Petterssons Position. Im Powerplay wiederum wird Noreau als Verteidiger eingesetzt. Dass sich Aubin die Polyvalenz Noreaus zunutze machen will, ist ein interessanter Ansatz. Gegen die Lakers funktionierte das gut, gegen Lugano nicht. Die Idee war den Versuch wert. Und doch: Der Spagat gelingt nicht richtig. Am Ende herrscht der Eindruck einer Weder-Fisch-noch-Vogel-Lösung.

    Ist weniger vielleicht mehr?

    Die Positionswechsel während des Spiels erhöhen Noreaus Wirkung nicht wirklich, und Pettersson als Zuschauer nützt den Lions auch nichts. Goalgetter mit Ladehemmungen sind in jeder Sportart besonders fragile Wesen. Sie brauchen Vertrauen und Zeit. Vielleicht ist es angebracht, die Ausländer-Rotation etwas weniger kreativ anzugehen und Pettersson einfach so lange spielen zu lassen, bis sein Selbstvertrauen zurück ist. Dass sich bei einem Stürmer seiner Klasse der Knoten früher oder später lösen wird, erscheint unzweifelhaft.

    Am Dienstag wird Pettersson auf jeden Fall wieder spielen dürfen, wie auch Aubin bestätigt. Die ZSC Lions empfangen in der Champions Hockey League im Achtelfinal-Hinspiel den finnischen Meister Kärpät Oulu. Im Europacup stellt sich die Ausländerfrage nicht, es gibt keine Beschränkungen. Am Dienstag wird auch der Goalie Lukas Flüeler wieder bereit sein. Seine Kopf- und Nackenschmerzen nach einem Zusammenstoss im Spiel in Bern am 19. Oktober sind offenbar ausgeheilt

    Timo who? :mrgreen:

    Spass beiseite aber Meier ist halt auch einer der nie in der NLA gespielt hat, den man in der CH eigentlich gar nicht kennt.

    Er ist den Weg via NA Juniorenliga gegangen, den Weg den auch ich favorisiere.

    Macht sich gut der Appenzeller! Schade, SJS steht nicht auf meinem Plan diese Saison.

    Wie lange bleibt Arno Del Curto in Davos noch Coach?

    Der Trainer hat den HC Davos mit Leidenschaft und Intensität zum Musterklub des Schweizer Eishockeys gemacht. Nun droht er sein Vermächtnis in Rekordzeit zu zerstören.

    von Daniel Germann (NZZ)

    Es ist denkbar, dass Arno Del Curto im Moment gerade ein sehr einsamer Mann ist. Nicht dass er keine Menschen um sich herum hätte. Im Gegenteil: Er wird umringt von ihnen. Auf der Eisbahn, im Dorf oder wo immer sonst er sich dieser Tage zeigt. Man hängt an seinen Lippen, wartet auf den nächsten Geistesblitz. Oder zumindest einen der legendären Wortschwalle, mit denen er Nörgler in den Senkel zu stellen und das aus dem Lot geratene Weltbild wieder zurechtzurücken pflegt.

    Eine legendäre Ära

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    Jahre steht Arno Del Curto mittlerweile an der Bande des HCD. Er übernahm den Klub 1996.

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    Titel hat er seither gewonnen: 2002, 2005, 2007, 2009, 2011, 2015.

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    So viele Male hat der HCD unter Del Curto die Play-offs verpasst. Als einziges Team war er immer unter den Top 8.

    Doch Del Curto schweigt. Und dieses Schweigen ist bedrohlicher als jede Tirade, die er in den vergangenen 22 Jahren losgelassen hat. Am Freitag, nach dem 1:8 gegen den EV Zug, ging er gesenkten Blicks Richtung Kabine, hob kurz den Kopf, um dem Zuger Kollegen Dan Tangnes die Hand zu schütteln, und verschwand in der Davoser Nacht.

    Über dem Bild hing die grosse Frage: Wie lange noch, Arno Del Curto? Wie lange tun Sie sich das noch an? Wie gross ist Ihre Leidensbereitschaft? Wie sehr hängen Sie an dem, was einst Ihre erste echte Chance in der Nationalliga war und dann zur Lebensaufgabe wurde?

    Del Curto musste zusehen, wie sein Bruder mit 28 Jahren an einem Hirntumor starb, der zu lange nicht als solcher erkannt worden war.

    Man hätte die Fragen gerne Del Curto direkt gestellt. Doch der Coach antwortete in einem kurzen SMS: «Die Wuche han i gnueg z tue, telefoniere mir nöchsti Wuche.»

    Del Curto wurde in seinem Leben immer wieder mit schwierigen Situationen konfrontiert - privaten und beruflichen. Er musste zusehen, wie sein Bruder mit 28 Jahren an einem Hirntumor starb, der zu lange nicht als solcher erkannt worden war. Dann geriet er mit einer von ihm gegründeten Telefonmarketingfirma in finanzielle Probleme, die er erst mithilfe seines Vaters lösen konnte. Eine Knieverletzung raubte ihm früh den Traum einer Spielerkarriere. Er entschloss sich, Trainer zu werden, und scheiterte in seinem ersten grossen Job beim chaotischen ZSC trotz dem sensationellen Play-off-Sieg über den HC Lugano.

    Wer so vielen Widerwärtigkeiten trotzt und unbeirrt seinen Weg geht, der lässt sich von einer Resultatkrise wie der laufenden mit dem HCD nicht vom Weg abbringen. Denkt man. Doch was Arno Del Curto derzeit durchleidet, ist mehr als einfach eine Krise. Es geht um das, wofür er steht, um sein Lebenswerk.

    Jahrelang war er rast- und ruhelos mit den Spielern und auch sich selber. Tempo, Tempo, Tempo - das Stakkato, mit dem er das Team über das Eis hetzte, war auch das Motto seiner selbst. Del Curto hat sich den Mechanismen des Geschäfts entzogen. Trainer kamen und gingen; er blieb. Mit der Sturheit seines Engadiner Schädels setzte er sich gegen jeden Widerstand durch, hielt an seinen Ideen fest und formte den HCD zum Vorzeigeklub der Liga.

    Sehnsuchtsort von Generationen

    Davos und sein HCD waren schon immer ein Sehnsuchtsort gewesen. Tausende von jungen Schweizerinnen und Schweizern entdeckten die Liebe zum Eishockey über den Spengler-Cup und den Klub, der diesen repräsentierte. Die Kirche vor der Bergkulisse, der Zamboni, der seinen Weg durch das Schneegestöber pflügt, oder der Kaminfeger, der vom Dach der alten Holztribüne die besten Wünsche zum neuen Jahr ins Unterland entsandte, sozialisierten Generationen für das Eishockey.

    Die Postkartenidylle machte den HCD zum beliebtesten Klub des Landes. Der Stamm der Sympathisanten reicht bis an den Genfersee hinunter. Bibi Torriani, Hans und Ferdinand «Pic» Cattini, später Walter Dürst oder Jacques Soguel waren nationale Ikonen.

    Doch keiner von ihnen war grösser als Arno Del Curto. Der HCD war bereits vor ihm erfolgreich gewesen. Del Curto aber hat den Klub neu erfunden. Um einen Kern junger, talentierter Spieler baute er ab 1996 eine Dynastie auf, die das Schweizer Eishockey zwei Jahrzehnte lang wenn nicht dominierte, so doch prägte. Sechs Titel zwischen 2001 und 2015 sind die Saat Del Curtos und machten den HCD zur ersten Adresse im Land. Bern, Lugano oder Zürich mochten bessere Löhne zahlen; doch wer sich als Spieler sportlich entwickeln wollte, der schloss sich der Bewegung Del Curtos an.

    Mit jedem Titel, jedem weiteren Talent, das unter Del Curto zum Star reifte, wuchs auch seine Reputation. «Diamantenschleifer» nannte man ihn. 2007 und 2011 wurde er bei den Sports Awards als «Trainer des Jahres» geehrt, 2009 zeichnete ihn der internationale Eishockeyverband als besten Coach Europas aus. Immer wieder bekam er Angebote aus Bern, Lugano oder Zürich. Selbst St.Petersburg aus der KHL interessierte sich für ihn. Del Curto war geschmeichelt, kokettierte kurz mit einem Wechsel, um danach doch wieder beim HCD zu unterschreiben.

    Mittlerweile ist er 62 Jahre alt, steht in der 23. Saison als HCD-Coach, knapp drei Jahre fehlen noch zur Silberhochzeit. Das Jubiläum würde mit dem 100. Geburtstag des Klubs zusammenfallen. Der Präsident Gaudenz Domenig hat wiederholt gesagt, es sei sein Ziel, diesen mit Del Curto zu begehen. Doch nun sitzt Domenig unversehens in der Del-Curto-Falle. Er weiss, dass er seinen Trainer eigentlich ersetzen müsste, um frischen Wind in die Kabine zu bringen. Doch die Verdienste Del Curtos, der Status, den er sich im Klub erarbeitet und auch verdient hat, lassen ihn zögern.

    Dieser Glaube, dass es Arno schon irgendwie richten wird, ist zur Hypothek für den HCD geworden

    Zeit ist im Prinzip genug da. Erst ein Drittel der Qualifikation ist gespielt. Man klammert sich an die Hoffnung, dass sich Del Curto neu erfindet, dass er die Wende schafft und das Team zurück auf Kurs bringt. Marc Gianola, Geschäftsführer und langjähriger Spieler des HCD, sagt: «Als Arno zu uns stiess, sass er noch bei uns in der Garderobe und hatte kein Trainerbüro. Er war ein Teil der Mannschaft. Doch wie die Spieler hat auch er sich stetig entwickelt. Die Zeit, in der er mit uns am Stammtisch sass und Karten spielte, ist längst vorüber. Das tut heute kein Trainer mehr.»

    Doch gerade dieser Glaube, dass es Arno schon irgendwie richten wird, ist zur Hypothek für den HCD geworden. Die Präsidenten des Klubs wurden zu seinen grössten Fans: Ernst Wyrsch, Tarzisius Caviezel, nun Gaudenz Domenig liessen ihm freie Hand im Vertrauen darauf, dass er weiss, was er tut. Aus dieser Konstellation heraus ist in Davos das «Selbstverwaltungsgebiet Del Curto» entstanden. Der charismatische Trainer duldet keinen Widerspruch. Er umgibt sich mit Menschen, die seine Überzeugungen teilen. Entwickelt der eine oder andere doch eigene Ideen, muss er früher oder später gehen.

    Gianola kennt Del Curto wie nur wenige. Als Spieler hat er vier der sechs Titel mit ihm gefeiert. Sein Trikot mit der Nummer 5 hängt unter dem Hallendach und wird wie jene der Brüder von Arx und von Sandro Rizzi nicht mehr vergeben. Die vier bildeten den Kern, der den HCD und damit auch Del Curto gross gemacht hat. Gianola ist heute Geschäftsführer, Rizzi Assistenzcoach, Jan von Arx Juniorentrainer. Dass aus dem Quartett ausgerechnet Reto von Arx, der wohl als einziger die Persönlichkeit hatte, Del Curto zu widersprechen, keine Rolle mehr spielt, spricht Bände.

    Sammelbecken der Enttäuschten

    Der HCD ist gefangen im «Selbstverwaltungsgebiet Del Curto». Nun, da Widerspruch gefordert wäre, ist niemand da, der ihn leisten kann. Der HCD hat die Anziehung bei den Topspielern verloren. Vom Fluchtpunkt der Sehnsüchtigen ist er zum Sammelbecken der Hoffnungslosen geworden. Nach Davos zieht nur noch, wer sich anderswo nicht durchsetzen konnte: Wie Inti Pestoni, der die Erwartungen bei den ZSC Lions nie erfüllte; wie Lukas Stoop, der in der Saison zuvor mit Kloten abstieg; oder wie Luca Hischier oder Dario Meyer, die in Bern nur Nebenrollen spielten.

    Doch man hält sich daran fest, dass Arno alles richten wird. 80 Prozent der Reaktionen, die ihn erreichten, drückten Verständnis für die schwierige Situation aus, sagt Gianola. Statt sich der Frage zu stellen, ob Del Curto noch der richtige Coach ist, erklärt man die Abgänge mit dem Standortnachteil, der den HCD im nationalen Vergleich wirtschaftlich immer stärker handicapiere. «Wer das Geld hat, hat auch den Erfolg. Sonst läuft etwas schief», sagt Gianola. «Wir sind in einer sportlichen Krise. Doch unsere Mannschaft ist immer noch stark genug, um die Play-offs zu erreichen.»

    Man glaubt an Arno Del Curto, und vertraut darauf, dass er - Tempo, Tempo, Tempo - einen Weg aus der Krise finden wird. Man leidet und fragt: Wann? Dabei lautet die wirkliche Frage: Wie lange noch?

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    Präsident Domenig zur HCD-Krise: «Bis zu Weihnachten müssen wir einen klaren Aufwärtstrend sehen»

    NZZ am Sonntag: Glauben Sie noch daran, dass der HCD den Sturz in die Klassierungsrunde verhindern kann?

    Gaudenz Domenig: Wir müssen daran glauben, wenn wird noch eine Chance haben wollen. Und das tun wir auch. Aber gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass wir in einer schwierigen Situation stecken. Realistischerweise sind die Chancen, dass wir uns für die Play-offs qualifizieren, nur noch gering.

    Und glaubt der Verwaltungsrat noch daran, die Play-offs mit Arno Del Curto zu erreichen?

    Wir planen keinen Wechsel. Gelingt es Arno, die Mannschaft zu stabilisieren, gibt es auch keinen Grund dazu. Deshalb lassen wir den Trainer und die Spieler ruhig und bestmöglich weiterarbeiten. Sollte es aber weiter abwärts gehen, dann werden wir nicht darum herumkommen, den Trainer ernsthaft infrage zu stellen. Bis Weihnachten müssen wir einen klaren Aufwärtstrend sehen.

    «Aus heutiger Sicht hätten wir früher eingreifen müssen. Aber 2015 waren wir noch Meister.»

    Ist denn Del Curto tatsächlich das Problem der gegenwärtigen Krise?

    Wir haben in den letzten zwei, drei Jahren im Betreuerteam Qualität verloren. Der Fitnesstrainer ging, der Verteidigertrainer auch. Wir haben das Schusstraining nicht mehr so intensiv gepflegt wie früher. Das hat mit Arno zu tun und liegt in seiner Verantwortung. Es ist aber nicht nur eine Kritik an ihm, sondern auch am Verwaltungsrat. Wir hätten möglicherweise früher und stärker eingreifen und Einfluss nehmen müssen. Doch gleichzeitig dürfen wir auch nicht vergessen: Die Mannschaft hat nicht mehr die gleiche Qualität wie vor ein paar Jahren. Sie musste günstiger werden.

    Del Curto hatte über Jahre freie Hand bei den personellen Entscheidungen. War das ein Fehler?

    Wie gesagt: Aus heutiger Sicht hätten wir früher eingreifen müssen. Aber die Resultate waren ja nicht schlecht. Vergessen Sie nicht: 2015 waren wir noch Meister, 2016 und 2017 im Halbfinal. Objektiv gesehen, gab es da keinen Grund zu intervenieren. Kürzlich hat mir jemand gesagt, Bernhard Heusler habe es richtig gemacht und nach dem Meistertitel zweimal den Trainer gewechselt. Doch es braucht einigen Mut, um wie Heusler zu handeln.

    Als Sofortmassnahme haben sie Del Curto Sandro Rizzi als Assistenzcoach zur Seite gestellt, René Müller übernimmt als Sportchef. Sie beide haben unter Del Curto gespielt. Glauben Sie wirklich, dass sie sich gegen ihn durchsetzen können?

    Rizzi hat eine besondere Rolle. Doch Müller spielt schon eine Weile nicht mehr und nimmt mittlerweile in unserer Organisation eine wichtige Funktion ein. Er kann sich durchaus durchsetzen.

    Der HCD hat auf diese Saison hin fast die halbe Mannschaft ausgewechselt. Ein Dutzend Spieler gingen. Warum?

    Wir müssen günstiger werden. Die wenigsten Abgänge waren gewollt. Wir hätten etwa Gregori Sciaroni (zu Bern), Mauro Jörg (Lugano) oder Dario Simion (Zug) gerne behalten. Aber wir sind gegenüber einem Teil der Klubs in der National League nicht mehr konkurrenzfähig.

    Simion haben Sie im Sommer aus einem Vertrag heraus freigegeben. Das war ein sonderbares Signal.

    Simion wollte aus persönlichen Gründen nach Zug. Wir sind ihm stark entgegengekommen. Es macht keinen Sinn, einen Spieler gegen seinen Willen im Team zu halten.

    Félicien Du Bois war 2014 der letzte Topzuzug des HCD. Seither kamen vor allem Spieler, die in anderen Klubs Probleme hatten.

    Es war damals wie heute schwierig für uns, Topspieler nach Davos zu locken. Am Ende entscheidet das Geld. Es gab eine Zeit, da verzichtete einer vielleicht auf 10 000 bis 20 000 Franken Lohn, die er bei einem anderen Klub verdienen konnte, um unter Arno zu spielen. Doch auch andere Klubs haben ihre Vorteile. Den einen reizt es, in Lugano den Herbst zu geniessen, ein anderer will vor 16 000 Zuschauern in Bern spielen. Arno und sein Leistungsausweis sind noch heute unsere stärksten Argumente.

    Sein Renommee hat gelitten.

    Im Moment stimmt das. Aber ich glaube, vor einem Jahr war das noch nicht so. Und sollte er den Turnaround mit dem Team schaffen und die Play-offs doch noch erreichen, wird das schnell wieder anders sein.

    Seit sieben Jahren müssen Sie sich den Terminschutz des Spengler-Cups für 800 000 Franken von den anderen Klubs erkaufen. Ist das der Grund, weshalb der HCD nicht mehr konkurrenzfähig ist?

    Es ist ein Teil davon. Die städtischen Klubs haben generell mehr Reserven. Es drängen immer mehr Milliardäre in den Sport - in Lausanne, in Zug. Die ZSC Lions haben ihr Aktienkapital eben um sechs Millionen aufgestockt, sie haben potente Gönner im Rücken. Das finanzielle Gefälle innerhalb der Liga ist grösser geworden. Wir haben unser Potenziel mit einem Schnitt von 4800 Zuschauern ausgeschöpft. Dazu handicapiert uns momentan der Umbau der Halle. Das aber ist eine Investition in die Zukunft.

    Wie viel müssen Sie selber zahlen?

    Nichts. Die Kosten trägt die Gemeinde. Aber wir haben acht Millionen in eine neue Trainingshalle investiert. Und wir haben durch den Umbau der Halle weniger Zuschauereinnahmen, weniger Einnahmen aus der Gastronomie. Wie viel uns da fehlt, lässt sich im Moment noch nicht abschätzen.

    Gleichzeitig verliert der Spengler-Cup immer mehr an Bedeutung.

    Der Spengler-Cup macht mir im Moment am wenigsten Sorgen. Wir haben ein hervorragendes Teilnehmerfeld, die Werbung ist ausverkauft. Die weltweite Beachtung nimmt zu.

    Könnte der HCD ohne ihn als National-League-Klub überleben?

    Wenn, dann höchstens auf reduziertem Niveau. Ambri und Langnau beweisen, dass man sich auch als Dorfklub in der National League behaupten kann. Ich wage zu behaupten: Der HCD ist immer noch eine Marke im Schweizer Eishockey.

    2021 muss der Terminschutz des Spengler-Cups neu verhandelt werden. Schon jetzt sagen Meinungsführer anderer Klubs, dass sie die attraktiven Spieltermine in der Altjahrswoche künftig nicht mehr für 800 000 Franken abgeben werden.

    Vielleicht wollen wir den Terminschutz dann gar nicht mehr. Die 800 000 Franken waren ja nicht nur für Schutz des Termins, sondern auch eine Entschädigung für die Spieler, die die Schweizer Klubs an das Team Canada abtreten müssen. Doch die Kanadier greifen auf immer weniger Spieler aus der Schweiz zurück. Wir werden gut überlegen, ob uns dieser Schutz noch so viel Geld wert ist.

    Ein Spalier von Mittelfingern

    Die Finalserie der ZSC Lions gegen Lugano hat ihre alte Rivalität wieder angeheizt. Heute Samstag kehren die Zürcher erstmals zurück ins Tessin – es ist vielleicht gerade das, was sie brauchen.

    Simon Graf

    Auf der Fahrt nach Lugano dürften heute bei einigen ZSC-Cracks wohlige Erinnerungen aufkommen an jenen Freitag Ende April, als in der Resega der Titel ausgespielt wurde. «Als wir von der Autobahn kamen, empfingen uns die Lugano-Fans schon mit ausgestreckten Mittelfingern», sagt Chris Baltisberger. «Und vor der Halle tobten sie. Nicht nur Jugendliche, auch Familienväter und Opas. Wir waren richtige Hassobjekte.» Der Sturm draussen kontrastierte zur Ruhe im Car. «Alle waren in sich gekehrt, wollten sich nicht ablenken lassen. Es herrschte schon eine gewisse Anspannung.»

    Die ZSC Lions hatten zwei Meisterpucks verspielt, alle Vorteile schienen bei Lugano zu liegen. «Nach Spiel 6 unterhielten wir uns in der Garderobe», erinnert sich Dave Sutter. «Wir sagten uns, es sei doch eine wunderbare Sache, ein siebtes Spiel um den Titel spielen zu dürfen. Das erlebt man nicht oft. Diese Denkweise gab uns viel Energie.»

    In diesem Moment habe sich die mentale Stärke des Teams gezeigt, sagt Kevin Klein. «Wir hatten einige schwierige Spiele in dieser Serie, aber an jenem Abend waren wir grundsolide. Natürlich angefangen bei Lukas Flüeler.» Der Goalie feierte einen weiteren Shutout in einem siebten Spiel, Captain Patrick Geering steuerte das wegweisende Führungstor zum 2:0-Sieg bei.

    Ohropax beim Einlaufen

    Die Dynamik habe sich nach dem 3:3 in der Serie nochmals total verändert, glaubt Chris Baltisberger. «Wir führten in diesem Final 2:0, die Luganesi waren bald einmal mit dem Rücken zur Wand. Diese Rolle lag ihnen besser als die der Favoriten.» Der Flügel erinnert sich auch daran, wie laut es in der Resega war an jenem Abend: «Ich musste beim Einlaufen Ohropax in die Ohren stecken, weil ich empfindliche Ohren habe.» Dass Lugano die emotionalsten Fans der Liga hat, darüber besteht für ihn kein Zweifel. Nicht, dass ihn das stören würde: «Diese Atmosphäre stachelt einen an, gibt einem Energie. Man weiss, man muss kämpfen wie verrückt.»

    Klein wollte eigentlich mit dem Eishockey aufhören, nach dem Meistertitel liess er sich dazu überreden, noch eine Saison anzuhängen. Hätte er auch weitergespielt, wenn der ZSC jenes siebte Spiel verloren hätte? «Wahrscheinlich schon», sagt der 33-Jährige. «Meine Entscheidung hatte nichts damit zu tun, dass wir gewonnen hatten. Es ging darum, das Beste zu tun für die Familie. Ich blieb nach dem Titel ja noch einen Monat hier, weil die Kids noch in der Schule waren, und genoss die Zeit mit Familie und Freunden. Meinen Söhnen gefällt es hier, sie lernen Deutsch. Der Ältere kann schon gut Konversation machen.»

    Dave Sutter unterschrieb einen Dreijahres-Vertrag beim ZSC, weil er einmal Schweizer Meister werden wollte. Nun schaffte er es gleich in der ersten Saison. «Die Qualifikation war schwierig, aber im Playoff zeigten wir, dass wir ein wahres Team sind, in dem jeder für jeden kämpft», sagt er. So zu spielen, sei nun auch das Ziel in der Regular Season. Es ist noch nicht wunschgemäss gelungen.

    Es liegt etwas in der Luft

    In der Resega ist heute Pettersson erneut überzählig und Marti nach seiner Sperre zurück. «Lugano kommt für uns gerade recht», glaubt Chris Baltisberger. «Man spürt, dass zwischen uns etwas in der Luft liegt. In den Jahren zuvor war schon noch eine gewisse Rivalität zu spüren gewesen, aber nicht mehr so wie früher. Durch diese Finalserie ist sie wieder so richtig geweckt.»

    Er freue sich auf die Kabine in Lugano, wo die ersten Festivitäten stattfanden und er mit der Trompete den Sechseläutenmarsch spielte. Inzwischen zählt auch «Happy Birthday» zu seinem Repertoire, und er übt ein neues Lied für die Garderobe. Was es ist, will er noch nicht verraten. Der Sechseläutenmarsch wird inzwischen auch beim Intro im Hallenstadion gespielt, und Baltisberger erhielt eine Anfrage, ob er für eine Elektroversion Trompete spiele. «Ich muss es mir noch überlegen», sagt er und schmunzelt. «Um bereit zu sein fürs Tonstudio, muss ich schon noch ein paar Stunden üben.»

    Noch prägender als die Ankunft in Lugano war für den 27-Jährigen die Rückfahrt: «Das Schöne daran, auswärts Meister zu werden, ist der intime Moment, den man auf der Rückfahrt als Team hat. Der ganze Druck, die ganze Last fallen von dir ab. Du weisst, die Saison ist vorbei und du hast es geschafft. Das ist etwas vom Schönsten, was man erleben kann als Mannschaft.» (Tages-Anzeiger)

    Die Phantom-Bagger in der Leventina

    Seit 2010 ist klar: Ambri muss eine «Nuova Valascia» erstellen. Im Oktober hätten die Bagger endlich auffahren sollen. Sie kamen ein weiteres Mal nicht.

    Roland Jauch (TA)

    Filippo Lombardi hat es gesagt, und wenn ein solch gewichtiger Mann wie der Ständerat etwas sagt, dann sollte das gelten: «Im Oktober fahren die Bagger auf», verkündete Ambri-Piotta-Präsident Lombardi Ende August. Endlich also: Baubeginn für die «Nuova Valascia». Wirklich? Auch ein Swiss-League-Spiel kann Aufklärung in der National League bringen. Am 26. Oktober auf der Fahrt nach Biasca zum Match Ticino Rockets - EHC Kloten ergab auf der Höhe des Flughafens bei Ambri ein Blick hinaus: Es gibt einige Bagger, aber die werden für Arbeiten an der Nationalstrasse eingesetzt. Beim Hangar 6, wo die «Nuova Valascia» zu stehen kommen soll: Keine Bagger, keine Arbeiten.

    Auch am ersten Novembertag jubelte Ambri nicht über einen ersten Spatenstich. Ein weiteres Mal sind nur Phantom-Bagger in der Leventina aufgefahren.

    Dabei ist seit 2010 klar: Keine Renovationen an der alten Halle, es muss eine neue an einem andern Ort her. Denn das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos hat bei einer Untersuchung festgestellt: Die alte Valascia steht in einer Lawinenzone und ist deshalb «hoch» gefährdet. Die erste Frist für ein neues Stadion, von der Nationalliga gesetzt, ist 2015 verstrichen. Würde sich die Liga an die Reglemente halten, die sie sich selbst gegeben hat, wäre Ambri schon lange kein Club der National League mehr. Ohne wenn und aber. Doch die Liga interpretiert ihre Reglemente so strikt, wie Ambri seine Termine einhält.

    Nächster Schritt im Theater: Es kam die Nachricht, dass das Projekt von Ambri-Fan und Stararchitekt Mario Botta 2017/18 betriebsbereit sei. Ausgerechnet ein Einspruch aus Lugano bewirkte wieder eine Verzögerung. Auch für 2018/19 keine neue Halle also. Die Liga beantwortete den Antrag auf die Nutzungsverlängerung der Valascia positiv.

    Im Frühling 2017, nach dem Klassenerhalt, hätten wieder einmal die Bagger auffahren sollen. Plötzlich aber war nicht mehr das Geld (von 35 Millionen Franken auf das Doppelte erhöht, dann wieder auf 50 Millionen reduziert), sondern der Ort ein Problem. Es wurde über eine Verschiebung nach Bellinzona nachgedacht. Im Mai 2017 fiel der Entscheid: Die Nuova Valascia bleibt in der Leventina, die Kosten wurden auf 42,5 Millionen gesenkt. Ein Bankenkonsortium soll für rund 20 Millionen aufkommen. Und 2021 steht die neue Arena. Aber ganz sicher - nicht!

    Wie lange noch darf sich der HC Ambri-Piotta an den Reglementen und Versprechungen vorbei schlängeln? Muss zuerst erst eine Lawine auf die ehrwürdige Valascia herunterdonnern? Wer würde dafür die Verantwortung übernehmen wollen? Niemand.

    :roll:


    für mich wird einfach einmal mehr deutlich sichtbar, dass es an den spielern - und nicht am trainer - liegt! die lions wohlfühloase, mit den exorbitanten löhnen, dem besten kader in der schweiz, in welcher eine wirkliche leistungskultur jeweils erst in den playoffs entsteht. unabhängig davon, ob der trainer us-amerikaner, schwede, kanadier oder aus dem muothatal ist!

    Die zwei Jahre die Du und andere Wallson gegeben haben musst Du Aubin aber nun auch zugestehen!

    Ich persönlich gebe ihm Zeit bis nach Weihnachten, dann muss der Laden laufen!

    Denke nicht das der ZSC eine Wohlfühloase ist, Aubin ist ein Hartley Fan.....

    Den Beweis für Deine Theorie (egal welcher Trainer) könnte erbracht werden wenn wir Kossmann noch hätten. So aber werden wir noch ein bisschen abwarten müssen.

    Kommt halt vieles zusammen. Ein neuer Trainer, verletzte Spieler und Leistungsträger ausser Form. Hollenstein/Wick war eine tolle Kombination, aber nun ist Wick out. Cervenka kommt nicht in die Gänge, Pettersson ist ein Schatten seiner besten Tage. Das Team muss sich an ein neues System gewöhnen. Gegner wie Langnau, lange belächelt, haben dank Ehlers ein Defensiv System das sich gewaschen hat. Unter dem Strich findet sich dafür ein Team wie Davos mit bereits 10 Punkten Rückstand auf den 8. Platz. Bern hat den selben Trainer was ein Vorteil ist aber nur zwei Punkte mehr, dito Zug. Aber abgerechnet wird im Frühling! Trotzdem begreife ich jeden den schlechte Quali Spiele anscheissen, aber etwas Zeit muss man dem Team unter diesen Umständen schon geben! Aber die Latte wird bei uns ständig noch höher gelegt! Vielleicht mal mit Kloten oder Davos Fans sprechen.....


    es macht einfach wenig Spass, den Jungs zuzusehen. Thats all. War noch nicht oft in der Halle zum Glück diese Saison, ging aber jedes Mal enttäuscht nach Hause, und das kanns nicht sein.
    Hoffe noch auf ein oder zwei gute packende Games in der Halle vor dem Playoffstart

    War ja auch paar mal dort, i know. Sicher kein Vorteil das wir schon wieder einen neuen Trainer haben, das braucht einfach Zeit. Aber eher früher als später sollten sie schon in die Gänge kommen.