Beiträge von Larry

    SCL steht nun auf Platz 2, habe einige hier scheinbar verpasst.

    Kossmann hat die Maschine ZSC wieder zum laufen gebracht, aber der Deal mit Aubin war schon eingefädelt. Nun muss das Team halt wieder ein neues System lernen, div. Spieler sind verletzt, andere total ausser Form. Trotzdem ist man gerade mal 2 Punkte hinter Bern und Zug. Toben sie dort auch so herum? :roll:

    Peter Zahner freut sich, dass die Bausektion des Stadtrats die Baubewilligung bereits am 23. Oktober erteilt hat. Zur Bewilligung, den verfügten Auflagen und dem weiteren Zeitplan kann er jedoch keine Aussagen machen. Das Dokument, das Tagesanzeiger.ch/Newsnet bereits schriftlich vorliegt, ist beim Club und den planenden Architekten noch nicht eingegangen.

    Ende November fahren die Bagger auf

    Rechtskräftig wird die Baubewilligung nach Verstreichen der 30- tägigen Rekursfrist Ende November.

    https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region…/story/29607957

    FCZ-Präsident: «Ein SP-Stadion, das vom Steuerzahler finanziert wird, wollen wir nicht»

    Die Zürcher Fussballklubs stehen vor einer Schicksalsabstimmung. FCZ-Präsident Ancillo Canepa und GC-Präsident Stephan Anliker weibeln für das geplante Stadion auf dem Hardturm. Der SP werfen sie «Fake-News» vor.

    Daniel Fritzsche (NZZ)


    Herr Anliker und Herr Canepa, Sie sagen, für die Zürcher Fussballklubs gehe es bei der bevorstehenden Stadionabstimmung um alles oder nichts. Malen Sie da nicht zu schwarz?

    Stephan Anliker: Leider nein. Seit über fünfzehn Jahren haben wir gegenüber unserer Konkurrenz einen riesigen Wettbewerbsnachteil. Wir spielen in einem Stadion (im Letzigrund, Anm. d. R.), das nicht primär für den Fussball, sondern für die Leichtathletik konzipiert wurde.

    Ancillo Canepa: Ein Leichtathletikstadion, das wir notabene nicht selber betreiben können! Wir zahlen eine hohe Miete, können aber nur sehr beschränkt an den Einnahmen teilhaben. Kein anderer Profiklub in der Schweiz hat derart schlechte Rahmenbedingungen. Immer wieder schreiben wir deswegen hohe Defizite.

    Bitte werden Sie konkret.

    Canepa: Bei uns sind es strukturell bedingt 5 bis 7 Millionen Franken im Jahr. Das ist Geld, das uns fehlt. Nicht etwa weil wir es wegen überhöhter Saläre oder dergleichen aus dem Fenster werfen würden, sondern weil wir bis heute auf ein echtes Fussballstadion warten, das die entsprechenden Einnahmen generieren kann.

    Anliker: Bei uns sieht es ähnlich aus.

    Canepa: Als ich 2006 zum Präsidenten gewählt wurde, teilte man mir mit: In drei Jahren hat der FCZ ein neues Fussballstadion. Unterdessen sind zwölf Jahre vergangen. In der Zwischenzeit mussten Privatpersonen laufend hohe Beträge einschiessen; insgesamt einen beträchtlichen zweistelligen Millionenbetrag. Irgendwann ist der Wille zum einseitigen Mäzenatentum erschöpft.

    Ihnen geht es also vor allem um das eigene Portemonnaie, wenn Sie für das neue Stadion kämpfen?

    Canepa: Der FCZ ist ein KMU. Eines, das nicht gewinnorientiert wirtschaftet – aber eben auch nicht verlustorientiert. Wir wären nur schon froh, wenn wir die hohen Kosten, etwa für unsere 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einigermassen selber finanzieren könnten.

    Anliker: Unsere strukturellen Defizite können wir heute bloss durch Erfolge in den europäischen Wettbewerben decken – wie derzeit der FCZ – oder dann durch gute Transfers und private Einschüsse. Gerade die privaten Geldgeber brauchen aber eine Perspektive. Fällt das neue Stadion weg, dann fehlt diese. Wir brauchen ganz klar bessere Rahmenbedingungen mit einem Fussballstadion. Das ist in jeder anderen grösseren Stadt so, zum Beispiel in Basel, Bern, St. Gallen und Luzern.

    Und mit dem neuen Stadion würde dann auf einen Schlag alles besser?

    Canepa: Es ergäben sich neue Einnahmequellen für uns – sei es durch das Catering, Business-Seats, den Biervertrag oder die Vergabe der Namensrechte für das Stadion. Zudem fielen Kosten weg, die wir heute beim Letzigrund haben, zum Beispiel die Stadionmiete. Insgesamt rechnen wir mit einem Plus von mindestens 5 Millionen Franken pro Jahr und Klub. Auch gehen wir davon aus, dass die Zuschauerzahlen steigen werden. Ich rechne für die FCZ-Spiele mit einem Schnitt von 15 000 Besuchern.

    «Wir würden nie leichtfertig budgetieren, glauben Sie mir. Sonst würden wir uns selber betrügen.» (Stephan Anliker)

    Das ist aber sehr optimistisch. Letzte Saison waren es bei Ihnen knapp 11 000 Zuschauer, bei GC rund 7000.

    Canepa: Ein modernes Stadion bringt automatisch mehr Fans. Das zeigen alle Vergleiche im In- und Ausland.

    Anliker: Und mehr Fans, mehr Atmosphäre, mehr finanzielle Möglichkeiten bringen dann auch bessere sportliche Leistungen. Bei GC gehen wir neu von 9000 bis 10 000 Zuschauern pro Heimspiel aus. Ich betone: Unsere Klubs sind nicht gewinnorientiert. Jeder überzählige Franken wird in den Sport reinvestiert, zum Beispiel in den Nachwuchs.

    Canepa: Ein reines Fussballstadion würde uns dank der Akustik und der Nähe der Fans zum Spielfeld zu 10 bis 15 Punkten mehr in der Meisterschaft verhelfen.

    Dann müssten sich YB und der FC Basel aber warm anziehen . . .

    Anliker (lacht): Ja, klar. Es wäre viel mehr möglich als heute.

    Aber ernsthaft: Ihre Prognosen scheinen doch stark vom Prinzip Hoffnung geleitet zu sein. Wenn die Zürcher Klubs schlecht spielen, bleiben die Zuschauer weg – tolles Stadion hin oder her.

    Anliker: Wir brauchen den sportlichen Erfolg, das ist klar. Aber mit einem neuen Stadion – einem echten Hexenkessel – ist dieser leichter zu erreichen als mit einem Leichtathletikstadion.

    Canepa: Unsere Budgets sind eher konservativ und ausgesprochen realistisch erstellt.

    Anliker: Wir sind beide Unternehmer und müssen genau rechnen. Wir würden nie leichtfertig budgetieren, glauben Sie mir. Sonst würden wir uns selber betrügen.

    Garantieren Sie heute, dass die Stadt künftig im Zusammenhang mit dem Stadion keine finanziellen Verpflichtungen mehr haben wird?

    Canepa: Bau und Betrieb des Stadions kosten die Stadt keinen einzigen Rappen.

    Anliker: Zudem bekäme der Leichtathletik-Club Zürich das Stadion, das man ihm vor Jahren versprochen hat – für Trainings unter der Woche und Veranstaltungen. Der Letzigrund könnte endlich seinen ursprünglichen Zweck erfüllen.

    Und auf dem Hardturm würde dann der Kommerz regieren. Für einen tiefen Millionenbetrag sollen zum Beispiel die Namensrechte für das neue Stadion vergeben werden. Kommt in einer CS-Arena oder einem HRS-Tempel wirklich Stimmung auf?

    Anliker: Auch unseren Fans ist bewusst, dass man für eine gute Mannschaft und eine gesunde Entwicklung stabile Einnahmen braucht. Die Nutzung der Namensrechte trägt dazu einen wichtigen Anteil bei.

    Canepa: Einerseits verstehe ich die Fussballromantiker. Ich bin ja selber einer. Wenn es aber heutzutage darum geht, einen Profifussballklub am Leben zu erhalten, muss man Kompromisse eingehen. Ein gewisses Mass an kommerziellem Denken ist nötig, um den Spitzenfussball inklusive Nachwuchs finanzieren zu können.

    Was, wenn das Projekt an der Urne scheitert? Ziehen Sie sich dann aus Ihren Klubs zurück?

    Canepa: Ich habe keinen konkreten Plan B. Allenfalls gibt es einen Plan C, den ich hier aber nicht kommentieren möchte. Sicher käme es zu einem strategischen Marschhalt. In welche Richtung die Weichen gestellt werden, ist aus heutiger Sicht ungewiss.

    Anliker: Die Lage würde sehr, sehr ungemütlich.

    Wäre ein Plan C die Fusion Ihrer Klubs zu einem «Zürich United»?

    Canepa: Das ist kein Thema. Natürlich gäbe es finanzielle Argumente, die für eine Fusion sprechen würden. Aber GC und der FCZ haben ihre eigene Geschichte und Tradition. Wir sind keine seelenlosen Firmen, sondern Emotionsträger. Das ist eine grosse Qualität, an der ich nicht rütteln möchte. Zürich ist übrigens nicht die einzige Stadt der Welt, in der zwei Klubs nebeneinander existieren.

    Anliker: Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Eine Fusion ist gegenwärtig nicht denkbar. Zudem würde dann ja einer von uns beiden arbeitslos, das wollen wir nicht (beide lachen).

    Ein Plan C könnte ja auch die Initiative der SP sein, die ein steuerfinanziertes Stadion für 130 Millionen Franken vorsieht.

    Canepa: Das ist eine Schlaumeierei. Die SP stand am Anfang klar für das Stadionprojekt ein, wie es nun aufgegleist ist und Ende November zur Abstimmung kommt. Dass sie kurz vor Spielschluss die Spielregeln ändert, ist unsportlich. Ein SP-Stadion, das vom Steuerzahler finanziert wird, wollen wir nicht und werden wir nicht unterstützen.

    Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, heisst es doch.

    Canepa: Vor fünf Jahren hat die Zürcher Stimmbevölkerung ein öffentlich finanziertes Stadion abgelehnt. Das haben wir damals respektiert. Das neue Projekt ist komplett privat finanziert und kostet die Stadt nichts. Es bringt 299 gemeinnützige Wohnungen und 600 weitere Wohnungen. Und dank den beiden Hochhäusern entsteht ein echtes Stadttor für Zürich. Heute hat man das Gefühl, irgendwo in einer Provinzstadt in Rumänien anzukommen, wenn man an der Hardturm-Brache entlangfährt. Mit der SP-Initiative gewinnen wir gar nichts. Es würde zu einer weiteren Verzögerung von mindestens acht Jahren kommen. Das ist für uns definitiv keine Alternative.

    Anliker: Die Perspektive für unsere Fussballklubs wäre dahin. Ausserdem sind die Berechnungen und Argumente, welche die SP vorbringt, um im Jargon von Jacqueline Badran zu bleiben, schlicht «Bullshit».

    Canepa: Oder Fake-News. Das angedachte SP-Stadion dürften wir ja wieder nicht selber betreiben. Damit fehlten uns Einnahmen, und wir hätten wieder dieselbe Situation wie heute auf dem Letzigrund. Das funktioniert einfach nicht. Das Projekt «Ensemble», das in einem Monat zur Abstimmung kommt, ist das letzte Stadionprojekt, das es in Zürich auf absehbare Zeit geben wird.

    Gerade FCZ-Fans sind aber nicht nur begeistert vom «Ensemble». Für sie ist der Hardturm historisches GC-Territorium und damit verbrannte Erde.

    Canepa: Ich kann diese Argumentation nicht wirklich nachvollziehen. Im alten Letzigrundstadion hatten wir tatsächlich schöne Momente. Aber im neuen sehe ich keinerlei Vorteile, keinerlei Identität für den FCZ. Wir spielen dort Fussball, fühlen uns aber auch nicht daheim. Dann sind mir die Erinnerungen an das alte Hardturmstadion, wo wir 2007, ein Jahr vor dem Abriss, nicht zuletzt dank der tollen Atmosphäre Schweizer Meister wurden, viel lieber.

    Anliker: Von unserer Basis höre ich nichts Negatives. Man hofft schlicht darauf, endlich wieder in einem echten Fussballstadion spielen zu dürfen.

    Sie sprechen jetzt von Ihren Fans. Der grossen Mehrheit der Zürcherinnen und Zürcher ist der Fussball aber herzlich egal. Anders als Basel ist Zürich nun einmal keine Fussballstadt.

    Anliker: Die Konkurrenz durch andere Sport-, Kultur- und Freizeitangebote ist in Zürich tatsächlich gross. Aber natürlich ist Zürich auch eine ausgesprochene Fussballstadt. Das zeigt die lange, erfolgreiche Tradition unserer Vereine und der vielen Quartierklubs der Stadt.

    Canepa: Das Interesse am Zürcher Fussball ist ausgesprochen gross. Allein schon das Einzugsgebiet von 1,5 Millionen Menschen zeigt das grosse Potenzial. Ausserdem ist Zürich die Wirtschaftsmetropole der Schweiz. Heute ist der Anreiz, sich Spiele im Letzigrund anzuschauen, aus atmosphärischen Gründen gering. Mit einem neuen Stadion, einem neuen Zuhause, wäre dies anders. Vergessen Sie zudem nicht das Wertschöpfungsvolumen, das wir generieren. Diverse Wirtschaftszweige, von der Gastronomie über die Hotellerie bis zur Werbewirtschaft, profitieren von Umsätzen in der Höhe von jährlich 50 Millionen Franken – allein dank dem Spielbetrieb des FCZ.

    Anliker: Erwähnen muss man auch unser Engagement für die Jugend, die Integration und soziale Aspekte. Das kommt der ganzen Gesellschaft, nicht nur den Fussballfans zugute.

    Canepa: Alle sehen immer nur den Profifussball. Aber die tausend Juniorinnen und Junioren, die wir gemeinsam ausbilden und betreuen, gehen vergessen. Diese Förderung kostet uns noch einmal mehrere Millionen jährlich.

    Aber sind es nicht die kleinen Vereine, die für die Nachwuchsförderung viel wichtiger sind als die elitären Klubs FCZ und GC?

    Anliker: Wir sind ganz sicher nicht elitär. Dennoch: Ohne Spitze der Pyramide gibt es auch keine Breite weiter unten. Dessen muss man sich bewusst sein.

    Sie streichen die positiven Seiten heraus. In der Öffentlichkeit sind andere Bilder präsenter, wenn es um den Zürcher Fussball geht: Saubannerzüge von Hooligans, Strassenschlachten, Verletzte.

    Canepa: Leider. Aber all dies hat nichts mit dem neuen Stadion zu tun. Diese Art der Gewalt ist ein Problem unserer Gesellschaft und muss als solches behandelt werden.

    Anliker: Die Stadt Zürich hat dies erkannt. Und wir unterstützen alles, um gemeinsam Fortschritte erzielen zu können.

    Trotzdem könnten Sie mehr tun. Die Polizei geht von 100 bis 200 gewaltbereiten FCZ- und GC-Fans aus. Ihnen müssen diese doch bekannt sein.

    Anliker: Eben nicht. Wir tappen genauso im Dunkeln wie die Polizei.

    Canepa: Darum prüfen wir zusammen mit der Stadt neue Möglichkeiten der Identifikation, etwa mittels Videoüberwachung.

    Verbessert oder verschärft das neue Hexenkessel-Stadion die Sicherheitslage?

    Anliker: Bei allen neuen Stadien hat die Sicherheit oberste Priorität. Auch in diesem Bereich gäbe es klare Verbesserungen.

    Canepa: Gerade das Letzigrundstadion ist bezüglich Sicherheit problematisch. Wegen der durchlässigen Stadionwand ist es heute ein Leichtes, Pyros hineinzuschmuggeln. Das wird im neuen Stadion nicht mehr möglich sein.

    Bis auf weiteres bleibt Ihnen der ungeliebte Letzigrund erhalten. Herr Anliker, am Abstimmungssonntag tritt Ihr GC gegen St. Gallen an. Werden Sie sich dann überhaupt auf das Spiel konzentrieren können?

    Anliker: Ich werde sicher wie auf Nadeln sitzen. Das Abstimmungsresultat wird für die Zukunft unseres Klubs wichtiger sein als das Matchresultat gegen St. Gallen. Als Präsident muss ich langfristig denken. Aber natürlich wäre ein doppelter Sieg am 25. November das Allerschönste.

    Canepa: Ich werde im Stadthaus sein und die Abstimmungsresultate vor Ort verfolgen. Und hoffentlich können wir dann gemeinsam auf eine positive Zukunft anstossen.

    Der HC Davos ist wie ein Auto mit Sommerpneus im Neuschnee

    Fehlendes Selbstvertrauen, verunsicherte Goalies, formschwache Ausländer und die Play-outs in Sicht: In Davos wird erstmals die Trainerfrage gestellt.

    Yves Tardent, Davos (NZZ)

    Dario Bürgler bekundet beinahe Mitleid: «Für sie ist es brutal», sagt der Stürmer des HC Lugano mit Blick auf die Davoser, die soeben ihre sechste Niederlage in Serie erlitten haben und zusammen mit den Rapperswil-Jona Lakers am Tabellenende festsitzen. Bürgler, einst selber im HCD tätig, erzielte beim 6:1-Sieg drei Tore und hat damit dazu beigetragen, dass das Gespenst einer Krise im Sottoceneri verscheucht wurde. Nach vier Niederlagen in fünf Spielen haben die Luganesi dank den zwei Siegen gegen den HCD am Freitag und Samstag den Anschluss an den Trennstrich wieder hergestellt. Bürgler ist froh um die Punkte, sich gleichzeitig aber auch bewusst, dass Davos «derzeit nicht gerade auf seinem absoluten Topniveau spielt». Sein Team müsse am Dienstag den Beweis erbringen, dass es auch gegen ein Team wie den SC Bern Tore schiessen könne, sagt Bürgler.

    Personelle Veränderungen

    Wenige Meter von Bürgler entfernt klingt es ähnlich. «Wir schauen jetzt auf den Match am Dienstag in Rapperswil – dort sollten wir gewinnen», sagt Gaudenz Domenig leicht gequält. Der Umstand, dass der Präsident des HC Davos nach einer Qualifikationspartie im Oktober Red und Antwort steht, zeigt: Die Krise im frisch verschneiten Kurort ist kein Gespenst, sondern real.

    Erstmals in seiner Amtszeit muss Domenig die Frage beantworten: Erreicht Arno Del Curto die Mannschaft noch? Er glaubt: ja. Sagt aber auch: «Irgendwann hört jeder Trainer auf und jeder Präsident.» Er suche «im Moment ganz klar keinen neuen Trainer». Natürlich werde alles infrage gestellt, die Organisation und die Personen. Mit der Berufung des ehemaligen Centers Sandro Rizzi zum Assistenten und Video-Coach sowie der Beförderung des Nachwuchschefs René Müller zum Sportchef wurde organisatorisch bereits einiges umgestellt. Weiteren Spielraum hat Domenig kaum: «Wir müssen da jetzt durch mit dieser Mannschaft.»

    Für den Rekordmeister ist die Situation einigermassen ungewohnt. Seit dem Wiederaufstieg 1993 hat der HCD als einzige der derzeitigen National-League-Mannschaften die Play-offs nie verpasst und sechs seiner insgesamt 31 Meistertitel gewonnen, zuletzt 2015. Vergleichbar ist die gegenwärtige Situation höchstens mit jener vor 19 Jahren, als Davos nach zwölf Runden mit vier Punkten Tabellenletzter, am Ende der Regular Season hingegen Siebenter war.

    Doch damals waren die Perspektiven noch anders: Der Trainer Arno Del Curto stand in seiner dritten Saison, das Team war jung, wild und aufstrebend und die kollektive Erinnerung an die dunkle Zeit in den Niederungen der 1. Liga noch frischer. Heute sind die Erwartungen ganz andere und die Aussicht, die Play-offs zu verpassen, Anlass zu einer Krise. Man hat sich in den letzten 22 Jahren daran gewöhnt, dass alles irgendwie gut kommt, egal wer auf dem Eis steht. Die wichtigste Person war immer Del Curto und das Vertrauen in ihn so gross, dass man schon fast annahm, er wäre gar in der Lage, eine Ladung Kartoffelsäcke in ein Meisterteam zu verwandeln. Eigentlich war in Davos längst allen klar, dass es eine schwierige Saison werden würde. Sogar Del Curto prognostizierte dem Team nur den neunten Rang. Die Prophezeiung scheint sich zu erfüllen.

    13 Spielerwechsel hatte der HCD auf diese Saison hin zu bewältigen. Das Team wurde (noch) jünger und unerfahrener, auch weil wegen des Baus der neuen Trainingshalle Geld für mehr Qualität fehlte. Und da auch die «per se guten Ausländer» (Domenig) ihr Rendement nicht erreichen, wirkt der HCD derzeit hilflos wie ein Auto mit Sommerpneus im Neuschnee.

    Drei verunsicherte Goalies

    Hinzu kommt, dass mit Enzo Corvi der beste Schweizer Center in einer Schaffenskrise steckt. Der Churer ist das designierte Herz im HCD der Zukunft, doch sein Vertrag läuft aus, und er wird mit lukrativen Verträgen aus dem Unterland gelockt. Der Druck, sich entscheiden zu müssen, hemmt den sensiblen 25-Jährigen offensichtlich. Ein wichtiger Faktor der Krise ist hausgemacht: die ungenügenden Goalie-Leistungen. Die Desavouierung der zwei jungen Torhüter Gilles Senn und Joren Van Pottelberghe kurz vor Saisonbeginn durch die überstürzte Verpflichtung des schwedischen Goalies Anders Lindbäck war ein Schuss in den Ofen. Nun hat der HCD drei verunsicherte Goalies. Erstere, weil ihnen das Vertrauen entzogen wurde, Lindbäck aufgrund der ersten Spiele mit wenig Unterstützung und vielen Gegentoren.

    Die Krise fordert Domenig zur Unzeit. Denn eigentlich beschäftigt er sich mit der Planung der nächsten Saison, «um die Weichen zu stellen, damit es dann nicht so läuft wie jetzt». Er hat schon lange die Vision, dass der HCD 2020/21 zum Jubiläum des 100-jährigen Bestehens im renovierten Stadion wieder um den Titel spielt – und Del Curto dann auf der grossen Bühne in Pension gehen kann.

    Nach dem Medientermin sorgt sich Domenig primär um seine Heimfahrt ins Unterland. Er ist trotz zwanzig Zentimetern Neuschnee noch mit den Sommerpneus unterwegs.
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    Mein Senf: Ich denke es könnte kommen wie es auch KZ sieht: Wenn Del Curto nicht mehr daran glaubt etwas ändern zu können geht er von sich aus. Wie Favre damals in Gladbach.


    aber ich gebe dir recht: anstatt 2011 budget runterfahren bzw. einfrieren, hätte cillo erhöhen müssen! und vor allem nicht bernet und graf entlassen und als sahnehäubchen noch sich selber als sportchef einsetzen...aber diese zeche hat er zum glück, mit dem abstieg, selber bezahlt und auch die richtigen lehren gezogen.

    Jep! Leider sind wir seit dem kein Anwärter auf den Titel mehr, das hat YB übernommen, auch wenn sie dafür extrem viel Geld verbrannt haben. Aber he, wenn es Leute gibt die genug Geld haben spielt dies eigentlich eben auch keine Rolle!


    realistisch gesehen, hast du natürlich recht! aber ich hoffe auf den selben effekt wie damals unter favre. basel damals mit deutlich höherem budget. trotzdem 3 fcz meistertitel. wenn alles passt...wie sagte mir alain nef gestern: „am ende schlägt moral talent!“

    Damals hatten wir nur einen Gegner, jetzt zwei! Magnin ist (noch) kein Favre und unser Budget war damals massiv höher. Canepa hat es leider nach der knapp verpassten Meisterschaft unter Fischer 2010/11 massiv gesenkt, für mich nach wie vor ein riesen Fehler!

    Es müsste ein Fussball Wunder geschehen......

    Emotionen, Ehrgeiz und viel Energie: Jungtrainer Ludovic Magnin ist beim FCZ angekommen

    Der FCZ-Trainer führt sein Team gegen Leverkusen zum Sieg. Es könnte der Anfang einer grossen Trainerkarriere sein.

    von Stephan Ramming (NZZaS)

    Seit acht Monaten ist Ludovic Magnin nun Cheftrainer im FC Zürich. Und in diesem Moment scheint gerade alles zu passen, «Spieler, Betreuer, der ganze Verein, alle arbeiten perfekt und vertrauensvoll zusammen», sagt er und strahlt. Es wirkt, als wollte er kurz die ganze Welt umarmen in diesem Moment des Fussball-Glücks.
    Der FC Zürich hat gerade in einem denkwürdigen Europa-League-Match Bayer Leverkusen 3:2 besiegt, Magnin sitzt nach dem Spiel vor den Medienleuten und redet über einen Abend, der für ihn und den FCZ eine Bestätigung liefert, vieles richtig gemacht zu haben in den letzten Monaten.

    «Es kann auch interessant sein mit einem Trainer, der noch Milch hat hinter den Ohren», sagt der Romand in der Übersetzung der französischen Redewendung, selbst­verständlich sei er noch immer täglich am Lernen, aber die Entwicklung führe in die richtige Richtung, «das hat man heute gesehen». Der Sieg soll nicht als Triumph, sondern als Genugtuung gewertet werden.

    Wie eine hungrige Raubkatze

    Magnin ist ein emotionaler Mensch. Das gehöre zu ihm, sagte der 39-Jährige schon am Anfang seiner Zeit als Cheftrainer, er sei zwar älter und ruhiger geworden, aber er werde seinen Charakter nie ändern. Das sieht dann so aus wie am Donnerstagabend gegen Leverkusen, wenn er mit rotem Kopf und weit aufgerissenem Maul vor der Spielerbank herumtigert, als wäre er eine hungrige Raubkatze. Die Nerven glühen, der Puls pumpt, das Adrenalin kocht so feurig und heiss, als könnte es jede Sekunde die Schädeldecke wegsprengen.

    «Halt die Fresse!», schreit Magnin wiederholt zu einem Betreuer von Bayer Leverkusen. «Das sind doch nur Emotionen, sie gehören zum Fussball, selbstverständlich habe ich mich nach dem Spiel kurz ausgesprochen und versöhnt», sagt Magnin mit einem charmanten Lächeln, «die Leverkusener kennen mich von früher.»
    Die Bundesliga ist seit seiner Zeit als ­Spieler noch immer Magnins Orientierungspunkt, das gilt für ihn auch jetzt als Trainer.

    Früher, da war Magnin während neun Jahren in Bremen und Stuttgart Spieler in der Bundesliga, zweimal wurde er Meister, 2010 kehrte er zurück in die Schweiz zum FC Zürich. «Ich habe fertig», hatte Magnin mit den berühmten Worten seines ehemaligen Trainers Giovanni Trapattoni gesagt, als er dann im August 2012 vor Ablauf seines Dreijahresvertrages den Rücktritt verkündete.

    Die grossen Worte wirkten damals etwas schief, weil er wenig gespielt und nie die Leaderrolle ausgefüllt hatte, die ihm zugedacht gewesen war. Vielleicht hatte er aber auch das Trainer-Bonmot mit Bedacht zum Abschied als Spieler benutzt. Im Communiqué liess sich Magnin so zitieren: «Vielleicht darf ich irgendwann in ferner Zukunft dem FCZ als Trainer weiterhelfen.»
    Rund sechs Jahre später ist es so weit. Ende Februar wird Uli Forte entlassen, Magnin wird nach Lehrjahren im Nachwuchs zum neuen FCZ-Trainer. Der Sportchef Thomas Bickel sagt bei der Vorstellung, es sei «eine leichte und logische Wahl» gewesen. Der Präsident Ancillo Canepa sagt, man werde am Ende der Saison sehen, dass der Entscheid für Magnin richtig sei. Magnin selber sagt: «Ich bin da für die grossen Spiele.»

    Was damals eher wie ein Scherz tönt, setzt er in die Tat um: Einige Wochen später besiegt er im Cup-Final YB, gegen Leverkusen gelingt der zweite Sieg im zweiten grossen Spiel. «Ich bin stolz, dass wir auch gegen eine Mannschaft aus der Bundesliga bestehen können», sagt Magnin am Donnerstag.
    Die Bundesliga ist seit seiner Zeit als ­Spieler noch immer Magnins Orientierungspunkt, das gilt für ihn auch jetzt als Trainer. Nach gerade einmal acht Monaten als Trainer ist es viel zu früh für eine Prognose, aber wenn man Magnin in den vergangenen Wochen zugehört hat, lassen sich seine Ambitionen unschwer ableiten. Sein Trainer-Vorbild Lucien Favre, einst Magnins Trainer in Yverdon, hatte sich als Coach von Servette nach einem Sieg gegen Hertha Berlin in den Notizblock des Hertha-Managers Dieter Hoeness gespielt. Nach dem zweiten Titel mit dem FCZ wechselte Favre 2007 nach Berlin. Das weiss auch Magnin.

    Er trägt die Philosophie mit

    Ob Magnin tatsächlich das grosse Trainer-Talent ist, wie es die FCZ-Verantwortlichen zu betonen pflegen, wird sich aber noch weisen müssen. Im Verein und bei den FCZ-Fans mögen die meisten die emotionale, spontane Art Magnins. Auch die Spieler kommen gut zurecht mit der Mischung aus Lockerheit, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit auf dem Trainingsplatz.

    Und auch die Verantwortlichen um den Sportchef Thomas Bickel und das Präsidenten-Paar Canepa nehmen wohlwollend zur Kenntnis, dass sich Magnin nie beschwert hat, dass mit Michael Frey und Raphael Dwamena zwei wichtige Stürmer verkauft worden sind. «Ludovic trägt unsere Philosophie voll mit», sagt Bickel.

    Noch ist Magnin ein gutes Stück entfernt von seiner Vorstellung, wie der FCZ spielen soll – nämlich unberechenbar, offensiv, mit Freude und mit grossem Unterhaltungswert für die Zuschauer. Gegen Leverkusen ist das gelungen, aber Magnin weiss, dass es auch in St. Gallen, im Cup gegen Red Star und immer weiter gelingen muss. Erst dann ist er mehr als der ehemalige Spieler mit dem Feuer im Kopf.

    Ludovic Magnin

    Seit Ende Februar ist der 39-Jährige erstmals Chef­trainer. Mit dem FCZ ­gewann er im Mai den Cup. Die Bilanz nach bisher 32 Spielen: 15 Siege, 10 Remis, 7 Niederlagen. Magnin war linker Verteidiger in der Nationalmannschaft. Als Junior wurde er in Yverdon von Lucien Favre trainiert. Magnin spielte neun Jahre
    in der Bundesliga bei Bremen und in Stuttgart, 2010 wechselte er zum FC Zürich. Magnin ist Primarlehrer, verheiratet und Vater von drei Kindern.

    In Davos müssen nach der sechsten Niederlage in Folge prinzipielle Fragen gestellt werden. Die zuletzt getroffenen flankierenden Massnahmen mit einer Kommission in beratender Funktion, einem virtuellen Sportchef (René Müller) und mit Sandro Rizzi als Mitglied des Trainerstabs haben auf die Leistungen der Mannschaft bisher keine Auswirkungen. Vielleicht muss man sich in Davos gar mit dem Gedanken befassen, branchenübliche Reflexe nicht mehr grundsätzlich auszuschliessen.(Blick)

    Ob der Schwede oder Senn spielt, beide sind unterirdisch wie das ganze Team. Die Playouts sind nun so gut wie sicher.


    da fragt man sich schon ob man die Liga nicht besser um 1-2 Teams reduzieren soll?
    Gäbe grössere Auswahl an Spielern für's A und kein Team mehr, welches die Quali nur als Warm-Up für's Playout nutzt....

    Ein guter Ansatz! Im Fussball wo wir viel mehr Spieler haben gibt es auch nur 10 Teams! Und das Prozedere übernehmen wir auch gleich vom Fussball: Letzter runter, erster vom B rauf!

    Wir haben definitiv nicht genug gute Spieler für 12 Teams!


    soeben im fcz forum gelesen:
    Wenn Thommy Bickel in Ruhe weiterarbeiten darf werden wir in den nächsten 5 Jahren einen Meistertitel sehen, ganz sicher.
    gut möglich! :suff:

    Daran glaube ich nicht, nicht wegen dem FCZ sondern wegen YB und dem FCB der nicht jahrelang weiter seuchen wird.


    Irgendwie hat Aubin mehr, viel mehr Kredit als der schwedische Hans.

    Wallson hatte endlos Kredit, er hatte eine richtige Sekte hinter sich. Nach einem Jahr wurde das zweite ulitmativ gefordert, nach zwei verlorenen Jahren wurden zwei weitere gefordert. Der hatte mehr als genug Kredit nur hat es nichts gebracht.

    Zu seiner Entschuldigung sei gesagt das solche Trainer an dem festhalten was ihnen einmal Erfolg gebracht hat, war bei Wallson so aber auch bei Guy Bucher in Bern. Er konnte einfach nicht über seinen Schatten springen.

    Wie, bitte, geht's zum Tor? Die ZSC Lions suchen einen direkten Weg

    Nach 11 Spielen haben die Zürcher erst 24 Tore geschossen. An Stürmern, die wissen, wie man trifft, mangelt es ihnen nicht. Doch im Team herrscht Ladehemmung.

    Ulrich Pickel (NZZ)

    Die ZSC Lions erleben keinen beschwingten Herbst. Ihre Hoffnung, sie könnten sich mit guter Frühform bald im vorderen Bereich der Tabelle festsetzen, bleibt einstweilen unerfüllt. Nicht, dass die Tabelle nach dem ersten Fünftel der Qualifikation schon sehr aussagekräftig ist, aber etwas mehr als 24 Tore nach 11 Spielen hatte man auf jeden Fall erwarten können. Woran liegt es, dass sich die Mannschaft ähnlich wie im letzten Herbst so schwertut? Das Kader ist stark, das Selbstvertrauen sollte nach dem Gewinn des Meistertitels ebenfalls vorhanden sein.

    Hinten konkurrenzfähig

    Haben die ZSC Lions etwa ein Trainerproblem? Die Resultate sprechen nur bedingt für Serge Aubin. Seine Aufbau- und Entwicklungsarbeit aber lässt sich bis jetzt sehen. Er ist neu in Zürich und verfügt als 43-Jähriger über begrenzte Erfahrung. Doch er verfolgt einen klaren Plan, den er auch vermitteln kann. Und er zeigt Führungsstärke.

    Roman Cervenka zum Beispiel spielt immer im Powerplay, es ist eine Paradedisziplin des tschechischen Technikers. Als am Dienstag beim 3:6 gegen Biel das letzte Drittel lief, musste er aber zuschauen, wie seine Kollegen in Überzahl spielten. Cervenka hatte zuvor zu viele Fehler produziert. Auf der anderen Seite hat Aubin den Mut, Dinge zu tun, die kurzfristig unvorteilhaft sind. Dem Verteidiger Tim Berni zum Beispiel schenkt er viel Vertrauen. Bernis Plus-Minus-Bilanz liegt bei minus sieben – der schlechteste Wert im Team. Der 18-Jährige zahlt Lehrgeld, der Trainer ist aber überzeugt vom Potenzial des Spielers und gibt ihm Zeit, um Erfahrung zu sammeln.

    Im Tor und in der Verteidigung stehen die ZSC Lions insgesamt ziemlich solid da. Lukas Flüeler und Niklas Schlegel sind in aller Regel verlässliche Goalies. Die Abwehr ist mit 2,27 Gegentoren pro Spiel konkurrenzfähig, wenn auch nicht überragend. Der Sportchef Sven Leuenberger sagt: «Wenn vom HC Davos gesprochen wird, heisst es sofort, wie jung diese Mannschaft sei. Aber auch wir haben eine der jüngsten Mannschaften der Liga. Das merkt man einfach hin und wieder. Den Bielern haben wir mit Fehlern vier, wenn nicht fünf Tore geschenkt. Zieht man diese Aussetzer ab, war unser Spiel nicht so schlecht. Wir erspielten uns viele Chancen, scheiterten aber an deren Auswertung.»

    Damit ist das Hauptproblem angesprochen: die Offensive mit ihren mageren 24 Toren. Hätten die ZSC Lions nicht ein breites Kader mit jungen Spielern, die ihnen Energie und wichtige Impulse geben, sähe das Bild noch unvorteilhafter aus. Jérôme Bachofner, der 22-jährige Topskorer, und Raphael Prassl, der 20-jährige Center, spielten mit ihren Treffern Hauptrollen bei den Siegen in Davos und gegen Lausanne.

    Diese allein ergaben sechs der bisher achtzehn gewonnenen Punkte. Die Jungen spielen frech und unbeschwert. Was fehlt, ist die Unterstützung durch die vielen Routiniers mit Ladehemmung. Zu ihnen gehört auch Reto Schäppi. Der 27-jährige Center und Nationalstürmer steht bei einem Tor und einem Assist. Er sagt: «Am Anfang legten wir den Fokus stark auf die Defensive. Das ist uns ganz gut gelungen. Nun versuchen wir, den Angriff anzukurbeln. Von dem, was wir trainieren, funktioniert einiges schon ganz gut. Aber wir tun uns noch schwer. Im Angriff muss man mit Instinkt spielen. Wir aber überlegen zu viel.»

    Formtiefs und Verletzungen

    Besonders problematisch ist die Tor-Blockade bei den ausländischen Stürmern. Cervenka, Drew Shore und Fredrik Pettersson haben zusammen erst zweimal getroffen. Hinzu kommen die Verletzten. Momentan sind es mit dem Captain Patrick Geering, Roman Wick, Mattia Hinterkircher, Pius Suter und Robert Nilsson deren fünf. Sie werden in den nächsten Spielen fehlen, am Freitag gegen den Aufsteiger in Rapperswil-Jona, am Montag erneut gegen den Aufsteiger und am Dienstag in Langnau. Bei Suter und Wick, die beide am Oberkörper verletzt sind, hoffen die Lions, dass der Ausfall nicht länger als eine Woche dauern wird.

    Ein paar Leistungsträger, die ihre Form suchen, ein paar Verletzte – und schon sind auch die ZSC Lions eine Mannschaft, die schwer um jeden Punkt ringen muss. Von Krisenstimmung will der Sportchef Leuenberger nichts wissen: «Vor den Niederlagen in Bern, im Cup gegen Langnau und dann gegen Biel haben wir sieben Mal nacheinander gewonnen.» Dass er sich schützend vor die Mannschaft stellt, ist Teil seiner Funktion. Aber auch er weiss: Die Zürcher müssen möglichst rasch ihre Tor-Blockade überwinden. Mit jedem Spiel mehr, das in einer Enttäuschung endet, wird der Weg zum Gehäuse mühsamer.

    Back in Florida. Die Panthers mit einem guten Start im ersten Spiel in Tampa, aber #1 Goalie Luongo verletzt sich. Danach Fehlstart wie schon letzte Saison, die zwei anderen Goalies sind bei der Fangquote klar unter 90%, wie willst du da Spiele gewinnen!

    Bleibt die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr von Lou oder einer Steigerung von Reimer/Hutchinson.

    Schaun mer mal, die Saison ist lang!


    die einzige mögliche erklärung: in der meisterschaft zählen alle verkauften tix/saisonkarten, ob anwesend oder nicht.

    So ist es! Verkaufte Tix, nicht anwesende Zuschauer. Ist aber überall so, auch hier in NA.

    PS: Good Job FCZ! :cool: Zuschauerzahl leider wieder unterirdisch :sad:

    Bin vor der ersten Pause etwas früher raus und habe promt das 0:2 verpasst. Danach sind meine Kumpels und ich gleich in der Lions Bar geblieben und haben meinen Abschied gefeiert. Nach dem 1:4 bin ich dann zusammen mit vielen anderen nach Hause gegangen, hab ich noch nie gemacht. Ich hab mich nicht mal aufgeregt. Im Frühling wäre ich dann wie schon dieses Jahr rechtzeitig zurück um bei einem allfälligen Final dabei zu sein, aber bis dann fliesst noch viel Wasser die Limmat runter. Meister Coach Kossmann ist übrigens nicht mehr zu haben.....