Beiträge von Larry

    AM34 scheint durch die Ankunft von Tavares extrem angestachelt zu sein, den Leafs kanns recht sein.

    Fragt sich was nach der Saison passiert, sein Vertrag läuft aus. Können die Leafs zahlen was er fordert oder geht er?

    Oder bleibt er um den Cup zu gewinnen auch unter Wert?

    Für die Leafs wäre es besser den Cup diese Saison zu holen, aber es ist wohl noch zu früh.

    *Zug, Lausanne und nun auch Davos?*

    Aufgrund der Umbauarbeiten in Davos wurde der Gästesektor vorübergehend geschlossen. Nach anfänglichen Bemühungen seitens des HCD, den Gästen trotzdem Einlass zu gewähren, wurden die Spielregeln immer wieder geändert.

    Stand jetzt können lediglich Fans einzelner Vereine, gegen Abgabe der Personalien, ihre Mannschaft im Davoser Eisstadion unterstützen. Geht dies schon mal gar nicht, setzten die Verantwortlichen aus Davos noch einen drauf. Kurzerhand erklärten sie willkürlich die Hälfte aller Gegner und deren Fans zu Hochrisikospielen, wodurch diese Spiele jetzt unter Ausschluss der Gästezuschauer stattfinden.
    Natürlich sind auch wir, ohne jegliche Vorkommnise in den letzten Jahren, in diese Gruppe eingeteilt worden.
    Somit ist dies bereits das dritte Stadion der Nationalliga, dass seine Tore für die Gäste nicht mehr öffnet oder versucht Daten zu sammeln, die in unserem Lande kein Veranstalter oder Verein braucht, um einen Sportanlass durchzuführen!

    Eine Entwicklung die Fragen aufwirft und für die Zukunft Sorgen bereitet.
    Die Vereinsführungen sind im Austausch und werden die Situation im neuen Jahr nochmals bewerten. Übrigens für das Grümpelturnier in der Altjahreswoche ist natürlich das ganze Stadion verfügbar.
    Unsere Meinung dazu sollte klar sein, doch die Entwicklungen innerhalb der Nationalliga sind erschreckend. Es ist zu hoffen, dass nachdem der Deckmantel Umbau gefallen ist, beim HC Davos nicht weiterhin auf diese Praxis gesetzt wird.

    Aus den obengenannten Gründen wird die Aktive Fanszene bis auf Weiteres die Auswärtsspiele in Davos nicht besuchen (können). Das Spiel werden wir gemeinsam im Stadiönli in der KEBO verfolgen. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen.

    Aktive Fanszene ZSC

    Na ja sie waren schon letzte Saison sehr gut und hätten eigentlich gegen uns im Final stehen müssen, lagen sie doch im Halbfinal gegen Lugano nach 2 Siegen im dritten Spiel 3:0 (!) in Front ehe sie total einbrachen und 3:6 verloren und danach kein Spiel mehr gewinnen konnten.

    Der Blick sieht sie ebenfalls als Meistertauglich

    https://www.blick.ch/sport/eishocke…-id8952215.html

    Nicht vergessen sollte man aber das ein Team wie Fribourg schon vier Mal im Final stand aber nie gewinnen konnte!

    Der neue ZSC-Trainer Serge Aubin warnt vor Überheblichkeit und sagt: «Ich spüre die Spieler besser»

    Am Dienstag treffen die ZSC Lions in der Champions League auf die Vienna Capitals, das Team, das Aubin in den letzten zwei Jahren coachte. Im Interview erzählt er, wie er mit Detailpflege an der Einstellung der Spieler arbeitet.

    Ulrich Pickel (NZZ)

    Die Saison ist zwei Wochen alt. Sie haben viermal gewonnen und dreimal verloren. War Ihr Start mit den ZSC Lions schwieriger als erwartet?

    Er war ziemlich nah an den Erwartungen. Es geht sehr eng zu in dieser Liga. In den ersten zwei Spielen waren wir bereit. Das dritte Spiel gegen Langnau war ein Rückschritt und Weckruf, die letzte Woche mit drei Siegen war solid. Wir konnten endlich die Punkte sammeln als Belohnung für unsere Anstrengungen.

    Haben Sie die Auftritte der Mannschaft manchmal auch überrascht?

    Überrascht ist vielleicht nicht ganz richtig. Ein neuer Trainer, einige neue Spieler: Da braucht es Zeit, bis man alle Puzzleteile beisammenhat. Wir hatten immer auch einige Verletzte, mussten regelmässig Umstellungen vornehmen. Es war nicht leicht, die richtige Mischung in den Linien zu finden und eine kompakte Gruppe herzustellen, die geschlossen nach vorne marschiert. So gesehen war der Start sehr herausfordernd.

    Serge Aubin
    pic. · Der 43-jährige Kanadier blickt auf eine beachtliche Spielerkarriere zurück. Er war kein begnadeter, aber ein zäher und kampfstarker Stürmer. 396 Spiele absolvierte er in der NHL, in der Schweiz spielte er erfolgreich für Genf/Servette, Biel und Freiburg (247 NLA-Spiele, 250 Skorerpunkte). 2011 zog er nach Hamburg, wo er verletzungshalber aufhören musste und nahtlos ins Trainermetier wechselte. 2016 verliess er die Hamburg Freezers als Headcoach und übernahm die Vienna Capitals, mit denen er gleich in der ersten Saison Meister wurde. Die ZSC Lions sind erst seine dritte Trainerstation. Bei den Zürchern unterzeichnete der dreifache Familienvater einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine dritte Saison.

    Die Erwartungen in Zürich sind stets hoch. Das Publikum will von dieser Mannschaft Siege sehen, und zwar nicht nur knappe, sondern möglichst klare. Mit 14 Toren nach 7 Spielen sind die Lions im Angriff noch sehr verhalten.

    Das muss jeder für sich beurteilen. Wenn man sich herumschaut, sieht man, wie ausgeglichen die Liga ist. Ein 2:1 oder ein 3:1, gegen wen auch immer, ist eine hervorragende Leistung. Ich glaube, das haben wir schnell gelernt in der letzten Zeit: Wir müssen bescheiden bleiben und dürfen niemanden unterschätzen. Im Übrigen mache ich mir keine Sorgen um unseren Angriff, die Tore werden mit der Zeit schon noch fallen.

    Wie gut kennen Sie die Spieler und ihre Mentalität jetzt schon?

    Ich habe allmählich einen ziemlich guten Zugang zu ihnen. Ich sehe, wie sie reagieren, wenn Widerstände auftauchen, aber auch, wenn wir erfolgreich sind. Ich spüre die Spieler besser. Ihnen geht es sicher auch so. Wir kommen zusammen.

    Auch wenn Sie sagen, dass die Liga ausgeglichen ist: Eine Ihrer grössten Herausforderungen dürfte sein, die Spieler auf Duelle gegen die sogenannt kleinen Mannschaften einzustellen. Die Lions neigen gerne zum Minimalismus.

    Es ist nicht meine Aufgabe, die Spieler gegen die sogenannt kleinen Gegner mehr vorzubereiten. Jeden Gegner zu respektieren, ist eine Frage der Einstellung. Daran arbeiten wir jeden Tag.

    Und wenn die Spieler die richtige Einstellung nicht finden, schreiten Sie ein. Am Tag nach der Niederlage gegen Langnau gab es die Quittung in Form von Übungen, die wie ein Straftraining aussahen. Ist dies die Art, wie Sie in solchen Situationen mit den Spielern kommunizieren?

    Das war ein harter Tag für uns, und ich glaubte, dass wir einen solchen Tag brauchten. Wir können nicht jedes Spiel gewinnen. Aber ich will, dass wir jedes Mal alles versuchen, um zu gewinnen. Wie sehr wir uns anstrengen, liegt allein in unseren Händen.

    Als Sie sich entschieden, das Team in diesem Training hart anzufassen, hatten Sie da nicht die Befürchtung, diese Massnahme komme zu einem etwas gar frühen Zeitpunkt?

    Wir sind hier, um zu gewinnen. Nein, ich hatte keine Bedenken wegen des Zeitpunkts. Es war einfach eine kleine Erinnerung, dass die Saison begonnen hat und wir bereit sein müssen. Es geht darum, was bei solchen Massnahmen herauskommt. Und mit der Art, wie die Spieler jetzt arbeiten, zeigen sie mir, dass eine weitere solche Massnahme momentan wahrscheinlich nicht nötig ist.

    Nun spielen Sie am Dienstag in der Champions League gegen die Vienna Capitals. Gegen das Team, das Sie in den letzten zwei Jahren coachten, werden Sie sich noch mehr als sonst im bestmöglichen Licht präsentieren wollen.

    Nein, nicht mehr als sonst. Wir wollen uns einfach weiter nach vorne orientieren, nachdem wir in der letzten Woche dreimal gewonnen haben. Ich weiss, dass die Wiener gegen uns richtig zur Sache gehen werden. Wir müssen gewinnen, wenn wir weiterkommen wollen, sie auch. Das ist eine ideale Situation, um zu sehen, wie wir uns verhalten, wenn es wirklich wichtig ist.


    Aber werden das die Spieler auch so sehen? Man nimmt in der Schweiz Gegner wie die Vienna Capitals oder das Eishockey in Österreich nicht allzu ernst.

    Nun, das war bei den Lions vor vier Jahren der Fall – und dann verloren sie gegen Wien. Ich spielte letztes Jahr mit den Capitals gegen den EV Zug, wir gewannen. Es wäre ein grosser Fehler, Wien auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie haben in dieser Saison noch nie verloren. Alles in allem ist das Niveau in der Schweiz schon höher, aber in Bezug auf ein einzelnes Spiel heisst das nichts.

    Sie sind nach sieben Jahren in Hamburg und Wien zurück in der Schweiz. Hat sich die Liga in dieser Zeit verändert?

    Ein wenig schon. Die Teams sind näher beieinander als damals. In den ersten zwei oder drei Linien sind die Spieler der meisten Mannschaften ähnlich begabt. Das war in diesem Ausmass nicht so, als ich noch hier spielte. Diese Entwicklung geht nicht zuletzt auf die gute Arbeit im Nachwuchs zurück. Der Grat zwischen Erfolg und Enttäuschung ist wirklich sehr schmal geworden.

    Als Sie 2011 die Schweiz verliessen, waren Sie noch Spieler. Jetzt sind Sie als Trainer zurück, und dies erst noch beim Meister. Die ZSC Lions sind Ihre bis anhin grösste berufliche Herausforderung.

    Das ist eine wunderbare Gelegenheit für mich. Ich weiss, dass wir hier etwas erreichen können. Aber als ich nach Wien kam, war das auch eine Herausforderung. Ich hatte keine Ahnung vom Eishockey dort, kannte keinen einzigen Spieler und musste eine erfolgreiche Gruppe aufbauen. In dieser Hinsicht ist es in der Schweiz einfacher. Hier hatte ich von Anfang an eine gute Vorstellung vom Potenzial der Spieler, ich kenne noch ziemlich viele von ihnen. Letzten Freitag waren wir in Freiburg, da kenne ich noch fast die halbe Mannschaft.

    «Man kann als 43-Jähriger nicht 18 Jahre Erfahrung als Trainer mitbringen, wenn man 17 Jahre lang als Profi spielte.»

    Waren Sie überrascht, als die Lions Interesse zeigten? Sie sind ein junger Coach, vor Ihnen waren sehr prominente und erfahrene Leute wie Bob Hartley und Marc Crawford hier.

    Wissen Sie, ich finde es immer ziemlich lustig, wenn man sagt, ich hätte noch nicht so viel Erfahrung. Man kann als 43-Jähriger nicht 18 Jahre Erfahrung als Trainer mitbringen, wenn man 17 Jahre lang als Profi spielte. Ich habe in meiner Zeit als Spieler viel gelernt, von dem ich heute Gebrauch machen kann. Natürlich, Erfahrung ist durch nichts zu ersetzten. Aber ich fühle mich bereit für meine Aufgabe hier.

    Wer hat Sie von all den Trainern, die Sie einst hatten, am meisten beeinflusst?

    Wenn es um Details und Vorbereitung geht, dann Bob Hartley. Ihn hatte ich in der Minor League (Hershey Bears), in Colorado und Atlanta in der NHL. Das war eine lange Zeit. Er war hart. Aber mit der Art, wie er Wert auf die Details legte, machte er aus mir einen besseren Spieler. Wenn es um die Kommunikation geht, darum, wie man den Spielern auch den Spass vermittelt, dann beeindruckte mich Gerard Gallant, der momentan in Las Vegas der Coach ist. Er hat einen speziellen Zugang zu den Leuten, selbst in heiklen Momenten kann er locker und entspannt bleiben. An ihn denke ich oft. Und bei Chris McSorley in Genf lernte ich viel in Sachen Intensität und Leidenschaft. Er hatte da etwas Ansteckendes.

    Wie man hört, legen Sie bei Ihrer Arbeit sehr viel Wert auf Kommunikation.

    Ja, aber das muss man nicht extra forcieren. Manchmal geht es nur um kleine Gesten, indem man beispielsweise fragt, wie es der Familie geht. Man zeigt einfach, dass man sich kümmert, nicht nur, wenn jemand ein gutes oder ein weniger gutes Spiel hatte. Es geht mir aber auch um die Details. Eishockeyspiele gewinnt man mit vielen kleinen, unspektakulären Aktionen, die man von der Tribüne aus gar nicht erkennen kann. Wir arbeiten daran, diese Dinge so zu beherzigen, dass sie uns allmählich in Fleisch und Blut übergehen. Das wird auch geschehen, aber es braucht etwas Geduld. Mir wäre es natürlich auch am liebsten, wenn wir alle Probleme über Nacht lösen könnten.

    Das eigentlich Undenkbare ist wahr geworden: Biel steht sportlich und wirtschaftlich auf Augenhöhe mit Bern, Zürich, Zug oder Lugano.

    Biel ist drauf und dran, der neue Titan unseres Hockeys zu werden und den letzten Schritt zu machen: Von einem dominierenden Team der Qualifikation zu einer Meistermannschaft.

    Diesen Schritt haben in diesem Jahrhundert erst Davos, Lugano, der SC Bern und die ZSC Lions geschafft. Es ist der schwierigste Schritt für ein Sportunternehmen. Noch schwieriger als jener aus dem Tabellenkeller an die Tabellenspitze.

    Die Bieler stehen vor diesem schwierigsten Schritt.

    https://www.watson.ch/sport/eismeist…rigsten-schritt

    Der letzte Schritt ist der schwerste, man frage nur Zug (20 Jahre!).

    Bei Ambri, einem Team das in neun von zehn Saisons die PO's verpasst, war Inti ein Star. Beim ZSC hätte er sich beweisen, sich durchsetzten müssen was ihm in zwei Jahren bei zwei Coaches nicht gelang.

    Nun ist er wieder bei einem Team das um die PO's kämpfen muss und einem Trainer der auf seine Tore angewiesen ist.

    Ein Rückschritt!

    Erfolgreiche Minimalisten

    Zum vierten Mal in sieben Spielen endet eine ZSC-Partie mit einem 2:1. Die Art und Weise des Sieges in Freiburg ist eindrücklich und glücklich zugleich.

    Kristian Kapp

    Nein, torreich sind diese ZSC-Spiele nicht, spektakulär auch nur selten: 14:13 Tore nach sieben Partien. Immerhin erfolgreich sind sie mittlerweile, die Lions, dieses 2:1 bei Gottéron war der dritte Sieg in Folge. Und er wirkte in der Nachbetrachtung wie das Ausführen eines perfekten Planes: Zuschlagen, nichts anbrennen lassen. Gut, so einfach war es dann doch nicht …

    Der Zürcher Start war gut. Der ZSC, mittlerweile doch zu einer kleinen Star-Truppe mit vielen spielerischen Elementen mutiert, zeigte sich kämpferisch. Zwei Szenen im noch jungen Spiel zeigten unterschiedliche Einstellungen, mit denen die Teams starteten. Während Gottérons Mottet nach einem Check Blindenbachers die Hände verwarf und das Publikum gegen die Referees aufbrachte, reagierte Jérôme Bachofner nach einer fast identischen Szene anders.

    Kaum von Rossi (korrekt) über den Haufen gefahren, sprang der ZSC-Stürmer auf, sprintete übers halbe Feld und verwertete Pius Suters Vorarbeit. Es war das 2:0 nach neun Minuten, es war für Bachofner eine Art Wiedergutmachung: Am Vorabend hatte er gegen Ambri einen Gegentreffer fahrlässig verschuldet.

    Kleins grosser Aussetzer

    Das Problem war nicht der Start. Das Problem war, wenn bei einem Sieg überhaupt von Problemen gesprochen werden kann, die Verwaltermentalität, die nun einsetzte. Nicht, dass der ZSC schlecht verwaltete. Es machte nie den Eindruck, als würden die Lions die Kontrolle verlieren.

    Das 2:1 kassierte der ZSC noch im Startdrittel, weil Kevin Klein doppelt patzte: Zuerst mit einem misslungenen Aufbaupass, dann, weil er die Nerven und dann auch noch die Position verlor – Lhotak konnte freistehend einschieben. Mottet verpasste zwar im Powerplay das leere Tor und das 2:2, viel mehr war da lange nicht. Und wenn, dann machte der wieder ins ZSC-Tor zurückgekehrte Lukas Flüeler einen sicheren Eindruck.

    Aber weil Eishockey halt ein Spiel auf Eis ist, bei dem auch Zufall und Fortune nicht nur Nebenrollen spielen, ist das eine Sache mit Ein-Tor-Führungen und Kontrolle. Es war zwar eindrücklich, wie souverän der ZSC im Schlussdrittel die Freiburger Angriffe neutralisierte. Doch weil ein 2:1 nur ein 2:1 ist, wurde es am Ende dennoch eng. Wie Flüeler Marchons und Sprungers Schüsse parierte respektive an den Pfosten lenkte, war grandios, aber auch von Glück begünstigt.

    Cervenka geht noch unter

    Darum wäre mehr offensive Präsenz des ZSC vorteilhaft gewesen. Stellvertretend ist da mit ­Roman Cervenka einer der vielen Zürcher Königstransfers zu nennen. Der brillante Techniker spielt zwar im Powerplay schöne Pässe (wie beim 1:0 Noreaus), er stand aber nach vier Einsätzen noch immer bei keinem Plustor bei numerischem Gleichstand auf dem Eis. Gestern blieb er gar ohne Schussversuch.

    Das sind auch Luxusprobleme bei einem Sieg. Vor allem, da der ZSC in der Offensive derzeit mit Nilsson, Herzog und Pettersson auf viel Qualität verzichten muss. Gottéron, das sich auf diese Saison hin nochmals verstärkt hat, rannte hingegen vollzählig und erfolglos an. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
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    Hab mir das Spiel gestern angeschaut. Fand die Leistung gut, ein Tor mehr hätte meine Nerven beruhigt (Verwaltermentalität!). Cervenka ist im Unterschied zum Saisonstart in der CL in der Meisterschaft noch nicht angekommen. Die Rückkehr von Freddie wird das Team stärker machen. Hollenstein kommt wie Noreau gut! Weiter so!

    Einer wie Flüeler deckt einfach mehr vom Tor ab wenn er auf den Pads unten ist, das ist der Unterschied, und so gibt es zwangsläufig auch weniger Tore.

    Flüeler heute beim Sieg in Fribourg wieder im Tor mit sehr guter Leistung!

    Das Schlegel nach seinem Shutout nochmals ran darf finde ich richtig, aber langfristig wird sich Flüeler natürlich wieder durchsetzen, Schlegel hat einfach nicht die Figur eines modernen Goalies, Flüeler schon.

    DI-DO-Fr - fast ein wenig wie in der NHL. Mit einem Sieg gestern nach 60 Minuten wären wir auf Platz 3. Alles ist noch sehr nahe zusammen aber ein Sieg in Fribourg würde natürlich gut tun. Hoffe Freddie ist wieder dabei!

    Die Chaos-Theorie im HC Davos

    Der missratene Saisonstart des HC Davos wird auch für den Trainer Arno Del Curto zum Test – kann er sich noch einmal neu erfinden?

    Daniel Germann (NZZ)

    Im HC Davos der Neuzeit war das Chaos immer Programm. Manchmal wütete es in der eigenen Garderobe, viel öfter aber vor dem Tor der Gegner. Manch einem Team ist an einem bitterkalten Winterabend im Landwassertal Hören und Sehen vergangen, wenn das Gericht Del Curto über es hereinbrach. Sechs Meistertitel innerhalb von 13 Jahren sind die Früchte der Inspiration Del Curtos. Doch Titel allein werden dem Erbe des Trainers nicht ansatzweise gerecht. Er hat mit seinen Ideen, seiner Art zu arbeiten und dem riesigen Engagement das Schweizer Eishockey verändert.

    Doch nun scheint sein Vermächtnis zu bröckeln. Es sind nicht feine Risse, sondern klaffende Wunden, die das Bild entstellen von dem, was Del Curto selber als «perfekte Symphonie» zu bezeichnen pflegt. Wie immer im Sport lässt sich die Theorie mit Zahlen belegen: 2:5 zu Hause gegen Ambri-Piotta, 2:5 zu Hause gegen Fribourg-Gottéron und – als Gipfel der Demontage – 0:7 zu Hause gegen die SCL Tigers. Als der HCD im Oktober 1993 letztmals so hoch verlor (1:8 gegen den EV Zug), war Del Curto noch ein Trainerneuling und gerade im ZSC entlassen worden.

    Die Resultate sind eine Momentaufnahme. Es ist nicht das erste Mal, dass der HCD Mühe hat, beim Start den Tritt zu finden. Doch alarmierend sind weniger die Resultate als vielmehr die Umstände, die zu ihnen führten. Dem Rekordmeister fehlt es nicht an Leidenschaft, sondern an Übersicht und Qualität. Am Dienstag gegen Gottéron stürmten die Bündner im Mitteldrittel einmal gleich mit zwei Spielern zu viel aufs Eis. Chaos herrschte nicht beim Gegner, sondern auf der eigenen Spielerbank. Und Del Curto, dieser «Master of Desaster», der mit seiner Leidenschaft, seiner Intuition als Coach über Jahre Sturm gesät und Erfolg geerntet hatte, stand mit verschränkten Armen an der Bande und lächelte milde.

    Das Goalie-Problem

    Es gibt Gründe für den missratenen Start. Am Tag nach dem Spiel gegen Gottéron zählt sie Del Curto am Telefon auf: «Wir sind jung, verschenken einfache Tore und fallen dann auseinander. Wir sind fragil. Sami Sandell ist verletzt. Perttu Lindgren war fast zwei Jahre nicht mehr auf dem Eis und müsste eigentlich trainieren, statt zu spielen. Shane Prince hat sich noch nicht an die grösseren Spielfelder gewöhnt. Und Anders Lindbäck ist ohne Vorbereitung in die Saison gestiegen. Er braucht Zeit.»

    Das alles ist richtig und doch nur die halbe Wahrheit. Del Curto sucht einen neuen Weg. Nirgendwo wird das offensichtlicher als bei der Torhüter-Thematik. Der HCD hat eine Tradition, aus jungen Talenten grosse Goalies zu machen. Jonas Hiller reifte im HCD zum NHL-Torhüter. Auf ihn folgte das Duo Leonardo Genoni / Reto Berra, die nun in Bern und Freiburg spielen und vor fünf Monaten das Rückgrat beim Gewinn der Schweizer Silbermedaille an der Weltmeisterschaft in Kopenhagen waren.

    Nach Genonis Wechsel übertrug Del Curto die Verantwortung Gilles Senn und Joren van Pottelberghe. Die beiden sind 22 und 21 Jahre alt und haben vor der Saison durchblicken lassen, ihre Karrieren ab der kommenden Saison in Nordamerika fortsetzen zu wollen. Das hat Del Curto zum Strategiewechsel veranlasst. Eine Woche vor dem Saisonstart verpflichtete der HCD den 30-jährigen Schweden Anders Lindbäck, der zuletzt in Milwaukee in der American Hockey League spielte.

    Das Signal war klar: Wir sind nicht mehr bereit, Torhüter für andere Klubs auszubilden. Del Curto nahm damit die Konfrontation mit seinem langjährigen Torhütertrainer Marcel Kull in Kauf, der den Entscheid nicht mittrug. Der Präsident Gaudenz Domenig will nicht von einem Zerwürfnis sprechen, sagt aber: «Es gab lange Diskussionen. Am Ende mussten wir für den Klub entscheiden.»

    Deshalb steht nun Lindbäck im Tor, Senn öffnet die Bandentüre, und van Pottelberghe sammelt in den kommenden Wochen in Dänemark Spielpraxis. Lieber früher als später möchte Del Curto einen der beiden jungen Schweizer Goalies abgeben. Er ist nicht zufrieden mit der Entwicklung der beiden, und offensichtlich haben auch die Mitspieler das Vertrauen in sie verloren. Im Geschäftsbericht schreibt der HCD: «Der Hauptgrund der unbefriedigenden Saison lag natürlich bei den Spielern. Zu viele stagnierten in ihrer Entwicklung und konnten nur wenig Akzente, geschweige denn Glanzlichter setzen.» Domenig steht dazu, dass diese Kritik vor allem auf die Torhüter zielt, von denen man mehr erwartet habe.

    Arno Del Curto geniesst den Ruf, Problemspieler anderer Klubs aufblühen zu lassen. Michel Riesen, Loïc Burkhalter oder Peter Guggisberg spielten unter ihm ihr bestes Eishockey. Sein jüngstes Projekt ist Inti Pestoni, der im ZSC zwei Jahre lang eine Enttäuschung war und am Ende kaum mehr spielte.

    Ein Suchender

    Erhält Del Curto von einem Spieler, was er von ihm erwartet, schenkt er unbegrenzt Vertrauen. Doch wird er enttäuscht, dann kann er selbst langjährige Wegbegleiter von einem Tag auf den anderen fallenlassen. Extremstes Beispiel dafür war Reto von Arx, um den herum Del Curto die Meister-Dynastie aufgebaut hatte. Von Arx verabschiedete sich im Frühjahr 2015 mit dem entscheidenden Tor zum bisher letzten Titel der Bündner und im Unfrieden aus dem Klub. Er hätte seine Karriere gerne fortgesetzt, konnte sich mit Del Curto aber nicht auf einen neuen Vertrag einigen.

    Der Emmentaler von Arx ist ebenso stur wie der Engadiner Del Curto. Doch einen Charakterkopf wie ihn hat der HCD seither keinen mehr gefunden. Beat Forster wechselte vor einem Jahr im Streit zum EHC Biel. Andres Ambühl war auf dem Eis lange das Vorbild, kämpft nun aber mit Formproblemen und spürt sein Alter. Die Wieser-Brüder sind eher hochklassige Ergänzungsspieler als eigentliche Leader. Félicien Du Bois kämpft wiederholt mit Verletzungen. Er war 2014 der letzte prominente Spieler gewesen, der zum HCD wechselte. Seither hatte der Klub vor allem noch prominente Abgänge: Genoni und Gregory Sciaroni zum SC Bern, Gregory Hofmann und Mauro Jörg zum HC Lugano, Samuel Walser und Noah Schneeberger zu Gottéron, Dario Simion zum EV Zug, Forster nach Biel.

    Die Hälfte von denen, die Del Curto einst als Zukunft des Klubs sahen, wandten sich von ihm ab. Deshalb baut er ein neues Team auf – das dritte, wenn nicht vierte in den 22 Jahren, die er bisher für den HCD gearbeitet hat. Zentrale Figur darin soll Enzo Corvi sein. Doch dieser wird von der Konkurrenz gejagt, und selbst innerhalb des Klubs fragt man sich, ob der 25-Jährige die nötige Persönlichkeit besitzt, um eine solche Rolle zu tragen.

    Die Besten regelmässig zu verlieren, muss einen wie Del Curto tief treffen. Er identifiziert sich wie kaum ein anderer mit dem, was er tut. Er sagt: «Würden wir den Titel suchen, wäre es frustrierend. Aber wir haben diesen Weg gewählt, deshalb darf ich das nicht sagen.» Im Satz spiegelt sich eine gewisse Entfremdung vom Präsidenten Domenig, die auch funktionsbedingt ist: Del Curto sucht als Trainer den sportlichen Erfolg und möchte dazu die bestmöglichen Voraussetzungen, Domenig verantwortet die finanzielle Situation.

    Nach der Viertelfinal-Niederlage im Frühjahr gegen den EHC Biel sagte Domenig in einem Interview auf der klubeigenen Website: «Ausser dem HCD hat bereits jeder Klub einmal die Play-offs verpasst. Ich möchte nicht der erste HCD-Präsident sein, der das erleiden muss. Ein konkursiter Klub nützt aber auch niemandem etwas.» Und dann bemängelte er noch, wie emotionslos das Team gegen Biel aufgetreten sei. «Wir gingen einfach unter.»

    Im Zweifel für den Angeklagten

    Dieser Satz war ein Stich ins Herz von Arno Del Curto, der für sich in Anspruch nimmt, immer das Optimum aus den Möglichkeiten herauszuholen. Er war eine erste offene Kritik an der Ikone, und sie ist seither nicht mehr verstummt. Domenig sagt, dass man alles und jeden hinterfragen dürfe, auch wenn Del Curto mit seiner Geschichte einen Bonus besitze; einen «benefit of the doubt», wie er es nennt. Ausgedeutscht heisst das so viel wie: im Zweifel für den Angeklagten.

    Tatsache ist: Der HCD und mit ihm sein Trainer Arno Del Curto haben an Strahlkraft verloren. Der Spengler-Cup schwächelt; er war über Jahre die wirtschaftliche Säule des Erfolges. Seit 2012 muss der HCD einen Teil seines Gewinns an die Konkurrenten abgeben, um den Termin zu schützen. Nur dank regelmässigen Zuschüssen der Gönnervereinigung «Kristall Club» bleibt er finanziell einigermassen konkurrenzfähig.

    Doch es sind nicht nur die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die den HCD taumeln lassen. Immer öfter wagt einer die Frage zu stellen: Hat Arno Del Curto mit 62 Jahren die Leidenschaft, die Kraft und den Innovationswillen, um noch einmal von vorne zu beginnen und den HC Davos und letztlich auch sich selber neu zu erfinden?

    Vor allem die ersten Jahre von Del Curtos Karriere waren voller Brüche. Er scheiterte als Geschäftsmann mit einer Telefonmarketingfirma und zahlte für die Erfahrung, indem er vorübergehend in vier Jobs gleichzeitig arbeiten musste. Er sorgte in seinem ersten Job als Nationalliga-A-Trainer 1992 mit dem ZSC gegen Lugano für die erste echte Sensation in den Schweizer Play-offs und musste doch noch einmal zurück bis in die 1. Liga, ehe man seine Qualitäten anerkannte und honorierte. Er kokettierte mit der Rolle am Rande der Gesellschaft und stand doch mittendrin. Er lobte den Wert der konstruktiven Kritik und reagierte vehement auf solche, die er für verfehlt hielt.

    Nun ist Del Curto zu dem geworden, was er nie sein wollte: zu einer Art Elder Statesman des Schweizer Eishockeys, einer Persönlichkeit, die man nicht dafür schätzt, was sie tut, sondern dafür, was sie einmal geleistet hat. Und er leidet darunter. Er sagt: «Fragen Sie, aber machen Sie es kurz. Wenn ich zu lange darüber spreche, werde ich krank.» Es ist das pure Chaos.
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    m.E. ein sehr guter Artikel zur Situation in Davos. Del Curto hat für mich mit dem IKEA Goalie einen grossen Fehler gemacht, der Entscheid wurde ja auch von Kull nicht mitgetragen. In Davos gehen sie schweren Zeiten entgegen!

    Das wird ganz sicher kommen und die Anspielzeit wird nach vorne verschoben, z.B. 19:15, wie in der NHL!

    Ebenso ist es eine Illusion zu glauben man werde von 50 Spielen abrücken, ich denke man wird auf 55 aufstocken.

    Dafür dürften die sinnlosen Nati Termine stark unter Druck kommen, genauso wie der geschützte Termin für den SC, an dem je länger je mehr niemand mehr teilnehmen will/wird.

    Habe das auch so gesehen. Wenn man die Werbepausen so überbrückt wie in der NHL können sie echt Spass machen, ich unterhalte mich jeweils köstlich! Wenig bis kein Verständnis habe ich für Leute wie Dino Kessler die glauben sie müssten motzen weil alles so lief wie es die NHL wollte. Wer gegen die Devils spielen will muss die Spielregeln akzeptieren oder er lässt es bleiben! Ich bin eh der Meinung die NHL sollte nur reguläre NHL Spiele im Rest der Welt veranstalten aber keine solchen Exhibition Games.