Beiträge von Larry

    Kapitän auf stürmischer See

    Verteidiger Patrick Geering trägt seit dieser Saison das «C» bei den ZSC Lions und kämpft an allen Fronten gegen die Krise an.

    Simon Graf

    Patrick Geering winkt lachend ab auf die Frage, ob er ein Boot auf dem Zürichsee habe. Nein, er gehe im Sommer nur ab und zu in einem Gummiboot auf die Limmat. Als neuer Captain, Pardon ­Kapitän, der ZSC Lions steht er nun aber einem ziemlich grossen Dampfer vor. Und pflegt dieser sonst ganz ruhig durch die Qualifikation zu ­tuckern, ist er nun bereits im September in grössere ­Turbulenzen geraten.

    Geering gibt sich alle Mühe, das Schiff auf Kurs zu halten. Am Samstag beim 5:4 in Ambri ist er omnipräsent, über 25 Minuten auf dem Eis, Schütze des 3:2 und Assistent beim Siegestor Petterssons in der Overtime. «Es war ein Chrampf und Kampf», sagt er. «Wir wussten: Wir müssen gewinnen.»

    Es ist für den 27-Jährigen kein sanfter Einstieg in die neue ­Aufgabe. Nicht, dass er sich beklagen würde. Er sagt: «Letztes Jahr spielten wir am Anfang auch nicht gut und kamen meistens noch durch. Diesmal halt nicht mehr. Das muss gar nicht schlecht sein. Es zeigt uns, dass wir noch viel Arbeit haben. Vor allem die Fehler gilt es auszumerzen.»

    Die Rolle nicht aktiv gesucht

    Geering suchte die Captainrolle nicht ­aktiv. Als 2016 der ­damalige Sportchef ­Edgar Salis das Thema erstmals aufbrachte, sagte er, dass er diese Rolle nicht möchte, solange Seger noch dabei sei. In diesem Sommer kam nun Sven Leuenberger auf ihn zu und fragte ihn, ob er ZSC-Captain werden wolle. Gee­ring willigte ein, nachdem er sich mit Seger unterhalten hatte. «Er sagte, er werde mich zu 100 Prozent unterstützen.» Was wie eine Floskel klingen mag, charakterisiert Geering gut: «Ich möchte das Beste fürs Team. Und wenn die ­anderen finden, es sei besser, wenn ich Captain sei, sage ich nicht Nein.»

    Seger ist der einzige Captain, den ­Geering beim ZSC erlebte. «Für mich ist er der klassische Leader», sagt der Verteidiger. «Mit seiner Leidenschaft und seiner sozialen Kompetenz. Ich kann mir keinen besseren Captain vorstellen.» ­Geering ist ein anderer Typ, ruhiger, einer, der primär mit seinem guten Beispiel ­voranschreitet. Er wolle sich durch das «C» nicht gross verändern, sagt er. «Ich bin in der Garderobe immer noch mehr oder weniger der Gleiche. Wenn ich das Gefühl habe, ich müsse etwas ­sagen, sage ich es. Wenn nicht, dann nicht. Es wäre nicht glaubwürdig, wenn ich meinen würde, ich müsse jetzt die grossen Reden schwingen.»

    Er sei in der Schule kein Alphatier gewesen, erzählt Geering. «Aber bei Projektarbeiten, die mich interessierten, übernahm ich gerne den Lead.» Und das Projekt ZSC Lions liegt ihm am Herzen. In Schwamendingen aufgewachsen, zwei Kilometer vom Hallenstadion ­entfernt, ist er das klassische «Eigen­gewächs». Er sagt: «Ich finde es cool, wenn Eigene die Captainrollen übernehmen. Auch bei anderen Teams. Das ­fördert die Identifikation.»

    Er durchlief alle Nachwuchsstufen und debütierte mit 18 in der ersten Mannschaft. Seitdem gehört er zum Inventar. Es fällt schwer, ihn sich im Dress eines anderen NLA-­Teams vorzustellen. Auch wenn er vor seiner Vertragsverlängerung bis 2019 mit dem SCB flirtete.

    Bob Hartley als Lieblingstrainer

    Mit seinen 1,78 Metern in der Verteidigergilde einer der Kleineren, zeichnete sich Gee­ring schon früh durch seine Hart­näckigkeit in den Zweikämpfen und Wendigkeit aus. Der Trainer, der ihn am meisten prägte, war Bob Hartley. Obschon der Kanadier nur für die Meistersaison 2011/12 blieb. «Von ihm habe ich viel profitiert, weil er extrem auf Details achtete. Er lehrte mich Dinge, die ich zuvor noch nie gehört hatte. Etwa, wie man den Stock auf dem Eis halten muss, um Passwege zuzumachen. Hartley dachte immer ein, zwei Spielzüge voraus.»

    Dass Geering ausgerechnet den Drillmeister als seinen bevorzugten Trainer nennt, zeigt, dass er kein Problem damit hat, hart zu arbeiten. Und so hat er sich kontinuierlich entwickelt, ist er auch einer der besseren Offensivverteidiger geworden. Er musste sich lange gedulden, bis er endlich einen Platz im Powerplay erhielt. Marc Crawford traute ihm das nicht zu, Hans Wallson baute ihn im Verlaufe der letzten Saison in Überzahl sein. Aktuell lenkt er an der blauen Linie das erste ZSC-Powerplay.

    Aber ist es für Geering nicht schwierig, dass Überfigur Seger noch dabei ist? «Nein, gar nicht», sagt er. «Und Seger ist immer noch gleich kommunikativ wie ­immer.» Vielleicht hat er Geering schon erzählt, dass auch sein erstes Jahr als Captain, als Nachfolger Mark Streits, alles andere als reibungslos verlief. 2005/06 retteten sich die ZSC Lions erst nach drei Trainerwechseln im Playout-«Final» gegen Fribourg vor dem ­Abstieg.

    Trotzdem wurde aus Seger ein ganz passabler und erfolgreicher Captain.

    (Tages-Anzeiger)

    *Wird Wallson entlassen, werden die Lions 2019 und 2020 Meister"

    Wenn es so einfach wäre wie KZ denkt....aber hier könnte er recht haben:

    "Die ZSC Lions sind ein schwierig zu führendes Team. Die Strukturen sind zwar professionell. Aber Spieler, die in der Vergangenheit viel gewonnen haben – 2014, 2015 und 2016 die Qualifikation, 2012 und 2014 den Titel – sind davon überzeugt, zu wissen, was gut und richtig ist."

    http://www.watson.ch/Sport/Eismeist…-die-Geschichte


    6 sec vor schluss es time out, 2 goal hine, chan nuem

    Das war der Oberknaller! :spinneli: Clown Wallson (by KZ)

    Sehe es ansonsten wie Blackstar. Machen wir uns nichts vor: Letzte Saison hiessen die Heilsbringer Thoresen und Sjögren, diese Saison Klein und Pettersson, aber die werden uns nicht retten, weil wir zudem im Tor nur zwei Durchschnittsgoalies haben.

    Ein Kenner der CH Szene als Coach könnte das Ganze wieder etwas in die Spur bringen, aber das Team muss weiter umgebaut werden.

    Viel Arbeit für Sven, viel Geduld nötig für die ZSC Fans. Von heute auf morgen wird sich so schnell nichts ändern.

    Jeder Tag an dem man Wallson weiter wursteln lässt ist verlorene Zeit! Wird aber so rauskommen, WF bricht nicht gerne Verträge, er verlängert sie lieber.... :roll:

    Hockeystock statt Heugabel

    Bevor sich Kevin Klein mit der Familie auf seiner Farm in Ontario niederlässt, möchte er die ZSC Lions prägen. Der 32-Jährige ist ein Mann fürs Grobe.

    Mit seinem Irokesenschnitt, dem markanten Gesicht und seiner imposanten Postur sieht Kevin Klein etwas angst­einflössend aus. Doch er ist, sofern man es nicht auf dem Eis mit ihm aufnimmt, ganz umgänglich. Geduldig posiert er für Fotos, und gerne erzählt er, welcher Mensch sich hinter dem stämmigen Verteidiger versteckt. Doch zuerst diese Frage: Hat er tatsächlich auf 2,75 Millionen Dollar Gehalt verzichtet, um seine ­Karriere in Europa fortzusetzen?

    «So ist es», sagt er mit ruhiger Stimme. «Wer mich kennt, der weiss, dass ich nie nur wegen des Geldes spielen würde. ­Natürlich sind 2,75 Millionen viel. Aber die hätten das Leben unserer Familie nicht verändert. Wir pflegen einen ziemlich minimalistischen Lebensstil.» Und der lässt sich mit den 30,32 Millionen brutto, die er in der zwölfjährigen NHL-­Karriere einnahm, gut finanzieren.

    Trotzdem war seine Entscheidung bemerkenswert. Bei den New York Rangers nicht mehr erste Wahl, entschied er sich für den Aufbruch. «Meine Frau und ich sprachen schon länger darüber, einmal nach Europa zu kommen. Und ich wollte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und hatte es satt, öfter auswärts zu schlafen als im eigenen Bett.»

    «Wer mich kennt, der weiss, dass ich nie nur wegen des Geldes spielen würde.»

    Seine ersten Erfahrungen seien durchwegs positiv, betont der 32-Jährige. Deutschland, Österreich und die Schweiz waren seine bevorzugten Destinationen gewesen, weil er wegen seiner Grosseltern, die aus Deutschland stammen, in den deutschen Sprachraum wollte. Roman Josi, Nick Spaling und ­Rafael Diaz, die er nach der Schweiz fragte, sagten übereinstimmend, hier würde es ihm gefallen. «Ich vertraute ihrer Meinung, sie hatten recht.»

    Am Wochenende war er mit der ­Familie zum Wandern auf dem Sattel. «Es ist wunderbar, in einer Stunde in den Bergen zu sein.» Auch in Winkel, wo alle ZSC-Ausländer wohnen, gefällt es ihm. «Es ist wie eine kleine Gemeinschaft. Die Kids können hinaus aus der Tür und mit den anderen spielen.» Die Söhne sind acht und fünf, besuchen die dritte Klasse und den Kindergarten – auf Deutsch. Sie sollen so die Sprache schnellstmöglich aufsaugen. Die Eltern tun sich da noch ­etwas schwerer.

    Mühe mit dem grossen Eis

    Auch beim Eishockey kämpft Klein noch mit leichten Anpassungsproblemen. «Die grössere Eisfläche verändert viel», hat er erfahren. So wurde er auch schon spektakulär überlaufen. «Die Winkel sind ganz anders, die Stürmer haben viel Platz, um aussen herum zu fahren. Ich muss meine alten Gewohnheiten ver­gessen. Zuletzt ging das immer besser.» Bei 9 von 16 Zürcher Gegentoren stand er bisher auf dem Eis. Was bei ihm aber auch auffällt, ist sein kerniger Schuss. Bisher traf er zweimal, beim Saisonauftakt in Langnau zum 4:3 in Overtime solo.

    Apropos Overtime: In einer solchen schrieb Klein eine bemerkenswerte Story: Am 8. Dezember 2014 wurde er gegen Pittsburgh von einem Stock am linken Ohr getroffen. Die obere Hälfte hing nur noch an einem Stück Haut und wurde behelfsmässig angenäht. So zusammengeflickt, kehrte Klein aufs Eis zurück und schoss in der Verlängerung das 4:3.

    Zeigt diese Szene seinen Charakter? Er winkt ab. «Im Eishockey spielen viele mit Verletzungen und Schmerzen. Mit dieser Mentalität wächst man auf. Speziell war damals, dass ich in der Overtime traf.» Am Ohr sieht man kaum mehr ­etwas. Es wurde mit 23 Stichen ­genäht. «Zum Glück gibt es in New York gute Schönheitschirurgen», sagt er ­lachend.

    Klein spielte bis Januar 2014 für Nashville, als er zu den Rangers transferiert wurde und mit diesen gleich in den Stanley-Cup-Final stürmte, der gegen Los Angeles verloren ging. Gleichwohl war die Zeit bei den Predators für ihn die prägendste. Da nahm er sich anfangs eines jungen Schweizers namens Josi an. Inzwischen wurde dieser zum Captain der Predators ernannt. «Er wird ein ­guter Leader sein», sagt Klein. «Niemand kann ein schlechtes Wort über ihn ­sagen. Er ist ein wunderbarer Mensch und ein exzellenter Spieler.»

    Er kann auch laut werden

    Auch Klein soll in Zürich ein Leader sein. Er erwartet das ebenfalls von sich. «Ich kann laut werden, wenn es nötig ist», sagt er. Er werde sich nicht zurückhalten, nur weil er neu sei. «Wir sind ein Team. Egal, ob einer ein paar Wochen hier ist oder schon Jahre.»

    Sven Leuenberger möchte, dass der Kanadier da eine ähnliche Rolle spielt wie Patrick Thoresen. Der Sportchef zeigt sich bisher zufrieden mit Klein. Er habe angedeutet, dass er eine gesunde Härte hineinbringen könne. Und je wichtiger die Spiele, desto mehr werde das der Fall sein. Dass er Mühe bekommen könne, wenn es allzu schnell gehe, habe er gewusst, sagt Leuenberger.

    Wie lange sein Zürcher Abenteuer dauern wird, weiss Klein nicht. Er plant vorerst für ein Jahr. Sicher ist, dass er sich irgendwann mit der Familie auf ­seiner Farm in Ontario niederlassen wird. Sie liegt auf einer Anhöhe, «es ist ein wunderbarer Flecken mit einem Teich und rund 20 Hektaren Land».

    Klein auf dem Traktor oder mit der Heugabel – das kann man sich gut vorstellen. Doch zuerst hat er mit den ZSC Lions noch einiges vor. Auch da gibt es Arbeit.

    (Tages-Anzeiger)


    Bysel wird au die Meisterschaft günne will die andere nöd a sich glaube.

    Sieht mir aber nicht danach aus!

    Lausanne siegt in Basel und gestern wurde sie in Güllen rasiert - das gibt jedem Club Schub, jeder sieht das sie nicht mehr unschlagbar sind.

    Der FCZ muss mindestens ein Unentschieden aus Basel mitbringen!

    Das musst Du (und Mushu) in erster Linie unseren Coach fragen, der stellt ihn ja kaum auf!

    Ev. hat er es sich mit seiner unprofessionellen Einstellung zum Start der letzten Saison ein für allemal verspielt.

    Ich hätte ihn nie im Leben geholt, spätestens in den PO's sieht man diese körperlosen Spieler nicht mehr.