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Trainingsstart in Zürich
Die Zürcher Fussballklubs starten ihre Vorbereitung auf die Rückrunde unter den verschiedensten Voraussetzungen. Im FCZ fehlen noch einige Akteure, und Verstärkungen sind keine zu erwarten – während der Leader GC mit etwas Glamour seine Zuzüge präsentiert.
Michele Coviello
Schlamm klebt an den Schuhen der Besucher des FCZ am Donnerstagmorgen auf der Allmend Brunau. Nur wenige sind hier, eine Handvoll Medienleute, ein knappes Dutzend Anhänger. Der FC Zürich ist derzeit kein Magnet in der Schweizer Fussball-Landschaft. Mit 17 Punkten aus 18 Spielen hat er die Winterpause auf dem vorletzten Rang der Super League verbracht. Der Klub, der noch vor zwei Saisons um Meistertitel und Champions-League-Einzug spielte, beschäftigt sich mit dem Ligaerhalt.
Neues gibt es auf der Brunau nicht zu sehen. Urs Meier hat nach seiner Zeit als Interimstrainer den Vorgänger Rolf Fringer zwar ganz abgelöst, Verstärkungen sind aber keine zum Trainingsauftakt erschienen und sind auch in den kommenden fünf Wochen bis zum Start der Rückrunde gegen Lausanne am 10. Februar nicht zu erwarten.
Zahlreich sind die Absenzen am ersten Arbeitstag: Chikhaoui wird von einem medizinischen Problem in Tunesien aufgehalten, Béda erlitt einen Todesfall in der Familie, Kukeli fehlte am Donnerstag aus privaten Gründen, Pedros Rückreise aus Brasilien war in dieser verzögerten Form bewilligt und Texeira sowie Jahovic sind noch rekonvaleszent. Aus dem Kader entfällt der Ersatzgoalie Guatelli, der fortan in der U 21 trainieren wird und sich in Probetrainings im Ausland empfehlen will, wie derzeit in England. Brunner kehrt aus Winterthur wohl zurück. Meier muss sich aufgrund der finanziellen Probleme des Klubs zufriedengeben. «Wir haben ein gutes Kader», sagt er. Mit seiner drahtigen Erscheinung verströmt er Entschlossenheit. Immer wieder ruft er auf dem Trainingsplatz nach «Qualität». Potenzial sei im FCZ vorhanden. «Wir müssen es nun ausschöpfen.»
Die Gemütslage im GC ist ganz anders. Rund hundert Personen besuchten den Leader zum Vorbereitungsstart in Niederhasli. Dort wird nicht nur die vorhandene Qualität gefördert, sondern neue hinzugekauft. Der Stürmer Ngamukol (Thun) und der Verteidiger Rocha (Recife/Brasilien) waren zum Auftakt am Morgen anwesend und wurden am Nachmittag mit einer Prise Glamour in einem Restaurant Nähe Bahnhofstrasse vorgestellt – ohne Schlamm.
(NZZ)