Beiträge von Larry

    Das mit dem Beissen liegt nicht nur in der Hand von Blindi.

    Oder überhaupt nicht!

    Je nachdem macht das eben gar keinen Sinn, und dann muss man (der Z) bereit sein bzw. schon alles eingefädelt haben.

    Scho so, und ich hätte (als Sportchef) und habe (als Fan) wenig Freude an solchen Spielern, siehe im Moment z.B. Hassli beim FCZ. Den hätte ich unterdessen geschickt resp. ihm gesagt: Das wars! Im Sommer kannst du gehen!

    Nichts desdo trotz glaube ich, dass Sportchefs (ich wähle jetzt mal die Mehrzahl :razz: ) schwer nach Sympathie/Antipathie entscheiden, wer bleiben darf und wer gehen muss und wer geholt wird.

    Und nicht immer nur nach Leistung.

    Zitat von sloggi

    ich muss gestehen, dass ich rational mushu's statements teile. hier werden aepfel mit birnen (oder was fuer fruechte auch immer) veglichen. emotional aber nicht.

    das opernhaus und die theater SIND elitaer und das hobby einer kleinen interessengruppe wird hier staatlich massiv unterstuetzt. ich muss aber zugeben, dass sich das wort klein hauptsaechlich darauf bezieht, dass v.a. beim theater mittlerweile ein derartiger schwachsinn aufgefuehrt wird, dass sich gar keine breite mehr dafuer interessieren kann, da man einen massiven dachschaden haben muss, um das vorgefuehrte zu verstehen. beim opernhaus ist dies nicht der fall, aber die oper als kunstform ist per se schon sehr selektiv.

    andererseits wird fussball als breitensport eben massiv subventioniert. oder musste schon jemand bezahlen, weil er auf einem platz gegen einen ball gekickt hat? es ist aber nicht ersichtlich, warum eine marode private institution wie ein fussballverein indirekt durch den steuerzahler finanziert werden sollen. schliesslich verdienen deren exponenten massiv geld und es wird, wenn richtig gemacht, auch welches generiert.

    man koennte sich aber vorstellen, dass sich eine stadt eine fussballgilde leistet, diese im angestelltenverhaeltnis unterhaelt und den zuschauer finanziell dadurch entlastet, dass er ihm subventioniert eintritt gewaehrt. dann waeren es zumindest wieder boskop mit gala verglichen.

    :cool:

    Zitat von Messier

    Du dörfsch eifach nie Sportchef werde, suscht hämmer dänn nur no Chnebbler Pole oder so. . . :winke:

    Wer dörf nöd Sportchef werde und was sind Chnebbler Pole?

    Ich habe lieber den Spatz (Nolan) in der Hand als die Taube (wer ist JETZT noch zu haben?) auf dem Dach!

    PS: Schon erstaunlich dass der alte, behäbige, schwerfällige mehr Punkte pro Spiel macht als alle (!) jungen, schnellen Spieler sonst beim ZSC...

    Zitat von schalamütss

    Grosser Fehler....wenn es denn so stimmen würde....

    Du weisch meh, da bin ich mir sicher.

    ABER wänn mer en hett wele hebe, wär er jetzt da, oder nöd?

    Wenn sie den Vertrag nicht bis Ende Saison verlängern sind sie nicht mehr zu retten!

    Was wäre denn die Alternative zu Nolan?

    Der Punkteschnitt spricht für sich, und wenn er nur noch einen keinen Schritt nach vorne macht könnte er sehr, sehr wertvoll werden. Von der Erfahrung her, die in den PO's so ziemlich das Wichtigste ist, ganz zu schweigen.

    Aus der NHL wird gar nichts kommen, der Zug ist abgefahren.

    Zitat von Caro


    nicht ganz richtig... aufgrund des schlechten vertrags, der ihm angeboten wurde, ging er zurück.
    aber es hätte den verein nicht sehr viel gekostet - in jeder hinsicht :roll:

    Grosser Fehler!

    Fussball und Oper GC und FCZ müssen Miete zahlen fürs Stadion. Im Gegensatz zum Opernhaus, das gratis logiert. Das ist unfair.

    Von Daniel Schneebeli

    Schätzt den Wert des Fussballs!

    Die Grasshoppers überlegen sich, ihre Spiele nicht mehr in Zürich auszutragen, weil sie die Stadionmiete und die Sicherheitskosten von jährlich fast drei Millionen Franken nicht mehr zahlen können. Und auch der FC Zürich stöhnt unter der gleichen finanziellen Last. Viel Verständnis hat GC bisher in der Zürcher Politik nicht geerntet. Der Club sei auch selber schuld an seinen Geldsorgen, liess die städtische Co-Präsidentin der SP im TA verlauten.

    Da mag sie recht haben. Doch ihre Aussage ist vor allem geprägt von einer unverdienten Geringschätzung gegenüber dem Fussball, die in Zürich Tradition hat. Soll der älteste Zürcher Fussballclub, der 27-fache Schweizer Meister, tatsächlich in Aarau oder Luzern antreten müssen?

    Nein, das darf nicht passieren. Die Grasshoppers spielen nämlich nicht nur Spitzenfussball. Sie bieten – wie der FCZ auch – Hunderten von Mädchen und vor allem Knaben eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Viele von ihnen kommen aus dem Ausland und haben schlechte Startchancen.

    Dank des Fussballs sind sie wer – auch in der Schule. Die Grasshoppers, der FCZ und die anderen über 150 Fussballvereine im Kanton leisten mit diesen potenziell schwierigen Jugendlichen eine wichtige Arbeit. Ihre vielen Trainerinnen und Trainer machen die Jungen nicht nur zu guten Sportlern, sondern meist auch zu gewissenhaften Arbeitskräften und zuversichtlichen Menschen. Bei den Berufsberatern sind die jungen Fussballer beliebt. «Wenn ein Jugendlicher im Fussballclub spielt, haben wir selten Probleme mit ihm», sagt der Leiter eines Motivationsprogramms. Für diese Jugendarbeit der Fussballclubs, die garantiert Sozialkosten in Millionenhöhe spart, verlangt die Stadt Platzmiete. Das ist unfair.

    Bei der Kultur grosszügiger

    Das Zürcher Opernhaus zum Beispiel bezahlt keine Miete. Im Gegenteil, es erhält vom Kanton jährlich 75 Millionen Franken Subventionen. Doch das reicht nicht. Letzte Woche verlangte Opernhausdirektor Alexander Pereira angesichts eines 5-Millionen-Defizits noch mehr Geld. Ein hochklassiges Programm habe eben seinen Preis.

    Auch Stadtregierung und -parlament sind grosszügig, wenn es um die Kultur geht. Vor zwei Jahren haben sie das Kulturbudget um 24 auf 93 Millionen aufgestockt. Allein mit dem zusätzlichen Geld könnte man die heutigen Grasshoppers locker finanzieren und ihnen noch einen Starstürmer kaufen.

    Natürlich sind Opernhaus, Schauspielhaus, Cabaret Voltaire, ja das Kulturangebot überhaupt, wichtig für Zürich. Aber die Fussballclubs sind es auch. Als der FCZ 2009 gegen Real Madrid spielte, waren die 25 000 Tickets in 15 Minuten weg. Wer müsste im Opernhaus auftreten, um einen ähnlichen Verkaufserfolg zu erzielen? Wahrscheinlich ein Fussballer.

    Es ist Zeit für ein Umdenken in der Politik. Ein guter Fussballclub ist ein ebenso gutes Aushängeschild für eine Stadt wie ein Opernhaus. Wer würde zum Beispiel von Manchester sprechen ohne die United? Und auch Mailand ist nicht nur wegen der Scala weltbekannt.

    Erste Schritte hat die Stadt getan. Der FCZ soll Land für einen Campus erhalten. Und auch bei den Sicherheitskosten ist Zürich zum Entgegenkommen bereit. Doch dies kann nur der Anfang sein. Jetzt muss der Wiederaufbau des Hardturms folgen. Und als Geste der Wertschätzung verdienen die Fussballclubs auch das gebührenfreie Spielen im Letzigrund.

    Die ZSC Lions erwachten aus dem Tiefschlaf

    Owen Nolan war beim 4:2-Sieg gegen Fribourg der ersehnte Leader.

    Von Silvan Schweizer, Zürich

    Da war der gelbe Pullover wieder. Walter Scheibli senior stellte sich in den Katakomben artig ZSC-Trainer BengtAke Gustafsson vor. Die beiden hatten sich zuvor nie getroffen, weil die Radiolegende wegen schweren Knieleiden bis zu diesem Spiel gegen Fribourg nicht arbeiten konnte. Und der Schwede war gut gelaunt, durfte er doch nach dem 4:2 endlich wieder über einen Erfolg sprechen.

    In den vorangegangenen zwölf Partien waren den Lions nur drei Siege gelungen – zwei gegen die kraftlosen Lakers, einer gegen Davos, als die Bündner den wohl schwärzesten Abend des Winters einzogen. Die Zürcher konnten nur gewinnen, wenn sich der Gegner noch statischer als sie selbst bewegte. Und so begannen sie gegen die etwas engagierteren Freiburger so, wie sie es in den letzten Wochen oft getan hatten: Sie waren in der Angriffsauslösung ohne Ideen, blieben meist schon in der Mittelzone stecken. Den Puck schossen sie deshalb nach dem Zufallsprinzip in die Ecken, oft, ohne dass ein Mitspieler diesem hinterher jagte. «Wenn es dir nicht läuft, wirst du manchmal zurückhaltend, machst einen Schritt zurück statt einen nach vorne. Das ist das Schlechteste, was du tun kannst», kommentierte Captain Seger.

    Das 0:1 nach der ersten Pause überraschte deshalb nicht. Leise Pfiffe hallten durchs Hallenstadion. Ein Fan beugte sich im zweiten Rang über das Geländer und brüllte lauthals aufs Eis: «Jetzt wacht doch endlich auf!» Und das taten die Zürcher auch. Nolan bezwang Gottéron-Goalie Huet nach nur 35 Sekunden des zweiten Drittels mit einem Schuss aus spitzem Winkel. Der NeoSchweizer war danach kein grosser Rückhalt mehr für sein Team. Und ZSCTrainer Gustafsson meinte: «Manchmal braucht man ein solch einfaches Tor, um Feuer zu entfachen.»

    Mutiger und kämpferischer

    Die erstmalige Zürcher Führung durch Geering konnte Fribourg danach noch ausgleichen. Doch im Schlussabschnitt waren die ZSC Lions dann das klar bessere Team. Während bei Gottéron die Ausländer wie Melin oder Mowers überhaupt keinen Einfluss hatten, nahm NHL-Altmeister Nolan beim ZSC nach zuletzt trägen Auftritten wieder einmal das Spiel in die Hand. Das spielentscheidende 3:2 war aber Schnyder vorbehalten: Der Verteidiger traf im Nachsetzen erstmals in dieser Saison.

    «Wir waren wieder aktiver, mutiger, kämpferischer», sagte Seger erleichtert. So habe die Mannschaft auftreten wollen. Mit einem schnörkellosen Aufbau. Denn schön spielen zu wollen, sei gefährlich. «Jeder wusste, was er zu tun hatte.» Das führte der St. Galler auch auf eine längere Videoanalyse des 0:3 vom Samstag in Zug zurück: «Da hat jeder gesehen, was für dumme Fehler wir gemacht haben, wie wir immer einen Schritt zu spät kamen. Das tat auch ein bisschen weh.»

    Seger wies aber darauf hin, dass noch längst nicht alles im Lot sei. Das haarsträubendste Exempel dafür lieferten die ZSC-Kanadier Murphy und Westcott, als beide während eines Powerplays kurz nacheinander ein Icing fabrizierten, weil ihre Zuspiele im Nirgendwo landeten. Ein entnervtes Raunen ging da durch die Menge. Und selbst dem geschwätzigen Walter Scheibli verschlug es vor Schrecken kurz die Sprache. Aber mit dem 80-jährigen Publikumsliebling kam auch wieder etwas Leidenschaft nach Oerlikon zurück.