Beiträge von Larry

    Zitat von Mirko


    Früener händ mir eus gfreut über Spieler, wo mit voller Stolz s ZSC-Liebli treit händ, au wänns oft nöd erfolgrich gsi sind.

    Söttig Spieler gits hüt gar nüme!

    D'Spieler hüt, ob Hockey, ob Fuessball, sind Nuttene wo dört ane gönd wos am meischte Chole git.

    Ich bin sowieso in erschter Linie ZSC Fan und nöd Fan vom Spieler XY.

    BACKHAND

    Der ZSC hat das Leiden verlernt

    Simon Graf

    Stellen Sie sich vor, Sie gehen am Vormittag ins Büro und wissen nicht, ob Sie am Abend Ihren Job noch haben. Sie gehören zum mittleren Kader, haben 20 Mitarbeiter, von deren Performance Ihr Schicksal abhängt. Sie können sie ausbilden, ihnen Aufgaben zuweisen, sie auf den Rücken tätscheln, motivieren, ihnen gut zureden, sie bei Fehlern zurechtweisen. Aber Sie selber dürfen nicht Hand anlegen. Es sind ihre Mitarbeiter, welche die Arbeit erledigen müssen. Und deren Qualität entscheidet darüber, ob Sie bleiben. Zumindest einen weiteren Tag. Eine bange Situation, nicht? Es ist jene von Colin Muller, dem ZSC-Trainer auf Bewährung.

    Für den Kanadaschweizer folgt heute gegen den HCD die nächste Probe, am Dienstag in Kloten eine weitere. Vielleicht. Denn jede Niederlage könnte seine letzte sein. Muller erlebt das Schicksal, das fast jeden Coach der Stadtzürcher in den letzten 15 Jahren ereilt hat. Sean Simpson musste als Einziger nicht um seinen Job bangen. Und bei ihm war man nicht unglücklich, dass er zum Nationalcoach promoviert wurde und die Entscheidung, ob man ihn behalten wolle, nicht gefällt werden musste. Kent Ruhnke (2000) und Harold Kreis (2008) mussten sogar als Meister gehen. Larry Huras überdauerte den Titel von 2001 nur einige Monate.

    Ihnen allen wurde zum Verhängnis, dass die Ansprüche in der Limmatstadt seit der Fusion mit GC gestiegen sind. Man hat die Kultur des Leidens, die beim «alten» ZSC zelebriert wurde, verlernt. Früher kam man, fluchte und sirachte, kam wieder, schrie und zürnte, kam wieder und war überglücklich, wenn mal etwas klappte beim «Z». Aus jener Zeit stammt auch der Sprechchor: «Dä ZSC isch wider daa.» Heute schüttelt man bei schwachen Leistungen den Kopf, äussert seinen Unmut – und bleibt das nächste Mal lieber zu Hause. Wieso soll man sich ein 1:4 gegen den SCB antun, wenn man ein 2:1 gegen Chicago gesehen hat?

    Die Masse der ZSC-Fans ist zum Eventpublikum geworden. Sie geht zum Match ins Hallenstadion mit der gleichen Erwartung, wie sie das Konzert von Joe Cocker oder der Kastelruther Spatzen besucht: Sie will eine gute Show sehen. Und wenn die nicht stimmt, wird die Halle immer leerer. Die ZSC Lions sind zum Erfolg verdammt, sie können sich längere Durststrecken nicht leisten. Und es rächt sich nun, dass sie mit ihrem Champions-LeagueSieg die Latte noch höher gelegt haben. Das Zürcher Publikum mag nicht mehr leiden. Dafür tun es die Coaches umso mehr.

    Mein Senf: Es häd öppis bzw. es isch eso!

    Der dritte Daffos (schon zum dritten mal!) und am DI zum Leader nach Kloten (auch zum dritten mal!). Werden wieder zwei schwere Spiele für Muller.....wenn sie wieder so kämpfen wie gegen Kloten dann könnten Punkte drinliegen.

    Muah!

    Diese Obernulpen!

    Die Halle war die bessere Wahl!

    Von Hitzfeld bin ich auch masslos enttäuscht. Mag ja ein guter Clubtrainer gewesen sein, aber mit der Nati bringt er rein gar nix.

    Iceman, ich wollte es eben selber schreiben, Du bist mir zuvor gekommen.

    Wenn Iron Mike kommen würde, und die Spieler würden seinen Stil nicht goutieren, dann würden sie halt 10x in Serie verlieren, und Mike wäre wieder weg.

    So einfach geht das in der Schweiz!

    Noch ein Wort zum Alpenvulkan:

    Es ist vielleicht nicht sinnvoll, beim ersten (!) Eistraining im Sommer rumzubrüllen "ihr könnt nix, ihr seid nix!" und Zeiter vor dem Team einen faulen Hund zu schimpfen. Seine Tage waren von Anfang an gezählt und ich war froh als er weg war!

    Zitat von Elite Humpe


    wo hät er echt sini rot jacke ????

    Ja, normalerwiis häd er die vor allem im Summer ah! :razz:

    Glaub nöd (bzw. ich weiss es) dass em Gsundheitlich würkli guet gaht nach >30 Jahr Kampftrinke.... :suff:

    Mullers Schicksal in Spielerhänden

    Der Kanadaschweizer ist nur noch ZSC-Trainer auf Zeit. Das ist nicht nur sein Fehler. Von Simon Graf

    Blick in eine ungewisse Zukunft: Morgen Freitag gegen die SCL Tigers steht Colin Muller noch an der ZSC-Bande – zum letzten Mal?

    Das Wichtigste vorweg: Colin Muller ist noch ZSC-Trainer. Dass das Management nach dem 1:4 gegen Bern fast einen Tag Zeit brauchte, bis es bestätigte, dass er morgen Freitag gegen die SCL Tigers nochmals an der Bande stehen darf, verheisst für ihn aber nichts Gutes. Konkret: Der Kanadaschweizer ist nur noch ZSC-Trainer auf Zeit. Wenn sich die Lage ab morgen nicht dramatisch bessert, lautet die Frage nicht, ob er gehen muss. Sondern, wann er ersetzt wird.

    Bei einer weiteren Niederlage wäre wahrscheinlich schon am Sonntag gegen den HCD ein neuer Mann da. Und der würde wohl Bengt-Ake Gustafsson heissen. Der Schwede, der schon im letzten Winter in der engeren Auswahl stand, ist immer noch frei, tourt derzeit durch die Schweiz und betont, bereit zu sein für eine neue Herausforderung.

    Die Parallelen zu 2005/06

    Der verpatzte Zürcher Saisonstart erinnert an die Krisensaison 2005/06, als man ebenfalls zahlreiche Transfers getätigt hatte und die Mannschaft je länger, desto tiefer im spielerischen Chaos versank. Auch damals, auf den Einzug ins neue Hallenstadion hin, hatte man sich zwei neue, prominente Verteidiger (Blindenbacher, Forster) geleistet, die von den hohen Erwartungen überfordert wurden. Und die Besserung, die man sich allein kraft der Qualität des Kaders erhoffte, stellte sich partout nicht ein.

    Jener Winter endete in Runde 2 des Playouts gegen Fribourg, wo Nothelfer Hnat Domenichelli und der vierte Trainer (Beat Lautenschlager) den Ligaerhalt sicherstellten. Damals warteten die ZSC Lions zu lange mit dem Wechsel an der Bande. Sie gewährten dem entnervten Christian Weber ein Timeout in Florida und liessen das Team interimistisch von Henryk Gruth führen. Und als dann im Dezember mit Juhani Tamminen endlich ein neuer Coach kam, war dieser mit seinem Hokuspokus und seinen Plänen A bis C der Falsche, um die Wende zum Guten zu bewirken.

    Auch der Goodwill ist gefährdet

    Der Klub brauchte danach eineinhalb Jahre, um sich von jener traumatischen Saison zu erholen. Und es ist Harold Kreis, dem letzten Zürcher Meistertrainer, hoch anzurechnen, wie er die Mannschaft mit seiner besonnenen Art wieder auf Kurs brachte. Die ZSC-Führung und das Team können sich nicht erlauben, dass der Klub wieder so tief sinkt wie damals. Denn das hätte nicht nur sportliche Konsequenzen, damit würde auch viel Goodwill verspielt. Und den braucht der Verein, der 2015 in ein eigenes Stadion einziehen möchte.

    Auf der schiefen Bahn sind die ZSC Lions seit Ende November 2009. Sie verloren seitdem 27 von 43 Spielen, und nach dem Wechsel von Sean Simpson zu Colin Muller hat sich die Lage noch akzentuiert: Von elf Saisonspielen gewannen die Zürcher bisher gerade mal eines in 60 Minuten. Das Problem hat sich verlagert: Im letzten Winter schossen sie zwar noch aus allen Lagen Toren aber liessen die defensive Stabilität vermissen. Jetzt bringen sie kaum mehr Tore zustande.

    Eine spielerische Linie ist bei ihnen nicht zu erkennen. Es scheint alles auf Zufall oder der Inspiration jedes Einzelnen aufzubauen. Und die ist momentan nicht besonders ausgeprägt. Zudem wirkt die Mannschaft, die eigentlich zu den schnellsten in der Liga zählen sollte, eigenartig stumpf. Das liege nicht an physischen Mängeln, versichert Captain Mathias Seger. Man habe das Sommertraining durchaus mit der nötigen Ernsthaftigkeit betrieben. Doch im Moment sei die Verunsicherung einfach so gross, dass man zu viel nachdenke und so immer einen Schritt zu spät komme.

    Dass Muller, der in der Vorbereitung praktisch immer mit den gleichen Sturmreihen spielen liess, inzwischen in jedem Match neue Kombinationen ausprobiert, trägt nicht zur Stabilität bei. Oder zur Bildung von Automatismen.

    Den Trainer zum Alleinschuldigen zu erküren, wäre indes verfehlt. Muller hat durchaus seine Qualitäten. Er ist menschlich, fachlich versiert und mit ganzem Herzen dabei. Vielleicht sogar zu sehr. Anstatt die Ruhe zu bewahren, verfiel er nach den ersten Niederlagen in einen Aktionismus in Worten und Taten. Dazu kam, dass ihm das Team und das Management mit ihrer Passivität nicht geholfen haben.

    Keine Hilfe von den Spielern

    Von den Spielern scheinen, das legt der verschlafene Start gegen den SCB nahe, viele den Ernst der Lage noch nichtbegriffen zu haben. Und während Ambri mit Eric Landry, Lugano mit Chris Bourque und Servette mit Dan Fritsche in der letzten Woche ihre Offensiven verstärkten, wartet ZSC-Sportchef Edgar Salis ab. Obschon noch keiner seiner Transfers bislang ein Erfolg ist, sich bei Cory Murphy sogar abzeichnet, dass er eine der grössten Enttäuschungen der vergangenen Jahre ist.

    Die Entlassung Mullers nach nicht einmal einem Monat wäre auch eine Niederlage für Salis. Er hatte gedacht, die Mannschaft sei stabil und reif genug für einen Trainer wie den Kanadaschweizer, der auf Selbstverantwortung setzt. Am Freitag und vielleicht Sonntag spielt das Team nun um die Zukunft Mullers. Wenn es versagt, wird es bekommen, was es verdient: einen autoritären Trainer, der den Spielern klare Schranken setzt.

    Hat jemand Gabet dieses Jahr an einem Spiel gesehen?

    Die letzten Jahre sass er vor dem Spiel immer unten an den Tischen links beim Eingang Tramschlaufe.

    Dieses Jahr habe ich ihn noch nicht gesehen.

    Ging ihm gesundheitlich schon lange nicht mehr gut.......

    http://www.20min.ch/sport/eishocke…eduld--18109004

    Zaugg:Mit wem verlieren Sie zuerst die Geduld? Mit dem Trainer, mit den Schweizer Spielern oder mit den Ausländern?
    Zahner: Schweizer Spieler auszutauschen ist nicht realistisch, es gibt dafür ja gar keinen Markt. Ein Angebot von Trainern, die unserem Anforderungsprofil entsprechen, gibt es jetzt auch nicht. Aber es gibt nach dem Abschluss der NHL-Trainingscamps einige ausländische Spieler.

    Mein Senf: Sie werden also Muller (vorerst) behalten und wohl einen Stürmer aus der NHL verpflichten. Wenn es dann immer noch nicht geht ist erst Muller dran. Kann also noch viel Nerven kosten...

    http://www.20min.ch/sport/dossier/…erirrt-19163613

    "Bei den ZSC Lions geht es auch um Eitelkeiten. Die Männer, die Colin Muller vom Assistenten zum Cheftrainer befördert haben und Gustafsson abblitzen liessen, wollen ihr Gesicht nicht verlieren. Eine Entlassung von Cheftrainer Muller ist also kein Thema. Die Not ist noch viel zu wenig gross. Die zerrüttete Mannschaft ist nominell so gut, dass sie hin und wieder gewinnt (warum nicht am Freitag gegen die SCL Tigers?) und jeder der raren Siege lässt sich als Wende interpretieren. Zudem gibt es vorerst noch die Option, einen neuen ausländischen Stürmer zu verpflichten."

    Klaus hin, Zaugg her, so isches jetzt bim Z!