Schubiger
Volle Kurven, gemeine Schwalben
Es war für Schubiger ein Neuanfang. Er konnte jetzt alles hinter sich lassen. Er wartete auf das grosse Fest. Manchmal dachte er vor dem Einschlafen daran. Dann wurde er ein bisschen aufgeregt. Er freute sich riesig.
Er dachte an perfekte Rasenplätze. An schnelle Übersteiger. An Grätschen im warmen Regen. An Kopfballduelle hoch über Boden. An Seitenwechsel aus dem Stand. An Pässe wie Schüsse. An Einwürfe wie Flankenbälle. An clevere Taktiker. An unbarmherzige Grätscher. An volle Kurven. An Flügelläufe. An Sturmläufe. An verbarrikadierte Strafräume. An gemeine Schwalben.
Er konnte sie kaum erwarten, die Stadien ohne Stützli. Die fliegenden Goalies und umstrittenen Schiedsrichter-Entscheide. Die bezaubernden Freistosstore und gestikulierenden Trainer. Die eleganten Dribblings und grandiosen Volleyabnahmen. Die Penaltyszenen und flatternden Bälle. Die Angriffsstrategien. Und Abwehrstrategien. Die tollen ausländischen Spieler.
Er wachte manchmal auf während der Nacht und träumte trotzdem weiter. Von Flugkopfbällen, magischen Füssen, modern-präzisen Goalie-Abschlägen. Von beinharten Verteidigern, zaubernden Stürmern, grandiosen Ideen. Von Schüssen ins Lattenkreuz und unvergesslichen ausländischen Spielern. Von Toren, Siegen, Pokalen. Und er fragte sich, ob ihn dann auch die WM interessiert, wenn der FCZ endlich wieder trainiert, am Montag. Er freute sich riesig.