ZÜRICH - Beat Forster kehrt am heutigen Freitag-Abend ins Hallenstadion zurück. Ein heisser Tanz, wie BLICK-Eishockeychef Dino Kessler weiss.
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Beat Forster kehrt mit Davos an seine alte Wirkungsstätte zurück. (Keystone)
Davon träumt jeder Spieler: Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wird zum Triumphzug. Das ganze Stadion buhlt um deine Gunst, alle lieben dich, weil du ein toller Hecht bist.
Du guckst verstohlen, aber regelmässig auf die Tribünen und registrierst erquickt, dass beide Fanlager dein Leibchen tragen. Den Verein hast du nur darum gewechselt, weil du eine neue Herausforderung gebraucht hast. Und jetzt die glorreiche Rückkehr.
Im Oktober 1993 musste ich ins Berner Allmendstadion (heisst jetzt PostFinance Arena). Nach einer saumässigen Saison beim SCB musste/wollte/durfte ich zum EV Zug zurück.
Als Bub war ich SCB-Fan
Bis zu diesem verheerenden Jahr war der SC Bern stets mein Lieblingsklub. Als Bub spielte ich beim Landhockey den Mutz, war Jürg Jäggi, Ueli Hoffmann oder Renzo Holzer. Der Erzfeind war damals mein Freund Röbi, der – warum weiss der Teufel – immer nur «Schodfo» (ChdF) sein wollte.
Der Erzfeind im Allmendstadion war jetzt ich. Ich war ein «Souhung». Die erboste Fanwand spuckte Flüche, aufgeklappte Sackmesser, Anzünder, Zwiebeln und Orangen.
Am Spiel war ich gar nicht interessiert, weil eine Puckberührung alles nur noch verschlimmerte. Sogar Rüedu, ein SCB-Fan der mir immer noch wohlgesinnt war, meinte danach, es sei schon «schtrub» gewesen auf der Tribüne. Ich hätte halt damals besser spielen müssen, meinte er lapidar. Das weiss ich jetzt auch.
Forster steht ähnliches bevor
Beat Forster muss heute ins Hallenstadion. Es dürfte ihm etwa gleich ergehen wie mir damals in der Allmend. Allerdings hat Forster in Zürich nie schwache Leistungen gezeigt, nur schlechte Manieren.