Beiträge von ZüriBueb

    Nun, wenn man heute verliert, wird es langsam sehr ungemütlich. Es hat jetzt wirklich fünf vor 12 geschlagen. Bereits am Donnerstag zeigte die Mannschaft eine Leistung, die schwierig zu überbieten sein wird. Bern liess es schlichtweg nicht zu, dass man das Offensivspiel der Quali aufzog. Kann hier jemand einen Unterschied machen? Oder zeigt Bern heute wieder das oft lasche Heimgesicht der letzten Jahre?

    Wieso sind wir eigentlich in entscheidenden Momenten so viel schwächer geworden? Penaltyquote von 15% (Lugano hat 50%; habe das alles im Teleclub gehört im Nachhinein) das ist doch kein Zufall? Für mich irgendwie ein Rätsel... Bis vor ein paar Jahren war es immer eine unserer Stärken, in der "crunch time" noch etwas besser zu spielen. Ist es der ewige Druck, der Gejagte zu sein?

    Was kann Crawford Matthews für einen besseren Dienst tun, als ihn unter höchstem Druck zum Penalty auflaufen zu lassen? Wenn er ein Superstar werden will, muss er in solchen Momenten bestehen. Und das kann er nur, wenn er viel Erfahrung hat und in solchen Situationen nicht nervös wird.

    Die Ausgangslage für heute Abend ist schon sehr schwierig. Darum ist die Nervosität auch höher, als in den letzten Jahren. Wie oft gewinnt die Auswärtsmannschaft im Playoff das erste Spiel? Nicht selten, weil der Druck immer ganz beim Heimteam liegt. Es kann durchaus ein zähes Spiel werden, weil der Gegner stark ist. Dann darf man nicht an sich selbst zweifeln und meinen, es laufe einfach nicht. Andererseits wird jeder Treffer der Berner (es sei denn, wir führen schon mit mehreren Toren) diese beflügeln und sie noch stärker machen. Wirklich nicht leicht... Und wenn man verliert, droht am Samstag auswärts das 2:0.

    Auf keinen Fall sollte man also darauf aus sein, die Berner zu dominieren. Es reicht, ein ausgeglichenes Spiel zu gestalten und wenn der Spielverlauf es anbietet, energisch Druck zu machen.

    Zitat von larlf

    würde mich auch freuen, wenn sie manchmal zielorientierter, sprich direkter zug aufs Tor inkl. Abschluss, statt den gefühlten 95% Schönheitskombinationen spielen würden.
    Aber nur, wenn wir nicht schon 3mal in Folge Qualisieger & 2 im Final gewesen wären.
    Klar braucht es in den PO ein anderes Spiel/Einstellung, aber was möchtest du momentan Rangmässig verbessern?

    Und als Spieler/Fan habe ich persönlich mehr Spass an geilen Kombos, als am reinen Dauerläuferspiel.

    Für uns zählt unterdessen ein gutes abschneiden in der Quali + min. HF oder Final erreichen, wir sind nicht mehr eines der Teams, welche jährlich um den PO-Einzug kämpfen und nur schon deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Jungs in der Quali dein gefordertes Spiel über längere Strecken durchziehen werden...

    In der Quali ist es mir nicht so wichtig. Mir ist einfach wichtig, dass es in den Playoffs stimmt. Der Qualisieg ist ja Gold wert wegen den Heimspielen.

    Zitat von ZSColin

    Die einen stapeln tief bei einem 8. Platz in der Quali, die anderen motzen rum und wollen besseres Eishockey sehen und immer wieder den
    Trainer in Frage stellen. Finde die Ersteren irgendwie sympathischer.
    Und nein, neiiiiin - ist üüüüberhaupt nicht an dich gerichtet ZüriBueb. :winke: :winke: :winke: :winke:

    Muss ja jeder selber wissen, was ihm gefällt. Aber ich kann mit deinen emotionalen Auswüchsen, die zu 90% aus Ausrufen wie "yeeeeeah", "neiiiiin" und "üüüberhaupt" auch nicht so viel anfangen. Es zeigt mir irgendwie, dass die notwendigr Distanz fehlt. Unter dem Strich freue ich mich einfach, wenn der ZSC mit einer zielorientierten und aufopferungsvollen Spielweise inspiriert. Und ich glaube, dass man die Spieler manchmal zu dieser Spielweise zwingen muss, sie im Nachhinein dann aber auch zufriedener sind mit dem Geleisteten.

    Also im NZZ Artikel oben (http://www.nzz.ch/sport/eishocke…view-1.18704970) geben Blindenbacher und Seger genau das zu, was hier von vielen seit Jahren kritisiert wird:

    Was fehlt denn noch? Eine Prise Wahnsinn?

    Seger: Das Wilde geht generell etwas verloren. Davos ist in dieser Beziehung eine Ausnahme. Ich erinnere mich, wie eng sie im Final zusammenstanden, wie entschlossen sie zupackten.

    Blindenbacher: Wir müssen Härte zeigen, ohne Frage. Technisch passt alles, das Niveau stimmt. Aber in puncto Passion sehe ich noch Spielraum. Alle müssen permanent an die Grenzen gehen, dann kommt es gut, dann wird es schwierig sein, uns zu schlagen.


    Jetzt hoffen wir also, dass das besser wird, weil der Gegner Bern und nicht Biel oder Lausanne heisst. Am liebsten wäre mir, man würde neben Crawford jemanden einstellen, der nur für die Motivation zuständig ist.

    Segers Interview ist sehr gut, es fängt bei Null an, die Quali zählt nichts mehr. Ich hoffe, dass die Mannschaft aus jedem Einsatz versucht das Beste herauszuquetschen. Dass man bereit ist, jedes Spiel in die Verlängerung zu gehen und man frech genug ist, im entscheidenden Moment noch einen Zacken zuzulegen, wenn der Gegner nicht mehr mag und nervös wird.

    Ich glaube, dass alle Serien über 7 Spiele gehen und sich überall die besser qualifizierte Mannschaft durchsetzt.