Beiträge von ZüriBueb

    Mit einem solchen Lebenszeichen hätte ich nicht gerechnet. Dafür braucht es auch den passenden Aufbaugegner. Immerhin scheint die Mannschaft doch noch zu leben. Ob sie von jetzt an in jedem Spiel das Gesicht des zweiten Drittels zeigen kann, steht noch in den Sternen. Ich hoffe es, will es aber zuerst sehen, weil ich es mir noch nicht recht vorstellen kann.

    War ein ganz geiler Sieg heute!! :welle:

    Es braucht wohl einen Deutschen, um es hier auf den Punkt zu bringen! Gut gebrüllt DEG! Wäre auch sehr überrascht, wenn die Mannschaft diese Saison noch eine Reaktion zeigt. Sie hatten schon genug Gelegenheiten.

    Zitat von Blackstar

    Genau mit dieser Einstellung treten jeweils unsere Jungs an. Halte Bern sicher für ebenbürtig.

    Bern hat uns bei den letzten beiden Spielen in Bern ziemlich gut gezeigt, wo der Bartli der Most holt... Und wir waren nie in der Lage, unsere Chancen auszunützen.

    Zitat von Blackstar

    Zug hat nach einem längeren Hänger klar den besten Lauf. Aber gibt ja noch ein paar Spiele.

    Vor allem haben sie einen sehr guten Trainer, der dafür bekannt ist, aus den Spielern das Beste herauszuholen.

    Finde ich auch. Mit Shannon zu verlängern war ein Fehler. Diese Mannschaft darf man so nicht zu lange zusammen lassen, da sie den Zenit schon bald überschritten haben wird. Es braucht mehr Leistungsdruck, indem jedes Jahr einige Spieler keine Vertragsverlängerung bekommen, die nicht Spitze waren.

    Ich bin 100% sicher, dass es Wege zu mehr Elan gibt. Man muss die Psyche der Spieler irgendwie austricksen. Evtl. ist das zu viel für einen Eishockeytrainer und man muss einen Motivationscoach oder so etwas holen. Man kann x-Mal besser spielen, wenn es im Kopf der Spieler anders tickt. Es gibt unzählige Beispiele in der Geschichte, wo Sportmannscaften (aber auch Länder im Krieg, Firmen und einzelne Personen) die Konkurrenz hinter sich liessen, weil sie mental meilenweit voraus waren.

    Aber zugegeben: das ist irgendwie Neuland im CH Eishockey.

    Zitat von Zesi 05

    Mit deiner Einstellung (und mittlerweile hast du viele Follower), die du bewirtschaftest, ist es ganz einfach: Du wirst so oder so Recht haben. Entweder schweitern wir in den Playoffs, dann hast du Recht gehabt oder wir holen den Titel, dann hast du Recht gehabt mit dem Hinweis, dass wir uns steigern müssen. Wir müssen uns in den Playoffs klar steigern, aber das müssen alle Teams, auch der im Moment äusserst erfolgreiche SCB. Du gibst seit Saisonbeginn eine selbsterfüllende Prophezeiung von dir, da man sich gezwungenermassen in den Playoffs steigern muss.

    Niederlagen sind NIE alleine mit der Einstellung zu erklären und sicherlich nicht die Auswärtsspiele diese Saison. Oder hast du (und deine mittlerweile zahlreichen Jünger) tatsächlich das Gefühl, dass der ZSC 20 Auswärtsspiele nicht motiviert ist, aber jeweils ein paar Tage später im Hallenstadion hoch motiviert ist? Wir haben im Moment gerade mal 5 Punkte zu Hause abgegeben, dass sind nicht einmal zwei Niederlagen nach 60min. Wie kann sich eine angeblich solche Diven-Mannschaft in 18 von 20 Heimpspielen voll motivieren und auswärts nicht? Oder findet Crawford nur zu Hause die richtigen Worte? Oder droht er nur in den Heimspielen auf die gewünschte Hartley-weise? Müssen Sie nur bei Niederlagen in Heimspielen ein Straftraining machen? Wenn sei einfach nur das Programm abspielen würden, dann würde man das auch zu Hause sehen.

    Auf jeden Fall ist unsere Auswärts-Mittelklassigkeit (wir sind in der Auswärtstabelle im Mittelfeld nicht am Ende) eine Schwäche diese Saison, welche uns den ersten Tabellenplatz kosten kann. Ich glaube aber das Lausanne oder Genf im Viertelfinal gar nicht so schlecht sind, da sich die Mannschaft bei diesen gut organisierten Teams reinbeissen muss. Zudem wird der Heimvorteil in den Playoffs klar überschätzt. Der Heimvorteil ist nur bei Serien etnscheidend, welche über 7 Spiele gehen. Und da immer die bessere Mannschaft Heimvorteil hat, kann man kaum herausfinden, welche Relevanz das zusätzliche Heimspiel hat. Uns hat der Heimvorteil letztes Jahr nicht geschadet, aber keiner kann sagen, ob wir die siebten Spiele auswärts verloren hätten (was aber auf diesem Forum immer wieder gerne behauptet wird, wenn es um den Heimvorteil geht). Wir haben zuvor auch bereits zweimal in Lausanne und einmal in Genf gewonnen, insgesamt 5 der 8 Auswärtsspiele in den Playoffs.

    Zum gestrigen Spiel: Das erste Drittel war okay, dass zweite Drittel katastrophal und im dritten Drittel kam zu wenig (trotz Bock von Schlegel). Schlegel hat bis jetzt diese Saison super gehalten, es ist nicht absurd, wenn man dem Backup-Goalie (was er momentan ist) auch Spielpraxis gibt. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Vor dem Spiel hat lustigerweise niemand gejammert, als er die Aufstellung sah.

    Positiv ist die klare Steigerung im Powerplay in diesem Jahr. Sowohl von Auge, aber vor allem die Statistik dieses Jahr ist beeindruckend. Im Boxplay sind wir ja bereits Spitzenklasse.

    Mir geht es nicht darum, eine Prophezeiung aufzustellen, mit der ich am Ende der Saison so oder so Recht habe. Ich schaue die Spiele und stelle derzeit oft fest, dass die Einstellung nicht stimmt, resp. die Mannschaft zu faul ist. Dadurch kommt auch die individuelle Klasse der Spieler kaum zur Geltung und viele hinken ihrer Form hinterher. Ich kann ja auch nichts dafür, wenn die Spieler es in den Playoffs schaffen, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Das ist ja dann super. Aber wenn es momentan wie beschrieben aussieht, schreibe ich das.

    Ich glaube, dass sich die unterschiedlichen Leistungen Heim und Auswärts damit erklären lassen: Zu Hause spielt jede Mannschaft etwas motivierter, angespornt durch die eigenen Fans. Man traut sich mehr zu. Auswärts ist man auf fremdem Gebiet und man muss sich zuerst etwas Momentum schaffen. Das war schon immer so und wird immer so bleiben. Habe dazu mal ein Artikel gelesen über die Bundesliga, wo es auch mehr Heimsiege gibt. Diese Lücke kann man m.E. nur kompensieren, wenn man fleissig statt faul/träge spielt und ein Konzept hat, auf das man vertrauen kann.

    Ich will ja nicht sagen, dass die Mannschaft völlig faul ist. Immerhin spielen sie 60 Minuten Eishockey auf NLA Niveau. Aber zu ein paar Prozent fehlt noch der unbedingte Siegeswille und das Unterordnen für das gemeinsame Ziel. Und diese Prozent mehr gibt man nur dann, wenn man es MUSS. In den Playoffs kann das schnell zu spät sein. So gesehen hat es Lausanne gut. Die müssen jetzt schon so spielen, sonst kommen sie gar nicht in die Playoffs.

    Larry, es geht nicht darum, etwas unter die Nase zu reiben. Ich denke innerlich auch positiv und freue mich, wenn es doch gut geht. Ich rolle das Feld gerne von hinten auf. Aber man darf dadurch die Realität nicht falsch analysieren. War ja letzte Playoffs auch so. Der Viertels- und Halbfinal waren höchst fragwürdig. Dass sie dann den Final 4:0 gewinnen, ist geil. Aber wenn es nicht klappt, muss man sich selbst an der Nase nehmen und kann nicht einfach sagen, es war halt Pech, ausgeglichene Liga, usw. Und meine grosse Kritik ist, dass nicht die spielerischen Mittel fehlen, sondern es Kopfsache ist.

    Alles, dass es diese Saison an Erfolge gibt, ist eine Überraschung. Die Erwartungen muss man in den Keller schrauben. Die Halbfinalquali ist bereits ein Riesenerfolg. Und dies bei dieser Mannschaft. Hier wurde versagt.

    Zitat

    Aber Crawford kann nicht darauf warten, bis seine Stars endlich Feuer fangen. Sie waren miserabel im letztjährigen Viertelfinal gegen Lausanne, die Lions durften sich glücklich schätzen, dass sie da durchkamen. Wenn sich die Dinge nicht ändern, könnte es gut sein, dass sie diesmal für ihre Nonchalance bestraft werden.

    Exactly my point. Au wänn ich ihn eigetli mag: jetzt mach mal öpis!

    Die Mannschaft spielt in dieser Saison unter ihrem Potenzial. Der aktuelle Tabellenplatz und auch die aktuellen Resultate sind nicht Pech, sondern geben die momentane Leistung wieder.

    Auch wenn Davos und Bern sich zur letzten Saison gesteigert haben, bin ich der Meinung dass unsere Mannschaft von den Spielern her und auch weil sie schon lange zusammen spielt vor ihnen stehen müsste.

    Hier wird nicht das Optimum herausgeholt. Und der Trend geht abwärts.