Chapeau Jungs!
Das war eine schwierige Woche und auch ich habe viel kritisiert. Und in dieser Phase gegen Davos zu gewinnen, ist eine sehr starke Leistung. Da ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Sie ist bereit, mehr für den Erfolg zu geben.
Chapeau Jungs!
Das war eine schwierige Woche und auch ich habe viel kritisiert. Und in dieser Phase gegen Davos zu gewinnen, ist eine sehr starke Leistung. Da ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Sie ist bereit, mehr für den Erfolg zu geben.
Vielleicht geht so ja ein Ruck durch die Mannschaft, weil jeder mehr bringen muss. Gerade wenn wir Absenzen hatten, haben wir oft sehr gut gespielt.
Ja, sind wir nicht. Und das Problem ist die Offensive. Wir verlieren sehr selten hoch. Die Offensive ist nicht bereit, Kreide zu fressen. Und das wird nicht von heute auf Morgen besser. Wenn wir Schwein haben, wird es auf die Playoffs hin besser. Aber freiwillig werden nicht alle Spieler mehr bringen. Wobei wir wieder beim Thema sind.
Zitat von SimmsWeil eben auch relativ selten sachlich und respektvoll diskutiert wird. Meistens wird eher einfach etwas geheult bis zum nächsten Sieg. Wenn in einer sportlich schlechten Phase über den Trainer gespottet wird ("er kann nichts machen", "ich vermisse Hartley"), der in zwei Jahren einmal das Halbfinal erreicht hat, einmal uns die beste Quali der Geschichte und einmal einen Meistertitel eingebracht hat, dann geht das für mich etwas in den Wutbürger bzw. Heulbereich.
Ich meine, wenn es denn andere Beispiele gäbe, aber ich habe in den Jahrzehnten Mannschaftssport verfolgen nicht eine einzige Mannschaft gesehen, welche a) immer gewonnen hat, man b) immer das Gefühl vermittelt hat, dass sie in jedem Spiel alles geben und c) nicht auch unnötige Niederlagen kassiert hat. Jetzt kann man das entweder akzeptieren und sagen, dass es im Moment scheisse läuft, aber nach den 3 (bzw. 15) besten Jahre der Vereinsgeschichte (vom Erfolg her) halt auch mal eine Baisse kommt oder eben etwelche Massnahmen fordern, welche schon hundertmal nicht funktioniert haben, da die Fans in den seltensten Fällen bessere Massnahmen als die Verantwortlichen kennen (der FC Sion soll da bewusst ausgenommen werden).
Und das geht halt für mich halt in Richtung heulen und diesbezüglich hat sich die Kultur schon deutlich verändert. Es muss heutzutage zwangsweise immer einen Schuldigen geben und dementsprechend haben die Leute auch immer das Gefühl, dass man mit dieser oder jener Massnahme das Problem lösen könne. Und da kommt halt zumindest bei mir auch immer das Gefühl auf, dass diverse nie Mannschaftssport betrieben haben, denn jeder der über einige Jahre Mannschaftssport egal welchen Niveaus betrieben hat, der weiss, dass es Phasen gibt, in denen es einfach läuft, es funktioniert und es Phasen gibt, in denen es einfach nicht läuft (und sehr oft sieht es dann auch so aus, als wäre es allen egal). Meistens ist es den Sportlern nicht egal. Und dieses Akzeptieren, dass es manchmal auch nicht läuft (und es dementsprechend schlecht und unmotiviert aussieht) fehlt halt einfach, weil es wie gesagt immer Schuldige und dementsprechend auch immer Lösungen geben soll.
Ich habe leider keine Zeit, um im Archiv zu stöbern, aber vermutlich würde man von denen, die am lautesten Schreien auch Einträge finden, welche
- den Sportchef, welcher den erfolgreichsten ZSC aller Zeiten gebildet hat, möglichst schnell weghaben wollten.
- Hartley nach dem schlechten Saisonstart am liebsten schon wieder in die USA schieben wollten.
- den Dreijahresvertrag von Seger viel zu lang fanden
- die Mannschaft, welche im Playofffinal Kloten 4-0 zerstörte, als arrogant und faul bezeichnete im Lauf der letzten Viertelfinalserie.
Keine Ahnung wie Du darauf kommst, dass hier nicht sachlich oder respektvoll diskutiert/kritisiert wird. Vielleicht bist Du von Grund auf ein obrigkeitsgläubiger Mensch, der jede Kritik an Personen mit Rang und Namen gleich als respektslos wahrnimmt. Ich jedenfalls, sehe nichts von mangelndem Respekt oder mangelnder Sachlichkeit.
Ich spotte auch nicht über Crawford. Er tut mir Leid, er ist so leidenschaftlich bei der Sache. Wenn man ihn während den Spielen anschaut, sieht man doch, wie unbequem ihm das Ganze ist. Er bringt die Mannschaft einfach nicht dazu, seine Leidenschaft zu übernehmen. Und es liegt nicht an der Qualität der Spieler, sondern am Mentalen. Das Jahr mit Hartley hat nun mal schonungslos gezeigt, welche Sprache die Spieler verstehen. 3 Mal im Viertelsfinal ausgeschieden und dann laufen sie plötzlich wie Duracell Häschen zum Meistertitel.
Ich finde es langweilig von Dir, dass Du quervergleiche mit anderen Mannschaften machst. Ebenfalls, dass Du sagst, die letzten 15 Jahren waren ja die besten, da muss es mal so Leistungen wie in Biel geben. Mich interessiert am Sport, aus jeder Situation das Beste zu machen. Der ZSC hat super Spieler, eine Mannschaft, die zusammen die Quali dominierte und 2 mal Meister wurde. Wenn sie 4 von 5 Spielen so antreten, wie zu Hause gegen Lugano und Davos, können sie Serienmeister werden.
Die letzten Playoffs waren widersprüchlich. Den Start gegen Lausanne verschläft man total, das Spiel 2 gewinnt man nur dank eines Wechselfehlers von Lausanne in den letzten 2 Minuten, der zu einem Penalty führt. Dann liegt man 3:1 vorne und verschenkt einfach mal das nächste Heimspiel. Und im Halbfinal gegen Genf verliert man Spiel eins zu Hause sang und klanglos 0:5. Dann kommt Kloten und die putzt man mit 4 sehr starken Leistungen 4:0 weg. Da muss man sich doch fragen, wieso nicht gleich so? Und wie lange kann das gut gehen? Wie schade wäre es gewesen, auszuscheiden? "Widersprüchliche" Beiträge während der letzten Playoffs waren somit nichts als logisch.
Und im Jahr vorher: Wieso spielt man gegen Fribourg leidenschaftsloses Schönwetterhockey statt sie vom Eis zu checken, wenn jeder weiss, dass dies der Weg ist?
Und zu guter letzt: Die jetzige Tabelle täuscht masslos. Wir stehen auf Rang 2 könnten aber genau so gut auf Rang 5 noch hinter Zug liegen. Aber wie schon gesagt... evtl. gar nicht so schlecht, wenn man Fribourg aus dem Weg geht.
Die Spieler müssen einen Anreiz bekommen, in allen Spielen gewinnen zu wollen. Nicht erst dann, wenn der Pokal in greifbarer Nähe ist. Und hier ist Crawford gefordert.
Das mit Fribourg ist schon ein verdammt gutes Argument. Lieber als 7. gegen Lugano. Und das meine ich ohne jede Ironie.
Zitat von LarryTatsache ist das man beim ZSC unterdessen grausam verwöhnt ist. Grausam!
Seit 2001 (ZSC!) hat niemand mehr den Titel verteidigen können. Niemand!
Auch ein gewisser Herr Arno del Curto (aka Alpenmessias) nicht!
Think about it!
So verwöhnt, dass es was aussergewöhnliches ist, wenn die Mannschaft in der Quali 90% der Spiele voll geht und den Sieg will? Disziplin zeigt, hungrig ist und das Powerplay weiterentwickelt? Ich glaube, die Einzigen, die verwöhnt sind, sind die Spieler!
Zitat von LarryAlles anzeigenGute Analyse Zesi 05!
Sehe das genau gleich, insbesondere was Bob Hartley anbelangt.
Lese gerade das Buch von Theo Fleury.
Er kommt auch auf Mike Keenan zu sprechen, kann dem Typ nichts Gutes abgewinnen und meint dass sein Herumtoben und seine Gemeinheiten sich schnell abnutzen und schnell hört gar niemand mehr hin......
Hast du als Coach das Team erst gegen Dich hast du verloren!
Ich bin auch nicht zufrieden, ich sehe auch was passiert aber mich dünkt es werde hier doch etwas überreagiert.
Wir stehen auf Platz 2, trotz all der Scheisse!
Vielleicht mal mit Fans von Rappi, Ambri, Fribourg (!), Kloten (!) reden.
Arschtritt verpassen, in Rappi siegen und am SA gegen Davos die Fans wieder zufrieden stellen.
Kommt es anders hier weiter rumheulen. :razz:
Es muss sich etwas ändern, Larry. Wenn man so weiterarbeitet, wie bis jetzt, kann es gar nicht gut kommen diese Saison. Es war schon vor dem Spiel gegen Biel offensichtlich, aber jetzt scheint es der Hinterste und Letzte zu kapieren. Man kann mit Kampf mangelnde Klasse kompensieren. Aber mit Klasse mangelnden Kampf zu kompensieren, wird auf Dauer nicht gehen.
Es gibt nicht nur 100% Bob Hartley und 0% Bob Hartley. Aber etwas mehr davon, wie es Hartley gemacht hat, würde dieser Mannschaft sehr gut tun. Man muss so bei ihnen ankommen, dass jeder wieder Will und Lust hat. Sie müssen persönlich etwas angegriffen sein. Momentan spielen sie so, als ob jede Niederlage nicht ihr Problem ist! Sie gehen nach Hause und machen gleich weiter.
Nur wenn ein Gegner mit gutem Namen ins Hallenstadion kommt, spielen sie gleich einige Klassen besser.
Zitat von Zesi 05Bob Hartley hat dem ZSC in dieser Zeit sehr gut getan. Das bestreitet niemand. Aber Hardliner wie er nutzen sich sehr schnell ab. Auch er konnte in der NHL nie an die Erfolge anknüpfen. Auch er konnte nie einen Titel verteidigen. Und auch er wurde zweimal nach einer erfolgreichen Saison in der darauf folgenden Saison entlassen. Wir wissen nicht, wie wir unter ihm jetzt da stehen würde. Aber sein Palmares zeugt nicht gerade von Konstanz (wei bei fast allen Hardliner).
Das stimmt schon. Ich würde mir von Crawford jedoch wünschen, dass er die Spieler in den Trainings wirklich an ihre Grenzen treibt, so dass jeder wieder das Gefühl hat, er könne in seiner Karriere noch mehr erreichen. Ich habe den Eindruck, dass die Spieler unterfordert und daher träge geworden sind. Sie wirken auch mental überhaupt nicht frisch. Man würde den Spielern einen Gefallen tun, wenn man sie richtig fordern würde, so dass sie auch jetzt, wo die Playoffs noch nicht laufen, jeden Tag Herausforderungen meistern müssen.
Zitat von BlackstarFür micht ist das gar nicht mehr das Thema. Klar. Jede Mannschaft hat mal einen schlechten Abend. Einen lustlosen Abend. Und keiner redet davon die Quali mit 45 Punkten Vorsprung zu gewinnen. Völlig logo. Aber es ist eben so, dass ich mich an 4 wirklich gute Spiele erinnere. Die Aufholjagd gegen Zug und die Heimspiele gegen Bern, Davos und Lugano. Gegen die wir übrigens auswärts dann alle verloren haben. Der Rest war auch zu Hause mehr oder minder biedere Pflichterfüllung.
Es wird aber eben zum Thema, dass wir mit den vielen "lustlosen" Abenden mit keiner Hand oder Barfuss näher an Rang 5 als an Rang 2 sind. Sprich wir riskieren unser Heimspielrecht zu verlieren. Und das kann weder Crawford noch Salis und Zahner wirklich gefallen.
Sie haben es den Spielern auch schon tausend Mal gesagt! Walter Frey musste sogar in den letzten Playoffs (nach dem 0:5 gegen Genf) in die Garderobe gehen. In den Playoffs!!! Diese Saison wird wie die zweite unter Sean Simpson enden (damals 6. in der Quali nachdem man erster war, 8 Niederlagen in Serie (Rekord aus 1998 wurde dabei egalisiert) und in den Playoffs im Spiel 7 in Zug ausgeschieden). Und wenn sie vorbei ist, dann ist es zu spät, dann kann man nichts mehr tun, ausser zu sagen, dass es halt im Herbst schon nie richtig lief.
Man muss die Spieler viel viel viel mehr aus ihrer Comfort Zone holen.
Zitat von WagnerWas heisst Crawford kann nichts machen, dann erreicht er wohl das Team nicht mehr.Eventuell sollte er mal ein deutliches Zeichen Richtung Mannschaft machen, notfalls mal einen oder auch 2 Stammspieler auf die Bank setzen, früher sagte man, die Wolldecke fassen lassen....
Meine Worte und genau deswegen vermisse ich Bob Hartley (trotz des Titels) immer noch.
Es ist ja nicht verwunderlich! Sie hatten letztes Jahr sogar in den Playoffs manchmal keine Lust. Sie scheinen total gelangweilt von der Quali und von Spielen, wo man nichts direkt gewinnen kann. Und Crawford regt sich jeweils tödlich auf, aber kann auch nichts machen.
Zitat von 007Wir klagen hier echt auf hohem Niveau. Ich habe das Spiel gestern nicht gesehen, aber eine 1:2 Niederlage in Davos ist nicht tragisch (natürlich freue ich mich auch nicht darüber). Für mich waere es wichtig, möglichst vorne platziert zu sein, wenn ich generell und auch bei uns sehe, dass viel mehr Punkte zuhause geholt werden als auswärts. Wir z.B. zuhause 12 Spiele / 32 Punkte, auswärts 10 Spiele 12 Punkte. Davos und Lugano als stärkste Auswärtsteams haben auch gerade mal 16 Punkte auf fremdem Eis geholt.
Samstag war für mich gute Betriebstemperatur. Bis anhin haben wir das nie mehr als 2 Drittel hingekriegt. Wir können aber noch gute 3 Monate daran arbeiten. Nächster Temperaturtest dann am Samstag nochmals gegen den HCD, aber morgen in Biel können wir an unserer Auswärtsstatistik arbeiten.
Es geht nicht ums Klagen, sondern ums sachlich analysieren. Ist immerhin ein ZSC Forum. Und es ist erfreulich, dass es alle (inkl. Seger) irgendwie ähnlich sehen. Schade wäre nur, wenn man das Verbesserungspotenzial nicht sieht, weil man letztes Jahr Meister war und derzeit unter den ersten Vier steht. Die Mannschaft scheint aber zu wollen. Die Frage ist jetzt, was es braucht, um aus jedem Spieler das Beste herauszuholen. Dann marschieren wir nämlich durch.
Man darf nur nicht vergessen, dass auch die anderen Mannschaften in den Playoffs noch eine Schippe drauf legen werden. Das heisst, wir müssen dann mehr als die anderen zulegen. Gegen Lugano, Zug, Davos und Bern können wir gut und gerne 4 Spiele in einer Serie verlieren. Eigentlich ist das gegen alle Mannschaften möglich, haben wir ja letztes Jahr mit Lausanne gesehen. Vor allem, wenn wir die Gegner nicht leicht überrollen können, so wie derzeit in manchen Heimspielen. Die meisten Playoffspiele werden eng. Und dann wäre es ein Vorteil, wenn das Powerplay richtig funktioniert und man es sich angewöhnt hat, das ganze Spiel lang voll zu gehen.
Die Interviews von Crawford und Seger wirkten auch etwas desillusioniert auf mich gestern.
Ist ja alles egal, wenn wir gute Playoffs spielen. Aber wenn nicht, dann muss niemand überrascht sein, das hat sich dann abgezeichnet.
Ja, das mit em Bruchteil vonere Sekunde stimmt. Und das wird aber au vo de Gricht beurteilt. Die Diskussion isch jetzt evtl. lang worde. Aber sie beinhaltet alli zentrale Pünkt vom Sportstrafrächt resp. de demit verbundene zivilrächtliche Asprüch.
Ich find de Fall Miller/McKim immer en guete Vergliich. So schlimm isch es würkli nöd gsi, es isch ime Zweikampf passiert.
ist schon ärgerlich, wie man bei den auswärtsspielen immer nachrennen muss und es einfach nichts gibt. woran liegt das nur?
sie machen es davos schon nicht gerade schwer mit den vielen strafen. und bastl habe ich noch selten so unengagiert gesehen, wie bim 2:1!
Zitat von The FanVerdienter Sieg, ab dem Mitteldrittel die klar bessere Mannschaft, speziell die Druckphase im 2 Drittel vor dem ersten Tor war stark.
Auf der Goaliepositiin haben wir wirklich eine beruhigende Tiefe[emoji106]
Genau so habe ich das auch gesehen. Lugano hatte praktisch keine Torchance bis zum 4:0. Wobei unser Backup 2-3 Mal konzentriert sein und eingreifen musste, einmal davon sogar phenomenal. Chapeau gesamte Mannschaft!
Vorsatz: es isch am Spieler sini Absicht, de Gägner z verletze.
Eventualvorsatz: er weiss, dass sini Aktion de Gägner verletze chan und nimmt e verletzig in chauf, obwohl sie nöd sis diräkte ziel isch.
Fahrlässigkeit: er weiss, dass sini Aktion de Gägner verletze chan, aber vertraut sorgfaltspflichtswidrig druf, dass scho nüt passiere wird.
Zuerst kam die Pause zur rechten Zeit, dann ist es schwierig, den Rhythmus zu finden.
Es geht nicht um eine einzelne Trainingseinheit, es geht darum, dass man in jedem Training und in jedem Spiel sich darauf konzentriert, bestimmte Sachen einzuhalten, so dass sie zur Gewohnheit werden. Dazu gehört beispielsweise, den Puck konsequent raus zu spielen, wo die Verteidiger zu stehen haben, welche Pässe verboten sind, mit dem Stock nicht beim Gegner einhaken oder irgendwie an den Händen rumhauen, auch wenn man kein Foul beabsichtigt, etc.
Ziel der Disziplin ist es, keine unnötigen Strafen zu kassieren und in der Defensive dicht zu machen. Wenn dies gelingt, sind wir sehr schwer zu schlagen, da die Offensive bei uns selten keine Wege findet.