Man soll zwar nicht an einem solchen Tag kritisieren, aber das angesprochene Problem kann man nicht wegdiskutieren. Ich bedauere zwar den Abgang von Plüsch und Jobin, aber vielleicht bietet das auch eine Chance für jüngere Spieler, bzw. es ist eine Möglichkeit des Sportchefs, Jalonen dazu zu bringen, bei Jungspunden etwas weniger "hart" zu sein. Kann man Jalonen nicht dazu bringen, zumindest einigermassen valable eigenen Nachwuchs laufen zu lassen, bekommt man irgendwann ein Problem. Wobei, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht - eigentlich traf es von den Jungen nur Dario Meyer, der zwar in der Vorwärtsbewegung Qualitäten zeigte, im Defensivverhalten aber derart schnitzerte, dass er die Saison viel in Visp spielte. Mit Luca Hischier hat sich hingegen ein "Junger" definitiv einen Stammplatz erkämpfen können.
Das mit dem Goali ist die bekannte Zwickmühle - entweder hat man eine klare Nr. 1 und eine ebenso klare Nr. 2, welche dann nur äusserst selten spielt, oder man hat zwei ähnlich gute Goalis, welche sich abwechseln. Aber neben einem Genoni wird man keinen ambitionierten Ersatzgoali beschäftigen können, der sich z.B. anderswo in der NLA empfehlen möchte. Da bleibt dann eben nur die (risikoreiche) Variante, einen Juniorengoali (Aebi & Rochow) vorübergehend zu befördern, und für die Play-off's einen erfahrenen Notnagel (Garnett) zu verpflichten.
Aber eben, die Krux zwischen "Erfolg" und "Nachwuchseinbau" besteht. Die Sonntagssprüche von wegen "lieber den Nachwuchs spielen lassen, dann nehme ich auch Niederlagen in Kauf" hört man immer wieder. Gewöhnlich ist's aber mit der Geduld nicht weit her - in der Aburteilung ist dann der Nachwuchs entweder nicht gut genug oder aber der Trainer unfähig, eben mal locker vom Hocker ein paar Jungspunde zu integrierten und trotzdem Grosserfolge abzuliefern. Irrational? Ja klar - wir sprechen schliesslich von Hockeyfans... 