Zug, Kloten und Davos sind als Teams ganz klar besser aus den Löchern gekommen als der ZSC oder - leider - auch der SCB. Bei den drei erstgenannten "läuft" das Spiel, die Angriffsauslösung ist sehr gut, die Pässe kommen an, die Spieler laufen sich aber eben auch frei etc., kurz, Eishockey wie es eigentlich sein soll. In einem solchen Team ist es für die Ausländer - ob mit oder ohne CH-Erfahrung - wohl leichter, gut auszusehen.
Andernorts sind vorallem die hochbezahlten CH-Stars noch nicht in der Meisterschaft angekommen. Wenn man sich erinnert, wie z.B. das Duo Ambühl / Monnet (ok, Brunner vom EVZ war auch noch sehr gut in dieser Linie) an der WM für Furore sorgte, dann ist bei diesen beiden noch sehr viel Potential nach oben vorhanden. Auch P. Bärtschi wird kaum auf diesem Niveau verharren. Den offenbar bereits "vorverurteilten" Paterlini kann ich nicht einschätzen. T. Ziegler habe ich immerhin jahrelang gesehen; er war nie der Mann für's Konstruktive, sondern ein klassischer Defensivcenter, welcher beim SCB meist in einer Abbruch-GmbH-Linie tätig war. Bei ihm frage ich mich höchstens, ob und wie lange sich sein angeknackster Rücken mit seinem physischen Spiel verträgt.
Es bleibt die lapidare Erkenntnis, dass sowohl der ZSC wie auch der SCB kaum auf ihrem tatsächlichen Niveau agieren. Obwohl die Formkurve dann vorallem im Februar ansteigen sollte, kann man damit aber nicht alles entschuldigen. Zwischen "Hochform" und dem Prädikat "unterirdisch" gibt es ja noch ein paar Zwischentöne, welche beide Teams bisher selten bis gar nie getroffen haben. Die Unruhe in den Vereinen (bzw. eher im Umfeld) sowie die Verkrampfung auf dem Eis steigen dabei erfahrungsgemäss überproportional an. Man kann sich damit trösten, dass solche "Mini-Krisen" auch heilsam sein können. Sofern sie nicht Ende Februar auftreten.