ZSC Lions - EV Zug 5:1
Zug kann die Lions nicht stoppen
Im Spitzenduell gegen den EV Zug fällt es den ZSC Lions erstaunlich leicht, die selbstbewussten Gäste aus der Balance zu bringen. Die Zürcher gewinnen 5:1.
Nach den Pflichtaufgaben gegen Langnau, Ambri und Lausanne war es an der Zeit, dass die ZSC Lions wieder einmal auf ein Spitzenteam trafen. Die gewonnenen Duelle hatten die Position an der Tabellenspitze gefestigt, als sportliche Standortbestimmungen waren sie jedoch nur von begrenzter Aussagekraft gewesen. Der EV Zug hingegen, Zweiter der Tabelle, aber mit drei Spielen weniger, stellte einen wesentlich reizvolleren Gradmesser dar.
Doch es fiel den Zürchern fast schon erstaunlich leicht, die selbstbewussten Gäste aus der Balance zu bringen. Disziplin, Geduld und Kaltblütigkeit sorgten für den Unterschied. Es gab nur wenige Szenen, in denen die Lions Mühe hatten, dem Gegner den Takt aufzuzwingen. Am Ende stand ein klarer und auch in dieser Höhe verdienter Erfolg, er war der zehnte im Hallenstadion in Serie (inklusive Cup-Viertelfinal).
Nur ein Drittel lang umstritten
Das Spiel war von Beginn an schnell und intensiv, resultatmässig konnten die Gäste aber nur im ersten Drittel mithalten, als Tobias Stephan alle Zürcher Versuche abgewehrt hatte. Mit ihrem Goalie sind die Zuger so glücklich, dass der Vertrag vorzeitig um zwei Saisons bis 2019 mit Option auf ein weiteres Jahr verlängert worden ist. Der 31-Jährige liess sich nicht viel zuschulden kommen, doch die Niederlage konnte er auch nicht verhindern. Der EVZ bewegte sich eine Weile beinahe auf Augenhöhe mit dem Gegner, am Ende aber führten Fehler und Disziplinlosigkeiten in die Niederlage.
Gleich drei Zuger Strafen konnten die Zürcher gnadenlos ausnützen. Matthews hatte mit seinem bereits 12. Treffer kurz vor Spielmitte das Skore eröffnet, kurz darauf doppelte Malgin zum 2:0 nach. Zur zweiten Pause lag das Heimteam 3:1 vorne, Suter hatte mit seinem 9. Treffer für die erneute Zweitoreführung gesorgt, nachdem Ramholt den EVZ mit dem 2:1 wieder ins Spiel gebracht hatte. Doch der Treffer des Verteidigers, der den Klub Ende Saison verlassen wird, blieb eines der raren offensiven Highlights der Zuger. Die Zürcher Defensive war einmal mehr exzellent. Angeführt wurde sie wie so oft vom überragenden Severin Blindenbacher, der so gut wie jeden Zweikampf gewann und im Spiel mit der Scheibe Mal für Mal intelligente Entscheidungen traf.
Der Lauf der Lions
Bergerons 4:1 in der 42. Minute knickte jegliche Zuger Hoffnung, das letzte Drittel war nur noch Formsache. Am Ende konnte sich Suter in Unterzahl mit seinem Treffer Nummer 10 zum 5:1 nochmals in der Skorerliste eintragen lassen. Bei den Lions waren Bergeron und der vor drei Tagen Vater gewordene Bärtschi ins Team zurückgekehrt, dafür fehlte Wick wie schon am Dienstag. Wer derzeit spielt oder nicht, ist aber nur nebensächlich. Die ZSC Lions haben einen guten Lauf. Sie können ihn heute Samstag in Genf fortsetzen.
http://www.nzz.ch/sport/eishockey/zug-zsc-lions-1.18657983
Blick uf d'Tabälle macht au Spass, vor allem will nöd all Team all ihri (weniger) Spiel gwünne chönd und de Vorsprung uf einigi Teams doch scho schön gwachse isch!