«Das macht dich halb wahnsinnig»
Marco Schönbächler ist ins FCZ-Training zurückgekehrt. Er sagt, wie er das Team und den neuen Trainer im Abstiegskampf wahrnimmt und ob er eine Opposition gegen die Ernennung des neuen Captains erkennt.
Marco Schönbächler hat wohl das Gröbste einer langen Leidenszeit, die ihn während Monaten ausser Gefecht gesetzt hat, hinter sich. Mysteriöse Schmerzen im Bauch- und Adduktorenbereich konnten zuerst von den Ärzten nicht richtig diagnostiziert werden. «Es macht dich halb wahnsinnig, wenn du nicht weisst, wo die Ursachen tatsächlich liegen», sagt der Schweizer Nationalspieler. Dann sei es auch relativ schwierig, diese gezielt zu therapieren. Ganz zu schweigen von der psychischen Verfassung, in der man sich in einer solch schweren Zeit befinde.
Jetzt geht es Marco Schönbächler, der vor seiner Verletzung bei Gladbach weit oben auf der Wunschliste stand und mit Hertha BSC verhandelte, wieder sehr viel besser. Vor zwei Wochen ist er ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und kann seither den Puls seiner Teamkollegen im Abstiegskampf direkt fühlen.
«Hyypiä setzt mich überhaupt nicht unter Druck»
«Wenn man so viele Spiele nicht gewonnen hat und am Tabellenende liegt, dann ist eine gewisse Verunsicherung spürbar, aber das ist normal», sagt Schönbächler. Deshalb sei der 5:3-Sieg am vergangenen Sonntag gegen Lugano auch ein mentaler Befreiungsschlag und eine Moralspritze im Hinblick auf das Derby gegen GC vom kommenden Sonntag gewesen.
Seit seiner Rückkehr zum Team hat Schönbächler auch den neuen Trainer Sami Hyypiä näher kennen gelernt. «Er ist ein Vollprofi. Und seine Trainings sind intensiv, hart und lang. Aber vielleicht empfinde zurzeit nur ich das so, weil ich natürlich noch nicht zu 100 Prozent bei Kräften sein kann», sagt Schönbächler mit einem Augenzwinkern. Hyypiä bringe aber auch viel Verständnis auf. «Er setzt mich überhaupt nicht unter Druck. Er hat mir erklärt, dass er schon froh wäre, wenn ich in der Winterpause nach den Ferien die Vorbereitung auf die Rückrunde ganz mitmachen könnte.»
Auch Schönbächler selbst will sich nicht unter Druck setzen. «Wenn ich noch das eine oder andere Spiel vor der Winterpause bestreiten könnte, wäre das sicherlich gut. Aber wir werden nichts riskieren. Und im Kampf gegen den Abstieg braucht der Trainer ohnehin Spieler, die hundertprozentig fit sind. Da kann es auch keine Kompromisse geben.»
Opposition gegen Yapi?
Unter Sami Hyypiä hat sich einiges geändert. Der Finne hat mit Gilles Yapi auch einen neuen Captain bestimmt, weil der bisherige und noch von Urs Meier installierte Davide Chiumiento sein Amt freiwillig zur Verfügung gestellt haben soll, wie der Club behauptete. Innerhalb der Mannschaft soll sich gegen die Ernennung Yapis allerdings eine Opposition gebildet haben. «Von dem weiss ich überhaupt nichts, und von dem habe ich auch nichts gespürt», sagt Schönbächler. Yapi sei ein idealer Captain, den er voll und ganz unterstütze.
«Gilles ist in jeder Beziehung ein Vorbild. Wenn ein Spieler wie er, eine solch schwere Verletzung innert kürzester Zeit wegsteckt und ins Team zurückkehrt, dann zeugt das von einer unglaublichen Willens- und Charakterstärke, die ein Captain mitbringen muss.» Yapis Knie sei bei diesem schrecklichen Unfall in der vergangenen Saison im Aarauer Brügglifeld regelrecht zerfetzt worden. «Ich sass damals auf der Tribüne, es war grauenhaft. Nicht viele wären nach einer derart gravierenden Knieverletzung noch einmal zurückgekommen. Vor Yapi habe ich den grössten Respekt», sagt Schönbächler. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
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de Platz wird morn wohl eher eu entgägecho, zum über viel Kampf es spannends Spiel z'mache. bin einersiets uf morn und dänn no viel meh uf nach de Winterpause gspannt, wie sich eues Team präsentiere wird.