Beiträge von larlf

    Zitat von Simms

    (nicht-Mitchs dürfen durchaus auch antworten).
    - Wieso müssen sich bei uns immer die kleinsten zu Kämpfen stellen (Nilsson, Bergeron)? Kann bspw. der relativ grosse Schäppi nicht kämpfen?


    stell Dir mal vor, wie de Berger gester usgseh hett, wänn er gäg en Grosse hett müese kämpfe...

    Zitat von Simms

    - Da wir mittlerweile viele haben, welche per se nicht kämpfen können/wollen, stellt sich natürlich die Frage: Haben wir mittlerweile einen warmen Bruder in der Mannschaft? Oder gar eine kleine Fraktion? Und wie würde das bei den Fans ankommen?


    lueg mal eusi Künstler-Linie ah, wie divehaft die amigs umekurved, statt d'Schiebä i d'Kiste z'hämmere...

    Zitat von Simms

    - Weshalb wird Beni mittlerweile so geschätzt? Findet ihr dieses "Vollgas-ZSC" nicht auch ziemlich beschränkt?
    - Falls Beni immer noch nicht geschätzt ist, weshalb wird mit Gesängen seine Absetzung nicht gefordert? Ich meinte, dies war zu seiner Anfangszeit so.


    wännd e Immobilie am See wettsch, muesch guet mit ihm ha...

    Zitat von Simms

    - Wenn man die WC's im Hallenstadion vergleicht, dann hat es bei den Pissoirs im dritten Rang einen matten Spiegel (genau überhalb des Pissoirs), während man bspw. im Foyer einen glänzenden Spiegel hat, welcher einem einen relativ guten Blick auf seinen Pavian ermöglicht. Weshalb ist das unterschiedlich? Weshalb dürfen die im ersten Rang beim "Brünzeln" ihren Pavian betrachten, während es denen im dritten Rang vergönnt ist? Haben die im ersten Rang schönere Dinger?


    siehe Antwort Larry und all die Schönheitsklinike bi eus am See

    Mit Tami gesichtet!Kommt Emeghara zurück zu GC?

    GC-Trainer Pierluigi Tami und sein ehemaliger Schützling Innocent Emeghara unterhalten sich am Flughafen. Ist da etwas im Busch?

    Der Schnappschuss gelingt Blick.ch am Montag kurz vor 17 Uhr auf dem Flughafen Kloten: GC-Trainer Pierluigi Tami unterhält sich mit dem 9-fachen Schweizer Internationalen Innocent Emeghara (25).

    «Inno» spielte unter Tami 2012 in der Olympia-Auswahl, setzte für London 2012 seinen Stammplatz beim FC Lorient aufs Spiel. Und verlor ihn dann auch. Emeghara tingelte darauf durch die Welt (Siena, Livorno, Aserbeidschan). Und versucht seit Wochen, beim Hamburger SV zu landen. Jetzt ist der mögliche Deal geplatzt.

    Im Testspiel des HSV gegen Odense BK erhielt Emeghara zwar nochmals eine Chance, konnte Sportchef Peter Knäbel (Ex-Nachwuchschef des Schweizer Verbandes) aber nicht definitiv überzeugen.

    Deshalb flog Emeghara am Sonntag in die Schweiz zurück, wo er auf dem Flughafen Tami über den Weg lief. Der ablösefreie «Inno», ein Thema bei GC? «Nein», sagt Tami zu Blick.ch, «wir haben genügend Stürmer.»

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    hani doch hüt au dra dänkt (dass er zrugg cho chönt), woni ghört han, dass er nöd mal guet gnueg für en potentiellä BL Abstieger isch. (aber usser bi de Chemietuble wür er wohl für jedes CH Team e Verstärchig sie)
    ich vermuete mal, dass er lieber gar nöd spielt, als weniger verdienä? :floet:

    Morris Trachsler, Center der ZSC Lions
    Ein Ökonom auf Kufen

    pic. Unter anderen Umständen könnte Morris Trachsler in Ruhe erörtern, dass er unlängst den Vertrag um zwei Jahre verlängert hat, weil er sich im Zürcher Team bestens aufgehoben fühlt. Stattdessen gibt es Rechtfertigungsbedarf. In Kloten verlor er mit den ZSC Lions 3:4 in der Verlängerung – die dritte Niederlage in Folge des nachlässigen Meisters. «Wir sollten aufhören mit solchen Erfahrungen und wieder etwas fürs Selbstvertrauen tun», knurrt er. Trachsler ist routiniert genug, um zu wissen, dass auch hochkarätige Mannschaften wie die Lions nicht endlos viele Enttäuschungen ertragen, bis sich Selbstzweifel anschleichen. Davon will er aber jetzt noch nichts wissen: «Wir sind sicher nicht in einer Krise.» Am Dienstag im Hallenstadion gegen den EV Zug hat Trachsler mit seinen Kollegen die nächste Gelegenheit, zur verlorenen Konstanz zurückzufinden und etwas fürs Selbstvertrauen zu tun.

    Ein ganz anderes Bild als der momentane Zürcher Alltag bietet die Karriere des unterdessen 30-Jährigen. Als Junior bei den Lions ausgebildet, zog er 2005 mangels Perspektiven nach Genf. Zu jener Zeit war Zürich noch kein ergiebiges Pflaster für den eigenen Nachwuchs. Der Tapetenwechsel tat gut: Trachsler erwarb sich einen hervorragenden Ruf als Zweiweg-Center, der ihn auch ins Nationalteam brachte. Bei Chris McSorley lernte er, eine Linie anzuführen und die gegnerischen Topstürmer zu neutralisieren. Die Zeit in der Romandie möchte er nicht missen. Er schloss neben dem Sport ein Studium der Volkswirtschaft ab. «Die Ausbildung gab mir viel als Ausgleich, auch wenn stressige Momente dabei waren.»

    Nach sieben Jahren zog es den Zürcher Oberländer wieder in die Heimat, wo ihn neue Perspektiven lockten: «In Genf war alles etwas starr, irgendwie vorhersehbar geworden.» Trachsler musste in jener Zeit auch lernen, geduldig zu sein. Erst nach zehn Profijahren kam der erste Titel, im letzten Frühling, nachdem er mit Servette zwei Mal im Final verloren hatte (2008 und 2010). «Dieser Titelgewinn machte Lust auf mehr», sagt er. Fünf Wochen vor den Play-offs gibt sein Team ein zwiespältiges Bild ab. Aber zumindest bei Trachsler wirken diese Worte glaubhaft.
    (vo da: http://www.nzz.ch/sport/eishocke…ufen-1.18468640)

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    mal luege wie d'Reaktion gäge Zug wird...

    demfall spieled aber d'Teams würklich mit eigne Bäll?
    Suscht wärs ja kein grosse Vorteil, wänn beid mit de gliche Bäll spieled. Klar, es wär immerno en Vorteil, wänns demit trainiert händ, aber grad so en Grosse zum s'Spiel so gwünne?

    NFL: Fast alle Bälle der New England Patriots zu schlapp aufgepumpt
    Fast alle Bälle der Patriots zu schlapp

    Fast alle Bälle im AFC Championship Game der NFL zwischen den New England Patriots und den Indianapolis Colts (45:7) waren offenbar nicht vorschriftsmäßig aufgepumpt. Dies ist laut übereinstimmenden Medienberichten das Ergebnis einer Untersuchung der Liga. Die NFL wollte zu den Meldungen zunächst keine Stellung nehmen.

    Sollten die Vorwürfe stimmen, müssen die Patriots um den deutschen Offensive Tackle Sebastian Vollmer (30) mit Sanktionen rechnen. New England war durch den Sieg gegen die Coltsvon Björn Werner in den Super Bowl eingezogen.

    Das Heimteam muss dem Hauptschiedsrichter 2:15 Stunden vor Spielbeginn 36 Bälle zur Prüfung vorlegen. Danach dürfen keine Veränderungen mehr vorgenommen werden. Für das Gewicht und den Druck gibt es feste Grenzen.

    Den New England Patriots, die am 2. Februar beim Super Bowl in Glendale/Arizona auf Titelverteidiger Seattle Seahawks treffen, droht nun eine Geldstrafe oder der Verlust von Draft-Rechten. Die Spielwertung bleibt bestehen.

    Während des Halbfinals am vergangenen Sonntag in Foxborough/Massachusetts war mindestens ein Ball aus dem Spiel genommen worden. Weichere Bälle bieten den Profis besseren Grip, das Kunststoff-Ei lässt sich vor allem einfacher fangen.

    Patriots-Quarterback Tom Brady hatte die Diskussion Anfang der Woche als "lächerlich" bezeichnet. "Das ist die letzte meiner Sorgen, auf so etwas möchte ich gar nicht antworten", sagte der dreimalige NFL-Champion. New Englands Cheftrainer Bill Belichick sagte, das Team werde bei der Untersuchung kooperieren.

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    isch das in usa au es (riese) thema?

    isch das so, dass d'offense mit eigne bäll spielt?
    D.h. ich nimm mal ah, wänn das so isch, dass die 36 Bäll vor em Game ufteilt werdet und dementsprächend es Team würklichi Vorteil hetti, wänns d'Bäll für sich manipuliered?

    und glich chasch nöd 50 quali Spiel vollgas geh + dänn im gliche Jahr no d'PO dominierä: frög mal de abc in Daffos, wieviel mal, dass er das gschafft hät.
    wännd das wettsch mache + vor allem: wiederhole, muesch wohl nach em Meister d'helfti vom Team uswächsle...

    und au de Ritschi hät ihm no es SMS gschriebä :mrgreen:
    Salatic wär ja sälber doof, wänn er die glich Gschicht nomal wür mache: glaube persönlich nöd, dass er das nomal wür "überläbe". Drum wird au er hoffentlich mitzieh und de Junge hälfe.

    Hoffe mer uf em Snowcat sie's Urteilsvermöge: dänn chunts guet :geil:

    macht er ja: er laht z.bsp. Jungi laufe, wo so chli chönd lernä + evtl. eusi Diva's i de PO entsprächend understütze.
    Was wettsch i de Schwiiz suscht no mache? Häsch def. nöd die Möglichkeite wie inere NHL, wo mer (fast) all Spieler ohni wieteres ersetzä chan...

    Simpsons Hochseilakt, Crawfords Diven
    Kolumne Im heutigen Eishockey, wo das Spiel in einem schwindelerregenden Tempo gespielt wird von immer grösseren und schnelleren Spielern, muss ein Coach aus allen Zylindern feuern lassen.

    Ein respektierter NHL-Coach sagte einst an einem Seminar, das ich ­besuchte: «Männer, ihr habt 24 Spieler in einem Team. Die ersten acht lieben euch, weil ihr sie immer spielen lasst. Die letzten acht hassen euch, weil sie kaum aufs Eis dürfen. Euer Erfolg wird also darauf beruhen, wie ihr mit den mittleren acht umgeht.»

    Dieses Statement traf vor 20 Jahren wahrscheinlich zu. Aber wie sich die Zeiten geändert haben! Im heutigen Eishockey, wo das Spiel in einem schwindelerregenden Tempo gespielt wird von immer grösseren und schnelleren Spielern, muss ein Coach aus allen Zylindern feuern lassen. Und in unserer modernen, individualistischeren Gesellschaft muss jede dieser drei Gruppen von Spielern mit besonderem Geschick geführt werden. Eines der besten Modelle ist jenes, das sich um die vier C dreht: Commitment, Control, Challenge und Confidence – Hingabe, Kontrolle, Herausforderung, Vertrauen. Lasst uns davon ausgehend drei Beispiele von NLA-Coachs betrachten:

    Patrick Fischer in Lugano

    Dies ist die Damien-Brunner-Story: Weil Fischer über so viele gute Stürmer verfügt, ist die Integration Brunners der Schlüssel. Dabei muss Fischer dafür sorgen, dass jeder Spieler eine klar definierte Rolle hat und mit Hingabe fürs Team spielt. Denn ein Star­ensemble, in dem die Spieler nicht genau wissen, was ihr Job ist, kann im Playoff keinen Erfolg haben. Grossverdiener Brunner ist noch nicht richtig in Lugano angekommen, am guten Willen mangelt es ihm aber sicher nicht. Eher am Vertrauen.

    Deshalb wäre es kontraproduktiv, ihn unter Druck zu setzen. Ich würde ihm momentan noch relativ viel Spielraum geben, um seinen Weg zu finden. Indem man Geduld mit ihm hat, trägt man dazu bei, dass er seine Freude und seine Sicherheit wieder findet. Wenn Brunner zu skoren beginnt, wird sein Vertrauen automatisch steigen. Und so die Chancen Luganos, endlich wieder einmal etwas zu erreichen.

    Sean Simpson in Kloten

    Eine faszinierende Geschichte, wenn man nicht mittendrin sein muss. Wie Sean Simpson den aktuellen Hochseilakt bewältigt, wird wegweisend sein für seine Zukunft in Kloten. Wie kann man die Kultur eines Teams verändern, das nun während Jahren das gleiche kontrollierte, monotone, manchmal uninspirierte, aber durchaus effektive Eishockey gespielt hat, ohne die Topspieler gegen sich aufzubringen? Ich erinnere mich noch gut, wie ich 1990 als Heilsbringer zum EV Zug geholt wurde, um die Country-Club-Atmosphäre in diesem ambitiösen Verein zu vertreiben. Ich ging zu schnell vor, machte einige Fehler und mir jene Spieler zu Feinden, die ich gebraucht hätte, um erfolgreich zu sein. Ich hätte geduldiger und diplomatischer sein müssen, die Situation genau beobachten und evaluieren – und nach einem Jahr die Problemspieler wegschicken.

    Simpson hat in Kloten eine ähnliche Situation angetroffen. Er muss von allen 24 Spielern verlangen, dass sie den Weg mit ihm gehen, muss ihnen aber genug Raum geben, um sich an die neuen Standards zu gewöhnen. Denn auch für sie ist es nicht einfach, auch sie müssen sich umstellen. Ich sah am Sonntag im Derby ein neues, ­aktiveres und bissigeres Kloten. Einige Spieler fühlten sich nicht wohl dabei, trotzdem war es ein Schritt vorwärts. Doch am Schluss waren die Flyers zu müde, konnten sie es nicht durch­ziehen. Um jeden Puck zu kämpfen, verbraucht viel Energie. Diese Spielweise sind sie nicht gewohnt.

    Marc Crawford in Zürich

    Wie die Lions am Dienstag mit den Flyers spielten, wie sie aufdrehten, wenn es nötig war, wie sie aber auch fast den Preis bezahlten für ihre Arroganz, ist das perfekte Beispiel, um zu zeigen, was Crawfords Challenge im Hinblick aufs Playoff ist. Zürich hat den besten «Mittelstand» der Liga, es hat zudem junge, aufstrebende Spieler, die ins Team drängen, aber auch eine divenhafte Top 8, die nur richtig spielt, wenn sie muss. Weil die ZSC Lions meist gewinnen, kann es sich Crawford ­leisten, seine Spitzen­spieler heraus­zufordern, von ihnen zu verlangen, ­engagierter und konstanter zu spielen, ohne das Team zu verlieren.

    Die mittleren acht, Spieler wie Baltisberger, Fritsche, Senteler und Schäppi bringen stets ihre Leistung und gewinnen das Vertrauen, dass sie Spiele entscheiden können. Das ist gut fürs Playoff. Aber Crawford kann nicht darauf warten, bis seine Stars endlich Feuer fangen. Sie waren miserabel im letztjährigen Viertelfinal gegen Lausanne, die Lions durften sich glücklich schätzen, dass sie da durchkamen. Wenn sich die Dinge nicht ändern, könnte es gut sein, dass sie diesmal für ihre Nonchalance bestraft werden.

    Jeder Coach hat seine eigene Art, seine Spieler zu motivieren. Arno Del Curto fordert seine Spieler, vor allem die jungen, unaufhörlich heraus, und wenn einer damit umgehen kann, kommt er wahrscheinlich auch mit den Widrigkeiten auf dem Eis klar. Chris McSorley sieht seine Spieler als Puzzlestücke in seinem Businessplan, und wenn sie ihren Job nicht erledigen können, gibt er sie ab oder versteigert sie wie Kühe an einer Viehschau.

    Egal, welchen Weg man wählt, nur der Erfolg entscheidet, ob es der richtige war. Otto Baric, ein Fussballtrainer alter Schule, brachte es am besten auf den Punkt, als er sagte: «Die Kunst der Mannschaftsführung besteht darin, die Gruppe so weit zu bringen, dass sie genau das tut, was ich will. Und dabei das Gefühl hat, zu tun, was sie will.» Das klingt ein bisschen nach Manipulation, nicht? Richtig. Genau das ist es.

    (Tages-Anzeiger)
    (Erstellt: 14.01.2015, 23:05 Uhr)

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    de Kent bringts so ziemlich uf de Punkt. nur bi lugaNO frög ich mich, ob's i de PO lange wür zum wietercho, wänn de Brunner wieder trifft. Ich dänke, dass es glich no z'wenig Breiti hät, aber ehrlich gseit, mueni das nöd uunbedingt usefinde.

    Ein Ausbildner für GC
    «Ein Trainer mit Leib und Seele» – der U-21-Nationaltrainer Pierluigi Tami ist genau das, was GC Sportchef Axel Thoma sucht.

    Axel Thoma verschärfte zu Beginn der Woche das Tempo auf der Suche nach ­einem neuen GC-Trainer. Der Sportchef hatte sich auf zwei Kandidaten festgelegt, die beim Schweizerischen Fussballverband (SFV) angestellt sind: Dany Ryser und Pierluigi Tami. Ryser, der U-17-Weltmeistercoach und noch bis Sommer Technischer Direktor ad interim, winkte ab. Den Plan seiner Frühpensionierung im Sommer wollte er nicht verwerfen. Tami aber signalisierte starkes Interesse.

    Thoma erkundigte sich darauf bei der Verbandsspitze nach der Verfügbarkeit des U-21-Nationaltrainers und erhielt – sechs Tage nach der Trennung von ­Michael Skibbe – diesen Bescheid: Der 53-jährige Tessiner aus Minusio darf aus seinem bis Juni 2017 laufenden Vertrag aus- und bei GC einsteigen. Unter einer Voraussetzung: Die Zürcher müssen die fixierte Ablösesumme von 100'000 Franken an den SFV überweisen. Und genau das ist noch Gegenstand zäher Verhandlungen. Trotzdem ist davon auszugehen, dass Tami zu GC und Thoma finden wird, den er beim Verband kennen lernte, als der Deutsche zwischen 2005 und 2008 auf verschiedenen Stufen assistierte. Die zwei pflegen seither ein gutes Verhältnis.

    Die verweigerte Beförderung

    Die Zeit als Spieler verbrachte Tami ausschliesslich im Tessin, dem Kanton, in dem er aufwuchs. Die Karriere führte den ehemaligen Verteidiger als Halbprofi von Chiasso über Bellinzona und Lugano nach Locarno. In der Südschweiz startete er auch seine Laufbahn als Trainer in der NLB, er stand damals schon im Ruf, den Nachwuchs zu fördern und das Auge für Talente zu haben.

    Tami, seit 2003 in Besitz der Uefa-Pro-Lizenz, wechselte ein Jahr danach zum Verband und war fortan der Ausbildner, der seine Arbeit meist im Stillen verrichtete. Ins Licht der Scheinwerfer geriet er nur ausnahmsweise, dafür einmal ­besonders, als er 2011 mit der U-21 in ­Dänemark den EM-Final erreichte (und gegen Spanien 0:2 verlor). Intern genoss Tami dank profunden Kenntnissen, der unaufgeregten Art und dem korrekten Umgang hohes Ansehen. Seine Fürsprecher bescheinigten ihm die Fähigkeit, für eine höhere Aufgabe bereit zu sein.

    Diese Gelegenheit bot sich, als Ottmar Hitzfeld seinen Rücktritt als Nationalcoach bekannt gab. Im Evaluationsverfahren gehörte Tami zu den Kandi­daten, aber die Beförderung blieb ihm ­verwehrt. Ihm wurde Vladimir Petkovic vorgezogen. An Tami ging das nicht spurlos vorbei. Er dachte immer öfter an eine Luftveränderung.

    Thoma registrierte, dass es Tami beim Verband an Perspektiven mangelte. Tami, der mehrfach schon Offerten anderer Clubs abgelehnt hatte, empfand GC als reizvoll genug, einen Schritt zu wagen, den er nicht als Risiko, sondern als Chance versteht. Er will dafür einen sicheren Job beim Verband auf­geben, eine Tätigkeit, die sich markant vom ­Tagesgeschäft eines Trainers in der ­Super League unterscheidet. Bis jetzt war er oft unterwegs, um Spiele und Spieler zu beobachten, er lieferte auch den Nationaltrainern Kuhn und Hitzfeld wertvolle Informationen von Gegnern; nun soll er bei GC für Ordnung sorgen und Massnahmen ergreifen, um die Mannschaft zu stabilisieren.

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    hoffe mer mal, dass er de Lade, wenigstens im sportliche Bereich, in Griff bechunt. Für die aktuell Situation sicher kei schlächti Lösig.
    Lob von allen Seiten

    «Tami ist Trainer mit Leib und Seele», sagt Thoma. Genau das ist es, was er gesucht hat: einen Coach, der jeden Einzelnen besser machen kann. «Es ist beeindruckend, wie er Matchpläne entwirft, wie er während einer Partie die Strategie der Situation anpassen und danach analysieren kann», lobt Ryser. Und: «Seine gehobene Sozialkompetenz macht ihn endgültig zu einem überdurchschnittlichen Trainer, er zählt für mich zu den Topleuten auf dem Schweizer Markt.» Bedenken, dass sich Tami im raueren Profigeschäft aufreiben und nicht durchsetzen könnte, hat Ryser nicht: «Er beherrscht den Umgang nicht nur mit Talenten. Und er ist einer, der in hektischen Momenten Ruhe ausstrahlt.»

    Hansruedi Hasler, der ehemalige Technische Direktor, hatte Tami zum SFV geholt und gefördert. Tami, der einst eine Lehre als Zeichner für Gebäudetechnik absolviert hatte, galt beim Verband als Mann mit besten Beziehungen zu den italienischen Clubs und deren Schweizer Spielern. 2011 wurde er zum «Schweizer Trainer des Jahres» gekürt.

    Nun also zieht es ihn nach Zürich. ­Peter Stadelmann, der Delegierte der ­Nationalmannschaften, spricht zwar von «immer noch offenen Fragen» und betont, dass der Transfer bis jetzt nicht vollzogen sei. Aber er hält es doch für wahrscheinlich, dass sich eine ­Lösung ergibt. Und sagt schon einmal: «Wir gönnen Herrn Tami diesen Karriereschritt.»

    (Tages-Anzeiger)
    (Erstellt: 14.01.2015, 22:19 Uhr)