Es sind unheilige Allianzen, die sich im Milliardenbusiness Fussball gefunden haben. Vereine, die Angst haben, sich mit ihrem Anhang anzulegen, die vors Sportgericht gehen, wenn sie wegen Erstürmung des Platzes durch Chaoten vor halb leeren Rängen spielen müssen (wie etwa Köln). Medien, die für Auflage und Klickzahlen jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf treiben. Fans, denen es wichtiger ist, für Bengalos und gegen Sitzplätze zu demonstrieren, als dass sie die Übeltäter in ihrem Stehplatzsektor isolieren und anzeigen. Sie kennen die anderen, die Pezzoni bedrohten, sie kennen die Petardenwerfer, die Randalierer. Aber sie decken sie, weil sie in den VIP-Logen, in der Polizei, notfalls in der Fifa einen übergeordneten Feind sehen.
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