Beiträge von Zesi 05

    Schade wegen Derek Smith! Ansonsten ist es nämlich ein super Drittel gewesen! 2-0 Führung, ein paar weitere riesige Chance, kein Unterzahlspiel und Fribourg kam nie zu einer typischen Fribourg-Druchphase.

    Hoffentlich nichts allzu Schlimmes bei Smith. Er konnte alles bewegen, bin deshalb optimistisch.

    Segers 1'000 Spiel in der NLA (Rappi und ZSC) wird, wenn er sich weder verletzt noch krankheitshalber ein Spiel verpasst, am 11.01.2015 auswärts in Kloten sein. Ich hoffe aber, dass er ein Spiel verpasst, dann wäre es das Derby zu Hause am 13.01.2015.

    Nationalliga A: 848 Spiele
    Swiss Ice Hockey Cup 2014/15: 1 Spiel (gegen Zug)
    Champions Hockey League 2008/09: 8 Spiele
    Champions Hockey League 2014/15: 6 Spiele
    Continental-Cup 2001: 3 Spiele
    Continental-Cup 2002: 2 Spiele
    Victoria Cup 2009: 1 Spiel

    Total Spiele für den ZSC: 869

    Nicht gezählt wurden die Spiele der European Trophy, des Team Cup’s und andere Vorbereitungsspiele.

    Quellen:
    - Offizielle SEHV-Statistik (Nationalliga A)
    - http://www.zsclions.ch (Swiss Ice Hockey Cup und Champions Hockey League 14/15)
    - Spielberichte CHL 08/09 (via http://de.wikipedia.org/wiki/Champions_Hockey_League_2008/09)
    - http://www.hockeyfans.ch (Continental Cup 2001 und 2002)
    - http://en.wikipedia.org/wiki/2009_Victoria_Cup (Victoria Cup 2009)

    Seger könnte übernächste Saison (falls er nochmals eine Saison bei uns bleiben würde) oder im extremsten Fall bereits nächste Saison 1'000 Pflichtspiele für den ZSC absolviert haben. Ich gehe mal davon aus, dass er der erste ZSC-Spieler wäre, der diese Marke knacken würde. Früher konnte man ja diese Zahl fast gar nicht erreichen, weil es nicht annähernd so viele Spiele gab. Wäre schon eine ganz tolle Sache!

    Zitat von ZüriBueb

    Dieser Match zeigt bislang sehr genau wo wir stehen und wo wir uns verbessern müssen. Und zwar jetzt schon und nicht erst in den Playoffs. Denn diese Disziplinlosigkeiten können wir uns in so knappen Spielen nicht erlauben.

    Wir waren dennoch überlegen, aber mit kaum einer zwingenden Chance.

    Der Sieg liegt drin. Holt ihn, er wird weiteres Selbstvertrauen geben!

    Gut, die Strafen waren aber unglaublich kleinlich. Also mit diesen Strafen muss man als Spieler nicht rechnen und anpassen kann man sich auch nicht, denn die Schiedsrichter ändern die Linie von Drittel zu Drittel!

    Zudem hatten wir also durchaus zwingende Chancen. Smith kam z.B. drei Meter vor dem Tor alleine zum Abschluss (ca. 22 Minute) und Malgin müsste zwei Minuten vor der Drittelpause einfach den Pass spielen.

    Zitat von ZüriBueb


    - Trachsler in der 5. Minute mit einer Strafe ohne jede Bedrängnis und Gefahr
    - Nilsson verliert 15 Sekunden vor Drittelsende im eigenen Drittel in der Ecke die Scheibe auf leichtfertige Weise

    Bärtschis Goal ist aber nur dank den super Pässen von Nilsson unf Trachsler möglich!

    Zitat von Joey_88

    Tja das kommt dann halt noch dazu....bärtschi stellt sich jetz aber schon gar blöd an sorry...

    Ich meine es übrigens nicht mal als Entschuldigung für den Zett. Es waren einfach drei Strafen gegen Zett nichts (Siegenthaler, Bärtschi) bis fast nichts (Bärtschi) sowie zwei Strafen gegen Rappi (zum 1-1 und gerade die Strafe anschliessend) und weil sie dann merken, dass es eine sehr strenge Strafe war, kompensieren sie 30 Sekunden später. Das ist einfach eine unglaublich schlechte Schiedsrichter-Leistung.

    «Mittendrin sein, nicht nur dirigieren»

    Marc Crawford, Ihnen steht mit den ZSC Lions ein «Wochenende der Extreme» bevor. Sie spielen gegen den Letzten und den Ersten der Tabelle.
    Marc Crawford: Im Moment kümmern wir uns nur um das erste Spiel, und das ist gegen die Lakers. Das hat mit Respekt vor dem Gegner zu tun. Und wir haben in den letzten zwei Spielen nicht gut genug gespielt, um zu gewinnen.

    Am Dienstag in Biel waren Sie wütend.
    Ja, das war ich. Ich weiss, dass nicht jeder Spieler immer auf dem allerhöchsten Level sein kann. Dies ist aber keine Entschuldigung, wenn du nicht hart genug arbeitest. Und es ist so, dass wir im Moment ein paar Spieler haben, die nicht hart genug arbeiten, um erfolgreich zu sein. Wenn andere Teams uns dank härterer Arbeit besiegen, rege ich mich auf. Diesen Faktor kannst du kontrollieren.

    Ihr Captain Mathias Seger forderte die Mitspieler bereits im Spiel zuvor, dem 1:2 in Davos, heraus und bemängelte die Arbeitsethik des Teams.
    Du spielst genauso wenig «einfach so» schlecht, wie du «einfach so» gut spielst. Das hat beides mit Arbeit zu tun. Die nötige Konstanz in unser Spiel zu bringen, sollte nicht so schwierig sein, wie es derzeit erscheint. Wir haben in allen Spielen brillante Momente, versuchen aber, uns bloss auf diese zu verlassen. Wir wollen das nun korrigieren.

    «Fast alle spielen dasselbe System, ausser Del Curto»

    Das Davos-Spiel war aber nicht schlecht.
    Nein, es war sogar exzellent. Aber deine Reaktion muss unabhängig von Sieg oder Niederlage immer dieselbe sein: Was kann ich verbessern? Und im Moment sehe ich sehr vieles.

    Nach dem ersten Duell mit Davos vor fünf Wochen im Hallenstadion lobten Sie HCD-Trainer Del Curto und dessen einmaligen Eishockey-Stil …
    Die Art, wie Davos spielt, ist anders, als jene aller anderen Teams in dieser Liga, vielleicht mit Ausnahme des EHC Biel, der vieles ähnlich macht. Die läuferischen Fähigkeiten und die Arbeitseinstellung sind nur das Eine. Die Taktik, die Davos benutzt, bedingt ein Eishockey, das nicht einfach zu spielen ist. Aussergewöhnlich ist, wie Arno es schafft, sein Team regelmässig in der Nähe jenes Top-Levels spielen zu lassen, das es in seinem System bezüglich Einsatz und Ausführung braucht. Wenn du als Gegner nicht bereit bist für dieses Spiel, kann Davos dich ganz schlecht aussehen lassen. Ich respektiere vor allem, dass Arno nicht jenes Grundsystem spielen lässt, das die meisten benützen.

    Das wäre?
    Abwartend, verteidigend, vor allem auf die Defensive basierend. Arno hingegen will jener sein, der das Tempo bestimmt und viele einmalige Elemente ins Spiel bringt. Für mich ist Davos diese Saison bislang das mit Abstand beste Team, was Ausführung und Leistung angeht. Gegen den HCD zu spielen ist eine Challenge, weil er kaum schlechte Abende einzieht.

    Die NLA wird generell als sehr attraktive Liga angesehen.
    Zu Recht.

    Dennoch ist in der europäischen Champions League die Schweizer Bilanz ernüchternd.
    Was uns angeht: Wir hatten viel zu viele Verletzte unter den wichtigen Spielern zu beklagen. Dann fehlte uns in einem entscheidenden Spiel auch noch Ryan Shannon, weil dessen Ehefrau ein Kind gebar. Das sind Dinge, die du nicht beeinflussen kannst. Unser Goalie Lukas Flüeler verpasste ebenfalls vier Spiele. Und du brauchst deine Nummer 1, wenn du auf diesem Level Grosses erreichen willst.

    Überrascht Sie nicht, dass kein NLA-Team unter den letzten Acht steht?

    Nein. Für mich ist das eine Timing-Frage. Wenn das Turnier zwei Wochen später begonnen hätte, wären die Schweizer ebenfalls besser vorbereitet gewesen. Ich bin sicher, dass nächste Saison die NLA-Teams besser abschneiden werden. Die Tschechen zum Beispiel bereiten sich schon im Juli vor, wir hingegen bestritten unser erstes Spiel nach nur einer Woche Vorbereitung. Das ist entscheidend.

    In Zürich und in Davos haben die Eishockeyfans etwas gemeinsam. Sie sind erfolgsverwöhnt, die beiden Teams haben zehn der letzten 15 Titel unter sich aufgeteilt. Also wird mehr erwartet: Erfolgreiches und attraktives Eishockey. Wie schwierig ist es, beides abzuliefern?
    Es ist machbar. Ich denke, die Leute kommen nicht nur ins Stadion, um unterhalten zu werden. Sondern auch um ein Team zu sehen, das hart arbeitet und damit die Community der Fans repräsentiert. Ich denke, dass das in einer Region wie Davos besonders ausgeprägt sein muss. Selbst in einer Stadt wie Zürich wollen die Leute nicht nur Skills sehen. Ein Grossteil von Attraktivität in unserem Sport sind Entschlossenheit, Extra-Effort und eine «Ich-gebe-niemals-auf»-Attitüde.

    «Interessant kann Taktik sein, aber nicht aufregend»

    Die Attraktivitätsfrage wurde besonders heftig an den Olympischen Spielen in Sotschi diskutiert. Kanada spielte in den letzten beiden Partien derart perfekt, dass für viele jegliche Attraktivität abhanden ging. Wie sahen Sie das?
    Es gab fast keine Fehler mehr. Und Torchancen sind halt oft Produkte von Fehlern. Wenn du diese limitierst, siehst du nur noch Taktik. Taktik kann interessant sein, aber nicht aufregend.

    War die des «Trainers Traum», Kanadas All-Star-Team zu einer Einheit zu formen, die den «Team-first»-Gedanken perfektioniert?
    Nicht wirklich. Mir gefällt die Vorstellung besser, ein Team zu übernehmen, das überhaupt nicht «scharf» ist und dann damit eines zu schlagen, das eben schon «scharf» ist.

    Kanadas Leistungen in Sotschi gegen die USA und Schweden: Haben wir den Peak im Eishockey damit erreicht?
    Nein, wir sind nicht einmal in die Nähe gekommen. Es wird möglich sein, die besten Momente Kanadas in Sotschi zu nehmen und diese noch konstanter wiederzugeben. Also 60 Minuten lang in einem Spiel. Und dann das Ganze nochmals in mehreren Spielen hintereinander.

    Wir sprachen vor der Saison über die neu veränderte Spielfläche, die grössere Offensivzone. Sie baten damals um zwei Monate «Bedenkzeit». Bitteschön …
    Ich denke, die Offensive hat wirklich profitiert vom noch grösserem Raum. Ich sehe viel mehr Szenen als vorher, die ihren Ursprung in der hohen Offensivzone haben. Mehr Tore werden von dort aus vielleicht nicht geschossen, aber Treffer haben oft ihren Ursprung in dieser Zone. Für mich ist diese Änderung eine gute Addition.

    HCD-Trainer Del Curto meint, dass noch kein NLA-Team wirklich alle möglichen Vorteile ausgenutzt hat. Einverstanden?
    Ja. Ich denke, alle Teams haben zwar schon Vorteile genutzt, aber keines wirklich in entscheidendem Ausmass.

    Wie gut hat Ihr Team sich angepasst?
    Ich würde die Note «genügend» geben. Sicher nicht «6 plus».

    Sie arbeiten in Ihrer dritten Saison als Trainer in Zürich. Wissen Sie, wann zuletzt ein ZSC-Trainer ein viertes Jahr hintereinander im Amt war?
    Nein.

    1974 Stu Robertson …
    (lacht) Wirklich? In dem Fall bin ich ja auf einem Höhenflug.

    Wie viel vom Marc Crawford, der 2012 in die Schweiz kam, steckt noch in Ihnen?
    Natürlich habe ich mich verändert. Du willst dich ja als Person und als Trainer weiterentwickeln. Das wird sich nie ändern. Es erfreut mich, beim Aufschwung des Schweizer Eishockeys mittendrin zu sein, zu sehen, wie immer jüngere Spieler in die Liga kommen. Das ist etwas Positives.

    Wie sehr sind Sie Schweizer geworden?
    Gute Frage. (überlegt) Mein Bewusstsein, was hier für die Fans im Eishockey, aber auch für die Leute generell wirklich wichtig ist, wurde natürlich grösser. Darum kann ich sagen, dass ich rund 25 Prozent «schweizerischer» bin als noch vor drei Jahren. Ich werde mich aber nie verändern, wenn es darum geht, wer ich bin.

    Wer sind Sie?
    Ein passionierter Mensch, der an aufregendes Eishockey und an Effort glaubt und alles daran setzt, von jedem das Beste herauszuholen, inklusive mir selbst, und das jeden Tag. Dieser Teil von mir hat aber nicht in erster Linie mit meiner Herkunft zu tun, sondern mit meiner Erziehung. Mein Vater ist 87. Er hat bis vor sechs oder sieben Jahren noch gearbeitet. Das ist typisch für meine Familie und Vorfahren. Ich denke, dass auch ich diesen Typ Charakter habe. Ich mag es zu arbeiten, liebe es, Teil eines Teams zu sein. Ich würde es vermissen, wenn ich das nicht mehr tun könnte. Ich sehe mich in den nächsten Jahren nicht als jemand, der Tempo zurücknimmt.

    «Mit vielem kam ich ungeschoren davon»

    Sie begannen schon sehr früh mit Coaching. Erkennen Sie noch den jungen Marc Crawford in Ihnen, der mit 34 bereits Stanley-Cup-Sieger wurde?
    Ich hatte und habe endlose Energie und konnte mir nie vorstellen, etwas anderes zu tun. Das gilt auch heute noch. Ich will immer noch ein aktiver Trainer sein. Darum bin ich froh, dass ich mit sehr guten «Schlittschuh-Beinen» gesegnet bin. Nicht dass ich mit den Jungs noch in einem Spiel mitspielen könnte. Aber sie erlauben mir, zumindest im Training auf dem Eis mitzuhalten. Viele Coaches dirigieren heute nur noch. Ich aber will lieber mittendrin sein im Training. Natürlich lernt man als Spieler auch durch Repetieren. Aber für mich ist diese Nähe auf dem Eis, das direkte Zeigen dessen, was ich will, auch sehr wichtig.

    Kerry Fraser, eine Schiedsrichter-Legende, hat Ihnen in seiner Biografie ein kurzes Kapitel gewidmet. Nie in seiner 37 Jahre langen NHL-Karriere habe ihn ein Trainer derart aggressiv beschimpft wie der junge Marc Crawford.
    (lacht) Er war sehr, sehr, sehr nachsichtig mit mir. Ich kam damals mit vielen, vielen Dingen ungeschoren davon. Ich weiss auch nicht, warum. Vielleich mag mich jemand dort oben.

    Quelle: Südostschweiz Ausgabe Graubünden

    Bin sehr gespannt auf die Partie. Eigentlich ist es ja wiederum keine äusserst attraktive Aufgabe für die Mannschaft. Aber nach den letzten zwei Spielen müssen sie ja eine Reaktion zeigen. Die Kritik werden die Spieler durchaus mitgekriegt haben.

    Wir haben seit Ewigkeiten nicht mehr drei Spiele in Folge verloren. Mal schauen ob das morgen auch so bleibt.

    Zitat von ZSColin

    Wie bereits einmal geschrieben, der grosse Frust der physisch anwesenden Fans kann ich nur zu gut nachvollziehen.


    Hahaha... "Simms" war übrigens in Biel auch physisch anwesend! :wink:

    Zitat von ZSColin


    Und, ganz wichtig: Wer live in den Stadien regelmässig Hockey schauen geht zahlt heute einen nicht zu unterschätzenden Preis dafür!
    Das einzige was hier auf dem Board zu Friktionen führt, sind die unterschiedlichen Meinungen, wie man dieser Situation (es ist keine Krise!) begegnen könnte. - That's all. Und all die Stänkerer von früher sind hier gar nicht mehr vertreten - oder nur noch ganz, ganz selten.


    Das stimmt (Preis), aber das gilt ja vor allem für die Heimspiele (Saisonkarte) und die waren ja bis auf zwei Spiele in Ordnung bis sogar sehr gut. Und ja, Edgar geistert halt immernoch in den Köpfen von allen "Optimisten" in diesem Forum rum! :wink:

    PS: Ich glaube Fribourg in den Playoffs wäre gar nicht so schlecht. 9/10 der Mannschaft hat noch eine offene Rechnung mit den Fondue-Fressern und dies wäre vielleicht gerade der Motivationsschub, den wir in einem 1/4-Finale brauchen könnten. Wenn unsere Mannschaft die volle Leistung abrufen kann, dann haut sie Fribourg aus den Playoffs.

    Zitat von Blackstar

    Ich glaube die Kritik ist berechtigt. Wir verspielen grade fahrlässig Platz 2-4. Und wir sollten wenn
    immer möglich den Fondue-Fressern ausweichen...

    Aber bin mir sehr bewusst, dass der aktuelle Formstand keinerlei Rückschlüsse auf die PO''s zulässt.
    Weder im Positiven noch im Negativen.

    Also wenn es das Ziel ist, den Fondue-Fressern auszuweichen, dann wäre es am besten wir würden aus den besten 4 fliegen. Denn auch wenn Fribourg am Kommen ist, werden sie es wohl trotzdem nicht unter die Top-4 schaffen.

    Also etwas Gutes hat jede Minikrise: Das ZSC-Forum wird lebendig! :applaus: In guten Zeiten habe ich immer das Gefühl, dass dieses Forum bald ausstirbt. Wenn wir aber eine Krise haben und sich jeder meldet, dann merkt man wie viele Leute auf diesem Forum sind. :wink:

    PS: Zudem habe ich heute meinen Rekord an Beiträgen pro Tag deutlich übertroffen. Und das bei durchschnittlich nur 0.07 Beiträgen pro Tag.
    :welle:

    Zitat von ZüriBueb

    So verwöhnt, dass es was aussergewöhnliches ist, wenn die Mannschaft in der Quali 90% der Spiele voll geht und den Sieg will? Disziplin zeigt, hungrig ist und das Powerplay weiterentwickelt? Ich glaube, die Einzigen, die verwöhnt sind, sind die Spieler!

    Also 90% der Spiele vollgas mit dem Quali-Modus geht nicht. Das erreicht nicht mal Biel oder Lausanne. Wenn wir 90% der Spiele vollgehen würden, dann hätten wir am Ende der Quali 45 Siege. Aber du hast absolut recht, ca. 25% ist definitiv zu wenig. Und man darf mit der Mannschaft insgesamt unzufrieden sein, das ist im Moment glaube ich so ziemlich jeder. Aber Larry hat schon recht, die Erwartungen der ZSC Fans waren nach der letzten Saison schon unglaublich hoch. Man konnte als Mannschaft gar nicht gewinnen, unmöglich. Ein Durchmarsch wäre lediglich als "hoffentli au mit dem Kader" bezeichnet worden.

    Mich würde mal von Hockeyexperten (nicht Fans wie ich einer bin) interessieren, ob man das Powerplay mit Training wirklich massiv verbessern kann. Wir hatten auch unter Hartley (trotz Monster-Trainings) ein schwaches Powerplay und ich habe das Gefühl, dass der ZSC seit ich Fan bin, nie über ein tolles Powerplay verfügt hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass 80% der Powerplays nicht zum Torerfolg führen, man im Sportaktuell bei den anderen Teams aber jeweils nur die 20% erfolgreichen Powerplays sieht.

    Zitat von Rangersfan

    Ich finde es gibt einen goldenen Mittelweg. Natuerlich muss man den Jungen eine Chance geben und regelmaessig Eigengewaechse einbauen. Aber ich glaube nicht dass es gut ist partout keine CH Spieler mehr von anderen Vereinen zu verpflichten und zu 100 % nur Spieler vom Farmteam einzubauen. Eine Mannschaft braucht auch einmal etwas andere Charaktere, Spieler die einem anderen Umfeld aufgewachsen sind und eine andere Philosophie bringen.

    Aber genau das machen wir ja, oder nicht? Wir haben in den letzten zwei Jahren mit Wick, Nilsson, Fritsche und Trachsler ja auch z.T. namhafte Spieler verpflichtet. Diese Saison ist, glaube ich, die erste Saison seit Beginn der Pyramide, in der wir keinen Schweizer im Sommer verpflichtet haben (abgesehen von Junioren).

    Zitat von Rangersfan

    Ob man Hartley als Hardliner bezeichnet oder nicht spielt doch keine Rolle. Fuer mich ist Hardliner nicht unbedingt ein Negativ. Wenn ein Coach der harte Arbeit fordert, lange und intensive Trainings leitet und Disciplin verlangt ein Hardliner ist, dann mag ich Hardliners.

    Ich habe ihn ja auch nicht negativ beschrieben. Im Gegenteil! Ich habe sogar gesagt, dass er dem ZSC viel gebracht hat. Ich glaube aber nicht, dass er diese Art bei uns lange hätte durchziehen können. Das zeigt ja gerade seine Vergangenheit. Er wurde zweimal eine Saison nach dem Erfolg (einmal Meistertitel, das andere Mal erste Playoff-Qualifikation seit Jahren) entlassen. Und dass, obwohl es in der NHL einfacher ist, die Spieler unter Druck zu setzen (siehe nächsten Punkt).

    Zitat von Rangersfan

    Natuerlich spricht niemand von Lohnkuerzungen, das waere absurd und illegal. Straftrainings? Vielleicht wuerde es nichts schaden mal einen freien Tag zu streichen und stattdessen ein intensives Training zu machen. Einen Spieler mal fuer ein paar Spiele auf die Tribuene schicken koennte man sicher auch in Betracht ziehen. Das sind Massnahmen die in Nordamerika auf jeder Stufe von High School/Junioren bis und mit der NHL haeufig angewandt werden.

    Genau, aber in der NHL geht das, weil es auf der ganzen Welt tausende von talentierten Spielern gibt, die nur so auf einen Platz in der NHL warten. In Nordamerika dreht sich alles um die NHL (schon bei den Junioren). Und wenn sich einer nicht zerreist, dann kommt der nächste. Dies ist einerseits problemlos möglich, weil die NHL sich einen Scheiss um (europäische) Spielverträge schert und andererseits gibt es keine Ausländerregelung. In der Schweiz gibt es hingegen kaum Ersatz. Das Reservoir an (guten) Schweizern ist sehr klein und Ausländer darfst du nur vier einsetzen. Als Trainer in der Schweiz bist du im Gegensatz zu den Trainern in der NHL wirklich krass am kürzeren Hebel. Ist einfach so.

    Zitat von Rangersfan

    Ich sehe das genau gleich wie Der Weise. Eine Mannschaft braucht von Zeit zu Zeit eine Blutauffrischung, sonst wird alles (in English sagt man stale). So wie Cunti, Trachsler, Bastl im Moment spielen bin ich nicht so sicher dass ein Pestoni in diesem Umfeld nicht gut genug sein wuerde. Das ist aber nicht einmal der Hauptgrund, wenn die einzigen Zuzuege nur Junge aus dem eigenen Farmteam sind wird alles zu sehr Routine und komfortabel.

    Wollt ihr mich eigentlich verarschen? Jahrelang wurde (vor allem auf diesem Forum) reklamiert, dass wir unsere jungen Talente nicht einbauen. Jetzt bauen wir jede Saison (erfolgreich) ein bis zwei Junge ein und jetzt ist das nicht mehr gut, weil es Routine gibt und zu komfortabel ist? Wir verpflichten ja trotzdem jedes Jahr 2-4 neue Spieler (nicht aus der Jugendabteilung), z.B. die Ausländer. In aller Regel sind das immernoch mehr, als wir Junge einbauen. Das sollte doch als Blutauffrischung dienen.

    Wenn wir nächsten Sommer 5 neue Spieler verpflichten, heisst es dann wieder, dass man mal endlich auf Konstanz setzen soll. Und wenn zwei Spieler davon noch durchschnittlich sind (was bei 5 Neuverpflichtungen gar nicht anders möglich ist), heisst es dann wieder, man soll doch lieber Spieler aus der Jugend einbauen, als Durchschnittspieler zu verpflichten. Ich werde einfach nicht schlau aus euch.

    Zitat von Rangersfan


    Es ist sehr unfair wie Bob Hartley charakterisiert wird. Bob Hartley ist in der NHL und Marc Crawford ist es nicht. Uebrigens, die Calgary Flames spielen ueber allen Erwartungen und sind die Ueberraschungsmannschaft der Saison. Man kann ihn auch nicht mit Mike Keenan vergleichen. Keenan war bekannt fuer seine Mind Games. Hartley ist ein ehrlicher, gerader Typ der in jedem Training von der ersten bis zur letzten Minute harte und disziplinierte Arbeit verlangt. Seine Trainings sind meistens laenger als geplant und er verlangt dass jeder Spieler konditionell topfit ist. Das passt nicht allen Spielern aber da wuerde ich die Spieler und nicht den Coach in die Verantwortung ziehen.

    Würdest du also sagen Hartley ist kein Hardliner? Ich habe nie gesagt, dass er ein Arschloch sei. Das glaube ich übrigens auch von Kossmann nicht. Ich glaube Kossmann ist sogar noch korrekter als Hartley. Aber auch er hat es geschafft, die Mannschaft gegen sich zu bringen.

    Und ja, du kannst die Spieler in Pflicht nehmen. Aber wie? Mit Straftraining? Mit Lohnkürzungen? Hat bis jetzt noch nie etwas gebracht. Bei keinem Sportclub auf der Welt. Wenn der ZSC meint, sie können Cunti, Wick oder Nilsson vergraulen --> Davos, Lugano, Bern, Genf, Kloten und Zug nehmen sie noch so gerne. Die Spieler sind in der Schweiz am längeren Hebel (dank der Ausländerregelung).