Posts by zappa10

    Im Fall von Herzog ein berechtigter Schritt von Blum, denn hier geht es nicht mehr um gewöhnliche Unfallrisiken im Sport, welche in Kauf genommen werden müssen, oder um eine einzelne Unbeherrschtheit mit unbeabsichtigten Folgen eines ansonsten unbescholtenen Spielers. Dass ein Klub oder der Verband auf einen solchen Spieler verzichtet, ist jedoch illusorisch.

    Bezirksgericht Dielsdorf Ein Check bringt zwei Eishockeyspieler vor Gericht

    Ihr Körpereinsatz auf dem Eis brachte zwei Amateurspieler des EV Dielsdorf-Niederhasli vor den

    Einzelrichter. Dieser muss nun entscheiden, ob sich die beiden strafbar machten.

    Soll vor einem Strafgericht enden, wer auf dem Eishockeyfeldein Foul begeht? Oder müssen brutale Attacken in diesem

    körperbetonten Sport toleriert werden? Diese Fragen treiben momentan Schweizer Eishockeyfans um. Wie jüngst

    bekannt wurde, hat Ex-SCB-Star Eric Blum juristische Schritte gegen EVZ-Stürmer Fabrice Herzog eingeleitet.

    Blum war von diesem vor 20 Monaten derart hart gegen den Kopf gecheckt worden, dass er bis heute nicht mehr für

    einen Ernstkampf aufs Eis zurückkehren konnte. Dass ein Spieler Zivilklage einreicht und es damit nicht bei den

    Sanktionen der Disziplinarkommission von Swiss Ice Hockey bewenden lässt, kommt selten vor.


    Verhängnisvoller Doppelcheck

    Mit einem Fall um ein Eishockey-Foul befasste sich das Bezirksgericht Dielsdorf am Montag. Beschuldigt waren zwei

    Amateure des EV Dielsdorf-Niederhasli. Den beiden 32- und 30-jährigen Schweizern wurde vorgeworfen, bei einem

    Drittliga-Trainingsspiel im September 2019 gegen den SC Reinach einen gegnerischen Spieler gleichzeitig und mit

    voller Wucht von vorne und von hinten gecheckt zu haben. Dieser soll zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr im Puckbesitz

    gewesen sein. Der Gecheckte stürzte und erlitt dabei einen Trümmerbruch am rechten Unterarm und schwere Verletzungen am

    Handgelenk. Die Folge: zwei Operationen mit Spitalaufenthalten und eine Arbeitsunfähigkeit von acht Monaten. Der

    31-Jährige leidet bis heute unter Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Er kann seinen Sport nicht mehr ausüben.


    Beide Beschuldigten sagten aus, dass es ein normaler Check «Schulter gegen Schulter» gewesen sei. Der Puck sei im Moment

    des Checks noch immer am Stock des Gegners gewesen. Beide gaben zudem an, nicht realisiert zu haben, dass

    ihr Teamkollege gleichzeitig ebenfalls zum Check ansetzte. Der Anwalt des Verletzten sprach von einem ungebremsten

    und mit voller Wucht ausgeführten Doppelcheck. Die beiden erfahrenen Spieler hätten dabei die gebotene Sorgfaltspflicht

    in krasser Weise missachtet und sich damit schuldig gemacht. «Die Grenzen des dem Sport innewohnenden Verletzungsrisikos

    wurden klar überschritten.» Mit einem solchen Checken müsse kein Spieler rechnen– egal in welcher Liga.


    «Üblicher und regelkonformer Check»

    Anders sah das der Anwalt des jüngeren Beschuldigten. Es habe sich um einen üblichen und regelkonformen Check

    gehandelt, weshalb dieser vom Schiedsrichter auch nicht geahndet worden sei. «Mein Mandant hat keine Spielregelverletzung

    begangen und kein Risiko geschaffen, das über das in diesem Sport übliche hinausgeht.»

    Überdies habe ein Gutachten festgestellt, dass eine derart schwere Verletzung nur bei einem Aufprall auf das Eis und

    nicht bei einem Körpercheck entstehen könne: «Eishockey dürfte die Mannschaftssportart mit dem höchsten Verletzungsrisiko

    sein.» Da dränge sich eine restriktive Anwendung des Strafrechts aus. «Niemand würde sonst mehr diese

    Sportart ausüben wollen.» Der Anwalt des 32-Jährigen sprach von einem unglücklichen Unfall.

    Der erfahrene Schiedsrichter habe angegeben, alle drei Spieler seien gemeinsam auf den Puck gestürmt

    und beim Zusammenprall aufs Eis gefallen. Eine Regelwidrigkeit habe der Unparteiische nicht feststellen können.

    Ebenso hätten er und mehrere Zeugen ausgesagt, dass der Gecheckte beim Zusammenstoss noch immer im Puckbesitz

    gewesen sei. «Die beiden Spieler haben sich schlicht nicht schuldig gemacht», so sein Fazit.


    Staatsanwalt fordert bedingte Geldstrafen

    Der Staatsanwalt fordert einen Schuldspruch wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung. Er beantragte bedingte

    Geldstrafen von 90 Tagessätzen zu je 120 respektive 80 Franken – also total 10’800 Franken für den 32-jährigen Informatiker

    und 7200 Franken für den 30-jährigen Handwerker – sowie je eine Busse von 1000 Franken. Die beiden

    Anwälte verlangen einen Freispruch. Das Bezirksgericht Dielsdorf wird das Urteil am Freitag eröffnen.

    und wenn wir gerade bei RG sind, bin das nur ich oder macht der einen resignierten Eindruck seit ein paar Spielen? Ich sehe den in den Kameraeinstellungen meist regungslos! Er flippt noch nicht mal mehr aus wenn die Refs einen Müll zusammenpfeifen.

    Du hast scheinbar das CHL Spiel gegen Rögle nicht gesehen....

    Jep, sehe ich auch so, jedoch sollte ausbedungen werden, dass er gegen uns spielen darf.


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    Ambrì: Info bezüglich Werfen von Gegenständen

    Freitag, 16. September 2022, 10:04 - Medienmitteilung


    In der Saison 2021/2022 erhielt der Hockey Club Ambrì-Piotta insgesamt 21'365 Franken an Bussen für das Werfen von Gegenständen auf die Eisfläche durch seine Fans.

    Der HCAP erhielt die höchste Strafe aller Klubs in der National League. Aus diesem Grund beobachtet die SIHF die Situation, und der HCAP gehört zu den Sonderbeobachteten für die nächste Meisterschaft.

    Ausserdem wurde ab der Saison 2022/2023 ein neuer Artikel über das Werfen von Gegenständen eingeführt:

    • Art. 18quinquies, lit. M besagt: «Das vorsätzliche Werfen von Gegenständen auf Schiedsrichter, Spieler, Spieloffizielle, Fernsehpersonal oder andere Zuschauer wird mit einem zweijährigen Stadionverbot geahndet.»

    Der HC Ambrì-Piotta appelliert ausdrücklich an seine Fans, keine unnötigen Geldstrafen zu provozieren, deren Betrag für die Juniorendarbeit verwendet würde. Darüber hinaus werden ab dieser Saison alle Personen, die als Werfer von Gegenständen identifiziert werden, für zwei Jahre Stadionverbot belegt. Der HCAP teilt mit, dass die Videokontrollen noch strenger sind, um die Verantwortlichen für das Werfen von Gegenständen auf die Eisbahn zu ermitteln und zu bestrafen.


    ENDLICH!!!!

    Neues von der National League

    Donnerstag, 1. September 2022, 11:36 - Medienmitteilung


    Mit dem Season-Opener SC Rapperswil-Jona Lakers gegen die ZSC Lions am 14. September 2022 startet die National League in knapp zwei Wochen in die neue Meisterschaft. Hier gibt es zusammengefasst die wichtigsten Neuerungen und News im Hinblick auf die Saison 2022/23.

    Video Reviews: Neu auch grosse Strafen

    Ab sofort haben die Schiedsrichter in der National League die Möglichkeit, 5-Minuten- sowie 2+2-Minuten Strafen für hohen Stock mittels Video Review zu überprüfen. Wenn die Schiedsrichter sich auf dem Eis für eine «grosse Strafe» entscheiden, können sie die Szene auf den Videobildern nochmals anschauen gehen. Im Anschluss an das Video Review wird entweder die grosse Strafe bestätigt oder es erfolgt eine Reduktion auf eine 2-Minuten Strafe (bei 2+2-Strafminuten für hohen Stock erfolgt eine Bestätigung der Strafe oder eine Aufhebung der Strafe). Diese Regelung ist Teil des neuen Regelbuchs, welches letzte Saison eingeführt worden ist. Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe des Hintergrundmagazins «NL-Weekly».

    Playoffs: Viertel- und Halbfinals neu gesplittet

    Die Viertel- und Halbfinals der NL-Playoffs werden im Frühjahr 2023 erstmals gesplittet. Will heissen, dass zwei Viertelfinal-Serien alternierend am Dienstag, Donnertag und Samstag stattfinden, wogegen die beiden anderen Viertelfinal-Serien am Mittwoch, Freitag und Sonntag gespielt werden. Die Schweizer Eishockey-Fans kommen somit in den Genuss von Eishockey pur – alle Spiele werden wie gewohnt von MySports übertragen, derweil immer ein Spiel pro «Runde» im Free-TV gezeigt werden wird.

    Ligaqualifikation: 4 Ausländer erlaubt

    Im Bezug auf eine mögliche Ligaqualifikation werden sich der Verlierer des Playout-Finals in der National League und der Meister der Swiss League im Frühling 2023 mit jeweils vier ausländischen Spielern gegenüberstehen. Dies unter dem Vorbehalt, dass der Anwärter aus der Swiss League die wirtschaftlichen, sportlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen für einen Aufstieg erfüllt. Auf diesen Kompromiss konnten sich die Vertreter der beiden Ligen einigen.

    Player Behaviour: Mögliche Spielsperre auch für «Schwalben»

    Während den Sommermonaten haben sich die Ligaführung, das Schiedsrichterwesen, die Sportchefs der Clubs sowie die Spielerverreinigung SIHPU intensiv zur Thematik «Spielerverhalten» und der Problematik im Bereich «Diving/Embellishment» (Vortäuschen von Fouls und/oder Verletzungen) ausgetauscht. Alle Parteien sind sich einig, dass Vergehen in diesem Bereich noch strenger geahndet werden sollen. Neu kann deshalb ein Spieler bei einem offensichtlichen Vergehen auch direkt mit einer Spielsperre bestraft werden.

    Personelles: Unterstützung für den PSO

    Auf dem Posten des stellvertretenden «Player Safety Officer» wurde neu Dale McTavish gewählt. Er unterstützt künftig PSO Ryan Gardner im Bereich «Player Safety». McTavish war früher als Spieler während zehn Saisons in der damaligen NLA aktiv (SC Rapperswil-Jona Lakers, ZSC Lions, EV Zug) und ist mit dem Schweizer Eishockey bestens vertraut. Er nimmt seine Arbeit sofort auf und wird von seinem Wohnort in der Region von Ottawa Zugriff auf sämtliche Spiele und Kameraperspektiven der National League haben.

    Die brandneue App der National League ist da!

    Mit der neuen Homepage unter http://www.nationalleague.ch, die zugleich als mobile App in den Stores von Apple und Google heruntergeladen werden kann, erscheint die National League online ab sofort in einem neuen Kleid. Neben allen wichtigen Infos zu den NL-Spielen bietet die App umfassende Statistiken und viele weitere Inhalte aus der laufenden Meisterschaft. Mit dem wöchentlich erscheinenden und knackig auf maximal 3000 Zeichen limitierten «NL-Weekly» beleuchtet die National League neu spezielle Facetten aus der höchsten Schweizer Eishockeyliga. Dank Push-Nachrichten werden Nutzerinnen und Nutzer in Echtzeit über allfällige Spielsperren und News aus dem Rechtswesen der NL informiert. Der Download der App aus den Stores von Apple und Google ist kostenlos.

    Manager-Game «Topscorers»: Stelle ab jetzt dein neues Team zusammen

    Parallel zum neuen Online-Auftritt wird auch die zweite Saison des Manager-Games «Topscorers» lanciert. Die Basis-Version des Spiels kann kostenlos aus den App-Stores von Apple und Google heruntergeladen werden. Die Kader der NL-Teams sind ab sofort aktuell und der Transfermarkt ist eröffnet. Neben einer Ausweitung der Mitspieler auf bis 14 Personen pro Liga wurde das Spiel im Vergleich zur ersten Saison nochmal weiterentwickelt: Unter anderem ist für Member (Fr. 5.- pro Jahr) neben dem Zugang zu Live-Stats vor Spielbeginn neu ersichtlich, ob ihre Spieler im Line-up der jeweiligen Teams stehen oder nicht. Weiter wird das Punktekonto nach der Regular Season für die Playoffs wieder auf Null gestellt, um mit nur noch einem spielenden Block den Meister zu küren.

    QoQa und pressrelations neue Partner der NL

    Mit dem Onlineshop QoQa präsentiert sich neben der PostFinance zukünftig ein neuer Partner an der Seite der National League und unterstützt damit auch das Manager-Game. QoQa offeriert in der Regular Season im «Topscorer» Spiel bei einer Liga ab 4 Personen den Gewinnern zahlreiche Preise und verlost auch in den Playoffs exklusive Überraschungen. Neben QoQa freut sich die National League für die kommende Saison zudem über die neue Partnerschaft mit der Firma pressrelations Schweiz AG. pressrelations wird künftig die Medienpräsenz der National League und ihrer Clubs auswerten.

    Pfäffiker Goalie Lukas Flüeler

    «Adieu zu sagen, war mega emotional»

    Lukas Flüeler hat seine gesamte Profikarriere bei den ZSC Lions verbracht. Jetzt ist er zurückgetreten – ein Rückblick in sechs Kapiteln.

    Donnerstag, 12. Mai 2022, 15:03 Uhr


    Er führte die ZSC Lions 2012, 2014 und 2018 zu drei Meistertiteln. Sogar beim Triumph 2008 war Lukas Flüeler schon dabei – wenn auch als «Lehrling» hinter Ari Sulander.


    In den letzten Wochen seiner Karriere aber spielte der Pfäffiker Torhüter, der im November den Rücktritt angekündigt hatte, bei seinem Stammklub keine Rolle mehr. Der 33-Jährige war nur noch dritte Kraft hinter Jakub Kovar und Ludovic Waeber. Mit dem leisen Abgang hat Flüeler keine Probleme.

    «Jeder würde am liebsten mit einem Pokal in den Händen aufhören», sagt er. «Das kann man nicht planen. Für mich war es die richtige Entscheidung im richtigen Moment.» 15 Jahre war Flüeler beim ZSC. Das ist eine bemerkenswert lange Zeit in diesem kurzlebigen Geschäft. Mehrfach verlängerte er den Vertrag frühzeitig. «Das zeigt: Ich wollte gar nie weg.»

    Quote
    «Der Kraftraum war nie mein bester Freund.»
    Lukas Flüeler

    Zu lediglich zwölf Einsätzen kam «Luki» im Abschiedsjahr noch. Es ist kein Grund für ihn, zu hadern. Er hat nochmals alles aufgesogen, schwärmt von den Champions-League-Partien und ist zufrieden, dass er auf das verpatzte Vorjahr mit einer Leistungssteigerung reagieren konnte. «Diese Saison hat mir nochmals viel gegeben», hält er fest.

    Flüeler ist mit sich im Reinen. Und sieht seine Karriere in drei Phasen. «Erst war ich ein junger Goalie, der mit Ari Sulander einen Mentor hatte.» Vom Finnen hat er viel gelernt, aber nichts geschenkt erhalten. «Er sagte mir immer: Willst du spielen, musst du es dir verdienen.»

    Lange war Flüeler danach die unbestrittene Nummer 1 und der Mann für die entscheidenden Siege, ehe er vom acht Jahre jüngeren Waeber verdrängt und selber zum Mentor wurde.

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    Pfäffiker ZSC-Goalie Lukas Flüeler

    Die Corona-Saison warf ihn aus der Bahn

    11.10.2021

    Klar ist für ihn: Er wird nie wieder in eine Torhüterausrüstung steigen. Er liebäugelt zwar damit, sich Kollegen in Wetzikon zum Plauschhockey anzuschliessen – aber als Feldspieler. «Ich werde kaum über die dritte Verteidigerlinie hinauskommen», ist er überzeugt und lacht.

    Flüeler freut sich auf den neuen Lebensabschnitt. Er hat ein Fernstudium in Betriebswirtschaft absolviert, war zuletzt in einem 30-Prozent-Pendum beim grössten Schweizer Lebensversicherungskonzern angestellt. Ab Juni arbeitet er da Vollzeit.

    Bis es soweit ist, weilt der Pfäffiker mit seiner Frau im Berner Oberland. «Um etwas runterzufahren.» Auf ihn wartet nicht nur beruflich ein neuer Lebensabschnitt. Auch die familiäre Situation hat sich verändert – vor rund drei Wochen ist er Vater geworden.

    Das erste NLA-Spiel

    Lukas Flüeler erlebte seine Feuertaufe in der höchsten Schweizer Liga am 23. September 2008. «Das war in Rapperswil, daran mag ich mich gut erinnern.» Er sei danach immer gerne hierher zurückgekommen, wobei seine Vorbereitung auf die Spiele bei den St. Gallern stets dieselbe geblieben ist. Ihn zog es zum Aufwärmen ans Ufer, in deren unmittelbarer Nähe das Stadion steht – Flüeler mochte besonders den Blick auf den See.


    Bemerkenswerter Zufall: Auch seinen allerletzten Einsatz hatte Flüeler in Rapperswil. Es ist allerdings keiner fürs Erinnerungsalbum. Der Torhüter wurde am 7. Dezember 2021 eingewechselt, musste aber nach 18 Minuten und zwei Gegentoren wieder auf der Bank Platz nehmen.

    Der emotionale Höhepunkt

    Flüeler zögert bei der Antwort keine Sekunde. Die Meisterschaftsentscheidung 2012 hat sich bei ihm speziell eingeprägt. Sie war aber auch besonders dramatisch. Mit dem letzten Angriff der regulären Spielzeit gelingt den ZSC Lions am 17. April in Bern im siebten Finalspiel gegen den SCB das 2:1. Verteidiger Steve McCarthy – er ist nicht für seine Offensivkünste bekannt – hat sich nach vorne «geschlichen» und trifft nach einem Getümmel. «Zweieinhalb Sekunden blieben danach noch. Und ich realisierte, das wird der Meistertitel sein.»


    Es ist Flüelers erster als Lions-Goalie Nummer 1. Der Pfäffiker hält dem Druck Stand und trägt grossen Anteil daran, dass die zwischenzeitlich in der Serie 1:3 zurückliegenden Zürcher noch triumphieren. McCarthys Treffer hat Flüeler dafür gar nicht live gesehen – die Sicht war ihm verstellt. Wie genau das Tor fiel, hat er sich später auf seinem Smartphone anschauen müssen.

    Der härteste Moment

    Diesen einen besonders bitteren Augenblick hat es nicht gegeben, findet Flüeler. Stattdessen sagt er: «All die Verletzungen waren immer harte Momente. Es kostete jedes Mal viel Energie, sich zurück zu kämpfen.» Vor allem der Rücken und die Adduktoren waren beim 1,93 m grossen und knapp über 100 Kilogramm schweren Oberländer Problemzonen – wie bei vielen Torhütern.


    Der Rücken wird dies auch übers Flüelers Karrierenende hinaus bleiben. «An dieser Baustelle muss ich dran bleiben.» Wenn es gut laufe, merke man gar nicht, wie wichtig es sei, mit gezieltem Training vorzubeugen, sagt Flüeler. Und schiebt nach, es sei ja kein Geheimnis gewesen: «Der Kraftraum war nie mein bester Kollege.»

    Der prägendste Trainer

    «Bob Hartley.» Der heute 61-jährige Kanadier wirkte nur eine Saison lang in Zürich, dann kehrte er in die NHL zurück. Hartley gewinnt mit den ZSC Lions 2012 auf dramatische Art und Weise den Titel, nachdem den Zürchern die Qualifikation mit Platz 7 misslungen war. Im Umgang mit den Spielern ist Hartley rau, fordert sie permanent heraus. Er schenkt aber auch jungen Spielern Vertrauen. Wie dem damals 22-jährigen Flüeler, der vom Nordamerikaner gepusht wird. Der Pfäffiker tritt in jener Saison aus Ari Sulanders Schatten.


    Bob Hartley – selber einst Goalie – ist derweil grosser Fan von Torhüterlegende Patrick Roy. Mit Folgen für Flüeler. «Ich hockte praktisch jeden Tag in Hartleys Büro», erinnert er sich, «und hörte mir eine Erzählung über Roy an.»

    Die ZSC Lions

    Für ihn sind die ZSC Lions eine der besten, wenn nicht die beste Eishockey-Organisation der Schweiz. «Man macht alles für den Erfolg. Das merkt man als Spieler.» Längst ist Flüeler zu einem ZSCler durch und durch geworden, der das Hallenstadion als «Daheim» bezeichnet. Die besondere Verbundenheit zum Klub hat man auch bei der Verkündung seines Rücktritts versehen. Flüeler verfasste eine Mitteilung, die er auf der Vereinswebsite veröffentliche und mit den Worten eröffnete: «Liebe ZSC-Familie».


    Zwei Tage nach dem siebten Finalspiel räumte er die Garderobe in Oerlikon und musste zugleich Abschied nehmen von zahlreichen langjährigen Wegbegleitern. «Den Leuten Adieu zu sagen, war mega emotional.»

    Die Zahl 499

    So viele Partien hat Flüeler laut der anerkannten Eishockey-Statistikseite http://www.eliteprospects.com für die ZSC Lions absolviert. Die magische Grenze von 500 hätte er damit haarscharf verpasst. Manch ein Fan fragte sich, weshalb Trainer Rikard Grönborg dem verdienten Torhüter diese eine zusätzliche Partie nicht ermöglichte. Flüeler bleibt locker.


    Er ist alles andere als ein «Statistiknerd». Und sagt auch: «Vielleicht kann mir mal jemand die richtige Zählweise erklären. Gilt es, wenn ich nur Backup war? Oder erst, wenn ich eingewechselt wurde? Ich habe jedenfalls schon einige andere Zahlen als 499 gehört.» Eine davon ist 552, eine andere ist 555. Sollte letztere stimmen, wäre es gar schade gewesen, hätte Flüeler letzte Saison auch nur eine einzige Partie mehr gespielt...

    Auch Grégory Hofmann (EV Zug) wird nicht an die WM reisen. Grund dafür ist seine kräftezehrende, emotionale Saison mit der NHL-Rückkehr, der Olympia-Teilnahme, dem Schweizermeister-Titel und der Geburt seines ersten Kindes. «Grégory hätte gerne an der WM teilgenommen. Wir haben aber in gegenseitigem Einvernehmen entschieden, dass er nun eine Pause braucht», erklärt Fischer den Entscheid

    Wie es wirklich war:

    Jessica Hofman zu Gregory: " Das chasch grad vergässe mit däre WM, das säg der! Bisch jetzt lang gnueg mit dine Hockeytubble ummegahnget, häsch eigentlich sGfühl, ich mach de ganz Seich ellei diheime?"

    Zugs Cadonau gesperrt

    Donnerstag, 21. April 2022, 09:36 - Medienmitteilung


    Vorsorgliche Sperre und Verfahrenseröffnung gegen Claudio Cadonau vom EV Zug.

    Claudio Cadonau vom EV Zug wird wegen eines Checks gegen den Kopf von Marc Aeschlimann von den ZSC Lions in der 30. Minute des Playoff-Spiels der National League vom 20. April 2022 vorsorglich für ein Spiel gesperrt. Gleichzeitig wurde gegen Cadonau ein ordentliches Verfahren eröffnet.


    Ein bischen viel für nur "im Weg gestanden".....

    Cadonau hat schon viele auf dem Gewissen, unter anderem Petersson, ein ganz miese Ratte!

    DiDomenico 2 Spiele gesperrt

    Freitag, 15. April 2022, 10:16 - Medienmitteilung


    Zwei Spielsperren und Busse gegen Christopher DiDomenico von Fribourg-Gottéron.

    Christopher DiDomenico von Fribourg-Gottéron wird wegen eines Checks mit dem Knie gegen Patrick Geering von den ZSC Lions in der 26. Minute des Playoff-Spiels der National League vom 14. April 2022 für zwei Spiele gesperrt und mit CHF 3’630.- gebüsst (inkl. Verfahrenskosten). Diese Spielsperren wird Christopher DiDomenico zu Beginn der Saison 2022/23 verbüssen müssen.