Beiträge von Sbornaja

    News aus dem Eishockey - Spielsperren gegen Cadonau, Abdelkader und Sekac
    Heute, 10:19 Uhr Aktualisiert um 15:19 Uhr

    Drei Spieler müssen aussetzen

    Am Donnerstag wurden gegen 3 National-League-Akteure Spielsperren verhängt. Claudio Cadonau von den SCL Tigers muss für 4 Spiele aussetzen, einmal hat er bereits zugeschaut. Der Stürmer hatte am 22. Dezember gegen Deniss Smirnovs von Genf-Servette einen Bandencheck verübt.

    Auch der Stürmer des Lausanne HC, Jiri Sekac, wird für 3 Spiele gesperrt. Der Tscheche hatte im Spiel vom 23. Dezember Jerome Gauthier-Leduc von Ajoie heftig am Kopf getroffen. Sekac war für diese Aktion während des Spiels nicht bestraft worden.

    Schliesslich muss der Zuger Justin Abdelkader 2 Spiele absitzen, weil er am 23. Dezember Maxim Noreau, Verteidiger der Lakers, von hinten gegen die Bande gestossen hatte. Die 3 Spieler erhalten zudem alle eine Geldstrafe zwischen rund 4000 und 5000 Franken.

    Kenins leihweise von Lausanne zu Sierre

    Lausanne leiht den 31-jährigen Ronalds Kenins, den lettischen Stürmer mit Schweizer Lizenz, an den HC Sierre in die Swiss League aus. Kenins erhält für unbestimmt Zeit eine B-Lizenz. Die Walliser können Kenins schon im Spiel gegen Winterthur am Freitag einsetzen.

    News aus dem Eishockey - Spielsperren gegen Cadonau, Abdelkader und Sekac
    Hier finden Sie die wichtigsten Kurzmeldungen des Tages aus dem Schweizer Eishockey-Geschehen.
    www.srf.ch

    Tömmernes zu Frölunda HC

    Wechsel zurück in die Heimat
    Die National League verliert eine ihrer grössten Attraktionen

    Seit 2017 spielt Henrik Tömmernes in der Schweiz für den Genève-Servette HC. Der schwedische Verteidiger war dabei stets einer der besten Spieler in der National League. Jetzt zieht es ihn zurück in seine Heimat.

    Wie der Blick berichtet, hat Tömmernes beim Frölunda HC einen langjährigen Vertrag unterschrieben. Zwischen 2008 und 2013 lief der 32-Jährige bereits für Frölunda auf. Zwischen 2015 und 2017 dann noch einmal. In der Defensive der Grenats tut sich mit dem Abgang von Tömmernes also ein grosses Loch auf.

    In seiner Zeit in der National League sammelte der Schwede in 271 Partien 219 Scorerpunkte. Zudem wurde er in den letzten drei Saisons zum besten Verteidiger ausgezeichnet.

    https://sport.ch/geneve-servett…en-attraktionen

    Weils heute ja schon einmal ein Thema war...
    (läck de Redhead, Wältklass jedesmal wenni es Bild vo dem gsehne :rofl:)

    Das Team Canada und sein Verhaltenskodex am Spengler-Cup

    Aus eigenem Verschulden hat der kanadische Eishockeyverband das schlechteste Jahr seines Bestehens hinter sich. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt droht am Spengler-Cup die nächste Enttäuschung.


    Nicola Berger, Davos 28.12.2022, 16.30 Uhr


    Cody Eakin, der bei den SCL Tigers angestellte Stürmer des Team Canada.

    Cody Eakin, der bei den SCL Tigers angestellte Stürmer des Team Canada.

    Melanie Duchene / Keystone  

    Erst vier Tage vor dem Turnierstart hat das Team Canada sein Kader für den Spengler-Cup bekanntgegeben. Der kanadische Eishockeyverband hat in diesen Tagen und Wochen gerade andere Sorgen als ein Schauturnier in den Schweizer Bergen. Der Skandal um geheime Kassen und Schadenersatzzahlungen für Opfer sexuellen Missbrauchs hat Hockey Canada kräftig durchgeschüttelt – unter anderem ist der gesamte Vorstand ausgewechselt worden. Im Sommer wurde bekannt, dass der Verband seit 1989 7,6 Millionen Dollar bezahlt hat, um in 21 Missbrauchsfällen einen aussergerichtlichen Vergleich zu erzielen.


    In Davos kursiert das Gerücht, das Aufgebot habe nicht zuletzt deshalb so lange auf sich warten lassen, weil die Spieler einiges hätten unterschreiben müssen, einen Verhaltenskodex beispielsweise. Es scheint, als sei das nötig. Und dass die neue Verbandsführung nach all den Übergriffen und Fehltritten der letzten Dezennien nichts dem Zufall überlassen will.


    Nachfrage bei Cody Eakin, einem bei den SCL Tigers beschäftigten Stürmer mit langer NHL-Vergangenheit. Eakin, 31, verzieht ein bisschen das Gesicht, er wolle sich dazu lieber nicht äussern. Nur so viel: «Es ist manchmal ganz gut, ein paar Grundsätze aufzufrischen. Sich Dinge, die man eigentlich schon lange weiss, wieder zu vergegenwärtigen.» 

    Jake Virtanen ist der prominente Abwesende beim Spengler-Cup

    Hinter Eakin spitzt die mitgereiste Medienverantwortliche des Verbandes die Ohren. Und bevor Shane Doan, am Spengler-Cup der General Manager der Kanadier, zum Gespräch erscheint, wird er von ihr zur Seite genommen und gebrieft. Es soll ja niemand etwas Falsches sagen.


    Doan, 46, ist eine NHL-Ikone, er hat die Liga als Captain und Gesicht der Phoenix Coyotes lange mitgeprägt. Heute besitzt er mit den Kamloops Blazers ein erfolgreiches Juniorenteam und hilft bei Hockey Canada in verschiedenen Rollen immer mal wieder aus.


    Er tue das gerne, sagt er und kramt in Erinnerungen: Die Olympischen Spiele 1988 in Calgary hätten ihn stark beeinflusst. Seine Familie habe sich damals kein Ticket für die Spiele Kanadas kaufen können. Aber für ein Spiel von Polen gegen die Schweiz habe es gereicht. Seit da habe er ein Flair für internationales Hockey, für die Schweiz.


    Doan ist ein jovialer Gesprächspartner, ein paar Minuten nach Spielschluss deutlich besser gestimmt als zuvor bei der 1:2-Niederlage gegen den HC Davos, wo er sich auf der Medientribüne lautstark über Zweiminutenstrafen («What a terrible call!») enerviert hatte.


    Mithilfe von Andrew Ebbett, dem mit den hiesigen Begebenheiten besser vertrauten Sportchef des SC Bern, hat Doan die kanadische Mannschaft zusammengestellt. Sie speist sich wie immer vor allem aus in der Schweiz beschäftigten Spielern. Aber es gibt einen prominenten Abwesenden: Jake Virtanen. 

    Virtanen, 26, gehörte noch 2020 bei den Vancouver Canucks zu den hoffnungsvollsten jungen Spielern in der NHL. Heute ist er im EHC Visp beschäftigt, in der Swiss League, einer Liga, für die er sportlich völlig überqualifiziert ist. Virtanen wurde in British Columbia wegen eines sexuellen Übergriffs angeklagt, im Juli wurde er von einer Jury freigesprochen.


    Man muss nicht zwingend über einen Hochschulabschluss verfügen, um zum Schluss zu kommen, dass Virtanen aufgrund dieses Vorfalls nicht dabei ist, Freispruch hin oder her. Doan sagt, es sei einfach so, dass man sich auf Spieler konzentriert habe, die in der National League engagiert seien. 2019, an der letzten Austragung des Spengler-Cups vor der Pandemie, hatten die Verantwortlichen die Liga-Zugehörigkeit noch weniger eng gesehen – mit Eric Faille von Kloten und dem Oltner Dion Knelsen waren zwei Swiss-League-Spieler aufgeboten worden.


    2007/08 Teamkollegen im EV Zug, nun Trainer des Team Canada: Josh Holden (links) und Travis Green.

    2007/08 Teamkollegen im EV Zug, nun Trainer des Team Canada: Josh Holden (links) und Travis Green.

    Melanie Duchene / Keystone  

    Der Schwachpunkt des kanadischen Teams in Davos ist allerdings nicht der Angriff, sondern die Defensive. Fünf der acht Verteidiger haben noch nie auf dem grösseren europäischen Eisfeld gespielt, und bei den Torhütern herrscht nicht zum ersten Mal am Spengler-Cup ein Notstand: Weil das Equipment für den in der drittklassigen East Coast Hockey League engagierten Michael DiPietro nicht rechtzeitig eingetroffen ist, musste am Dienstag Connor Hughes aushelfen, der Goalie von Gottéron, der in diesem Monat sein Debüt in der Schweizer Nationalmannschaft gegeben hat.


    Hughes hat ähnlich schnell die Seiten gewechselt wie der Coach Travis Green. Green war noch im November als Berater dem Schweizer Nationaltrainer Patrick Fischer zur Seite gestanden, nun betreut er das kanadische Team. Green, 52, bestritt 2007/08 seine letzte Saison als Profi im EV Zug an der Seite Fischers, als Coach trainierte er zuletzt Vancouver und Virtanen. Es ist gut möglich, dass man ihn bald regelmässig in der Schweiz sieht: Green ist bei mehreren National-League-Klubs im Gespräch. 

    Kanada droht im Männer-Eishockey 2022 eine finale Enttäuschung

    So kommt es, dass das Jahr 2022 für die Kanadier im Männer-Eishockey sportlich eine finale Enttäuschung bereithalten könnte, nach dem Ausscheiden im Viertelfinal an den Olympischen Spielen in Peking und dem verlorenen WM-Final gegen Finnland in Tampere. Das Team Canada ist mit 16 Titeln Spengler-Cup-Rekordsieger, seit 2011 stand die Auswahl stets mindestens im Halbfinal.


    Nach zwei Niederlagen zum Auftakt, 2:3 gegen Sparta Prag und 1:2 gegen den HC Davos, könnte das Turnier für den Favoriten nun aber bereits am Donnerstagnachmittag zu Ende sein. So weit will der General Manager Shane Doan nicht denken. Er sagt: «Wir brauchen jetzt einfach drei Siege in Folge. Und ich glaube, es trifft nach wie vor niemand gerne auf uns. Kanada ist in Entscheidungsspielen immer stark.»


    Ein paar Siege und freundliche Schlagzeilen kämen dem erfolgsverwöhnten Rekordweltmeister nach dem denkwürdigsten Jahr seines Bestehens bestimmt gelegen.

    Wow, wir sind für einmal nicht sooooo weit auseinander mit unseren Meinungen. Im Nachhinein wird vieles besser gesehen als es am Schluss war.

    Ja, wir wurden Meister mit ihm - und die Quali's haben wir zum Teil dominiert. Aber auch er wurde von den Journies (v.a. Tagi) und innerhalb des

    Teams zum Teufel gejagt.

    Und daher: Dein Wort - bzw. den letzten Absatz - in Gottes Ohr!

    Ich hoffe einmal er hat sich weiterentwickelt und erkannte seine Fehler im Rückblick und würde es wie andere Trainer heute anders handhaben.

    Stimmt alles was du und Züribueb schreibt und trotzdem war es das beste Eishocke der letzten 10 Jahre was wir sehen durften und dies war unter Crawford.

    Fehlerlos war er definitiv nicht und nach 4 Jahren sicher auch verbraucht, hatte dann aber noch den Biss noch um in der NHL Fuss zu fassen, aber alles Tempi passati.

    Wenn er nun etwas innere Ruhe hat und den NHL Druck nicht mehr verspührt, könnte er wirklich zum Glücksgriff werden.

    Ich gehe es mal positiv an, negative Gründe findet man doch immer.

    Grönborghockey in der 1. Saison war schon auch ziemlich geil anzuschauen, vorallem das Boxplay und die Unterzahltore.
    Er zerbrach an anderem in der Schweiz, was es auch immer ist, an dem sind schon viele andere gescheitert.

    Und vielleicht hat ja Marc auch was gelernt seither?

    Wäre es unter Wallson genau so schlecht wie damals? Auch das wäre wahrscheinlich besser.

    Seit Crawford haben wir viel rumgedümpelt. Welcome Back

    In den vier Jahren unter ihm stiegen die Zuschauerzahlen im Hallenstadion markant an. Die ZSC Lions gewannen dreimal die Qualifikation und 2014 den Meistertitel, gefielen mit ihrem erfrischenden Tempoeishockey.

    Ausserdem hat er das Thema NHL abgehakt, finde ich also wirklich noch ein wichtiges Puzzle.

    Vernetzt ist er ebenfalls sehr gut, was den einen oder anderen Kanadier zu uns spühlen wird.
    Könnte also wirklich gut kommen. Wenn er sogar noch etwas seine innere Rue und Gelassenheit gefunden hat, wird er zum Glücksgriff, den ich sogar noch länger bei unssehe.

    Ich freu mich auf Ihn

    Insb. Andrighetto, Aze und Roe könnte es sehr gut tun.

    Jup sehe ich auch so, meiner Meinung nach hauptsächlich Andrighetto!!

    Liniger übernimmt bis Mitte Januar 2023 für Cookson den Assistenztrainer interimistisch, danach wieder zurück zu GCK.

    Sportchef Sven Leuenberger:
    «Um der Mannschaft neue Impulse zu geben, haben wir uns für einen vorzeitigen Trainerwechsel entschieden. Statt erst in der nächsten Saison übernimmt Marc Crawford per sofort. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Rikard Grönborg und seinen beiden Assistenten für die geleistete Arbeit bedanken! Ich wünsche dem Trio für dessen Zukunft alles Gute.»

    Das heisst Crawford stand schon "länger" fest, oder?

    Zum Glück noch nicht Liniger.

    Ich denkemal (hoffe) nun werden einige etwas aufblühen (denke da hauptsächlich an Andrighetto, Lehtonen, Roe, Azevedo)

    Kenne ich. Es war mal Chur-Zürich. Das hat auch gereicht. 🤢

    Fühle mit dir ;P
    Engelberg Zürich nach dem üblichen ZSC Trainingslager mit 3 weiteren Jungs... Ich habe 3!!! Zwangspausen benötigt hahaha was haben die Jungs gelacht :rofl:

    Cool. Wenn du noch ein paar übrig hast oder mir sagen kannst wo ich welche besorgen kann, gerne. Meine beiden Söhne sind auch Torhüter. Schlimm sind Stock- ind Fanghand wenn du sie über Nacht trocknen musst, es reicht nicht und du musst mit dem Föhn dahinter 🙄🤮

    Wie alt (kannst mir auch per PN antworten)?

    Ich glaube ich habe noch ein paar Muster im Keller, schick mir kurz deine Adresse per PN, kannst diese natürlich gratis haben.

    Ich hoffe ich finde sie noch ;p...

    Wenn du kannst: waschen, einfrieren und gut trocknen. Hände waschen vor demTraining, aber das bringst du kaum hin, je nach Alter :rofl:

    Ambri hat nix zu verlieren… der Mythos schwebt über allem. Hatten wir oder Bern das getan. Der Shitstorm wäre sicher gewesen!

    Ps. Er hat bis heute kein klares Statement dszu abgegeben. Andere schon.,

    So gsehts us :thumbup:

    Ambri cha nüt verlüre, d Schuld wird immer de Formenton übercho und falls er freigsproche wird oder "mangels an Beweisen", stönds den no als Helde da...

    Schon probiert, Baseballhandschuhe im Hockeyhandschuh?

    Basballhandschuhe? Leder?

    Ich habe Jahrelang unsere Torhüter mit weissen Baumwollhandschue beliefert, da ich diese im Programm hatte. Bündelweise :rofl:

    Diese wurden dann an andere Teamtorhüter verkauft und machten so in Zürich Aargau die Runde :nick:

    Meist habe ich diese sogar noch verschenkt, da ich viele Muster hatte.

    Es geht nichts über frisch mit Babypuder eingepuderte Handschuhe! :nick:

    Hab ich am Anfang mal ausprobiert, half nicht wirklich lange, bei 3-4 Trainings und 2 Spielen pro Woche :oh_no: . Fürs "Seniorenhockey" reicht dies.

    Am besten, wenn sie dann wirklich mal stinken: waschen, einfrieren, gut und richtig trocknen und dann nach dem 2. Training wieder.

    Wichtig und für mich der beste Tipp:
    Hände mit Seife waschen vor dem Training/Match. Aber bring das mal einem 8-12 jährigen bei, wenn in der Garderobe immer Party ist und er vor lauter schwatzen fast zuspät aufs Eis geht :rofl:

    Es stinken ja "nur" die Bakterien und der Dreck den man mit in die Handschuhe bringt. Durch das Hände waschen oder das einfrieren tötet man diese ab, gestank ist weg.

    Meine Handschuhe sind nun 4 Jahre alt, ich wasche diese max. 1x pro Saison, die stinken nie! Ich habe allerdings auch nur 1x Training pro Woche und 1 Match alle 2 Wochen.

    Krass, danke fürs erzäheln, aber dies verwundert mich nicht wirklich.

    Wenn die Escort Mädels über ihre Top Kunden aus der NBA/NFL/NHL mal auspacken würden. Ja sali denn...

    Canada Hockey ist doch nur der Anfang da drüben oder in der Sportwelt allgemein.

    Oder was da bei Top Banker Partys so abgeht.
    Ich denke praktisch jeder Spitzensportler kann sofort eine Geschichte dazu erzählen oder hätte eine entsprechende Handynr. zu Hand.


    Gerade die Inder mit ihrem Kastensystem sind unter jeder Sau.

    Marco Bayer ist mir während unserer Zeit immer in Erinnerung geblieben. Er war dazumal der einzige Z-Spieler welcher mit weissen Handschuhen unter den Spielerhandschuhen spielte. Er sagte mir, er ertrage den Geruch der Hände nach dem Spielen nicht. ☺️

    Wenn du mal 4 Kinder/Jugendliche von Zürich nach Ambri zum Spiel fährst, weisst du was er genau meint... :rofl:

    Oder nach einem Trainingslager :floet:

    Habe so ziemlich alles ausprobiert, behaupte auch mal dass ich fast alle Tricks ausprobiert habe.

    Holy Moly, s hät mi paarmal fast glupft im Charre <X :kotz:

    Kraaasser Typ der Beat Knechtle
    https://magazin.nzz.ch/nzz-am-sonntag…17?reduced=true

     «Der Arzt in mir würde sagen: Was Sie da machen, ist nicht so intelligent»

    Als weltweit erster Mensch hat der Thurgauer Mediziner Beat Knechtle mehr als 300 Ironman-Distanzen im Wettkampf absolviert. Sein Tipp für Normalmenschen: Verzichtet auf Mentaltrainer, Pulsmesser und Nahrungsergänzungsmittel. 

    Sebastian Bräuer (Text), Andri Vöhringer (Bilder)24.12.2022, 21.45 Uhr


    Die meisten Hobby-Triathleten setzen sich einen Ironman als ultimatives Ziel. Wie kommt man auf die Idee, Wettkämpfe zu bestreiten, die viele Tage am Stück dauern? 

    Ich hatte in den 1990ern alle Ironman-Rennen in Europa gemacht. Als ich das Gefühl hatte, nicht mehr weiterzukommen, las ich in einer Zeitschrift von einer dreifachen Langdistanz in Grenoble, Frankreich. Es war gar nicht so einfach, von den Veranstaltern akzeptiert zu werden. Ich überquerte den Genfersee, machte ein 24-Stunden-Radrennen und die 100 Kilometer von Biel, erst dann liessen sie mich zu, als Nobody mit der letzten Startnummer. 

    Wie war das Rennen? 

    Ein bisschen extrem. Es regnete in Strömen. Aber ich erreichte fast auf die Minute die Zeit, die ich mir vorgenommen hatte, und landete in den Top Ten. Danach rief mich einer an und sagte, ich hätte einen Schweizer Rekord aufgestellt. Ich hatte davon keine Ahnung gehabt. 

    Sportler, Arzt, Professor

    Beat Knechtle  

    Beat Knechtle

    Im Oktober gewann der 58-Jährige einen fünffachen Ironman in Mexiko. Er erhöhte damit die Zahl seiner im Wettkampf absolvierten Langdistanzen auf 301, das ist Weltrekord. Unmittelbar zuvor hatte er an der letzten Austragung des zehnfachen Ironman in Buchs und am Sechs-Stunden-Lauf in Brugg teilgenommen. Beat Knechtle wohnt mit seiner Ehefrau in Freidorf im Kanton Thurgau und arbeitet im Gesundheitszentrum St. Gallen sowie als Titularprofessor an der Uni Zürich. 


    Das war 1997. Jetzt absolvieren Sie seit 25 Jahren Ultra-Distanzen. Wie kann man diesem Sport so verfallen? 

    Man kann so etwas nicht planen, und jeder Ultratriathlet hat seine eigene Geschichte. Die körperlichen Voraussetzungen müssen stimmen, aber viel wichtiger ist der Kopf. Bei vielen Wettkämpfen nahm ich mir vor, zehnmal Finisher zu werden. Es ist wie beim Töggeln: Man muss zehn Tore schiessen für ein Stängeli, dann ist es gut. 

    Vor wenigen Wochen haben Sie in Mexiko Ihre 301. Ironman-Distanz im Wettkampf bewältigt und damit einen Weltrekord des legendären Ultratriathleten Guy Rossi überboten. 

    Guy war immer eine Inspiration für mich. Er machte Wettkämpfe, bis er 70 war. Der Einzige auf der Welt, der zehn Zehnfache in der Non-Stop-Version gefinisht hat. Ein sehr ruhiger Typ, kein Blender. Er hat immer geliefert. Schade, hat er aufgehört. 

    Sie haben Ihr Idol also überholt. Und jetzt? 

    Jetzt baue ich den Rekord aus. Nächstes Jahr will ich zwölf Ironman-Strecken absolvieren. Ich denke, es ist möglich, bis zum 70. Lebensjahr auf 400 zu kommen. 

    Denken Sie nie daran, ebenfalls aufzuhören? 

    Das wäre nur ein Thema, wenn ich bei Wettkämpfen das Zeitlimit überschreiten würde. So war es auch bei Guy. Als er mit 70 seinen siebzigsten doppelten Ironman erst knapp vor Zielschluss beendete, sagte seine Frau: Jetzt reicht es. 

    Wie würden Sie reagieren, wenn Ihre Frau eines Tages ebenfalls sagen würde: Jetzt ist fertig? 

    Dann sage ich: Kein Problem. Ich finde sicher eine andere Begleitperson. Das war schon mehrere Male der Fall und hat meistens geklappt. Etwa als meine Frau schwanger war und Angst hatte, unsere Tochter könnte im Flieger, im Ausland oder gar während eines langen Wettkampfs zur Welt kommen.


    70 Jahre ist allerdings die selbstgesetzte Grenze? 

    Danach bilde ich mich zurück zum Ironman-Triathleten. Mit 85 wird mein Ziel sein, der älteste Finisher auf Hawaii zu werden. Und mit 105 werde ich immer noch schwimmen und laufen. Die ältesten Schwimmer in Masters-Wettbewerben sind 105.

    An denen orientieren Sie sich bereits? 

    Genau. Schwimmen im 50-Meter-Becken kann man auch noch mit 110 Jahren. 

    Auf Ihrer Website haben Sie alle Trainingsumfänge seit 1995 veröffentlicht. Einen trainingsfreien Monat gab es nie, höchstens einmal kurze Unterbrüche in einer der drei Disziplinen. Brauchen Sie nie eine Pause? 

    Ich könnte mir nie vorstellen, immerzu drinnen zu sein. Das habe ich von meinem Grossvater väterlicherseits geerbt. Der war ständig braungebrannt im Freibad. Meine Mutter war auch immer in Bewegung. Ich will einfach an die frische Luft. Das erste Ziel an Wettkämpfen ist stets, braungebrannt zurückzukehren. 

    Da könnten Sie sich auch einfach in die Sonne legen. 

    Das ist keine Option. Ich denke immer in Zeitfenstern. Wenn ich eine oder zwei Stunden Zeit habe, gehe ich schwimmen. Habe ich drei oder vier Stunden, gehe ich laufen. Bei acht bis zwölf Stunden setze ich mich aufs Rad. Mit weniger Zeit lohnt es sich jeweils nicht, die Ausrüstung anzuziehen. 

    Es lohnt sich für Sie nicht, für zwei Stunden die Laufschuhe anzuziehen? 

    Mir würde ein zweistündiger Lauf nichts nützen. Da spüre ich noch nichts in den Beinen. Auf einen normalen Menschen lässt sich das natürlich nicht übertragen. 

    Sind Sie sportsüchtig? 

    Nein. Ohne Sport würde ich meine Zeit eben anders verbringen. Ich musste ja auch Militärdienst machen und an Weiterbildungen teilnehmen. Das waren bewegungsarme Zeiten, die ich einfach erduldete. Sportsüchtige treiben Sport eher plan- und sinnlos ohne Zielsetzung für einen Wettkampf. Alkohol- oder Nikotinsucht führt in der Regel zu einer körperlichen Schädigung. Ich bin mit 58 Jahren noch topfit.

    Verletzen Sie sich häufig? 

    Wegen Überlastungen nie. Knochenbrüche wegen Stürzen bleiben nicht aus. Das passierte, wenn ich im Training von Schnee und Eis überrascht wurde. Oder in Mexiko und den USA wegen der teilweise katastrophalen Strassenverhältnisse. 

    Haben Sie schon einmal einen Wettkampf trotz Verletzung beendet? 

    Einmal musste ich in Mexiko wegen einer Fraktur auf der gesamten Laufstrecke eines zehnfachen Ironman Schmerzmittel nehmen. Erst leerte ich meine Reiseapotheke, dann die des Veranstalters, weitere Substanzen musste meine Frau in einer Apotheke einkaufen. Ich habe jeden Tag über zwanzig Schmerztabletten geschluckt – und trotzdem überlebt und gewonnen.

    Beat Knechtle erzählt, wie es ihm im November 2013 am zehnfachen Ironman in Mexiko erging.

    Was würde in einem solchen Moment der Arzt Beat Knechtle zum Sportler Beat Knechtle sagen? 

    Der Arzt in mir würde sagen: Herr Knechtle, was Sie da machen, ist nicht so intelligent. Aber Sie werden es überleben.


    Einmal stiessen Sie mit einem Truthahn zusammen. Was war da los? 

    Das war in Monterrey, Mexiko, in einem Park. Eigentlich haben sich die Tiere dort an uns Ultratriathleten gewöhnt. Aber ich war in jenem Moment nicht gerade langsam unterwegs, sondern mit fast vierzig Kilometer pro Stunde, und plötzlich war da dieser riesige Truthahn. Ich wusste, links stürze ich über den Randstein ins Gebüsch, rechts krache ich in die Betonwand der Bibliothek. Also hielt ich voll drauf und hoffte, der weicht noch aus. Ich brach mir das Schlüsselbein, dabei hatte ich in Führung und auf Weltrekordkurs gelegen. Als Trost liess mich der Veranstalter im folgenden Jahr kostenlos starten. Dann gewann ich halt den fünffachen Ironman in Weltrekordzeit.


    Wie motivieren Sie sich unterwegs? 

    Ich motiviere mich über die Uhrzeit. Vor dem Start sage ich meiner Frau: Um diese Zeit will ich aus dem Wasser steigen, um diese Zeit will ich auf die Laufstrecke. Beim letzten Wettkampf in Buchs war mein Ziel, jeden Abend im Hotel geduscht «10 vor 10» im Bett liegend zu schauen. Sonst denke ich an nichts. 

    Sie denken an nichts? Obwohl Sie den ganzen Tag schwimmen, Velo fahren und laufen? 

    Ich überlege mir nur, was ich als Nächstes essen möchte oder welche Kleidung ich brauche. Diesen völligen Fokus brauche ich. Ich höre auch nie Musik. Ich bin immer am Systemchecken: Ist noch alles im grünen Bereich? 


    Ihr Schweizer Ultratriathlon-Kollege Daniel Meier sagt, wenn es schwer werde, denke er an eine umgeknickte Sonnenblume, die sich wieder erhole und neu erblühe.

    Ich lasse das Gefühl, dass es schwer werden könnte, gar nicht erst aufkommen. Es geht darum, alles auszublenden. Mein Motto ist: Lerne leiden, ohne zu klagen! 

    Ihr Gewicht schwankt zwischen 71 und 83 Kilogramm. Um abzunehmen, machen Sie lange Radtrainings und verzichten fast vollständig auf Kohlenhydrate. Das tönt freudlos. 

    Es geht einfach darum, den Fettstoffwechsel zu trainieren. Bei langen Wettkämpfen erhalten die Muskeln ihre Energie über Fettverbrennung. Ich mache das seit Jahren so. Deswegen war ich bisher an den Wettkämpfen im Herbst immer relativ dünn und schnell. Jetzt stelle ich den Prozess um und werde schon im Frühjahr dünn und schnell sein. Das hat den Grund, dass mein nächster Zielwettkampf in Brasilien im Frühling stattfindet. 

    Bekommen Sie in Phasen des Abnehmens nie Lust, einmal einen grossen Teller Pasta zu essen? 

    Das kann ich ausblenden.


    Sie verdrängen den Appetit? 

    Ich fokussiere mich anders. Mir ist klar, wenn ich etwas erreichen will, muss ich hart zu mir sein. Das ist keine Qual und keine Strafe. Ich will ja nicht an der Startlinie an mir hinunterschauen und denken: Das sieht nicht gut aus.


    Das tönt durchaus nachvollziehbar. Aber nur die wenigsten Menschen sind so rigoros. Sie werden irgendwann schwach, trotz allen Vorsätzen. Wie lässt sich das vermeiden? 

    Gar nicht. Entweder man ist von Natur aus konsequent, oder man ist es nicht. Man kann das nicht lernen. Ich bin bereits so auf die Welt gekommen. 

    Also kann sich ein normaler Mensch nichts von Ihnen abschauen? 

    Ich bin weit weg vom Normalmenschen. Man kann mentale Stärke nicht in Kursen lernen oder in Schulen beigebracht bekommen. Man muss sie einfach besitzen. 

    Sie stellen gerade eine ganze Branche infrage, jene der Mentaltrainer und Sportpsychologen. 

    Richtig. Man könnte auf vieles verzichten. Auch von anderen Industrien halte ich nichts. Was sollen Pulsmesser und Ernährungsprodukte? Je extremer man unterwegs ist, umso einfacher wird man. Ich komme mit einem Minimum aus. In Brasilien habe ich mich nur von Hafermehl, Maltodextrin und Wasser ernährt. 

    Und sonst? 

    Ich kann kein Wunschkonzert veranstalten. Der Veranstalter hat eine gewisse Auswahl, mit der man auskommen muss. In Mexiko gibt es Linsen, Käse, Fleisch, Suppe oder Salat. In der Schweiz esse ich, was es bei Migros und Coop zu kaufen gibt, zum Beispiel Landjäger. In Mexiko kommt beim Wettkampf der Pizzakurier, jeder isst ein Stück und rennt weiter. 

    Ernährungsexperten wären entsetzt. 

    Es ist ganz einfach. Die Muskeln müssen mit Energie versorgt werden. Wie man das macht, ist egal. Es sollte einfach schmecken. 

    Powergels und Energieriegel braucht es nicht? 

    Ich hatte in Mexiko zuletzt beides dabei und habe es ungebraucht wieder nach Hause genommen. Obwohl ich es im Training mehrfach getestet hatte. 

    Wieso nützt es nichts, den Puls zu messen? So lässt sich doch feststellen, ob die Belastung zu intensiv wird. 

    Bei den ganz langen Strecken ist der Bewegungsapparat der limitierende Faktor. Wenn jemand aufgibt, passiert das häufig wegen Sehnenproblemen. Man muss viele Stunden in sehr langsamem Tempo trainieren, um sie zu stärken. Der Puls ist dabei völlig irrelevant. 

    Und im Wettkampf? 

    Ich habe in über achtzig Rennen genug Erfahrung gesammelt. In Mexiko wurde ich zuletzt von vielen Athleten überholt, aber ich blieb bei meinem Tempo. Am Schluss gewann ich mit über sechs Stunden Vorsprung. Es ist mir egal, was die anderen machen. 

    Sonst achten Sie aber schon auf moderne Ausrüstung? 

    Natürlich. Beim Schwimmen trage ich den schnellsten Neoprenanzug. Auf dem Rad helfen hohe Felgen, vor allem vorne. Meine Laufschuhe haben Carbonsohlen. Und in der Hitze trage ich weisse Kleider. Damit fing ich bei einem Wettkampf in Brasilien an, wo sogar Einheimische Hitzschläge bekamen, während ich problemlos durchkam. Nächstes Jahr werde ich mich von Kopf bis Fuss weiss anziehen. 

    Wie viel trinken Sie unterwegs? 

    Auf 180 Radkilometern vielleicht einen Bidon. Beim Marathon ein bis zwei Bidons. 

    Das ist wenig. Haben Sie keine Angst, zu dehydrieren? 

    Das ist kein Problem. Gewichtsverlust macht schneller. Das wurde in einer Studie mit Marathonläufern belegt. Ich habe es in einer Studie mit 100-Kilometer-Läufern bestätigt. 

    Nur bis zu einem gewissen Punkt, dann geht gar nichts mehr. 

    Das habe ich im Griff. Zu viel zu trinken, wäre viel schädlicher. Ich schaue immer meine Hände an. Wenn ich eine Schwellung sehe, höre ich auf zu trinken. So vermeide ich eine Flüssigkeitsüberladung. Die stört bei einem mehrtägigen Wettkampf vor allem beim Schwimmen und kann zu einem Lungenödem führen. 

    Wie viele Stunden trainieren Sie in der Woche? 

    20 im Winter, 30 im Sommer. Mehr wäre gar nicht sinnvoll. 

    Und wie viele Stunden nimmt die Arbeit in Anspruch? 

    Als Arzt bin ich zu 100 Prozent in einer Praxis angestellt, dazu kommt ein 20-Prozent-Pensum als Dozent an der Uni Zürich. Vieles mache ich abends: Master- und Doktorarbeiten korrigieren und kommentieren, eigene wissenschaftliche Arbeiten vorantreiben, die Studien, die wir in länderübergreifenden Teams machen, bis zu 200 E-Mails pro Tag beantworten. Insgesamt kommen über 60 Wochenstunden zusammen. 

    Wie viel Schlaf brauchen Sie? 

    Sechs bis sieben Stunden. Ich schlafe wie ein Baby. 

    Ein intensives Leben, das aber kaum Freiräume lässt. Es darf wohl wenig Unerwartetes passieren. 

    Meine Frau nimmt mir natürlich vieles ab. Haushalt, Material verwalten, Bürotätigkeiten, das macht alles sie. Ich bin an der Front unterwegs, sie kümmert sich um die Logistik. 

    Wie haben Sie es geschafft, auch noch zwei Kinder grosszuziehen? 

    Das war nie ein Problem. Wenn wir zum Beispiel Ferien in Südfrankreich machten, fuhr meine Frau mit ihnen im Auto voraus, und ich nahm das Velo. In drei Tagen war ich wieder bei ihnen. Dort ging das Training weiter. Sie kannten es nicht anders, Papa war immer irgendwo unterwegs. Bei Wettkämpfen kamen sie tagsüber im Auto mit und schliefen nachts im Zelt, während ich Velo fuhr und rannte. Wir waren damals recht naiv und mutig, aber es ist immer alles gutgegangen. 

    Was war der schönste Moment in Ihrer Karriere? 

    Ein bleibendes Erlebnis war mein Sieg beim dreifachen Ironman in Virginia. Es war 40 Grad heiss. Dass ich es da überhaupt ins Ziel geschafft habe, macht mich stolz. Ich lag in Führung, vor einem Profi. Ein Brasilianer, der die Hitze gewohnt war. Ich rettete mich völlig fertig vor ihm ins Ziel. Oder der zehnfache Ironman am Gardasee in eisiger Kälte und Regen. Vor dem Start sprach mich ein Franzose an: Was ich alter Mann hier wolle? Dann kam ein anderer und sagte: Du bist so dick, was machst du hier? Am ersten Tag gingen alle schnell los, und ich nahm es gemütlich. Dann kam der Regen und mit ihm die eisige Kälte. Die beiden Franzosen gaben auf. Ich übernahm am fünften Tag die Führung und gewann am Schluss mit sechs Stunden Vorsprung. Der alte, dicke Mann. 

    So funktioniert Ultratriathlon

    Klassisch: Die Splits werden hintereinander absolviert, Pausen zum Schlafen oder Essen werden individuell eingeschoben. Ein zehnfacher Ironman umfasst beispielsweise rund 39 km Schwimmen, 1802 km Radfahren und 422 km Laufen.

    Neu: Eine seit 2006 existierende Variante lautet, mehrere Tage am Stück täglich einen Ironman (3,9 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren, 42,2 km Laufen) zurückzulegen.