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Der Schwedische-Dompteur soll die Löwen in die neue Arena führen
Die Konkurrenz muss sich warm anziehen: Warum die Lions unter Grönborg nur noch besser werden
Rikard Grönborg hat seinen Vertrag bei den ZSC Lions um zwei Saisons bis 2023 verlängert. Nachdem das Coronavirus dem Schweden die Chance genommen hat, den ersten Meistertitel in der Schweiz zu feiern, hat er jetzt noch drei weitere Möglichkeiten
Es sei denn, Grönborg löst seine NHL-Ausstiegsklausel bis zum 31.12.2021 ein. Dann würde er nämlich ab Sommer 2022 in Nordamerika Trainer sein. In einem Interview mit dem Tagesanzeiger gibt der 52-Jährige seine Pläne preis: "Es gefällt mir sehr hier. Aber wer weiss schon, was in zwei Jahren ist. Deshalb liess ich mir diese Option offen. Die Idee ist aber schon, dass ich 2022 mit dem Team ins neue ZSC-Stadion einziehe." Doch wie hat Rikard Grönborg die ZSC Lions verändert, dass sie nach zwei schlechten Regulas Seasons plötzlich wieder zuoberst stehen?
Das Unterzahlspiel steht für den neuen Schwung der ZSC Lions
Die Zürcher hatten zwar nicht das beste, aber dafür das spektakulärste Boxplay der vergangenen Saison. Dies zeigt wie akribisch und genau Rikard Grönborg mit seinen Spielern arbeitet. Mit einem Mann weniger auf dem Eis, lassen die Lions nicht nach und üben viel Druck auf die Gegenspieler aus. Damit ein solcher Spielstil überhaupt möglich ist, muss die Mannschaft läuferisch auf einem absoluten Top-Niveau sein. So kam es häufig vor, dass die Scheibe in Unterzahl fernab vom eigenen Tor gehalten wurde. Die Lions liessen in Unterzahl am wenigsten Schüsse auf ihren Kasten zu und haben mit einem Mann weniger am meisten Abschlüsse auf das gegnerische Tor abgegeben. Die spannende Analyse dazu, gibts in folgendem Artikel:
Grönborg setzt auf die jungen Talente und macht sie besser
Ein weiterer Punkt der aufgefallen ist, ist wie die jungen Spieler noch einmal einen grossen Sprung nach vorne gemacht haben. Bestes Beispiel ist natürlich Pius Suter, der seine Scorerpunkte von 24 in der Saison 2018/19 auf 53 Zählern verbessert hat und gar Liga-Topscorer wurde. Aber auch Tim Berni hat noch einmal Fortschritte gemacht und wird ab der kommenden Saison bei den Columbus Blue Jackets sein Glück versuchen.
Dahinter kommen zudem Justin Sigrist, Axel Simic und Yannick Brüschweiler nach. Von den drei Offensivspielern darf in der kommenden Saison auch wieder mehr erwartet werden. Dass Grönborg ihnen vertraut, hat er mit genügend Eiszeit bewiesen.
Noch mehr und präzisere Abschlüsse
Zum Schluss ist es die offensive Ausbeute der Zürcher, die einen Unterschied macht. Denn bereits in der Saison 2018/19 hatten die Lions mit 1604 Schüssen am meisten Abschlüsse aller NL-Teams. In der vergangenen Spielzeit feuerte der "Zett" aber noch einmal 100 Schüsse mehr auf die gegnerischen Kästen. Zudem hat sich die Effizienz um zwei Prozent verbessert, was im Endeffekt 37 Treffer mehr ergab. Die zusätzlichen Schüsse werden natürlich mit den bereits erwähnten läuferischen Fähigkeiten zu tun haben. Denn nur mit schnellen Beinen kann die Scheibe im Forechecking zurückerobert und gleich ein weiterer Schuss abgegeben werden.
Diese drei Punkte sind natürlich nur einen Tropfen auf den heissen Stein, aber sie zeigen, wie Grönborg coached und was er im läuferischen Bereich von seinen Spielern fordert. Es würde kaum überraschen, wenn die Lions unter dem Schweden in den kommenden drei Jahren immer um die Tabellenspitze mitmischen.