De Fösche isch wiedermal am verhandle, da es Interview im Slapshot mit ihm:
Davos trifft am Wochenende zweimal auf die Lakers. Mit dabei ist auch HCD-Verteidiger Beat Forster, der nach langer Verletzungspause im Dezember zurückkehrte. slapshot.ch unterhielt sich mit dem Herisauer über seine Verletzung und das Spiel gegen Rapperswil.
slapshot.ch: Beat Forster, Sie sind erst kürzlich von einer langen Verletzungspause zurückgekehrt. Wie haben Sie diese Zeit erlebt und sind Sie bereits wieder auf der gewünschten Formstand?
Beat Forster: Ich wusste, dass ich lange verletzt fehlen werde und hatte viel Therapie. Den Zeitpunkt meiner Rückkehr konnte man etwa abschätzen - ich bereitete mich also auf diesen Moment vor. Ich bin überrascht, wie gut es mir jetzt schon wieder läuft, denn wir hatten in dieser Zeit viele Spiele und wenig Mannschaftstraining. Von daher fehlten mir ein paar Dinge wie das Spiel Fünf-gegen-Fünf oder das Verhalten im Eins-gegen-Eins. Darum bin ich erstaunt, wie schnell ich wieder im Rhythmus war.
Hat Ihnen da der Spengler Cup eventuell auch ein bisschen geholfen?
Ja sicher, da konnte ich drei Spiele machen, die ich während der Saison nicht gehabt hätte. Der Spengler Cup kam gerade gelegen, um den Spielrhythmus wieder zu finden.
Ist die Niederlage im Spengler-Cup-Halbfinal noch im Hinterkopf?
Nein, der Spengler Cup ist passé, Genf hat ihn gewonnen. Wir haben ein ganz enges Spiel im Penaltyschiessen verloren, wir hätten von daher genauso gut im Final stehen können. Das ist aber nicht mehr im Hinterkopf. Wir haben ein gutes Turnier gespielt, haben Spektakel geboten und darum gilt es nun, die positiven Punkte mitzunehmen. Das konnten wir beim Sieg gegen Genf bereits zeigen.
In Davos ist man wohl mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?
Aus meiner Sicht ja, denn niemand hätte gedacht, dass wir in diesem Jahr vorne mitspielen können. Die Experten haben uns vor der Saison weiter hinten eingestuft.
Momentan befindet man sich in Davos im Umbruch. Viele junge Spieler sind neu zum Team gestossen. Wie erleben Sie das als erfahrener Spieler?
Ich arbeite sehr gerne mit jungen Spielern zusammen. In der letzten Saison spielte ich mit einem Jungspund zusammen und habe ihn geführt. Ich helfe den Jungen gerne, den Schritt in die NLA zu schaffen.
Könnte es sein, dass die jungen Spieler wegen den jüngsten Erfolgen etwas überheblich werden?
Nein, das denke ich nicht. Dafür haben wir noch genügend ältere Spieler im Team, die genau wissen wie es läuft. Wir sorgen schon dafür, dass die Jungen nicht überheblich werden. Arno Del Curto schaut natürlich auch, dass dies nicht passiert. Er kann das, hat das "Feeling", wie man mit den jungen Spielern umgehen muss, damit sie am Boden bleiben.
Am Wochenende geht es zweimal gegen das Tabellenschlusslicht Rapperswil-Jona Lakers. Wie geht man als Leader in ein solches Spiel?
Rapperswil ist am Aufkommen. Sie spielen zur Zeit sehr gut und verlieren meist nur knapp. Wenn die Leistung gegen die Lakers nicht stimmt, dann ist die Chance gross, dass man verliert. Meiner Meinung nach erkennt man langsam die Handschrift von Headcoach Anders Eldebrink. Das Team spielt etwa gleich wie Kloten zu Zeiten, als sie von ihm trainiert wurden. Sie brauchen noch Zeit, wie auch wir noch Zeit brauchen. Heutzutage muss man jedes Spiel in der NLA mit einer 100-prozentigen Einstellung angehen, denn das Leistungsgefälle ist nicht mehr so gross und es braucht nicht mehr viel, um ein Spiel zu verlieren.
Ihr Vertrag beim HC Davos läuft Ende Saison aus. Gab es bereits erste Gespräche über eine Verlängerung?
Momentan laufen Gespräche, aber wie Verhandlungen halt so sind, versucht jede Partei das Beste für sich herauszuholen. Mehr kann ich dazu aktuell nicht sagen.
Von André Uehlinger