Aus dem Slapshot ein Bericht über Lugano.
Ps. Lugano ist natürlich 4. und nicht wie mehrmals beschrieben 3.!
Lugano will Spitzentrio nochmals angreifen
Der HC Lugano erlitt am Dienstag in Zug einen Dämpfer, steht in der Tabelle aber weiter auf dem dritten Platz.
Nun möchten die Tessiner das Spitzentrio nochmals angreifen und allenfalls sprengen - ein erster Schritt dazu wäre ein Sieg beim Leader in der Bundesstadt.
Lugano unter konstanter Beobachtung
Abgesehen von den Strichklubs bekommt derzeit wohl kaum ein Verein eine solche mediale Aufmerksamkeit wie der HC Lugano. Der Grund dafür: Zuallererst Damien Brunner, dann aber auch das äusserst produktive Ausländerduo Pettersen-Klasen oder ganz allgemein die Tatsache, dass die ''Bianconeri'' im Gegensatz zum letzten Jahr wieder vorne mitmischen und ihnen zugetraut wird, dass sie die Meisterschaft wieder einmal ins Tessin holen.
Damien Brunner hat sich als Heilsbringer erwiesen - zumindest wenn man die Resultate der Mannschaft in seiner Zeit in Lugano betrachtet. Die ersten sechs Spiele mit dem ehemaligen Zug-Star gewann das Fischer-Team, ehe die Niederlage in Zug folgte. Ihm selbst läuft es noch nicht wie gewünscht, gelangen ihm doch erst je ein Tor und ein Assist. Die Faktoren Eingewöhnung und Integration ins Spielsystem dürfen aber nicht ausser Acht gelassen werden, sodass Brunner in Zukunft durchaus eine tragende Rolle zugeschrieben werden darf.
Ilari Filppula fällt aus
Einen schmerzhaften Spielerverlust müssen die Luganesi derweil für die kommenden vier bis sechs Wochen verkraften: Ilari Filppula, auch er ein absoluter Leistungsträger, fällt aufgrund einer Daumenverletzung aus. Vielleicht eröffnen sich gerade dadurch auch für Brunner mehr Chancen, innerhalb eines sehr gut funktionierenden Kollektivs auf sich selbst aufmerksam zu machen.
Will Lugano das Spitzentrio nochmals ernsthaft in Bedrängnis bringen oder sogar sprengen, muss es in Bern gewinnen. Es ist ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel zwischen zwei Mannschaften auf Augenhöhe, wie dies die bisherigen Begegnungen beweisen: Zuerst gewann Lugano mit 3:2 nach Penaltyschiessen, dann Bern mit 3:2 in der regulären Spielzeit. Auch aus dem letzten Vergleich gingen die Mutzen als Sieger hervor, wobei auch sie den Umweg über den Shoot-Out nehmen mussten, um 2:1 zu gewinnen.
Um den SCB ist es ruhig
Vergleicht man die Situation des SC Bern mit derjenigen vor Jahresfrist, so fällt auf, dass sich alles komplett verändert hat. Musste er vor einem Jahr noch Hohn und Spott über sich ergehen lassen, da er als Meister auf bestem Weg in die Playouts war, so ist es aktuell sehr ruhig um den SCB. Guy Boucher ist es mit minutiöser und akribischer Arbeit gelungen, den Verein wieder in ruhigere Fahrwasser zu geleiten und an die Spitze der NLA zu führen.
Die letzten Spiele waren zwar nicht hervorragend, der SCB zeigte aber gerade in Zug, wo er einen 3:4-Rückstand in der Schlussphase mal eben rasch in einen 6:4-Sieg umwandelte, was in ihm steckt. Auch der nächste Sieg kam in der Schlussphase zustande, nachdem Gardner gegen Ambri eine Sekunde vor Schluss (!) das entscheidende 4:3 erzielte. Zuvor gab es zwar zwei Niederlagen, aber aktuell ist man beim SCB weit davon entfernt, sich von solchen Rückschlägen aus dem Konzept bringen zu lassen.
Fazit und Prognose für Lugano
Einen Favoriten gibt es in diesem Spiel nicht. Auf Papierform ist der SCB vielleicht mit 60:40 zu bevorteilen, insbesondere da der Berner Kader insgesamt ausgeglichener ist als dasjenige der Luganesi.
Dennoch glaubt slapshot.ch, dass sich die Tessiner durchsetzen werden: Sie scheinen derzeit ein Mü motivierter und möchten sich für die Playoffs in noch bessere Ausgangslage bringen. Das Spiel wird aber erneut nicht nach 60 Minuten entschieden: Lugano holt den Zusatzpunkt bei einem 2:1 in der Verlängerung. (rez)