Wick: ''Haben beste Defensive der Liga''
Mit einem 1:0-Sieg im 7. Spiel der Viertelfinal-Serie zitterte sich Quali-Sieger ZSC Lions gegen Aufsteiger Lausanne HC in den Halbfinal. Die Löwen zeigten sich vor allem in der Defensive sehr überzeugend.
ZSC mit bester Defensive der Liga?
"Alle haben immer gesagt, dass Lausanne defensiv so stark ist. Heute haben wir meiner Meinung nach bewiesen, dass wir die beste Defensive der Liga haben", zeigte sich ZSC-Topskorer Roman Wick nach dem 1:0-Sieg im Hallenstadion selbstbewusst. Man habe im letzten Spiel der Serie den besseren Eindruck gemacht und deshalb den Sieg verdient.
"Viel nehmen wir aus dieser Serie nicht mit, denn am Donnerstag geht es schon weiter. Die Erfahrung eines 7. Spiels kann in den Playoffs auch noch wichtig werden", fasste der Stürmer die letzten 7 Spiele gegen den Aufsteiger zusammen.
Zitter-Sieg als Lehre für den ZSC?
Edgar Salis gab sich etwas weniger positiv als Wick. "Lasuanne war über weite Strecken besser als wir, aber wir konnten schlussendlich den Kopf aus der Schlinge ziehen", gab der ZSC-Sportchef zu und erkläre weiter: "Wir sind sehr mühevoll in die Playoffs gestartet und waren lange auf der Suche nach dem Rhythmus." Es werde den Löwen in Zukunft sicherlich noch eine Lehre sein, dass man gegen den LHC so habe leiden müssen. Die Waadtländer haben laut Salis bewiesen, dass der 8. Platz in der Regular Season alles andere als gestohlen war.
"Unsere Klasse ist immer wieder aufgeblitzt. Das hat uns gezeigt, dass wir mit Top-Leistungen sehr weit kommen können", blickte der 43-jährige positiv in die Zukunft und analysierte bereits den nächste Gegner: "Genf ist sicher einfacher zu spielen, weil sie vermehrt die Offensive suchen werden."
Selbstvertrauen und bessere Leistungen
Auch Kapitän Mathias Seger war nicht vollumfänglich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir wussten, dass Lausanne eine starke Mannschaft ist und hinten solide spielt. Wir haben heute auch glücklich gewonnen, es war wichtig, dass wir nicht in Rückstand geraten sind." Dies habe man hauptsächlich dem starken Goalie Lukas Flüeler zu verdanken.
"Aus dieser Serie mitnehmen, müssen wir die defensiven Leistungen. Wir haben meistens gut verteidigt und dann offensive Nadelstiche gesetzt - das ist Playoff-Hockey", meinte der 36-jährige Verteidiger und fügte noch hinzu: "Ein Sieg im 7. Spiel bringt grosses Selbstvertrauen, aber unsere Leistungen müssen noch viel besser werden, wenn wir bis in den Final vorstossen wollen."
Crawford: "Gewinne nicht gerne 1:0"
Auch Coach Marc Crawford lobte nach dem Spiel seinen Torhüter. "Flüeler war heute stets auf dem Posten und verlieh uns so defensive Stabilität", schwärmte der Kanadier und ergänzte dann: "Das heutige Spiel hat mal wieder bewiesen: 'Defense wins championships' (Defensive gewinnt Meisterschaften, Anm. d. Red.)."
Obwohl man über 60 Minuten sehr gut defensiv gearbeitet habe, sei man zu sehr vielen Chancen gekommen. Trotzdem war der 53-Jährige nicht mit dem Resultat zufrieden: "Ich gewinne nicht gerne 1:0, sondern eher 4 oder 5 zu 0. (cmu/gip)