Beiträge von Sbornaja

    Die abschliessende Runde der Regular Season ist am Montag

    Die Playoff-Tickets sind zwar vergeben, dennoch wird es am Montag richtig spannend

    Zahlreiche Fragen waren vor der vorletzten Qualifikationsrunde der National League noch offen, doch dann ging es plötzlich schnell. Mit Siegen gegen den Lausanne HC und die ZSC Lions sicherten sich der SC Bern und der HC Davos die letzten beiden direkten Playoffränge. Dennoch steht vor dem letzten Spieltag noch die eine oder andere Entscheidung aus.


    Lausanne und Zug gegen Davos und Bern - aber wer gegen wen?

    An der Tabellenspitze ist alles klar, die ZSC Lions werden als Qualifikationssieger in die Playoffs starten, der HC Fribourg-Gottéron wird an zweiter Stelle gesetzt sein. Dahinter ist gesichert, welche vier weiteren Mannschaften direkt in die Playoffs einziehen, die Reihenfolge der Setzordnung ist aber noch genauer zu definieren. Auf die Zürcher und Fribourger wartet derweil in den Playoffs die beiden Sieger aus den Play-Ins, wobei der ZSC auf jene Mannschaft treffen wird, die nach der Regular Season schlechter klassiert war.

    Auf den Rängen drei bis sechs werden in der letzten Spielrunde noch die Paarungen für die Playoffs ermittelt. Im Direktduell entscheidet sich, ob der Lausanne HC oder der EV Zug am Ende auf Rang drei stehen wird. Dieser Platz kann insofern wertvoll werden, als der Dritte der Regular Season einen Startplatz für die Champions Hockey League 2024/25 erhält, sofern der Schweizer Meister zuvor schon für den internationalen Wettbewerb qualifiziert gewesen ist, sprich die ZSC Lions, der HC Fribourg-Gottéron oder der Genève-Servette HC Meister werden. Aufgrund der besseren Direktbegegnung bleibt der EVZ auch im Falle einer Niederlage in der letzten Runde mindestens Vierter und somit vor dem SC Bern.

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    Während Lausanne und Zug Rang drei auf dem Eis untereinander ausmachen, kämpfen Bern und Davos im Fernduell um Rang fünf. Für den SCB steht das Gastspiel im Zähringer-Derby auf dem Programm, während Davos zum Tabellenschlusslicht reist. Dem SCB reicht ein Punktgewinn, um den fünften Rang zu fixieren. Stand jetzt würde im Playoff-Viertelfinale Zug auf Bern und Lausanne auf Davos treffen, diese Paarungen könnten aber noch tauschen.


    Das Tessiner-Derby und eine Finalreprise zeichnen sich in den Play-Ins ab

    Interessanter ist die Tabellensituation dahinter. Der HC Lugano dürfte nach dem verlorenen Playoff-Rennen Siebter werden, damit gingen die Bianconeri in einem allfälligen Playoff-Viertelfinale den ZSC Lions aus dem Weg. In der letzten Spielrunde reicht es Lugano aus, den Vorsprung von 16 Toren in der Tordifferenz gegenüber dem Kantonsrivalen zu behalten. Der HC Ambri-Piotta könnte derweil mit einem Sieg auswärts beim EHC Kloten das Tessiner-Derby für die erste Play-In-Runde fixieren.Grundsätzlich geht es für die Biancoblù darum, die privilegierte Ausgangslage, zwei Anläufe zum Einzug in die Playoffs zu besitzen, im Fernduell gegen den Genève-Servette HC zu verteidigen.

    Die Genfer könnten Ambri-Piotta den achten Rang noch streitig machen, sofern die Mannschaft von Luca Cereda verliert. Die Aigles müssten ihrerseits selbst gegen den EHC Biel gewinnen, was keine einfache Aufgabe werden dürfte. Für die Seeländer steht alles auf dem Spiel. Nur mit einem Dreier können die Bieler den Einzug in die Play-Ins aus eigener Kraft ganz auf sicher haben. In diesem Falle käme es in den Play-Ins zu einer Finalreprise des Vorjahrs. Noch können aber die SCL Tigers den Bieler diesen letzten Platz in der Post Season streitig machen. Verbuchen die Langnauer auswärts bei den ZSC Lions mehr Punkte, als zeitgleich der EHCB, ziehen die Tigers in der Tabelle vorbei. Unterliegen die Emmentaler dem Qualifikationssieger nach 60 Minuten, ist die Saison für die Tigers mit der Schlusssirene beendet.


    Hinter den SCL Tigers sind die Ränge derweil schon länger bezogen. Die SC Rapperswil-Jona Lakers werden die Saison nach der Qualifikation beenden und für den EHC Kloten und den HC Ajoie steht der Kampf um den Klassenerhalt bevor, sofern zumindest ein austiegsberechtigtes Team das Finale der Swiss League erreicht.

    Berra und Juvonen zauberten

    Hervorragende Zürcher, ein Viererpack und zwei überragende Paraden

    In der National League ist ein weiterer Monat zu Ende und damit stehen auch unsere High- und Lowlights an. Dabei geht es vor allem um tolle Szenen und schwächelnde Vereine.

    National-League-Highlights Februar 2024

    Big Saves von Janne Juvonen und Reto Berra

    Mit Janne Juvonen und Reto Berra wussten zwei Torhüter im Februar über sich hinauszuwachsen, vor allem in zwei spezifischen Szenen. Der HC Fribourg-Gottéron gewann das Auswärtsspiel in Biel mit 5:2 und da war Reto Berra massiv daran beteiligt. Der Schlussmann zeigte nach einem Querpass eine fantastische Parade. Das Tor war für Jere Sallinen eigentlich leer, aber Reto Berra hechtete im Stile eines Fussballtorhüters und parierte die Scheibe mit dem Stock.

    Janne Juvonen erinnerte mit seinem Save im wichtigen Spiel gegen den Genève-Servette HC hingegen an die tschechische Legende Dominik Hasek. Der Finne lenkte die Scheibe irgendwie noch mit der Fanghand am Tor vorbei.

    Laurent Dauphin mit unglaublicher Partie

    Im gleichen Spiel, in dem Janne Juvonen die absolute Monsterparade auspackte, wusste auch Laurent Dauphin zu überzeugen. Der Kanadier war beim 4:3-Sieg der Leventiner für alle vier Tore verantwortlich und damit ganz klar der Matchwinner, da konnte nicht einmal die überragende Parade von Juvonen etwas dagegen anhaben.

    Die ZSC Lions küren sich zum Qualifikationssieger

    Jubeln können auch die ZSC Lions. Das Zürcher Team krönte sich zum sechsten Mal seit der Saison 2000/01 zum Qualifikationssieger. Über die ganze Regular Season hinweg war das Team von Marc Crawford am konstantesten. Dabei verfügen die Lions auch über herausragende Importspieler. Die Transfers von Jesper Fröden, Derek Grant und Rudolfs Balcers haben allesamt eingeschlagen. Weiter zeigte auch Simon Hrubec zwischen den Pfosten erneut eine hervorragende Regular Season. Ja, die ZSC Lions sind mit diesen Leistungen auch Favorit in den Playoffs. Da dürfte aber der eine oder andere mlgliche Stolperstein warten.

    National-League-Lowlights Februar 2024

    Kovars Eigentor als Sinnbild für den EV Zug

    Ganz verrückt ging es am 13. Februar beim Spiel zwischen dem HC Davos und dem EV Zug zu und her. Die Zentralschweizer versuchten beim Stand von 4:3 für die Bündner ohne Torhüter, die Partie auszugleichen. Stattdessen landete ein Rückpass von Jan Kovar aber im eigenen Tor und das Spiel ging verloren. Die Zuger fallen in eine tiefe Krise und haben mittlerweile acht Spiele in Folge verloren. Die Playoff-Qualifikation hat das Team von Dan Tangnes dank des grossen Vorsprungs dennoch geschafft. Da wird aber eine Steigerung nötig sein, will das Team in dieser Saison noch Erfolge feiern.

    Schläge gegen Schiedsrichter

    Unschöne Szenen gab es auch gegen Schiedsrichter, auch wenn diese nicht mit Absicht geschehen sind. Sowohl Tim Muggli vom EV Zug als auch Tobias Fohrler vom HC Ambri-Piotta verpassten einem Schiedsrichter einen Schlag. Tim Muggli wurde mit fünf Spielsperren bestraft, Tobias Fohrler muss viermal zuschauen. Die Szenen gibts im angehängten Artikel.


    Der EHC Biel erlebt eine Baisse zur Unzeit

    Nach der Nationalmannschaftspause ging die Form des EHC Biel komplett verloren und es folgten vier Niederlagen in fünf Partien. Deshalb rutschten die Seeländer sogar auf den elften Platz ab. Das hatte auch die Entlassung von Trainer Petri Matikainen und Assist Juha Vuori zur Folge. Martin Steinegger übernimmt ad Interim bis zum Ende der Saison.


    Christian Dubés Ansage hatte Wirkung

    Gottéron schafft Historisches

    Fribourg wird immer wieder als die harmlose Top-Mannschaft im Schweizer Hockey angesehen. Häufig zeigte der HCFG in der Vergangenheit starke Saisons, konnte sich aber seit einer Ewigkeit nicht mehr über einen Titelgewinn freuen. So gut wie diese Saison waren sie allerdings noch nie.

    Christian Dubé wendete sich nach dem Sieg gegen Lugano an seine Mannschaft. "Zuerst einmal, ihr seid das erste Team in der Geschichte von Fribourg, das 100 Punkte erreicht", sagt er in der Garderobe, worauf Applaus ausbricht.

    "Ich stellte euch nach dem zweiten Drittel die Challenge, ihr habt geantwortet. Genau so, werden wir immer spielen. Es wird so sein in den Playoffs. Die anderen drücken von der anderen Seite, wir drücken zurück. Wir hatten ein paar grossartige Leistungen von einzelnen Spielern heute, das ist ein Team", ist Dubé zuversichtlich.

    Zum Schluss wünscht er seinen Spielern eine gute Nacht und wünscht ihnen viel Spass.

    Et voilà ;)

    Die Leventiner waren mit der Strafe gegen Fohrler nicht einverstanden

    Ambri-Piotta mit Berufung gescheitert

    Der HC Ambri-Piotta hat im Fall Tobias Fohrler Berufung eingereicht. Die Leventiner waren mit der Sperre über vier Spiele gegen ihren Verteidiger nicht einverstanden. Jetzt hat das Verbandssportgericht eine Entscheidung getroffen.

    "Das Verbandssportgericht der Swiss Ice Hockey Federation hat die Berufung des HC Ambri-Piotta im Fall Tobias Fohrler abgewiesen und den erstinstanzlichen Entscheid des Einzelrichters für Disziplinarsachen Leistungssport bestätigt. Im ordentlichen Verfahren vom 28. Februar 2024 wurde Tobias Fohrler vom HC Ambri-Piotta wegen eines Verstosses gegen die IIHF Regel 39/40 (Vergehen an einem Schiedsrichter) vom Einzelrichter für Disziplinarsachen Leistungssport für vier Spiele gesperrt. Gegen dieses Urteil hat der HC Ambri-Piotta beim Verbandssportgericht Berufung eingereicht. Das Verbandssportgericht der Swiss Ice Hockey Federation bestätigt somit diesen erstinstanzlichen Entscheid des Einzelrichters für Disziplinarsachen Leistungssport. Tobias Fohrler hat drei Spielsperren bereits verbüsst und bleibt somit noch für ein Spiel gesperrt", schreibt Swiss Ice Hockey in einer Mitteilung.


    EishockeyHC Ambri-PiottaNational LeagueTobias Fohrlersport.ch

    Marc Crawford als Hoffnungsträger

    Übeerzeugende Lions und die bisherige Hypothek des Qualifikationssiegs

    Die ZSC Lions haben die Regular Season an höchster Position abgeschlossen. Die Gründe dafür sind vielseitig.

    Das Team von Marc Crawford hat bereits den persönlichen Punkterekord für die Regular Season geknackt. In der Saison 2013/14 sammelten die Zürcher 106 Zähler. In dieser Spielzeit kam beim Zett sehr viel zusammen. Defensiv läuft es hervorragend. Mit 105 Gegentoren liegen sie nur knapp über zwei Gegentreffern pro Partie. Das liegt einerseits an Simon Hrubec, der eine herausragende Qualifikation absolviert hat und andererseits an der mehr als nur soliden Verteidigung. Die Lions kassierten nämlich auch am zweitwenigsten Zweiminutenstrafen und liessen am wenigsten Schüsse aus dem Slot zu.

    Weiter kann beim Team von Marc Crawford herausgestrichen werden, dass die Ausländer komplett eingeschlagen haben. Jesper Fröden, Derek Grant und Rudolfs Balcers liegen allesamt unter den Top-15 der Importspieler, was die Scorerpunkte anbelangt. Mikko Lehtonen, Simon Hrubec und Juho Lammikko waren bereits in der letzten Saison im Team und zeigten ebenfalls starke Leistungen. Aktuell ist es wirklich schwierig, bei den Lions eine Schwäche zu finden. Häufig konnten sie in den knappen Spielen noch einen Gang hochschalten. Das war zum Beispiel beim 7:3-Sieg gegen den EV Zug sichtbar. Können sie sich für die Playoffs noch steigern, wird es für die Konkurrenz ganz schwierig. Die einzige Schwäche waren die Verlängerung und das Penaltyschiessen, aber beide werden in den Playoffs so nicht durchgeführt werden.

    Einzig die Vergangenheit spricht gegen einen Titel der ZSC Lions

    Nach der Regular Season sind die ZSC Lions also das zu favorisierende Team, wenn es um den Gewinn des Schweizer Meistertitels geht. Auf dem Weg dorthin dürfte aber der eine oder andere Stolperstein warten. Ein Duell im Viertelfinal gegen den Genève-Servette HC wäre keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Blicken wir bis in die Saison 2000/01 zurück, dann haben sich nur in 40.9% der Fälle die Qualifikationssieger auch zum Meister gekürt. Seither standen die ZSC Lions sechsmal nach der Regular Season auf dem ersten Platz. In dieser Spielzeit kennen wir den Meister noch nicht und 2019/20 fanden aufgrund von COVID-19 keine Playoffs statt. Damit sind wir bei vier Qualifikationssiegen. Herausgeschaut hat ein Meistertitel. Der Qualifikationssieg ist für die ZSC Lions also nicht nur ein Segen. Fünfmal holte der Zett den Titel, wenn er in der Regular Season nicht die Top-Platzierung innehatte.

    Hoffnung geben dürfte den ZSC Lions aber neben der eigenen Stärke, dass beim einzigen Meistertitel nach Qualifikationssieg Marc Crawford an der Bande stand.

    SaisonQualifikationssiegerMeister
    2000/01HC LuganoZSC Lions
    2001/02HC DavosZSC Lions
    2002/03ZSC LionsHC Lugano
    2003/04HC LuganoSC Bern
    2004/05HC LuganoHC Davos
    2005/06SC BernHC Lugano
    2006/07HC DavosHC Davos
    2007/08SC BernZSC Lions
    2008/09SC BernHC Davos
    2009/10SC BernSC Bern
    2010/11HC DavosHC Davos
    2011/12EV ZugZSC Lions
    2012/13HC Fribourg-GottéronSC Bern
    2013/14ZSC LionsZSC Lions
    2014/15ZSC LionsHC Davos
    2015/16ZSC LionsSC Bern
    2016/17SC BernSC Bern
    2017/18SC BernZSC Lions
    2018/19SC BernSC Bern
    2019/20ZSC LionsKein Schweizer Meister
    2020/21EV ZugEV Zug
    2021/22EV ZugEV Zug
    2022/23Genève-Servette HCGenève-Servette HC
    2023/24ZSC LionsNoch nicht bekannt

    Bin fast mit allem von dir einverstanden, ausser mit dem Schluss und der Zumbühl-Geschichte.


    Die Playoffs gehen irgendwie max. 21 Spiele (von Platz 1 aus) und die Regular geht 52 Spiele lang.

    Ich weiss, never ending Story und reine Ansichtssache, aber ich wurde meistens gut bis sehr gut unterhalten und das zählt für mich halt auch, nicht nur der Titel. Klar der Titel ist die Kirsche auf der Torte!

    Wenn du aber den Punkterekord der Organisation knackst, hat dies sicher auch in den Geschichtsbüchern Platz und ist ebenfalls etwas Wert. Kein Vergleich zu einem Meistertitel, logo! Aber der nächste Trainer muss das erst mal überbieten.

    Wenn ich sehe und höre, was gerade in Zug, Biel, Rappi, Bern, Kloten oder die letzten Jahre in Davos los war/ist, finde ich war das schon sehr solid von uns, auch ohne Titel.

    Jetzt die Krönung und da gehört auch etwas Glück dazu, zum Beispiel, dass unsere Leader gesund bleiben!

    Mal schauen was MC und sein Team/Staff noch für Karten im Ärmel haben.

    Zug hatte witklich unheimlich viele Verletzte. Das kann einen schon aus der Bahn werfen. Gestegn angeblich auch noch Bengtsson verletzt raus.

    Und wenn 3 deiner Topverteidiger ausfallen, wirds für jede Mannschaft schwierig.


    35min konnten sie mehr oder weniger mithalten, danach wurden sie einfach überfahren.

    Neben Melvin Nyffleler traf es auch einen Bieler und einen Zürcher

    Für drei Spieler war die letzte Runde früher zu Ende als geplant

    In der National League ging es in der 50. Runde richtig zur Sache und das zog auch einige Verletzungen nach sich. Yannick Rathgeb vom EHC Biel traf es zum Beispiel wortwörtlich "gredig" ans Auge

    m Spiel zwischen den Seeländern und den Bündnern gingen die Emotionen mehrmals hoch. Auch zwischen Yannick Rathgeb und Rico Gredig. Der Davoser Stürmer teilte einen Faustschlag aus und traf den Bieler am Auge. Der Verteidiger verliess das Eis sogleich und kehrte nicht mehr zurück.

    Christian Marti von den ZSC Lions wurde von einem Schuss getroffen und zog sich eine Handverletzung zu.

    Melvin Nyffeler wurde von einem Klotener umgefahren. Danach versuchte der Schlussmann der SCRJ Lakers noch zweimal, ob es nicht doch weitergehen kann und liess es schliesslich sein.

    Bei allen drei Athleten ist nicht klar, wie schlimm sie sich verletzt haben

    Die ZSC Lions sind Qualifikationssieger, Zug fix in den Playoffs

    Nach der 50. Runde stehen fünf Klassierungen in der Tabelle fest


    Es ging in der 50. Runde der National League heiss zu und her. Dabei sind einige Entscheidungen gefallen.

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    Der EV Zug musste zu Hause gegen die ZSC Lions die achte Niederlage in Folge hinnehmen. Dennoch sind die Zentralschweizer fix in den Playoffs. Es können nur noch Davos und Lugano mit dem EVZ gleichziehen und in der Tabelle aus den Direktbegegnungen liegt das Team von Dan Tangnes vorne.

    Die ZSC Lions krönen sich hingegen mit dem 7:3-Sieg zum Qualifikationssieger und haben damit in den gesamten Playoffs Heimrecht.

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    Ein tolles Spiel ereignete sich auch in Genf, wo der HC Ambri-Piotta sich mit 4:3 durchsetzte. Bei den Leventinern stach Laurent Dauphin heraus, der alle vier Treffer selbst erzielte. Aber auch Janne Juvonen machte mit einer Dominik-Hasek-Gedenkparade auf sich aufmerksam.


    Spannende Strichkämpfe und fünf Entscheidungen

    Neben der Entscheidung, dass die ZSC Lions nicht mehr von der Tabelle zu verdrängen sind, ist auch klar, dass der HC Fribourg-Gottéron die Regular Season auf dem zweiten Rang beenden wird. Ähnlich sieht es am Ende der Tabelle aus: Die SC Rapperswil-Jona Lakers, der EHC Kloten und der HC Ajoie haben ihre Plätze bereits fix. Das heisst, dass die Saison für die Lakers nach den nächsten beiden Partien zu Ende sein wird. Kloten wird in den Playouts gegen Ajoie Heimrecht haben.

    Weiter gibt es diverse Brennpunkte in der Tabelle. So kämpfen Bern, Lugano und Davos um die letzten beiden Playoff-Plätze. Dabei konnte sich der SCB dank des Sieges in Pruntrut einen kleinen Vorteil verschaffen.

    Im Kampf um den achten Rang konnte der HC Ambri-Piotta am Genève-Servette HC vorbeiziehen und dahinter zog Biel mit den Tigers gleich, liegt aber aufgrund der Direktbegegnungen noch immer hinter den Emmentalern.

    NL-Tabelle, Stand 29.02.2024

    Trifft selten??? 17 Tore….. Nur Fröden, Malgin und Balcers haben 18-20 mal getroffen, dann Ghetto mit 12. der geilste Typ seit Kevin Klein!!!! Klar, in der NHL hatte er wenige Tore. Aber die meisten Tore und Assists sind einfach nur allererste Sahne!

    Heieieiei 007 volle? Muemer jede Spass oder Ironie wrklich immer ahschriebe?

    De Supreme und ich händ es Witzli gmacht :winke:

    kuhl bliebe:suff:

    Wär de Mist nöd mit em Marti, wärs n perfekte Spieltag!

    007 tue mal chlie juble wie de Grant amigs nach sine Goal :mrgreen::suff:

    Schöne Abig, pfused guet

    EV Zug 3:7 ZSC Lions

    Die Löwen stürmen aus dem Käfig und holen den Regular Season-Titel

    Der Spielbericht

    EV Zug vs. ZSC Lions in der National League. Den Spielbericht zur Partie gibt es hier.

    Dank einer Tempoverschärfung mit aggressivem Hohem Pressing zu Beginn des 3. Drittels gewinnen die ZSC Lions in Zug klar und fügen dem EVZ damit die achte Niederlage in Folge zu. Die Zürcher erzielen zum dritten Mal in dieser Saison sieben Tore. Das erste Mal war die allererste Partie gegen Ajoie gewesen. Damit ist dem Team von Coach Marc Crawford zwei Runden vor Ende der Regular Season der 1. Platz nicht mehr zu nehmen - und dies mit einem Klubrekord von 107 Punkten in 50 National League-Partien. Für die Champions Hockey League 24/25 hatten sich die Zürcher bereits vor dieser Partie vorzeitig qualifiziert. Trotz hoher Niederlage gibt es aber auch für den EV Zug eine Erfolgsmeldung. Dank der bis Ende Januar stark gespielten Saison ist man trotzdem bereits zwei Runden vor Schluss definitiv in den Playoffs dabei!

    Im 1. Drittel hatte das Heimteam aus Zug noch leichte Vorteile gehabt und hätte vielleicht ein Tor erzielen können. Aber auch der EVZ konnte sich nicht die ganz grossen Torchancen herausarbeiten. Bei den ZSC Lions war diesbezüglich noch weniger los. Am torgefährlichsten waren die Gäste in den ersten 20 Minuten eigentlich in ihrem einzigen Boxplay, als Grant ein Pässchen zu viel zurück auf Fröden legte. ZSC-Keeper Hrubec bekam auf jeden Fall von Anfang an Arbeit und wirkte stabil.

    Nach dem torlosen 1. Drittel gab es im zweiten Durchgang bessere Torchancen vor allem auf Seiten der ZSC Lions. Die Zürcher gingen drei Mal in Führung - die ersten zwei Mal konnte Zug noch im gleichen Drittel ausgleichen. Das Spiel lebte aber auch etwas von Fehlern. Das Verhalten der Verteidiger an der Scheibe vor dem eigenen Tor war auf beiden Seiten noch nicht Playoff-würdig. Die 3:2-Führung für die Gäste erzielte ihr gefährlichster Spieler Jesper Fröden. Ein Kukan-Tor wurde nach Coaches Challenge und längerem Videostudium letztendlich aberkannt. Auf Zuger Seite erzielte Andreas Eder sein erstes Tor im EVZ-Dress.

    Zum Start des 3. Drittels wurde der EVZ dann regelrecht überrumpelt. Innerhalb 45 Sekunden gewann der ZSC zwei Mal den Puck in der Nähe des gegnerischen Tores und traf durch Grant und Riedi. Nationaltorhüter Genoni ''überlebte'' diesen schnellen Doppelschlag nicht und musste Luca Hollenstein Platz machen. Der ZSC machte mit seinem schnellen Spiel noch während der ganzen ersten Hälfte des 3. Drittels mächtig Druck. Im zweiten Teil des Schlussdrittels nahmen die Zürcher das Tempo dann wieder raus und es blieb beim 3:7.

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    Der Gewinner

    Jesper Fröden (ZSC Lions) - Man könnte verschiedene ZSC-Stürmer wie Grant, Malgin oder Andrighetto nennen. Jesper Fröden sticht mit seiner Professionalität, seinem Fokus und seiner Schnelligkeit im Kopf und in den Beinen noch ein klein bisschen heraus.

    Der Loser

    Arno Nussbaumer (EV Zug) - War nach zwölf Sekunden des 2. Drittels der erste Zuger, der auf die Strafbank musste. Eine Sekunde nach Ablauf seiner Strafe eröffnete Derek Grant das Skore für den Gegner. Auch in den ersten Sekunden des 3. Drittels schien Nussbaumer nicht wach genug und verlor den Puck gegen Fröden und Hollenstein - daraus resultierte das schnelle 2:4, das Game Winning Goal durch Derek Grant.

    Szene des Spiels

    Nach 45 Sekunden im 3. Drittel: Leonardo Genoni ausgewechselt - Damit ist der Abend für Nationaltorhtüer Leonardo Genoni bereits gelaufen. Er wird durch Luca Hollenstein ersetzt.

    Die Tore

    23. Min, Tooor für ZSC Lions, 0:1 durch D.Grant. Die ZSC Lions gehen wenn man das 1. Drittel betrachtet etwas entgegen dem Spielverlauf in Führung. Ihr erstes Powerplay ist zwingender als dasjenige des EVZ. Das Tor durch Derek GRANT auf Zuspiel von Sven Andrighetto fällt aber eine Sekunde nach Ablauf des Powerplays. Grant erhält die Scheibe mit dem Rücken zum Tor am rechten Pfosten und dreht sich dann am Puck äusserst schnell und geschickt. Grant traf übrigens in Ajoie zuletzt ebenfalls schon mal in der gleichen Minute zum 1:o im Powerplay.

    26. Min, Tooor für EV Zug, 1:1 durch L.Bengtsson. Der EVZ gleicht aus! Verteidiger Lukas BENGTSSON läuft an der Blauen Linie quer und verzögert die Schussabgabe, bis er den richtigen Winkel gefunden hat. Dann trifft er aus der Distanz präzise. Auch in diesem Fall der Ausgleich des Heimteams fast in der gleichen Minute wie bei Ajoie - ZSC.

    31. Min, Tooor für ZSC Lions, 1:2 durch S.Andrighetto. Die ZSC Lions gehen wieder in Front! Bei einem Konter zieht Balcers zwei Zuger Verteidiger auf sich und bedient dann im richtigen Moment den mitgelaufenen Sven ANDRIGHETTO, der den Puck fast nur noch ins halbleere Tor schieben muss.

    33. Min, Tooor für EV Zug, 2:2 durch A.Eder. Der EV Zug erneut mit der Reaktion: Andreas Eder kommt nach schöner Vorarbeit Sven Sentelers über links zu seinem ersten Tor für den EVZ! Die Scoreline (und beinahe genau auch die Minuten) folgen weiterhin dem Spiel der ZSC Lions in Ajoie.

    37. Min, Tooor für ZSC Lions, 2:3 durch J.Frödén. Die ZSC Lions holen den 3:2-Führungstreffer nach. EVZ-Torschütze Bengtsson holt sich die Scheibe vor dem eigenen Gehäuse runter und dabei spritzt Jesper FRÖDEN dazwischen und profitiert.

    41. Min, Tooor für ZSC Lions, 2:4 durch D.Grant. Nach einer halben MInute erhöhen die ZSC Lions. Hollenstein und Fröden erobern im Hohen Pressing die Scheibe hinter dem gegnerischen Tor von Nussbaumer. Fröden bedient Derek GRANT vor dem Tor und dieser trifft.

    41. Min, Tooor für ZSC Lions, 2:5 durch W.Riedi. Gleich nochmal ein erfolgreiches Pressing des ZSC - über Andrighetto und Malgin kommt die Scheibe zu RIEDI, der rund 15 Sekunden nach dem vierten Tor das fünfte erzielt!

    44. Min, Tooor für ZSC Lions, 2:6 durch J.Frödén. Die ZSC LIons erhöhen auf 6:2. FRÖDEN trifft nach Zuspiel Grants.

    49. Min, Tooor für ZSC Lions, 2:7 durch M.Lehtonen. Es geht weiter mit der Zürcher Offensive. Die Gäste spielen schnell, wirbeln - und auch Lehtonen erzielt, bedient von Hollenstein, sein Tor.

    49. Min, Tooor für EV Zug, 3:7 durch A.Biasca. In der gleichen Minute trifft dann auch Zug wieder einmal. Bei Biascas Schuss sieht Torhüter Hrubec nicht so gut aus, da der Puck via seinem rechten Schlittschuh ins Tor driftet.

    Ich knalls mal hier rein, da das Thema nie vergesse werden sollte.
    Aber nicht viel neues… https://www.pro-fans.ch/de

    Klare Forderungen via "Pro Fans"

    Die Hockey-Fans kämpfen für ihre Kultur, wollen dafür mitgestalten statt anprangern

    Die aktiven Fanszenen aus dem Schweizer Eishockey setzen sich zur Wehr. Einige Entwicklungen in ihrem Herzenssport sind ihnen ein Dorn im Auge. Mit der neuen Bewegung "Pro Fans" stellen sie klare Forderungen.

    Beim Begriff "protestierende Fans" haben wohl derzeit alle das Bild von fliegenden Tennisbällen und Schoggitaler aus der deutschen Fussball-Bundesliga vor Augen. Der Protest der Schweizer Eishockey-Fans nimmt bislang einen anderen Weg. Online wurde die Webseite "Pro Fans" aufgeschaltet, die zum einen über die Sachlage aufklärt und zum anderen ganz klare Forderungen enthält.Die Entwicklung des Schweizer Eishockeys bereitet den aktiven Fanszenen Sorge. Man wolle sie "leise statt laut, grau anstatt bunt und angepasst anstatt kreativ", ist einleitend auf der Website zu lesen.

    Um die Kultur im Schweizer Eishockey zu erhalten, wollen die Fans nach eigenen Angaben aber nicht anprangern, sondern aktiv mitgestalten. Die gestellten Forderungen reichen vom Erhalt der Stehplätze für Gästefans bis zu einer einheitlichen Regelung für das Mitbringen von Fanmaterialien. Insgesamt sind sieben Punkte zusammengekommen,einer von ihnen fordert bezahlbare Tickets für alle. Sprich, es soll kein Stehplatzticket in der Qualifikation mehr als 25 Schweizer Franken kosten und für Kinder, Lehrlinge, Studenten und IV-Bezüger soll ein günstigeres Angebot vorliegen.

    Auch juristische Themen, wie das aufgegleiste Kaskadenmodell, Stadionverbote oder ID-Kontrollen werden aufgegriffen. Dabei zeigen sich die Fans innovativ. Eine neue Ombudsstelle für zu Unrecht bestrafte Personen soll eingerichtet werden, da heute kaum Möglichkeiten bestehen, mit zeitnahem Erfolg gegen solche Strafen vorzugehen.

    Die Übersicht über alle gestellten Foderungen findet ihr unter diesem Link.

    Rating der Schlüsselspieler in der National League

    Einige werden langsam alt, andere Keyplayer wussten zu überzeugen

    Die Regular Season der National League neigt sich dem Ende zu. Damit wird es Zeit, erste Bilanzen zu ziehen, die verschiedenen Leistungen zu würdigen, oder eben zu bemängeln. Wir werfen dabei einen besonderen Blick auf die Schlüsselspieler.

    Diese Schlüsselspieler haben wir vor der Saison aufgelistet (siehe Beitrag oben), behauptet, dass ihre Teams immer auf sie zählen können. Doch wie sieht es nach dem Grossteil der Regular Season aus? Konnten sie die hohen Erwartungen erfüllen?

    Wir haben uns mal mit Noten für die Spielzeit, gemessen an den Erwartungen, versucht. Hier könnt ihr auch die Bewertungen bei unserem Zwischenfazit Anfangs November sehen und den Vergleich zu damals ziehen.

    HC Ajoie: Philip-Michaël Devos (3)

    Der letztjährige Topscorer der Ajoulots kommt in dieser Saison nicht annähernd an die Werte letzter Saison. Auf der Brust wurde auf diese Saison hin das A durch das C ersetzt, so wirklich wie ein Captain spielt der Kanadier seit seiner Beförderung allerdings nicht. Teilweise war er der überzählige Import, mit nur elf Punkten aus 33 Spielen hinkt er den Erwartungen hinterher. Auch seine durchschnittliche Eiszeit sank von fast 17 Minuten auf 15:30 Minuten pro Spiel.


    HC Ambri-Piotta: Dominic Zwerger (5)

    Der Österreicher mit Schweizer Lizenz hielt in dieser Saison so ziemlich dies, was wir euch versprochen haben. Auf ihn kann Ambri zählen, wenn es ihn braucht.Er ist nicht der absolute Topscorer, übernimmt aber bei den Leventinern immer mehr Verantwortung und wäre ohne Ausfälle wohl ca. gleich unterwegs wie in den letzten beiden Saisons, als er 28, bzw. 26 Punkte sammelte. Diese Saison steht er nach 35 Spielen bei 20 Punkten, womit er gerade so im Soll ist.

    SC Bern: Tristan Scherwey (5)

    Ihn sieht man seit Jahren als Identifikationsfigur, obwohl er aus Wünnewil-Flamatt, und damit aus dem eigentlich geächteten Nachbarkanton kommt. Er wechselte allerdings bereits 2007 von der Nachwuchsabteilung von Fribourg-Gottéron nach Bern und ging nie mehr weg. Seit der Saison 2013/14 erzielte er, mit Ausnahme einer Saison, in jeder Saison zwischen 20 und 28 Punkte. In diesem Bereich liegt er auch dieses Jahr wieder, drei Spiele vor Schluss der Regular Season steht er bei 22 Punkten.

    Das schelmische Schwerwey-Lächeln war auch diese Saison vermehrt zu sehen.

    EHC Biel-Bienne: Gaëtan Haas (5.5)

    2021 kehrte Haas endgültig von seinem NHL-Abenteuer zurück, wechselte jedoch nicht zu seinem alten Verein in der Bundesstadt, sondern zum Kantonsrivalen aus Biel. Er war auf Anhieb Captain der Mannschaft und blieb dies auch. Hatte er in seiner ersten Bieler Saison noch ein wenig Mühe, konnte er letzte Saison mit 33 Punkten aus 46 Spielen zeigen, was er drauf hat. In dieser Saison ist er auf bestem Weg diesen Wert wieder zu erreichen, steht drei Spiele vor Quali-Schluss bei 31 Punkten.

    HC Davos: Andres Ambühl (4)

    Der ewige Büehli führt die Bündner auch diese Saison wieder als Captain aufs Eis, ist damit weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Seine 40 Lebensjahre merkt man ihm allerdings langsam an, sein Punkte-Wert liegt zurzeit zehn Punkte unter dem Wert von letzter Saison, bei vier ausbleibenden Spielen schwer vorstellbar, dass er sein Punkte-Konto noch von 19 auf 29 aufstockt. Aber auch mit einem tieferen Wert an Scorerpunkten hat Ambühl einen grossen Einfluss.

    Genève-Servette HC: Tanner Richard (4)

    Tanner Richard hatte bisher keine einfache Saison, fiel gleich für mehrere Spiele verletzt aus und muss nach dem Sieg der CHL erneut pausieren. Hat er in den vergangenen Saisons jeweils fast in zwei von drei Spielen gepunktet, reicht es ihm diese Saison nicht einmal in jedem zweiten Spiel zu einem Punkt. Aufgrund der Verletzungen ist es allerdings nicht fair zu sagen, Richard hätte enttäuscht in dieser Saison, denn bei 100% war er wohl eher selten. Immerhin läuft es bei ihm privat voll nach Plan (siehe Beitrag unten).

    HC Fribourg-Gottéron: Julien Sprunger (4.5)

    Was war dies für ein Moment für den Fribourger. Nie für einen anderen Verein gespielt, erreichte er als erst 15. Spieler erreichte er im Oktober die magische 1000-Spiele-Marke. Rund zwei Monate später wurde sein Vertrag ein weiteres Mal verlängert, was einer anderen Gottéron-Legende, Andrei Bykov, zum Verhängnis wurde. Leistungstechnisch kann er mit seinen 38 Jahren nicht mehr an seine Glanzzeiten anknüpfen, hat als Identifikationsfigur und Captain natürlich aber immer noch grossen Einfluss auf das Spiel der Drachen.

    EHC Kloten: Juha Metsola (4)

    Der Finne im Tor der Flughafenstädter ist weiterhin die klare Nummer 1 beim EHCK. Dies wird er allerdings nicht mehr lange sein, denn der 35-Jährige hat sich bereits vor der Saison entschieden, die Schweiz zu verlassen (Gründe im Beitrag unten). Metsola hat bisher in dieser Saison 37 Spiele absolviert, mit einer Fangquote von 90.3% liegt er aber unter dem Wert von letzter Saison (91.2%) und konnte die Playouts auch nicht verhindern.

    SCL Tigers: Harri Pesonen (3.5)

    Der Tigers-Captain liegt zurzeit weit unter den Werten der vergangenen beiden Saisons. Punktete er in der Saison 2021/22 noch 44-mal und kratzte auch letzte Saison mit 39 Punkten an der 40-Punkte-Marke, konnte er in dieser Saison in 47 Spielen erst 23-fach reüssieren. Wie Ambühl und Sprunger ist auch Pesonen langsam in einem Alter, wo seine Bedeutung nicht mehr nur an den Punkten gemessen werden kann.

    Lausanne HC: Antti Suomela (5)

    Vor der Saison haben wir gewarnt, dass in der vergangenen Saison einige namhafte Neuzugänge nicht wie gewünscht performen konnten und forderten von Antti Suomela eine Top-Saison. Zwar kommt er nicht mehr an die Top-Werte seiner letzten Saison in Schweden ran (66 Punkte in 51 Spielen), trotzdem darf man beim Finnen sagen, er ist in der Romandie angekommen. Mit bisher 40 Punkten (12 Tore, 28 Assists) hat er ziemlich überzeugend eingeschlagen.

    HC Lugano: Markus Granlund (4,5)

    Wir kommen zu einem Spieler, dessen Saison noch weniger bewertet werden kann, als bei Tanner Richard. Sein letztes Spiel hat der Finne am 8. Dezember absolviert, fällt seither aufgrund eines Risses des medialen Seitenbandes im linken Knie aus. Schade für ihn und die Lugenesi, denn in seinen 20 Spielen hat Granlund mit 16 Punkten so abgeliefert, wie man es von ihm erwartet hat. Mit seinen 16 Punkten aus 20 Spielen blieb er nur knapp unter dem Schnitt, welchen er letzte Saison erreichte (45 Punkte in 47 Spielen).

    SC Rapperswil-Jona Lakers: Roman Cervenka (4.5)

    "Zweimal Liga-Topscorer in Folge! Benötigt es mehr Argumente? Wir finden nicht.", schrieben wir vor der Saison zum prognostizierten Schlüsselspieler der Saison. Auch in der Liga-Prognose legten wir uns auf den Tschechen als erneuten Liga-Topscorer fest. Zwar ist er mit seinen 34 Scorerpunkte erneut Topscorer an der Perle am Obersee, zum Liga-Topscorer wird es ihm allerdings nicht reichen. Denn mit 24 Punkten Rückstand auf den momentanen Topscorer Marcus Sörensen ist es absolut unrealistisch, dass er sich die Krone noch holen wird.

    ZSC Lions: Denis Malgin (5.5)

    Der 27-Jährige beendete letzten Sommer sein zweites NHL-Abenteuer und schloss sich den Zürchern an. In ihn wurden hohe Erwartungen gesteckt, welche er bisher voll und ganz erfüllt. Er übernimmt Verantwortung und führte den Zett mit 43 Punkten zum (fast sicher feststehenden) Qualifikationssieg.Natürlich könnte man ein wenig meckern, dass er nicht mehr über einen Punkt pro Spiel machte wie in der Saison 2021/22, doch bei 43 Punkten wäre dies Jammern auf sehr hohem Niveau.

    EV Zug: Jan Kovar (4)

    Der Tscheche ist in Zug weiterhin Captain, nimmt in der Garderobe noch immer eine wichtige Rolle ein. Auf dem Eis jedoch, hat seine Bedeutung ein wenig eingebüsst. Es ist nicht so, als wären 27 Punkte aus 44 Spielen ein schlechter Wert. Allerdings sind diese im Vergleich zu vergangenen Spielzeiten doch eher enttäuschend, Kovar hatte seit seiner Ankunft am Zugersee nie weniger als 43 Punkte pro Saison.

    Einige werden langsam alt, andere Keyplayer wussten zu überzeugen
    Rating der Schlüsselspieler in der National League
    sport.ch

    Für ihn gab es eine brenzlige Situation

    Die Roadtrip-Geschichten des Christoph Bertschy

    Der HC Fribourg-Gottéron wird heute, Donnerstag, und am Samstag zwei Auswärtspartien im Tessin bestreiten. Dazwischen fahren sie nicht nach Hause, sondern bleiben gleich in der Sonnenstube der Schweiz. Einer, der so längere Reisen kennt, ist Christoph Bertschy.

    Er spielte in Nordamerika, kam vor allem in der AHL zum Spielen. In der Liga also, wo nicht alles Glanz und Glamour ist, sondern eher pragmatischt gedacht wird, wie der Freiburger gegenüber Frappzugab: "Die Hotels waren ganz okay. In der AHL nehmen die Teams aber immer die billigsten Flüge." Es sei "etwas weniger cool" gewesen, wenn man nach dem Spiel bis um drei Uhr nicht schlafen konnte und zwei Stunden später bereits der Flug ging.

    Trotzdem sind diese Reisen auch ein Grund, wieso er positiv auf seine nicht ganz so erfolgreiche Nordamerika-Zeit zurückblickt: "Obwohl ich mich in der NHL nicht durchsetzen konnte, schaue ich positiv auf die Zeit und die Erfahrungen zurück. Und da gehören Roadtrips definitiv auch dazu."

    Auf einer der vielen Reisen kam es allerdings zu einem Zwischenfall, der ihm einen kleinen Schrecken eingejagt haben dürfte: "In San Diego ging ich einmal mit einem Paddel Board aufs Meer. Die Strömung zog mich dann ziemlich weit hinaus. Zunächst kam ich überhaupt nicht vorwärts und zwei Coast Guards besprachen sich schon und zeigten auf mich. Ich gab nochmals Vollgas und es klappte doch, aber ich kam schon etwas ins Schwitzen."

    Bertschy freut sich auf die Reise ins Tessin, denkt, dass es gut zusammenpasst, vor den Playoffs an der Teamchemie zu arbeiten und etwas zusammen zu unternehmen. Bei schönem Wetter werde man sicher Zeit am See verbringen. Hoffentlich dann nicht auf dem See und ohne Strömung

    Eigentlich eine crazy Geschichte, dass Lugano die so hängen lässt. Am Schluss sind sie trotzdem noch unter Lugano Ladies unterwegs auch wenn sie nicht mer im Verein Lugano integriert sind.


    Crowdfunding wurde gestartet

    In Lugano wird das Geld knapp

    Die Lugano Ladies sammeln Geld, um bis zum Saisonende den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Es fehlen rund 15'000 Schweizer Franken
    Die Lugano Ladies haben vor der aktuellen Saison eigentlich bereits ihren Rückzug angekündigt. Dank diverser neuer Sponsoren konnte die laufende Spielzeit dennoch gestartet werden. Nun braucht der Verein abermals Geld. Um das Saisonende zu erreichen, benötigt der Verein 15'000 Franken. Davon werden 9'000 Franken für die Reisekosten gebraucht. Dieses Geld will der Verein mittels Crowdfunding einnehmen. Lugano hat sich nicht für die Playoffs qualifiziert. Muss aber noch an der Platzierungsrunde teilnehmen. Da warten Fribourg, Davos und Langenthal als Gegnerinnen. Die Lugano Ladies sind seit der Saison 2018/2019 nicht mehr dem Verein Hockey Club Lugano und der Hockey Club Lugano AG unterstellt