Beiträge von Sbornaja

    Jettzt aber im Ernst: Das hat ja null komma gar nix an Aussagekraft!
    Ich brauche einen Top-Goalie, Verteidiger die offensiv und defensiv stark sind, hervoragende Center und wichtig, Flügelstürmer die passen und wohl auch
    treffen. C'mon, hätte ich dir so auch sagen können. Ziemlich lustig.

    Muesch de Reste denk au läse du huere Panane!

    S.16 + S.17,
    im Sport.ch sind meistens nur immer Usschnitt vo Bricht, ussert sind eigeni Recherche.

    Da INSIDER 3 – Das SCB-Business-Magazin by IMS Marketing AG - Issuu
    Ganz wichtig de Fönfäkt no läse :mrgreen:

    Sportchef beim SCB
    Andrew Ebbett gibt exklusive Einblicke in seine Transferphilosophie

    Als Sportchef ist Andrew Ebbett unter anderem für die Zusammenstellung der Mannschaft verantwortlich, wovon letzten Endes ein Grossteil des Erfolgs abhängt. Gegenüber den klubeigenen Medien erläutert er ausführlich, worauf er dabei ein besonderes Augenmerk legt.

    Während die Aufgaben eines Sportchefs bezüglich der Zusammenstellung eines Kaders auf den ersten Blick klar erscheinen, stellt sich schnell einmal die Frage, wie man überhaupt auf geeignete Spieler kommt. Andrew Ebbett, Sportchef des SC Bern, erläutert seine Philosophie.

    "Um ein erfolgreiches Team zusammenzustellen, braucht man einen sehr guten Goalie. Bei den Verteidigern achte ich darauf, dass es einen guten Mix zwischen offensiven und defensiven Spielern gibt", äussert er sich gegenüber dem klubeigenen Magazin Insider.

    "Die Offensive baue ich auf der Center-Achse auf. Die Mittelstürmer führen eine Linie. Sie entscheiden über den Erfolg oder Misserfolg eines Angriffs. Deshalb sind starke Center entscheidend (...). Die Flügel sind ebenfalls wichtig. Sie müssen gut miteinander harmonieren", so Ebbett weiter.

    Weitere Aussagen zur Rolle des Trainers und der jeweiligen Linien sowie zu Verletzungen lest ihr hier.

    Übrigens war ich letzte Saison von Leone positiv überrascht, das war ziemlich erfrischend was er uns da gezeigt hat für ein GCK Spieler.
    War deutlich besser als einige andere die ihren Platz auf sicher hatten.

    Das möchte jemand seine Pokalsammlung endlich in Schwung bringen. Auch wenn es Bazeli kostet. Bei uns kommt dann einer von GCK.

    Was ja auch okey ist, oder? Dafür hat man sie ja.
    GCK Karki hat 36 Punkte. Backman 29 P. und Mettler 28 P. und Leone 23 P.
    Da ist Hans was Heiri wer hochgezogen wird. Schweizer wie Import.

    C. Emmerton 37 Punkte

    Soviel schlechter sind die jetzt nicht, verglichen mit Emmerton.

    Thomas Grégoire ist dann ein anderes Kaliber und natürlich auch ein Off. Verteidiger.
    Gibt dem Bandenbeau etwas mehr taktischen Spielraum, wie man heute so schön sagt.

    Vertragsklausel wurde aktiviert
    Christian Wohlwend bleibt dem HC Ajoie erhalten

    Christian Wohlwend steht seit dieser Saison beim HC Ajoie an der Bande. Die Jurassier liegen aktuell auf dem letzten Rang und haben zehn Punkte Rückstand auf den EHC Kloten, aber auch vier Spiele weniger absolviert. Jetzt hat der Trainer das Vertrauen des Sportchefs erhalten.

    Während es in den ersten beiden Saisons in der National League beim HC Ajoie zu einem Trainerwechsel kam, dürfte das jetzt nicht mehr geschehen. Denn der Vertrag von Christian Wohlwend wurde um ein weiteres Jahr verlängert, wie Sportchef Julien Vauclair gegenüber dem Quotidien Jurassien bestätigt. Es gab eine Klausel im Vertrag für eine weitere Saison, die bis zum 31. Januar von beiden Parteien unterschrieben sein musste. Das ist jetzt geschehen.

    Soooo, da kommt er also wieder unser absoluter Angstgegner. 1 Sieg auswärts aus den letzten 5 Direktbegegnungen gegen den SCRJ... Da schlottern die Knie und die Stöckchen noch viel mehr als sonst und Nyffeler wird sich jetzt schon freuen, dass sein Bauch für die paar Schüsschen wie eine Zielscheibe wirkt :mrgreen:
    Dass wir gerne Aufbaugegner spielen, haben wir ja letztes Weekend und die letzten Wochen sauber und gerne gezeigt.

    9 geschossene Tore in den letzten 5 Heimspielen, seit dem 2.12.2023, nie mehr als 2 Tore in einem Heimspiel geschossen. (2.12.23 4-2 vs. Genf)

    Auch heute gilt es wieder für den SCB, Kloten sorry heute ists ja Rappi, tief zu stehen, Slot dicht machen und den Bumper nicht in die Zone lassen, den ZSC die ersten 10 Minuten bei seinem Tiki-Taka-Wunderschön-Feuerwerk rumkreisen lassen wie sie wollen (fällt ja seit Wochen keiner mehr drauf rein) und so das ganze Startfurioso möglichst schadlos überstehen.
    Danach sind die Punkte mehr oder weniger schon im trockenen, eventuell noch die 5 letzten Minuten, wenns bis da noch nicht entschieden ist.

    Es reichen ein paar gefährliche Konter. Mehr als 3 Tore (+Empty) müssen die Rappen eh nicht schiessen, so hat der ZSC die letzten 6-7 Spiele zuhause nur noch knapp 1- max. 2 Tor/e geschossen.

    Wer beim ZSC im Tor steht, ist eigentlich ziemlich egal, einfach einen aus dem Quintett Hrubec, Zumbühl, Ruppelt, Christian Kirsch oder Livio Wirth hinten reinstellen. 3-4 Tore werden so oder so gefressen.

    Wir können also eigentlich unmöglich gewinnen, also tun wirs :heavy: Nach dem Motto: Und wenn du denkst es geht nichts mehr, kommt irgendwo der ****** her...

    Hier mal ein bisschen ausführlichere Statistik:

    TABELLE

    # MannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
    2ZSC LionsZSC Lions392311752122:824080
    12SC Rapperswil-Jona LakersSC Rapperswil-Jona Lakers391121214087:119-3243

    DIREKTER VERGLEICH

    Begegnungen 123

    Siege ZSC Lions 73

    Siege SC Rapperswil-Jona Lakers 41

    Unentschieden 9

    Torverhältnis 430 : 316

    LETZTE SPIELE

    07.01.2024
    ZSC Lions  2:3 n.V. SC Rapperswil-Jona Lakers

    07.10.2023
    SC Rapperswil-Jona Lakers  2:5 ZSC Lions

    18.02.2023
    ZSC Lions   3:4 SC Rapperswil-Jona Lakers

    07.01.2023
    SC Rapperswil-Jona Lakers  5:2 ZSC Lions

    07.12.2022

    ZSC Lions   2:3 SC Rapperswil-Jona Lakers


    Die ZSC Lions empfangen am Dienstagabend die SCRJ Lakers. Vor wenigen Wochen haben die Rosenstädter in Zürich nach Verlängerung 3:2 gewonnen. Eine Chance auf Revanche für den Zett.

    «Die letzte Partie in Zürich konnte man erfolgreich gestalten. Warum auch nicht am kommenden Dienstag!?», lauten die letzten Worte im SCRJ-Spielbericht vom vergangen Sonntag. Die Gäste haben am 7. Januar in Altstetten zwei Punkte geholt und werden mit breiter Brust den Lions das Leben schwer machen wollen. Vielleicht hat man am Obersee ein wenig aufs Zürcher Derby geschaut und erhofft sich die kleine Baisse beim Zett ausnutzen zu können. Zurück im Feuergewand ist Roman Cervenka, der bei den Lakers immer besser in Form kommt. Der SCRJ braucht besonders seine Imports in Höchstform, um in der Tabelle einen sicheren Platz zu belegen. Da Kloten bekanntlich sechs Punkte am Wochenende holen konnte, ist auch für die Lakers das Eis ein wenig dünner geworden.

    Wiedergutmachung

    Für die ZSC Lions ist die Aufgabe SCRJ Lakers vielleicht genau die richtige. Einerseits um die Niederlage auf heimischem Eis von Anfang Januar zu korrigieren und andererseits um nach den beiden Derby-Niederlagen ein positives Zeichen zu setzen. Denn die ganze Woche hat es in sich für die Mannschaft von Headcoach Marc Crawford. Rapperswil braucht Punkte, Biel kommt mit viel Aufschwung und in Genf wartet der amtierende Meister und Finalist der Champions Hockey League. Die Trends sind bei den Gegnern wohl positiver als aktuell bei den Limmattstädtern. In den letzten sechs Spielen gab es nur einen Sieg für den Zett. Hopp ZSC!

    Ones to Watch: We are the Lions

    Last Five: Es sind nicht die glorreichsten fünf Spiele, die der ZSC zuletzt gezeigt hat. Ausser dem Sieg in Langnau gab es keinen Erfolg mehr für die Zürcher. Am Wochenende kam es dann ganz dick mit zwei Derby-Niederlagen. Eine Reaktion ist gefordert von den Löwen, die selbst unbedingt wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren wollen.

    Hrubi: Auch wenn er im Kasten die letzten vier Spiele verloren hat, er bleibt statistisch der beste Goalie der Liga. Gegen Kloten gab es drei Gegentore am Sonntag, bei denen er machtlos war. Gelingen den Zürchern in der Offensive wieder mehr Scorerpunkte, wird's auch für den Tschechischen Keeper einfacher.

    Tabellensituation: Der Zett liegt aktuell, bei einer Spiel weniger, auf dem zweiten Platz. Es kristallisiert sich ein Dreikampf um die direkte CHL-Qualifikation heraus. Fribourg, Zug und eben Zürich wird noch in der Quali einen der beiden begehrten Plätze sichern wollen. Der dritte Spot geht an den Meister, was die schönste Variante für eine Qualifikation wäre.

    Powerplay: Die Lakers haben gegen Langnau am Sonntag nur ein Tor aus zehn Minuten Powerplay erzielt. Das ist zu wenig meinen die Rosenstädter selbst. Doch auch bei den ZSC Lions wirkt es ein wenig knorzig. Gegen Kloten gab es sechs Powerplay-Möglichkeiten, ohne das ein Tor daraus resultierte.

    onestowatchzschrubecrappi

    Ones to Watch: SCRJ Lakers

    Last Five: Zwei Siege und drei Niederlagen gab es in den letzten fünf Spielen. Einen Erfolg gegen die Lions auf Zürcher Eis und in der Ferne bei den SCL Tigers. Ein kleiner Lauf könnten den Lakers die nötigen Punkte für eine entspanntere Endphase der Qualifikation bescheren. Doch am Obersee mögen sie anscheinend Spannung mehr, als Gelassenheit. Gegen Langnau hätte eine kleine Befreiung passieren können, doch nach dem Sieg in der Ilfishalle gab es zu Hause eine 2:4-Niederlage. Die Tabellensituation bleibt somit vorerst unverändert.

    Nicklas Jensen: 4 Tore und eine Vorlage steuerte der Däne in den letzten fünf Spielen bei. Vor diesen fünf Partien stand er bei fünf Saisontreffern und hat seine Scorerpunkte vervierfacht innert kürzester Zeit. Auf ihn müssen die Lions ein Auge werfen, hat er doch bereits am 7. Januar den Score eröffnet.

    Maxim Noreau: Der erfahrene Frankokanadier ist seit vier Spielen zurück im Lineup bei den Rosenstädtern. Zwei Vorlagen und ein Tor stehen zu Buche seit seinem Comeback. Er könnte ein Schlüssel sein für das eher durchwachsene Powerplay-Spiel der Lakers und von der blauen Linie aus bleibt er gefährlich.

    Rück- und Ausblick: noch bleiben zwei Obersee-Derbys übrig. Es steht 1:1 nach zwei Partien. Jeweils auf fremdem Eis konnten die Teams punkten. Ein klares 5:2 für den Zett in der St. Galler Kantonalbank Arena und erst kürzlich ein 3:2-Sieg für Rappi nach Verlängerung in der Swiss Life Arena.

    Onestowatchrappinoreau

    Du Vogel häschs no immer druff, wärsch gschieder Schiriobman bliebe 8)
    Hüt chömed wieder 3 vo dine Vögel us oiem Schwarm id SLA, falls au ume bisch.
    Nummere häsch ja, suscht bini gern behilflich...

    Auch im Hinblick auf die Ausgangslage für die Playoffs
    Eine kleine Baisse zum "richtigen" Zeitpunkt, aber sie darf nicht zu lange anhalten

    Die National-League-Tabelle birgt nach dem Wochenende mit den Doubleheadern an diversen Stellen Spannung. Wir wollen einen Blick auf das obere Drittel und die Situation der ZSC Lions werfen.

    Die Zürcher schwächelten zuletzt etwas. Vor den beiden Spielen gegen den EHC Kloten haben sie zwar 15-mal in Folge gepunktet, aber doch die eine oder andere Partie nach Verlängerung oder nach Penaltyschiessen verloren. Mit den beiden Niederlagen gegen den Kantonsrivalen kommen die Lions nun auf vier Siege aus den letzten zehn Partien. Damit ist das Team von Marc Crawford in der Tabelle auf den zweiten Platz abgerutscht und vom HC Fribourg-Gottéron überholt worden.

    Oberes Tabellendrittel, Stand 22.01.2024.

    Dass die Baisse nicht spurlos an den ZSC Lions vorbeigeht, zeigt das Interview von Captain Patrick Geering nach der Derby-Niederlage im eigenen Stadion:

    Zitat

    "Ich muss Kloten ein Kränzchen winden. Sie haben sehr aufopfernd gespielt. Es ist ein Skandal, was wir abgeliefert haben. Fuck, Samstagabend, volle Hütte, Zürcherderby und wir haben nach zwanzig Minuten weniger Schüsse aufs Tor als sie. Ich möchte Kloten überhaupt nicht schmälern und ihre Leistung war super. Aber, fuck, von uns muss mehr kommen und das kann es einfach nicht sein."

    Patrick Geering, 20.01.2024, MySports

    Sein Fazit war, dass man es am nächsten Tag unbedingt besser machen müsse. Mittlerweile ist klar, auch die zweite Partie ging mit 1:3 verloren. Dank des heraus gespielten Vorsprungs in der Tabelle ist es eine Baisse, welche sich die ZSC Lions leisten können, zumindest, wenn sie nicht länger anhält. Nach Verlustpunkten ist der "Zett" schliesslich noch immer Leader. Dennoch ist es ein Schuss vor den Bug und Marco Bührer meinte nach der ersten Niederlage im MySports-Studio: "Logisch ist es nicht gut, nicht lässig und sie sind nicht zufrieden, aber wenn ich als Zürich einmal eine Baisse haben will, dann ist es wahrscheinlich gerade jetzt." Er fügte noch an, dass ein Sieg im zweiten Spiel wichtig wäre und, dass es anfangs März kein Tief geben darf.

    Ein Grund für die kleine Baisse der ZSC Lions dürfte in der Schusseffizienz liegen. Seit Anfang Dezember haben die Zürcher in 14 Partien nur viermal mehr als drei Tore geschossen. Mit einer so gut bestückten Offensive, wie sie die Lions haben, darf das durchaus etwas kritisiert werden. Aus diesem Grund waren auch sehr viele Spiele bis zum Ende hart umkämpft. Gegen Kloten gab das Team beide Male im Schlussabschnitt mit 17:7 Torschüssen den Ton an, konnte das Spiel aber nicht mehr drehen.

    Die Vorbereitungen auf die Playoffs

    Im Endeffekt ist aber die Qualifikation für die Playoffs entscheidend und die werden der HC Fribourg-Gottéron, die ZSC Lions und der EV Zug allesamt schaffen. Als zweiter wichtiger Punkt folgt dann die Platzierung, denn das Heimrecht kann in den Playoffs definitiv Gold wert sein. Das hat sich zum Beispiel letzte Saison beim Genève-Servette HC gezeigt. Zudem kann der Qualifikationssieger in einem möglichen Halbfinal dem Zweit- und Drittplatzierten aus dem Weg gehen, und auf diesen Rängen finden sich aktuell die Titelfavoriten.

    Einen weiteren Grund, weshalb die Baisse der Zürcher nicht allzu lange anhalten sollte, lieferte Sven Helfenstein am Samstag im Studio: "Den Knopf drücken kann, glaube ich, niemand mehr, diese Zeiten sind vorbei. Man muss versuchen, bereit in die Playoffs hineinzukommen." Darauf will sich ein Team wie die ZSC Lions wohl auch nicht hinauslassen. Denn wie bereits erwähnt, der erste Platz muss für die Top-Drei in der aktuellen Situation das Ziel sein.

    eine kleine baisse zum richtigen zeitpunkt aber sie darf nicht zu lange anhalten (sport.ch)

    Auch er kann in 2-4 Jahren immer noch "nach Hause" kommen.

    Es ist manchmal für die eigene Entwicklung besser, wenn die Jungs aus Ihrer Wohlfühlzone kommen müssen.
    Macht sie meistens um einiges stärker.

    Es sieht wirklich so aus, als ob der ZSC nächste Saison im Schnitt einige Jahre jünger sein wird.
    Ich finds gut!
    Die alten Hasen konnten sich lange genug zeigen oder nicht zeigen.
    Chancen zu performen waren mehr als genügend vorhanden.

    Danke für alles und bis bald, Phil! Viel Glück!

    hab die Zusammenfassung von Bern - Lugano auf RSI 2 geschaut heute morgen und musste wieder :spinneli: Marco Maurer säbelt Quenneville mit Blinde Check um, gibt ein 2er.

    Quenneville kurz vor Schluss haut Vermin in die Bande, völlig unnötig gibt auch ein 2er.

    Und dann vor jeder Saison heisst es "Checks gegen den Kopf / Nackenbereich werden härter geahndet", naja auf dem Eisfeld sieht es danach völlig anders aus

    Seit 10 Jahren die gleichen scheiss Vorsätze...

    Kommt mir immer wie die Silvestervorsätze, von Rauchern oder den Feissen die 10 kg abnehmen wollen, vor...

    Wurde glaube ich noch nicht gepostet:

    Roger Schawinski über Walter Scheibli«Ich sagte spontan: Walti, aus dir mache ich einen Star»

    Der Radiopionier bot Walter Scheibli mit Radio 24 die Plattform, um ein Kultreporter zu werden. Vor der Abdankung am Dienstag erinnert sich Roger Schawinski mit einem Schmunzeln.

    Simon GrafSimon Graf Publiziert: 16.01.2024, 06:00

    Der rasende Reporter: Walter Scheibli wurde mit seiner Passion zur Kultfigur.

    Der rasende Reporter: Walter Scheibli wurde mit seiner Passion zur Kultfigur. Foto: Radio 24

    Roger Schawinski, wie war Ihre erste Begegnung mit Walter Scheibli?

    Zu den Anfangszeiten von Radio 24 stand er einmal plötzlich in meinem Büro an der Limmatstrasse und sagte, er wolle Sportreporter werden. Wir waren ein junges Radio, es bewarben sich vor allem Junge in den Zwanzigern. Dann stand plötzlich dieser ältere, etwas rundliche Herr vor mir und sagte, er sei Vertreter für Kaffeemaschinen und Verpflegungsautomaten für Firmen, aber sein Traum sei es, Radioreporter zu werden. Eigentlich passte er gar nicht zu uns.

    Und das sagten Sie ihm?

    Nein. Er war mir auf Anhieb sympathisch. Ich nahm in als unglaublich herzlichen, sportbegeisterten Menschen wahr. Er sagte, er habe sich auch bei der SRG beworben, aber da habe man ihn abgelehnt, weil er einen Sprachfehler habe. Ich fand das kein Problem, im Gegenteil.

    Im Gegenteil?

    Ich suchte immer Persönlichkeiten. Sie müssen nicht perfekt sein, aber sie müssen irgendetwas Spezielles haben. Bei der SRG wollte man die glatte Reportage. Aber ich fand: Gerade mit seinem Sprachfehler fällt er auf. Seine Schwäche kann zu seiner Stärke werden. Ich sagte spontan: «Walti, aus dir mache ich einen Star. Auch wegen deines Sprachfehlers. Der hebt dich von den anderen ab.» Sein Sprachfehler war ja ein S-Fehler. Und jedes Mal, wenn er Zett Ess Cee sagte, kam dieser prominent zum Vorschein.

    Roger Schawinski: «Ich sagte spontan: ‹Walti, aus dir mache ich einen Star.›»

    Roger Schawinski: «Ich sagte spontan: ‹Walti, aus dir mache ich einen Star.›» Foto: Silas Zindel

    Scheiblis Sprachfehler wurde zu seinem Markenzeichen, aber auch, dass er parteiisch war. Er versteckte nie, dass er dem ZSC die Daumen drückte.

    Genau. Als Lokalradio konnten wir den Sport anders präsentieren als die SRG, aus Zürcher Perspektive. Walter Scheibli musste nicht neutral berichten. Das entsprach ihm. Er war immer fair gegenüber den Gegnern. Aber es war ganz klar, welche Resultate er sich erhoffte. Wann er jubelte und wann er traurig war. Das sorgte für eine ganz andere Tonalität. Er war einzigartig, weil er seine Emotionen offen zeigen konnte. Das durften sie bei der SRG nicht, weil sie für die ganze Schweiz berichteten. Und er reportierte ja auch von FCZ- und GC-Spielen, ebenfalls aus Zürcher Sicht. Aber mit der Zeit wurde das Eishockey immer bedeutender für uns.

    Wie wichtig war Scheibli für Radio 24?

    Er war einer unserer wichtigsten Reporter, ganz klar. Wenn man es mit heute vergleicht: Gibt es noch vergleichbare Figuren am Radio mit einer solchen Ausstrahlung? Nein. Diese Zeit ist vorbei. Es ist nicht nur so, dass die Persönlichkeiten fehlen. Die Zeiten haben sich auch geändert. Es gibt so viele verschiedene Quellen, Internet, Social Media, man bekommt andauernd Pushmeldungen und kann jeden Hockeymatch am Fernsehen schauen. Für uns nahmen die Sportübertragungen lange eine zentrale Rolle ein. Radio war damals als Informationsmedium viel wichtiger als heute. Und Walti nahm seinen Job sehr ernst, war immer gut vorbereitet. Gerade was die Einleitungen aufs Spiel betraf, war er sehr akribisch. Er schrieb immer einen Text vor.

    Er genoss es, gefeiert zu werden: Walter Scheibli im Oktober 2012 im legendären gelben Pullover.

    Er genoss es, gefeiert zu werden: Walter Scheibli im Oktober 2012 im legendären gelben Pullover.

    Foto: Andy Mueller (Freshfocus)

    Scheibli wurde zu einer Kultfigur im Hallenstadion.

    Absolut. So bescheiden Walti war, er genoss es sehr, wie er gefeiert wurde. Wenn das Spiel flau war, riefen die Fans: «Waaaaalter Scheibli.» Und er stand mit seinem gelben Pullover auf und winkte ins Publikum. Das war für ihn das Grösste. Ich sagte zu ihm: «Am Schluss deiner Einschaltung musst du dich immer abmelden mit dem Resultat. Also: ZSC eis, Davos zwei, Walter Scheibli für Radio 24.» Das wurde auch zu einem legendären Spruch.

    Der ZSC war in den Achtzigerjahren noch der Underdog, es gab viel zu leiden. Trug das auch bei zum Kult?

    Ja. Am Anfang war der ZSC ja noch in der Nationalliga B. Walti musste nach Ajoie reisen und kam um drei Uhr morgens nach Hause. Und wenn der Aufstieg verpasst wurde, litt er. Ich ging auch immer wieder ins Hallenstadion, unter anderem ans legendäre Spiel 1992 im Viertelfinal gegen Lugano, als die Hütte brannte wie nie zuvor und nachher. Alles war voller Rauch, Lugano war der haushohe Favorit. Wir lagen uns alle in den Armen. Eine solche Begeisterung habe ich nie mehr in einem Stadion erlebt.


    Als der ZSC 1992 das «Grande Lugano» stürzte.

    Youtube

    Wie gut passte Scheibli ins junge Team von Radio 24?

    Tipptopp, das war kein Problem. An der Weihnachtsfeier nahm er mit seinem breiten Lachen und seiner Herzlichkeit alle für sich ein. Alle mochten ihn. Später kam dann ja auch sein Sohn dazu, Walter J. Auch er war ein herzensguter Mensch und machte bei uns jahrelang Reportagen. Ich pflegte Kontakt mit der ganzen Familie, auch mit Frau Margrit. Wir hatten auch eine eigene Fussballmannschaft bei Radio 24, sein Sohn spielte mit. Und Walter Scheibli kam immer an die Spiele und feuerte uns an. Es war sehr familiär.

    Stand Walter Scheibli nicht im Tor? Er hatte ja von einer Goaliekarriere in Frankreich geträumt und einst drei Nationalliga-A-Spiele bestritten.

    Nein, nicht mehr. Aber er hat uns erzählt von seinen glorreichen Zeiten. Ich wunderte mich immer, weil er eigentlich so klein war. Was nicht optimal ist für einen Goalie. Er war ja nicht grösser als 1,70 Meter.

    Bei der Fusion des ZSC mit der GC-Eishockeysektion kämpften Sie zusammen mit Scheibli für das Kürzel ZSC. Letztlich blieb es.

    Ja, aber wir mussten in den sauren Apfel beissen und das Lions akzeptieren. Doch es wurde nie wichtig. Noch keiner hat ZSC Lions gerufen. Wir machten Sondersendungen, es war Aufruhr in der Stadt. Als es auf der Kippe stand, ging ich zu Walter Frey und sagte: «Das könnt ihr nicht tun! Der Clubname ist heilig.» Seine Frau sagte zu ihm: «Dann gib ihm doch den Club, Walti.» Ich bin total erschrocken und sagte: «Nein, bitte nicht! Ich habe nicht so viel Geld.» (lacht)

    Wann haben Sie Walter Scheibli das letzte Mal gesehen?

    Ich rief ihn vor ein, zwei Jahren einmal an. Aber er hörte mich nicht mehr so gut und schrie in den Hörer. Kurz vor seinem Tod rief mich einer seiner Verwandten an und sagte: «Ich war gerade in der Klinik bei Walti. Er ist zwar nicht mehr so präsent. Aber kann sich immer noch erinnern an die Zeit bei Radio 24 und hat von dir geredet. Könntest du ihn nicht einmal besuchen?» Ich sagte: «Ja klar.» Wir machten aus, dass wir ihn im neuen Jahr besuchen würden. Drei Tage später starb Walti.

    ZSC Lions: Roger Schawinski über Radioreporter Walter Scheibli | Tages-Anzeiger (tagesanzeiger.ch)


    Simon Bodenmanns letzte DerbysDer ZSC-Stürmer hört auf – und verkauft eine eigene Mundspülung

    Nach 18 Jahren, zwei Meistertiteln und WM-Silber ist Schluss: Simon Bodenmann wechselt Ende Saison in die Privatwirtschaft. Was er vermissen wird und welche Geschäftsideen er verfolgt.

    Angelo Rocchinotti Publiziert heute um 09:01 Uhr

    Seit sechs Jahren spielt Simon Bodenmann im Dress der ZSC Lions. Er wird kein anderes mehr tragen. Ende Saison wird der Stürmer seine Karriere beenden.

    Seit sechs Jahren spielt Simon Bodenmann im Dress der ZSC Lions. Er wird kein anderes mehr tragen. Ende Saison wird der Stürmer seine Karriere beenden.

    Foto: Andy Mueller (Freshfocus)

    Er beschrieb sich als loyal, ehrgeizig und unpünktlich. Und sagte: «Ich komme immer zu spät, ausser zu den Trainings. Doch selbst da bin ich oft der Letzte.» Elf Jahre ist das her. Nun öffnet Simon Bodenmann mit entschuldigendem Blick die Tür zum Restaurant Zett und sagt fünf Minuten nach dem vereinbarten Termin: «Sorry, ein Skandal. Jetzt bin ich 35 und schaffe es noch immer nicht, pünktlich zu sein.» Dabei habe er extra noch auf den Saunabesuch verzichtet. Lukas Flüeler ärgere sich schon seit 20 Jahren über seine Unpünktlichkeit.

    Flüeler und Bodenmann sind beste Freunde. Zehn Jahre lang teilten sie sich eine Wohnung. Im Frühjahr 2022 trat der dreifache ZSC-Meisterkeeper zurück, nun zieht Bodenmann am Ende der Saison nach. «Ein schönes Alter, um aufzuhören», sagt der Stürmer, der im März 36 wird. Noch vor einem Jahr konnte sich der WM-Silberheld von 2013 mit dem Gedanken nicht anfreunden.

    Der läuferisch und technisch begnadete Flügel erhielt von Trainer Marc Crawford viel Vertrauen. Wann immer der ZSC ein Tor benötigte, wurde Bodenmann aufs Eis geschickt. Dieser dankte es mit 16 Treffern und 30 Punkten. Auf noch bessere Werte (35 Punkte) kam der gebürtige Winterthurer einzig in seiner letzten Spielzeit in Bern 2017/18. Dennoch wollten die Verantwortlichen den Kontrakt zunächst nicht verlängern. Es gelte, den Verjüngungsprozess einzuleiten, hiess es.

    Damals wurde Bodenmann erst bewusst, dass seine Karriere in wenigen Monaten zu Ende sein könnte. Er war nicht darauf vorbereitet, sagt: «Das hätte mich aus etwas gerissen, das nicht fertig war.» Vier Bodenmann-Tore in den zwei Derbys gegen Kloten führten schliesslich zu einem Umdenken. Der ZSC stattete den 73-fachen Nationalspieler mit einem neuen Einjahresvertrag aus.

    Seine vier Tore in den beiden Derbys gegen Kloten brachten ZSC-Stürmer Simon Bodenmann in der vergangenen Spielzeit doch noch einen neuen Vertrag ein.

    Seine vier Tore in den beiden Derbys gegen Kloten brachten ZSC-Stürmer Simon Bodenmann in der vergangenen Spielzeit doch noch einen neuen Vertrag ein.

    Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)

    Im Sommertraining hat sich Bodenmann noch einmal abgemüht. Er fühlt sich körperlich fit und sagt: «Mir tut nichts weh.» Dennoch begannen Gedanken übers Karriereende in ihm zu reifen. Dass er in Crawfords Plänen nur noch eine untergeordnete Rolle spielt und kaum über die vierte Linie hinauskommt, beschleunigte den Prozess. Als Sportchef Sven Leuenberger ihn im November nach seiner Zukunft fragte, kam die Antwort prompt: «Ich höre auf.»

    Ambri warb um die Gunst des Stürmers. Ein Wechsel hätte Bodenmanns Karriere perfekt abgerundet, schliesslich fieberte er als Kind in der Valascia von der Fankurve aus mit. Vor einem Jahr hätte Bodenmann noch zugesagt, nun zog er ein Angebot aus der Privatwirtschaft vor. Ab September wird der Zürcher, der 2019 ein Fernstudium in Betriebsökonomie mit Master abgeschlossen hat, eine Stelle im Asset-Management bei der Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site Solutions antreten. Dort arbeitet er bereits jetzt an zwei Nachmittagen die Woche.

    Auch im Büro schon abgeklatscht

    Die Momente im Eishockey lebt der Stürmer nun bewusster. Er denkt an die Derbys. Am Samstag in Altstetten, am Sonntag am Schluefweg. Es sind Bodenmanns letzte Duelle gegen seinen Stammclub. 2006 debütierte er für Kloten in der höchsten Liga. Aus dem damaligen Team sind heute einzig Damien Brunner und Robert Mayer noch aktiv.

    Auf die Frage, was Bodenmann künftig vermissen wird, kommt er aufs Garderobenleben zu sprechen. Er denkt an die Leichtigkeit und die Sprüche, sagt aber auch, dass sie sich im Büro auch schon abgeklatscht hätten. Generell stellt er im Vergleich zu seinen Anfängen Unterschiede fest.

    «Der Druck auf jeden Einzelnen ist noch einmal grösser geworden. Gerade bei uns ist aufgrund des breiten Kaders jeder noch mehr mit sich selbst beschäftigt, um spielen zu können. Das macht es automatisch schwieriger, abseits der Eishalle als Team Zeit zu finden, etwas zu unternehmen.» Früher hätten sich die Profis auch mal für den Ausgang verabreden können, sofern es der Spielplan zugelassen habe. «Nun kommt mit Vinzenz Rohrer und Co. eine Generation, die noch professioneller und bereits in jungen Jahren auf Leistung getrimmt ist. Aber das haben Liniger, Jenni und Co. bestimmt auch schon über uns gesagt – nichts als normal, dass sich die Dinge verändern.»

    Mundspülung-Idee kam nach einem Unfall

    Bodenmann freut sich auf Dinge, die ihm während des Profilebens verwehrt blieben. Auf das Skifahren. Oder darauf, selbstbestimmter leben und vorausplanen zu können. Zudem will der zweifache Meister mit Bern weiter an Geschäftsideen tüfteln.

    Mit Flüeler und einem weiteren Studienkollegen entwickelte er unter dem Label Okkaw – die Herkunft des Namens ist ein Betriebsgeheimnis – eine Ingwer-Minze-Mundspülung. Ideen hatte das Trio einige. Die der Mundspülung setzte sich durch, nachdem ein Spieler bei einem Unfall mehrere Zähne verloren hatte. «Unser Kollege fragte, wie der Spieler nun seine Zähne putze. Wir antworteten: Gar nicht, er benutzt Mundspülungen.»

    Okkaw heisst das Mundwasser, das Simon Bodenmann und Lukas Flüeler gemeinsam mit Studienkollege Dino von Büren entwickelt haben. Mundspray und Zahnpasta sollen folgen.

    Okkaw heisst das Mundwasser, das Simon Bodenmann und Lukas Flüeler gemeinsam mit Studienkollege Dino von Büren entwickelt haben. Mundspray und Zahnpasta sollen folgen.

    Foto: PD

    Dem Trio ging es darum, das im Studium Gelernte in die Praxis umzusetzen, wie Bodenmann festhält. Und er schmunzelt: «‹Flüeli› lachte mich immer aus, weil ich früher stets ein spezielles Mundwasser verwendet habe. Witzig, dass wir nun eine eigene Mundspülung herstellen.» Wichtig: Im Vergleich zu einem Mundwasser kann eine Mundspülung unverdünnt angewendet werden.

    Bald sollen auch Mundspray und Zahnpasta folgen. Noch aber gilt Bodenmanns Hauptaugenmerk dem Eishockey. Er freut sich auf die letzten Monate. Und sagt: «Ich hatte die beste Zeit im Eishockey, bin nur dankbar. Wenn ich gesundheitlich so aufhören kann, wie es mir jetzt geht, bin ich der glücklichste Mensch. Für den maximalen Erfolg werde ich nochmals alles in die Waagschale werfen.»

    ZSC: Simon Bodenmann tritt zurück und verkauft Mundspülung | Tages-Anzeiger (tagesanzeiger.ch)

    ZSC, Fribourg oder Zug:
    Wie wichtig ist der Quali-Sieg?

    Artikel von Stephan Roth • 1 Tag(e)

    Das Rennen um Platz 1 nach der Regular Season geht in die entscheidende Phase. Einen Pokal gibts für den Sieger nicht, dafür viel Druck. Da fragt sich, ob sich die ganze Mühe lohnt.

    Fullscreen buttonWie wichtig ist der Quali-Sieg?

    Wie wichtig ist der Quali-Sieg?© keystone-sda.ch

    Am letzten Samstag wäre es beinahe zum Leaderwechsel gekommen. Die ZSC Lions waren in Langnau in Rücklage geraten und Fribourg war im Zähringer Derby in Bern auf Siegeskurs und somit virtueller Spitzenreiter. «Ja, ich habe es gesehen», sagte Gottéron-Trainer Christian Dubé (46) danach lachend. «Es ist cool, aber es spielt keine grosse Rolle.»

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen. Die Zürcher gewannen dann noch und liegen im Kampf um den Quali-Sieg weiter vor den beiden verbliebenen Konkurrenten Fribourg und Zug. Doch wie wichtig ist der Quali-Sieg? «Sehr wichtig», sagt ZSC-Coach Marc Crawford (62). «In den letzten Jahren wurde der Quali-Sieger stets Meister.» Stimmt. Sowohl Servette als auch zweimal Zug und davor der SCB starteten als Quali-Sieger in die Playoffs und schnappten sich dann den Pokal.

    Auch Crawford feierte seinen einzigen Titel in der Schweiz als Frontrunner, als er 2014 bei seinem ersten Gastspiel in Zürich Meister wurde. 10 von 23 Meistertiteln in diesem Jahrtausend gingen an das top gesetzte Team. Der Quali-Sieg ist also fast die halbe Miete.

    Im Final ist der Heimvorteil gering

    Der ZSC-Coach machte aber auch die Erfahrung, dass die Saison trotz Quali-Sieg schnell enden kann, als die Lions mit dem jetzigen NHL-Star Auston Matthews 2016 im Viertelfinal gegen den SCB mit 0:4 rausrasselten. Fünfmal erwischte es den Quali-Champion seit der Jahrtausendwende schon in der ersten Playoff-Runde: 2016 die Lions, 2006, 08 und 09 Bern sowie 2005 Lugano.

    Zug-Trainer Dan Tangnes (44), der seine Meistertitel 2021 und 2022 als Qualisieger eingefahren hat, war allerdings stets der Ansicht, dass der Gewinner der Regular Season zu wenig Anerkennung bekomme. Im Gegensatz zur NHL, wo es dafür mit der Presidents' Trophy etwas Handfestes gibt, bekommt man bei uns ausser dem dauerhaften Heimvorteil in den Playoffs nur noch tonnenweise Druck.

    Apropos Heimvorteil: Seit 2000 setzte sich im Final zwölfmal das Team durch, das in der Quali besser klassiert war – elfmal aber auch nicht. Dennoch hat bis jetzt noch niemand gefordert, dem Qualisieger in den Playoffs mehr als das Heimrecht bis zum Final mitzugeben. Im Gegensatz zu den Play-Ins, wo der Verlierer des Duells Siebter gegen Achter neu eine zweite Chance erhält, und gegen den Sieger der Ausmarchung Neunter gegen Zehnter um den letzten Playoff-Platz spielen darf.

    1 / 6

    fullscreen.svg

    Letztmals wurde 2018 mit den ZSC Lions ein Team Meister, das nicht Quali-Sieger war.

    Letztmals wurde 2018 mit den ZSC Lions ein Team Meister, das nicht Quali-Sieger war.©PIUS KOLLER

    National League: Dreikampf zwischen ZSC, Fribourg und Zug um den Quali-Sieg (blick.ch)

    Ein Schweizer Eishockey-Arzt klagt an: «Die Schiedsrichter schützen die Spieler zu wenig»

    Der Tessiner Nicola Biasca ist überzeugt, dass Fouls härter und konsequenter geahndet werden müssten. Nur so würde die Anzahl der Kopfverletzungen im Eishockey endlich sinken.

    Ein verletzter Eishockeyspieler beim Verlassen des Eisfelds.

    Es war eine Szene, wie sie im Eishockey immer wieder vorkommt. Im Spiel der National League vom Mittwoch checkte Lausannes Verteidiger Andrea Glauser den Zuger Mark Michaelis in Bandennähe gegen den Kopf. Glauser erhielt eine Zweiminutenstrafe, für das Opfer Michaelis war die Partie zu Ende.

    Das alarmiert den Orthopäden und Chirurgen Nicola Biasca. Er hat früher für Ambri-Piotta und den Grasshopper-Club in der Nationalliga B Eishockey gespielt. Heute ist er Klubarzt in Ambri, zuvor war er fast zwanzig Jahre lang Mitglied in internationalen Gremien, welche sich dem Schutz der Spieler widmen.

    Biasca sagt in einer Art flammendem Plädoyer: «Wir haben im Jahr 2002 die neuen Head-Checking-Rules im Weltverband IIHF eingeführt, damit die Zahl der Kopfverletzungen endlich zurückgeht. Die Aufgabe der Schiedsrichter ist schwieriger geworden, da das Spiel schneller und athletischer geworden ist. Doch unsere Schiedsrichter schützen die Spieler zu wenig und arbeiten nicht wirklich mit uns zusammen. Statt dass sie Aktionen wie jene im Match in Zug hart ahnden, schauen sie, ob der Spieler wirklich verletzt ist oder ob er eine Mitschuld an der Verletzung trägt.»

    Gemäss Biasca gibt es im Regelbuch «keinen sauberen Check gegen den Kopf oder den Nacken». Die Zahl der Kopfverletzungen nimmt weiter zu. Laut einer Studie der IIHF werden zwei Drittel der Gehirnerschütterungen durch Checks verursacht, und nur die Hälfte davon wird bestraft.

    Hollywood hat sich des Themas im Film «Concussion» angenommen

    Das Problem ist seit längerem bekannt und schadet dem Image des Eishockeys – spätestens seit man aus dem amerikanischen Profisport weiss, welch gravierende Langzeitfolgen Gehirnerschütterungen haben können. Wiederholen sie sich, können sie zu degenerativen Veränderungen im Gehirn führen. Hollywood hat sich des Themas im Film «Concussion» angenommen.


    In den USA haben mehrere Todesfälle, die auf Spätfolgen von Gehirnerschütterung zurückzuführen waren, die Öffentlichkeit aufgerüttelt.

    Andrea Glauser kam im Match vom Mittwoch mit einer Zweiminutenstrafe davon. Beurteilt wurde die Szene vom Headschiedsrichter Mikko Kaukokari. Der Finne gilt als einer der besten Spielleiter im europäischen Eishockey. Kaukokari hatte darauf verzichtet, die Szene auf Video anzuschauen, ehe er sie ahndete. Der Player Safety Officer, dessen Aufgabe es ist, Szenen wie diese noch einmal zu prüfen und allenfalls weiterzuverfolgen, leitete kein entsprechendes Verfahren ein und stützte damit das Urteil des Referees auf dem Eis.

    Glauser riss vor dem Kontakt mit dem Gegenspieler seinen Stock in die Höhe. Gleichzeitig verhielt sich Michaelis ungeschickt, indem er dem Check auszuweichen versuchte und Glauser dabei den Rücken zuwandte. Wäre Michaelis einfach weitergefahren, wäre wohl nichts passiert.

    Nicola Biasca sagt: «Im Prinzip müssen alle unerlaubten Kontakte am Kopf und Nacken von der Eisfläche verschwinden. Und die Regel 60 des IIHF-Regelbuchs schreibt vor, dass die Spieler die Kontrolle über ihren Stock haben müssen. Sie sind für ihn verantwortlich.»

    Viele der Zusammenstösse ereignen sich auf offenem Eis, weshalb flexible Banden nur bedingt helfen

    Eishockey ist eine Kontaktsportart. Und mit der Geschwindigkeit des Spiels ist die Zahl der Verletzungen gestiegen. Mit flexiblen Banden, die beim Aufprall nachgeben und damit die Wucht etwas dämpfen, hat man versucht, das Risiko von Verletzungen zu vermindern. Doch viele der Zusammenstösse, die zu schweren Gehirnerschütterungen führen, ereignen sich nicht in Bandennähe, sondern auf offenem Eis, wo das Tempo oft noch höher ist.

    Vor der Saison hatte der Schweizer Schiedsrichterchef Andreas Fischer in einem Meeting mit den Sportchefs darauf hingewiesen, dass die Spieler durch die Klubs für ihr Verhalten auf dem Eis sensibilisiert werden müssen. Nicht nur für das Austeilen von Checks, sondern auch für das Einstecken. In dieser Hinsicht liegt noch immer vieles im Argen.

    Nicola Biasca ist auch besorgter Vater eines Eishockey spielenden Sohnes. Sein Vorwurf an die Schiedsrichter ist nicht aus der Luft gegriffen. Tatsächlich liegt es auch an ihnen, die Spieler besser zu schützen. Biasca ist überzeugt, dass, wenn jede Verletzung zu einer Sanktion des verursachenden Spielers führte, sich die Klubs des Themas stärker annähmen. Denn ein Spieler, der auf der Tribüne eine Strafe absitzt, ist für seinen Arbeitgeber nutzlos und einzig ein Kostenfaktor.

    Zwei Drittel aller Gehirnerschütterungen durch Checks verursacht
    Ambri-Teamarzt schlägt Alarm: "Die Schiedsrichter schützen die Spieler zu wenig"

    Im Eishockey sind Gehirnerschütterungen und deren Folgen ein weit verbreitetes und bekanntes Problem. Dennoch kommt es immer wieder zu üblen Checks, die nicht oder nur milde geahndet werden. Ambris Teamarzt Nicola Biasca fordert härteres Durchgreifen der Unparteiischen.

    Als Teamarzt eines National-League-Klubs ist Nicola Biasca bestens mit den gesundheitlichen Problemen der Profis vertraut. Aktionen wie jene im Spiel vom letzten Mittwoch zwischen Lausanne und Zug, als Glauser Michaelis gegen den Kopf checkte und dieser daraufhin verletzt in die Kabine musste, erhitzen bei ihm das Gemüt. Vor allem auch deshalb, weil der Übeltäter lediglich eine Zweiminutenstrafe kassierte.

    "Im Prinzip müssen alle unerlaubten Kontakte am Kopf und Nacken von der Eisfläche verschwinden. Und die Regel 60 des IIHF-Regelbuchs schreibt vor, dass die Spieler die Kontrolle über ihren Stock haben müssen. Sie sind für ihn verantwortlich", so die Forderung von Biasca gegenüber der NZZ.

    Der Teamarzt der Leventiner stellt den Unparteiischen kein allzu gutes Zeugnis aus: "Die Aufgabe der Schiedsrichter ist schwieriger geworden, da das Spiel schneller und athletischer geworden ist. Doch unsere Schiedsrichter schützen die Spieler zu wenig und arbeiten nicht wirklich mit uns zusammen. Statt dass sie Aktionen wie jene im Match in Zug hart ahnden, schauen sie, ob der Spieler wirklich verletzt ist oder ob er eine Mitschuld an der Verletzung trägt". Der Gesundheit der Spieler wäre es definitiv zu wünschen, wenn es in ihrem Sport mit Blick auf Kopfverletzung etwas ruhiger zu und hergehen würde.
    ambri teamarzt schlaegt alarm die schiedsrichter schuetzen die spieler zu wenig (sport.ch)

    Auch Gotteron holt keinen Torhüter (Stand gestern)

    Der Spieler löste vor Kurzem seinen Vertrag auf
    Gottérons Zenhäusern äussert sich zu Gerüchten um Kanadier

    Am Freitag wurde bekannt, dass der kanadische Verteidiger Thomas Grégoire seinen gültigen Vertrag bei Rögle aufgelöst hat, womit die Spekulationen um einen Wechsel weiter an Fahrt aufnahmen. Nun äussert sich Gottérons Gerd Zenhäusern dazu.

    Gerd Zenhäusern ist noch bis zum 01.03. als Assistenz-Sportchef tätig, ehe er die Rolle voll übernehmen wird. Bereits jetzt ist er bei Transfers natürlich involviert und ein solcher soll Gerüchten zufolge kurz bevorstehen. Dabei handelt es sich um den kanadischen Verteidiger Thomas Grégoire, zu dem Zenhäusern gegenüber La Liberté Stellung bezieht. So sei Grégoire ein Kandidat. Bis zum Ende der Saison wird der HCFG einen ausländischen Verteidiger und einen ausländischen Stürmer verpflichten, wobei einer davon über eine B-Lizenz verfügen soll. Einen neuen Goalie wird es derweil nicht geben, berichtet die Quelle weiter.
    gottrons zenhaeusern aeussert sich zu geruechten um kanadier (sport.ch)

    Der Verteidiger löst seine Ausstiegsklausel aus

    Dominik Egli erfüllt sich seinen lang gehegten Traum von der SHL
    Für drei Jahre verteidigt Dominik Egli nun schon beim HC Davos, es ist derzeit aber seine letzte Spielzeit im Landwassertal. Mittels einer Ausstiegsklausel in seinem bis 2025 gültigen Vertrag wird der Verteidiger am Ende der Saison nach Schweden wechseln.

    Bei den SC Rapperswil-Jona Lakers ging der Stern von Verteidiger Dominik Egli so richtig auf. Am Obersee entwickelte sich der gebürtige Frauenfelder zu einem absoluten Leistungsträger. 2021 folgte dann der Wechsel zum HC Davos und auch dort gehört der Nationalspieler zum Stammpersonal in der Defensive. 312 Einsätze in der National League sind insgesamt schon zusammengekommen. 2022 nahm er an seiner bislang einzigen Weltmeisterschaft mit der A-Nationalmannschaft der Schweiz teil.

    Schon zu seinen Zeiten in Rapperswil-Jona liebäugelte Egli mit der schwedischen Eishockeyliga. Jetzt wird der lang gehegte Traum Wirklichkeit. Wie der HC Davos am Donnerstag bestätigt, hat Egli dem Verein mitgeteilt, dass er die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag aktivieren wird und im Sommer in die SHL wechselt. Zu welchem Club es den 25-Jährigen zieht, ist noch nicht bekannt.

    Er wurde in der AHL zum zweitbesten Spieler gewählt
    Akira Schmid mit einer Leistung, die ihm viel Selbstvertrauen geben dürfte

    Akira Schmid wurde bekanntlich von den New Jersey Devils in die AHL abgeschoben, um dort Spielpraxis und Selbstvertrauen zu bekommen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag lieferte der Schweizer Goalie seine sehr starke Leistung ab.

    Beim 4:3-Sieg seiner Utica Comets gegen die Belleville Senators war der 23-Jährige massgeblich am Erfolg beteiligt. Akira Schmid zeigte nämlich 36 Paraden und kam damit auf eine Fangquote von 92,3%. Dank seiner Leistung wurde er zum zweitbesten Spieler der Partie gekürt. Dies dürfte ihm sicherlich einiges an Selbstvertrauen gegeben haben, lief es ihm in dieser Saison noch nicht nach Wunsch.

    In der NHL kam der Schweizer nämlich in 15 Partien zum Einsatz, konnte dabei aber nur eine Fangquote von 89,3% aufweisen. In der AHL steht er nun bei sieben Spielen, wo seine Fangquote von 88,9% ebenfalls nicht gerade berauschend ist.

    akira schmid mit einer leistung die ihm viel selbstvertrauen geben duerfte (sport.ch)