Beiträge von Sbornaja

    Warum sollte er zurück nach Rappi. Rappi wird in guten Jahren Top 4-6. Aber in weniger Guten eben auch nur Top 6-10. Bringt ihm genau gar nix. Also gut. Vielleicht wegen dem tollen Torsong stimmt...

    Hätte ihn noch gerne bei uns gesehen. Sehr spielstark.

    Zum Zett zu kommen, den Mut bei dieser grossen Konkurrenz hat er, wie viele andere nicht, bin ich mir sicher.
    Den EVZ würde ich ebenfalls nicht abschreiben! Da ist genügend Kohle vorhanden um jedem Spieler den Kopf zu verdrehen, auch wenn das in Zug keiner glauben möchte.

    Rappi sehe ich ebenfalls nicht, dann vorher noch als Rathgeb Ersatz zu Biel aber da war er ebenfalls schon und wurde dort nicht glücklich. Also auch eher nicht, bei den negative Vibes.

    Ich denke die Reihenfolge sieht so aus:
    1. sein Wunsch, Schweden (Top Team realistisch?), 2. Verbleib in Davos (am wahrscheinlichsten) oder dann als sehr gut bezahlter Star zum 3. EVZ, 4. SCB.

    Egal wo, er lässt sich seinen nächsten Vertrag in der Schweiz vergolden.

    Falls er sich für den Schweden Weg entscheidet, zeigt er dass er sich weiterentwickeln und ein Risiko eingehen möchte. Falls er dann in 2-4 Jahren zurück in die Schweiz kommt, werden sich 60% der Teams in der NLA um ihn reissen.

    NHL sehe ich definitiv nicht.

    Egli sucht den besten Weg nach Schweden
    Darum wären alle drei Zwischenstops auf der Reise nach Schweden sinnvoll

    Die Liste der auslaufenden National League-Verträge spuckt einige interessante Namen aus. Einer, der bei den Verteidigern heraussticht, ist Dominik Egli, der sich, wie man hört, in einer sehr lukrativen Verhandlungsposition befindet. Wir haben seine Optionen genauer betrachtet und analysiert, was für ihn am besten wäre.

    Dominik Egli spielt mit 25 Jahren bereits seine achte Saison in der NL. Über die Nachwuchsabteilungen von Frauenfeld, Thurgau und Kloten hat er den Sprung geschafft, wenn auch etwas verzögert. So wurde er in seinen ersten drei Saisons jeweils in die Swiss League ausgeliehen, um dort zusätzlich Spielpraxis zu sammeln. Einen NL-internen Wechsel hat der Thurgauer allerdings bereits in diesen drei Jahren getätigt und ist in der Saison 2018/19 vom EHC Kloten zum EHC Biel-Bienne gewechselt.

    Durchsetzen konnte er sich dort nicht wirklich, weswegen er schon nach 23 Spielen zu den Lakers gewechselt ist, wo er in seiner zweiten Saison auch das "A" auf der Brust trug. Mit für einen Verteidiger sehr guten 59 Scorerpunkten in 90 Quali-Spielen sowie fünf Punkten in elf Playoff-Spielen empfahl er sich für grössere Aufgaben und wechselte auf die Saison 2021/22 zum HC Davos, wo er noch heute unter Vertrag steht.

    Wie gesagt, er steht noch heute dort unter Vertrag, wobei das "noch" eigentlich grossgeschrieben sein sollte, denn Eglis Vertrag läuft Ende Saison aus. Bisher wurde die richtige Lösung für den Frauenfelder noch nicht gefunden, Eismeister Zaugg spricht bei watson allerdings von verschiedenen Optionen.

    So soll der 25-Jährige das Interesse der Lakers und dem SCB geweckt haben, auch eine Verlängerung stehe im Raum. Eines ist so gut wie sicher: Egli möchte sich gerne in Schweden weiterentwickeln, hat allerdings noch keine Offerte auf dem Tisch, was dazu führen könnte, dass in einem neuen Arbeitspapier bei einem Schweizer Verein eine Ausstiegsklausel nach Schweden drin ist.

    Gross-Agentur als Schlüssel?

    Die Voraussetzungen für einen Auslandswechsel sind bei seiner neuen Agentur gut, schon so manch grosser Spieler wurde oder wird von dieser betreut. Für uns Schweizer der bekannteste Name ist sicher der von Timo Meier. Aber auch Sven Andrighetto, Damien Brunner oder Grégory Hofmann gehören dieser Agentur an. Ihre Gemeinsamkeit? Sie alle spielten vor ihrer Rückkehr in die Schweiz in der NHL.

    Doch ein Schritt in die NHL wäre für Egli wohl der falsche, weswegen sich auch ein Blick auf die anderen Spieler lohnt, denn dadurch sieht man, welche Beziehungen die Agentur in Schweden hat. Die schwedischen Spieler spielen in der NHL (Sebastian Aho, Eriksson Ek), der National League (Jakob Lilja, Jacob de la Rose) oder eben in der schwedischen Top-Liga.

    In dieser Liga gibt es einige interessante Vereine, bei denen sich Egli weiterentwickeln und womöglich auch regelmässig in der CHL um die europäische Krone spielen könnte. Färjestad, Växjo oder Skelleftea nur so als Beispiel der diesjährigen Viertelfinalisten.

    Wohin des Weges für Egli?

    Nehmen wir mal an, Egli bleibt in der Schweiz, mit einer Ausstiegsklausel für die schwedische Liga. Wie man von Eismeister Zaugg hört, kommen da drei Vereine infrage, darunter auch sein momentaner Verein, der HC Davos. Doch wo würde der Thurgauer am besten passen?

    HC Davos

    Wenn man die Playoffs mit einberechnet, kam Egli in den vergangenen Saisons für die Bündner auf über 25 Punkte pro Saison, ein Klasse-Wert für einen Verteidiger. Egli kennt die Region, scheint sich dort auch wohlzufühlen. Durch die guten Beziehungen im Verein wäre es dort wohl auch am einfachsten, sich eine "Schweden-Klausel" in den Vertrag einzupflanzen.

    Diese Saison stockt allerdings der Motor, nur ein Tor und zwei Assists gelangen ihm in den letzten zehn NL-Spielen, was zwar immer noch ein guter Wert ist, allerdings nicht den Ansprüchen des Davos-Verteidigers entsprechen dürfte. Stellt sich die Frage, woran es liegen könnte. Stagniert die Entwicklung des Schweizers in diesem Team oder ist es nur eine kleine Baisse, die jeder früher oder später durchläuft?

    Wie gesagt, das Ganze ist Meckern auf hohem Niveau, Egli zählt weiterhin zu einem der produktivsten Schweizer Verteidiger. Falls er in der Schweiz bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs in Davos wohl am höchsten. Trotzdem würde sich ein Blick auf die anderen zwei Teams, denen Interesse an ihm nachgesagt wird, in Verbindung mit seinen Stärken lohnen.

    SC Rapperswil-Jona Lakers

    Wie bereits oben erwähnt, gelang dem Thurgauer der NL-Durchbruch bei den St.Gallern. Auch dort punktete er in seinen beiden Saisons im Schnitt über 25-mal, war gar "Alternate Captain". Eine Rückkehr wäre eine Art von Dank an Rappi.

    Ins System passen würde er auf jeden Fall. Zwar gibt es im Kader der Lakers zwei Verteidiger, die momentan mehr punkten als Egli, allerdings müssen sich die Rappi-Fans darauf einstellen, sie in der kommenden Spielzeit nicht mehr in ihren Farben zu sehen. David Aebischer hat bereits einen Vertrag in Lugano unterschrieben, Maxim Noreaus Vertrag läuft zum Ende dieser Saison aus. Ob er mit 36 Jahren noch einmal eine Saison dranhängt, ist fraglich.

    Weg frei also für Egli, die Tormaschinerie des SCRJ neu anzuwerfen und die Abgänge vergessen zu machen. Zudem würde er, wie bereits vor seinem Wechsel nach Davos, sicherlich eine wichtige Rolle übernehmen, gibt es im Rappi-Kader doch nur zwei Verteidiger, die älter sind als er (exkl. Noreau).

    SC Bern

    In Bern ist bei den Verteidigern Spektakel angesagt, diese Saison sind bereits drei Verteidiger bei zehn oder mehr Punkten. Was wie eine Niete für einen produktiven Verteidiger aussieht, könnte sich für Egli als Glücksgriff erweisen. Denn im Falle eines Schweden-Wechsels könnten die Berner wohl einen Abgang eines Offensiv-Verteidigers am ehesten verkraften, da ja noch drei andere in die Bresche springen können.

    Trotzdem würde man sich über einen Spieler vom Format Dominik Egli sicher auch in Bern freuen. Der Frauenfelder hätte kein Problem, die Pace der anderen Verteidiger mitzugehen und in Kombination mit ihnen dürfte er den SCB-Anhängern viel Freude bereiten. Optimal wäre für ihn eine Abwehr-Linie mit Patrik Nemeth, der bei seinen Vorstössen hinten absichern würde und ihm bereits ein paar Worte auf Schwedisch beibringen könnte.

    Auch andere Schweizer Vereine wären interessant

    Eismeister Zaugg hat bei watson etwas früher auch von Biel als mögliche neue Destination gesprochen, da diverse Abgänge kompensiert werden müssen. Egli wäre der ideale Ersatz für den nach Fribourg abwandernden Yannick Rathgeb, hat er doch ein ähnliches Profil wie der Bald-Drache.

    Auch bei einem seiner Jugendvereine EHC Kloten dürften gleich vier Plätze in den Abwehrreihen frei werden, ob er allerdings dahin zurückwill, nachdem ihm der Durchbruch nicht gelungen ist bei den Flughafen-Städtern, ist unklar.

    Allgemein ist auf den Verteidiger-Positionen in puncto Transfers noch nicht viel gegangen und es dürften noch einige Positionen frei werden, ob durch auslaufende Verträge oder sonstige Einkäufe und Tauschhandel.

    Wird es gar direkt Schweden?

    Dass Schweizer in Schweden Erfolg haben oder das skandinavische Land gar als Sprungbrett nutzen können, wurde in der Vergangenheit bereits bewiesen. Aktuellstes Beispiel ist Lian Bichsel, der über Leksands den Weg zu den Dallas Stars gefunden hat und ohne NHL-Einsatz wieder nach Schweden, dieses Mal jedoch zu Rögle, zurückkehrt.

    Berühmtestes Beispiel ist Kevin Fiala, der sich in der schwedischen Liga auf den NHL-Draft vorbereitet hat und so in die NHL gekommen ist. Die Liga ebenfalls als Sprungbrett in die NHL nutzte damals Dean Kukan. Der letzte Schweizer, der über längere Zeit in Schweden war, dann aber nicht in die NHL wechselte, war übrigens Martin Plüss.

    Ähnlich wie bei Plüss könnte dann auch der Weg von Egli aussehen, ist er mit seinen 25 Jahren doch schon eher spät dran für den Sprung in die NHL. Zu spät ist es aber noch nicht, auch Grégory Hofmann wechselte erst im Alter von 28 Jahren in die NHL. Und dieser Hofmann hat ja bekanntlich die gleiche Agentur wie Egli.

    https://sport.ch/hc-davos/12039…hweden-sinnvoll

    Der Finne im Interview
    Törmänen spricht über seinen Gesundheitszustand und hat keinen Zutritt zur EHCB-Garderobe

    Um Antti Törmänen ist es zuletzt ruhig geworden, hat der letztjährige Biel-Coach nach seiner zweiten Krebserkrankung schwere Monate hinter sich. In einem Interview mit dem Blick hat der Finne nun offen Einblicke gegeben, wie es ihm geht.

    Die Frage nach seinem Gesundheitszustand wurde natürlich zuerst gestellt. "Ganz gut. Seit einigen Wochen ist die Chemotherapie vorbei, und deshalb fühle ich mich wieder stärker und besser. Aber es ist noch immer ein Weg zu gehen, ich bin noch nicht vollständig genesen." Unterzieht er sich derzeit einer Immuntherapie?

    Zitat

    "Das ist richtig. Meine letzten MRI- und PET-Scan-Tests waren alle gut, der Tumor in der Gallenblase war nicht mehr zu sehen. Aber beim Bluttest hat man gesehen, dass noch einige mikroskopisch kleine Tumorzellen im Magen vorhanden sind. Deshalb sind wir jetzt an der Immuntherapie und versuchen, diese letzten Zellen auf diese Weise zu töten. Wenn dies nicht gelingen sollte, dann müssen wir die Chemotherapie wieder starten. Daher bin ich momentan nicht auf der sicheren Seite, aber es geht in die richtige Richtung."

    Antti Törmänen, Blick, 30.11.23

    Gibt es eine Perspektive, wann er wieder vollständig genesen sein wird? "Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen. Und es gibt noch zu viele verschiedene Szenarien, je nachdem wie sich meine Werte entwickeln. Ich bemühe mich, nicht zu oft daran zu denken und es einfach auf mich zukommen zu lassen." Wie war für ihn die zweite Chemotherapie im Vergleich zur ersten?

    Zitat

    "Viel härter. Vielleicht war die erste Chemotherapie in etwa wie eine erste Playoff-Runde und die zweite Chemotherapie wie eine zweite Playoff-Runde. Wobei die erste Playoff-Runde im Eishockey ab und zu härter ist, aber bei mir war es definitiv die zweite Runde. Das Gute war, dass ich wusste, was mich erwartet. Zugleich war das aber auch schlecht. Nach den ersten Behandlungen habe ich gedacht: «Oh mein Gott, ich muss noch 14 mehr davon machen.» In dieser Periode gab es dann schon viele Tiefs."

    Antti Törmänen, Blick, 30.11.23

    Wie muss man sich das genau vorstellen, wenn es einem nach der Chemo so richtig schlecht ging? "Ich hatte teilweise einfach keine Energie mehr. Es fühlte sich an, wie wenn von meinem gesamten Energielevel vielleicht noch fünf Prozent übrig sind. Oder etwa so, wie wenn die Batterie im roten Bereich ist und das Ladegerät nicht funktioniert." Seine Chemotherapie begann mitten in den Playoffs der letzten Saison. Wie hat er es geschafft, bis zuletzt den EHCB trainieren zu können?

    Zitat

    "Zu Beginn der ersten Therapie habe ich mich jeweils noch gut erholt, und daher gab es für mich keinen Grund, dies nicht zu tun. Ich fühlte mich zu dem Zeitpunkt voller Energie. Jeweils an die Bande zurückzukehren, war für mich auch eine grosse Motivation, um zu überleben und aus dieser Situation zu kommen."

    Antti Törmänen, Blick, 30.11.23

    Als seine zweite Krebserkrankung öffentlich wurde, waren alle Augen auf ihn gerichtet. "Als ich mich entschied, weiterhin zu coachen, war für mich klar, dass dies so sein wird. Es war aber auch überwältigend, wie viel Support ich von allen Seiten erhielt. Das hat mir geholfen. Klar war es teilweise sehr hart, aber zugleich waren dies auch meine glücklichsten Momente, wenn ich im Stadion war und mit der Mannschaft sein konnte. Nach dem siebten Final-Spiel in Genf, als dann am nächsten Morgen um 9 Uhr die nächste Chemo-Behandlung in Lausanne anstand, war ich dann zurück in meiner Realität. Das war schon sehr schwierig, auch weil das einem so viel abverlangt. Aber so soll es auch sein, die Therapie hat ja die Aufgabe, etwas in meinem Körper zu töten."

    Auch in den schwierigsten Momenten hatte er ein Lächeln auf den Lippen. Wie macht er das? "Ich habe auch meine schweren Momente und bin nicht immer nur ein glücklicher Mann zu Hause, absolut nicht. Aber es hilft mir, wenn ich Menschen sehe. Und wenn sie auch zurücklächeln, bekomme ich Energie von ihnen. Ich denke, das sind gute Dinge des Lebens für mich und die muss ich annehmen." Törmänen strahlt extrem viel Zuversicht und Optimismus aus. Gibt es auch Tage, wo er Angst hat?

    Zitat

    "Angst habe ich nicht wirklich. Ich habe Vertrauen in das, was auch immer mit mir geschehen wird. Ich habe den Plan, über 80 Jahre alt zu werden, und an diesem halte ich fest. An diesen Plan glaube ich, denn es ist ein guter Plan. Und verzweifelt bin ich auch selten. Ich würde es eher so umschreiben, dass es ab und zu traurige Momente gibt. Denn ich bin ja nicht nur krank geworden, sondern musste auch einen Job aufgeben, den ich geliebt habe und eine Gemeinschaft verlassen, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe. Mich beschäftigen daher eher die berufliche Unsicherheit und die Frage, was in dieser Hinsicht für mich in Zukunft möglich sein wird."

    Antti Törmänen, Blick, 30.11.23

    Kann er sich vorstellen, eines Tages wird als Coach zu arbeiten? "Zuerst muss ich gesund werden, völlig gesund. Und dann muss ich mir das gut überlegen: Ist es das wert? Ist es möglich? Ist es klug? Ich denke, dass ich mich mir diese Fragen dann wirklich stellen und sie ernst nehmen muss. Und mich auch damit auseinandersetzen, ob es noch etwas anderes gibt, was mir einen Kick für mein zukünftiges Leben geben könnte. Im Moment ist es noch viel zu früh, über eine mögliche Fortsetzung meiner Trainerkarriere zu sprechen, und das wird auch nächste Saison noch so sein." Wie sieht er die aktuellen sportlichen Probleme bei den Seeländern?

    Zitat

    "Natürlich ist es nicht einfach für mich, dies zu sehen. Im Grunde genommen ist es ja so ziemlich das gleiche Team wie in der letzten Saison. Es ist nicht leicht für mich, weil ich das Gefühl habe, dass ich das Team in diese Lage gebracht habe, dass der Trainer gewechselt werden musste. Ich weiss aber auch, dass ich alles getan habe, was ich konnte. Jetzt bin ich weg und darf auch nicht mehr in die Spieler-Garderobe, weil der neue Coach dies nicht möchte. Also kann ich auch nicht dorthin gehen und versuchen, den Spielern zu helfen, obwohl ich das gerne würde. Es ist jetzt ihre Geschichte mit dem neuen Trainer – ich bin ein Aussenstehender und kann ihnen nur noch in dieser Rolle folgen. Aber wenn sie einen guten Match spielen, habe ich natürlich Freude."

    Antti Törmänen, Blick, 30.11.23

    Petri Matikainen verbietet ihm den Zugang in die Bieler Garderobe. "Der neue Trainer möchte seine eigene Geschichte schreiben. Für mich ist das hart, denn ich würde die Spieler gerne ab und zu sehen. Ich habe sie in den letzten fünf, sechs Jahren während der Saison fünf bis sechs Mal pro Woche gesehen. Die Spieler, der Materialwart, die Physios – das sind alles gute Leute, die mir ans Herz gewachsen sind. Sie gelegentlich zu sehen, würde mir ab und zu helfen, meine Stimmung aufzuheitern und nicht nur permanent zu Hause herumzuhängen und damit meiner Frau auf den Geist zu gehen. Aber es ist, wie es ist."

    Das gesamte Interview mit dem Finnen könnt ihr unter folgendem Link lesen (AboPlus-Schranke).

    Die Idee findi no zimmli cool... Mal öppis anders. Es paar wenigi wo Internas überchömed. Mir ich scho klar dass das den sofort im Internet landet, aber ehrlich gseit findi das en richtig coole Move.

    Kreativer Adventskalender der Seeländer
    Der EHCB versüsst den eigenen Fans die Wartezeit bis Weihnachten

    Wir befinden uns am letzten Tag im November, was bedeutet, dass am 1. Dezember bereits das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet werden kann. Der EHC Biel hat sich ebenfalls seine Gedanken gemacht, wie man den eigenen Fans die Wartezeit bis Weihnachten versüssen kann.

    Vor kurzem hat EHCB-Captain Gaëtan Haas ausgelost, welche Fans personalisierte Geschenke erhalten werden. Die Bieler haben einen eigenen Adventskalender kreiert, bei welchem die Anhänger jeden Tag eine neue Nachricht erhalten. Gemäss dem Journal du Jura sind es vor allem Ankündigungen bezüglich Transfers und Vertragsverlängerungen. Einige wenige glückliche Anhänger kriegen sogar Geschenke, die von den Spielern direkt überreicht werden, wie das folgende Youtube-Video zeigt.

    General Manager der Dallas Stars äussert sich zu den Gründen
    Bichsel-Wechsel nach Rögle ist keinesfalls ein Rückschritt: "Er weiss, dass er der NHL sehr nahe ist"

    Lian Bichsel kehrt im Dezember nach Europa zurück und wechselt leihweise nach Schweden zu Rögle. Diese Entscheidung darf aber nicht als Rückschritt verstanden werden, wie die Dallas Stars klarstellten.

    General Manager Jim Nill hat gegenüber von The Athletic Stellung zum Schweizer bezogen. "Lian hat unsere Erwartungen übertroffen. Er kam Ende August nach einem gebrochenen Knöchel zu uns, sodass wir nicht wussten, wie es um seine Gesundheit bestellt war und wo er sich in seiner Entwicklungsphase befand. Als er ins Trainingslager kam, hat er unsere Erwartungen übertroffen und sehr gut gespielt. Er hat an vielen Testspielen teilgenommen, und sein Spiel wurde immer besser. Er begann das Jahr in Texas und spielte sehr gut. Seine Entwicklung ist auf einem guten Weg, und wir sind sehr zufrieden damit, wo er jetzt steht." Angesprochen auf den Europa-Wechsel, meinte er:

    Zitat

    "Es geht um das grosse Ganze. Er war der Meinung, dass es für ihn besser wäre, das Jahr in Europa zu beenden, um sich weiterzuentwickeln, und wir waren mit ihm einverstanden. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Entwicklung und dem Ort, an dem er spielen wird. Er wird dorthin zurückgehen, die Saison dort beenden und danach nach Nordamerika zurückkehren, um dort zu spielen."

    Jim Nill, The Athletic, 29.11.23

    Die NHL ist wegen seines Rögle-Wechsels keinesfalls weiter weg. "Wir haben gute Gespräche mit ihm geführt, und er weiss, dass er in der Nähe ist", sagte Nill. "Er weiss, dass er der NHL sehr nahe ist. Er denkt einfach, dass dies in Anbetracht seines Alters und seines Standes ein guter Schritt für ihn wäre, und ich stimme ihm da nicht zu. Ich denke, wenn wir ihn zurückholen, wann immer sein Team in Schweden fertig ist, werden wir mit einem noch besseren Spieler zurückkommen und ihm die Chance geben, sich ein wenig neu zu orientieren." Was ist nun konkret der Vorteil für die weitere Entwicklung von Bichsel, in Europa zu spielen?

    Zitat

    "Das Spiel verlangsamt sich ein wenig, die Eisfläche ist grösser. Man arbeitet ein bisschen mehr an seinen Puckfähigkeiten. Es gibt weniger Spiele und mehr Training, so dass man sich auf die Dinge konzentrieren kann. Das ist wahrscheinlich der grösste Unterschied. Der andere Teil ist der mentale Teil. Er muss mit dem, was er tut, zufrieden sein. Ich möchte, dass er weiss, dass es seine Entscheidung war, mit unserer Unterstützung, aber er muss sich in seiner eigenen Haut wohlfühlen. Letztendlich ist er derjenige, der sich anstrengen muss."

    Jim Nill, The Athletic, 29.11.23

    Genève-Servette HC kann Sami Vatanen halten
    Einer der "besten Verteidiger" der National League verlängert seinen Schweiz-Aufenthalt

    Sami Vatanen ist einer der besten Verteidiger der National League und für Genève-Servette HC unersetzlich. Der Vertrag des Finnen lief Ende Saison aus, weswegen die Grenats seinen Kontrakt nochmals verlängert haben.

    Der offensivstarke Verteidiger hat nochmals für eine Saison verlängert, weswegen er nun bis 2025 das GSHC-Shirt tragen wird. Der 32-Jährige ist der aktuelle Topscorer beim Schweizer Meister, sammelte er doch satte 22 Scorerpunkte (vier Tore und 18 Assists) aus 25 Spielen. Er ist damit der produktivste Verteidiger der Liga.

    Genf-Sportchef Marc Gautschi ist sehr glücklich über die Vertragsverlängerung. "Sie seiner Ankunft in Genf ist Sami zweifellos einer der besten Verteidiger der Schweiz und Europa geworden. Seine offensiven Qualitäten sind unvergleichlich und sind für das Team unverzichtbar, um die Ziele zu erreichen", wie auf der Homepage der Genfer zu lesen ist.

    https://sport.ch/geneve-servett…weiz-aufenthalt

    NHL startet YouTube-Kanal NHL Europe

    Exklusive Videoinhalte werden ab 14. November für Fans auf der ganzen Welt verfügbar seinxklusive Videoinhalte werden ab 14. November für Fans auf der ganzen Welt verfügbar sein

    @NHLde 12. November 2023

    Die National Hockey League startet den YouTube-Kanal NHL Europe (YouTube.com/NHLEurope) und baut damit das Angebot ihrer fremdsprachigen Videoinhalte für Eishockeyfans weiter aus.

    Der Kanal wird am Dienstag, 14. November, im Vorfeld der NHL Global Series presented by Fastenal in Stockholm, Schweden, seine Premiere feiern. Vom 16. bis 19. November bestreiten die Detroit Red Wings, Minnesota Wild, Ottawa Senators und Toronto Maple Leafs Maple Leafs vier Spiele der regulären Saison in der schwedischen Hauptstadt.

    NHL Europe auf YouTube zeigt exklusive Beiträge mit internationalen Superstars, wie Leon Draisaitl, Mikko Rantanen, David Pastrnak, Elias Pettersson und anderen. Europäische Spieler haben fast 30 Prozent (29,2) in den Aufstellungen der NHL-Teams zum Saisonstart ausgemacht. Die Liga weiß daher, wie wichtig es ist, mit den Fans in aller Welt in ihrer Muttersprache in Kontakt zu treten.

    Die NHL produziert bereits jetzt Originalvideos und redaktionelle Inhalte für sieben fremdsprachige Versionen der Webseite NHL.com, in Französisch, Finnisch, Schwedisch, Deutsch, Tschechisch, Slowakisch und Spanisch. Fans können @NHLEurope auf Instagram und TikTok und den fremdsprachigen Accounts der NHL auf X folgen: @LNH\FR (Französisch); @NHL\fi (Finnisch); @NHLsv (Schwedisch); @NHLde (Deutsch); @NHLcz (Tschechisch); @NHLsvk (Slowakisch); @NHLespanol (Spanisch).

    https://www.nhl.com/de/news/nhl-st…anal-nhl-europe

    Neue Regeln werden geprüft
    Verhalten auf dem Fussballfeld soll sich verbessern

    Rudelbildungen und Spielertrauben um den Schiedsrichter soll es im Fussball nicht mehr geben. So lautet zumindest das Ziel des International Football Association Board IFAB. Dafür werden auch Regeländerungen in Betracht gezogen.

    Es sollen gemäss dem IFAB Tests erfolgen, dass die Kontaktaufnahme mit den Fussballschiedsrichtern künftig auf den Captain beschränkt wird. Der Mythos, ich bin der Captain; ich darf mit dem Schiedsrichter sprechen, ist nur ein weitverbreitetes Ammenmärchen. Es gibt derzeit keine Regel, die dies erlaubt, beziehungsweise es den anderen Spielern ausdrücklich untersagt. Zudem sollen weitere Massnahmen gegen respektlose Spieler oder Trainer geprüft werden. Im Raum stehen beispielsweise Zeitstrafen, so könnte eine Mannschaft während zehn Minuten in Unterzahl spielen müssen. Rote und Gelbe Karten sollen aber nicht ersetzt werden.

    https://sport.ch/fussball/12036…sich-verbessern

    Senn unterschreibt im Tessin
    Gilles Senns Wechsel ist fix

    Lange wurde darüber spekuliert, jetzt ist der Transfer fix. Gilles Senn wechselt vom Bündnerland ins Tessin. Die Tinte unter dem Vertrag bei Ambri-Piotta ist trocken.

    Ambri-Piotta gibt den Transfer von Gilles Senn offiziell bekannt. Die Nummer zwei beim HC Davos wechselt am Ende der Saison vom Bündnerland ins Tessin. Bei den Biancoblu hat Senn einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Im Landwassertal gab es für Gilles Senn kein Vorbeikommen am starken Sandro Aeschlimann. So ist der WM-Silbermedaillensieger von 2018 bislang erst in acht Begegnungen zum Einsatz gekommen. Dabei hat er eine eher durchschnittliche Fangquote von 90.5 Prozent an den Tag gelegt. Bei Ambri beerbt er Benjamin Conz, der ebenfalls am Mittwoch seinen Transfer zum HC Ajoie bekannt gegeben hat.

    Conz wechselt zurück zum Ausbildungsverein
    Schluss nach sieben Jahren Ambri

    Das Goaliekarussell dreht in der National League. Nach Gilles Senns Verpflichtung hat Ambri-Piotta auch den Abgang von Benjamin Conz bekannt gegeben. Er wechselt zum HC Ajoie. Dort wird er Tim Wolf ersetzen, der nach Zug wechselt.

    Gleichzeitig mit Ambri hat auch der HC Ajoie die Verpflichtung eines neuen Goalies bekannt gegeben. Benjamin Conz wird ins Jura zurückkehren. Er durchlief bereits die Juniorenstufen beim HC Ajoie ehe er in den Nachwuchs nach Servette weiterzog. Die letzten sieben Saisons hat Conz im Nordtessin bei Ambri-Piotta verbracht. In dieser Spielzeit kommt er bereits auf zehn Einsätze und ist damit die Nummer zwei hinter Janne Juvonen. In Pruntrut hat Conz einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

    Er folgt bei Ajoie auf Tim Wolf, der seinerseits nach Zug wechselt und dort Hollenstein in Richtung Davos vertreibt. Von dort wechselt Gilles Senn nach Ambri, der wiederum Conz beerbt. Damit ist das Vierer-Karussell vollständig und jeder Spieler ist ein Verein weitergerückt.
    https://sport.ch/hc-ajoie/12037…en-jahren-ambri

    Aha im Blick ischs jetzt au:

    vor 6 Minuten

    Schweizer Eishockeyspieler zieht es zurück nach Schweden

    Der Schweizer Eishockeyspieler Lian Bichsel (19) wechselte im Mai vom schwedischen Verein Leksands IF zu den Texas Stars in die AHL, der zweithöchsten nordamerikanischen Liga. Doch kaum sechs Monate später aktiviert Bichsel laut «Sportbladet» eine Klausel, die es ihm erlauben wird, am 1. Dezember nach Schweden zurückzukehren.

    Dort dürfte er Gerüchten zufolge für Rögle im Einsatz stehen. Für die Texas Stars hat er in 13 Spielen ein Tor geschossen und avancierte viermal zum Vorlagengeber.

    Erhofft sich grössere NHL-Chancen
    Bichsel scheinbar vor Rückkehr nach Schweden

    Lian Bichsel ist einer der wenigen Erstrunden-Picks im NHL-Draft. Die Chance auf Spielzeit in der höchsten amerikanischen Hockeyliga bekam er bisher allerdings nie. Jetzt soll Bichsel nach Schweden zurückkehren.

    Gemäss dem schwedischen Sportbladet wird der 19-Jährige dabei Gebrauch von einer Klausel machen, die es ihm erlaubt, aus der Organisation heraus zu wechseln. Der Oltner wurde 2022 von den Dallas Stars an 18. Stelle gezogen, wurde bisher jedoch nur in der AHL bei den Texas Stars eingesetzt.

    Mit einem Tor und vier Assists in 13 Spielen, konnte er sich dort nicht für die NHL aufdrängen, was ihm scheinbar gar nicht passt. Bereits letzte Saison spielte Bichsel in der schwedischen Liga, damals allerdings in Leksands. Jetzt soll er das Team von Rögle verstärken.

    Die Südschweden sind dringend auf defensive Solidität angewiesen, haben sie in dieser Saison bereits 61 Gegentore kassiert und stehen momentan nur auf dem elften Platz. Dieser würde nicht einmal zur Teilnahme an den Achtelfinals (vergleichbar mit Play-Ins) berechtigen.

    Ein Blick auf die anderen NHL-Schweizer gibt wenig Aufschluss, wie sinnvoll dieser Wechsel ist. Janis Moser zum Beispiel hat den Weg über die AHL gewählt und wurde dort relativ schnell in die NHL beordert, Roman Josi hingegen blieb nach dem Draft zuerst ein Jahr in der Schweiz, bevor er sich über die AHL in die NHL gespielt hat.

    Auswärtssieg und neuer LeaderDie ZSC Lions geben in Zug den Takt an

    Die Zürcher sind nach dem 4:2 gegen den EVZ wieder Leader. Der Sieg ist absolut verdient.

    Marco Keller Publiziert: 28.11.2023, 22:44


    Sven Andrighetto, Chris Baltisberger und Yannick Zehnder (v.l.) freuen sich über einen gelungenen Abend.
    Sven Andrighetto, Chris Baltisberger und Yannick Zehnder (v.l.) freuen sich über einen gelungenen Abend.

    Foto: Philipp Schmidli (Keystone)

    Einige ZSC-Anhänger befürchteten kurzzeitig ein Déjà-vu. Nachdem Brian O’Neill nach nur 19 Sekunden im Schlussdrittel für Zug auf 2:3 verkürzt hatte, drückten die Zentralschweizer minutenlang und hatten mehrere Topchancen zum Ausgleich.

    Simon Hrubec und mangelnde Abschlusskonsequenz beim EVZ sorgten aber dafür, dass der Minivorsprung weiter Bestand hatte und beim ZSC keine Gedanken an vergebene Siege aufkommen mussten. Denis Malgin und Nicolas Bächler hatten erste Matchpucks nach Kontern, und schliesslich war es Vinzenz Rohrer, der den Sieg fünf Minuten vor Spielende mit einem trockenen Abschluss sicherte. Es war bereits der fünfte Saisontreffer für den jungen Stürmer, der sich innert kürzester Zeit als Stammkraft etabliert hat und diesem Team mit seiner Energie guttut.

    Die Vorentscheidung zugunsten der Equipe von Marc Crawford hätte bereits kurz vor der zweiten Sirene fallen können. Zuerst konnte Joel Henry nach einem Konter einen Musterpass von Rohrer nicht verwerten. Und wenige Sekunden und einen weiteren Zuger Fehlpass in der eigenen Zone später brachte Andrighetto die Scheibe nicht an Leonardo Genoni vorbei. Ein 4:1 nach zwei Abschnitten aus ZSC-Optik – es wäre nicht gestohlen gewesen. Die Lions waren stilsicherer, ideenreicher und passgenauer – beim zuletzt so formstarken Meister der Jahre 2021 und 2022 blieb allzu vieles Stückwerk.

    Die Lions mit grösserer physischer Präsenz

    Als ob in den Partien zwischen den meistgenannten Titelfavoriten nicht ohnehin genug Zündstoff wäre, so kamen diesmal beidseitig noch Revanchegelüste hinzu. Zug hatte den bisher einzigen Vergleich in dieser Saison mit 3:2 für sich entschieden, nach Verlängerung und vorherigem 0:2-Defizit in Altstetten. Zufrieden konnten die Lions naturgemäss nicht sein, aber auch die Zentralschweizer nicht. Trainer Dan Tangnes, eigentlich ein Meister der Besonnenheit, hatte in der zweiten Pause klare Worte an die Seinen gerichtet und später sogar von anfänglichem «Angsthasen-Eishockey» gesprochen.


    Nicht ängstlich, aber gegenseitig respektvoll begannen die beiden Teams, und so erlebten die Fans mehrheitlich ein Abtasten. Den Bann brach Justin Sigrist (11.). Nach einem Energieanfall von Willy Riedi vollendete die Nummer 13 aus kurzer Distanz – sie hatten sich gegen vier Zuger durchgesetzt.

    Auch der zweite ZSC-Treffer fiel aufgrund grösserer physischer Präsenz: Diesmal überwand Vorkämpfer Chris Baltisberger Zugs Leonardo Genoni mit einem Lob, und 114 Sekunden später erhöhte wiederum Sigrist auf 3:0. Es war sein vierter Saisontreffer. Damit hat er seine Torproduktion an einem Abend verdoppelt, die Vorlage kam erneut von Riedi.

    https://www.tagesanzeiger.ch/auswaertssieg-…an-734562016511

    Vertrag läuft aus

    Wird Nati-Coach Fischer zur lahmen Ente?

    Der Verband möchte den Vertrag mit Patrick Fischer verlängern, aber aus dem Umfeld erwächst Widerstand. Der Job des Nati-Trainers ist wieder mal ein Politikum.
    Publiziert: 28.11.2023 um 17:57 Uhr Aktualisiert: 28.11.2023 um 18:51 Uhr


    Wenn am Mittwoch das Nationalmannschaft-Committee (NTC) tagt, wird auch die Frage diskutiert, ob die Verträge von Nati-Coach Patrick Fischer (48) und Assistent Tommy Albelin (59) vorzeitig bis 2026 verlängert werden sollen. Die operative Führung des Verbandes ist für diese Lösung, andere NTC-Mitglieder (siehe Box) sind dagegen. Hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass man keinen Grund sehe, die Weichen vor der nächsten WM zu stellen.

    Diese Skepsis basiert scheinbar nicht auf sportlichen Gründen: Kurz nach der WM 2023 befand das gleiche NTC, dass man trotz der lamentablen Leistung im Viertelfinal grundsätzlich auf dem richtigen Weg sei. Ein Vertrauensbeweis.

    Präsident Schärer erwischt Fettnapf

    Was sorgte seither für Irritationen im Dunstkreis der Nati? Entscheidungen und Kommunikation der SIHF-Spitze: die Absage des Prospect-Camps für Schweizer Talente im Sommer, die regelmässige Kritik an der Ausländer-Politik der National League und zuletzt die Kommunikation bezüglich Fischers Vertragssituation.

    Der neue Verbandspräsident Stefan Schärer (58) konnte bisher die Risse zwischen Verband und National League nicht kitten, im Gegenteil: Er traf in einem Interview mit erratischen Planspielen bezüglich Fischer zielgerichtet den einzigen Fettnapf weit und breit und sorgte so für zusätzlichen Sprengstoff. Nati-Direktor Lars Weibel (49) sprach sich für eine vorzeitige Verlängerung mit Fischer aus, Fischer selbst sagte im SRF-Sportpanorama, er habe nur noch eine Patrone übrig, und die müsse sitzen. Die kommunikativen Irrungen und Wirrungen der Führung haben sich offenbar wie ein Schleier über die sportlichen Leistungen der Mannschaft gelegt.

    Welche Rolle spielt Raffainer?

    Zurück zum NTC. Eine Empfehlung dieses Gremiums ist nicht bindend für die Kammer, die in letzter Konsequenz über das Schicksal der Nati-Trainer entscheidet: der SIHF-Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat kann also auch gegen eine Empfehlung des NTC handeln. Im VR (siehe Box) haben allerdings teilweise die gleichen Personen Einsitz wie im NTC, darunter interessanterweise auch der ehemalige Nati-Direktor Raeto Raffainer. Welche Interessen er vertritt oder verfolgt, ist unklar: Einberufen wurde er einst ja als Vertreter der NL-Klubs Davos und Bern, mittlerweile vertritt er als Mitglied des Councils nur noch den Internationalen Eishockey-Verband.

    Was vor dem NTC-Meeting durchsickert: Der Entscheid über Fischers Zukunft könnte vom Ergebnis der nächsten WM abhängig gemacht werden, was einem Misstrauensantrag gleichkommt. Das, obwohl ihm das NTC noch im Frühling das Vertrauen ausgesprochen hatte? Das würde auch bedeuten, dass sich bis kurz vor der WM keine Zielsetzung festlegen lassen wird, weil bis dahin niemand weiss, wie stark die Mannschaft besetzt sein wird.

    Beim Eishockey-Verband befürchtet man inzwischen, dass sich die Trainer Fischer und Albelin bald nach anderen Jobs umsehen und sich aus dem Staub machen könnten. Die «Gegenseite» glaubt nicht an ein solches Szenario oder misst ihm keine grosse Bedeutung zu. Möglicherweise wird die Schweizer Nati bei der WM im nächsten Frühling also von einer sogenannten «lahmen Ente» angeführt. Gerade beflügelnd wirkt dieser Gedanke nicht.

    EVZ gegen ZSC – Gipfeltreffen mit Brisanz

    Der EV Zug gegen die ZSC Lions: Beim «Z-Duell» treffen heute in der Bossard Arena die aktuell besten Teams der National League aufeinander. Dabei geht es um die Leaderposition – und auch um Prestige.


    Die Zuger und die Zürcher fehlten vor dieser Saison wohl in keiner Prognose, wenn es darum ging, den möglichen Meister zu tippen. Zu stark und ausgeglichen sind beide besetzt, zu viel stimmt bei ihnen zusammen. Und so verwundert es auch kaum jemanden, dass die beiden «Z» momentan das Mass aller Dinge sind in der National League.

    In Zahlen ausgedrückt heisst dies: Der EVZ ist der Tabellenführer, die ZSC Lions befinden sich auf Rang 3, wobei sie ein Spiel weniger ausgetragen haben und nach Verlustpunkten gleichauf mit den Zugern liegen. Es ist auch das Aufeinandertreffen der besten Heim- und Auswärtsteams, der Mannschaften mit der besten Tordifferenz (EVZ +37 / ZSC +29), mit den meisten geschossenen Toren pro Spiel (EVZ 3,60 / ZSC 3,29) und den wenigsten Gegentreffern (ZSC 2,08 / EVZ 2,12). Und es sind die fairsten Teams der bisherigen Saison – die Zuger kassierten 171 Strafminuten, die Zürcher 185. In einer Statistik liegen die beiden Liga-Giganten dagegen weit auseinander: Die ZSC Lions verfügen über das erfolgreichste Powerplay der Liga (Effizienz von 32,73 Prozent), der EVZ dagegen über das schlechteste (11,84 Prozent), wobei Sven Senteler am Samstag auswärts gegen Ajoie wenigstens die Durststrecke von rund 40 Minuten Überzahlspiel ohne Torerfolg beenden konnte. Und der EVZ war auch in der Lage, das schwache Powerplay wegzustecken, hat in den letzten 15 Spielen satte 36 Punkte gewonnen (ZSC Lions: 28).

    Sieg trotz «Angsthasen-Hockey»

    Läuft alles normal, ist eine knappe Entscheidung zu erwarten, wie beim ersten Duell Anfang Oktober in der Swiss Life Arena, als die Zuger nach einem Treffer von Andreas Wingerli mit 3:2 nach Overtime gewannen. Wobei dieses Resultat äusserst schmeichelhaft war. In den ersten zwei Dritteln spielte praktisch nur der ZSC, sodass EVZ-Trainer Dan Tangnes danach auch von «Angsthasen-Hockey» spracht. Die Zürcher bestürmten das Tor von Leonardo Genoni, doch der Titan im Zuger Tor hielt sein Team im Spiel – und war die Basis für den Sieg, bei dem neben Wingerli auch Fabrice Herzog und Marc Michaelis trafen.

    Und nun also das nächste Z-Duell, das spätestens seit dem Playoff-Final 2022, als der EVZ nach einem 0:3-Rückstand doch noch Meister wurde, eine zusätzliche Brisanz beinhaltet. «Ich denke, die Rivalität zwischen uns und Zürich ist in den letzten Jahren gewachsen. Es hat auch mit Prestige zu tun. Da braucht man keinen Spieler zusätzlich zu motivieren», sagte Coach Tangnes nun gegenüber der Luzerner Zeitung. Es sind Worte, die von den Stürmern Sven Senteler und Sven Leuenberger unterstrichen werden. «Was gibt es Schöneres als ein Spitzenspiel zu bestreiten?», fragt Senteler. Und Leuenberger erklärt: «Ein Spitzenkampf ist nicht alltäglich. Es geht darum, die Tabellenführung zu verteidigen. Wir sind heiss!» Doch das gilt auch für die ZSC Lions, die Zug heute Abend selbstverständlich nur zu gerne entgleisen lassen würden.

    https://www.sky-sport.ch/de/articles/ev…en-mit-brisanz/

    Der Vertrag des Kanadiers endet 2025
    Die ZSC Lions sollen bereits einen Nachfolger für Crawford auserkoren haben

    ZSC-Coach Marc Crawford besitzt bei den Zürchern noch einen gültigen Vertrag bis 2025. Geht es nach dem schwedischen Aftonbladet, haben die ZSC Lions bereits einen Nachfolger für den Nordamerikaner gefunden.

    Demnach soll Roger Rönnberg im Sommer 2025 das Traineramt bei den Zürchern übernehmen, wie die Zeitung von einer "aufschlussreichen Quelle" erfahren haben will. Der Schwede hat den Bericht jedoch via SVT umgehend dementiert, seien die Informationen nicht korrekt. Rönnberg besitzt bei Frölunda HC ebenfalls noch einen Vertrag bis 2025 und gemäss dem Aftonbladet wird er die Zusammenarbeit nicht fortsetzen und nach zwölf Jahren im Verein eine neue Herausforderung annehmen. Ob es tatsächlich die ZSC Lions sein werden, wird sich erst in Zukunft zeigen.