Eine kleine Spielereis seitens sport.ch... Naja ich nähme dann lieber Kane oder Staal...
Ein NHL-Free-Agent für jedes NL-Team
Ein Verteidiger, dessen SCB-Trikot definitiv ein grosser Renner bei den Fans wäre
Die NL-Saison 2023/24 ist in vollem Gange und selbiges gilt auch für die neue NHL-Spielzeit. Es gibt aber noch zahlreiche NHL-Cracks, die derzeit ohne Vertrag dastehen, wie die Übersicht der Free Agents von Eliteprospects (Stand 24.10.23) zeigt.
Eric Staal - EV Zug
Beim EV Zug haben abgesehen von Marc Michaelis und Jan Kovar die Import-Spieler noch ein bisschen Luft nach oben, was die Anzahl Scorerpunkte angeht. Einer, der trotz seiner 38 Jahre sicherlich noch für zahlreiche Scorerpunkte gut wäre, ist Eric Staal. Der Kanadier hat in seiner Karriere satte 1127 Scorerpunkte aus 1469 NHL-Partien sammeln können, was schon alles über die Qualitäten des Centers aussagt. In der letzten Saison gelangen ihm für die Florida Panthers insgesamt 34 Scorerpunkte (16 Tore und 18 Assists) aus 93 Spielen. Der Routinier wäre definitiv eine Attraktion für die National League.
In diesem Artikel versuchen wir es nun mit einer kleinen Spielerei, indem wir jedem NL-Team einen NHL-Spieler empfehlen, der noch auf einen neuen Vertrag hofft. Natürlich ist uns bewusst, dass es eher unrealistisch ist, die meisten der folgenden Namen in der höchsten Schweizer Spielklasse spielen zu sehen.
Derick Brassard - HC Ajoie
Der HC Ajoie ziert aktuell das Tabellenende und einer der Hauptgründe dafür, ist die Tatsache, dass man am wenigsten Tore erzielen konnte. Derick Brassard wäre eine Top-Verstärkung für die Jurassier, schliesslich beweist der Offensivspieler auch im Alter von 36 Jahren, dass er noch treffen kann. So gelangen ihm in der letzten NHL-Saison 23 Scorerpunkte (13 Tore und zehn Assists) aus 62 Partien für die Ottawa Senators. In der National League wäre er bestimmt für 30+ Scorerpunkte gut und dazu spricht er Französisch, was die Eingewöhnung beim HC Ajoie deutlich erleichtern würde.
Nolan Patrick - EHC Kloten
Beim EHC Kloten hat man bereits betont, dass man trotz des mässigen Saisonstarts keinen siebten Import-Spieler verpflichten wird, da dies finanziell derzeit einfach nicht möglich ist. Aus diesem Grund empfehlen wir den Flughafenstädtern die Verpflichtung von Nolan Patrick, da dieser wohl keine grossen finanziellen Ansprüche hegen dürfte. Schliesslich konnte der Kanadier, der beim NHL-Draft 2017 an zweiter Stelle hinter Nico Hischier gedraftet wurde, in der letzten Saison krankheits- und verletzungsbedingt kein einziges Spiel für die Vegas Golden Knights absolvieren. Der 25-Jährige wäre deswegen einfach schon froh, wieder auf dem Eis stehen zu können, weswegen der Lohn für ihn kaum eine grosse Rolle spielen dürfte. Kloten könnte für ihn das perfekte Pflaster sein, um wieder Spass am Eishockey zu finden. Wobei es derzeit sogar Gerüchte gibt, wonach der Kanadier nicht mehr ins Eishockey-Business zurückkehren kann.
Patrick Kane - EHC Biel
Der amtierende Vize-Meister ist eher schlecht als recht in die neue Saison gestartet, weswegen die Seeländer ein wenig NHL-Power gut gebrauchen könnten. Wer würde da besser passen, als Superstar Patrick Kane? Schliesslich kennt der US-Amerikaner das Seeland bestens, da er bereits während des Lockouts 2012/13 20 Partien für den EHCB absolviert hat (13 Tore und 10 Assists). Der mittlerweile 34-Jährige ist nach wie vor ein Scorer, sammelte er doch in der letzten Saison 45 Scorerpunkte aus 54 Spielen für die Blackhawks und nach seinem Trade dann nochmals 18 Scorerpunkte aus 26 Partien für die New York Rangers. Der Grund, warum ein Mann seiner Klasse noch ohne Vertrag dasteht, ist eine Hüftoperation, die ihn wohl noch bis Ende Jahr ausser Gefecht setzt. Doch auch dies würde ins Bild beim EHCB passen, kämpfen die Bieler in dieser Saison doch mit grösseren Verletzungssorgen.
Jaroslav Halak - SCL Tigers
Die SCL Tigers besitzen die anfälligste Defensive der Liga und dazu plagen die Emmentaler auch noch Goalie-Sorgen, da Luca Boltshauser derzeit verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht. Aus diesem Grund wäre es sinnvoll, Jaroslav Halak zu verpflichten. Der slowakische Routinier spielte in der letzten Saison noch für die New York Rangers und kam dort in 25 Partien zum Einsatz. Dabei wies der 38-Jährige eine Fangquote von 90,3% auf und er erhielt im Schnitt 2,72 Gegentore pro Spiel. Der Slowake wäre mit seiner Erfahrung auch extrem wichtig für den jungen Stéphane Charlin.
Phil Kessel - HC Ambri-Piotta
Bei den Leventinern läuft es in dieser Saison sportlich gesehen ziemlich gut, doch zuletzt sorgte Laurent Dauphin mit seinem üblen Check gegen Tyler Moy für negative Schlagzeilen. Der Kanadier zeigt sich reumütig, trotzdem wäre es aus Ambri-Sicht ein kluger Schachzug, wenn man den legendären Phil Kessel in die Schweiz lotsen könnte. Der 36-Jährige ist ein grosser NHL-Name und er gewann nebst drei Stanley Cups mit der Bill Masterton Trophy auch schon den NHL Sportsmanship Award. Er wäre also definitiv einer, welcher dem HCAP wieder deutlich mehr Fairness einflössen könnte. Mit ihm im Team würde es wohl keiner seiner Teamkollegen wagen, nochmals einen solch bösen Check à la Dauphin zu demonstrieren.
Paul Stastny - Lausanne HC
Lausanne zeigt sich im Vergleich zur verkorksten letzten Saison zwar verbessert, doch die Konstanz geht den Waadtländern noch immer etwas ab. Ein erfahrener NHL-Crack mit Führungsqualitäten wäre deswegen genau richtig für die Lausanner, weswegen wir ihnen den Namen Paul Stastny ans Herz legen. Der 37-Jährige war in all seinen Jahren in der NHL die Konstanz in Person und wies bis auf eine Ausnahme im Schnitt mindestens 0,5 Scorerpunkte pro Spiel auf. Dazu war er mehrfach Assistenzcaptain und er durfte die USA sogar an einer Weltmeisterschaft mit dem "C" auf der Brust anführen. Er könnte also auch den derzeitigen Ausfall vom erfahrenen Michael Raffl kompensieren.
Shane Pinto - HC Davos
Unter dem neuen Headcoach Josh Holden harzt es beim HCD noch etwas in der Offensive, wobei man insbesondere im Spiel bei Fünf-gegen-Fünf Mühe bekundet, Tore zu erzielen. Ein Spielmacher mit Scorerqualitäten, der auch einmal für einen Überraschungsmoment gut ist, wäre deswegen perfekt für den Schweizer Rekordmeister. Shane Pinto ist ein solcher Spielertyp, der wegen seines jungen Alters auch noch frech und relativ unbeschwert aufspielen kann. Attribute, die die Bündner gut gebrauchen können. Der 22-jährige Center sammelte in der letzten Saison immerhin 35 Scorerpunkte (20 Tore und 15 Assists) aus 82 Spielen für die Ottawa Senators.
Zach Parise - SC Rapperswil-Jona Lakers
Bislang haben nur vier Teams noch weniger Tore als die Lakers erzielt, weswegen die Rapperswiler einen Mann brauchen, der weiss, wo das Tor steht. Zach Parise wäre ein geeigneter Kandidat, hat von den aktuellen Free Agents der NHL nur Superstar Patrick Kane in der letzten Saison noch mehr Tore erzielen können. Der 39-Jährige erzielte in der letzten Saison 21 Tore in der Regular Season und dazu gelangen dem Routinier noch 13 Assists. In einer Sturmlinie mit Roman Cervenka, welcher ihn mit Pässen füttern könnte, wäre der Flügelstürmer eine grosse Offensivwaffe für die Lakers.
Jesse Puljujärvi - Genève-Servette HC
Beim Schweizer Meister setzt man insbesondere auf finnische Import-Spieler, deswegen wäre Jesse Puljujärvi natürlich eine ideale Ergänzung für die Genfer. Der 25-Jährige kann extrem viel Tempo generieren und mit seinen Gardemassen (1,93 m gross und 91 kg schwer) ist er auch einer, der sich für das physische Spiel nicht zu schade ist. In der letzten Saison sammelte der Finne für die Edmonton Oilers 14 Scorerpunkte aus 58 Partien und bei den Carolina Hurricanes kamen dann noch drei Assists aus 24 Spielen dazu. In Genf würde er sich aufgrund der vielen Landsmänner wohl schnell heimisch fühlen.
Alexander Edler - HC Lugano
Der HC Lugano ist zuletzt immer besser in Fahrt gekommen, weswegen man sich in der Tabelle auch nach vorne arbeiten konnte. Die Tessiner kassieren aber noch zu viele Gegentore, darum wäre ein solider Defensivverteidiger, der aber auch scoren kann, die ideale Ergänzung für die Bianconeri. Alexander Edler ist mit seinen 1,93 m Körpergrösse und seinen 95 kg Gewicht einer, welchem die gegnerischen Stürmer nur ungern in die Quere kommen wollen. Der 37-Jährige spielte zuletzt bei den Los Angeles Kings, wo er in 68 Partien elfmal scoren konnte (zwei Tore und neun Assists). Der Schwede würde mit Sicherheit dabei helfen, dass die Tessiner weniger Gegentore schlucken müssten.
Ethan Bear - SC Bern
SCB-CEO Marc Lüthi gab vor der Saison zu Prokoll, dass er es gerne sehen würden, wenn man in Zukunft beim SCB wieder von den "bösen Bären" spricht. Wer würde da besser passen, als einer, der den Bären schon im Namen trägt? Ethan Bear ist in der NHL kein Kind von Traurigkeit, musste er doch das ein oder andere Mal in der Kühlbox eine Strafe absitzen. Der Verteidiger scheut keinen Zweikampf und für die Vancouver Canucks steuerte er in der letzten Saison 16 Scorerpunkte (drei Tore und 13 Assists) aus 61 Partien bei. Das Trikot des 26-Jährigen wäre nur schon wegen seines Nachnamens ein absoluter Renner bei den SCB-Fans.
Nick Ritchie - ZSC Lions
Die ZSC Lions haben ein sehr ausgewogenes und starkes Kader, weswegen die Zürcher grundsätzlich keinen Bedarf für einen weiteren Import-Spieler haben. Die derzeitigen Import-Spieler performen und scoren gut und es schadet nicht, wenn auch noch ein weiterer Stürmer mit viel Offensivpotenzial kommen würde. Nick Ritchie würde sicherlich gut mit Landsmann Derek Grant in einer Sturmlinie harmonieren. Vor allem auch darum, weil sich die beiden aus gemeinsamen Zeiten bei den Anaheim Ducks bereits kennen. In der letzten Saison sammelte der 27-Jährige für Arizona 21 Scorerpunkte aus 58 Partien und dazu gesellten sich auch noch fünf Scorerpunkte aus 16 Spielen für Calgary.
Alex Chiasson - HC Fribourg-Gottéron
Beim aktuellen Leader der National League läuft es in dieser Saison bislang sehr gut. Die aktuellen Leistungen der Drachen nähren natürlich die Meisterträume der HCFG-Fans, will man doch ein ähnliches Kunststück wie Genf in der letzten Saison vollbringen. Um den Traum wahr werden zu lassen, braucht es einen Spieler, der weiss, wie es ist, einen Meisterpokal zu erobern. Alex Chiasson ist ein solcher Akteur, konnte er sich doch in der Saison 2017/18 über den Gewinn des Stanley Cups mit den Washington Capitals freuen. Der Offensivspieler steuerte in jener Saison 20 Scorerpunkte aus 77 Partien bei. In der letzten Saison sammelte der 33-Jährige noch neun Scorerpunkte aus 20 NHL-Partien für die Detroit Red Wings.