Der Davos-Trainer gibt nach dem dritten Final-Sieg und dem 18. in Serie Auskunft über die vermeintliche Leichtigkeit der HCD-Siege – oder auch nicht.
Arno Del Curto mag nicht über die Gründe für die unglaubliche Siegesserie des HCD sprechen.
Del Curto, sind Sie jetzt zufrieden?
Arno Del Curto: Ja, es war etwas besser als am letzten Samstag.
Also kein Jammern über ein schlechtes Spiel?
Kommen Sie jetzt nicht wieder damit. Es ist ja unglaublich, was das für ein Theater war, nur weil ich am Samstag nach dem Sieg in Kloten nicht zufrieden war. Wir hatten nicht gut gespielt, aber ich kann mich doch nicht dafür entschuldigen, dass wir trotzdem gewonnen haben. Und ich kann doch nicht sagen, dass wir geiles Hockey spielen und alles gewinnen. Was ist dann, wenn es am übernächsten Donnerstag auf einmal 4:3 für Kloten steht? Dann machen mich dieselben Journalisten zum Trottel.
Es ist wie es ist: Eishockey ist, wenn am Ende immer Davos gewinnt. Warum ist das so?
Das macht einem das Leben schwer, dass Journalisten, die nichts von der Sache verstehen, den Eindruck vermitteln, alles sei so einfach.
Ich habe nicht gesagt, es sei einfach. Die Frage ist nur: Warum gewinnt am Ende immer der HCD?
Solche Fragen sind gefährlich. Spieler lesen am nächsten Tag die entsprechenden Aussagen und ich muss das alles relativieren. Was glauben Sie denn, alles gehe so einfach? Ich könne einfach sagen, so geht jetzt raus, gewinnt und ich kann ein Bierchen trinken und wenn ich wieder hinschaue steht es 7:0?
Nein, aber die Frage, warum am Ende immer der HCD gewinnt, ist damit immer noch nicht beantwortet. Ist es vielleicht so, dass der HCD den besseren Trainer hat?
Wissen Sie was: In der Kabine gibt es jetzt Lasagne. Und wenn ich zu spät komme, gibt es für mich nichts mehr. Deshalb beantworte ich diese Frage nicht und gehe Lasagne essen. Hören Sie: Je va manger Lasagne!
