Beiträge von The Fan

    Gottéron geht am Stock, der ZSC zeigt Muskeln
    Die Freiburger wollen heute zu Hause ihre zweite Finalchance verwerten. Doch Dubé ist out und Bykow angeschlagen.

    Von Simon Graf und Silvan Schweizer
    Lange ging dieser Halbfinal nur in eine Richtung, sprach man von Bykow junior und senior, von Taktiker Hans Kossmann und der Freiburger Siegesserie gegen die ZSC Lions. Doch plötzlich ist das Duell, obschon es immer noch 3:1 für die Romands steht, zu einem erbitterten Abnützungskampf geworden. Die wichtigsten Fakten: Gottérons Spielmacher Christian Dubé stürzte am Dienstag unglücklich auf seine Schulter und muss die Saison vorzeitig beenden. Andrei Bykow ist nicht krank, sondern angeschlagen oder verletzt. Und Verteidiger Marc Abplanalp, der im Hallenstadion minutenlang bewusstlos auf dem Eis lag und mit einer Bahre abtransportier wurde, hat glücklicherweise «nur» eine Gehirnerschütterung erlitten.


    Trotzdem gehen die Emotionen hoch. Der sonst nüchterne Kossmann kritisierte Andres Ambühl für seinen kernigen Check gegen Abplanalp hart. Immer rede man davon, Verletzungen zu vermeiden, und dann wuchte der ZSC-Stürmer beim Stand von 4:0 mit horrendem Tempo Abplanalp um, ärgerte er sich. «Diese Aktion hätte zumindest zwei Minuten für Bandencheck verdient.» Abplanalp verbrachte zwei Nächte zur Überwachung im Zürcher Unispital und darf heute nach Hause. Innere Blutungen wurden keine festgestellt, aber er fehlt zumindest eine Woche. Einzelrichter Reto Steinmann eröffnete ein Verfahren gegen Ambühl, dass dieser gesperrt wird, ist aber unwahrscheinlich. Der Bündner, der bekannt ist für harte, aber korrekte Checks, erkundigte sich gestern bei Abplanalp nach dessen Befinden.

    Bykow und die MRI-Bilder

    Sogar kriminalistische Elemente enthält der «Fall» Bykow. Die offizielle Erklärung, er habe am Dienstag nicht gespielt, weil er krank gewesen sei, erwies sich als falsch. Ein Westschweizer Journalist sah ihn gestern mit einem Plastiksack mit MRI-Bildern, offenbar laboriert er an einer Handgelenksverletzung. Wie schlimm diese ist, will keiner verraten. Sollte heute in Spiel 5 nebst Dubé auch Bykow ausfallen, würde dies die Zürcher Chancen erheblich steigern. Nebst Mauldin würde dann wohl auch der junge Brügger Center spielen müssen.

    Die Liste der Spieler, die sich im Playoff gegen die Zürcher verletzt haben, ist beträchtlich: nach den Davosern Reto von Arx und Dino Wieser nun also Dubé, Abplanalp und wohl Bykow. Dem Team von Marc Crawford böse Absicht zu unterstellen, wäre verfehlt. Aber die ZSC Lions sind sich bewusst, dass für sie die Wende gegen Gottéron nur über körperbetontes Spiel führt. Einer, der diesen Weg versinnbildlicht, ist der stämmige Verteidiger Marco Maurer. «Wir können härter spielen als Fribourg», sagt der 101-Kilo-Mann. «Am Dienstag waren wir konsequenter in den Zweikämpfen, jeder machte seine Checks fertig. Wenn wir so auftreten, können wir sie zermürben, damit sie ihr Spiel gar nicht erst aufziehen können.»

    Maurer spricht aus Erfahrung: Er war dabei, als Servette gegen Fribourg im Viertelfinal 2010 ein 1:3 in ein 4:3 umwandelte. Der 25-Jährige aus dem «Säuliamt» mag das physische Spiel und betreibt als Hobby Kickboxen. Bei den ZSC Lions ist es ihm, der in seinen beiden Saisons mit den Lakers über 200 Strafminuten sammelte, gelungen, seine Emotionen zu kanalisieren. «Ich habe die Balance gefunden zwischen ruppiger Gangart und fairem Spiel», sagt er. «Das hatte ich mir vorgenommen. Man hat mich schon geholt, um hart zu spielen. Aber nicht, um Strafenkönig zu werden.» Im Playoff hat er sich in elf Partien erst drei Zweiminuten-Strafen eingehandelt.

    Um ein drittes Heimspiel zu erzwingen, brauchen die ZSC Lions heute gegen die angeschlagenen Freiburger ihren ersten Auswärtssieg seit dem 5. Dezember 2009. Bei Gottéron dürfte der stämmige Shawn Heins wieder spielen und vielleicht Bykow, bei den ZSC Lions der wiedergenesene Chris Baltisberger. Auch er ist einer, der gerne Checks austeilt.

    Crawford und die Referees

    Die grosse Herausforderung für die Zürcher ist es, physisch zu spielen, dem Schiedsrichterduo Eichmann/Stricker in der hitzigen Atmosphäre der BCF Arena aber wenig Grund zu geben, gegen sie Strafen zu verhängen. «Gottéron hatte in seinen ersten beiden Heimspielen gleich zu Beginn eine doppelte Überzahl», erinnert Marc Crawford. «Sonst gab es in dieser Serie kein 5 gegen 3.» Es sei nicht sein Job, die Schiedsrichter zu beurteilen, fügte der Kanadier an. «Ich hoffe einfach, sie spielen ihre Erfahrung und ihre Professionalität aus.» Nicht nur auf dem Eis, auch rhetorisch spielt sich plötzlich einiges ab in diesem Playoff-Duell.

    Zitat von Adm. Bööf

    Icht traue der ganzen Sache um Bykov, Heins, Vauclair (gestern alle nicht gespielt) und Dube irgendwie nicht so recht. Irgendwie geht mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass die gestern nur geschont wurden. Was deutlich wurde ist die Tatsache das ohny Bykov die Gefährlichkeit des fribourger Spiels rapide sinkt und auch Sprunger viel an Wirkung verliert.

    Wenn dem so ist, ein Spiel mit dem Feuer!

    So, wir sind zurück im Geschäft.

    Bin gespannt auf die Reaktion von Gotteron morgen. Bykov hat schon gefehlt, das war zu sehen. Im Tagi steht, dass er evtl auch an der Hand verletzt sein könnte und darum nicht gespielt habe.....

    Was auffällt bei allen Spielen gegen Gotteron sind die fehlenden Emotionen auf dem Eis und auf den Rängen. Schon krass, wenn ich vergleiche (auch bei mir selber) mit welchen Emotionen ich das Spiel verfolgte gegen Daffos und nun gegen Gotteron.

    Kam mir oft vor wie in einem Quali Match gestern...aber das ist wohl das Spiel von Gotteron und wir passen uns (zu sehr) an.

    So oder so: CHERED DIE SERIE

    Zum Check von Ambühl: für mich korrekt, ohne wenn und aber

    Zitat von ZüriBueb

    Also zu diesem Spiel muss man irgendwie gar nicht viel sagen. Es ist einfach eine der bittersten Niederlagen der letzten paar Jahre nachdem man Chancen gehabt hat, mit diesem Spiel zum ersten Mal seit langem gegen Fribourg zu gewinnen und statt 0:3 wieder voll in der Serie zu sein.

    Warten wir halt den Dienstag ab und schauen, ob Fribourg in einem der nächsten 4 Spiele wieder irgendwie den Sieg holt, obwohl sie nicht besser sind.

    besser isch de wo d Spiel günnt, as simple as that!

    Die entscheidende chline Sache laufed nöd für eus.

    Bärtschi Latte, Save von Conz gegen shannon etc...

    Aber mir chömed nomal!