Es gibt ja schon eine Möglichkeit, ohne den nervigen Kurvengesang (Was fällt denen eigentlich ein?), die Spiele zu schauen. Und das nennt man TV-Gerät. Das ist die Kiste mit den vielen Bildern. Meistens steht ein Sofa davor und die Alte fährt immer wieder mit ihrem Staubsauger vorbei.
Diese Ultra-Fans sind sogar so selbstverliebt, dass die nicht mal authentisch jubeln können. Wahrscheinlich merken sie gar nicht ob jetzt ein Tor gefallen ist oder nicht. Ich bin mir sicher, die Ultra-Fans von Basel wissen nicht mal dass sie letztes Jahr Meister wurden, so blöd sind die.
Ich wäre wirklich froh, wenn jemand von euch Real-Oldschool-Hipster-Fans mal kurz in die SK geht, und denen Kackwürsten mal erklärt wie man authentisch jubelt, so mit klatschen und gumpen und so. Und das man gefälligst die Schnauze halten soll, wenn die Spieler nicht gut spielen. Das verwirrt die nämlich total, wenn man singt oder sie verlieren extra.
Ich habe hier noch einen kleinen Guide verfasst, wie man sich als Fan richtig verhält.
DER RICHTIGE FAN
Regel Nr. 1: Während dem Spiel gilt grundsätzlich: Schnauze halten.
Regel Nr. 2: Man muss darauf achten, dass der Kopf (das runde, oben, wo man Bier reinkippt) Richtung Spielfeld gerichtet ist. Spielfeld Fussball: das Rechteckige grüne grosse. Spielfeld Hockey: weiss, rechteckig, aber mit abgerundeten Ecken
Regel Nr. 3: Vergibt deine Mannschaft eine Chance, bitte raunen. Vergeigt der Spieler kläglich, ein lautes "Aaaaaaah" von sich geben. Im Notfall kann man auch "Ooooooh" machen, wird aber nicht gerne gehört. hier aufpassen.
Regel Nr. 4: Macht ein Spieler ein geiles Trickli, bitte "Olé" rufen. Ist man ganz beim Spiel ganz toll drauf, kann man auch ein "Uuuuepa!" rufen. Aber bitte nur bei wirklich ganz ausgefuxten Tricklis, nervt ansonsten extrem.
Regel Nr. 5: Vergibt ein Spieler gaaaaanz knapp eine Chance, oder trifft sogar den Pfosten, ist ein wuchtiges "Uuuuuuui" angebracht.
Regel Nr. 6: Spielt die Mannschaft schlecht, gehört es zum guten Ton, zu pfeifen. Die machen ja schliesslich den ganzen Tag nichts anderes und würden ohne Pfeifen nicht merken, dass sie scheisse spielen. WICHTIG
Und jetzt zur goldenen Regel Nr. 7, die Königsdisziplin. Am besten zu Hause üben, denn authentisch jubeln muss gelernt sein.
DER AUTHENTISCHE TORJUBEL
Basics (Für Anfänger): Geht das runde ins eckige, bedeutet das Tor. Dann reisst man, (Achtung wichtig!), gleichzeitig die Arme in die Höhe und springt vom Sitz auf und ruft ganz laut "JAAAAA!!!". Dann gumpen. Nicht zu hoch, das nervt, aber ruhig ein bisschen gumpen in einer gleichmässigen Kadenz. Dann sollte man noch "wie geil!", "wer het sie gmacht?" oder "gaht ja gopfertammi" sagen.
Advanced (Für Fortgeschrittene): Nach dem man die Basics, wie oben beschrieben, ganz genau befolgt hat und sie schon super gut kann, kann den authentischen Torjubel das i-Pünktchen aufsetzen. Man kann z.B. völlig lässig die befreundeten Nachbar-Fans abklatschen, oder wenn man ganz wild und punkig daherkommt, gleich noch mit einer Umarmung ergänzen.
Professional (Für Profis): Kann man die Basics und Advanced aus dem Ef-Ef, hier die Steigerung: Das Tor wird nach dem authentischen Jubel gnadenlos analysiert im Stile von "de hetter müsse ha", "läck de Laser-Pass" oder "en huere fade gsi, läck bobby". Für Samrtphones-Versierte ist es ganz cool, wenn man noch kurz bei Face, Insta, oder Twitter ein Sprüchli oder Foto postet.
Und ja nicht vergessen, NACH dem Torjubel sofort wieder HINSETZEN UND SCHNAUZE HALTEN! Sonst war alles für die Katz!