Beiträge von Reto

    Knapper, aber verdienter Sieg gegen den EVZ
    ZSC Lions - EV Zug 3:2 (0:1/1:0/2:1)
    ZSC-Trainer Sean Simpson traf mit dem Schweizermeister auf sein ehemaliges Team, den EV Zug. An seinen natürlich immer noch gute Beziehungen zum EVZ dürfte es aber kaum gelegen haben, dass seinen Spielern zu Beginn des Spiels der nötige Biss gefehlt hatte.

    Die ZSC Lions bekundeten grosse Mühe im Powerplay und mussten sich von den Gästen immer wieder unter Druck setzen lassen. In der 16. Minute konnte der EVZ seine leichte Überlegenheit auf dem Feld zum ersten Treffer ummünzen, indem Paul Di Pietro eine schöne Vorlage von Patrick Fischer mit einer Direktabnahme verwertete.

    Auch im Mitteldrittel stand zuerst vor allem Ari Sulander im Brennpunkt, bis die ZSC Lions nach einigen Minuten auch offensiv etwas besser in Fahrt kamen. Ein „Bully-Goal“ von Peter Sejna brachte schliesslich in der 33. Minute die Wende in diesem Spiel.

    Die ZSC Lions übernahmen immer mehr die Kontrolle über das Spielgeschehen und im Schlussabschnitt war es Mark Bastl, der mit einem Energieanfall und einem schönen Dribbling das 2:1 erarbeiten konnte.

    Alexej Krutov sorgte in der 49. Minute mit einem Ablenker nach einem Schuss von Radoslav Suchy für das vorentscheidende 3:1. Langsam aber sicher kamen auch Emotionen ins Spiel und so konnten die Fans einige unschöne Raufereien unter den Teams beobachten. Im Anschluss an eine solche Prügeleinlage, wurde Josh Holden in der 53. Minute für eine Fünfminutenstrafe vom Eis geschickt und beide Teams kamen im Anschluss nicht mehr in voller Besetzung zum spielen.

    Eine Minute vor Schluss musste bei den ZSC Lions Oliver Kamber wegen Behinderung vom Eis, so dass der EV Zug noch einmal eine letzte Chance witterte. Der Anschlusstreffer durch Patrick Fischer, fünf Sekunden vor Spielende, war aber definitiv zu spät, um nochmals Hoffnung bei den Gästen aufkeimen zu lassen, so dass die ZSC Lions ihren ersten Sieg in dieser Saison im Hallenstadion feiern konnten.

    Missglückte Heimpremiere für die ZSC Lions

    ZSC Lions - SC Bern 2:5 (1:3/0:1/1:1)

    Gegen den SC Bern war im ersten Heimspiel der neuen Saison für die ZSC Lions nichts zu holen. Die Gäste aus der Bundeshauptstadt zeigten eine reife Leistung und siegten im Hallenstadion verdient.

    Dabei startete die Truppe von Sean Simpson vielversprechend in die Partie. Pittis eröffnete sich bereits mit dem ersten Angriff eine gute Torgelegenheit. Und beim zweiten Anlauf von Lukas Grauwiler bei der nächsten Szene vor Marco Bührer gelang den Zürchern bereits die Führung. Leider, aus ZSC-Sicht, waren da erst fünf Minuten gespielt. Ab diesem Zeitpunkt gelang dem Heimteam nämlich kaum mehr zählbares. Der Hauptgrund dafür dürfte wohl nicht die eigene Schwäche sondern viel mehr Berns stärke gewesen sein. Die Mutzen störten früh, spielten aggressiv und körperbetont. Zudem war man im eigenen Drittel Herr der Lage. Diese Facts verhinderten am heutigen Abend zwar erst mehrere Treffer für den Zett. Da aber auch die Berner Offensivabteilung sehr effektiv arbeitete, fand das Spiel eine schnelle Kehrtwende. Josi, Froidevaux und der frischgebackene Papa Gamache waren für die drei Treffer der Berner bis zur ersten Drittelspause zuständig.

    Na gut, ein zwei Tore Rückstand ist ja noch nicht alle Welt, dachte man sich wohl in den Zürcher Fanreihen. Aber wie bereits angedeutet, tat sich das Heimteam während dem Rest des ganzen Spiels sehr schwer. Selten war eine gelungene Angriffsauslösung zu erkennen. Das Spiel der Lions war von Fehlpässen und Unkonzentriertheiten geprägt. Dazu reihten sich im Mitteldrittel spielentscheidene Strafen aneienander. So entstand das 1:4 von Gamache aus einer Powerplay Situation Berns heraus. Der SCB erwischte aber auch einen nahezu optimalen Abend. Vieles stimmte zusammen und gegenüber den Lions wirkten die Berner auch spritziger. Dazu hatten sie immer die richtige Antwort parat.

    So auch nach dem Anschlusstreffer Trudels nach 42’ Minuten, welchen Bern in derselben Minuten mit einem eigenen weiteren Treffer konterte. Bordeleau’s Massarbeit beim 1-1 gegen Sulander bescherte dem SCB diesen fünften Treffer. Spannung trat also nicht mehr wirklich auf in der verbleibenden Spielzeit. Und der Komplex „Heimspiel gegen Bern“ bleibt weiter bestehen. Der letzte Erfolg im Hallenstadion liegt knapp zwei Jahre zurück. Am 29.10.2006 bezwang man den SCB letztmals in der eigenen Spielstätte.

    Die ZSC Lions erlitten im zweiten Saisonspiel den ersten Ausrutscher gegen ein allerdings bereit sehr starken SC Bern. Am kommenden Dienstag besteht gegen den EV Zug die Chancen zur Rehabilitation.

    Gelungener Saisonstart in Rapperswil

    SCRJ Lakers - ZSC Lions 2:3 n.P. (1:1/0:1/1:0/0:1)

    Die ZSC Lions kehren mit zwei Punkten aus Rapperswil zurück. Jean-Guy Trudel und Peter Sejna bewerkstelligten den Sieg aber erst im Shootout.

    Das Spiel war noch nicht einmal zwei Minuten alt, als Ari Sulander das erste Mal in der neuen Saison hinter sich greifen musste. Niklas Nordgren setzte seinen Sturmpartner Stacy Roest wunderbar in Szene, und der Lakers-Routinier Roest traf gekonnt zur Führung. Das Heimteam spielte zu Beginn sehr gut auf. Rappi agierte druckvoll und entschlossen. Adjektive, die in der Vorbereitung bei den Lakers etwas zu kurz kamen. Beim Saisonauftaktspiel waren sie aber bereit, sehr zur Freude der heimischen Supporter. Nun lag es an den ZSC Lions, eine Reaktion zu zeigen und ebenfalls den Tritt ins Spiel zu finden. Die erste Strafe gegen Rapperswil kam da gerade gerufen. Und es dauerte nur fünf Sekunden, ehe der ex-ZSC Spieler Helfenstein die Kühlbox wieder verlassen konnte. Peter Sejna gewann sein Bully und Ryan Gardner zog die freiliegende Scheibe unter die Torlatte. Weitere Zweiminüter hielten das Spiel zu jedem Zeitpunkt auf Trab. Es waren aber die Gäste aus Zürich, welche folgend dem zweiten Treffer näher waren. Dieser fiel vorerst aber nicht.

    Gute zwanzig Minuten lieferten die Löwen im Mitteldrittel ab. Rapperswil wurde phasenweise eingeschnürt und es entstanden zum Teil gleich mehrere Chancen nacheinander. So verzeichnete der Zett nach 27 Minuten einen Latten-/ und Pfostenschuss innerhalb weniger Augenblicke. Und wenn es nicht das Metall war, welches die Gäste am zweiten Treffer hinderte, dann war es Marco Streit mit seinen guten Paraden. Er sollte später dann auch zum besten Spieler des SCRJ gewählt werden. An der gelungenen Kombination Pittis-Monnet-Alston hatte nach 28 Minuten aber auch er nichts zu vereiteln gewusst. Alston’s Abschluss landete platziert in der Mitte der linken Torecke und bescherte den Lions die erstmalige Führung. Jetzt dominierten die Zürcher das Spiel, sie hatten es mittlerweile fest in ihrer Hand. Einige gute Abschlussmöglichkeiten blieben aber ungenutzt oder es fehlte der letzte Pass nach schön vorgetragenen Angriffen. An diesen Szenen merkte man am Besten, dass die Saison noch jung ist.

    Wer sie nicht macht, der bekommt sie. Ein Sprichwort, dass für diesen Freitagabend zutrifft. Und erneut war in einem neuen Spielabschnitt nur wenig Zeit vergangen, ehe Roest und Nordgren wieder erfolgreich auf sich aufmerksam machten. Ein Pass vors Tor überraschte die ZSC Akteure. Nordgren vermochte zu verwerten. Ein Tor aus dem Nichts, das Spiel wieder egalisiert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt musste man aus Zürcher Sicht einsehen, dass ein dritter Treffer zuvor zwingend nötig gewesen wäre. Nun schien das Spiel zu kippen. Den Rappi Jona Lakers gelang wieder mehr, Ari Sulander bekam wieder zu tun. Und hektische zwei Spielminuten zum Schluss hätten dem Heimteam fast noch den Sieg eingebracht. Sulander passierte aber einen Schuss aus nächster Nähe genial – Verlängerung.

    In diesen fünf zusätzlichen Minuten zeigten sich einige Spieler hauptsächlich mit gewissen Gegenspielern beschäftigt. Duelle untereinander wurden ausgetragen, der Referee hob die Hand. Zu etwas zählbarem in Sachen Score kam es nicht.

    Der erste Match in der Saison 08/09 musste also im Penalty entschieden werden. Für die ZSC Lions traten alle fünf zuvor selektierten Spieler an wogegen beim Heimteam nur deren vier zu ihrem Versuch kamen. Das Shootout liess einen fünften Lakers Schützen gar nicht mehr zu, konnten mit Trudel und Sejna zwei Zürcher ihren Penalty verwerten und Ari Sulander sich bis zu diesem Zeitpunkt als unbezwungen betrachten.

    Die ersten zwei Punkte gelten für die ZSC Lions also als gebucht, die zahlreichen Fans im Zürcher Fanlager, welche zu Spielbeginn mit tollem Choreo glänzten, zeigten sich sehr erfreut. Das Saisonauftaktspiel darf alles in allem sicher als gelungen bezeichnet werden, auch wenn der Umweg übers Shootout für zwei Punkte genommen werden musste.

    Um das gaht's au gar nöd. Entscheidend isch, was für "Fans" hinter de Gänfer ghocked sind und wie's use cho wär, wänn nöd eusi Super-Security Ringelreihe um d'Gänfer gmacht hät.

    Ich finde genau so, dass s'Provozierre vo de Gänfer und au gwüssi Reaktione vo eus, dezue ghöred. Nur scho, dass die wohl vo 3.-Rang Plätz sich es Upgrad verschafft händ, isch doch rächt cool und e gueti Provokation.

    Genau meine Worte, Larry. Da wollen wir immer Hockey mit Emotionen und etwas Action sehen und kaum wird richtige gecheckt und nicht gleich jeder auf die Bank geschickt, geht das Geheule los.

    Genau so peinlich, wie dass man als Fan der gegnerischen Mannschaft, nach vierstündiger Anreise an einem Montag, von Heim"fans" behandelt wird, wie in Istanbul!

    ZSC Lions - Servette Genf 2:4 (1:2/1:0/0:2)
    Auch im zweiten Finalspiel stand das Glück nicht auf Seiten der ZSC Lions. Wie schon am vergangenen Samstag, gerieten die Lions auch heute gegen Genf früh in Rückstand und mussten sich mit grossem Aufwand wieder herankämpfen. Nachdem Conz und Aubin Servette mit 0:2 in Führung gebracht hatten, war es wieder einmal Beat Forster, der mit einem Energieanfall den Anschlusstreffer erzielen konnte. Bedrängt von zwei Genfer Verteidigern setzte er sich auch noch gegen Gianluca Mona durch und bezwang diesen mit einem Schuss an die Latte, der via Mona im Tor landete.
    Forsters Tor blieb das einzige Zürcher Erfolgserlebnis, bis Alexej Krutov genau bei Spielmitte nach Zusammenarbeit mit Vitaly Lakhmatov endlich den Ausgleich erzielen konnte. Bis zu diesem Tor waren die ZSC Lions im Mitteldrittel zum ersten Mal an diesem Abend ihren Gegnern optisch überlegen. Der Ausgleichstreffer war die logische Folge auf eine gute Druckphase des Heimteams und der verdiente Lohn für Krutov, der wie immer mit vollem Einsatz bei der Sache war.

    Nach dem 2:2 konnten die ZSC Lions den Druck jedoch nicht mehr so aufrecht erhalten, wie noch vor dem Ausgleich und so gelang ihnen bis zum Ende des Spiels, trotz einiger hochkarätiger Chancen, im Schlussdrittel kein Tor mehr. Servette hingegen nützte fünf Minuten vor Schluss durch Vigier eine Zürcher Unaufmerksamkeit mit einem schnellen Konter aus. Vigier bezwang Ari Sulander zum entscheidenden 2:3.

    Der vierte Treffer ins leere Gehäuse war dann nicht mehr entscheidend und muss, zusammen mit den zwei Niederlagen, vergessen werden, wenn die ZSC Lions in diesem Finale noch die Wende schaffen wollen. Am Donnerstag in Genf heisst es schon fast: "Alles oder nichts!".


    http://wiki.zscfans.ch/wiki/Matchberichte_Saison_07/08