Einmal mehr hat SL m. E. sehr gut geredet, ich bin da völlig bei ihm.
Ich finde es gut, dass Bayer ein Thema sein wird und man u. a. auch ihn analysieren wird. Was SL gelingt, und da bin ich mir nicht sicher, ob das jedem hier im Forum gleich gut gelingen würde, ist die Sache ganzheitlich und neutral zu betrachten. Das müssen wir Fans aber natürlich auch nicht. Im Forum darf man durchaus auch einfach mal frei von der Seele reden bzw. schreiben, ohne zuvor alle Statistiken und Umstände zu berücksichtigen, so wie ich es oft mache und wofür ich besonders von einem Forumsmitglied
regelmässig kritisiert werde.
Bei einer fundierten Analyse sollten jedoch sämtliche Umstände berücksichtigt werden. Und dazu gehören nunmal, wie schon so oft erwähnt, auch die Verletzten, und zwar nicht nur in ihrer Anzahl, sondern auch in ihrer Qualität. In diesem Bereich hatten wir schlichtweg mehr Pech als die meisten anderen Teams sowie in den Meisterjahren. Das soll keine Ausrede sein, sondern Teil einer sachlichen, neutralen und umfassenden Analyse/Betrachtung.
Und zu einer sachlichen und neutralen Analyse gehören selbstverständlich auch sämtliche Kriterien, die nicht unbedingt für Bayer sprechen, wie etwa von SL angesprochen, dass bspw. ein Rohrer in der Quali nicht einmal fünf Tore erzielt hat. Gleichzeitig ist aber auch hier, wie von ihm betont, viel wichtiger, die Punkte pro Spiel der einzelnen Spieler anzuschauen. Und diese liegen, wie SL ebenfalls richtig festgehalten hat, bei den meisten auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.
Ein weiterer Punkt, den SL zwar nicht angesprochen hat, der aber unbedingt in die Analyse einfliessen sollte, ist die Frage, ob Bayer der richtige Trainer für die Entwicklung der jungen Spieler ist bzw. zur DNA der Organisation passt. Ich teile zwar nicht die Meinung vieler im Forum, dass die Jungen unter Bayer keinen Step nach vorne gemacht haben. Meiner Ansicht nach haben over all unter Bayer gerade Gruber, Schwendeler aber auch Bächler und Riedi (auch wenn man ihn nicht mehr wirklich zu den Jungen zählen darf) eine „deutliche“ Entwicklung unter Bayer gezeigt.
Trotzdem muss man sich gerade bei Gruber und Schwendeler fragen, ob sie auch genügend eingesetzt und dadurch optimal gefördert wurden. Im Vergleich dazu hat MC bei Verletzungen immer auf junge Spieler gesetzt, anstatt auf ältere ehemalige NL-Spieler von GCK zurückzugreifen, die nicht zwingend besser sind. Letztes Jahr in den Playoffs hat MB beispielsweise Blaser eingesetzt. In dieser Saison wurde hingegen kurz vor den Playoffs Schreiber verpflichtet bzw. getauscht und entsprechend eingesetzt, und in der Quali kamen häufiger Oejdemark oder zu Beginn Cunti zum Einsatz, anstatt einem wirklichen Jungen mehr Eiszeit zu geben.
Da stellt sich schon die Frage, ob das wirklich der DNA des ZSC entspricht. Auch Grönborg hat häufiger auf ehemalige NL-Stammspieler gesetzt, die bei GCK spielen, wie bspw. Leone, anstatt einem jungen Spieler eine Chance zu geben. Meiner Erinnerung nach hat MC das so nie gemacht..