Wie wir alle wissen, ist in den Playoffs, in Nordamerika, ebenso wie hier bei uns, oder in anderen Ligen, die Form, bzw. die Leistungen der Goalies der Schlüssel zum Erfolg. Meister kann nur werden, wer über einen überdurchschnittlichen, vielleicht sollte man sogar sagen, über einen herausragenden, Goalie verfügt.
Pekka Rinne hat Nashville in den Final gehext. Marc-André Fleury trug seinen Teil bei den Penguins, speziell in den Spielen gegen die Blue Jackets, die Washington Capitals und in 3 Matches gegen die Ottawa Senators, ebenso bei. Danach übernahm bei Pittsburgh Matt Murray, und er machte seine Sache ebenso gut. Zumindest bis und mit Spiel 2 im Final gegen die Preds. Danach war Murray immer noch gut, aber gleichwohl nicht so gut, als dass er alleine die beiden Finalniederlagen in Nashville hätte abwenden können. Rinne dagegen zog, parallel dazu, in den ersten beiden Finalpartien auswärts zwei eher schwächere Abende ein, um dann in Nashville wieder zum Hexer zu werden. Es steht nun im Final all square, 2:2. Welcher Goalie wird der Stanley Cup Held 2017 werden?
Es gibt aber in diesem Final auch noch eine andere Betrachtungsweise. Nashville verlor in den PO zwei Spieler, die auf dem Leistungszenits ihrer diesjährigen Saison spielten, Ryan Johansen und Kevin Fiala. Dazu fehlte Captain Mike Fisher in einigen wichtigen PO Partien, ebenfalls wegen einer Verletzung. Alle drei sind Offensivkräfte, die plötzlich nicht mehr mittun konnten. Und erst jetzt folgte ja die entscheidende Phase der Playoffs! Aber.... die Predators schafften es gleichwohl, die Torproduktion in Gang zu halten und das Backchecking gleich gut zu erledigen. Andere (Spieler) taten sich plötzlich hervor und ersetzten, scheinbar mühelos, die fehlenden Kollegen, bzw. traten an deren Stelle. Für mich ist DAS, neben den Goalies, ebenfalls ein Faktor, der das Duell entscheiden könnte.
Die Pittsburgh Penguins leben zu einem grossen Teil von Sidney Crosby, dem wahrscheinlich besten Spieler der NHL (vor dem Oiler Connor McDavid). An seiner Seite ist zudem der Rookie Jake Güntzel zu einer fast ebenso gefährlichen Waffe geworden. (Interessant auch die Parallele zu den Oilers mit dem Deutschen Leon Draisaitl an der Seite von McDavid.) Dritter, im wahrsten Sinn des Wortes, grosser Spieler bei den Pens ist Ewgeni Malkin. Kraftpaket mit starkem Schuss, schlittschuhläuferisch stark, physisch kaum unterzukriegen, technisch perfekt, mit dem guten Auge für den richtigen Pass. Auf diesen drei Ausnahmekönnern ruhten, und ruhen noch, die Hoffnungen der Penguins. Chris Kunitz hatte eine gute PO Partie, Phil Kessel scheint müde zu sein, er entwickelt nicht mehr denselben Druck, wie noch in der Quali. Hornqvist und Hägelin sind im Final noch nicht richtig angekommen, Rust dito. Die PIT Verteidiger sind lange nicht so gefährlich von der blauen Linie, wie ihre Pendants von Nashville. Diese Fakten sprechen momentan für die Nashville Predators. Denn praktisch jeder ihrer Feldspieler kann Tore schiessen.
Natürlich, das ist die Momentaufnahme nach Finalspiel 4. Alles kann am nächsten Donnerstag schon wieder anders aussehen......