Evtl. muss man nach "oben" wie nach "unten" den Fokus etwas anpassen bzw. die Relationen wahren. Die Schweiz ist von den grossen Hockeynationen nicht mehr so weit weg, andererseits haben aber auch die vermeintlich "Kleinen" Fortschritte erzielt. Ein Sieg gegen die Kanadier ist deshalb genausowenig das 8e Weltwunder, wie eine Niederlage gegen Norwegen oder Dänemark ein Weltuntergang wäre. Auf individueller Ebene bestehen natürlich nach wie vor Klasseunterschiede, und könnten die grossen Hockeynationen aus dem vollen schöpfen, so brächten die weit mehr als 4 Traumblöcke auf's Eis.
Bei den Schweizern macht aber eine Schwalbe noch keinen Frühling, weshalb man sich mit Fundamentaltheorien zurückhalten kann. Aktuell läuft's einfach sehr gut. Taktisch scheint Simpson zudem die richtige Dosierung gefunden zu haben, es wird nicht mehr ein so intensives Forechecking betrieben wie zu Beginn seiner Amtszeit, als es schien, man müsse mit einer möglichst offensiven Spielweise beweisen, wie verkehrt die defensive Ausrichtung unter Krüger war. Abgesehen davon, dass dieser mit der vermehrten Verfügbarkeit von entsprechenden Spielern den "Beton" ja auch schon aufweichte. Simpson demgegenüber lässt nun vermehrt die Mittelzone abriegeln und verzichtet, wie gesagt, auf ein bedingungsloses Forechecking. Bis jetzt klappt das nicht schlecht.