Jetzt müssen wir nur noch hoffen das WF das mit SL beendet…
Beiträge von Ouimet
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Heute spielen wir gegen Biel.
Gemäss dem Besten Videowürfel im besten Stadion spielen wir am Mittwoch gegen Davos. Bin daher etwas verwirrt. In den Medien stand gegen Biel aber der Videowürfel zeigte als next Game am Mittwoch Davos an.
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Erfolgstrainer Jan Cadieux - Sein stolzer Vater schaut ihm vom Spitalbett zu
Erfolgstrainer Jan Cadieux – Sein stolzer Vater schaut ihm vom Spitalbett zuEr führte Servette auf Rang 1 und visiert den Meistertitel an: Jan Cadieux ist als Eishockey-Coach aus dem Schatten des legendären Paul-André getreten. Diesen…www.tagesanzeiger.ch -
In fünf Jahren zum Vorzeigeclub - St. Gallen – das kleine Fussballwunder aus dem Osten
In fünf Jahren zum Vorzeigeclub – St. Gallen – das kleine Fussballwunder aus dem OstenEr wird nicht Meister und nicht Cupsieger. Er macht keine grossen Transfers. Und doch spielt der FC St. Gallen vor vollem Haus und macht Gewinn. Wie schafft er…www.tagesanzeiger.ch -
Vielleicht hätte eine 0:4 Klstsche gegen Biel auch was heilendes:
- Leuenberger wäre weg
- Man würde die Quali wieder ernsthaft nehmen
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!
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Das Messer haben wir frühestens im Mittwochspiel am Hals.
Das wir Eine 0:3 Serie drehen gegen Biel kann ich mir mit diesem Team/Trainer/Sportchef nicht vorstellen.
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Zieht doch am Ende der Saison ein Fazit. Im Moment sind wir einfach 0-2 hinten und schiessen eher wenig Tore..😂
Ja mal ein Tor könnte helfen…. Auch SL 🤣🤣🤪🎉
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Mit Crafword haben wir auch schon Serien gegen einen anderen Berner Verein mit 0:4 verloren.…
Wenn es der ZSC ist gewinnen wir am Montag mit dem Messer am Hals.
Falls nicht besteht meine grosse Hoffnung dass Leuenberger dann Geschichte ist. Kein Titel in 6 Jahren (2018 gehört Salis) ist jetzt auch kein Leistungsausweis.
Uns fehlen Scorer…
Und wenn Leuenberger wirklich Eier gehabt hätte, hätten wir die Saison mit RG beendet und dann hätte man Liniger geholt.
Und ja, falls Biel/Genf den Titel holen würde hätte man mit dem 3. Rang immerhin CHL spielen können. Aber der 3. Rang lag mit dem Punkteschnitt von MC halt nicht drin…
Item, hoffen wir auf die Wende, und falls wir rausfliegen, fliegt hoffentlich SL mit…
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Gemäss Anzeige auf dem grössten Videowürfel Europas im modernsten Stadion Europas ist das nächste Heimspiel am Mittwoch gegen Davos, da sind immerhin unsere Chancen höher als gegen Biel.
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Und der SCB spielt gegen Ajoie…. ??? 🤣🤣🤣🤣🤣
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Eishockey-Pionierin tritt ab - Sie spielte bei den Männern – und schrieb dabei Sportgeschichte
Eishockey-Pionierin tritt ab – Sie spielte bei den Männern – und schrieb dabei SportgeschichteAls Torhüterin verblüffte sie viele, vorab aber das andere Geschlecht. Nun hört die Walliserin Sophie Anthamatten auf. Und begibt sich gleich wieder aufs…www.tagesanzeiger.ch -
Fort aus Russland - Wie Putin für Spektakel im Schweizer Playoff sorgt
Fort aus Russland – Wie Putin für Spektakel im Schweizer Playoff sorgtDer Halbfinal ZSC Lions gegen Biel ist auch das Duell der europäischen Topgoalies Simon Hrubec und Harri Säteri. Was sie so stark macht – und weshalb sie hier…www.tagesanzeiger.chWie Putin für Spektakel im Schweizer Playoff sorgt
Der Halbfinal ZSC Lions gegen Biel ist auch das Duell der europäischen Topgoalies Simon Hrubec und Harri Säteri. Was sie so stark macht – und weshalb sie hier sind.
Wer ans Playoff denkt, dem kommen spontan schöne Tore, schnelle Kombinationen und harte Checks in den Sinn. Der Halbfinal zwischen Biel und den ZSC Lions bietet aber in erster Linie etwas anderes: spektakuläre Paraden. Oder besser: zwei Goalies, die schwierige Paraden ganz einfach aussehen lassen. Je 27 Schüsse feuerten die beiden Teams am Donnerstag in Spiel 1 auf Harri Säteri und Simon Hrubec ab, nur ein Schuss fand den Weg ins Tor. Biel gewann 1:0.
Dass ZSC-Torhüter Hrubec nicht von einem besonders harten oder platzierten Schuss erwischt wurde, sondern von einem Flatterpuck mit einer unberechenbaren Flugbahn, war bezeichnend. Mit normalen Schüssen sind Hrubec und Säteri kaum zu bezwingen. Die beiden zählen zur Crème de la Crème Europas, und Biels Sportchef Martin Steinegger sagt: «Wir müssen ehrlich sein: Erst die ganze geopolitische Lage führte dazu, dass solche Kaliber in der Schweiz landeten.»
Als Russland am 24. Februar 2022 die Ukraine überfiel, spielte Säteri in Nowosibirsk und Hrubec in Omsk. Der Finne wollte nur noch weg, und der Club hielt ihn nicht auf. Er beendete die Saison in Übersee. Hrubec spielte sie in Russland fertig, obschon ihm das Kriegstreiben Putins und dessen Folgen schwer zu schaffen machten. Doch ihm drohten heftige Sanktionen, wäre er einfach so davongelaufen. Im Sommer unterschrieb er dann trotz eines weiterlaufenden Vertrags in Omsk bei den ZSC Lions.
«Sie sind beide Winnertypen. Der erste Titel ist der schwierigste. Von dieser Erfahrung kannst du danach zehren.»
Lukas Flüeler, ZSC-MeistergoalieLukas Flüeler führte die Zürcher zu drei Meistertiteln und kommentiert nun das Playoff als Mysports-Experte. Er sagt: «Ich würde die beiden nicht als Übergoalies bezeichnen, sondern als Winnertypen. Beide haben schon etwas Grosses gewonnen, und das gibt ihnen das Extravertrauen, das es im Playoff braucht. Als Goalie musst du das Glück haben, einmal etwas zu gewinnen. Der erste Titel ist der schwierigste. Von dieser Erfahrung kannst du danach zehren.»
Hrubec führte Trinec zum tschechischen Meistertitel (2019) und Omsk zum Gagarin-Cup (2021), Säteri wurde Weltmeister und führte die Finnen im Februar 2022 in Peking zu Olympiagold. «Wie viele Schweizer Goalies wurden schon Meister?», fragt Flüeler rhetorisch. «Nicht viele. Es gibt einen Grund, wieso sich Leonardo Genoni im Playoff um 50 Prozent steigert. Weil er weiss, wie es geht.» Der Vollständigkeit halber: Nur noch Gottérons Reto Berra wurde von den aktiven National-League-Goalies Schweizer Meister – 2009 beim HCD im Verbund mit Genoni.
Zum Auftakt der Halbfinalserie verzweifelten die ZSC Lions nun an Säteri. Steinegger sagt über den 33-Jährigen: «Er packt die besten Paraden im wichtigen Moment aus. Das ist seiner Erfahrung geschuldet. Er hat so viel erlebt, spielte ein paar Jahre in Russland, da erschüttert dich nicht mehr viel.» Auch nicht die Geburt des eigenen Kindes. In der Nacht vor Spiel 3 des Viertelfinals wurde Säteri zum zweiten Mal Vater, von Hugo. Er nahm sich den Tag frei und war in Spiel 4 zurück im Bieler Tor, als wäre nichts gewesen. «Das war von Anfang an so abgemacht», sagt Steinegger. «Mich stresste das nicht, weil ich wusste, dass es ihn nicht stresst.»
Für die ZSC Lions heisst es nun, die Schwachstelle Säteris zu finden. Keine leichte Aufgabe. Der Zürcher Goaliecoach Stephan Siegfried hat den Finnen auf Video genau studiert. Er sagt: «Alle Goaliecoaches analysieren die gegnerischen Goalies. Du schaust dir alle Tore an, die sie im Lauf der Saison bekommen haben, und probierst, ein Muster zu finden. Ich mache jeweils eine Präsentation für die Spieler. Aber du darfst sie auch nicht überfordern mit zu vielen Informationen. Denn im Spiel geschieht vieles instinktiv.» Welche Tipps er den ZSC-Cracks gegeben hat, verrät er natürlich nicht.
«Hrubec ist besessen vom Gewinnen. Einen Drive, wie er ihn hat, habe ich noch nie erlebt.»
Stephan Siegfried, ZSC-GoaliecoachSäteri wurde in der exklusiven Tamedia-Umfrage der Coaches und Captains zum besten Goalie der Regular Season gewählt, vor Hrubec. Dafür hatte der Tscheche die besseren Statistiken. ZSC-Goaliecoach Siegfried sagt: «Hrubec ist besessen vom Gewinnen. Ich arbeitete schon mit Flüeler zusammen und anderen guten Torhütern, aber einen Drive, wie ihn Hrubec hat, habe ich noch nie erlebt. Bisher war es für meine Goalies nie ein Problem, wenn drei Torhüter im Training waren und sich so auch die Nummer 1 ab und zu ausruhen konnte. Hrubec will das nicht. Selbst wenn er am Tag zuvor gespielt hat, will er wieder hart trainieren. Er will sich jeden Tag verbessern.»
Der Werdegang des Tschechen ist bemerkenswert, galt er doch nicht als Ausnahmetalent und spielte nie im Junioren-Nationalteam. Das hat ihn geprägt. Siegfried sieht den Davoser Goalie Sandro Aeschlimann, der gegen die ZSC Lions eine exzellente Serie spielte, als Schweizer Pendant zu ihm: «Er ist das beste Beispiel dafür, was du erreichen kannst, wenn du hart arbeitest und Leute hast, die an dich glauben.» Aeschlimann musste 25 werden, um beim HCD erstmals die Nummer 1 in der National League zu werden.
«Beide verschieben sich blitzschnell von der einen Seite zur anderen und lesen das Spiel exzellent.»
Marco Bührer, SCB-MeistergoalieDoch zurück zum Duell Säteri gegen Hrubec. Beide sind mit einer Grösse von 1,86 Meter keine Riesen, dafür aber sehr athletisch. «Sie verschieben sich beide blitzschnell von der einen Seite zur anderen», sagt Marco Bührer, der dreifache SCB-Meistergoalie und Mysports-Experte. «Und sie lesen das Spiel exzellent. Für mich sind sie die zwei besten, konstantesten Torhüter der Liga. Es ist faszinierend, ihr Duell zu beobachten.»
Es ist ein Fernduell, da Goalies nie direkt aufeinandertreffen. «Du kannst nicht beeinflussen, wie es beim anderen läuft», sagt Bührer. «Du bist in deiner eigenen Welt, kämpfst gegen die Stürmer des gegnerischen Teams. Aber wenn du kaum Tore bekommst, baut das Druck auf den anderen Goalie.» Das erste Duell ist an Säteri gegangen. Wie reagiert Hrubec?
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Biels beste acht Minuten seit dem Wiederaufstieg – und ein irreguläres Tor?Der EHC Biel besiegt die ZSC Lions zum Halbfinal-Auftakt 1:0. Die Entscheidung bringt ein kurioser, wahrscheinlich irregulärer Treffer.www.watson.ch
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«Der EVZ ist der FC Bayern des Eishockeys»Didier Fischer ist Monsieur Servette. Als Präsident der Fondation 1890 ist der Winzer der starke Mann hinter Fussball, Eishockey und Rugby in Genf. Weshalb er…www.blick.ch
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Und täglich grüsst das Murmeltier mit den gleichen Fakten:
-Weltklasse gehalten von Hrubec (Auch Säteri)
-Solide verteidigt (Kukan ausnahmsweise leider heute eine unglückliche Figur gemacht)
-Offensiv wieder VIEL ZU WENIG Output
-Über das PP müssen wir nicht reden - nicht zum anschauen
Und das ist genau der Grund, weshalb beispielsweise ein Hollenstein ein gewichtigerer Ausfall ist, als manche hier drin das Gefühl haben. Er ist oft unauffällig, aber immerhin weiss er wo das Tor steht…
Uns fehlt seit Saisonbeginn ein richtiger Skorer. Und ich verstehe immer noch nicht, weshalb SL nicht noch einen Skorer geholt hat. Ja Texier, Lammikko, Ghetto, Hollenstein, Bodenmann etc. - wir hätten theoretisch schon genug Torschützen, aber wenn manche fehlen und die anderen nicht auf Touren kommen, dann sieht es einfach düster aus..
Das ist einfach eine Mannschaft, die immer extrem gut steht hinten, aber das Spieldiktat nicht übernimmt und offensiv zu wenig kreiert. Ohne Wenn und Aber! Das ist die ganze Saison lang so - selbst wenn niemand verletzt ist. Und wenn wir die Serie nicht gewinnen oder nicht Meister werden, dann definitiv wegen der Offensive. Heute hätte man sogar das Spiel gut für sich entscheiden können, da nebst der 5-Minuten-Strafe Biel 2-3x einen „Verteidigungsschnitzer“ gemacht hat, aber wenn man sie nicht tüpft, tja.
SL…
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Freunde sagten oft: «Wenn du ein Schnäbeli hättest, wäre es einfacher»
Zwei Jahre nach ihrer Freistellung äussert sich Florence Schelling im Magazin «Sportlerin» erstmals über ihre Zeit beim SC Bern. Sie lässt kein gutes Haar am Club.
Ihr Engagement sorgte weltweit für Aufsehen. Als erster Eishockey-Club überhaupt verpflichtete der SC Bern im April 2020 mit Florence Schelling eine Sportchefin. «Uns war wurst, ob wir eine Frau oder einen Mann einstellen. Kompetenz ist wichtig, nicht das Geschlecht», sagte der damalige CEO Marc Lüthi, der dem Hockeyclub heute als Präsident vorsteht. Schelling selbst hatte den Job nicht gesucht. Er wurde ihr angeboten, nachdem Alex Chatelain, der Baumeister dreier Meisterteams, nach einer missglückten Saison abgesetzt worden war und der langjährige Captain Martin Plüss Bern den Job abgelehnt hatte.
Schelling wurde mit Interview-Anfragen, auch aus dem Ausland, überhäuft. Gegen 40 waren es am ersten Tag. Und auch danach riss der Rummel nicht ab. Mütter und Väter schrieben ihr, sahen die heute 34-Jährige als Wegbereiterin für ihre Töchter. Doch nur ein Jahr später war der Zauber vorbei, Schelling musste den Club wieder verlassen. Sie bringe nicht genügend Erfahrung mit, erklärte Lüthi. Da 13 Spielerverträge auslaufen, sei nun höchste Fachkompetenz gefordert.
Seither wurde es ruhig um die ehemalige Weltklassetorhüterin. Interview-Anfragen, auch von dieser Zeitung, stiessen stets ins Leere. Nachrichten blieben unbeantwortet. Nun aber äussert sich Schelling im Schweizer Frauen-Sportmagazin «Sportlerin» erstmals über ihre Zeit beim SCB. Und übt harsche Kritik am 16-fachen Schweizer Meister. Dank ihres Master-Studiums in Wirtschaft, ihrer Vergangenheit im Eishockey und den Beziehungen sei sie sehr gut qualifiziert gewesen. Der Job sei nicht schwierig, doch nie hätte sie den Rückhalt genossen, den sie benötigt hätte, um in Ruhe arbeiten zu können, kritisiert Schelling. «Ich spürte sehr, sehr schnell, dass ich bei einigen überhaupt nicht willkommen war. So nach dem Motto: ‹Meitschi, was willst du denn hier?›»
«Wo ist die Grenze zum Mobbing?»
Schelling spricht von sehr schwierigen, nicht besonders modernen Strukturen. «Sie waren zum Scheitern verurteilt. Es reden viel zu viele Leute mit. Und man sah ja auch danach, dass die Strukturen nicht funktionierten.» Dass es nicht einfach werden würde, sei ihr bewusst gewesen, so Schelling weiter. «Es gab schwierige Situationen und viele Momente, in denen ich auf enorme Widerstände stiess. Es wurde stundenlang über unwichtige Dinge diskutiert, das war wenig zielorientiert.»
Die Frage, ob sie gemobbt oder gar sexistisch beleidigt worden sei, verneint Schelling, fragt im Gegenzug aber: «Wo ist die Grenze zum Mobbing?» Die Zürcherin hätte sich Veränderungen gewünscht. «Meine Aufgaben waren klar: Ich sollte frischen Wind entfachen, neue Perspektiven aufzeigen und die vorhandenen Strukturen aufbrechen. Leider war das unmöglich. Ich hörte oft im Freundeskreis: ‹Wenn du ein Schnäbeli hättest, wäre es einfacher.›»
Es sind happige Vorwürfe. Kommentieren will sie der SCB nicht. «Wir haben bei der Vertragsauflösung Stillschweigen vereinbart und halten uns daran», schreibt der Club auf Anfrage. In Schellings Worten dürfte viel Frust mitschwingen. Ihr Engagement stand schon von Beginn weg unter keinem guten Stern. Sie übernahm das Amt im ersten Jahr der Pandemie und begann im 50-Prozent-Pensum, nachdem sie sich bei einem Skiunfall einen Halswirbel gebrochen und ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte.
Schelling war oft abwesend, leitete aber zum Start des Eistrainings im August ein Girls Camp in Arosa. Weilte sie in Bern, richtete sie das Büro neu ein, führte Einzelgespräche mit Spielern oder gab Interviews. «Den ganzen Sommer lang. Irgendwann sagte ich, dass ich nicht mehr kann», klagt Schelling.
«Alle wollten ihr helfen, wenn sie sich nur hätte helfen lassen und sich einigermassen vernünftig verhalten hätte.»
Ein ehemaliger SCB-VerantwortlicherEs gibt aber auch eine andere Seite: Ein Boulevardmedium etwa musste sich drei Monate lang gedulden, um einen Interview-Termin zu bekommen. Der damalige Kommunikationsverantwortliche Christian Dick versuchte, Schelling zu unterstützten, sie zu entlasten. Und war dabei längst nicht der Einzige. Einer, der während Schellings Amtszeit nahe am Geschehen war, sagt hinter vorgehaltener Hand. «Alle wollten ihr helfen, wenn sie sich nur hätte helfen lassen und sich einigermassen vernünftig verhalten hätte. Es ging nur um sie, und spätestens beim Saisonstart hatte sie alle gegen sich aufgebracht.»
Schelling habe sich fast ausschliesslich mit Marc Lüthi unterhalten. «Sie sprach in den ersten zwei Wochen öfter mit Lüthi als andere in fünf Jahren. Vertrat jemand an einer Sitzung eine andere Meinung, fühlte sie sich persönlich angegriffen.» So soll Schelling, als ihr Verwaltungsratsmitglied Mark Streit von einem ausländischen Spieler aufgrund von läuferischen Defiziten abgeraten hatte, eine Woche lang nicht mehr mit dem 820-fachen NHL-Verteidiger gesprochen haben. «Es ist nun ein schäbiges Nachtreten. Aus purem Frust, weil sie gescheitert ist», kritisiert ein ehemaliger SCB-Verantwortlicher.
Nachbaur und der Fragebogen
Freilich, die Strukturen waren aussergewöhnlich. Schellings Vorgänger Chatelain etwa übernahm die sportstrategischen Bereiche, blieb also im Club. Doch auch er soll seine Hilfe angeboten haben. Vergeblich. Vieles blieb während Schellings Amtszeit auf der Strecke. Bei einem Vorbereitungsspiel in Worb gingen sogar beinahe die Schiedsrichter vergessen, weil das Spiel zunächst nicht in der zentral verwalteten Datenbank erfasst wurde. Nicht zuletzt litt die Trainersuche, die erst im Spätsommer abgeschlossen werden konnte.
Johan Lundskog, Sam Hallam und Don Nachbaur schafften es in die engere Auswahl. Schelling priorisierte Lundskog. Doch ablösefrei verfügbar war einzig Nachbaur, weshalb der Austro-Kanadier den Zuschlag bekam. Bereits im November musste der sonderbare Coach, der seinen Assistenten schon im ersten Training vor versammelter Mannschaft in den Senkel stellte und den Stürmer Ted Brithén als neuen Verteidiger willkommen hiess, den Club wieder verlassen.
Bezüglich der Tatsache, dass Schelling vor der Verpflichtung einen 60 Kriterien umfassenden Fragenkatalog mit Nachbaur ausgefüllt hatte, verweist sie im Interview mit der «Sportlerin» auf den heutigen SCB-CEO Raeto Raffainer, der ihr dieses Dokument zugespielt hatte. Der Fragebogen findet jedoch auch bei Swiss Ice Hockey Anwendung und dient dazu, Kompetenzen zu gewichten. Er soll eine Unterstützung darstellen.
Schelling scheint mit sich im Reinen zu sein. Sie sei halt der Sündenbock gewesen, weil der SCB keinen Erfolg hatte. Ans Aufgeben habe sie nie gedacht. Dennoch habe sie sich nach ihrer Freistellung, als der ganze Druck abfiel, 50 Kilogramm leichter gefühlt. Mittlerweile hat sich Schelling selbstständig gemacht, bietet als Coach mit ihrer Firma Module, Vorträge und Workshops an. Ein Spiel des SCB hat sie keines mehr besucht.
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Mitgefühl für Törmänen und eine verpasste Zürcher Chance
Trotz fünf Minuten Überzahl in der Endphase bringen die ZSC Lions keinen Treffer zustande – und verlieren in Biel durch einen späten Flatterschuss Jakowenkos 0:1.
Einen Abend lang hatten sich die beiden Teams aufgerieben und die beiden Topgoalies eine Parade nach der anderen gezeigt, als sich der Bieler Captain Gaëtan Haas in der 53. Minute eine Undiszpliniertheit leistete: Er wuchtete ZSC-Center Garrett Roe den linken Ellbogen an den Kopf und wurde für fünf Minuten auf die Strafbank geschickt. So servierte er den ZSC Lions die Gelegenheit, das erste Spiel dieser Halbfinalserie zu gewinnen, auf dem Silbertablett. Doch sie packten sie nicht.
Zu Beginn der fünfminütigen Überzahl kamen die Zürcher noch zu zwei Schüssen, danach klappte gar nichts mehr gegen ein aggressives Bieler Boxplay. Und als Texier doch noch alleine vor Säteri zum Schuss zu kommen schien, versprang dem Franzosen der Puck. Die Bieler überstanden diese heikle Phase also unbeschadet und schöpften daraus Energie. Kaum war Haas zurück, schnürten sie die Zürcher in der eigenen Zone ein. Und Jakowenko bezwang Hrubec 116 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit mit einem Flatterschuss an Freund und Feind vorbei.
Der Tscheche, der zuvor gross aufgespielt hatte, sah den Puck wohl nicht. Zuvor war er inklusive des Shutouts in Spiel 5 gegen Davos (1:0) insgesamt 143 Minuten und 14 Sekunden ungeschlagen geblieben. Hrubec ist ein überragender Goalie, aber wenn die ZSC Lions Spiele gewinnen wollen, müssen sie Tore schiessen. Das fällt ihnen zuletzt äusserst schwer. In den letzten beiden Partien haben sie gerade mal einen Treffer zustande gebracht, durch einen Ablenker Riedis.
Gegen Biel hatten sie zwar durchaus Chancen, die beste wohl Andrighetto (51.) alleine vor dem ebenfalls bestechend sicheren Säteri. Doch es fehlte der unbedingte Wille, den Puck notfalls auch ins Tor reinzuwürgen. So, wie es im Playoff halt manchmal nötig ist.
Der Bieler Sieg zum Auftakt war nicht unverdient, die Seeländer hatten lange mehr Spielanteile. Doch im Schlussabschnitt wurden die Zürcher immer stärker. Doch als sie die Chance hatten im Powerplay, nützten sie sie nicht. Damit sind sie am Samstag in der Swiss-Life-Arena schon unter Zugzwang.
Der Auftakt der Serie wurde von der Hiobsbotschaft überschattet, dass Biels Coach Antti Törmänen wieder an Krebs erkrankt ist. Die beiden Fanlager zeigten sich zum Auftakt vereint in ihrer Anteilnahme für den Finnen. Zwölf Minuten waren gespielt, als die Bieler Fans seinen Namen skandierten und die Zürcher Anhänger mit Klatschen einstimmten und ein Spruchband hochhielten: «Kämpfe Antti!» In der Bieler Kurve sandte man die Botschaft an Törmänen: «You are not alone. Get well soon, Antti!»
Man habe schon am Tag, als das Playoff begann, vom gesundheitlichen Rückschlag Törmänens gewusst, sagte CEO Daniel Villard gegenüber Mysports. Es sei eindrücklich, wie sich dieser in der Bern-Serie nichts habe anmerken lassen. Das Team wurde erst vor dem Halbfinal informiert, wobei auch Sportpsychologe Jörg Wetzel einige Worte an die Spieler richtete und ihnen zur Verfügung steht. «Für Antti war immer klar: Er will coachen, so lange es geht», sagt Villard. Sportchef Martin Steinegger ist auf Pikett, falls es ihn braucht an der Bande. Im ersten Spiel war er noch nicht gefragt. -
Hat Bodenmann eigentlich seit der Vertragsverlängerung auch wieder einmal ein Scorerpunkt gemacht?
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Was sind Eure Tipps bei Genf-Zug?
Bei mir 2:4 in der Serie